Kurz und knackig

  • Wir haben schon zwei Camperreisen in Australien gemacht – einmal zu zweit und einmal mit Kleinkind. Für uns ist Australien DAS Land für einen Camper-Roadtrip.
  • Die Infrastruktur ist so gut, dass selbst blutige Anfänger super zurechtkommen.
  • Die Frage, welcher Camper zu dir passt, ist gar nicht so leicht zu beantworten. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, worauf du achten musst.
  • Es gibt Vermittler, die dir den passenden Camper raussuchen und buchen – für dich komplett kostenlos und ohne Aufpreis. Wir empfehlen: Camperoase.

Einleitung: Warum Australien perfekt für eine Camperreise ist

Wir sind eigentlich keine Camper. Im Gegenteil: Wir sind große Fans des Nicht-Campens.

Unsere Reisefreunde haben uns aber ziemlich schnell klargemacht, dass man nicht nach Australien reisen kann, ohne zumindest einmal eine Camperreise auszuprobieren.

Was sollen wir sagen: Inzwischen waren wir schon zweimal mit dem Camper in Australien unterwegs – einmal mit einem klassischen Wohnmobil und einmal mit einer Art Zwischending aus Camper und Wohnmobil, einem Sprinter mit kleiner Küche, Dusche und WC.

Australien ist unglaublich anfängerfreundlich: breite Straßen, gut ausgebaute Routen und unzählige Campingplätze – von großen Ketten bis zu kleinen, richtig schönen Spots direkt am Wasser. Selbst das Freistehen ist vielerorts möglich, natürlich mit klaren Regeln.

In diesem Artikel zeigen wir dir, worauf du bei der Planung achten musst, welches Fahrzeug wirklich zu dir passt und mit welchen Kosten du rechnen solltest – basierend auf unseren eigenen Erfahrungen.

Unsere Erfahrungen

Wir waren zweimal mit dem Camper in Australien unterwegs und geben dir hier eine kurze Übersicht darüber, welchen Camper wir hatten, welche Route wir gefahren sind und wie viel uns der Camper pro Tag gekostet hat.

Camperreise: Perth - Albany

Alkovenwohnmobil
Ein klassisches Wohnmobil mit Alkoven-Bett

Wo? Südwestaustralien
Route: Perth – Margaret River – Denmark – Albany – Perth
Wer: 2 Erwachsene
Wo gebucht: Direkt bei Britz
Anbieter: Britz
Fahrzeug: Frontier 6BB
Zeitraum: 8 Tage
Preis pro Tag: 200 AUD

Unsere Erfahrung:

Das Wohnmobil war qualitativ super. Wir haben in der Alkove geschlafen und hatten unten ein großes Sofa, Tisch und eine super ausgestattete Küche.

Das Wohnmobil war uns aber zu groß und wir waren es nicht gewohnt, ein solch großes Fahrzeug zu fahren. Das Rangieren auf Campingplätzen war anfangs eine Herausforderung, aber machbar.

Wir haben dann gemerkt, dass wir gerne auf Luxus verzichten und lieber ein Mittelding zwischen Wohnmobil und Camper gehabt hätten.

Camperreise: Perth - Esperance

Sprinter als Camper und Mann am Meer
Der Sprinter war der perfekte Kompromiss.

Wo? Südwestaustralien
Route: Perth – Margaret River – Denmark – Albany – Bremer Bay – Esperance – Wave Rock – Perth
Wer: 2 Erwachsene + 1 Kind (12 Monate)
Wo gebucht? Über Camperoase
Anbieter: Let’s go Motorhomes
Fahrzeug: 2+1 Berth Escape
Zeitraum: 28 Tage
Preis pro Tag: 190 AUD

Unsere Erfahrung:

Wir wollten unbedingt kein großes Wohnmobil, aber auch keinen kleinen Mini-Camper. Schließlich waren wir zu dritt mit unserem 1-Jährigem Sohn unterwegs.

Unser Wunsch war: ein großes Bett, dass wir uns zu dritt angenehm teilen können, eine kleine Küche, eine Toilette, und unser Sohn sollte vorn im Fahrerraum mit Kindersitz sitzen dürfen.

Wir haben uns dumm und dusselig gesucht und waren so dankbar, dass uns eine Freundin dann Camperoase empfohlen hat.

Unser Ansprechpartner bei Camperoase, Till, hat uns dann gesagt, dass der Camper-Anbieter Let’s go gerade ganz frisch einen 2-1 Berth Escape im Sortiment hat und das genau der Camper sei, den wir suchen.

Es gab damals nur ein einziges dieser Fahrzeuge und wir hatten Glück und er war noch nicht ausgebucht.

Wie das genau mit Camperoase funktioniert, erklären wir dir gleich in unseren Tipps für Camper-Erstlinge. Also lies weiter.

Unsere Herzenstipp für Anfänger: Das erste mal einen Camper mieten

#1 Fang, wenn möglich, klein an

Es ist noch kein Camper vom Himmel gefallen. Wenn du noch gar keine Erfahrung hast und nicht unbedingt großen Luxus brauchst, nimm dir bei deiner ersten Reise lieber einen Camper oder ein kleines Wohnmobil, z. B. einen Sprinter. Falls du aber den Luxus eines Wohnmobils genießen möchtest, dann bekommst du das auch hin.

#2 Fahr am ersten Tag nicht direkt weit

Komm erst mal an, räum deinen Camper oder dein Wohnmobil ein, mach dich mit allem vertraut – wie leert man die Toilette, wofür sind die ganzen Knöpfe etc. Wir empfehlen dir, die erste Nacht noch in der Nähe der Leihstation zu verbringen. Wenn dann mit dem Camper doch was sein sollte, bist du noch nicht mitten auf deiner Reise.

