Kurz und knackig
- Der Banff Nationalpark begeistert mit türkisfarbenen Seen, spektakulären Panoramastraßen und beeindruckenden Bergkulissen – und davon gibt es hier mehr als genug.
- Highlights wie der Lake Louise, der Moraine Lake oder der Icefields Parkway zählen zu den schönsten Orten in ganz Kanada und wir haben sie alle besichtigt.
- Damit du nichts verpasst, zeigen wir dir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, geben dir eine optimierte 3-Tage-Route an die Hand und verraten dir unsere persönlichen Tipps aus eigener Erfahrung.
- Außerdem erfährst du, wann die beste Reisezeit ist, wie du Menschenmassen umgehst und deine Reise perfekt planst.
Die beste Reisezeit für den Banff Nationalpark
Grundsätzlich ist der Banff Nationalpark das ganze Jahr über geöffnet. Jede Jahreszeit hat ihre Vor- und Nachteile und es kommt immer ein bisschen darauf an, was man genau machen möchte.
Das beste Wetter herrscht von Juni bis September, allerdings ist es gerade in den Sommermonaten am vollsten. Im September begeistert der Banff Nationalpark mit einem prächtigen Farbenspiel, dem sogenannten Indian Summer.
Wir waren selbst Anfang Oktober in Banff. Der Indian Summer war da leider schon fast vorbei und es war teils schon echt kalt. Unsere Fahrt auf dem Icefields Parkway führte durch einen Schneesturm, sodass wir kaum etwas von den Sehenswürdigkeiten dort sehen konnten.
Ein Vorteil des Oktober ist aber, dass es zu dieser Zeit nicht mehr ganz so voll ist, wobei durch das Thanksgiving-Wochenende trotzdem noch eine ganze Menge Touristen da waren.
Von Mitte Oktober bis Ende Mai sind zahlreiche Straßen gesperrt und somit nicht alle Sehenswürdigkeiten erreichbar.
Wie viel Zeit solltest du für den Banff Nationalpark einplanen?
Wir empfehlen, für den Banff Nationalpark mindestens drei volle Tage einzuplanen, um alle Sehenswürdigkeiten zu besuchen, die wir in diesem Artikel vorstellen.
Wenn du darüber hinaus noch längere Wanderungen unternehmen willst oder noch mehr Orte im Nationalpark erkunden möchtest, solltest du entsprechend mehr Zeit einplanen. Im nächsten Abschnitt geben wir dir Routen-Tipps für 3 Tage in Banff.
Anfahrt zum Banff Nationalpark & Weiterreise
Der Banff Nationalpark lässt sich eigentlich nur mit einem eigenen Mietwagen oder mit einer geführten Bustour bereisen. Wir waren mit dem Mietwagen unterwegs und können das nur empfehlen.
Am sinnvollsten ist es, einen Mietwagen in einer der großen Städte wie Calgary, Edmonton oder auch Vancouver zu mieten und von dort dann in die Nationalpark zu fahren.
Unser Tipp: Für die Suche nach dem besten Preis für einen Mietwagen, empfehlen wir den Mietwagen-Vergleichsrechner von billiger-mietwagen.de.
Das Fahren in Kanada ist sehr angenehm, man sollte sich aber an die für deutsche Verhältnisse recht niedrigen Geschwindigkeitslimits halten. Hier wird teils scharf kontrolliert und es ist teuer.
Von bzw. nach Banff geht es in drei Richtungen. Im Osten liegt die Millionenstadt Calgary, die man in knapp zwei Stunden erreicht. Anstatt den Highway zu nehmen, empfehlen wir, den Bow Valley Trail zu fahren. Das dauert zwar eine halbe Stunde länger, ist aber landschaftlich wesentlich reizvoller. Ein lohnenswerter Stopp ist außerdem das Örtchen Canmore auf halbem Weg zwischen Banff und Calgary.
In Richtung Westen geht es weiter in die Nationalparks im Bundesstaat British Columbia. Direkte Straßen führen entweder in den Yoho Nationalpark und in den Kootenay Nationalpark.
Richtung Norden führt der Icefield Parkway dann in den Jasper Nationalpark. Wir sind auf unserem Roadtrip von Edmonton über Calgary gekommen und weiter nach Jasper gefahren.
