Kurz und knackig
- Ein Urlaub in der Elternzeit ist für viele Familien die perfekte Gelegenheit, länger zu reisen und bewusst Zeit miteinander zu verbringen.
- Eine Elternzeitreise ist für uns kein klassischer Urlaub und auch keine Bucketlist-Reise, sondern eher ein Leben an einem anderen Ort – nur mit mehr Sonne und weniger Terminen.
- Wir zeigen euch die besten Reiseziele mit Baby für eure Elternzeitreise – von Deutschland über Europa bis zur Fernreise.
- Ganz am Ende des Artikels findest du unsere FAQ, in denen wir alle deine Fragen zum Thema Elternzeit beantworten.
Unsere Erfahrungen
Wir haben mit beiden unseren Kindern eine längere Elternzeitreise gemacht. Mit unserem ersten Kind waren wir 3 Monate in Australien unterwegs und mit zwei Kindern dann 3 Monate in Südafrika.
Unsere Kinder waren beim Abflug jeweils 10 Monate alt, bei unserer zweiten Elternzeitreise war unser Großer 3 Jahre alt.
Die Flüge waren beide Male hart – vor allem beim ersten Mal mit Kleinkind. Wenn du dich darauf vorbereiten möchtest, helfen dir unsere Tipps fürs Fliegen mit Kleinkindern. Die ersten Tage nach der Ankunft haben wir uns bei beiden Reisen ungefähr 7 Tage Ankommenszeit gegönnt.
Für diesen Zeitraum haben wir immer ein nettes Hotel gebucht und erst mal viel geschlafen, viel gegessen, uns an das Reiseziel gewöhnt und Pläne für die nächsten Wochen gemacht.
Auch in unserem Team gibt es ganz unterschiedliche Elternzeitreisen: von Kopenhagen und Österreich bis hin zu Roadtrips, wie z. B. durch Frankreich und Spanien.
Wir teilen hier unsere Erfahrungen, zeigen dir unsere bereisten Reiseziele und die Ziele, die bei auf unserer Wunschliste für die Elternzeitreise standen.
Reiseziele in Europa
Reiseziele in Europa sind für viele Familien der perfekte Einstieg in den Urlaub während der Elternzeit. Die Anreise ist kurz, es gibt keinen Jetlag und ihr seid schnell wieder zu Hause, wenn etwas sein sollte. Trotzdem habt ihr in Europa unglaublich viele schöne Optionen für eine entspannte Elternzeitreise mit Baby.
Deutschland
Wir kennen einige Familien, die ihre Reisezeit dazu genutzt haben, einen Roadtrip durch Deutschland zu machen. Gerade wer kein großes Budget zum Reisen hat, kann so trotzdem auf den Geschmack einer gemeinsamen Elternzeitreise kommen.
Vielleicht habt ihr sogar ein eigenes Auto, einen Campervan oder ein Wohnmobil, oder ihr fahrt mit Bus und Bahn.
Ihr könnt daraus einen Freunde- und Verwandtschafts-Roadtrip machen, und ab und zu hat vielleicht auch jemand ein Gästezimmer, das ihr bewohnen dürft.
Fakten
- Beste Reisezeit: Frühling bis Herbst
- Flugzeit: entfällt
- Jetlag: keiner
- Kostenlevel: gering bis mittel
- Infrastruktur: sehr gut
- Medizinische Versorgung: sehr gut
Vorteile
- super entspannt für den Einstieg
- keine lange Anreise
- sehr gute medizinische Versorgung
- perfekt für Slow Travel
Nachteile
- Wetter nicht immer verlässlich
- weniger „Reisegefühl“
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Österreich
Viele Familien nutzen ihre Elternzeit für eine ruhige Zeit in den Bergen oder an einem See in Österreich.
Das Land ist perfekt, wenn ihr viel draußen sein wollt, gerne spazieren geht und einfach mal runterkommen möchtet. Besonders mit Baby fühlt sich Österreich oft sehr entspannt und unkompliziert an.
Unserer Teammitglied Julie war für ihre Elternzeitreise in Österreich unterwegs, genauer gesagt in Innsbruck und im Deferregental und kann euch einen Urlaub mit Baby in Österreich nur sehr empfehlen. Sie hatten nicht nur ein Baby, sondern auch einen Hund im Schlepptau.