#3 Lass dich kostenlos beraten

Es gibt tatsächlich eine Firma, bei der ihr euch kostenlos und unverbindlich zu der Frage „Welchen Camper soll ich mieten?“ beraten lassen könnt. Sie helfen dir nicht nur bei der Auswahl, sondern buchen den Camper auch für dich – ohne dass du mehr zahlst als direkt beim Anbieter.

Kein Scherz! Das haben wir leider erst vor unserer zweiten Camperreise durch Australien entdeckt. Mehr dazu gibt es im nächsten Absatz.

Unser Herz­enstipp für Camper-Einsteiger

Lass dich von Camperoase unverbindlich beraten

Was ist Camperoase? Deutscher Vermittler für Camper und Wohnmobile weltweit

  • vergleichen verschiedene Anbieter und Modelle für dich
  • beraten dich persönlich und kostenlos bei Route, Fahrzeugwahl und Ausstattung
  • helfen dir, den richtigen Camper zu finden und zu buchen,
  • und kennen wichtige Details, die man selbst oft übersieht (Kindersitz, Versicherung oder 2WD vs. 4WD)

Unsere Erfahrung mit Camperoase

Ganz ehrlich: Hätten wir schon früher von Camperoase gewusst, wären wir uns bei unserer ersten Reise viel Stress gespart – und wären vermutlich mit einem überdimensionierten Wohnmobil unterwegs gewesen.

Du kannst dich natürlich auch selbst durch Anbieter, Modelle und Versicherungen wühlen. Oder du dir halt einfach kostenlos helfen. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Ja, das dachten wir auch. Aber genau das ist die Arbeit von Camperoase.

Und nein – wir bekommen kein Geld dafür, dass wir das hier empfehlen.

Wir finden es einfach nur richtig gut.

Lass dich kostenlos bei Camperoase beraten.

Vorgehen Camper mieten im Überblick

  1. Welche Route fährst du?
  2. Welche Ausstattung wünschst du dir?
  3. Welcher Camper?
  4. Stelle dir die wichtigsten Fragen vor der Buchung
  5. Finde den richtigen Anbieter
  6. Welche Versicherung brauchst du?
  7. Die Camper-Übernahme

Und diese 7 Schritte gehen wir jetzt gemeinsam mit dir durch.

Welche Route fährst du?

In fast jeder größeren Stadt kannst du Campervans oder Wohnmobile mieten. Aber: Nicht überall gibt es jeden Anbieter und auch nicht jedes Modell ist an jedem Standort verfügbar.

Deshalb solltest du dir als Erstes überlegen, welche Route du fahren möchtest – und erst danach den passenden Camper auswählen.

Welche Ausstattung wünschst du dir?

Bevor du dich für ein Fahrzeug entscheidest, solltest du dir überlegen, was dir wirklich wichtig ist.

  • Größe: Fühlst du dich mit einem großen Wohnmobil wohl oder lieber mit etwas Kompakterem?
  • Wohnbereich: Möchtest du drinnen sitzen und essen können?
  • Bad: Brauchst du eine eigene Toilette und Dusche?
  • Bett: Willst du dein Bett jeden Tag umbauen, um es zu benutzen (Tagsüber Sitzecke/ Nachts Bett) oder lieber ein festes Bett?
  • Details: Sind Moskitonetze und Verdunklungsrollos wichtig für dich?
  • Freistehen: Möchtest du freistehen? Dann muss dein Camper „self-contained“ sein (mit Abwasser- und Toilettensystem).

Welcher Camper?

Hier listen wir dir die  klassischsten Camper-Modelle auf. Je nach Anbieter und Standort gibt es natürlich noch weitere Varianten.

einfach & günstig

Sleepervan

Sleepervan mit Frau im Wald
Ein Sleepervan

Ein Sleepervan ist im Grunde ein normaler Van mit eingebautem Bett hinten. Oft einfach ein größerer Kombi oder ein Kastenwagen.

  • einfach zu fahren
  • preiswert
  • geringer Spritverbrauch
  • wenig Platz und kaum Stauraum
  • nur zum Schlafen gedacht
  • keine Küche, kein WZ oder Dusche
kompakt & flexibel

Campervan

Ein Campervan Hilltop in Australien
Klassischer Campervan mit Hochdach (Hilltop)
  • gut fahrbar
  • Stehhöhe & Sitzbereich
  • meist kleine Küche
  • einfaches Parken
  • weniger Komfort
  • keine Dusche/WC
Kompakt & trotzdem kleiner Luxus

kleines Wohnmobil - Sprinter

Sprinter als Camper und Mann am Meer
Kompakt, aber mit Bett, Küche, WC und Dusche

Diese Art von kleinem Wohnmobil heißt oft auch 2 Berth oder 2+1 Berth (das +1 steht für +1 Kind)

  • guter Kompromiss aus Komfort und Fahrbarkeit
  • Küche, Sitzbereich und Bett
  • meist WC und Dusche
  • keine Sitzecke, außer du baust jeden Tag um
Luxus

Klassisches Wohnmobil

Alkovenwohnmobil
Wohnmobil mit Alkoven-Bett über dem Fahrerhaus
  • viel Platz und Komfort
  • festes Bett (kein Umbauen)
  • voll ausgestattet (WC, Dusche, Küche, Klima)
  • schwieriger zu fahren und zu parken
für Abenteuer

4WD Camper mit Dachzelt

  • Zugang zu abgelegenen Orten und Stränden
  • super flexibel
  • weniger Komfort
  • Dachzelt auf- und zuklappen, wenn unterwegs

Welche Fragen vor der Buchung?