Eintritt für den Banff Nationalparks
Für den Banff Nationalpark wird eine Eintrittsgebühr fällig. Bei der Einfahrt mit dem Auto kannst du den Pass ganz einfach vor Ort kaufen oder du buchst ihn vorher online auf der Webseite der kanadischen Nationalparks.
Ein Tagespass kostet pro Person 11 CAD. Für die meisten Reisenden lohnt sich aber der Jahrespass für alle kanadischen Nationalparks für 75 CAD. Wer länger als 6 Tage in den verschiedenen Nationalparks unterwegs ist, fährt mit diesem Angebot besser.
Unterkünfte im Banff Nationalpark
Da immer mehr Menschen nach Banff kommen, werden in den Hauptreisezeiten die Hotelzimmer schon mal knapp, weshalb sich frühzeitiges Buchen lohnt.
Wo übernachten im Banff Nationalpark?
Die meisten Besucher übernachten im Ort Banff. Hier gibt es eine große Auswahl an Hotels und eine Vielzahl an Restaurants und Geschäften. Als Ausgangspunkt für Touren ist der Ort auf jeden Fall eine gute Wahl.
Allerdings sind es von hier bis zum Lake Louise oder zum Moraine Lake eine gute Stunde Fahrzeit. Da man die beiden Seen am besten am frühen Morgen besucht, ist es keine schlechte Idee, auch direkt dort zu übernachten.
Wir haben auf unserer Tour 4 Nächte direkt in Banff gewohnt, würden aber das nächste Mal wahrscheinlich 2 Nächte in Banff und 2 Nächte weiter nördlich rund um den Lake Louise übernachten.
Hotels in Banff
Hotels nahe Lake Louise
Orientierung
Bevor wir uns den einzelnen Sehenswürdigkeiten im Banff Nationalpark widmen, wollen wir dir ein bisschen Orientierung mit auf den Weg geben.
Der Banff Nationalpark erstreckt sich von Nord nach Süd auf mehr als 200 Kilometern Länge. Im Südosten des Nationalparks liegt der Ort Banff, in dem sich auch die meisten Unterkünfte befinden.
Fast alle wichtigen Sehenswürdigkeiten im Nationalpark befinden sich nördlich von Banff oder in direkter Umgebung des Ortes.
Etwa 60 Kilometer nördlich von Banff liegt der berühmte Lake Louise, in dessen Umgebung sich noch einige andere Highlights befinden. Banff und Lake Louise sind durch den Trans-Canada Highway verbunden.
Nördlich des Lake Louise beginnt der Icefield Parkway, eine der schönsten Fernstraßen der Welt, die den Banff Nationalpark mit dem Jasper Nationalpark verbindet.
Sehenswürdigkeiten im Banff Nationalpark
Lake Minnewanka Loop
Der Minnewanka Loop ist ein 24 Kilometer langer Rundweg, der direkt am nordöstlichen Ortsende von Banff beginnt. Wenn du den Minnewanka Loop mit dem Mietwagen befährst, solltest du etwa drei Stunden einplanen (inklusive Stopps, aber ohne Bootsfahrt oder Wanderungen).
Namensgebend für den Rundweg ist der Lake Minnewanka, der größte See in den kanadischen Rocky Mountains. Von der Kulisse her gibt es definitiv schönere Seen im Banff Nationalpark, aber trotzdem lohnt sich ein Abstecher zum Lake Minnewanka.
Für schlappe 60 CAD (40 Euro) kann man auf dem Lake Minnewanka eine einstündige Bootstour unternehmen. Für den Preis lohnt sich das aber unserer Meinung nach eher nicht.
Besser gefallen hat uns der Two Jack Lake, ein südlicher Ausläufer des Lake Minnewanka, der sich vor allem auch zum Picknicken super eignet. Noch weiter südlich auf einer kleinen Ausfallstraße des Minnewanka Loop befindet sich der ebenfalls sehr hübsche Johnson Lake, in dem man im Sommer auch super baden kann.
Vermilion Lakes

Die Vermilion Lakes sind eine Kette zahlreicher kleiner Seen westlich von Banff. Rund um die Seen kannst du Wanderungen unternehmen oder auf einem der Seen eine Runde mit dem Kanu drehen.
