Akropolis Tickets & Preise: Unsere Tipps für deinen Besuch

Du reist zum ersten Mal nach Athen? Dann darf Athens Sehenswürdigkeit schlechthin in deinem Programm nicht fehlen: Die Akropolis. In diesem Beitrag erklärt dir unsere Athen-Expertin Meike wie du die Akropolis besuchen kannst und was dich erwartet.

Tagelang saß mir der Ohrwurm mit Mireille Mathieus Akropolis Adieu nach meinem Abstecher auf den berühmtesten Hügel Griechenlands im Ohr.

Seit 1986 gehört die Akropolis zum UNESCO Weltkulturerbe, und das völlig zu Recht. Das Hochplateau ist ein wirklich besonderer Ort.

Auch wenn ein Besuch der Akropolis im Sommer bedeutet, dass du teilweise von Menschenmassen einfach vorwärts geschoben wirst, gehört ein Abstecher zur fast 3.000 Jahre alten Oberstadt zu einem Trip nach Athen dazu.

Nicht nur die antiken Sehenswürdigkeiten wie das Parthenon oder das Erechtheion sind dabei die Highlights der Akropolis, sondern auch die fantastische Aussicht, die sich dir von dort oben bietet.

Rund um den Hügel gibt es noch zahlreiche weitere Ausgrabungsstätten und Attraktionen, sodass du mit der Akropolis viel Zeit verbringen kannst.

Lies auch meinen Beitrag über die 22 schönsten Sehenswürdigkeiten in Athen

Damit du die Highlights und den Panoramablick auch genießen kannst, gehört ein klein wenig Vorbereitung dazu.

Beim Ticketkauf hast du zahllose Optionen und die Wahl der Tageszeit entscheidet darüber, mit wie vielen anderen Besuchern du dir die Akropolis teilen musst.

In diesem Artikel findest du daher nicht nur meine Empfehlungen für die sinnvollsten Tickets, sondern auch meine Tipps und Tricks, um deinen Besuch der Akropolis optimal vorzubereiten.

Was ist die Akropolis?

Die Akropolis ist kein Gebäude, sondern der Hügel selbst. Im Prinzip ist es einfach einer der ältesten Stadtteile Athens. Oben auf dem Hügel erwarten dich dann die verschiedenen Tempel aus dem 5. Jahrhundert vor Christus.

Eintritt zahlst du aber nur einmal für die gesamte Akropolis. Es gibt einen Nordeingang (der verwirrenderweise im Westen der Akropolis liegt) und einen Eingang am süd-östlichen Rand des Hügels (Südeingang).

Der kürzeste Weg nach oben ist der vom Nordeingang. Ich finde den Aufstieg vom Südeingang aber wesentlich schöner, weil es dort schon unterwegs einiges zu sehen gibt.

Du kannst nicht nur nach oben auf den Hügel mit dem berühmten Parthenon und dem Erechtheion gehen, sondern du kannst auch den Wegen rund um den Hügel folgen, die alle noch zum Gelände der Akropolis gehören.

Diese Wege sind ausgeschildert mit North Slope und South Slope und führen dich zu den Sehenswürdigkeiten an den Hängen der Akropolis. North Slope und South Slope geben in diesem Fall nur die Laufrichtung an. Es ist derselbe Weg, der einmal um die ganze Akropolis herumführt und etwa 1 Kilometer lang ist. Auf Google Maps heißt dieser Rundweg Peripatos.

Blick auf Berg mit Tempelruine zum Sonnenuntergang
Zum Sonnenuntergang ist die Akropolis besonders toll zu fotografieren!

Das Akropolis Museum

Nur ein paar Meter vom Südeingang entfernt, außerhalb des eigentlichen Akropolis-Geländes, findest du das neue Akropolis Museum. Es hat 2008 eröffnet und beherbergt die zahlreichen antiken Fundstücke der Akropolis.

Die Sammlung ist chronologisch angeordnet, sodass du auf deinem Rundgang durch das Museum durch die jahrhundertelange Geschichte der Akropolis geführt wirst.

Unterhalb des Museums siehst du durch Glasböden immer wieder die freigelegten Grundmauern aus der Antike. Einen Teil dieser Ausgrabungsstätte kannst du im Rahmen deines Museumsbesuches auch näher erkunden.

Ich habe das Museum und die Akropolis an einem Tag besucht. Ich war zuerst im Museum, weil ich dachte, dass es eine gute Vorbereitung für die Akropolis sei.