Wenn du dich dafür entscheidest, nicht über einen Vermittler wie z. B. Camperoase zu buchen, solltest du natürlich selbst auf ein paar wichtige Dinge achten. Damit du nichts vergisst, haben wir dir hier die für uns wichtigsten Fragen aufgeschrieben.

  • Versicherung: Welche brauchst du wirklich und wie hoch ist die Selbstbeteiligung?
  • Spritverbrauch: Wie viel verbraucht der Camper realistisch?
  • Einwegmiete: Kostet es extra, den Camper an einem anderen Ort zurückzugeben?
  • Kilometer: Gibt es eine Begrenzung oder sind alle Kilometer inklusive?
  • Fahrzeugalter: Wie alt sind die Fahrzeuge im Schnitt?
  • Zusatzfahrer: Sind weitere Fahrer inklusive oder kostenpflichtig?
  • Extras: Was ist im Preis enthalten (z. B. Campingstühle, Tisch)?
  • Self-contained: Wenn du freistehen willst, brauchst du ein entsprechendes Fahrzeug.
  • Einschränkungen: Gibt es verbotene Straßen oder Regionen, die du nicht befahren darfst?

Welcher Anbieter ist der richtige?

1. Premium-Klasse

Fahrzeuge meist 0–2 Jahre alt

Diese Anbieter richten sich an Reisende, die Wert auf hohen Komfort, Automatikgetriebe und neuwertige Innenausstattung legen.

  • Maui: Das Flaggschiff der thl-Gruppe. Fokus auf große Wohnmobile (Motorhomes) mit viel Platz und hochwertiger Ausstattung.
  • Star RV: Die Premium-Marke von Apollo. Garantiert sehr junge Fahrzeuge (oft unter 12 Monate alt) mit modernster Technik und gehobener Optik.
  • Let’s Go Motorhomes: Ein spezialisierter Premium-Anbieter, der oft Fahrzeuge von Jayco (Australiens größtem Hersteller) nutzt und für exzellenten Service bekannt ist.

2. Mittelklasse / Allrounder

Fahrzeuge meist 2–5 Jahre alt

Das solide Mittelfeld. Hier findest du das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Familien und Paare.

  • Britz: Der wohl bekannteste Allrounder. Riesige Flotte, vom kompakten Hitop bis zum 6-Bett-Wohnmobil und robusten 4WD-Campern.
  • Apollo: Das Pendant zu Britz. Bietet eine sehr breite Palette an Fahrzeugtypen, inklusive sehr beliebter 4WD-Modelle für das Outback.
  • Cruisin‘ Motorhomes: Ein familiengeführtes Unternehmen (ursprünglich aus Tasmanien), das für sehr gepflegte Fahrzeuge in der Mittelklasse bekannt ist.

3. Budget- & Backpacker-Klasse

Fahrzeuge oft 5+ Jahre alt

Hier steht der Preis im Vordergrund. Die Fahrzeuge haben oft eine höhere Laufleistung und eine einfachere Ausstattung, sind aber technisch solide.

  • Mighty Campers: Hier landen die „ausgemusterten“ Fahrzeuge von Maui und Britz. Sie sind älter, aber professionell gewartet.
  • Cheapa Campa: Die Budget-Marke von Apollo. Wie der Name sagt: günstiger, weil die Modelle schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben.
  • JUCY: Kultig durch die grün-lilane Lackierung. Sehr beliebt bei jungen Leuten und für kompakte Campervans (Minivans).
  • Travellers Autobarn: Spezialisiert auf günstige Vans für längere Roadtrips, oft mit unbegrenzten Kilometern und Fokus auf das Wesentliche.
  • Hippie Camper: Sehr einfache und günstige Hitops für das kleine Budget.

4. Spezialisten für 4WD & Offroad

Wenn deine Route ins echte Outback oder nach Westaustralien führt, sind diese Anbieter erste Wahl:

  • Red Sands Campers: Absolutes Premium-Segment für 4WD. Hochwertige Toyota Hilux mit Dachzelten, perfekt für anspruchsvolle Pisten.
  • Adventure Rentals: Spezialist für komplett ausgestattete Allradfahrzeuge (z.B. Toyota Landcruiser Prado) mit Fokus auf Sicherheit und Qualität.
  • Broome and Beyond: Starker Partner für Westaustralien und das Northern Territory mit modernen 4WD-Campern.

Welche Versicherung brauchst du?

Das Thema Versicherung ist beim Camper mieten in Australien extrem wichtig – und ehrlich gesagt auch ziemlich verwirrend.

Fast alle Anbieter arbeiten mit einem hohen Selbstbehalt (oft mehrere Tausend Dollar).

Das bedeutet: Im Schadensfall musst du im Zweifel richtig viel selbst zahlen – es sei denn, du reduzierst den Selbstbehalt.

  • Basisversicherung ist immer inklusive – aber mit hohem Selbstbehalt
  • Selbstbehalt reduzieren lohnt sich fast immer – Anbieter bieten das an
  • 0 Euro Selbstbehalt („Zero Excess“-Pakete) sind am teuersten, aber am entspanntesten
  • Achte auf Zusatzleistungen wie Glas-, Reifen- oder Unterbodenschutz

Unsere Erfahrung:

Bei unserer ersten Reise war die Versicherung einfach in einem Paket enthalten – wir haben uns ehrlich gesagt gar nicht so viele Gedanken gemacht.