Fakten
- Beste Reisezeit: Frühling bis Herbst
- Flugzeit: kurz
- Jetlag: keiner
- Kostenlevel: mittel bis hoch
- Infrastruktur: sehr gut
- Medizinische Versorgung: sehr gut
Vorteile
- sehr ruhig und entspannt
- viel Natur
- sehr gute Infrastruktur
Nachteile
- teilweise teuer
- Auto oft nötig
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Frankreich

Frankreich ist super vielseitig für eine Elternzeitreise – egal ob Atlantikküste, Provence oder Bretagne. Viele Familien bleiben länger an einem Ort und machen von dort Ausflüge, was perfekt zum entspannten Rhythmus mit Baby passt.
Wenn wir unsere Elternzeit in Frankreich verbracht hätten, hätten wir auch auf jeden Fall eine längere Zeit Paris mit Kindern gemacht.
Wenn ihr möchtet, könnt ihr Frankreich auch super mit Spanien kombinieren und daraus eine längere Route machen.
Fakten
- Beste Reisezeit: Frühling bis Herbst
- Flugzeit: kurz bis mittel
- Jetlag: keiner
- Kostenlevel: mittel
- Infrastruktur: gut
- Medizinische Versorgung: gut
Vorteile
- sehr kinderfreundlich
- viel Auswahl
- perfekt für Slow Travel
Nachteile
- im Sommer voll
- Auto nötig
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Spanien

Spanien ist eines der beliebtesten Ziele für die Elternzeit – vor allem wegen des Wetters und der entspannten Atmosphäre.
Viele Familien bleiben mehrere Wochen an einem Ort und genießen einfach den Alltag zwischen Strand, Spaziergängen und Cafés. Besonders im Winter ist Spanien für viele die perfekte Wahl.
Denn gerade im Süden des Landes, z. B. in der Region Andalusien ist das Wetter im Winter gar nicht so schlecht, dafür sind die Preise in den Wintermonaten aber wesentlich geringer als im Sommer.
Natürlich darfst du die Kanarischen Inseln auch nicht vergessen.
Fuerteventura ist seit 2025 unsere Heimat und hier auf der Insel gibt es einige Familien, die ihre Elternzeitreise hier verbringen. Gerade, wenn man mit dem eigenen Camper anreist, sind die Lebenserhaltungskosten auf der Insel sehr gering, sogar noch geringer als auf dem Festland.
Fakten
- Beste Reisezeit: Frühling, Herbst, Winter
- Flugzeit: ca. 3 – 5 Stunden
- Jetlag: keiner
- Kostenlevel: mittel
- Infrastruktur: gut
- Medizinische Versorgung: gut
Vorteile
- viel Sonne – auch im Winter
- sehr familienfreundlich
- gute Mischung aus Stadt, Strand und Natur
Nachteile
- Sommer sehr heiß
- teilweise längere Fahrten
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Portugal

Portugal ist für viele ein richtig schönes erstes Ziel außerhalb Deutschlands.
Das Klima ist angenehm, die Menschen sind total kinderfreundlich und ihr könnt euch gut eine Base suchen und von dort Ausflüge machen.
Eure Reise könnte z. B. Porto starten und von dort aus könnt ihr weiter an der Küste in Richtung Süden fahren. Dann solltet ihr natürlich Cascais, Sintra und Lissabon erkunden, um dann weiter an die Algarve zu reisen.
Klingt nach einem guten Plan, wenn du uns fragst.
Viele kombinieren Portugal auch mit Spanien und machen daraus eine entspannte längere Reise.
Fakten
- Beste Reisezeit: Frühling und Herbst
- Flugzeit: ca. 3 Stunden
- Jetlag: keiner
- Kostenlevel: mittel
- Infrastruktur: gut
- Medizinische Versorgung: gut
Vorteile
- angenehmes Klima
- viele schöne Strände
- perfekt für Base + Ausflüge
Nachteile
- im Sommer sehr voll
- ohne Auto schwierig
Skandinavien
Viele Familien entscheiden sich in der Elternzeit für einen Roadtrip durch Skandinavien.
