Jahrelang haben wir immer nur mit Zoom-Objektiven fotografiert, bis wir uns dann irgendwann eine Festbrennweite zugelegt haben. Wir sind davon so begeistert, dass wir dir die Vorzüge eines solchen Objektivs in diesem Beitrag näher bringen möchten.

Was ist überhaupt eine Festbrennweite?

Die meisten Hobbyfotografen sind in der Regel mit einem Zoom-Objektiv unterwegs, bei dem man die Brennweite innerhalb eines gewissen Rahmens einstellen kann.

Man kann also Motive heranzoomen. Wenn dir der Begriff Brennweite noch gar nichts sagt, oder du noch mehr darüber erfahren möchtest, dann empfehlen wir dir mal einen Blick auf unseren Online-Fotokurs zu werfen. Dort erklären wir dir alle Grundlagen und noch mehr in 59 Lektionen und 40 Videos.

Wahrscheinlich hast du dir deine erste Kamera auch in Verbindung mit einem Kit-Objektiv gekauft. Diese haben oft eine Brennweite von 18-55 mm oder auch 18-105 mm, sodass man einen ganz ordentlichen Brennweitenbereich damit abdecken kann.

Mit einer Festbrennweite kannst du nicht mehr zoomen, das heißt du bist auf eine feste Brennweite festgelegt. Wir haben uns z. B. für eine 35 mm-Festbrennweite entschieden. Wenn du dich jetzt fragst, warum zur Hölle du dich so einschränken solltest, dann haben wir hier einige gute Gründe für dich.

#1 Mit einer Festbrennweite fotografierst du bewusster und lernst, bessere Bilder zu machen

Mit einem Zoomobjektiv ist ja alles so einfach. Du stehst irgendwo und zoomst dein Motiv ganz einfach heran. Mit einer Festbrennweite musst du allerdings deine Beine benutzen, um den gewünschten Bildausschnitt zu fotografieren.

Du musst auf dein Motiv zugehen, vielleicht sogar die Straßenseite wechseln oder dir eine neue Perspektive suchen. Du musst also viel mehr über deine Bildgestaltung nachdenken und du musst dich mehr bewegen.

Klingt anstrengend? Ist es nicht. Wir haben wirklich kaum Zeit zur Umgewöhnung gebraucht und merken, dass wir uns mit einer Festbrennweite viel mehr Gedanken machen, bevor wir den Auslöser drücken. Wir fotografieren viel bewusster und machen uns viel mehr Gedanken darüber, wie das fertige Bild am Ende aussehen soll.

Schlösser an der East Side Gallery
Mit einer Festbrennweite kann man auch ungewöhnliche Perspektiven entdecken, wie hier an der East Side Gallery in Berlin

 

Mit unserem Zoom-Objektiv haben wir oft viele Bilder von einem Motiv gemacht – hier noch ein bisschen rangezoomt, da noch ein bisschen weiter weg – und am Ende haben wir uns dann für das beste Bild erst am Laptop entschieden.

Mit einer Festbrennweite verlagert sich der Entscheidungsprozess zum Fotografieren. Wir haben nicht nur das Gefühl, dass unsere Bilder dadurch besser werden, es macht uns auch mehr Spaß.

Deshalb sind Festbrennweiten gerade auch für Anfänger sehr gut geeignet. Wenn du noch nicht so viele Erfahrungen mit der Bildgestaltung hast, würden wir dir immer den Kauf einer Festbrennweite empfehlen.

#2 Eine Festbrennweite ist klein und leicht

Nikon DX AF-S Nikkor 35mm 1:1.G
Klein und kompakt: Das Nikkor 35mm 1:1.8

Ein Zoomobjektiv ist meistens viel schwerer als eine Festbrennweite. Ein durchschnittliches Zoomobjektiv wiegt ca. 500 bis 600 Gramm. Eine Festbrennweite wiegt oftmals nur die Hälfte und ist natürlich auch viel kleiner.

Gerade auf Reisen haben wir die Kamera manchmal stundenlang in der Hand. Das macht dann schon einen himmelweiten Unterschied, ob wir ein Objektiv mit 600 Gramm oder nur 300 Gramm auf unsere Kamera geschraubt haben.

Wenn wir in Städten auf Fototour unterwegs sind, haben wir inzwischen oft nur noch die Festbrennweite dabei. So lässt sich jede Stadt viel entspannter erkunden.

#3 Eine Festbrennweite ist unheimlich lichtstark

Festbrennweiten sind oftmals sehr lichtstark. Sie lassen also mehr Licht auf den Sensor, wodurch man auch bei schlechteren Lichtverhältnissen noch gute Fotos machen kann, ohne ein Stativ zu benutzen oder den ISO-Wert hochschrauben zu müssen.

Unsere Festbrennweite hat eine maximale Blendenöffnung von f/1.8. Eine solche Lichtstärke wirst du bei einem Zoomobjektiv nicht finden, zumindest nicht zu einem akzeptablen Preis.

Zum Vergleich: Unser Standard-Zoomobjektiv hat eine maximale Blendenöffnung von f/3.5. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Unterschied wie Tag und Nacht.

#4 Mit einer Festbrennweite kannst du tolle Portraitfotos machen

Je größer die Blendenöffnung, desto geringer ist die Schärfentiefe. Die große Lichtstärke der Festbrennweiten-Objektive hat also noch einen zweiten interessanten Nebeneffekt, der dir für die Bildgestaltung viele neue Möglichkeiten gibt.

Mit einer weit geöffneten Blende kannst du dein Motiv im Vordergrund scharf stellen, während der Hintergrund unscharf ist. Diese Unschärfe nennt man übrigens Bokeh.

Gerade für Portraitfotos ist sowas natürlich schön. Hier siehst du zwei Portraits von uns, die mit einer Festbrennweite entstanden sind.

#5 Eine Festbrennweite ist günstig zu haben

Bevor der Aufschrei kommt: Natürlich sind nicht alle Festbrennweiten günstig. Wie bei allen anderen Objektivtypen auch, kann man für eine Festbrennweite auch ein kleines Vermögen lassen. Die Einsteigermodelle sind aber wirklich günstig zu haben und dabei qualitativ mehr als in Ordnung.

Eine Einsteiger-Festbrennweite bekommst du teilweise schon für etwas mehr als 100 Euro. Ein paar Beispiel findest du am Ende des Beitrags.

#6 Du wandelst auf den Spuren von Henri Cartier-Bresson

Henri Cartier-Bresson ist wohl einer der bekanntesten Fotografen der Welt. Er war Mitbegründer der Agentur Magnum, Pionier der Straßenfotografie und immer ausschließlich mit einer 50 mm Festbrennweite ausgerüstet. So besagt es zumindest der Mythos. Ein Leser hat uns darauf hingewiesen, dass Cartier-Bresson sehr wohl auch mit anderen Objektiven unterwegs war.

Das 50 mm-Objektiv war aber bestimmt sein absoluter Favorit. Wenn dieser große Fotograf mit einer Festbrennweite ausgekommen ist, dann kannst du das doch auch, oder?

Welche Festbrennweite kaufen? Ein kleiner Ratgeber.

Möchtest du dir jetzt eine Festbrennweite zulegen? Prima! Der Markt ist hier wie immer sehr groß und unübersichtlich, weshalb wir dir einige Objektive vorstellen möchten.

Günstige Festbrennweiten für den Einstieg

Von Nikon gibt es zwei sehr günstige Festbrennweiten für Einsteiger, die beide sehr leicht, qualitativ aber wirklich in Ordnung sind. Basti’s erste Festbrennweite war das Nikon AF-S DX Nikkor 35mm f/1.8, welches es bereits für weniger als 200 Euro gibt.

Im gleichen Preisrahmen bewegt sich das Nikon AF-S Nikkor 50 mm f/1.8. Für welches der beiden Objektive du dich entscheidest, hängt ein bisschen von deinen Vorlieben ab. Wir mögen eine Brennweite von 35 mm lieber als 50 mm, da uns bei einem 50er-Objektiv der Ausschnitt etwas zu eng ist.

Auch für Canon gibt es günstige Einsteiger-Festbrennweiten, allerdings nur mit einer Brennweite von 50 mm. Ein absolutes Schnäppchen ist das Canon EF 50mm f/1,8, das kaum mehr als 100 Euro kostet. Für ca. 300 Euro bekommst du sogar ein noch lichtstärkeres und qualitativ besseres Objektiv, das Canon EF 50mm f/1,4.

Natürlich gibt es auch für andere Kamerahersteller günstige Einsteigermodelle. So bietet Sony z. B. das Sony SAL35F18 DT 35mm, f/1.8  oder das Sony SAL50F18, 50 mm, f/1.8, die beide für weniger als 200 Euro zu haben sind. Hier findest du eine Übersicht über verfügbare Festbrennweiten für spiegellose Sony-Kameras: Sony E-Mount Festbrennweiten.

Für Pentax gibt es die günstige Pentax DA 50mm f/1,8 Festbrennweite schon für etwas mehr als 100 Euro.

Richtig gute Festbrennweiten

Die Einsteigermodelle für 100 bis 300 Euro sind für den Anfang wirklich empfehlenswert. Gerade für die ersten Schritte mit einer Festbrennweite muss es nicht gleich ein High End-Objektiv sein.