Bei der zweiten Reise haben wir dann bewusst eine umfangreichere Versicherung gewählt, weil wir mit Kind unterwegs waren und einfach auf Nummer sicher gehen wollten.

Das hat den Preis zwar deutlich erhöht, aber uns auch ein viel besseres Gefühl gegeben. Wir mussten aber weder bei unserer ersten noch bei der zweiten Camperreise auf unsere Versicherung zurückgreifen.

Unser Tipp:

Unterschätze das Thema Versicherung nicht. Es ist einer der größten Kostenpunkte – aber auch der, bei dem du am meisten Stress sparen kannst.

Wenn du unsicher bist, lass dich beraten (z. B. über Camperoase). Die kennen die Unterschiede zwischen den Anbietern und wissen, worauf du achten musst.

Die Camper-Übernahme: Profi-Tipps vor dem Start

Die Camper-Übernahme ist der Moment, der darüber entscheidet, ob dein Roadtrip entspannt startet – oder du dich später über Dinge ärgerst, die du vorher hättest klären können.

Nimm dir hier unbedingt Zeit und lass dich nicht stressen. Auch wenn andere schon warten: Geh alles in Ruhe durch.

Wir haben schon erlebt, dass kleine Dinge wie eine nicht funktionierende Wasserpumpe oder eine kaputte Schublade erst unterwegs auffallen – und dann wird’s nervig.

Bei unserer zweiten Camperreise war die Markise kaputt und natürlich ist uns das erst unterwegs aufgefallen. Am Ende konnten wir dann zwar alles klären, aber es ist einfach schön, wenn man sich auf seiner Reise nicht mit solchen Dingen auseinandersetzen muss.

Unser wichtigster Tipp: Film einmal komplett alles durch. Außen und innen. So bist du auf der sicheren Seite, falls später jemand behauptet, ein Schaden wäre von dir.

Und noch ein echter Gamechanger: Wenn es deine Zeit zulässt, plane deine erste Nacht ganz in der Nähe der Vermietstation. Wenn dir doch noch etwas auffällt, kannst du direkt am nächsten Morgen zurückfahren und es klären.

  • Außen-Check: Geh einmal komplett ums Fahrzeug und filme Kratzer, Dellen oder Steinschläge.
  • Innen-Check: Sind Schubladen, Schränke und Türen richtig befestigt?
  • Technik zeigen lassen: Lass dir genau erklären, wie Gas, Wasser und Strom funktionieren – und probiere es selbst aus.
  • Toilette verstehen: Klingt banal, ist aber wichtig – lass dir die chemische Toilette einmal komplett zeigen.
  • Wasser & Abwasser: Wo füllst du Frischwasser auf und wie entleerst du den Grey-Water-Tank?
  • Gas & Batterie: Wo ist die Gasflasche und wie checkst du den Batteriestand?
  • Markise testen: Mach sie ein mal auf und wieder zu.

Kosten für eine Camperreise

Die Kosten für eine Camperreise in Australien können stark variieren – je nach Saison, Fahrzeugtyp und Ausstattung.

In der Hochsaison (z. B. Weihnachten oder europäische Sommerferien) sind die Preise deutlich höher als in der Nebensaison.

Ungefähre Preise pro Tag:

  • Sleepervan: ca. 60–120 AUD
  • Campervan: ca. 80–150 AUD
  • Kleines Wohnmobil: ca. 120–220 AUD
  • Großes Wohnmobil: ca. 180–300+ AUD

Kosten für eine Camperreise: Unsere Erfahrungen

Beide Reisen lagen also ziemlich genau im gleichen Bereich – obwohl wir unterschiedliche Fahrzeuge und Anbieter hatten.

Das haben wir bezahlt:

  • Reise 1: ca. 196 AUD pro Tag
  • Reise 2: ca. 193 AUD pro Tag

Unser Fazit:

Realistisch solltest du für einen Camper in Australien mit etwa 180–220 AUD pro Tag rechnen – inklusive Versicherung und typischer Extras.

Welche Kosten kommen noch dazu?

Neben der Miete für den Camper kommen noch einige Kosten dazu, die viele am Anfang unterschätzen:

  • Campingplätze: ca. 10–90 AUD pro Nacht (je nach Ausstattung und Lage)
  • Sprit: ein großer Kostenfaktor – je nach Strecke und Fahrzeug
  • Versicherung: oft schon eingerechnet, kann aber den Preis deutlich erhöhen
  • Einwegmiete: fällt an, wenn du Start- und Endort unterschiedlich wählst
  • Kilometer: teilweise begrenzt oder nur gegen Aufpreis unbegrenzt
  • Extras: Campingstühle, Tisch, Kindersitz oder Bettwäsche kosten oft extra

Unser Tipp: Plane immer ein Gesamtbudget und schaue nicht nur auf den reinen Mietpreis – die Zusatzkosten machen am Ende einen großen Unterschied.

Tipps zum Camper mieten als Familie mit Kindern

Mama und Kleinkind am Strand
Wir waren zu unserer ersten Elternzeitreise 4 Wochen lang mit dem Camper in Australien unterwegs

Wenn du mit Kindern oder sogar mit einem Baby unterwegs bist, wird die Camper-Auswahl plötzlich viel wichtiger als gedacht.

Wir haben das selbst gemerkt. Plötzlich stehen ganz andere Fragen im Raum:

  • Ist das Bett groß genug, damit wir alle zusammen schlafen können?
  • Darf unser Kind vorn im Fahrerraum sitzen?
  • Macht es Sinn, den eigenen Reisekindersitz mitzunehmen?
  • Gibt es in Australien Isofix?
  • Welche Regeln gelten überhaupt für Kindersitze?