Für geduldigere Menschen als mich mag das tatsächlich so sein. Ich hatte aber wirklich Mühe, mich auf die Exponate und deren Geschichte zu konzentrieren, weil mein Blick immer wieder rüber zur Akropolis schweifte und ich eigentlich endlich dorthin gehen wollte.

Meine Empfehlung für ebenso ungeduldige Menschen wie mich ist daher:

Geh zuerst kurz in den Eingangsbereich des Museums. Dort findest du neben den Ticketkassen ein paar Modelle der Akropolis. So kannst du dir einen super Überblick darüber verschaffen, was dich auf dem Hügel erwartet. Um diese Modelle zu sehen, brauchst du kein Ticket für das Museum.

Betritt danach am Südeingang die Akropolis. Auf dem Weg nach oben kommst du schon am Dionysos Theater und dem beeindruckenden Amphitheater des Herodes Atticus vorbei.

Wenn du die Akropolis mit dem Parthenon und dem Erechtheion ausgiebig erkundet hast, stehst du einem anschließenden Museumsbesuch viel gelassener gegenüber. Das Museum hat mit seinen ganz außergewöhnlichen Stücken deine volle Aufmerksamkeit verdient.

Mein Tipp: Zum Museum gehört ein Café mit einer coolen Terrasse mit Blick auf die Akropolis. Dort kommst du aber nur mit einem Ticket für das Museum hin.

Für das Akropolis Museum benötigst du ein separates Ticket, es ist nicht im normalen Akropolis-Ticket enthalten.

Innensaal eines Museums mit Menschen
Das Akropolis Museum zeigt zahlreiche Fundstücke aus der Akropolis

Meine persönliche Akropolis Ticket-Empfehlung für Eilige

Falls du das alles gar nicht so ausführlich wissen möchtest, sondern nur schnell einen Tipp brauchst, welches Ticket du kaufen sollst, habe ich zuerst meine Ticket-Empfehlungen in aller Kürze für dich.

Wenn du wissen möchtest, wieso ich diese Tickets empfehle und was für weitere Optionen es noch gibt, lies danach einfach weiter.

Nur Akropolis
Akropolis & Museum
Akropolis Führung auf Deutsch
Kombiticket Akropolis, Antike Agora und Olympieion mit Audioguide

Akropolis Tickets & Optionen

Um die Akropolis zu besuchen, hast du verschiedene Optionen. Am günstigsten ist der Ticketkauf vor Ort, was aber gerade im Sommer mit viel Wartezeit an der Ticketkasse verbunden ist. Im Sommer lohnt sich also eher der Online-Kauf.

Online-Tickets

Bequemer und zeitsparender ist ein Online-Ticket, mit dem du direkt zum Eingang der Akropolis gehen kannst. Im Internet existiert allerdings ein ganzer Dschungel an Akropolis-Tickets, sodass die Auswahl schwerfallen kann.

Die Preisspanne der Online-Tickets ist dabei enorm, weil die Preise zwischen Winter und Sommer sowieso schwanken, und weil es Angebote mit Führung und ohne Führung, inklusive Museum oder ohne Museum sowie etliche weitere Optionen gibt.

Alleine vom Winter zum Sommer verdoppeln sich zum Teil die Eintrittspreise. Wundere dich also nicht, wenn du eine Angabe wie “ab 20 Euro“ siehst, und das Ticket an deinem Wunschdatum dann aber 40 Euro kostet. Das ist leider der Sommersaison geschuldet.

Vor dem Ticketkauf solltest du dir diese Fragen stellen:

  • Möchte ich nur die Akropolis sehen?
  • Oder möchte ich auch das Akropolis Museum besuchen?
  • Möchte ich an einer Führung in der Akropolis teilnehmen?
  • Möchte ich vielleicht noch weitere Sehenswürdigkeiten in Athen besichtigen?

Achte beim Kauf eines Online-Tickets darauf, dass du es selbst ausdrucken oder mobil nutzen kannst. Es gibt im Internet viele Ticket-Angebote für die Akropolis, bei denen du dein eigentliches Ticket dann irgendwo in Athen noch abholen musst. Da ist selbst ausdrucken natürlich viel praktischer.

Diese Tickets empfehle ich für einen Besuch der Akropolis:

Nur Akropolis
Nur Akropolis Museum

Im Rahmen einer Führung erfährst du natürlich viel mehr Hintergründe und Insider-Geschichten als auf eigene Faust. Und es gibt eine Menge interessanter Geschichten zur Akropolis!