Wenn du dir aber mal wirklich etwas gönnen willst, gibt es auf dem Festbrennweitenmarkt auch richtig großartige Objektive, wie zum Beispiel die 35 mm f/1.8 Festbrennweite von Tamron, die es für Nikon, Canon und Sony gibt.

Wir sind von diesem Objektiv absolut begeistert: Brillante Schärfe, ein wunderschönes Bokeh und eine sehr gute Verarbeitung rechtfertigen auch den Preis von ca. 600 bis 700 Euro.

Falls du eine Kamera der Sony Alpha 7-Serie besitzt, findest du hier eine Übersicht über alle verfügbaren Objektive inklusive aller Festbrennweiten: Sony Alpha 7 Objektive und Festbrennweiten.

Hast du Fragen?

Hast du auch Lust bekommen, mit einer Festbrennweite zu fotografieren oder besitzt du bereits eine? Welche Brennweite ist dein Favorit? Hinterlasse uns einen Kommentar, wir freuen uns über dein Feedback.

105 Kommentare - Wir freuen uns auch über deinen netten Kommentar!

  1. Sehr schöner Artikel!

    Habe mir im Dezember eine Kamera mit Festbrennweite (eine Fuji X100T) zugelegt.
    Vor allem, um fotografieren nochmal neu zu lernen!
    Bildgestaltung ist so wichtig und wie ihr schon geschrieben habt: Mit einem Zoom-Objektiv wird dies schnell vergessen!

    Kann ich auch wirklich jedem empfehlen, der das Fotografieren lernt.

    Gruß Natha

    • Hallo Natha,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Die neuen Kameras machen es Anfängern wirklich sehr leicht mit Autmatikmodus und Zoom-Objektiven. Manchmal ist weniger dann eben doch mehr, um etwas wirklich zu erlernen.

      Viele Grüße
      Sebastian

      • So ganz hab ichs mit der Lichtstärke bei Festbrennweite noch nicht kapiert. ich dachte bisher, die lichtstärke nimmt ab beim langen Ende eines zoomobjektivs.
        Aber bei einer Festbrennweite, bleibt die Lichtstärke gleich oder verändert sie sich auch bei größeren Blenden. Anders gefragt: Wenn ich bei der X100T 35 mm,
        lichtstärke 2.0 habe ist diese nur bei Offenblende vorhanden oder auch bei allen Blenden, weil ich die Brennweite 35 mm ja nicht verändere?
        Danke für Info.
        MfG
        Heinz

        • Hallo Heinz,

          der Begriff Lichtstärke bei einem Objektiv besagt eigentlich nur, dass es eine möglichst große Blendenöffnung ermöglicht. Wenn du also an deiner Kamera eine maximale Blendenöffnung von f/2.0 hast, dann ist das Objektiv sehr lichtstark. Natürlich nutzt dir diese Lichtstärke nur etwas, wenn du auch wirklich mit offener Blende fotografierst. Wenn du die Blende auf f/8 stellst, ist es genauso lichtstark, wie jedes andere Objektiv bei f/8 auch.

          Mit der Brennweite hat das erstmal nicht direkt etwas zu tun. Bei vielen Zoomobjektiven nimmt allerdings die maximal mögliche Blendenöffnung im Zoombereich ab. Bei unserem Tamron-Reisezoom haben wir z.B. eine maximale Blendenöffnung von f/3.5 bis f/6.3. Wenn ich das Objektiv also auf 300 mm auszoome, kann ich die Blende nur noch bis maximal f/6.3 öffnen. Es gibt aber auch Zoomobjektive mit durchgehender Blende. Die sind dann natürlich entsprechend teurer.

          Bei Festbrennweiten ist das aber ohnehin nicht relevant, denn da gibt es nur eine Brennweite. Festbrennweiten haben eben den Vorteil, dass sie oft eine sehr große Blendenöffnung von f/1.8 oder so mehr ermöglichen.

          Ich hoffe, die Erklärung bringt etwas Licht ins Dunkel. :)

          Viele Grüße
          Sebastian

      • Hallo Sebastian,

        ich habe einem Bekannten, neben dem 70-200 2.8 das Nikkor AF-S 35 mm 1:1,8G ED abgekauft. Stolzer Neupreis um die 500 Euronen. Nun frage ich mich (als Einsteigerin), was ich wohl damit am besten fotografiere, wenn schon keine Menschen (Portraits)? Wofür eignet sich ein 35mm (an einer Vollformat-Kamera) am besten? Vielen Dank!

    • Hi Carina,

      ich nehme mal an, du hast keinen Vollformatsensor, oder? Dann würde ich dir ein 35 mm empfehlen, das wären dann umgerechnet auf Vollformat etwa 50 mm. Diese Brennweite eignet sich gerade auf Reisen und in Städten ganz gut, da man damit relativ viel aufs Bild bekommt und entsprechend viele Möglichkeiten hat.

      Ein 50 mm bei einem DX- bzw. APS-C-Sensor geht dann schon eher in den Telebereich rein.

      Viele Grüße
      Sebastian

    • Nimm 50mm, damit machst du einfach die besseren Aufnahmen. Bei 35mm geht das zu sehr ins Weitwinkel und bei Portraits hast du schnell unschöne verzerrte Ränder . Wenn schon Weitwinkel dann eher 21mm aber das lohnt nur wenn du viel Landschaften, Häuser oder in kleinen Räumen wenig Platz für Alles hast.

      Beste Grüße Manny

  2. Oh, ich bin inzwischen in der Stadt auch nur noch mit der Festbrennweite (EOS-M, 22mm Pancake-Objektiv) unterwegs. Die ist dann so schön klein und platzsparend wie eine Kompaktkamera, aber halt richtig tolle Fotos und weil das Objektiv so lichtstark ist, macht das in der Nacht auch richtig viel Spaß :-)

    Viele Grüße
    Sarah

  3. ich komme mit dem Kit-Objektiv gut klar. Besonders, wenn ich zu Fuß nich na genug an das Objekt komme, ist das praktisch. Und auf dem Boden rumkriechen, um ein gutes Foto zu schießen, das tue ich ohnehin – weil mir die Perspektive wichtig ist. Und für kleine Blätter muss man runter :P

  4. Hallo Jenny/Sebastian …und auch an alle anderen
    Habe da mal eine grundsätzliche Frage zur Festbrennweite. In Bezug auf den sog. Cropfaktor bei APS-C Sensoren. Der ja bekanntlich die meisten betrifft, da sie aus Kostengründen meistens keine Vollvormat -DSLR benutzen. Wenn ich nun eine optimale Portraitbrennweite für meinen APS-C Sensor suche, was nehme ich da. In Bezug auf die Schärfentiefe ist ein 85mm/ f1.8er schon super. Da lande ich aber schon fast bei 135mm (Cropfaktor 1.6).
    Um bei 85mm zu bleiben müsste ich ein 50mm nehmen. Fällt denn dann die Schärfentiefe genauso aus wie beim 85-er unter Vollformat ? Vielleicht kann mir das ja mal jemand erklären. Gruß Frank

    • Hallo Frank,

      wir haben uns leider bislang erst sehr wenig mit Portraitfotografie beschäftigt. Eine fundierte Antwort kann ich dir daher leider noch nicht geben. Wir werden das aber recherchieren und in Zukunft mal einen Beitrag darüber schreiben. Es steht jetzt auf unserer ToDo-Liste.

      Vielleicht kann dir ja dennoch jemand anders hier helfen.

      Viele Grüße
      Sebastian

      • Hallo Frank,
        die Brennweite ist eine feste physikalische Größe eines Objektives. Sie ändert sich nicht! Somit können auch die physikalischen Abbildungseigenschaften bei Verwendung an einer Vollformatkamera ohne Einschränkungen auf andere, kleinere Formate übertragen werden. Der Schärfentiefenbereich wird daher immer in gleichem Maße von der jeweils eingestellten Blende vorgegeben, ob Vollformat oder nicht.

        Ein Objektiv wird so berechnet/konstruiert, dass bei einer gegebenen Brennweite eine bestimmte Fläche wie z.B. das Vollformat 24 x 36 mm ausgeleuchtet wird. Und das möglichst fehlerfrei. Für größere Formate ist es grundsätzlich aufwändiger eine gleichmäßige Ausleuchtung zu erreichen als bei kleineren. Man kann deshalb aus technischer Sicht ohne weiteres ein Objektiv, das für einen großen Sensor berechnet wurde mit einem kleinen Sensor benutzen, aber nur mit Einschränkungen für den umgekehrten Fall.

        Stelle Dir vor, das Abbild auf dem Vollformat-Sensor kann bei gegebener Brennweite und Abstand zum Objekt gerade noch einen Kirchturm vollständig aufnehmen. Nun denke Dir statt des Vollformates einen Sensor der Größe APS-C an derselben Stelle in der Kamera eingebaut. Dieser kleinere Sensor würde bei gegebener Brennweite natürlich nur von einem Teil des tatsächlich projezierten Bildes beleuchtet werden. Der Rest vom Vollformat geht somit verloren. Und das ist halt der Verschnitt/Beschnitt. Das Verhältnis der Sensorgrößen (Diagonalen) zueinander wird daher Crop-Faktor (beschneiden) genannt. Im Sucher der Kamera und später auf dem Foto sehen wir dann also nur den kleineren mittleren Teil des Objekts; meinen auch, „näher dran“ zu sein. Es ist eigentlich nicht korrekt, von einer äquivalenten Kleinbildbrennweite zu reden. Die Brennweite des Objektives bleibt ja mit allen physikalischen Eigenschaften bestehen! Lediglich der Bildausschnitt (Bildwinkel) ist bei dem kleineren APS-C-Sensor geringer, so, als wenn man ein Teleobjektiv mit größerer Brennweite beim Fotografieren des Kirchturm benutzen würde. Das Verhalten der Schärfentiefe ändert sich nicht. Die Brennweite von 50 mm bleibt 50 mm, somit auch deren Eigenschaften!

