Berlin: Echte Insidertipps einer Einheimischen

Wer kennt sich in einer Stadt wie Berlin am besten aus? Genau, jemand der dort aufgewachsen ist. Für unsere Heimatliebe-Serie haben wir unsere Mitarbeiterin Sarah interviewt und nach ihren Tipps für die Stadt aller Städte befragt - das ist natürlich Berlin. Sagt sie und wir sehen das ganz genauso.

Berlin mag nicht jeder, zu Berlin hat auch jeder immer eine Meinung. Und genau das ist schon ein Teil dessen, was die Stadt so besonders macht: Sie polarisiert.

Und weil Berlin unfassbar groß und vielfältig ist, haben wir unsere Mitarbeiterin Sarah interviewt und sie zu ihren ganz persönlichen Insidertipps für Berlin befragt.

Vielleicht kann Sie uns Berlin von einer Seite zeigen, die wir so noch nicht erlebt haben? Wir werden sehen.

Auf jeden Fall bekommst du eine Menge Tipps von einer echten Insiderin für deinen Besuch in Berlin – tolle Restaurants und Cafés, außergewöhnliche Unterkünfte und viele praktische Tipps, die dir für deinen Trip nach Berlin helfen werden.

Praktische Tipps für deinen Urlaub in Berlin

Bevor wir mit Sarahs Insidertipps für Berlin loslegen, möchten wir dir noch ein paar praktische Infos für deinen Städtetrip nach Berlin geben.

Wo liegt Berlin in Deutschland?

Wo liegt Berlin?Berlin liegt im Nordosten Deutschlands, eingerahmt von Brandenburg. Südwestlich von Berlin liegt Potsdam, was auf jeden Fall auch einen Besuch wert ist.

Die nächsten Großstädte, Leipzig und Dresden, liegen ungefähr 200 Kilometer von Berlin entfernt.

Aber auch ein Tagesausflug an die Ostsee lohnt sich, wenn man schon mal in Berlin ist. Bei guter Verkehrslage ist man in weniger als 3 Autostunden auf der Ostseeinsel Usedom.

Unsere Lieblingshotels in Berlin

Du bist noch auf der Suche nach einem Hotel in Berlin? In den folgenden beiden Artikeln findest du unsere besten Hoteltipps für Berlin:

Wo übernachten in Berlin? Die besten Stadtteile und unsere Hoteltipps
11 besondere Boutique-Hotels in Berlin

Keine Lust, das alles zu lesen? Dann haben wir in der folgenden Tabelle unsere absoluten Lieblingshotels für dich zusammengestellt:

Interview mit einer Einheimischen: Die besten Insidertipps für Berlin

#1 Wer bist du und wieso bist du die Richtige, um uns Insider-Tipps für Berlin zu geben?

Ich bin Sarah. Waschechte Berlinerin und zugegeben auch ein bisschen stolz darauf. Nach meinem Tourismusstudium und vielen Jahren im Stadtmarketing von visitBerlin bin ich jetzt Teil des wundervollen 22places-Teams und da auch sehr stolz drauf. Und glücklich. Und das schreibe ich freiwillig, wirklich.

Sarah auf Korfu
Unsere Berlin-Expertin Sarah fühlt sich am wohlsten wo Berge und Meer zusammenfinden.

Meine Freizeit verbringe ich gerne mit meiner Familie außerhalb unserer eigenen vier Wände. Mit unserem Camper sind wir gerne in Brandenburg, Deutschland, Skandinavien oder einfach ganz Europa unterwegs – je nachdem was das Wochenende oder der Jahresurlaub so hergibt. Hauptsache draußen. Vielleicht ist die Flucht “ins Grüne” das entsprechende Kontrastprogramm zum wuseligen, lauten und turbulenten Stadtleben in Berlin.

Und wieso ich nun Expertin für Berlin bin? Bin ich nicht. Es ist schwierig sich für eine Stadt wie Berlin als “Expertin” zu schimpfen. Dafür ist Berlin zu komplex und vielseitig. Aber, ich gebe mein bestes, euch ein Bild von “meinem” Berlin zu zeichnen.

