Kurz und knackig

  • Carmel-by-the-Sea und Monterey gehören zu den schönsten Küstenorten am Highway 1 in Kalifornien und bieten tolle Highlights wie den 17-Mile Drive und beeindruckende Küstenlandschaften.
  • Wir waren selbst auf unserer Kalifornien-Rundreise hier unterwegs und teilen in diesem Artikel unsere persönlichen Erfahrungen und praktische Tipps für deinen Besuch.
  • Außerdem zeigen wir dir die besten Hotels und Campingplätze in und rund um Carmel-by-the-Sea und Monterey und verraten, wie du deinen Aufenthalt am besten planst.

Wie viele Tage brauchst du für Carmel-by-the-Sea & Monterey?

Wir empfehlen dir, 2 Tage für Carmel-by-the-Sea und Monterey einzuplanen. So kannst du beide Orte ganz entspannt erkunden und hast genügend Zeit für die schönsten Highlights.

Am besten machst du es so:

  • Tag 1: Carmel-by-the-Sea entdecken und anschließend den 17-Mile Drive entlangfahren.
  • Tag 2: Das Monterey Bay Aquarium, die Cannery Row und den Fisherman’s Wharf besuchen. Wenn du gerne wanderst, solltest du außerdem noch das Point Lobos State Natural Reserve einplanen.

Du hast nur einen Tag Zeit? Dann würden wir uns auf Carmel-by-the-Sea und den 17-Mile Drive konzentrieren. Für uns ist das ganz klar das Highlight der Region.

Küste bei Carmel
Carmel liegt direkt an der Küste

Anfahrt & praktische Informationen

Carmel-by-the-Sea und Monterey liegen direkt an der kalifornischen Pazifikküste und sind nur etwa zehn Minuten voneinander entfernt. Deshalb lassen sich beide Orte perfekt miteinander kombinieren.

Die wichtigsten Entfernungen auf einen Blick:

  • Von San Francisco: etwa 2 Stunden (ca. 190 Kilometer)
  • Von Big Sur: etwa 30 Minuten
  • Von San Simeon: etwa 2,5 Stunden
  • Von Los Angeles: rund 5 Stunden

Die schönste Anreise führt natürlich über den Highway 1 (Pacific Coast Highway). Allein die Strecke entlang der Küste ist schon ein echtes Highlight. Falls der Highway 1 gesperrt sein sollte oder du einfach schneller vorankommen möchtest, kannst du alternativ über den Highway 101 fahren.

Parken in Carmel-by-the-Sea

Das Parken in Carmel-by-the-Sea ist erfreulich unkompliziert. Die meisten Parkplätze entlang der Straßen sind kostenlos. Gerade an Wochenenden oder in den Sommermonaten sind sie allerdings schnell belegt.

Unser Tipp: Komm möglichst früh. Wir waren gegen 7:30 Uhr im Ort und haben problemlos einen Parkplatz am Straßenrand gefunden. Als wir später durch die Stadt gelaufen sind, waren Parkplätze deutlich knapper.

Mit dem Camper unterwegs?

Mit einem größeren Wohnmobil wird das Parken in Carmel-by-the-Sea schnell zur Herausforderung. Viele Straßen sind eng und die Stellplätze relativ klein.

Wir empfehlen dir deshalb, den Camper außerhalb des Zentrums stehen zu lassen und Carmel bequem zu Fuß zu erkunden. Alternativ kannst du dir auch ein Fahrrad leihen und damit sowohl den Ort als auch den 17-Mile Drive erkunden.

Tag 1: Carmel-by-the-Sea & 17-Mile Drive

Am ersten Tag erkundest du Carmel-by-the-Sea und fährst anschließend den 17-Mile Drive. Beide Highlights liegen nebeneinander und lassen sich perfekt miteinander verbinden. Plane dafür einen ganzen Tag ein.

Carmel-by-the-Sea: Das Märchendorf

Carmel-by-the-Sea gehört für uns zu den schönsten Orten an der kalifornischen Küste. Das kleine Städtchen wirkt mit seinen verwinkelten Gassen, blumengeschmückten Häuschen und kleinen Boutiquen fast wie aus einem Märchenbuch.

Das Schönste ist eigentlich, einfach ohne Plan durch den Ort zu schlendern. Hinter jeder Ecke warten kleine Cafés, Galerien oder hübsche Geschäfte. Außerdem liegt nur 10 Minuten vom Zentrum der Carmel Beach, ein super schöner, weißer Sandstrand.

Funfact: In Carmel-by-the-Sea gibt es bis heute kaum Hausnummern. Stattdessen werden Adressen über Straßenecken oder markante Gebäude beschrieben. Das macht den Ort noch ein Stück charmanter. Übrigens war Schauspieler Clint Eastwood hier sogar einmal Bürgermeister.

