Unsere Reisetipps für die Costa Brava

Die Costa Brava ist eine der beliebtesten Urlaubsregionen in Spanien. Und jeder, der die Gegend kennt, weiß wieso.

Hier findest du alles, was zu einem klassischen Sommerurlaub dazu gehört: Türkisblaue Buchten, trubelige Küstenstädtchen mit weißen Häuschen und engen Gassen, super leckeren Restaurants, tolle Aussichtspunkte – und südländisches Lebensflair!

Hinzu kommt, dass du aus Deutschland in nur wenigen Flugstunden schon in der Sonne bist. Es spricht also wirklich alles für eine Reise an die Costa Brava!

Egal ob du deinen Ausgangspunkt fest in Barcelona hast, oder eine klassische Rundfahrt mit dem Mietwagen machen möchtest: Auf dieser Seite findest du alle wichtigen Tipps für deine Reise an die Costa Brava.

Springe direkt zu den Costa Brava Reisetipps

Jenny und Basti von 22places

Hey! Wir sind Jenny & Basti

Wir sind die Gründer von 22places, dem 22places Online-Fotokurs und dem kameraliebe Online-Shop. 22places ist dein Anlaufpunkt für hilfreiche Reisetipps und leicht verständliche Fototipps – unabhängig und vor allem: immer ehrlich. Erfahre mehr über uns!

Wo ist die Costa Brava und was gehört dazu?

Die Costa Brava ist keine feste Region, sondern eine eher inoffizielle Bezeichnung der nördlichen Küste Kataloniens.

Sie ist circa 220 Kilometer lang und grenzt im Süden an der Provinz von Barcelona und im Norden an der Staatsgrenze zu Frankreich. In Frankreich nennt man die Fortsetzung der Küste Côte Vermeille.

Wörtlich übersetzt bedeutet Costa Brava so etwas wie ʺwilde Küsteʺ. Das kommt daher, dass das Ufer hier sehr felsig ist und aus vielen kleinen Buchten besteht.

Wie weit sich die Costa Brava ins Inland erstreckt, ist schwierig zu sagen. Das hängt ein bisschen davon ab, wie viel Hinterland du mit zur Küste zählst. Viele rechnen wirklich nur die Dörfer, die direkt am Ufer liegen, mit ein. Ich persönlich denke, man kann die Autobahn, die in ca. 20 Kilometer Abstand parallel zur Küste verläuft, als eine gute Trennungslinie nehmen.

Was kannst du an der Costa Brava machen?

An der Costa Brava kannst du eigentlich alles machen, sowohl Aktivurlaub mit viel Natur als auch ein kulturelles Sightseeing-Programm. Schwimmen, tauchen, Kajak fahren, windsurfen, Boote mieten, SUP, wandern, Radtouren machen, alte Burgen und Klöster entdecken, durch mittelalterliche kleine Dörfer spazieren, auf Berge klettern, Dalís bizarre Landschaften erkunden und vor allem: einfach unglaublich gut essen!

Besonders für Familien mit Kindern gibt es extrem viele Möglichkeiten, einen tollen Urlaub zu verbringen, von dem alle etwas haben. Mein Tipp für Kinder wäre zum Beispiel auf eine Piraten-Schatzsuche in Cadaqués zu gehen, im August bei der Weinlese zu helfen und eigenen Most zu pressen oder auf einem der Biobauernhöfe Lämmchen und Kühe zu füttern.

Wann ist die beste Reisezeit für die Costa Brava?

Der Sommer ist sicher die Zeit, die die meisten Leute anlockt. Genau darum würde ich von einem Besuch im Sommer eher abraten! Dann triffst du hier auf volle Strände und jede Menge Touristen. Die restliche Zeit des Jahres ist es wesentlich ruhiger!

Im Frühling kannst du die ersten Sonnenstrahlen an der Küste genießen. Im Baix Empordà blühen dann die Bäume der Obstplantagen – die perfekte Zeit für Radtouren. Dann ist es auch noch nicht zu warm, tagsüber aktiv zu sein. Das Wasser ist allerdings noch frisch.