Achtung, es folgt ein unvermeidlicher Lobgesang auf meine Heimatstadt, denn – ich liebe Berlin. Ich liebe es, dass in Berlin nichts beständig ist und sich die Stadt immer wieder aufs Neue von einer anderen Seite zeigt, sich neu erfindet.

Ich mag es, das Berlin so unperfekt und nie fertig ist. Den rauen Ton und die positiv verrückten Menschen. Die Liste kann ich beliebig fortführen.

#2 Wenn du Berlin in drei Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Nur drei Worte? Ok, wenn ich mich entscheiden muss: Ehrlich. Eigen. Unbeständig.

Darf ich ausnahmsweise doch noch mehr Worte nutzen? Bitte?

Bunt. Tolerant. Flippig. Liebenswert. Bizarr. Aufregend. Kämpferisch. Lebendig. Freiheitsliebend. Rau. Wandelbar. Kurzweilig. Exzentrisch. Verrückt. Laut. Schön.

Sonnenuntergang Oberbaumbrücke Berlin
Die Oberbaumbrücke bietet ein besonders schönen Blick auf den Sonnenuntergang über der Spree.

#3 Warum sollte jeder unbedingt einmal nach Berlin reisen?

Berlin muss man einfach einmal im Leben gesehen und erlebt haben. Genauer gesagt sogar mehrfach, denn ein Aufenthalt reicht nicht aus, um sich über Berlin ein richtiges Bild machen zu können.

Es ist immer im Wandel und wird nie langweilig. Das ist Fluch und Segen und Teil der DNA der Stadt. Wer Beständigkeit sucht, der wird in Berlin nicht glücklich. Wer Wandel, Freiheit und Abwechslung sucht, der ist hier richtig.

Diese Unbeständigkeit führt dazu, dass das Lieblingsrestaurant vielleicht morgen schon wieder weiter gezogen ist. Doch eins ist Berlin auch: Überraschend. Am nächsten Tag hat vielleicht schon ein neuer Lieblingsladen aufgemacht, du weißt es nur noch nicht.

Berlin Panorama mit Fernsehturm
Der Blick von oben auf das Berlin Panorama mit dem Fernsehturm ist besonders schön.

#4 Was gibt es in Berlin, was es nirgends sonst gibt?

Puh, die vielen Museen? Die unzähligen innerstädtischen Parks und Freiflächen? Oder die schlecht gelauntesten Busfahrer:innen auf dem Planeten?

Ich finde, dass man in Berlin, wie in keiner anderen Stadt, ihre bewegte Vergangenheit hautnah spüren kann. Und wie noch immer zusammenwächst, was schon immer zusammengehört hat. Das ist es, was Berlin einzigartig macht – und das hat Auswirkungen auf so vieles, was wir heutzutage an Berlin lieben. Die Kultur, die Menschen, die Architektur, die Mentalität und vieles mehr. Überzeugt?

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Berlin

#5 Welche Sehenswürdigkeiten in Berlin muss man unbedingt gesehen haben?

Es gibt natürlich unzählig viele Sehenswürdigkeiten, die man sich in Berlin anschauen kann, aber hier zwei konkrete Tipps von mir:

Olympiastadion Berlin:

Für mich als großer Sportfan gehört das Berliner Olympiastadion auf jeden Fall dazu. Die Architektur ist so imposant und was hat das Olympiastadion nicht schon alles erlebt? Auch hier ist sie wieder spürbar, die bewegte Geschichte Berlins. Es gibt Touren, bei denen man sogar unter oder gar auf das Dach des Olympiastadions klettern kann – unfassbarer Ausblick und nichts für schwache Nerven.

Humboldt Forum im Berliner Schloss

Und wer es etwas moderner mag, der sollte sich das Humboldt Forum im neuen Berliner Schloss anschauen. Das imposante Stadtschloss auf der Spreeinsel steht in direkter Nachbarschaft zur Museuminsel, dem Berliner Dom und Lustgarten und lässt sich also wunderbar mit einem Besuch von Berlins historischer Mitte verbinden.

Die Fassade des neuen Stadtschlosses wurde an drei Gebäudeseiten originalgetreu dem alten barocken Berliner Schloss nachempfunden. Die Fassade an der Spree-Seite hingegen ist modern interpretiert, genauso wie das Innenleben des Stadtschlosses, dem Humboldt Forum.