Sulphur Mountain und Banff Gondola

Etwa 5 Kilometer südlich von Banff befindet sich die Talstation der Banff Gondola.
Die Seilbahn fährt in knapp acht Minuten auf den 2.300 Meter hohen Sulphur Mountain und überwindet dabei 700 Höhenmeter.
Die Fahrt kostet 62 CAD (ca. 40 Euro) und ist somit ein ziemlich teures Vergnügen. Vom Gipfel hat man eine schöne Aussicht auf Banff und die umliegenden Gipfel.
Nur für die Aussicht ist die Fahrt mit der Gondel unserer Meinung nach aber deutlich zu teuer.
Wer noch nie in Österreich oder der Schweiz mit einer Seilbahn gefahren ist, wird sicher seinen Spaß haben. Wer sowas schon kennt, kann sich das Geld sparen.
Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, zu Fuß auf den Sulphur Mountain zu wandern. Der Wanderweg ist gut ausgebaut und man braucht etwa 2 Stunden um die 700 Höhenmeter zu überwinden.
Banff Upper Hot Springs
Direkt neben der Station der Banff Gondola befinden sich die Banff Upper Hot Springs. Überall in den kanadischen Rocky Mountains gibt es natürliche heiße Quellen und einige von ihnen können zum Baden besucht werden.
Die Banff Upper Hot Springs sind von der Ortschaft Banff aus die nächst gelegene Option. Am besten geht man abends dorthin, wenn sich die meisten Touristen zum Abendessen in ihre Hotels zurückgezogen haben.
Weitere Möglichkeiten in den Hot Springs zu baden, gibt es südwestlich von Banff in den Radium Hot Springs, sowie im Jasper Nationalpark in den Miette Hotsprings.
Alle Infos zu den Thermalbädern und den Öffnungszeiten findest du auf der Webseite der Candian Rockies Hotsprings.
Bow Valley Parkway
Der schnellste Weg von Banff nach Lake Louise führt über den Trans-Canada Highway. Die deutlich schönere Strecke ist allerdings der Bow Valley Parkway, der etwa 10 Kilometer hinter Banff beginnt und bis nach Lake Louise führt.
Die Fahrt auf dem Bow Valley Parkway dauert etwas länger als auf dem Highway. Es lohnt sich aber definitiv, diese Route zu nehmen.
In den Morgen- und Abendstunden soll man hier auch sehr gute Chancen haben, Bären zu sehen. Wir hatten aber leider kein Glück. Trotzdem lohnt sich die Fahrt auf dem Bow Valley Parkway absolut, denn die Landschaft links und rechts der Strecke ist einfach atemberaubend.
Johnston Canyon
Direkt am Bow Valley Parkway liegt der Johnston Canyon. Der Johnston Canyon ist eine Schlucht, in der sich mehrere Wasserfälle befinden. Ein leicht zu begehender Wanderweg führt durch die Schlucht und nach etwa einem Kilometer erreicht man die Lower Falls.
Etwa 1,5 Kilometer weiter befinden sich die Upper Falls. Das Highlight der Tour ist unserer Meinung nach aber nicht der große Wasserfall am Ende des Wegs, sondern eine versteckte Höhle, die sich etwa 150 Meter vor dem großen Wasserfall befindet.
Wer von den Upper Falls noch weitere 3 Kilometer geht, kommt zu den sogenannten Ink Pots. Die Ink Pots sind grünliche Tümpel, in denen Blasen an die Oberfläche steigen. Wir sind selbst allerdings nur bis zu den Upper Falls gelaufen.
Wenn du den Johnston Canyon besuchen willst, geh auf jeden Fall gleich früh morgens hin. Du musst zwar nicht zum Sonnenaufgang da sein, aber ab 9:00 – 10:00 Uhr wird es vor allem auf dem Weg zu den Lower Falls sehr voll.
Wir waren genau rechtzeitig da und haben uns den Weg nur mit ein paar anderen Besuchern geteilt. Auf dem Rückweg waren die Wanderwege aber schon komplett überfüllt mit uns entgegenkommenden Touristen und wir waren sehr froh, dass wir so früh da waren.