Unsere wichtigsten Erkenntnisse:

  • Der richtige Camper macht den Unterschied: Größe, Bett und Aufteilung müssen zu euch passen. Unser 2+1 hatte ein großes Bett (ca. 170 cm breit), viele Wohnmobile haben aber nur 140–150 cm. Überlegt euch vorher: Wollt ihr alle in einem Bett schlafen oder auf zwei aufteilen? Und wie wichtig ist euch Platz im Innenraum bei schlechtem Wetter?
  • Top Tether ist Pflicht: In Australien muss der Kindersitz immer zusätzlich gesichert werden – entweder mit Gurt oder Isofix + Top Tether.
  • Der Sitzplatz im Camper ist entscheidend: Nicht jedes Fahrzeug hat einen dritten Sitz vorne. Dann muss das Kind hinten in der Kabine sitzen – aber nur, wenn dort auch ein Top-Tether vorhanden ist. Für uns war das keine Option, weil unser Sohn Autofahren gehasst hat und wir ihn nicht alleine hinten sitzen lassen wollten.

Unser Tipp: Gerade mit Kindern lohnt es sich, Hilfe bei der Auswahl zu holen. Wir haben ewig gesucht und waren super froh, dass uns am Ende Camperoase geholfen hat. Die schauen sich deine Reise ganz konkret an und sagen dir ehrlich, welches Fahrzeug wirklich Sinn macht – und welches nicht. Das spart dir nicht nur Zeit, sondern oft auch teure Fehlentscheidungen.

Tipps zum Campen in Australien

Wie die besten Stellplätze finden?

Wohnmobilstellplatz in Australien
Der Wohnmobil-Stellplatz bei Lucky Bay

Die Frage, die du dir auf deinem Roadtrip jeden Tag stellen wirst: Wo schlafen wir heute?

Zum Glück ist das in Australien super easy – wenn du die richtigen Apps nutzt. Die zeigen dir nicht nur Campingplätze, sondern auch kostenlose Stellplätze, Toiletten, Duschen oder Dump Stations.

Wir empfehlen dir diese zwei Apps:

  • WikiCamps: Unsere absolute Go-to-App in Australien. Riesige Datenbank mit Campingplätzen, kostenlosen Stellplätzen und allem, was du unterwegs brauchst. Das Beste: Du kannst alles offline nutzen – perfekt, wenn du mal kein Netz hast. Die App ist nicht kostenlos. Du zahlst einen einmaligen Betrag (ca. 7 Euro).
  • CamperMate: Ebenfalls sehr beliebt, aber nicht so umfangreich wie WikiCamps. Campermate ist zwar komplett kostenlos, finanziert sich aber über Werbung und Angebote in der App.

Unser Tipp: Wir haben damals nur WikiCamps benutzt und können dir die App sehr empfehlen. Was uns am meisten geholfen hat, waren die Bewertungen und Kommentare. Die sind oft Gold wert und verraten dir Dinge, die du sonst erst vor Ort merken würdest – zum Beispiel, ob ein Platz wirklich ruhig ist oder eher direkt an der Straße liegt.

Wildcampen vs. Campingplatz?

Sternenhimmel und zwei Camper
Ein paar Tage frei stehen, um dann wieder auf einem Campingplatz alle Annehmlichkeiten zu haben und Wasser und Strom aufzufüllen

Wenn du mit dem Camper durch Australien reist, hast du grundsätzlich zwei Möglichkeiten, zu übernachten:

  1. Du stehst frei (also Wildcampen)
  2. Du stehst auf einem Campingplatz

1. Wildcampen (oder „freistehen“):

Bedeutet, dass du nicht auf einem offiziellen Campingplatz übernachtest, sondern z. B.:

  • auf ausgewiesenen kostenlosen Stellplätzen
  • auf Parkplätzen oder Rastplätzen
  • manchmal auch mitten in der Natur

Das ist schon ziemlich cool. Aber: Es gibt Regeln und es ist natürlich nicht überall erlaubt.

  • Regeln: Jede Region hat eigene Vorschriften. Oft ist Freistehen nur auf ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Wenn du einfach irgendwo parkst, kann es schnell teuer werden (Bußgelder).
  • Self-contained-Camper: Viele freie Stellplätze darfst du nur nutzen, wenn dein Camper ein eigenes Toiletten- und Abwassersystem hat.
  • Infrastruktur: Wenn du frei stehst, hast du keinen Strom, kein Wasser und keine Entsorgungsstation. Deshalb brauchst du alle paar Tage einen Campingplatz, um alles wieder aufzufüllen.
  • Apps: Ohne Apps wie WikiCamps bist du verloren.

2. Campingplätze

Sind das genaue Gegenteil: weniger Freiheit, dafür mehr Komfort. Du bekommst:

  • Strom (Powered Site)
  • Duschen & Toiletten
  • oft Küche, Waschmaschinen oder sogar Pools und Spielplätze

Unsere Erfahrung:

Die perfekte Mischung macht’s.

Wir haben die meiste Zeit auf Campingplätzen verbracht. Wir haben aber immer versucht, auf kleinen Campingplätzen zu stehen. Ab und zu haben wir ein paar Tage frei gestanden – z. B. direkt am Strand oder mitten in der Natur – und sind dann wieder auf einen Campingplatz gefahren, um alles aufzuladen, zu duschen und alles wieder bereit zu machen.