Zugegeben, es ist etwas verwirrend – was ist jetzt nochmal was? Kurz gefasst: Das Berliner Stadtschloss beschreibt die Fassade des Gebäudes, das Humboldt Forum füllt das Bauwerk mit Leben – in Form von Ausstellungen, Museen und Veranstaltungen.

Olympiastadion Berlin
Bei einer Führung durch das Berliner Olympiastadion kann man einen Blick hinter die Kulissen des geschichtsträchtigen Stadions werfen.

#6 Was kann man in Berlin machen, wenn es regnet?

Ich bin eigentlich nicht so der Museumsgänger, aber in dem Fall kann ich wirklich den Besuch in einem der vielen Museen empfehlen. Zum Beispiel das Technikmuseum, was überraschend spannend daherkommt – auch für jemanden, der nicht technik-affin ist.

Oder das Museum für Kommunikation, was dich von der Erfindung des Buchdrucks über die Anfänge der Telekommunikation bis hin zur Smartphone-Welt auf eine Reise durch mehr als 2000 Jahre Kommunikationsgeschichte mitnimmt. Sehr zu empfehlen auch für Familien mit Kindern.

Wenn es etwas mit mehr Adrenalin und Spaß sein soll, dann auf jeden Fall das Berlin Dungeon. Ich will nicht zu viel verraten, deshalb einfach vorbeischauen!

Mein Tipp: Beim Berlin Dungeon muss man oft mit einer Warteschlange rechnen. Wenn ihr nicht anstehen wollt, dann sichert euch vorher ein Online-Ticket.

Eintritt ins Berlin Dungeon ohne anstehen

Und wenn du schon mal in Berlin bist und das Wetter nicht mitspielt, dann buche dir ein Ticket für eine Show im Friedrichstadt-Palast. Das ist immer wieder schön und ein Highlight, wenn du abends etwas besonderes erleben willst.

Ticket für den Friedrichstadt-Palast buchen

#7 Was kann man mit Kindern in Berlin machen?

Also in Berlin ist für jedes Alter was dabei: Zoo und Tierpark für die jüngeren Kids, Schwarzlichtminigolf und Waldhochseilgarten Jungfernheide für die Abenteurer und Deutsches Spionagemuseum oder Computerspielemuseum für die “coolen” Kids.

Aber auch ein Ausflug ins FEZ in der Wuhlheide, das Legoland Discovery Centre oder die Gärten der Welt mit einer Fahrt in Berlins einziger Seilbahn sorgt für Abwechslung bei groß und klein.

Wenn die Kinder sich mal richtig austoben sollen, dann empfehle ich euch das Jump House. Eine Stunde hüpfen macht jedes Kind müde, versprochen.

Wenn das Wetter mitspielt und die Reisekasse nicht viel hergibt, dann fahrt in den Volkspark Rehberge im Wedding und schaut euch im Wildgehege Wildschweine, Schafe und Fasane an. Hier kann man wirklich entspannen und hat viel Platz zum toben.

Waldhochseilgarten Jungfernheide
Für die Mutigen und Schwindelfreien: Kletterspaß im Waldhochseilgarten Jungfernheide.

#8 Wenn du einmal den Drang verspürst, aus der Stadt hinauszufahren, wo fährst du hin?

Ich setze mich aufs Rennrad und fahre den Berlin-Kopenhagen-Radweg, der an der Havel entlang bis in die Uckermark (und weiter nach Dänemark) führt. Nach wenigen Kilometern auf dem Rad fühle ich mich wie im Urlaub. Bis nach Kopenhagen habe ich es aber noch nicht geschafft, hihi.

Wenn wir mit dem Auto unterwegs sind, dann zieht es uns oft raus in die Gegend rund um Kremmen. Hier gibt es einiges, was sich für einen Ausflug lohnt: Frühstück bei unserer Lieblingsbäckerei Plentz in Schwante, Draisine fahren in Kremmen, Baden im Ruppiner See oder Spazieren gehen im Dinopark Germendorf.

#9 Welchen Ort kannst du zum Durchatmen und einfach mal die Seele baumeln lassen empfehlen?