        Ich hoffe, ich konnte helfen und habe selbst keine Gedankenfehler gemacht.

  5. Hmm mal sehen:

    Porträts fotografiere ich nicht, sind nicht mein Interesse. Und die Trennung vom Hintergrund geht auch mit ner f/2.8er Linse

    Mein Standard-Zoom hat durchgehend f/2.8 und ist, anders als Canons 50/f1.8, auch bei OB schon scharf

    GUTE Festbrennweiten sind nicht billig, zumindest nicht für Canon. Das 50/f1,8 hat viele Einsatzgebiete aber schnell ein sauber fokussiertes Bild bei schlechtem Licht machen gehört nicht dazu. Es soll aber mit 1-2 Handgriffen zwei gute Aschenbecher ergeben.

    Und mit FBs fotografiert man nicht bewusster oder unbewusster. Aber man fotografiert oft gar nicht mehr. Weil die berühmten drei Schritte nicht immer machbar sind. Etwa weil die Altstadt zu eng, das Schiff/der Zug zu schmal oder einfach der Felsen zu Ende ist.

    • Hallo Michael,

      das Schöne ist ja, dass man zu allem auch eine andere Meinung haben kann, wie man sieht. Am Ende muss jeder seine eigenen Erfahrungen mache. Meine waren sehr positiv und ich möchte meine Festbrennweite nicht mehr hergeben.

      Den Tipp mit dem Aschenbecher merk ich mir gern, falls ich mal wieder mit dem Rauchen anfangen sollte. Das ist aber eher unwahrscheinlich.

      Viele Grüße
      Sebastian

  6. Hi …
    habe mich zwischenzeitlich mal ein wenig schlau gemacht, bezüglich lichtstarker Festbrennweite
    an meinem APS-C Sensor ( Canon EOS 60D). Also beim 35mm/ f1.4- er Art von Sigma, was wohl
    relativ teuer aber ein Traumobjektiv sein soll, lande ich bei Crop 1.6 bei 56mm. Beim 50-er Art von Sigma ( auch relativ teuer ) lande ich bei 80mm. Die preiswerteste Alternative wäre das
    85mm/ f1.8- er aus dem Hause Canon. Das soll wohl L-Qualitäten zum kleinen Preis bieten (neu329 Euro). Das 50- er/ f1.8- er ist wohl nicht der Hit…stimmt ! Der Unterschied von 50mm x Crop zu 85mm am Vollformat soll wohl marginal sein. Anhand dieser Aussage werde ich mich wohl für das 85- er von Canon entscheiden. Zumal ich dann dem Motiv ( Model ? ) nicht so nah auf die Pelle rücken muss. Mit meinem EF-S 17-55mm/ f2.8 IS USM bin ich aber auch sehr zufrieden und flexibel. Der Freistellungseffekt ist natürlich bei mehr Brennweite und Lichtstärke noch größer. Das ist letztendlich das, was mich an dem 85-er reizt. Gruß Frank

  7. Na ja, so viel teurer ist eine für Porträts ausreichende 70-200/f2.8 auch nicht als ein 85er Canon. Bei Porträt ist ein Stativ ja kein Problem und der ultraschnelle Autofokus auch nicht zwingend. Also das optisch sehr gute nicht stabilisierte 70-200/f2.8 von Tamron drauf, das gibt es neu um 500€. Und als KB-Linse hat es am Crop auch so ein, zwei Vorteile weil die Randschwächen die jedes Objektiv hat nicht am Cropsensor ankommen. Ich hab den kleineren Bruder (28-75) an meiner 60er und das ist ein „from my cold, dead hands“ Objektiv.

  8. Sehr schöner Artikel. Aber ich fotografiere auch sehr gerne mit meinem 70-300. Auch hier bedenke ich vorher genau, was ich wie fotografiere. An manche Motive kommt man einfach entweder nicht gut ran, oder man will eben unauffällig bleiben. Es ist wie im Leben, es muss einfach passen.

  9. Hallo Christoph….
    ein 17-55/ f2.8 IS USM von Canon habe ich. Möchte halt den Freistellungseffekt mit dem 85/ 1.8-er noch verstärken. In geschlossenen Räumen geht das natürlich nicht immer, weil ich da wahrscheinlich nur Kopfpportraits machen kann. Aber outdoor mit entsprechendem Abstand funktioniert schon damit.

    • Hallo Frank, das stimmt, ich hätte ja noch das Nikon 50mm und 85mm 1,8 und das Sigma 30mm 1,4 falls ich tatsächlich mal „mehr“ möchte und werde sie auch nicht hergeben! Aber für draussen bei People Aufnahmen und drinnen wegen der 17 finde ich das Tamron schon als „immerdrauf“ ganz schick…

  10. Hi Christoph…
    wow, gut bestückt ! Mein 17…. ist auch mein „immerdrauf“… aber an die Unschärfe, die ich mit dem 85- er erreiche, komme ich mit dem Standardzoom nicht dran. Habe es mir damals anstatt des
    Kit- Objektivs gekauft ….und das war auch gut so.

  11. Hi…schöner Artikel. Mir geht’s genauso..ich habe mich vor zwei jahren für das Canon 35mm f2 entschieden und dies nie bereut. Ich fotografiere fast nur noch damit, die Schärfe und die Farben …einfach traumhaft. Das 1.8 50mm ist ne günstige Alternative, macht aber auch super Fotos

  12. Hallo, ein wirklich interessanter Artikel.
    Ich habe letzten Sommer eine 50mm Festbrennweite von einer Fotofreundin abgekauft und muss sagen…NIE MEHR OHNE SIE !!!!
    Es entstehen wunderschöne Fotos. Ich bin eigentlich nur noch mit der 50 mm unterwegs. Das hätte ich nie gedacht!
    Lg Susi

  13. Sie sind nicht die “besseren Objektive” sondern lediglich anders und wenn man sich darauf einlässt entdeckt man die Fotografie ganz neu. Das Gefühl, noch mehr an der Bildentstehung dabei zu sein erhält man nur bei einer Festbrennweite. Bei der Bildgestaltung muss man selbst aktiv werden und mit allem, was man hat, das Bild gestalten.
    Ich kann nur jedem empfehlen, mal einen Tag bewusst mit nur einer Festbrennweite auf Tour zu gehen. Spielt mit der Blende, mit der Perspektive – nicht umsonst wurde dafür mal der Begriff “Turnschuhzoom” geprägt. Es macht einfach Spass und die Ergebnisse sind in der Regel für jeden eine tolle Erfahrung.
    Habe eben das neue Objektiv AF-S NIKKOR 20 mm 1:1,8G ED für meinen Job als Reise – und Hotelfotografin getestet und die Ergebnisse sind atemberaubend, Perspektiven die man sich eigentlich nur erträumen konnte werden damit Wirklichkeit.
    Lichtstärke, optische Qualität, Preise wurde ja bereits hier angesprochen.
    Für mich kann ich sagen, dass die Verwendung von Festbrennweiten meinen fotografischen Blick geschult haben und mich in meiner Entwicklung als Fotografin ein gutes Stück vorangebracht haben und noch immer voranbringen. Ich fotografiere mit Festbrennweiten bewusster und es macht einfach auch mehr Spaß. Meine Kunden freuen sich immer wieder, wenn auch manchmal aus kleinen Hotelzimmern große Tanzsäle entstehen :-)
    LG sendet Daniela

  14. Hallo Daniela …
    bin eben auf der Seite von „demipress“ gewesen. Echt interessant !
    Reise- und Hotelfotografin bist Du. Würde mich mal interessieren wie Du an den Job
    gekommen bist, bzw. wie sich das entwickelt hat. Schließlich lebst Du ja davon …gehe ich mal von aus !? Mal davon abgesehen, dass es sich nach „Traumjob“ anhört …ist es bestimmt nicht nur
    „zuckerschlecken“… Was macht man(n)/ Frau da so ? Würde mich brennend interessieren…

    Gruß Frank

  15. Ich hatte schon länger vor mir eine Festbrennweite für meine Nikon zu holen ich überlege noch zwischen 35mm oder 50mm! Aber dein Artikel hat mich noch mehr bestärkt mir diesen Wunsch zu erfüllen, vieleicht klappt es noch bis Juni da gehen wir in Paris auf Fototour :-)

  16. Hallo Sebastian und Jenny,

    ich teile Meinung zum Thema Festbrennweite. Im Grund gibt es doch mehr Gründe für Festbrennweite als dagegen.
    1.) Die Kreativität wird gefördert so wie Ihr es oben beschrieben habt.
    2.)klein leicht
    3.) lichtstark
    4.) tolle Portrait Fotos
    5.) günstig
    6.) Henri Cartier-Bresson
    7.) schöneres Bokeh
    8.) schärfere Bilder weil man ggf. ein bisschen ISO oder Verschlusszeit dazu gewinnt.
    9.) da man nur mit einer Brennweite fotografiert, wird das Gefühl für Verschlusszeit und ISO schneller ins Blut übergehen als bei einem Zoom.