Die Länder Schweden und Dänemark sind die beliebtesten Rundreiseziele für eine Elternzeitreise. Die beiden Länder sind extrem kinderfreundlich, ruhig und perfekt, wenn ihr viel Zeit in der Natur verbringen wollt.
Besonders mit Camper oder Mietwagen lässt sich hier super entspannt reisen. Wenn ihr länger unterwegs seid, könnt ihr Skandinavien auch gut mit Großbritannien kombinieren.
Unser Teammitglied Natalie hat mit ihren beiden Kindern eine Rundreise durch Südschweden gemacht und war sehr begeistert.
Fakten
- Beste Reisezeit: Sommer
- Flugzeit: mittel
- Jetlag: keiner
- Kostenlevel: mittel bis hoch
- Infrastruktur: sehr gut
- Medizinische Versorgung: sehr gut
Vorteile
- extrem kinderfreundlich
- perfekt für Camper
- viel Natur
Nachteile
- teuer
- Wetter wechselhaft
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Fernreiseziele
Diese Ziele lohnen sich besonders, wenn ihr mehrere Monate unterwegs seid. Die Anreise ist lang und der Jetlag ist bei den meisten Fernreisezielen stärker, aber ihr habt unglaublich viel Zeit zum Ankommen.
Wenn ihr euch einen längeren Urlaub oder generell eine größere Reise wünscht, ist die Elternzeit oft die beste Gelegenheit dafür.
Südafrika
Vielleicht hört sich eine Elternzeitreise nach Südafrika für dich verrückt an, wir können dir aber aus eigener Erfahrung sagen: Es ist ganz und gar nicht verrückt.
Wir wussten vor unserer 3-monatigen Auszeit mit zwei Kindern nichts über Südafrika, da wir ohne Kind noch nie da waren.
Viele Familien, die schon ohne Kinder mal in Südafrika waren, entscheiden sich in der Elternzeit wieder das Land, weil es unglaublich abwechslungsreich ist und sich trotzdem gut bereisen lässt. Und tatsächlich ist Südafrika eines der Fernreiseziele, das sich mit Baby überraschend unkompliziert anfühlt.
Ihr könnt daraus wunderbar einen Roadtrip machen – zum Beispiel entlang der Garden Route.
Wir haben bestimmt 8 Wochen unserer Zeit in Kapstadt und auf der Kaphalbinsel verbracht, haben uns aber auch die Garden Route mit Kindern angeschaut, waren im Addo Nationalpark zum Elefanten gucken, in den Cape Winelands und sogar an der Westküste Südafrikas.
Wenn ihr euch auf die lange Anreise einlasst, werdet ihr mit einer unglaublich entspannten Reise belohnt.
Fakten
- Beste Reisezeit: europäischer Winter
- Flugzeit: ca. 11 Stunden
- Jetlag: kaum
- Kostenlevel: gering bis mittel
- Infrastruktur: gut
- Medizinische Versorgung: gut
Vorteile
- kaum Jetlag
- sehr abwechslungsreich
- perfekt für Roadtrip
Nachteile
- Sicherheit je nach Region Thema
- längere Fahrten
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Australien
Unsere erste Elternzeitreise mit Baby ging nach Australien.
Ja, der Flug war lang und anstrengend, aber die ersten Tage vor Ort mit Jetlag waren am anstrengendsten. Aber trotzdem war es die Anstrengung mehr als wert.
Die erste Woche waren wir ganz entspannt in Sydney verbracht, den Jetlag ausgeschlafen, uns orientiert und die nächsten Wochen geplant. Danach ging es nach Melbourne und nach Adelaide und von dort dann an die Westküste Australiens. Dort sind wir dann mehrere Wochen mit einem Campervan von Perth in Richtung Süden gefahren.
Wir können eine Elternzeitreise nach Australien wirklich nur jedem ans Herz legen. Es war so schön, dass wir am liebsten dort geblieben wären.
Australien ist perfekt, wenn ihr wirklich Zeit habt und euch eine große Reise wünscht. Viele Familien reisen hier mit Camper oder Mietwagen und bleiben länger an einzelnen Orten. Wenn ihr euch auf die lange Anreise einlasst, werdet ihr mit einer unglaublich entspannten Reise belohnt.