Meistens gehe ich einfach vor die Tür und bin direkt im Volkspark Rehberge und habe sofort nicht mehr das Gefühl, mitten in der Stadt zu sein.

Im Sommer gehe ich dann ein paar Meter weiter ins Strandbad Plötzensee, was sich nach einem Betreiberwechsel neu erfunden hat und mittlerweile sehr hip geworden ist, aber trotzdem nicht weniger entspannend.

Wenn es noch ruhiger sein soll, dann radel ich den Hohenzollernkanal entlang und suche mir ein kleines Plätzchen, nur für mich alleine.

Volkspark Rehberge im Wedding
Seele baumen lassen im Volkspark Rehberge im Wedding.
Strandbad Plötzensee
Das Strandbad Plötzensee bietet Badevergnügen mitten in der Stadt.

#10 Wo ist der schönste Aussichtspunkt in Berlin?

Eindeutig der Drachenberg in Charlottenburg. Von hier aus kann man weit über Berlin schauen.

In der einen Richtung blickt man direkt auf den Teufelsberg mit seiner ehemaligen Radarstation und in der anderen Richtung vom Funkturm über die ganze Stadt bis zum Fernsehturm. Ein sensationeller Ausblick und ein schönes Fotomotiv.

Vom Teufelsberg hast du auch einen schönen Blick auf die Stadt. Hier kommst du aber nur mit einer geführten Tour hin:

Hier gehts zur Tour auf den Teufelsberg 

#11 Ein Hobbyfotograf fragt dich nach coolen Orten zum Fotografieren in deiner Stadt, die er mithilfe eines Reiseführers niemals finden würde. Wo schickst du ihn hin?

Auf jeden Fall zum Park am Nordbahnhof: Mein Geheimtipp für den etwas anderen Blick auf den viel fotografierten Fernsehturm.

Im Schöneberger Südgelände hat sich, nach der Stilllegung des ehemaligen Rangierbahnhofs, die Natur die Stadt zurückerobert. Mir gefällt die Kombination aus verwilderter Umwelt und noch erhaltener Industriekultur, der Mix bietet zahlreiche Fotomotive.

Etwas zentraler gelegen: Die Fischerinsel in Mitte. Nicht weit entfernt habe ich früher gewohnt und bei vielen Spaziergängen immer wieder das hier ungewohnt maritim wirkende Berlin bewundert.

Schöneberger Südgelände Berlin
Im Natur-Park Schöneberger Südgelände in Tempelhof kann man besondere Fotomotive hinter jeder Ecke entdecken.

#12 Welches ist die verrückteste Aktivität, die man in deiner Stadt machen kann?

Definitiv das Base Flying vom Dach des Park Inn Hotels am Alexanderplatz. Ich hab es schon gemacht und es war einfach nur krass. Natürlich hab ich mir vorher ins Hemd gemacht, aber danach war ich super euphorisiert.

Wer es etwas langsamer mag, der kann im bzw. am Vienna House Andel´s Hotel in Lichtenberg die 50m hohe Hauswand senkrecht runterlaufen. Natürlich gesichert.

#13 Welches ist das beste Event des Jahres? Wofür lohnt es sich, nach Berlin zu kommen?

Für mich gibt es nicht dieses eine Event in Berlin – hier ist wirklich jeden Tag was los.

Aber da ich ein großer Weihnachts-Romantiker bin, empfehle ich einen Besuch zur Weihnachtszeit, wenn die ganze Stadt weihnachtlich beleuchtet ist.

In Berlin gibt es über 60 Weihnachtsmärkte und wirklich für jeden ist was dabei – ob der romantische Markt im Jagdschloss Grunewald, der Rummelmarkt am Alexanderplatz oder der Kunsthandwerksmarkt in Rixdorf.

Ich habe es noch immer nicht geschafft jeden einzelnen Weihnachtsmarkt zu besuchen, aber ich arbeite dran.

Wenn du noch mehr über Berlins zahlreiche Weihnachtsmärkte erfahren wollt, dann schau gerne hier vorbei:

Mehr Informationen über Berliner Weihnachtsmärkte

Weihnachtsmarkt am Roten Rathaus Berlin
Der Weihnachtsmarkt am Roten Rathaus ist vor allem wegen der Eisbahn um den Neptunbrunnen herum sehr beliebt.