    Es gibt auch Nachteile:
    1.) Teilweise sehr teuer
    2.) Für Anfänger nicht unbedingt als Einstiegs Objektiv geeignet.
    3.) Es fehlt immer Brennweite, oder es ist zuviel Brennweite drauf.

    Mein Beitrag zum Thema Festbrennweite findest Du hier.
    http://blog.alexanderbehrens.com/festbrennweite-mit-zoom-funktion/

    Grüße Alex

  17. Guter Artikel! Ich stimme dir vollkommen zu! Ich bin auch lange Zeit mit dem Kit Objektiv umhergereist, bis ich auf das Sony SEL 35 F1.8 umgestiegen bin. Seitdem ist das mein immerdrauf Objektiv.

    Die E-Mount Objektive von Sony sind zwar nicht gerade günstig, doch die Bildqualität ist der Hammer! Alternative kann man auch auf die Sigma Objektive umsteigen, die gibt´s für jeden Objektivanschluss relative günstig zu kaufen und sind ebenfalls richtig gut in der Bildqualität.

    Gruß
    Armin

  18. Das 50mm ist einfach super! Mehr gibt es dazu gar nicht zu sagen ????
    Ich kann in allen Punkten nur zustimmen. Doch eine Kleinigkeit möchte ich ergänzen: mit dem 50mm kann man super Off-lens Bilder machen. Eben, weil sie so klein und handlich ist.

    Gruß

  19. Prima Artikel, ich lerne gerade über Euren Online-Kurs das Fotografieren und bin begeistert. Ich habe eine Olympus OM-D-E 10. Welches Festbrennweiteobjektiv könnt Ihr dafür empfehlen?

    Euch eine gutes, erfolgreiches Jahr 2016 und viele Grüße

    Karin

  20. Hallo Sebastian,
    ich fotografiere mit einer Canon EOS 600D und habe mit dem normalen Objektiv (18 – 55 mm) und einem Teleobjektiv (55 – 250 mm) immer ganz gute Fotos gemacht. Nun habe ich mir – weil alle davon schwärmen – das Canon EF 50mm f/1,4 gekauft und mich total darauf gefreut. Aber… ich habe bisher noch kein einziges gutes Bild gemacht. Meistens waren sie einfach unscharf. Ich habe ein Stativ verwendet, habe den ISO Wert und die Blendenzahl verändert, hat alles nichts geholfen. Was mache ich falsch? Hängt eine gute Aufnahme auch von der Einstellung der Entfernung am Objektiv ab? Bis zu welcher Blendenzahl kann ich gute Aufnahmen machen, wenn es sich nicht um Nahaufnahmen handelt, sondern z.B. um Landschaftsmotive? Über deinen guten Rat würde ich mich wirklich sehr freuen! Dann kann ich mich vielleicht endlich auch begeistern wie alle anderen.
    Danke dafür und viele Grüße, Evelyn

    • Hallo Evelyn,
      ich bin zwar nicht Sebastian sondern nur ein interessierter Leser, aber vlt findet sich ja trotzdem eine Lösung für das Problem (falls es denn überhaupt noch besteht).
      Für scharfe Landschaftsfotos bietet sich eine Blende ab ca. f8 an, da sollten auf jeden Fall recht scharfe Fotos mit ausreichend Schärfentiefe entstehen.
      So wie du das beschreibst kling es, als hätte das Objektiv einen Fehlfokus, d.h. der Autofokus funktioniert nicht richtig. Außer du hast bei maximaler Offenblende nur auf einen sehr spezifischen Punkt fokussiert, dann sind aufgrund der dann sehr geringen Schärfentiefe alle Bereiche, die vor oder hinter diesem Punkt liegen, unscharf. Aber selbst dann sollte wenigstens der kleine Bereich des Bilder, auf den du fokussierst, scharf sein.
      Falls das Problem weiterhin besteht, würde ich evtl. einmal das gleiche Objektiv z.B. im Fachgeschäft an deiner Kamera ausprobieren. Falls der Fokus dann sitzt, liegt es definitiv am Objektiv und du musst es ersetzen.
      Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen!
      Tim

  21. Hallo, habe hier sehr neugierig und informativ reingeschnuppert, super !!!

    Der Festbrennweiten Bericht gefällt mir, stehe grad auch vor der Entscheidung zwischen einer Nikon 35mm 1.8 (was ich grade getestet habe) oder dem Tamron 35mm 1.8 (leider etwas teuer)
    Nikon hab ich zurück gesendet, da ich an meiner hochauflösenden D7200 trotz Lichstärke kleinere Belichtungszeiten brauche, macht das das neue Tamron 35mm 1.8 mit dem Bildstabi gute Arbeit, ist die Qualität (Schärfe etc) spürbar angenehmer als beim Nikon?

    Danke für Eure Hilfe
    Jo

  22. Hallo ihr beiden! ich bin so dankbar das ich eure Seite ganz zufällig auf Pinterest gefunden habe!!!Mein Mann hat mir vor ein paar Jahren eine Nikon D5000 mit 18-270 Objektiv
    geschenkt. Ehrlich gesagt hat es mir so gar kein Spaß gemacht mit dem schweren Ding rumzulaufen und den Automatikauslöser zu drücken. Erst seitdem ich eure Tipps /Tricks/Onlinefotoschule quasi auswendig gelesen habe(immer toll geschrieben)macht es mir Spaß mit der Kamera rauszugehen und auszuprobieren !!Ich bin jetzt fast fünfzig und hätte NIE gedacht das ich ganz begierig eure Berichte lese und eure Hammer-Fotos so toll finde !!!!!!!!!
    Vielen vielen Dank

  23. Hier ein Neuling DSLR. ich will meine erste Kaufen,habe die D5300 im Auge und mir wurde für meine Winterreise zu den POLARLICHTERn nach Norwegen eine Festbrennweite empfohlen.Da ich IMMER meine kleine DIGIcam TZ71 mit 30er Zoom habe und mit den TAGESfotos zufrieden bin, überlege ich,ob ich mir NUR die Festbrennweite 35 mm/F1,8 zulege und dann mit der KLEINEN und der neuen DSLR mit Festbrennweite losziehe????? Kann man denn auch gute Tages-Landschaftsaufnahmen von Winter;Meer und WEITE mit der 35mm machen? Geht sie als ALLROUNDER durch? Ich würde dann nicht das Kit nehmen,sondern nur den Body D5300 und wie gesagt die 35mm. Ist das ausreichend? Bin am Zweifeln..noch. Danke.

    • Hallo Bärbel,

      man kann eine 35er-Festbrennweite schon als Allrounder drauf haben. Ich fotografiere zum Beispiel auf Städtereisen fast nur mit der 35er. Gerade bei Landschaftsaufnahmen ist die Brennweite aber doch etwas zu groß. Da wäre etwas mehr Weitwinkel schon besser. Wir haben eigentlich immer ein Zoom und die 35er dabei. Damit sind wir für alle Situationen gut gerüstet.

      Viele Grüße
      Sebastian

  24. Hallo liebe Jenny & Basti
    Ich besitze eine Canon EOS 700D und spiele schon länger mit dem Gedanken, mir eine Festbrennweite zu kaufen. Nun bin ich über euren tollen Post gestolpert, der mich erneut zu einem solchen Kauf animiert hat ☺
    Mein Dilemma: ich kann mich nicht zwischen der 35mm und der 50mm entscheiden. Ich tendiere eher zu einer 35mm, da diese spannendere Aufnahmen bringt. Jedoch kann ich mir die 35mm/ 1.4 momentan nicht leisten :P Hingegen passt die 50mm f/ 1.8 super in mein Budget. Was würdet ihr mir empfehlen? Kaufen oder sparen…
    Ich möchte damit va. Portraits & Ganzkörperaufnahmen draussen in der freien Natur fotografieren, wobei mir der „Freistelleffekt“ sehr wichtig ist, also dass die Person scharf und Hintergrund recht unscharf ist. Oder wäre dafür sogar ein 85mm noch besser geeignet?
    Und wieviele Abstriche würdet ihr bei der Brennweite zulassen? Gehe ich richtig in der Annahme, dass mit 2.8 die Tiefenschärfe wieder klarer wird als bei einer 1.8..?

    Vielen lieben Dank schon jetzt für eure Hilfe ☺
    Liebe Grüsse
    Selina

    • Hallo Selina,

      wenn du mich fragst, würde ich ganz klar sagen: Sparen auf die bessere Brennweite anstatt die doch sehr günstige 50er zu kaufen. Gerade für Portraits ist aber die 50er vielleicht sogar die bessere Wahl. Also, wenn du es nicht erwarten kannst, dann hol sie dir jetzt. :)

      Prinzipiell ist die Tiefenschärfe bei f/2.8 natürlich höher als bei f/1.8. Aber auch mit einer Blende von f/2.8 kannst du noch schöne Effekte mit Tiefenunschärfe erzielen. Die Tiefenschärfe hängt ja auch nicht nur von der Blende ab, sondern auch vom Abstand zum Motiv und von der Brennweite.

      Liebe Grüße
      Sebastian

  25. Ich habe in deinen Ausführungen vermisst, dass Aufnahmen bei Offenblende, z.B. Tamron 85 1.8 VC, zu einer Reihe von Fragen führen können.