Unsere Top-Tipps für Carmel-by-the-Sea:

  1. Früh kommen lohnt sich. Wir waren schon gegen 7:30 Uhr dort und haben noch problemlos einen kostenlosen Parkplatz am Straßenrand gefunden.
  2. Donnerstags ist Farmers‘ Market. Zwischen 10 und 14 Uhr gibt es auf der Sixth Avenue regionale Produkte, frisches Brot, Blumen und viele kleine Leckereien.
  3. Frühstückstipp: Das The Little Swiss Café hat uns richtig gut gefallen. Die Portionen hier sind riesig. Du solltest also hungrig sein.

17-Mile Drive

Direkt hinter Carmel beginnt eines unserer absoluten Highlights in Kalifornien: der 17-Mile Drive. Die rund 27 Kilometer lange Panoramastraße führt vorbei an spektakulären Steilküsten, einsamen Buchten, berühmten Golfplätzen und luxuriösen Villen.

Das solltest du wissen:

  • Länge: ca. 27 Kilometer
  • Maut: 12,50 US-Dollar pro Fahrzeug
  • Fahrzeit: mindestens 2 Stunden
  • Einfahrten: Wir empfehlen das Carmel Gate oder Pacific Grove Gate
  • Motorräder sind nicht erlaubt

Die Highlights am 17-Mile Drive:

  • Lone Cypress (das berühmteste Fotomotiv der Strecke)
  • Bird Rock (Seelöwen und Seevögel beobachten)
  • Pebble Beach Golf Links (einer der bekanntesten Golfplätze der Welt)
  • Ghost Tree (vom Wind geformte Zypresse)
  • Shepherd’s Knoll (Aussicht auf die Monterey Bay)

Starte deine Fahrt über den 17-Mile Drive möglichst früh. Die Straße öffnet zum Sonnenaufgang und ist morgens noch angenehm leer. Wir waren sogar ein paar Minuten vorher da und konnten direkt losfahren.

Lass dich außerdem nicht von Nebel abschrecken. Bei unserem Besuch war es ziemlich grau, trotzdem hatte die Küste eine richtig besondere Stimmung.

Tipp für Camper: Wenn du nicht mit deinem Camper fahren möchtest, kannst du dir auch ganz entspannt ein Fahrrad in Monterey oder Carmel-by-the-Sea leihen.

Zum Fahrradverleih für den 17-Mile Drive

Tag 2: Monterey

Am zweiten Tag geht es nach Monterey, dem größeren Nachbarort von Carmel-by-the-Sea. Hier erwarten dich das berühmte Monterey Bay Aquarium, die historische Cannery Row und der Fisherman’s Wharf.

Wenn du außerdem gerne wanderst, solltest du auch das Point Lobos State Natural Reserve besuchen. Dafür planen viele sogar einen ganzen Tag ein. In dem Fall kannst du aus zweite Tagen also auch drei Tage machen.

Monterey Bay Aquarium

Fische in einem großen Aquarium
Das Aquarium in Monterey ist sehr beliebt

Das Monterey Bay Aquarium gilt als eines der bekanntesten Aquarien der USA und wird von vielen als die Hauptattraktion in Monterey angesehen.

Wir selbst haben uns allerdings bewusst gegen einen Besuch entschieden. Generell unterstützen wir auf unseren Reisen Zoos und Aquarien eher nicht und beobachten Tiere stattdessen lieber in ihrer natürlichen Umgebung.

Wenn du das Aquarium trotzdem besuchen möchtest, erwarten dich unter anderem ein riesiger Kelp Forest, verspielte Seeotter, Haie, Quallen und viele weitere Meeresbewohner.

Cannery Row

Möwen an einem Hafenpier
Cannery Row ist schön für einen Spaziergang

Direkt neben dem Aquarium liegt die Cannery Row. Früher war sie das Zentrum der amerikanischen Sardinenfischerei, heute findest du hier Restaurants, Weinbars und kleine Geschäfte.

Für uns ist die Cannery Row kein Highlight, für das sich allein ein Besuch lohnt. Wenn du sowieso im Aquarium warst oder durch Monterey schlenderst, kannst du die Straße aber wunderbar mitnehmen und mit etwas Glück kannst du an den Docks Seelöwen sehen.

Fisherman’s Wharf

Bunte Häuser am Meer
Die Häuser am Fisherman’s Wharf sehen richtig hübsch aus

Der Fisherman’s Wharf liegt nur wenige Gehminuten von der Cannery Row entfernt und ist ebenfalls schnell erkundet. Dich erwarten Fischrestaurants, Souvenirläden und ein schöner Blick über die Monterey Bay.