Außerdem hast du den nicht zu verachtenden Vorteil, dass du zusammen mit deinem Guide die Akropolis betrittst und dir die Warteschlange am Eingang völlig egal sein kann. Folgende sind besonders interessant:

Akropolis Führung auf Deutsch
Akropolis Abendrundgang auf Deutsch

Falls du auch das Museum besuchen möchtest, gibt es eine englischsprachige Führung, bei der das Museums-Ticket schon enthalten ist:

Akropolis Führung auf Englisch & Museum

Bei diesen Führung kannst du außerdem noch weitere Highlights besichtigen:

Kombiticket Akropolis, Antike Agora und Olympieion mit Audioguide

Wenn du außerdem gleich noch den Hop-on/Hop-off Bus dazubuchen möchtest, lohnt sich der Kauf des Turbopasses für ganz Athen:

Zum Turbopass

Der Turbopass wird umso attraktiver, je länger seine Laufzeit ist, weil der Pass pro verlängertem Tag nur etwa 6 Euro teurer wird.

Preislich bietet er keinen Vorteil, du zahlst genauso viel wie du für einzelne Tickets ausgeben würdest. Weil du dich aber um keine weiteren Tickets kümmern musst, ist der Turbopass gerade in den Sommermonaten eine komfortable Lösung.

Hinweis: Von November bis März lohnt sich der Turbopass nicht. Im Winter kostet der Eintritt zu den Sehenswürdigkeiten nur etwa die Hälfte, und lange vor dem Eingang anstehen musst du auch nirgendwo.

Tickets vor Ort

Sowohl am Südeingang, wo auch das Museum ist, als auch am Nordeingang gibt es jeweils eine Ticketkasse. Im Sommer kann es dort natürlich zu einiger Wartezeit kommen. Es kann sein, dass du bis zu einer Stunde anstehen musst, um an ein Ticket zu kommen.

Am Schalter kostet ein einfaches Ticket für die Akropolis je nach Saison 10 bis 20 Euro. In der Hauptsaison, also im Sommer, zahlst du den Höchstpreis.

Am Schalter gibt es übrigens auch ein interessantes 5-Tage-Ticket für die Akropolis und andere Top-Sehenswürdigkeiten in Athen für 30 Euro. Folgende Highlights sind noch im 5-Tage-Ticket enthalten:

  • Antike Agora
  • Kerameikos
  • Lykeion
  • Hadriansbibliothek
  • Olympieion
  • Römische Agora

Das 5-Tage-Ticket kann ich absolut empfehlen, denn wenn du diese Sehenswürdigkeiten besichtigen willst sparst du nicht nur Geld, sondern auch Zeit an den einzelnen Ticketkassen.

Am Südeingang ist im Sommer meistens etwas weniger los als am Nordeingang, wo die Busse von den Kreuzfahrtschiffen und die Hop-on/Hop-off Busse halten. Das macht zwar nur einen kleinen Unterschied, aber immerhin läufst du am Südeingang nicht Gefahr, zusammen mit fünf Bussen gleichzeitig anzukommen, und dich hinter den hunderten Ankömmlingen einreihen zu müssen.

Freier Eintritt zur Akropolis

An manchen Tagen im Jahr musst du keinen Eintritt zahlen, um die Akropolis zu besuchen. Dann gehst du einfach zur Ticketkasse und bekommst dort ein Null-Euro-Ticket. Du musst dafür nichts weiter vorlegen, du musst nur an der Kasse sagen, wie viele Tickets du brauchst.

An diesen Tagen kommst du gratis rein:

  • Jeden ersten Sonntag im Monat vom 1. November bis zum 31. März
  • Am 6. März
  • Am 18. April
  • Am letzten Wochenende im September
  • Am 28. Oktober

Daneben gibt es noch ein paar Personengruppen, die immer freien Eintritt in die Akropolis haben:

  • Kinder unter 5 Jahren
  • Inhaber eines europäischen Passes bis inklusive 25 Jahre
  • Besucher mit Behinderungen (ab 80%) und eine Begleitperson
  • Griechische Staatsbürger, die eine olympische Goldmedaille gewonnen haben
  • Journalisten mit entsprechendem Ausweis

Falls du zu einer dieser Personengruppen gehörst, musst du an der Ticketkasse deinen Ausweis oder deine Goldmedaille vorzeigen, dann bekommst du dein Null-Euro-Ticket.