    Offenblende bedeutet nämlich nicht automatisch, richtig gut „scharfe“ Fotos zu machen. Manche Offenblenden sind nämlich total weich und auch im Lowlightbereich nicht einfach nur hell, nein, manchmal wirken sie ein wenig dunkler, was man bei lichstarken Objektiven – wie eben mein bereits angesprochenes Tamron – selbstverständlich nicht annehmen würde. Erst „abgeblendet“ auf 2.8 zeigt mein Tamron seine wahre Kraft: Schärfe, Helligkeit, Kontrast und auch das Bokeh`zeigen sich optimal.
    Ich weiß, dass viele mit der Lichstärke um 1.2 absolut gar nicht umgehen können, weil da die Ebene der Tiefenschärfe so gering ist, fällt es ihnen allein von daher schwer, nicht zu verwackeln.
    Freude macht es mir mit dem besprochenen Canon 50 1.8 bei Portraits ein wenig spielerisch die Ebene der Tiefenschärfe immer wieder neu anzugehen, sie zu verlagern und so den Bildausdruck kreativ zu gestalten. Das Tamron habe ich noch nicht so lange. Vielleicht muss ich noch ein wenig mehr experimentieren. Auch das ist notwenig bei Festbrennweiten.

    • Hallo Herbert,

      klar, das ist natürlich richtig, dass gerade bei der ganz offenen Blende viele Objektive nicht die allerbeste Abbildungsqualität haben. Bei dem Tamron ist mir das aber bislang noch nicht so aufgefallen, muss ich sagen. Da haben wir auch mit einer Blende von f/1.8 gute Ergebnisse erzielt.

      Viele Grüße
      Sebastian

  26. Hallo
    Ich will mir auch ein Objektiv mit festbrennweite holen. Mir gefällt ein 30mm mit f2.0.
    Mich stört jetzt aber das es nur f2.0 hat und nicht f1.8.
    und das nächste wäre 45mm f1.8 wo man mir aber gesagt hat das ich damit nicht so flexibel bin.
    Was würdet ihr machen?

    • Hallo David,

      wenn dir die 45er-Festbrennweite zu einschränkend ist, würde ich mir an deiner Stelle die 30er holen. Eine Lichtstärke von f/2.0 ist vollkommen in Ordnung und der Unterschied zu f/1.8 ist sooo groß auch nicht mehr.

      Viele Grüße
      Sebastian

        • Hallo David,

          das lässt sich jetzt schwer sagen, da es im Auge des Betrachters liegt. Der Unterschied ist sicherlich nicht riesig. Wenn du die Möglichkeit hast, geh mal in einen Fotoladen und probiere beide Objektive aus. So bekommst du am besten einen Eindruck, wie sich die unterschiedliche Brennweite auswirkt.

          Viele Grüße
          Sebastian

  27. Ich habe letztens eine „kleine“ Kamera bekommen. Natürlich ganz retro noch mit Film und Batterie. Es ist eine kleine Nikon F50 und die aller erste Anschaffung war ein Objektiv mit einer 35er Brennweite. Mal sehen, ob ich damit ein paar hübsche Bilder hin bekomme. Das wird eine Überraschung werden, da ich die Bilder ja erst sehe, wenn sie entwickelt sind.
    Vielen Dank für eure Anregungen und Tipps!

    • Hallo Maja,

      sehr cool. Analog fotografieren ist nochmal was ganz anderes. Müssen wir eigentlich auch mal wieder ausprobieren. Du kannst ja mal berichten, wie die Bilder geworden sind.

      Viele Grüße
      Sebastian

  28. Hallo zusammen, ihr sprecht von optimalen Festbrennweiten für jeden Einsatz.
    Ist hier der Kropfaktor schon eingerechnet oder bezieht sich alles auf Kleinbildformat.
    Das macht einen unterschied.
    Sind die Angaben zu jenem Herrn Bresson mit seinem 50mm Objektiv Vollformatbezogen,
    Dann wäre ja bei APS Sensor eine ca.35 mm Brennweite top.
    Danke mal für eure Einschätzung

    • Hallo Gerd,

      ich habe jetzt im Artikel gar keine Stelle gefunden, an der wir von optimalen Brennweiten für jeden Einsatz sprechen. Welche Stelle meinst du denn genau? Aber auf jeden Fall ein guter Hinweis. Das werden wir in Kürze mal ergänzen.

      Bei Cartier-Bresson sind die 50 mm auf Kleinbild bezogen. Bei einem APS-C Sensor wäre deshalb eine 35er-Festbrennweite sehr gut. Wir haben selbst eine 35er an einem APS-C-Sensor und finden, das ist eine optimale Kombination.

      Viele Grüße
      Sebastian

  29. Hi!
    Das ist echt eine tolle, übersichtliche und informative Seite! Bin auf der Suche nach einem passenden Festbrennweitobjektiv hier gelandet. Allerdings kann ich mich nicht zwischen 35/1.8 mm und 50/1.8 mm entscheiden. Ich mache gerne Porträs sowie Makroaufnahmen (z.B Pflanzen). Habt ihr einen Tipp für mich (und andere leser)?

    Vielen Dank und liebe Grüße

    • Hallo Michi,

      sorry für die späte Antwort. Dein Kommentar ist uns wohl leider durchgerutscht. Für Portraitaufnahmen empfehlen wir dir eher eine 50er-Festbrennweite. Welche Kamera hast du denn und wie viel möchtest du in etwa investieren?

      Viele Grüße
      Sebastian

  30. Na ja, überzeugt mich jetzt nicht so ganz. Und das, obwohl ich Festbrennweiten ja auch ganz toll finde. Viele meiner liebsten Bilder habe ich allerdings mit Zoom-Objektiven gemacht. Die Argumente für Festbrennweiten sind hier aber ziemlich unbedarft und wenig überzeugend vorgebracht:

    1. Mit einer Festbrennweite fotografierst Du bewusster und lernst, bessere Bilder zu machen. Das ist Unsinn. Auch mit einem Zoom kann man bewusst fotografieren und auch mit einer Festbrennweite kann man Dauerfeuer-Salven schießen. Bewusster fotografieren kann man mit jeder Ausrüstung und dann werden in der Regel auch die Bilder besser.

    2. Eine Festbrennweite ist klein und leicht. Pentax FA* 600/4.0 45,7 cm lang, 17,6 cm Durchmesser 6,8 kg. Im Vergleich dazu das Sigma 50-500 mit 21,9 cm Länge und ca. 2 kg Gewicht. Wobei in der Regel das Argument natürlich schon zutreffend ist, dass Festbrennweiten kleiner und leichter als Zooms in vergleichbarem Brennweitenbereich sind.

    3. Eine Festbrennweite ist unheimlich lichtstark. Erstens ist da nichts unheimlich, zweitens gibt es durchaus lichtstarke Zooms (z.B. Sigma 18-35/1.8) und weniger lichtstarke Festbrennweiten.

    4. Mit einer Festbrennweite kannst Du tolle Portraitfotos machen. Stimmt, kann man. Man kann auch schlechte Portraitfotos damit machen oder gute oder schlechte Fotos von Segelbooten. Das alles geht aber auch mit Zooms.

    5. Eine Festbrennweite ist günstig zu haben. Zoom Canon EF-S 18-55/3.5-5.6 IS II € 168,- , oben erwähnte Festbrennweite Pentax FA* 600 > € 5.000,-

    6. Du wandelst auf den Spuren von Henri Cartier-Bresson. Da erübrigt sich wohl jeder Kommentar.

    Interessant wird es, wenn man dem Link auf Eure Fotoausrüstung folgt, was denn in der Kameratasche ist. Da heißt es z.B.:
    „Für die Nikon D7000 haben wir zwei Tamron-Objektive dabei. Die meiste Zeit fotografierem wir mit dem *Reisezoom 16-300mm*. Gerade auf Reisen hat ein so großer Brennweitenbereich absolute Vorteile. Da wir nur mit Handgepäck reisen, haben wir nicht die Möglichkeit, viele verschiedene Objektive mitzunehmen und zum anderen sind wir beide nicht die Art von Fotografen, die ständig ihre Objektive wechseln. Mit dem Reisezoom von Tamron haben wir ein Weitwinkel, ein Normal- und ein Teleobjektiv in einem.“
    Tja, dann wird es wohl nichts mit dem nächsten Cartier-Bresson.

    „Für die Sony Alpha 6000 haben wir bislang nur das Kit-Objektiv, das aber wirklich gute Bilder macht. Das Objektiv hat eine* Brennweite von 18-55mm* und ist ein sehr gutes Objektiv für fast alle Gelegenheiten.“

    „Objektive für die Vollformatkamera Sony Alpha 7ii sind in der Regel sehr teuer. Die Preise gehen für die meisten Objektive bei etwa 1.000 Euro los.“

    Dabei gibt es sehr wohl Argumente, die für Festbrennweiten sprechen. Linsenfehler wie sphärische und chromatische Aberration, Verzeichnung, Bildfeldwölbung oder Koma lassen sich bei einer variablen Brennweite deutlich schlechter korrigieren, daher muss meist ein Kompromiss gefunden werden. Festbrennweiten sind daher in der Regel deutlich besser korrigiert und weisen weniger Fehler auf.

    Solche objektiven Argumente vermisse ich in dem Beitrag.