Im Herbst ist das Wasser noch schön warm, weil die Sonne das Meer im Sommer ja erwärmt hat. Und im Herbst ist natürlich auch Erntezeit. Mit Glück kannst du bei der Weinlese dabei sein oder das neue, frische Olivenöl probieren. Zum Fotografieren ist das Licht im Herbst der Hammer. Die Farben sind dann einfach megaschön!

Im Winter kann es kalt werden. Normalerweise “schläft“ die Costa Brava ungefähr von Weihnachten bis Ende Februar. Wenn du es gern ruhig magst, dann ist der Winter die perfekte Zeit für lange Strandspaziergänge im Sonnenschein oder um die Dörfer mal ganz ohne andere Touristen zu entdecken.

Anreise an die Costa Brava

Wenn du direkt aus Deutschland kommst, nimmst du natürlich den Flieger, aber wenn du schon in Spanien oder Frankreich bist, bieten sich mehr Alternativen.

Mit dem Flugzeug

Wenn du mit dem Flugzeug kommst, kannst du entweder bis Barcelona oder Girona fliegen. Von dort aus geht es am besten mit dem Mietwagen weiter. Es gibt auch Bahn- und Busverbindungen, aber leider nicht so viele. Da musst du schon genau wissen, wo du hinwillst und solltest vorher die Abfahrtszeiten raussuchen.

Wir buchen unsere Flüge übrigens immer über Skyscanner, wo du bequem unterschiedliche Flüge miteinander vergleichen kannst. So kannst du schnell den besten Flug und den besten Ankunftsflughafen für dich herausfinden.

Mit dem Zug

Wenn du mit der Bahn kommst, fährst du bis Figueres oder Girona. Beide Orte haben AVE-Bahnhöfe, das heißt, du kannst von Frankreich aus mit dem AVE durchfahren. Früher musste man wegen der unterschiedlichen Gleisbreite immer in Portbou umsteigen, aber das ist heute nicht mehr so. Von den Bahnhöfen aus kannst du mit den regionalen Busunternehmen die meisten Küstenorte erreichen. Besser ist allerdings, einen Mietwagen zu leihen, weil du damit einfach flexibler bist.

Mit dem Auto

Wenn du mit dem Auto kommst, wirst du vermutlich auf der Autobahn bei La Jonquera die Grenze passieren. Eine schöne Alternative ist die Küstenstraße über Portbou. Allerdings solltest du dafür kein allzu großes Auto haben (also vielleicht nicht unbedingt mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil reisen) und dir viel Zeit nehmen. Der Weg ist nämlich sehr kurvig und sehr viel länger, dafür aber einfach schön!

Reiseführer für die Costa Brava

Der schönste Reiseführer für die Costa Brava ist natürlich das Reisehandbuch aus dem Reisedepeschen Verlag. Die Tipps darin sind von mir und die liebevolle Gestaltung stammt von den Reisedepeschen. Darin findest du meine ganz persönlichen Lieblingsorte, Adressen lokaler Produzenten von Käse, Wein oder Öl, die du besuchen kannst, und auch ein paar nette Wanderrouten.
Zum Reiseführer

Für alle Naturliebhaber ist der Reise- und Wanderführer ʺCôte Vermeille und Costa Bravaʺ von Uli Frings interessant. Da findest Du sehr gute, detaillierte Wanderrouten diesseits und jenseits der Pyrenäen.
Zum Reiseführer

Ein tolles Buch, das ich auch noch empfehlen kann, ist die ʺGebrauchsanweisung für Katalonienʺ aus dem Piper Verlag vom Autor Michael Ebmeyer.
Zum Reiseführer

Essen und Trinken an der Costa Brava

Unbedingt alles probieren! Das Essen ist wirklich gut in Katalonien. Solange du nicht mitten im Sommer in die billigen Restaurants direkt am Strand gehst, wirst du eigentlich überall gut essen können. Die traditionelle Küche enthält viel Gemüse und das Beste aus den Bergen und dem Meer. Typische Gerichte heißen oft Mar i Terra oder Mar i Muntanya, da sowohl Fleisch als auch Fisch drin ist.