Hinweis: Wenn du mit Kindern unterwegs bist und du für dir ein Online-Ticket gekauft hast, benötigst du trotzdem für die Kinder ein Null-Euro-Ticket. Dafür musst du dich aber nicht an der Kasse anstellen, das Null-Euro-Ticket bekommst du gleich beim Vorzeigen deines Online-Tickets am Eingang.

Akropolis Highlights: Das solltest du gesehen haben

Bring so viel Zeit wie möglich für die Besichtigung der Akropolis mit. Wenn du es eilig hast, kannst du zwar innerhalb von 2 Stunden die wichtigsten Highlights abklappern, aber du kannst dich auch ganz locker mindestens einen halben Tag mit der Akropolis beschäftigen.

Die meisten der antiken Gebäude kannst du nur von außen sehen. Die 3.000 Jahre alten Bauwerke sind ziemlich fragil und würden einem täglichen Ansturm von zehntausenden Füßen sicher nicht standhalten.

Die Propyläen

Die Propyläen bilden das pompöse Eingangstor der Akropolis. Wer die Akropolis besuchen möchte, muss heute, wie vor 3.000 Jahren durch diesen Torbau gehen.

In den Sommermonaten ist es leider kaum möglich, den Anblick dieser beeindruckenden Säulen richtig wahrzunehmen, da diese Stelle ein ziemliches Nadelöhr ist. Alle Besucher der Akropolis müssen hier nicht nur rein-, sondern auch wieder rausgehen.

Dadurch entsteht leider oft ein Gedränge wie an einem sonnigen Kirmessonntag in Düsseldorf, bei dem du einfach nur mit der Masse weitergeschoben wirst.

Oben angekommen, verläuft es sich dann ein wenig, aber mit einem entspannten Besuch und Fotos ohne andere Menschen auf den Bildern solltest du nicht rechnen.

Aufstieg zu weißer Tempelruine
Die mächtigen Propyläen bilden das Eingangstor zur Akropolis

Der Parthenon

Das berühmteste Gebäude der Akropolis ist der Parthenon. Von dem einst riesigen Tempel ist vergleichsweise leider nur noch wenig übrig.

Der Bau des Parthenon begann 447 vor Christus und wurde nach neun Jahren Bauzeit eingeweiht. Entworfen wurde er zu Ehren der Stadtgöttin Pallas Athena Parthenos, deren Statue aus Gold und Elfenbein im Zentrum des Tempels stand.

Die Statue steht heute nicht mehr im Parthenon, was mit ihr passierte, ist leider nicht geklärt. Angeblich wurde sie im 4. Jahrhundert nach Konstantinopel gebracht, wo sie allerdings spurlos verschwand.

Der Tempel wurde über die Jahrhunderte hinweg immer wieder für verschiedene Zwecke genutzt. Mal als Kirche, dann als Moschee und zwischendurch auch als Lagerhalle.

Verschiedene Kriege und Angriffe haben dem 70 Meter langen Gebäude schwer zugesetzt. Das Dach ist verschwunden und auch innere Wände gibt es nicht mehr. Die Erhaltung der noch vorhandenen Grundstruktur ist extrem aufwändig, sodass nahezu immer irgendwo am Parthenon ein Baugerüst steht.

Parthenon Tempel mit blauem Himmel im Hintergrund
Der Parthenon ist der größte Tempel der Akropolis

Das Erechtheion

Nur ein paar Meter neben dem Parthenon steht das Erechtheion. Dieser Tempel wird nicht von Säulen gestützt, sondern von Karyatiden.

Diese Frauenstatuen, die das Dach des Erechtheions tragen, sind heute allerdings Nachbildungen. Die originalen Karyatiden wurden vor Wind und Wetter in Sicherheit gebracht und stehen im Akropolis Museum.

Dort, wo das Erechtheion steht, soll laut griechischer Mythologie der Wettbewerb um Athen stattgefunden haben. Dabei wetteiferten Poseidon und Athene um die Gunst der Bevölkerung. Poseidon stieß seinen Dreizack in den Felsen und ließ eine Welle Salzwasser auf die Stadt hereinbrechen. Athene hingegen ließ einen Olivenbaum erblühen, welcher der erste Olivenbaum überhaupt war. Das Volk entschied sich daraufhin für Athene statt für Poseidon.