Essen und Trinken in Berlin

#14 Gibt es ein Museum in Berlin, das man auf keinen Fall verpassen darf?

Mist, das hab ich ja jetzt schon in den vorherigen Fragen beantwortet.

Aber dann ergänze ich einfach noch eins: das DDR-Museum. Super spielerisch kann man hier in die Geschichte der einst geteilten Stadt Berlins eintauchen. Garantiert nicht langweilig. Oder kennst du den Unterschied von einer Ost- und Westschrippe?

Hier kannst du dein Ticket für das DDR Museum kaufen

Die Auswahl an Museen in Berlin ist riesig. Deshalb findest du hier noch mehr Infos über Museen und Galerien in Berlin:

Die besten Museen in Berlin für jeden Geschmack

#15 Durch welches Stadtviertel schlenderst du am liebsten und warum?

Haha, durch den Wedding natürlich – denn hier wohne ich. Aber nicht nur, weil ich hier wohne, sondern auch, weil ich die vielen Gesichter dieses Stadtteils so sehr mag.

Es ist laut, chaotisch und turbulent in der Gegend rund um die Müllerstraße, aber auch ruhig und entspannt im Afrikanischen Viertel und im Volkspark Rehberge.

Und sind wir mal ehrlich: Berliner:innen bleiben eh gerne in ihrem Kiez, das ist bei mir nicht anders.

#16 Welche kulinarische Spezialität muss man in Berlin unbedingt mal probiert haben?

Ganz klar, die Currywurst! Es gibt zwar einige, die von sich behaupten die Currywurst erfunden zu haben. Das diskutiere ich jetzt hier nicht aus. Eins ist aber klar: Die beste Currywurst, die gibt es nur in Berlin.

Welche am besten schmeckt, da gibt es auch viele Meinungen. Ich sehe das nicht so eng und habe einfach mehrere Favoriten in der Stadt verteilt: Neben den beiden Klassikern Konnopke´s Imbiss unter der Hochbahn der U2 und Curry36 am Mehringdamm, empfehle ich noch die Curry Baude am Gesundbrunnen-Center und Langes Imbiss in Reinickendorf am U-Bhf. Holzhauser Straße. Letzterer ist echt ein Geheimtipp für Berlin. Bisher haben sich hier nur selten Touristen hin verirrt.

#17 Welches sind deine drei Lieblingsrestaurants und was sollte man dort unbedingt probiert haben?

UMI Gendai No Kaishaku Restaurant
Das UMI ist ein hipper Asiate in der quirligen Müllerstraße. Mein Favorit auf der Karte ist die Sexy Crunchy Roll – so gut habe ich Sushi selten gegessen. Die Preise sind nicht günstig, aber die Qualität stimmt einfach und da zahle ich auch gerne dafür.

Valle dei Templi
„Valle“, unser absoluter Lieblingsitaliener. Die Einrichtung ist – mit Verlaub – geschmacklos und der Laden hat nur wenig Platz. Aber das Essen ist wirklich richtig richtig gut. Und die Preise auf der Karte sind nicht wie üblich Mitte-Standard sondern bezahlbar. Ein echter Kiez-Italiener, wo wir regelmäßig aufschlagen. Für die Pizza muss man viel Hunger mitbringen und die Pasta ist hausgemacht, super lecker. Manchmal ist der Chef etwas übellaunig, aber das passt ja zu Berlin, nicht wahr?

China-City
China-City klingt wie ein gewöhnlicher China-Imbiss, ist aber wirklich mit Abstand das beste China-Restaurant Berlins. Die Einrichtung ist nichts besonderes, die Lage direkt an der viel befahrenen Leipziger Straße auch nicht, aber die Küche hat es in sich. Es gibt nicht nur das klassische “eingedeutschte” China-Essen sondern auch ungewöhnliches, was es sonst nicht gibt. Die Dim-Sum sind unschlagbar und für die Mutigen gibt es auch tausendjähriges Ei auf der Karte. Schon mal probiert?

#18 Wo gibt es den besten Burger der Stadt?