    Beste Grüße,
    Ralf

    • Lieber Ralf,

      ich frage mich ja immer, was Menschen dazu bewegt, sich an einem Samstag hinzusetzen, einen Blogbeitrag zu lesen und ihn dann in einem ellenlangen Kommentar zu zerpflücken. Ist es Langeweile? Macht es Freude, die Arbeit anderer schlecht zu reden? Oder ist es doch etwas ganz anderes? Vielleicht kannst du uns ja auf die Sprünge helfen.

      Da du dir ja sogar die Mühe gemacht hast, in unseren anderen Blogbeiträgen nach Widersprüchen zu suchen, ist dir vielleicht aufgefallen, dass wir in unseren Beiträgen gern in lockeren Worten über die Fotografie schreiben und uns vor allem an Einsteiger richten und Menschen, die Spaß am Reisen, am Leben und am Fotografieren haben. Klar könnten wir in einem Beitrag über Festbrennweiten auch über chromatische Aberrationen und Bildfeldwölbungen schwadronieren, wollen wir aber nicht.

      Ich hoffe, du verzeihst uns diesen vollkommen unobjektiven Artikel. Wir wünschen dir weiter ganz viel Spaß mit deiner Kamera und senden dir ein bisschen Sonne. Das ist gut fürs Gemüt. :)

      Viele Grüße
      Sebastian

      • Lieber Sebastian,
        ja, ich kann Dir gerne das Warum erklären. Ich hole mal etwas weiter aus, auch wenn das wieder in einen ellenlangen Kommentar mündet:
        Ich bin in einer kleinen Fotogruppe aktiv und wir haben letzten Mittwoch gerade zufällig das Thema Festbrennweite am Wickel gehabt (nein, auch da ging es nur allgemein um Qualität des einen oder anderen Objektivs und weder Aberration noch Bildfeldwölbungen wurden thematisiert). Eines unserer Mitglieder hat dann am Donnerstag den Link zu Eurem Beitrag an uns geschickt, da er ja zum Thema etwas beizutragen versprach. Ich habe dann am Freitag den Beitrag gelesen und daraufhin an unsere Gruppe meine Analyse des Beitrages (weitgehend wortgleich mit meinem Kommentar) geschickt. Am Samstag schlug dann eines unserer Mitglieder vor, das doch auch als Kommentar an Euch zu schicken. Erst habe ich mir gedacht „was soll’s“ und dann habe ich mich auf Euren Seiten noch etwas umgesehen.
        Dabei habe ich gesehen, dass Ihr viel Zeit, Mühe und eben auch Liebe in diese Seiten steckt. Daher habe ich darauf gehofft, dass diese Kritik dazu führt, dass Ihr Eure Beiträge vielleicht noch einmal selbstkritisch hinterfragt, bevor Ihr sie veröffentlicht.
        Ja, es ist mir nicht entgangen, dass Eure Beiträge sich hauptsächlich an Einsteiger richtet, das genau ist eines der größten Probleme. Die glauben jemandem wie Euch, der schon viel Erfahrung hat und gute Fotos zeigt, alles. Daher habt Ihr, finde ich, auch eine besondere Verantwortung, nicht einfach nur leichtfertig daherzuschreiben.
        Das ärgert mich wenn ich es sehe (und ich möchte hinzufügen, dass es mich ganz besonders ärgert, wenn so etwas von mir selbst kommt – niemand ist dagegen gefeit) und daher ist meine Motivation die Passion für die Fotografie und die Hoffnung darauf, dass zukünftige Anfänger, die Eure Seiten besuchen, Fototipps lesen können, die mit nachvollziehbaren Argumenten Neues erfahren lassen.
        Weitere Gründe, die ich nicht ausschließen kann, ist zum einen, dass ich im richtigen Alter für die „grumpy old men“ bin (jedenfalls nach der Definition, die dieses Alter von Mitte vierzig an aufwärts verortet), zum anderen, dass ich als Wissenschaftler gewohnt bin, dass meine Beiträge zu Fachzeitschriften von anonymen Fachkollegen begutachtet werden. Diese Gutachten sind meist sachlich und führen dazu, dass der veröffentlichte Artikel besser wird (der ein oder andere Beitrag wird sogar abgelehnt und nicht veröffentlicht).
        Ich sehe Kritik also als positiv und hilfreich an. Auch als Fotografierender ist Kritik immer hilfreich und sei es nur die Reflektion darüber, warum ich einen bestimmten Kritikpunkt oder Vorschlag für Veränderung eines Fotos nicht annehmen will. Ohne solche Kritik ist es sehr schwer, sich zu verbessern.

        Meine Verzeihung für Eure Beiträge braucht Ihr nicht, Ihr könnt ja schreiben wie und was Ihr wollt. Wenn Ihr aber Einsteigern wirklich helfen wollt, dann wäre es sicher gut objektive Argumente in Euren lockeren Worten darzustellen. Dabei würde es vollkommen ausreichen, wenn man als Hauptgrund für die im allgemeinen bessere Bildqualität von Festbrennweiten anführt, dass diese wesentlich einfacher so herzustellen sind, dass Linsenfehler korrigiert werden und im entstehenden Bild somit minimiert sind.

        Vielen Dank für die Sonne, auch wenn mein Gemüt eh eher sonnig ist.
        Viele Grüße und viel Spaß und Erfolg mit Eurer WEB-site und bei Euren Unternehmungen,
        Ralf

        • Hallo Ralf,

          Kritik ist immer hilfreich. Wir sind auch dankbar über jedes Feedback, das uns hilft, unsere Beiträge und unseren Blog in Zukunft noch weiter zu verbessern.

          Wenn jemand aber zum Rundumschlag ausholt, sich an Wörtern wie „unheimlich“ stört und Argumente bringt wie „Man kann auch schlechte Portraitfotos damit machen oder gute oder schlechte Fotos von Segelbooten. Das alles geht aber auch mit Zooms.“, dann ist das meiner Meinung nach keine gutgemeinte Kritik mehr.

          Ich bin mir sicher, dass wir schon sehr vielen Fotografie-Einsteigern sehr weiter geholfen haben und ihnen gerade durch unsere lockere und leicht verständliche Sprache, die Scheu vor der komplexen Technik genommen haben. Wir sind ja eben keine wissenschaftliche Fachzeitschrift, weshalb auch ein Großteil unserer Leser an technischen Details kein großes Interesse hat. Bei uns geht es um den Spaß an der Fotografie und genau das vermitteln wir in Texten wie diesen.

          Viele Grüße
          Sebastian

          • Lieber Sebastian,

            schade, dass Du offenbar Kritik doch nicht so annehmen kannst, wie sie gemeint ist.

            „Kritik ist immer hilfreich. Wir sind auch dankbar über jedes Feedback, das uns hilft, unsere Beiträge und unseren Blog in Zukunft noch weiter zu verbessern.“ Da bin ich nach dem Lesen Deiner Antwort nicht so sicher, sonst hättest Du wohl nicht geschrieben

            „Wenn jemand aber zum Rundumschlag ausholt, sich an Wörtern wie „unheimlich“ stört und Argumente bringt wie „Man kann auch schlechte Portraitfotos damit machen oder gute oder schlechte Fotos von Segelbooten. Das alles geht aber auch mit Zooms.“, dann ist das meiner Meinung nach keine gutgemeinte Kritik mehr.“

            Ok, dann ist die Aussage „Festbrennweiten sind unheimlich lichtstark“ eben für Dich ein Faktum. Du gibst doch vor informieren zu wollen und scheinst ja auch zu wissen, dass „Festbrennweiten … oftmals sehr lichtstark“ sind. Warum dann dies nicht als Überschrift zu Punkt 3 auch so schreiben? Und wo wir gerade dabei sind: Der Unterschied zwischen f/3.5 und f/1.8 sind zwei Blendenstufen (bzw. zwei Lichtwerte). Das ist weit weg von „im wahrsten Sinne des Wortes ein Unterschied wie Tag und Nacht“ sondern eher ein Unterschied wie heller Sonnenschein und leichte Bewölkung.
            Das ist keine leicht verständliche Sprache sondern eben eine leicht misszuverstehende Sprache. Wenn Du Informationen vermitteln möchtest, dann solltest Du Dich auch um eine klar verständliche Ausdrucksweise bemühen. Und das geht auch ohne zu sehr ins Technische abzugleiten. Warum also nicht schreiben:

            3. Festbrennweiten sind oftmals sehr lichtstark
            Sie lassen also mehr Licht auf den Sensor, wodurch man z.B. auch bei dunkleren Bedingungen Belichtungszeiten erreichen kann, die man noch aus der Hand halten kann.
            Meine Festbrennweite hat eine maximale Blendenöffnung von f/1.8. Eine solche Lichtstärke wirst du bei einem Zoomobjektiv nicht finden, zumindest nicht zu einem akzeptablen Preis.
            Zum Vergleich: Mein Standard-Zoomobjektiv hat eine maximale Blendenöffnung von f/3.5. Das ist ein Unterschied wie pralle Sonne und leichte Bewölkung.

            „Ich bin mir sicher, dass wir schon sehr vielen Fotografie-Einsteigern sehr weiter geholfen haben und ihnen gerade durch unsere lockere und leicht verständliche Sprache, die Scheu vor der komplexen Technik genommen haben.“
            Vielleicht habt Ihr das, das würde mich freuen. Aber wenn ich als Einsteiger lese, dass ich auf Cartier-Bressons Spuren wandle, weil ich eine Festbrennweite vor meine Kamera schnalle, oder dass durch eine 1.8er Blende die Nacht zum Tag wird und das glaube, dann kann ich eigentlich nur enttäuscht werden.