Akropolis Erechtheion
Das Erechtheion auf der Akropolis ist ein beliebtes Fotoobjekt
Tempel mit Säulen in Form von Frauenstatuen mit Stadt im Hintergrund
Erechtheion ist ein Tempel mit Säulen in Form von Frauenstatuen

Am Südhang: Theater des Herodes Atticus

Das imposante Amphitheater des Herodes Atticus schmiegt sich an den Südhang der Akropolis. Wenn du am süd-westlichen Eingang die Akropolis betrittst, kommst du auf deinem Weg nach oben automatisch daran vorbei.

Du kannst das riesige, über 2.000 Jahre alte Theater nur von außen sehen. Weil du aber nur wenige Meter über der obersten Reihe des Theaters dem Weg folgst, ist die Sicht ganz ausgezeichnet.

Amphitheater mit Blick auf Athen
Das Theater wird heute noch für Veranstaltungen genutzt und fasst bis zu 5000 Zuschauer

Am Südhang: Dionysos Theater

Ganz in der Nähe des süd-westlichen Eingangs kommst du auch am Dionysos Theater vorbei. Dies ist der Geburtsort der griechischen Tragödie und gleichzeitig das erste aus Stein errichtete Theater. Zu Zeiten der Römer bot das Theater um die 17.000 Plätze und wurde für Gladiatorenkämpfe genutzt.

Im Dionysos Theater darfst du sogar herumlaufen und auf den Stufen eine Pause machen. Schatten gibt es allerdings nicht, bei 37 Grad in der Sonne wird diese Pause wahrscheinlich eher kurz ausfallen.

Der Areopagus Hügel: Für einen tollen Blick auf die Akropolis

Für einen super Blick auf die Akropolis und die Propyläen steig am besten auf den Areopagus Hügel. Der liegt nur ein paar Meter neben dem Nordeingang und ist ein Mittelding zwischen kleinem Hügel und großem Felsen.

Auf dem Areopagus tagte in der Antike das oberste Gericht, später bezogen darauf Perser und Türken Stellung für den Angriff auf die Akropolis.

Nach oben kommst du bequem über eine Treppe. Sei aber oben vorsichtig, denn es gibt keine Absperrungen. Wenn du vor lauter Staunen über die Akropolis nicht schaust, wo du hintrittst, fällst du womöglich vom Hügel herunter.

Blick auf Akropolis
Blick auf die Akropolis vom Areopagus Hügel

Wichtige Infos zum Akropolis-Besuch

Hier fasse ich einige wertvolle Tipps für die Vorbereitung deines Besuchs.

Festes Schuhwerk

Die Akropolis ist nichts für Flip-Flops oder High Heels. Schon beim Aufstieg über die Felsen und den Kies ist ein gutes Profil unter den Schuhen unverzichtbar.

Oben angekommen, wird der Untergrund nur wenig besser. Kein Wunder, immerhin sind in 3.000 Jahren bestimmt Milliarden Füße über dieses Pflaster gelaufen. Pass bei Regen besonders gut auf, die Steine werden dann sehr rutschig.

Was darf ich in die Akropolis mitnehmen und was nicht?

Es gibt keine allzu großen Einschränkungen für den Besuch der Akropolis. Einen Tagesrucksack kannst du problemlos mit reinnehmen. Größere Taschen und Rucksäcke sind allerdings verboten, und ich habe auch keine Möglichkeit entdecken können, diese für die Zeit des Besuchs irgendwo zur Aufbewahrung abgeben zu können.

Im Eingangsbereich des Museums gibt es die Möglichkeit, Taschen und Jacken für die Dauer der Museumsbesichtigung abzugeben. Allerdings gilt das nicht für größere Gepäckstücke.

Mein Tipp: Falls du Gepäck abstellen musst und das nicht in deinem Hotel in Athen tun kannst, schau mal bei Athen Lockers rein. Am Monastiraki Platz und am Syntagma Platz hast du die Möglichkeit, dein Gepäck dort zu deponieren.

Kleinere Stative sind erlaubt, größere allerdings nicht. Bei dem Rummel in der Akropolis und auf dem jahrtausendealten Untergrund sind Stative aber sowieso nicht das Wahre.

Kinderwagen dürfen nicht mit in die Akropolis. Auch die kannst du leider nirgendwo abgeben.

Waffen aller Art sind selbstverständlich beim Besuch der Akropolis ebenfalls nicht erlaubt.