Unser persönliches Highlight waren die Seelöwen und Pelikane, die sich direkt unter dem Pier tummeln. Sieht man schließlich nicht alle Tage.

Extra-Tipp: GoCar-Tour

Wenn du Lust auf ein bisschen Extra-Spaß hast, dann kannst du eine GoCar-Tour durch Monterey machen und dir so in zwei Stunden die Gegend und Sehenswürdigkeiten anschauen.

Zur GoCar-Tour durch Monterey

Point Lobos State Natural Reserve

Nur etwa 15 Minuten südlich von Monterey liegt das Point Lobos State Natural Reserve. Das Naturschutzgebiet wird oft als „Kronjuwel des kalifornischen Staatsparksystems“ bezeichnet und das können wir gut nachvollziehen.

Dich erwarten steile Klippen, türkisblaues Wasser, kleine Buchten und wunderschöne Wanderwege direkt an der Küste. Mit etwas Glück entdeckst du unterwegs sogar Seelöwen, Seeotter oder (je nach Jahreszeit) Wale.

Wenn du gerne wanderst oder fotografierst, kannst du hier problemlos einen halben oder sogar einen ganzen Tag verbringen.

Das solltest du wissen:

  • Öffnungszeiten: täglich von 8 bis 17 Uhr
  • Parkgebühr: 10 US-Dollar pro Fahrzeug
  • Zeit: 3 bis 4 Stunden, für Wanderungen auch länger

Unser Tipp: Komm so früh wie möglich. Die Parkplätze im Park sind begrenzt. Wenn du mit dem Camper unterwegs bist, empfehlen wir dir, außerhalb am Highway 1 zu parken. Camper über 6,40 Meter dürfen nicht im Park parken.

Wo übernachten in Carmel & Monterey?

Carmel-by-the-Sea und Monterey liegen nur wenige Minuten voneinander entfernt und beide Orte haben unterschiedliche Vorteile: Carmel ist klein, charmant und eher ruhig, während Monterey etwas größer ist und mehr Auswahl an Unterkünften bietet.

Da die Distanzen so kurz sind, kannst du deine Unterkunft ganz flexibel wählen.

Campingplätze in Carmel & Monterey

Für Camper gibt es direkt in Carmel und Monterey nur wenige Möglichkeiten. Dafür findest du in der Umgebung aber ein paar richtig gute Plätze in schöner Lage.

Unsere Empfehlungen:

  1. Pfeiffer Big Sur State Park Campground: einer der schönsten Campingplätze entlang des Highway 1. Hier haben wir selbst übernachtet. Mitten in der Natur und perfekt als Ausgangspunkt für Carmel und die Küste.
  2. Monterey Veterans Memorial Park: Gute Alternative direkt in Monterey. Der Platz liegt ruhig zwischen Bäumen etwas oberhalb der Stadt.

Hotels in Carmel & Monterey

Wenn du nicht mit dem Camper unterwegs bist, findest du in Carmel-by-the-Sea und Monterey eine gute Auswahl an Hotels und Boutique-Unterkünften.

Besonders in Monterey gibt es viele Hotels in Laufweite zu Cannery Row und dem Fisherman’s Wharf. Carmel ist dagegen kleiner, ruhiger und oft etwas exklusiver.

Häufige Fragen zu Carmel & Monterey

Lohnt sich Carmel-by-the-Sea?

Ja, absolut. Carmel-by-the-Sea gehört zu den charmantesten Orten in Kalifornien. Der kleine Küstenort ist perfekt zum Schlendern, hat viele kleine Boutiquen, Cafés und einen wunderschönen Strand. Vor allem im Vergleich zu anderen Orten entlang des Highway 1 ist Carmel sehr besonders und atmosphärischer.

Wann ist die beste Reisezeit für Carmel und Monterey?

Die beste Reisezeit ist von Mai bis Oktober. In diesen Monaten ist das Wetter meist stabil und die Sicht auf die Küste klarer.

Im Sommer kann es allerdings auch neblig werden. Das gehört an der kalifornischen Küste aber oft einfach dazu.

Wir selbst waren im Mai hier und fanden es perfekt.

Brauchst du ein Auto für Carmel und Monterey?

Ja, ein Auto ist sehr empfehlenswert. Die Region lässt sich perfekt als Roadtrip entlang des Highway 1 erkunden. Zwischen Carmel, Monterey und Point Lobos liegen zwar nur kurze Distanzen, aber ohne Auto bist du deutlich eingeschränkt.

Die Orte an sich kannst du aber am besten zu Fuß erkunden.