Vor allem für die Camperreise, bei der wir dann mit Kleinkind unterwegs waren, war das für uns ideal.

Unser Tipp:

Plane von Anfang an eine Mischung aus beidem ein. Nur Campingplätze sind langweilig – nur Wildcampen ist auf Dauer anstrengend.

Was kosten Stellplätze?

  • Caravan Parks (z. B. BIG4): 40 – 90 AUD pro Nacht (inkl. Strom, Pool, Duschen, Spielplatz).
  • Nationalpark-Camping: 10 – 25 AUD pro Nacht (oft Plumpsklo, kein Strom, aber Top-Lage).
  • Kostenlose Stellplätze: 0 AUD (oft nur für „Self-Contained“ Fahrzeuge an Raststätten).

Unsere Erfahrungen: Mischung aus allem

Was einpacken für deine Camperreise?

Wir sind grundsätzlich große Fans von minimalistischen und durchgeplanten Packlisten zum Reisen. In einem kleinen Camper hast du nicht viel Raum zum Verstauen deiner Sachen. Es gilt: weniger ist mehr.

Es gibt aber ein paar Dinge, die dir das Leben im Camper einfacher machen, und die listen wir dir jetzt auf:

  • Weiche Taschen statt Koffer: Hartschalenkoffer sind im Camper super unpraktisch. Denn du kannst sie nirgendwo verstauen. Reise also unbedingt mit einer Reisetasche oder einem Rucksack, den du gut verstauen kannst.
  • Schichten statt Outfits: Morgens kalt, tagsüber heiß – pack lieber mehrere dünne Schichten ein, die du alle flexibel kombinieren kannst.
  • Schlappen (Flip-Flops): Perfekt zum schnellen Reinschlüpfen im Camper und super praktisch für Duschen auf Campingplätzen.
  • White Noise: Hilft beim Einschlafen und beim Längerschlafen morgens – vor allem auf Campingplätzen oder wenn es draußen mal lauter ist. Einfach übers Handy oder eine App abspielen.
  • Handy laden: Auto-Ladegerät (haben wir vor Ort gekauft), Powerbank und ggf. Adapter – damit dir unterwegs nie der Akku ausgeht.
  • Stirnlampe oder Taschenlampe: Gerade auf einfachen Campingplätzen oder beim Wildcampen Gold wert.

Musst du Stellplätze vorbuchen?

Wohnmobile und Camper auf einem naturnahem Campingplatz
Der Lucky Bay Campground im Cape Le Grand National Park ist so ein Campground, der einfach immer ausgebucht ist.

Australien ist ein echtes Camper-Paradies. Nicht nur Reisende aus dem Ausland sind hier unterwegs – auch viele Australier selbst reisen mit dem Camper und verbringen so ihre Ferien.

Die kurze Antwort: Meistens brauchst du nicht vorbuchen – aber in bestimmten Situationen unbedingt.

  • Schulferien: Wenn du während der australischen Schulferien reist, solltest du deine Stellplätze unbedingt frühzeitig reservieren. Dann wird es schnell voll.
  • Beliebte Campingplätze: Gerade kleinere, besonders schöne Plätze – vor allem direkt am Meer – sind oft weit im Voraus ausgebucht.
  • Hotspots: Ein gutes Beispiel ist der Campground an der Lucky Bay bei Esperance – einer der bekanntesten Strände Australiens. Der Strand ist so bekannt, weil dort Kängurus wohnen. Hier bekommst du ohne frühzeitige Reservierung oft keinen Platz mehr.
  • Feste Route: Wenn du deine Route schon genau kennst, kann es sich lohnen, die wichtigsten Stopps vorab zu buchen. Du bist dann zwar weniger flexibel, sicherst dir aber die besten Plätze auf den schönsten Campingplätzen.
  • Wunschplatz sichern: Bei Reservierungen kannst du oft sogar bestimmte Stellplätze anfragen – zum Beispiel direkt am Wasser.
  • Bewertungen checken: Schau dir vorher die Kommentare in Apps wie WikiCamps an – die verraten dir oft, welche Plätze besonders beliebt oder schnell voll sind.

Unser Tipp: Buche nur die Highlights vor und lass dir dazwischen genug Spielraum für spontane Stopps – genau das macht einen Camper-Roadtrip in Australien aus. 

Autofahren in Australien

Viele Reisende haben großen Respekt davor, links anstatt wie in Deutschland rechts zu fahren. Und ja, es war am Anfang echt super komisch und die ersten Tage ging oft der Scheibenwischer statt der Blinker an (der ist nämlich auch andersrum), aber wir haben uns sehr schnell sicher gefühlt.

Das Gute am Autofahren in Australien ist, dass die Straßen fast überall sehr gut ausgebaut sind.

Ein paar Dinge solltest du aber unbedingt wissen:

  • Linksverkehr: In Australien wird links gefahren.
  • Rückwärtsfahren üben: Gerade mit größeren Campern kann das Rangieren tricky sein – nimm dir am Anfang kurz Zeit zum Üben. Bei großen Wohnmobilen sollte der oder die Beifahrerin auf jeden Fall aussteigen und helfen.
  • Geduld: Distanzen sind riesig. Plane genug Zeit ein und versuche nicht, zu viele Kilometer an einem Tag zu machen.
  • Roadtrains: Vor allem im Outback begegnen dir extrem lange LKWs. Beim Überholen brauchst du viel Platz – im Zweifel lieber dahinter bleiben.
  • Dämmerung & Nacht: Dann sind besonders viele Tiere unterwegs (Kängurus!). Wenn möglich, vermeide Fahrten zu dieser Zeit.
  • Geschwindigkeitsregeln: Tempolimits werden streng kontrolliert. Halte dich unbedingt daran.
  • Gurtpflicht: Sollte selbstverständlich sein, aber wir sagen es zur Sicherheit hier noch mal: Alle Insassen müssen angeschnallt sein – auch hinten.
  • Kindersitze: Für Kinder gelten strenge Vorschriften – lies unseren Abschnitt zu Familien.
  • Fahrzeug nicht einfach verlassen: Gerade im Outback solltest du im Notfall immer beim Fahrzeug bleiben und auf Hilfe warten.
  • Wasser mitnehmen: Hab immer genug Trinkwasser dabei – besonders auf längeren Strecken.
  • Alkoholgrenze: Die Promillegrenze ist bei 0,5 und wird streng kontrolliert.
  • Tanken: Tankstellen können weit auseinanderliegen – tanke lieber früher als zu spät.

Welche Fahrerlaubnis brauchst du zum Fahren in Australien?

Deinen normalen deutschen Führerschein und zusätzlich einen internationalen Führerschein. Einen internationalen Führerschein beantragst du einfach vorbei. Je nach Stadt kannst du das entweder beim Bürgeramt, beim Straßenverkehrsamt oder bei der Führerscheinstelle machen.

Lebensmittel vorbestellen

Was viele nicht wissen, ist, dass du schon die ersten Lebensmittel für deine Camperreise vorab bestellen kannst.

Entweder du lässt sie direkt zu deinem Camperanbieter liefern. Die nehmen die Bestellung für dich an und räumen es auch bereits in deinen Camper oder dein Wohnmobil ein. Check einfach, ob dein Anbieter den Service anbietet.

Alternativ kannst du aber auch einfach online vorbestellen und es beim Supermarkt, der auf deiner Strecke oder bei deinem ersten Campingplatz liegt mit Click & Collect abholen. Supermärkte wie Coles oder Woolworths bieten das super unkompliziert an.

Gerade als wir mit Kind unterwegs waren, fanden wir das super praktisch.

Geldspartipps: So wird eine Campingreise günstiger

Mit dem Camper verreisen klingt immer nach Low-Budget. So günstig ist das Reisen mit Campervan oder Wohnmobil in Australien aber leider nicht. Es gibt aber natürlich Möglichkeiten zu sparen.

  • Reisebuddy finden: Für Alleinreisende ist es in Australien nicht ungewöhnlich, vor der Reise eine andere Person zu finden, die einen Camper teilen möchte. Wenn das etwas für dich ist, schau am besten in Facebook-Gruppen oder z. B. bei Coseats oder Rooride.
  • Relocations: Fahrzeuge für teilweise nur 1–5 $ pro Tag überführen – perfekt, wenn du flexibel bist. Was bedeutet Relocation? Du überführst für den Vermieter einen Camper von A nach B. Check bei Imoova, Transfercar oder direkt bei den Anbietern.
  • Einkaufen: Discounter wie Aldi nutzen und bei Coles/Woolworths zu Eigenmarken greifen – das spart richtig viel.
  • Spritpreise vergleichen: Apps wie Fuel Map Australia zeigen dir die günstigsten Tankstellen in deiner Umgebung.
  • Rabattkarten: Mitgliedschaften für Caravan-Park-Ketten können sich lohnen – oft schon ab etwa 5 Nächten.
  • Wasser auffüllen: Kostenlose Trinkwasserstationen findest du ganz einfach über Apps wie WikiCamps.
  • Einwegmiete sparen: Plane deine Route als Rundreise. Oft kannst du z. B. die Küste entlangfahren und über schnellere Inlandstraßen zurück – so sparst du dir die Einweggebühr, die oft recht teuer ist.

Klassische Camper-Routen in Australien

Es gibt in Australien ein paar klassische Routen, die sich besonders gut für einen Camper-Roadtrip eignen. Hier stellen wir dir die wichtigsten ganz kurz vor:

Ostküste

Sydney – Cairns

Oper Hafenrundfahrt
Die Oper von vorne. Diesen Blick gibt es nur von einem Boot aus.

Die beliebteste Route mit perfekter Infrastruktur. Viele Campingplätze, einfache Planung und Highlights wie Byron Bay, die Whitsundays oder das Great Barrier Reef.

Für die Strecke solltest du mindestens 2–3 Wochen einplanen. Alles darunter wird schnell zu stressig, weil es einfach unglaublich viele Stopps gibt. Wenn du es entspannt angehen willst, sind 3–4 Wochen ideal.

Südküste

Sydney – Melbourne

Eureka Skydeck
Die Aussicht vom Eureka Tower war eines unserer Highlights in Melbourne

Perfekt für einen kürzeren Roadtrip. Dich erwarten zwei richtig coole Städte, schöne Küstenabschnitte, Nationalparks und entspannte Stopps entlang der Strecke.

Die Strecke zwischen Sydney und Melbourne ist eine tolle Alternative zur längeren East Coast und perfekt, wenn du nicht so viel Zeit hast.

Hier reichen oft schon 5–10 Tage. Wenn du zusätzlich Abstecher (z. B. in Nationalparks) machen willst, plane lieber etwas mehr Zeit ein.

Wenn du uns fragst, solltest du nachdem du dir die schönsten Sehenswürdigkeiten in Melbourne angeschaut hast, noch ein paar zusätzliche Tage für die Great Ocean Road nehmen. Natürlich kannst du dir dafür auch in einem Hotel in Melbourne übernachten und die Great Ocean Road mit einem Mietwagen anschauen.