Mein Tipp: Nimm auf jeden Fall genug Wasser mit. Innerhalb der Akropolis gibt es keine Möglichkeit, etwas zu kaufen, und im Sommer scheint die Sonne erbarmungslos auf das Gelände hinab. Pack dir auch ein paar Snacks für den kleinen Hunger zwischendurch ein.

Wie viel Zeit solltest du für die Akropolis einplanen?

2 Stunden brauchst du für die Besichtigung der Akropolis auf jeden Fall. Wenn du auch noch den Rundweg abgehen willst, was ich nur empfehlen kann, auf den Areopagus Hügel klettern und das Museum besuchen willst, rechne mit mindestens einem halben Tag.

Wann solltest du die Akropolis besuchen?

Im Sommer gibt es keine Möglichkeit, den Menschenmassen zu entgehen. Wenn du aber gleich morgens um 8:00 Uhr auf die Akropolis steigst, ist es bei weitem noch nicht so voll wie gegen 11:00 Uhr oder am Nachmittag. Ab etwa 10:00 Uhr kommen die ersten Bustouren an der Akropolis an, dann wird es schlagartig voll.

Vermeide im Sommer unbedingt die Mittagszeit. Dann platzt die Akropolis nämlich aus allen Nähten. Ab dem späten Nachmittag wird es dann wieder entspannter.

Geh also im Sommer entweder gleich morgens um 8:00 Uhr oder erst nachmittags gegen 16:00 Uhr zur Akropolis.

Von November bis März ist viel weniger los. Auch dann hast du natürlich früh morgens weniger Menschen um dich herum, aber auch zu jeder anderen Uhrzeit ist es im Winter nicht allzu dramatisch.

An den Tagen mit freiem Eintritt ist auch im Winter wieder mehr los. Die besten Chancen auf einen entspannten Besuch hast du im Winter außerhalb der Ferienzeit an einem ganz normalen Wochentag.

Gibt es in der Akropolis Toiletten?

Ja. Oben im alten Akropolis Museum, dem flachen Gebäude neben der Aussichtsplattform, findest du Toiletten.

Anfahrt zur Akropolis

An der Metrostation Acropoli kommst du fast direkt am Südeingang an. Von den Metrostationen Monastiraki und Thissio ist der Nordeingang nicht weit entfernt.

Von Monastiraki kannst du alternativ auch durch das hübsche Plaka zum Südeingang gehen, wo nicht ganz so viel los ist wie am Nordeingang.

Die Hop-on/Hop-off-Busse von Sights of Athens halten am Akropolis Museum sowohl am Südeingang als auch am Nordeingang. Am Nordeingang treffen sich die verschiedenen Hop-on/Hop-off-Linien, sodass du dort auch die Route wechseln kannst.

Zum Ticket für den Hop-on/Hop-off Bus

Wenn du mit der Metro aus Piräus ankommst, steig bei Thissio aus und folge rechts dem Weg zum Nordeingang. Falls du zum Museum möchtest, lass den Nordeingang einfach links liegen und folge dem Weg weiter. So kommst du automatisch zum Museum und zum Südeingang.

Auf Google Maps sind die Eingänge leider nicht aufgeführt. Du kannst aber danebenliegenden Orte eingeben und dich so zu deinem Eingang navigieren lassen. Diese Standorte findest du auf Google Maps:

  • Greek National Tourism Organisation Information Point: Dieser liegt neben dem Südeingang.
  • Café Acropolis Canteen: Dieses liegt gegenüber des Nordeingangs.

Akropolis Reiseführer und Literatur

Diese Lektüren über die Akropolis kann ich dir außerdem noch empfehlen:

Vis-à-Vis Griechenland Athen & Festland

Im Vis-à-Vis wird die Akropolis und speziell der Parthenon auf mehreren Seiten ausführlich vorgestellt.
Zum Führer

Athen: Ein Neubeginn der Weltgeschichte

Dieses Buch geht viel mehr auf die Geschichte Athens ein. Dabei kommt natürlich auch die Akropolis nicht zu kurz. Leichte Kost ist das Buch nicht, aber wenn du dich ausführlich mit der Geschichte auseinandersetzen möchtest, bietet das Buch einen hervorragenden Überblick.
Zum Führer

GEO Special Griechenland

In der GEO Special Ausgabe über Griechenland gibt es unter anderem ein paar spannende Geschichten über die Akropolis.
Zur Ausgabe

Das waren meine Tipps und Infos für den Besuch der Akropolis in Athen! Warst du auch schon mal oben und hast noch mehr Tipps? Dann schreibe mir gerne einen Kommentar!