Pack außerdem etwas Wasser ein und ein Gang auf die Toilette am Parkplatz ist auch keine schlechte Idee. Unterwegs gibt es nämlich nichts mehr.
Pilot Pond

Ein verstecktes Kleinod am Rande des Bow Valley Parkway ist der Pilot Pond. Wir haben den See auch nur durch Zufall entdeckt, als wir auf einem der vielen Parkplätze am Straßenrand hielten und dort ein kleines Schild gesehen haben.
In etwa fünf Minuten geht es über einen relativ steilen Weg nach unten, an dessen Ende sich plötzlich ein einsamer Bergsee zeigt. Hier waren wir wirklich komplett alleine. Keine Busse, keine Reisegruppen, keine anderen Menschen – das haben wir so an keinem anderen Ort im Banff Nationalpark erlebt!
Der Aufstieg ist dann zwar etwas beschwerlich, aber es lohnt sich.
Foto-Tipp für den Pilot Pond: Wenn du Fotos vom See machen möchtest, solltest du vormittags oder zum Sonnenuntergang hier hinkommen. Am Nachmittag hatten wir sehr starkes Gegenlicht, das uns das Fotografieren ein wenig erschwert hat.
Lake Louise

Der Lake Louise ist die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit im Banff Nationalpark. Der Gletschersee liegt vor einer traumhaften Kulisse und ist einen Ausflug auf jeden Fall wert. Der schönste See in Banff ist es unserer Meinung nach aber nicht.
Am schönsten ist der Lake Louise am frühen Morgen rund um den Sonnenaufgang. Zu dieser Zeit ist es meist noch windstill, sodass sich im Wasser schöne Spiegelungen der umliegenden Berge zeigen. Durch Wind und Boote ist der See später am Tag sehr unruhig.
Ganz früh am Morgen ist es außerdem noch nicht so voll. Obwohl sich schon eine Menge Fotografen um diese Zeit um den See versammeln, ist es kein Vergleich zu den späteren Stunden, wenn sich Hunderte Touristen rund um den See versammeln.
Obwohl es eine Menge Parkplätze am See gibt, sind diese am Tag oft überfüllt, sodass kostenlose Shuttle-Busse von einem sogenannten Overflow-Parkplatz am Highway zum See fahren. Noch ein Grund mehr, früh aufzustehen.
Die Fahrt von Banff bis zum Lake Louise dauert eine knappe Stunde. Wer näher dran sein möchte, kann auch direkt am See übernachten. Im Château Lake Louise wohnst du in einem eleganten Schlosshotel direkt am See. Die Preise für Zimmer mit Seeblick sind allerdings nicht gerade günstig.
Moraine Lake und die Consolation Lakes

Unser absoluter Lieblingssee im Banff Nationalpark ist der Moraine Lake, der sich nur wenige Kilometer vom Lake Louise entfernt befindet.
Der Moraine Lake liegt absolut malerisch im Valley of the Ten Peaks. Das Tal bekam seinen Namen, weil es von insgesamt zehn Gipfeln umgeben ist, die dem See ein malerisches Panorama verleihen.
Die schlechte Nachricht für alle Langschläfer: Auch den Moraine Lake solltest du unbedingt zum Sonnenaufgang besuchen. Es ist dann meist noch windstill und mit etwas Glück hat der See dann auch die malerische türkise Färbung wie bei unserem Besuch.
Die Straße zum Moraine Lake ist nur von Juni (manchmal auch schon Ende Mai) bis Anfang Oktober geöffnet, direkt nach dem kanadischen Thanksgiving Wochenende am 2. Montag im Oktober. Bei unserem Besuch war es der 9. Oktober. Wir haben es glücklicherweise noch am vorletzten Tag geschafft.
Du darfst aber nicht direkt am See parken, sondern musst mit einem Shuttle vom Lake Louise oder Banff aus hinfahren. An beiden Punkten gibt es mehrere Haltestellen. Du kannst mit den Shuttles auch den Moraine Lake mit dem Lake Louise verbinden. Auf der Tourismus-Seite von Banff und Lake Louise findest du die verschiedenen Shuttle-Services und ihre Haltstellen.