Westküste

Perth – Broome

Coral Bay
Ningaloo Coral Bay liegt auf dem Weg von Perth nach Broome

Die Westküste Australiens ist deutlich wilder und weniger erschlossen. Dafür erwarten dich spektakuläre Landschaften, einsame Strände und echtes Abenteuer-Feeling.

Die Strecke ist lang und die Distanzen sind groß. Plane mindestens 2–3 Wochen ein, besser 3–4 Wochen. Du fährst hier deutlich mehr Kilometer als an der Ostküste.

Und wenn du zufällig noch mehr Zeit hast, mach unbedingt einen Abstecher zum Karijini Nationalpark, der uns wirklich umgehauen hat.

Südwesten

Perth – Esperance

Frau mit Kind auf dem Arm am Strand
Unsere Camperreise in Südwestaustralien brachte uns an die schönsten Orte

Eine der schönsten Küstenrouten Australiens. Die Weinregion Margaret River, wunderschöne Küstenabschnitte, türkisblaues Wasser und schneeweiße Strände liegen auf der Route.

Wir sind sehr froh, dass wir bis nach Esperance gefahren sind. Der Cape Le Grand National Park ist einfach zu schön für diese Welt.

Den Rückweg sind wir dann innerhalb von 2 Tagen übers Inland gefahren und haben uns auf dem Rückweg den Wave Rock angeschaut.

Für die Camperroute durch Australiens Südwesten solltest du etwa 10–14 Tage einplanen. Du kannst hier aber wie auf allen Routen auch 3 – 4 Wochen verbringen, ohne, dass dir langweilig wird.

Red Centre

Alice Springs – Uluru

Ayers Rock in Australien
Ayers Rock

Outback pur. Rote Wüste, riesige Distanzen und ikonische Orte wie Uluru und Kings Canyon.

Die klassische Route im Red Centre schaffst du in 3–5 Tagen. Wenn du noch mehr Stopps einbauen willst oder es ruhiger angehen möchtest, plane etwa eine Woche ein.

Fazit

Mit dem Camper durch Australien zu reisen, ist einfacher, als viele denken. Die Infrastruktur ist gut, Campingplätze gibt es viele und du kommst schnell in den Rhythmus.

Es ist außerdem eine richtig gute Art, das Land zu bereisen. Du bist flexibel, siehst viel und bist nah an der Natur.

Auch wenn du noch keine Erfahrung hast, ist Australien ideal für den Einstieg. Wenn du kompletter Anfänger bist, ist das eines der besten Länder, um das Reisen mit dem Camper auszuprobieren.

Trotzdem solltest du ein paar Dinge vorab klären: deine grobe Route, wichtige Stopps und Basics, wie Stellplätze oder Internet.

Vor Ort wird dann vieles unkompliziert. Du kannst spontan entscheiden, wo du übernachtest und wie lange du bleibst.

Unser Tipp: Plane die Highlights vor und bleib dazwischen flexibel. So holst du das meiste aus deinem Roadtrip raus.

FAQ - Häufige Fragen

Wie alt muss ich sein, um einen Camper in Australien zu mieten?

Meistens musst du mindestens 21 sein. Manche Anbieter gehen auch ab 18 oder 19, aber dann zahlst du oft extra.

Ist also möglich, aber nicht immer die günstigste Option.

Welchen Führerschein brauche ich?

Du brauchst einfach deinen normalen Führerschein plus einen internationalen Führerschein (oder eine englische Übersetzung). Beides zusammen reicht völlig.

Ist Wildcampen erlaubt?

Jein. Es gibt super viele kostenlose Plätze, aber einfach irgendwo hinstellen geht nicht überall.

Oft darfst du nur auf ausgewiesenen Spots stehen – und manchmal auch nur, wenn dein Camper self-contained ist.

Wann ist die beste Reisezeit?

Kommt mega drauf an, wo du unterwegs bist. Ostküste geht eigentlich immer. Der Norden ist am besten von Mai bis Oktober (sonst Regenzeit). Der Süden ist im australischen Sommer am schönsten.

Was kostet ein Camper?

Ungefähre Preise pro Tag:

  • Sleepervan: ca. 60–120 AUD
  • Campervan: ca. 80–150 AUD
  • Kleines Wohnmobil: ca. 120–220 AUD
  • Großes Wohnmobil: ca. 180–300+ AUD

Warum braucht man einen self-contained Camper?

Warum muss ein Camper self-contained sein?


Viele Stellplätze erlauben Übernachtungen nur mit self-contained Fahrzeugen. Der Grund ist einfach: Umwelt- und Naturschutz.

  • Grauwasser: Wasser vom Spülen oder Duschen darf nicht einfach in die Natur gelangen.
  • Toilette: Viele Plätze verlangen eine eigene Toilette, um Verschmutzung zu vermeiden.
  • Kontrollen: Ranger prüfen das regelmäßig – Verstöße können teuer werden (oft 300–700 AUD).
  • Ausstattung: Dazu gehören Frischwassertank, Abwassertank, Toilette und ein Müllbehälter.

Was ist günstiger: Mietwagen oder Camper?

Mietwagen ist erstmal günstiger. Camper lohnt sich dann, wenn du länger unterwegs bist, weil du dir Unterkünfte sparst.

Lohnt sich ein Camper auch, wenn ich das noch nie gemacht habe?

Ja, total. Australien ist dafür echt perfekt. Straßen sind easy, alles ist gut organisiert und du findest schnell rein.
Wenn du das irgendwo zum ersten Mal ausprobieren willst, dann dort.