Oh, das ist schwierig – ich habe schon viele gute Burger in Berlin gegessen.

Aber der Burgerladen, der bisher alles getoppt hat, ist definitiv das THE BIRD. Warum?

Weil gutes Fleisch hier der Star auf dem Teller ist. Nicht viel drumherum, was ablenkt. Einfach ein richtig großes, gut gebratenes Stück Burgerfleisch (aus regionaler Herkunft) und ein paar Beilagen, fertig ist purer Genuss für Fleischliebhaber.

Übrigens: Auch die Steaks sind sehr zu empfehlen. Wie so oft in Berlin, sollte man vorher reservieren.

#19 Wo gibt es das beste Eis der Stadt?

Auch so ein Streitthema in Berlin, jeder Bezirk hat mindestens einen Eisladen, der von sich behauptet, der beste Eisladen der Stadt zu sein. Deshalb bin ich auch parteiisch und sage, dass das Pingolino im Wedding das beste Eis der Stadt hat! Wenn nicht der ganzen Stadt, dann zumindest das beste im ganzen Wedding.

#20 Wo kann man am besten frühstücken?

Mein Herzens-Tipp ist das Café “Auf der Suche nach dem verlorenen Glück” am Leopoldplatz, im Wedding. Im “Glück” gibt es zwar nur eine kleine Frühstückskarte, aber liebevoll umgesetzt und das Team ist immer gut drauf. Hier fühlt man sich einfach willkommen.

Etwas weniger geheim, aber trotzdem ein echter Insider-Tipp, ist das Zimt & Zucker in der Potsdamer Straße. Hier scheint die Zeit in den 20er Jahren stehen geblieben zu sein, die Einrichtung ist wirklich gemütlich und erinnert an frühere Kaffeehäuser in Wien oder Prag. Und das Frühstück ist der Knaller.

Wer dann direkt mit dem Mittagessen weitermachen will, der kann ein paar Meter weiter in der Joseph-Roth-Diele halt machen. Auch hier scheint die Zeit still zu stehen, in dem urigen Restaurant wird man aber nicht nur kulinarisch sondern auch literarisch verwöhnt.

#21 Wo kann man am besten abends ausgehen?

Für mich: Kreuzberg. Ich habe lange in der Nähe vom Moritzplatz gewohnt und kenne die Gegend rund um die Oranienstraße sehr gut. Wenn man ausgehen will, dann ist man “Oranien-Kiez” richtig. Unbedingt Zeit für das SO 36 einplanen.

Ich muss aber noch einen heißen Tipp loswerden, wofür mich wohl einige belächeln werden.

Aber wer schon mal in der Hafenbar Berlin tanzen war, der weiß wovon ich rede. Berlins ältester “Kuschelclub” ist eine Legende im Berliner Nachtleben und hat nicht umsonst viele bekannte Clubs wie Bunker oder die Bar25 überlebt. Trotz der Vorbehalte, die (Schlager-)Partys in der Hafenbar muss man mal erlebt haben.

Oranienstraße Berlin
Auf der Oranienstraße in Kreuzberg ist immer was los.
Hafenbar Berlin
Die Hafenbar Berlin ist Berlins ältester Club und eine feste Größe im Berliner Nachtleben. (© Hafenbar Berlin)

Übernachten in Berlin

Ausblick aus dem 25hours Hotel Berlin
25hours Hotel in Berlin. Aus den Zimmern hat man einen tollen Blick auf den Zoologischen Garten.

#22 Welches Hotel empfiehlst du Besuchern in Berlin?

Oh, es gibt so viele tolle Hotels in Berlin.

Wenn jemand zum ersten Mal in Berlin ist, dann würde ich wohl das 25hours am Zoologischen Garten, super zentral in der City West am Ku´damm gelegen, empfehlen.

Nicht nur, weil es an Coolness nicht zu übertreffen ist, sondern weil man im NENI, dem Restaurant des 25hours, mega gut essen und in der Monkey Bar einen Absacker mit Blick auf Affe, Elefant und Co. genießen kann.

Was sind deine ganz persönlichen Geheimtipps für Berlin? Wir freuen uns auf deinen Kommentar.