Vom Lake Moraine aus führt außerdem ein Wanderweg zu den Consolation Lakes. Die Tour dauert hin und zurück etwa zwei Stunden und ist landschaftlich sehr reizvoll.
Icefields Parkway
In Lake Louise beginnt der Icefields Parkway und führt auf 280 Kilometern Länge bis in den Japser Nationalpark. Die Strecke gilt als eine der schönsten der Welt und bietet so viele Sehenswürdigkeiten, dass wir darüber einen ausführlichen Artikel geschrieben haben: Icefields Parkway Sehenswürdigkeiten.
Sehenswürdigkeiten im Yoho Nationalpark
Westlich vom Lake Louise befindet sich der Yoho Nationalpark. Obwohl die Sehenswürdigkeiten dort nicht mehr zum Banff Nationalpark gehören und der Nationalpark schon im benachbarten Bundesstaat British Columbia liegt, wollen wir dir diese Orte nicht vorenthalten.
Vom Lake Louise ist es weniger als eine Stunde Fahrt zu den drei Sehenswürdigkeiten und der Abstecher lohnt sich definitiv.
Spiral Tunnels

Entlang des Trans-Canada Highways zwischen Lake Louise und dem Örtchen Field liegt der Aussichtspunkt zu den Spiral Tunnels.
Was sich dahinter verbirgt, ist gar nicht so einfach in Worte zu fassen.
Die Spiral Tunnels sind Eisenbahntunnel, die Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet wurden.
Da die Steigung in dem Gebiet extrem hoch ist, wurden in den Berg spiralförmig verlaufende Tunnel gebohrt, sodass die Züge wie auf Serpentinen fahren und die Steigung geringer ist.
Die Strecke wird von kilometerlangen Güterzügen befahren (Wir haben noch nie so lange Züge gesehen!) und vom Aussichtspunkt, kannst du das Schauspiel live bewundern.
Der Zug fährt durch zwei Tunnel und durch die Länge kannst du den Zug an drei Stellen gleichzeitig sehen. Während der vordere Teil schon aus dem zweiten Tunnel herausfährt, befindet sich der mittlere Teil zwischen den Tunneln und der hintere Teil war noch in keinem der Tunnel.
Es lohnt sich, auf dem Parkplatz kurz zu stoppen und nach einem Zug Ausschau zu halten. Ewig warten muss man aber auch nicht, denn so spektakulär ist es dann doch wieder nicht.
Natural Bridge

Im Laufe der Jahrtausende hat sich der Kicking Horse River seinen Weg durch eine Gesteinsschicht gebahnt, sodass dadurch eine natürliche Brücke entstanden ist.
Das ganze sieht sehr imposant aus und vor allem der obere Bereich bietet die Möglichkeit für tolle Fotos.
Emerald Lake
Nur wenige Fahrminuten hinter der Natural Bridge befindet sich der Emerald Lake, der als schönster See im Yoho Nationalpark gilt.
Rund um den See führt ein Wanderweg und auch hier bieten sich viele Optionen für schöne Fotos. Wie bei den meisten Seen ist es auch hier am frühen Morgen am besten. Von Banff aus ist es aber dann doch ein bisschen zu weit, um hier zum Sonnenaufgang herzukommen.
Unsere Route für den Banff Nationalpark
Für drei Tage empfehlen wir folgende Route, ausgehend immer von einer Unterkunft in Banff:
Tag 1: Lake Louise, Bow Valley Parkway, Johnston Canyon, Pilot Pond & Hot Springs
Etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang geht es über den Trans-Canada Highway zum Lake Louise. Nach der Besichtigung des Sees solltest du unbedingt im Trailhead Café frühstücken (siehe unsere Restaurant-Tipps weiter unten).
Anschließend geht es über den Bow Valley Parkway zurück in Richtung Banff. Der erste Stopp auf dem Weg ist der Johnston Canyon. Für den Weg zu den Upper Falls und zurück solltest du etwa 2 bis 3 Stunden einplanen.
Nach der Tour durch den Canyon noch ein kurzer Stopp am Pilot Pond und dann geht es zurück nach Banff. Den Tag kannst du super in den Hot Springs ausklingen lassen.