- Beste Reisezeit: europäischer Winter
- Flugzeit: sehr lang
- Jetlag: stark
- Kostenlevel: hoch
- Infrastruktur: sehr gut
- Medizinische Versorgung: sehr gut
Vorteile
- perfekt für Roadtrip mit Camper oder Wohnmobil
- sehr gute Infrastruktur
- sehr sicher
Nachteile
- sehr lange Anreise
- teuer
- starker Jetlag
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Neuseeland

Neuseeland ist ein Traumziel für eine ruhige Elternzeitreise mit viel Natur. Auch für uns stand Neuseeland ganz weit oben auf unserer Wunschliste. Wir haben uns am Ende für Australien und nicht gegen Neuseeland entschieden.
Wir kennen einige Familien, die für ihre Elternzeitreise durch Neuseeland gereist sind. Die meisten waren mit Camper unterwegs, aber es gab auch welche, die sich für eine Rundreise mit einem Mietwagen entschieden haben.
Du kannst dir so wunderbar viel Zeit zwischen den einzelnen Stopps lassen und so richtig in das Land eintauchen.
Wenn ihr euch die lange Anreise zutraut, lohnt es sich total.
Fakten
- Beste Reisezeit: europäischer Winter
- Flugzeit: sehr lang
- Jetlag: stark
- Kostenlevel: hoch
- Infrastruktur: sehr gut
- Medizinische Versorgung: sehr gut
Vorteile
- perfekt für Roadtrip
- sehr entspannt
- Natur pur
Nachteile
- sehr lange Anreise
- teuer
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Thailand

Thailand ist eines der klassischsten Fernreiseziele in der Elternzeit – und das nicht ohne Grund.
Viele Familien bleiben länger an einem Ort, genießen das warme Klima und den einfachen Alltag vor Ort. Gerade mit Baby fühlt sich vieles hier überraschend unkompliziert an.
Typische Reiseziele für einen längeren Urlaub mit Baby und kleinen Kindern sind die Städte Bangkok, Chiang Mai und Phuket und die Inseln Koh Samui, Koh Phangan und die Küstenregion Khao Lak.
Wenn du noch nie vorher in Südostasien unterwegs warst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du für deine Elternzeit nach Thailand reist, zwar geringer, aber davon abhalten lassen solltest du dich nicht. Und wenn du schon mal dort warst, sollte die Entscheidung einfach sein.
Wir wollten eigentlich nach unserer ersten Elternzeitreise in Australien noch für ein paar Wochen nach Thailand und Singapur, aber leider kam 2020 die weltweite Situation dazwischen.
Fakten
- Beste Reisezeit: Winter
- Flugzeit: ca. 11 Stunden
- Jetlag: ja
- Kostenlevel: niedrig bis mittel
- Infrastruktur: gut
- Medizinische Versorgung: gut
Vorteile
- sehr kinderfreundlich
- alles vor Ort verfügbar
- gute medizinische Versorgung auf größeren Inseln
Nachteile
- Jetlag
- Hitze und Luftfeuchtigkeit
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Warum sich eine Elternzeitreise lohnt
Ganz oft hören wir den Satz: „Das Leben mit Baby zu Hause ist schon so anstrengend, wir können uns nicht vorstellen, für eine längere Zeit mit dem Baby auf Reisen zu gehen.“
Wenn du uns fragst, ist diese Sorge absolut unbegründet.
Natürlich ist die Reiseplanung mit Kind, das Ausarbeiten einer Packliste für Babys oder Kleinkinder und die Anreise anstrengender als eine Reise ohne Kind, aber unterwegs ist es oft sogar entspannter als der Alltag zu Hause.
Und, ob ihr jetzt auf Elternzeitreise oder zu Hause nicht viel schlaft oder das Baby schreit, ist doch am Ende auch egal.
Warum sich eine längere Reise mit Baby lohnt:
- Intensive Familienzeit.
- Besondere Erinnerungen.
- Oft einfacher als später, wenn Schule und Termine dazukommen.
- Viele empfinden eine Elternzeitreise als einmalige Chance.
Was ist eigentlich eine Elternzeitreise?