            „Wir sind ja eben keine wissenschaftliche Fachzeitschrift, weshalb auch ein Großteil unserer Leser an technischen Details kein großes Interesse hat. Bei uns geht es um den Spaß an der Fotografie und genau das vermitteln wir in Texten wie diesen.“
            Eben nicht. Wenn von den sechs Punkten mindestens vier zumindest irreführend formuliert sind, dann sehe ich nicht, wie das einem Einsteiger helfen kann. Ich fürchte eher, dass es zur Frustration führt, wenn dann auch mit der Festbrennweite die Fotos nicht so gut werden, wie ich es gern hätte. Ich kann nur hoffen, dass Euer Fotokurs deutlich präziser formuliert, sodass auch wirklich Wissen vermittelt wird.

            Wer mit Sprache (ob geschrieben oder gesprochen) sein Geld verdient (oder zumindest ein Zubrot), der sollte sich doch um Korrektheit im Ausdruck bemühen.

            Natürlich müsst Ihr diese Kritik nicht annehmen. Wenn sie aber dazu führt, dass Ihr in Zukunft mal einen Moment lang innehaltet und prüft, ob das Geschriebene vielleicht leicht missverstanden werden kann, dann hat sie die beabsichtigte Wirkung erzielt. Ich wünsche Euch jedenfalls weiterhin Spaß und Erfolg,
            mit besten Grüßen,
            Ralf

          • Ach, Ralf. Nichts für Ungut, aber du interpretierst Sachen in unsere Sätze, das macht wahrscheinlich außer dir keiner unserer Leser. Ich denke, die meisten sind zum Beispiel in der Lage, den Punkt mit Cartier-Bresson mit einem Augenzwinkern zu betrachten.

            Wir bekommen sehr viel Feedback von unseren Lesern, auch zu diesem Artikel. Bislang hat sich noch niemand beschwert, dass er durch unsere Artikel in die Irre geführt wurde. Vielmehr bekommen wir oft wirklich großartiges Feedback, dass Menschen durch unsere Artikel endlich einen Zugang zur Fotografie gefunden haben. Das ist es, was für uns zählt. :)

    • Hallo,

      sorry, das war nicht meine Absicht, ich finde euren Blog super. Durch euren Blog habe ich mir 35 mm gekauft, OK ein Satz fehlt, danke für euren Beitrag, so habe ich viel viel mehr spass am

      fotografieren und habe sofort eine HP-Seite erstellt. ,, Am Fuss der Hornisgrinde und Völklinger Hütte @35mm ,, Grüssle Jens

      Ps.: sorry für meine falsch verstandenen Beitrag / danke füe eure kritik http://www.existent.vision

  31. Hallo Ihr beiden!
    Ich bin gerade am überlegen, welche Festbrennweite ich mir zulegen möchte. Ich habe bisher eine Canon EOS 450D mit einer 50mm 1.8 und einem Reisezoom. Die will ich auch nicht hergeben, für meine Leidenschaft die Portraitfotografie nun aber eine 6D kaufen und ein Objektiv, das ich in den nächsten Jahren dafür benutze. Ich liebe das 50er, auch wenn der Fokus nicht immer sitzt. Für die Vollformat hab ich das 100mm 2.8L IS von Canon im Auge. Da habe ich sehr leidenschaftliche Berichte von Nutzern gelesen. Alternativ gibt es noch das 85mm 1.8 in meinem Blickfeld. Bessere Lichtstärke bei niedrigerem Preis. Aber auch empfehlenswert? Wirklich ein heimliches „L“-Objektiv? Was könnt Ihr mir raten?
    Vielen Dank für Eure Beiträge, die ich immer gerne verfolge.

    • Hallo Stephan,

      leider kennen wir die Canon-Objektive nicht gut genug, um dir eine ultimative Kaufempfehlung geben zu können. In einigen Fotogeschäften kann man sich Objektive aber auch ausleihen und testen. Vielleicht ist das ja eine Option für dich. Ansonsten können wir dir die Festbrennweiten der Tamron-SP-Serie noch wärmstens empfehlen. Da gibt es auch ein 85er, was wirklich großartig ist.

      Liebe Grüße
      Sebastian

      • Hallo Sebastia!
        Vielen Dank für deine Antwor! Ich hab um die Ecke ein Fachgeschäft meines Vertrauens und konnte nun auch mal etwas probieren. Ich hatte das 100mm Macro von Canon auf der 6D und es ist fantastisch! Der Preis tut weh, ist aber noch nicht so exorbitant wie beim 85mm 1.2 von Canon. Ich schau mir aber gerne noch mal das Tamron an. Danke für den Tipp!

  32. Ich habe mittlerweile drei Festbrennweiten, als erstes hatte ich das Tamron 90 2.8 VC primär für Macroaufnahmen, aber auch für Protraits. Mit diesem Obektiv bin ich sehr zufrieden, es ist leicht, immer mitzunehmen und es liefert hervorragende Ergebnisse und das alles für einen vergleichsweise kleinen Preis! Hinzu kamen während es letzten Jahres das Tamron 35 1.8 VC und das 85 1.8 VC. Das 35iger hat meine Zoomobjektive deutlich in den Hintergrund geraten lassen. Es hat mich völlig andere Perspektiven einnehmen lassen, einfach toll, geradezu ein fantastisches Immerdrauf! Das 85iger nehme ich für spezielle Detailaufnehmen und natürlich, wegen seines tollen Bokehs, nutze ich es für Portraits der besonderen Art – huch, wunderschön! Also, der weitere Schritt in die „Festbrennweitenwelt“ hat sich sehr gelohnt und mir viel gegeben!

    Ich möchte noch zu meinem vorhergehenden Beitrag ergänzen, dass ich seit langem mit Vollformatkameras arbeite, früher mit der Canon 5D II, seit etwa viereinhalb Jahren mit der Canon 5D III.
    Gerade die neuen Tamrons haben deutlich an Qualität hinzu bekommen. Sie verfügen über eine sehr gute technische Ausstattung und sind gegen Staub wie auch Spritzwasser geschützt, selbst unter etwas widrigen Bedingungen gut einsetzbar und noch einmal: Tolle Fotos sind das Resultat, wozu natürlich die offene Blende mit dem Wert 1.8 und der VC mit beitragen. Ich will hier keine Werbung für die Fa. Tamron machen. Leider ist aber so, dass Objektive, die von Fremdfirmen hergestellt werden, schon mal gerne völlig unnötig und leichtfertig abgewertet werden. Was will ich letztendlich sagen? Die von mir hier vorgestellten Objektive sind nach meiner Einschätzung absolut hochwertig und es macht mir Freude, mit ihnen zu arbeiten.

    • Hallo Herbert,

      vielen Dank für deine Kommentare und deine Erfahrungen mit Festbrennweiten. Ich habe sie mal zu einem Kommentar zusammengefasst. Zum Thema Fremdobjektive können wir dir absolut zustimmen. Wir fotografieren auch sehr viel mit Tamron-Objektiven und sind mit den Ergebnissen absolut glücklich.

      Viele Grüße
      Sebastian

  33. Hallo Ihr Weltenbummler

    Ich kann nur Gutes über das Canon EF-S 18-135mm berichten. Das einzige Manko ist die „Verzeichnung“ bei geraden Linien. Habe ich allerdings immer in PS richten können. Ich nutze es derzeit als immer drauf Objektiv, da ich auch mal Landschaften mit 18mm schießen kann und dann auch wieder Detailaufnahmen in der Stadt möglich sind. Portraits sind aber auch drin. Jo einfach cooles Objektiv. Schaut gerne mal hier: https://pixabay.com/de/users/FotoArt-Treu-796002/ ; einiges mit dem 18-135 auf der Canon 700D fotografiert (bis zur Katze). Viel Spass beim Fotografieren.

    LG

    Michael Treu ein Canon-Fan ;-)

  34. Hallo alle zusammen, habe in meinen Urlaub nur mit Festbrennweiten 35 mm 1,8 F fotografiert.
    Es macht beim fotografieren viel mehr Spass durch die sehr gute Lichtstärke.
    Auf meiner Fototour hatte ich nur die Festbrennweite dabei. Festbrennweiten sind viel leichter
    wie Teleobjektive, so ist das Reisen viel angenehmer. Meine Bilder werden nicht bearbeitet,
    sie zeigen, was ich in dem Moment sehe.Schaut auf meine Ergebnisse.
    In Gärten und Palästen der Mauren http://www.existent.vision/mauren-spanien.html
    Grüssle Jens Ps. über ein Feedback in mein Gästebuch freue ich mich sehr.

  35. Erstklassiger Beitrag… Bin sehr begeister…
    Ihr habt ihn sehr gut geschrieben, ich konnte mir etliches davon schon gebrauchen…
    Genau habe ich es auch schon anwenden können…
    Vielleicht kann ich dich auch inspirieren ein Beitrag für meine Seite zu schreiben….

    Würde mich freuen von dir zu hören…

    Liebe Grüße
    Andre

  36. Sehr schöner Beitrag, das inspiriert mich auch einen ähnlichen dazu zu schreiben.
    Ich hab mir nämlich auch erst vor kurzem meine erste Frestbrennweite gekauft und es ist echt sagenhaft, was für eine Veränderung dabei auftritt.
    EF 50 von Canon übrigens, für das kleine Geld, einfach DAS Beste Objektiv meiner Meinung nach.