Tag 2: Lake Moraine, Consolation Lakes, Yoho Nationalpark, Bow Valley Parkway
Auch am zweiten Tag geht es früh aus den Federn. Durch die Zeitumstellung fällt das frühe Aufstehen in Kanada zum Glück nicht so schwer. Wieder geht es auf dem Trans-Canada Highway in Richtung Norden.
Das Ziel ist aber dieses Mal der traumhafte Lake Moraine. Es bietet sich an, direkt im Anschluss von dort noch eine zweistündige Rundwanderung zu den Consolation Lakes zu machen.
Im Anschluss geht es weiter in Richtung Westen zu den Sehenswürdigkeiten im Yoho Nationalpark: Spiral Tunnels, Natural Bridge und Emerald Lake.
Auf dem Rückweg empfehlen wir, wieder den schönen Bow Valley Parkway zu fahren und mit etwas Glück ein paar Bären zu erspähen.
Tag 3: Minnewanka Loop, Banff Gondola, Vermilion Lakes
Am dritten Tag darf dann etwas länger geschlafen werden, denn an diesem Tag sind die Sehenswürdigkeiten rund um Banff dran. In den Morgenstunden geht es zum Lake Minnewanka und den benachbarten Seen des Minnewanka Loops.
Im Anschluss geht es dann nach Lust und Laune entweder zur Banff Gondola oder zu den Vermilion Lakes und schon ist auch der dritte Tag vorbei.
Natürlich ist diese Route durch den Banff Nationalpark nur eine Empfehlung. Von den Entfernungen her ist die Route aber definitiv auf eine minimale Fahrzeit optimiert.
Restaurants im Banff Nationalpark
Wie schon erwähnt gibt es in Banff eine riesige Anzahl an Restaurants mit kanadischer und internationaler Küche.
Einige von ihnen haben wir ausprobiert und können sie empfehlen:
Trailhead Café – Das Trailhead Café ist ein ganz kleiner Imbiss mit etwa 10 Sitzplätzen direkt am Parkplatz des Besucherzentrums von Lake Louise gelegen. Hier waren wir nach unseren morgendlichen Fotoausflügen immer frühstücken und es war absolut lecker. Sehr zu empfehlen ist „The Cure“, ein Wrap gefüllt mit Ei, Käse, Bacon, Schinken, Würstchen und Gemüse. Großartig und sättigend und im Vergleich zum kanadischen Hotelfrühstück eine Wohltat.
Chili’s Grill & Bar – Chili’s ist eine nordamerikanische Restaurantkette, die Tex-Mex-Food anbietet. Das Restaurant gehörte zu unserem Hotel. Das Essen ist lecker, die Portionen sehr groß und die Preise in Ordnung.
Pacini – Pacini ist ebenfalls eine Kette und bietet Pizza und Pasta direkt an der Hauptstraße in Banff. Es kommt natürlich nicht an eine echte italienische Pizza ran, für amerikanische Verhältnisse ist die Pizza aber wirklich gut. Jenny hatte Pasta, die war leider nicht so gut.
Sushi Bistro – Das Sushi Bistro ist ein kleiner, unscheinbarer Laden in der Caribou Street, einer Querstraße der Hauptstraße Banff Avenue. Hier gibt es durchaus gutes Sushi zu günstigen Preisen.
Reiseführer für Banff
Es gibt zwei empfehlenswerte Reiseführer für Banff und die angrenzenden Nationalparks.
Der englischsprachige Calgary ist die beste Wahl für eine Reise durch die Nationalparks.
Die beste deutschsprachige Wahl ist der Reiseführer Nationalparkroute Kanada: Die legendäre Route durch Alberta und BC von Helga und Arnold Walter, der vor allem durch seine Routentipps überzeugt.
Wer den kompletten Westen Kanadas bereist, für den ist der Reise Know-How Kanada Westen die richtige Wahl. Der 2017 aktualisierte Führer bietet auf mehr als 600 Seite alle Infos für den perfekten Roadtrip.
Offenlegung: Wir wurden auf unserer Reise nach Kanada von Travel Alberta unterstützt. Travel Alberta hat unsere Flüge, einen Teil unserer Hotels, sowie unseren Mietwagen bezahlt. Unsere Meinung ist natürlich wie immer unsere eigene.