Und natürlich ist der Reis wichtig. In Pals liegt ein traditionelles Reisanbaugebiet – dort solltest du unbedingt ʺArrosʺ probieren. Diese katalanische Spezialität ist zwar ähnlich wie die berühmte Paella, die aus Valencia kommt, aber es gibt doch ein paar Unterschiede. Arros ist vor allen Dingen flüssiger, mehr wie ein Eintopf, und wird in bestimmten Töpfen serviert, während Paella normalerweise in der Pfanne auf den Tisch kommt.

Ganz einfach ist das pa amb tomaquet – ein Tomatenbrot. Dazu reibt man eine bestimmte Art Tomate auf das Weißbrot, bis nur noch die dünne Schale übrigbleibt. Dann kommen frisches Öl und Salz darauf. Schmeckt super lecker und gehört einfach immer dazu.

Besonders stolz sind die Katalanen auf ihre Crema catalana. Diese Art Pudding ist der Crème brûlée recht ähnlich. Aber die Franzosen kochen ihre Creme mit Sahne und Vanille, die Katalanen nehmen Milch und Zitrone oder Orange.

Fortbewegung an der Costa Brava

Das öffentliche Verkehrsnetz ist an der Costa Brava leider nicht optimal ausgebaut. Die Bahnlinie verläuft im Hinterland und verbindet Barcelona mit Girona und Figueres. Erst in Llança trifft die Bahn wieder auf die Küste. Ortschaften direkt am Meer erreichst du meist nur mit dem Bus.

Infos zu den wichtigsten Busverbindungen findest du auf der Webseite Sagales oder hier auf SARFA (Webseite auf Spanisch). Generell kann man von Girona aus sehr gut an die Küste gelangen.

Von einem Küstenort zum nächsten zu fahren, kann allerdings manchmal schwierig sein. Am besten ist es, vor Ort vorher zu gucken, wohin du fahren willst und wann die Busse abfahren.

Alternativ starten aus Barcelona auch geführte Tagestouren entlang der Costa Brava. Das sind die interessantesten:

Tagestour durch die Costa Brava mit deutschem Guide
Geführte Tagestour zu den verborgenen Stränden der Costa Brava (Englisch)
Tagestour zum Schnorcheln und Kajakfahren in der Costa Brava (Englisch)

Mein Tipp: Nimm dir vorsichtshalber einen Mietwagen. Die sind in ganz Spanien ziemlich günstig.

Sprache und Verständigung an der Costa Brava

In ganz Katalonien spricht man neben Spanisch vor allem auch Katalanisch. In den kleinen Dörfern der Costa Brava wirst du die Menschen sicher öfter Katalanisch sprechen hören als in Barcelona.

Während die große Metropole ein internationaler Tummelplatz vieler Kulturen und Sprachen ist, triffst du im Norden noch viele Einheimische. In den Sommermonaten kommen allerdings viele Südspanier und auch Lateinamerikaner zum Arbeiten an die Küste.

In der Hochsaison ist die Costa Brava also auch international. Nahe der französischen Grenze, in Orten wie Roses oder Cadaqués zum Beispiel, kommst du prima mit Französisch zurecht. Englisch spricht man hier zwar auch, ist aber für deutsche Ohren nicht immer leicht zu verstehen.

Wenn du nicht in der Hauptreisezeit herkommst und echte Einheimische triffst, sammelst du mit einem freundlichen ʺbon diaʺ (also ʺguten Tagʺ auf Katalanisch) garantiert Pluspunkte.

Gibt man an der Costa Brava Trinkgeld?

Spanier und Katalanen geben selten Trinkgeld und wenn, dann eher wenig. Weil man aber weiß, dass Touristen eher geneigt sind, einem Kellner auch etwas Tip zu geben, sind Ausländer meist sehr gern gesehene Gäste.

Bei den niedrigen Gehältern und den harten langen Arbeitstagen freut sich jeder über ein kleines Dankeschön. Besonders während der Hochsaison arbeiten viele Kellner oder Hotelangestellte mehr oder weniger den Sommer durch und haben nur selten einen freien Tag.