    Besitzt ihr dieses auch? Was sind EURE Erfahrungen damit? :)

    Kleine Nebenfrage zur Blog Kommentar-Funktion:
    Es ist doch bestimmt ein Plugin, da ich dieses Feld immer öfter mal auf verschiedenen Blogs wiederfinde,
    Wollt ihr mir verraten, wie dies heißt? :))

    • Hi Sascha,

      wir haben das 50er selbst nicht. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass wir keine Canon-Kamera haben. :)

      Die Kommentarfunktion ist eine Standardfunktion von WordPress. Dafür brauchst du normalerweise kein extra Plugin.

      Viele Grüße
      Sebastian & Jenny

  37. Hallo ihr Lieben,

    also erstmal finde ich es richtig klasse, das es euch und eure Seite gibt. Ich bin blutige Anfängerin in Sachen Fotografieren mit meiner Canon EOS 600D. Bei euch habe ich schon so einiges an Wissen aufnehmen können. Allerdings ist die Umsetzung etwas schwieriger ;-)
    Ich möchte mir auch ein Festbrennweitenobjektiv zulegen, da ich bei diesem grauen Wetter da draußen immer festgestellt habe, wenn ich meinen Hund fotografiere, dass die Bilder immer extrem dunkel und beim Bearbeiten auch sehr pixelig dargestellt werden. Ich hoffe, dass ich mit einem Festbrennweitenobjektiv EF 50 mm f 1.8 auch bei trüben Tagen klare Fotos bekomme.
    Ganz viele Grüße
    Mira

    • Hallo,
      EF 50 mm f 1.8 ist das nicht viel zu gross für den Hund ? Ich denke Canon EF-S 24mm f/2.8 STM oder 30mm f/1.4 Art AF DC HSM für Canon.
      Bei meiner Sony A 58 Chip zum Objektiv Vergrösserung ist x 1,5 also bei 35 mm x 1,5mm = 50mm.
      Bei deiner Canon müsste es genau so sein, bei 50mm x 1,5 wäre deine Festbrennweite 75mm.
      Kaufen bei amazon.de und testen und bei nichtgefallen zurückschicken, so habe ich meine 35mm Festbrennweite.
      Habe zuerst 50mm gekauft und das war viel zugross. Schaue bitte http://www.existent.vision
      In Gärten und Palästen der Mauren / Am Fuss der Hornisgrinde und Völklinger Hütte @35mm Grüssle Jens

      • Hallo Jens,
        danke für deine Infos. Wie gesagt. bin ich noch Anfängerin und kenne mich nicht so gut aus mit Objektiven. Aber deinen Tipp mit dem kaufen, probieren und zurückgeben werde ich wohl wirklich mal ausprobieren. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist bei einem 50mm Objektiv die Festbrennweite mit 75mm zu groß? Was genau ist damit gemeint?
        Viele Grüße
        Mira

        • Hallo Mira,

          probiere die Brennweiten, wie schon empfohlen, einfach mal aus. 50 mm ist schon eine relativ große Brennweite, aber für Tierportraits eigentlich keine schlechte Wahl. Aber wie gesagt, einfach mal ausprobieren und wenn der Bildausschnitt zu eng ist, doch lieber ein 35 mm-Objektiv wählen.

          Viele Grüße
          Sebastian

  38. Hi zusammen, habe auf meiner Seite http://www.baystudios.ch/ teilweise 35 mm 1,8 F fotografiert.
    Ich habe sehr positive Erfahrung gemacht, durch die sehr gute Lichtstärke macht das Fotografieren mit dem Objektiv richtig Spaß.
    Nicht nur das Gewicht ist bei einer Festbrennweite der große Vorteil bei den Fotoshooting.
    Man sollte sie jedoch vor jeder Anschaffung die objektive testen, bevor man sich dann für eines entscheidet.
    In fast jedem größeren Fotogeschäften kann man sich Objektive ausleihen und testen.
    LG Brigitta .Bay

  39. Guten Morgen Sebastian,
    ich habe eine Nikon D5100 von meinem Pa geerbt.
    Ich nähe Kinderkleidung und möchte Diese gern fotografieren (mein Kind ist das Model ;-))
    Eine Freundin hat eine Canon 750d mit Festbrennweite 1,4 und macht im AUtomatikmodus mega Fotos von den Klamotten bzw. Kids und der HIntergrund ist unscharf.
    Mit meiner Nikon bekomm ich das so nicht hin :-(
    Welches der Nikon Objektiven nehm ich denn da am Besten?? 35mm oder 50mm??? Und passt das an meine Kamera???
    Danke Dir schon mal :-)
    LG Melanie

    • Hab jetzt mal bei meiner Kamera durch 35 und 50 geschaut und denke für Kinder ist das 35er mit dem größeren Ausschnitt besser…. Das bestell ich jetzt einfach mal… Zur Not geb ich es halt dann zurück ;-)
      Danke für Eure tolle Seite!!!

  40. Muss Ralf doch teils Recht geben in dem was er sagt. Wenn ich mich zur öffenlichen Person mache in Form eines auch priv. Blogs muss ich mit kritischen Anmerkungen rechnen.
    Gruss Reinhard ,der seine besten Bilder bisher
    gezoomt hat📸

  41. Hallo zusammen.
    Ich hätte da mal eine Frage. Ich bin ebenfalls absoluter Neuling und konnte mich schon sehr viel belesen. Ich versuche den Einstieg mit einer Canon Eos M + Adapter + EF 35mm f2.0. Meine Frage ist zum Thema Schärfentiefe. Da ich an der Canon nur einen Display habe, würde ich gerne wissen ob mir unscharfe Bereiche, egal ob Vorder o. Hintergrund auf dem Display dargestellt werden, oder wirklich erst beim ansehen auf dem PC?

    Beste Grüsse Dinu

  42. Hello :)

    ich würde gerne ein Fresko fotografieren, an das man bis auf 100m nicht ran kommt. Mein Objektiv kann das nicht (18-50mm). Habt Ihr einen Tipp, welches Objektiv mir in einer Preisrange von bis zu 300€ helfen könnte? Ich hab eine Canon Eos 500D.

    Vielen Dank Euch schon jetzt und die besten Grüße!

    Hannah

    • Hallo Hannah,

      da hilft eine Festbrennweite wahrscheinlich nicht weiter. Für diese Entfernung brauchst du schon ein ordentliches Telezoom. Wir empfehlen immer das Tamron 16-300, da kostet aber etwas mehr als 300 Euro.

      Liebe Grüße
      Sebastian & Jenny

  43. Hallo ihr Beiden,

    zuerst einmal: Wirklich toller Blog! Man merkt, dass das eine Herzensangelegenheit bei euch ist!

    Aktuell fotografiere ich mit einem Zoomobjektiv mit der Nikon D5300. Ich würde jedoch gerne auf ein Objektiv mit Festbrennweite umsteigen. Fotografieren möchte ich damit hauptsächlich Personen (Portait / Ganzkörperportrait (innen sowie außen)), aber auch gerne Streetaufnahmen. Dabei sind mir jetzt folgende Objektive ins Auge gestochen:

    Nikon AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,8G Objektiv
    und
    Nikon AF-S DX Nikkor 35mm 1:1,8G Objektiv

    Ich hoffe, dass ihr mir hier vielleicht etwas weiterhelfen bzw. empfehlen könnt.

    Vielen Dank im Voraus schon einmal für eure Hilfe!

    LG
    Saskia

    • Hallo Saskia,

      das kommt ein bisschen drauf an. Für Portraits ist das 50er besser geeignet, das 35er ist dafür universeller einsetzbar und du kannst es auch super für Streetaufnahmen nutzen.

      Wenn du wirklich nur Portraits machen willst, würden wir dir also das 50er empfehlen. Wenn du Portraits und Streetaufnahmen machen willst, empfehlen wir dir das 35er.

      Liebe Grüße
      Sebastian & Jenny

  44. Hallo,
    meiner Meinung nach fehlt bei den von Euch genannten Argumenten für eine Festbrennweite ein wichtiger Punkt, die Abbildungsleistung.
    Durch die beweglichen Linsenelemente für das zoomen entstehen zum einen Ungenauigkeiten und zum andern lassen sich durch die Brennweitenänderung die Abbildungsfehler nicht in allen Brennweiten gleich gut korrigieren.
    Das geht eben bei Festbrennweiten deutlich besser, wie man sieht in allen Preissegmenten. Die hochwertigsten Objektive sind daher auch immer Festbrennweiten, hier begrenzen sich die verschiebbaren Elemente auf das fokussieren. (natürlich gibt es noch weitere Faktoren, z.B. die Art der Blende usw.)

    Liese sich ein solche „Optische Qualität“ in einem Zoomobjektiv verwirklichen, würden auch Profifotografen nicht mit zig Festbrennweiten herumlaufen. (Man könnte ja genauso ein Zoom auf einer gerade passenden Brennweite belassen)
    Bei Filmobjektiven gibt es so etwas übrigens , freilich in enormer Größe, Gewicht und Preis.

    Mich haben diese technischen Hintergründe schon von Anfang an interessiert und mein Verständnis für das fotografieren stark verbessert.
    Ich denke das es auch für Anfänger sehr nützlich sein kann viel Hintergrundwissen zu erlangen.

    viele Grüße

    Peter

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