Definition Elternzeitreise
Elternzeit bedeutet ganz einfach: Ihr nehmt euch eine Auszeit vom Job, um euch um euer Baby zu kümmern. In Deutschland könnt ihr das bis zu drei Jahre pro Kind machen – theoretisch also ziemlich lange.
Wichtig zu wissen: Während der Elternzeit bekommt ihr kein Gehalt vom Arbeitgeber. Stattdessen gibt es Elterngeld vom Staat. Das bekommt ihr in der Regel für 12 Monate. Wenn beide Elternteile Elternzeit nehmen und Elterngeld beziehen, kommen noch 2 Monate dazu – die sogenannten Partnermonate.
Genau diese Zeit nutzen viele Familien für eine längere Reise, weil man plötzlich die Möglichkeit hat, mehrere Wochen oder sogar Monate am Stück unterwegs zu sein.
Die meisten Familien reisen im ersten Lebensjahr des Kindes, weil viele Eltern ab dem 2. Lebensjahr des Kindes dann wieder beide arbeiten gehen.
Elternzeit vs. Elterngeld in Deutschland kurz erklärt
In Deutschland haben beide Elternteile Anspruch auf Elternzeit (bis zu drei Jahre pro Kind).
Elterngeld gibt es in der Regel für zwölf Monate.
Wenn beide Elternteile Elterngeld beziehen, verlängert sich der Anspruch um zwei zusätzliche Monate (Partnermonate).
Diese zwei Monate sind nicht automatisch für den Mann reserviert, werden aber in der Praxis häufig so genutzt.
Besonders beliebt sind zwei bis drei Monate gemeinsam unterwegs – oft rund um die Partnermonate.
Wie findet ihr das richtige Reiseziel für eure Elternzeit?
Wir hatten folgende Kriterien auf unserer Liste:
- Reisezeit & Klima
- Flugzeit & Jetlag
- Reiseart (Slow Travel, Roadtrip, Rundreise)
- Infrastruktur & medizinische Versorgung
- Euer Bauchgefühl
Wie wir unsere Reiseziele ausgewählt haben:
Für uns waren am Ende vor allem die Reisezeit, das Klima sowie die Infrastruktur und medizinische Versorgung ausschlaggebend.
Und ganz ehrlich: Unser Bauchgefühl schwankte lange zwischen „Wollen wir das wirklich?“ und „Klar schaffen wir das“.
Wir hatten uns irgendwann einfach in den Kopf gesetzt, dass für uns nur Fernreisen infrage kommen – und haben es durchgezogen. Im Nachhinein sind wir richtig froh darüber.
Unsere Message: Traut euch.
FAQ
Wie lange solltet ihr in der Elternzeit reisen?
Aus unserer Sicht lohnt sich eine längere Reise auf jeden Fall.
Wir waren selbst meist etwa drei Monate unterwegs und fanden das perfekt. Ihr habt genug Zeit, anzukommen, euren Rhythmus zu finden und müsst nicht jeden Tag etwas „abhaken“.
Natürlich gehen auch kürzere Reisen – aber gerade bei Fernreisen lohnt es sich, länger zu bleiben.
Welches Alter ist ideal für eine Elternzeitreise?
Grundsätzlich könnt ihr in jedem Alter mit Baby reisen.
In den ersten Monaten schlafen viele Babys noch viel und sind unterwegs oft sehr entspannt. Zwischen 6 und 12 Monaten werden sie neugieriger und aktiver.
Sobald Kinder laufen können, wird Reisen oft anstrengender, weil sie ständig unterwegs sein wollen.
Aus unserer Erfahrung ist das erste Lebensjahr die entspannteste Zeit für eine Elternzeitreise.
Fernreise oder lieber in Europa bleiben?
Das hängt vor allem davon ab, wie ihr euch fühlt.
Fernreisen bedeuten längere Flüge, Jetlag und ein anderes Klima – sind aber auch ein riesiges Erlebnis. Europa ist einfacher, näher und oft entspannter zu organisieren.
Wenn ihr euch unsicher seid, ist Europa ein super Einstieg in den Urlaub mit Baby.
Ist eine Elternzeitreise wirklich so entspannt, wie sie klingt?
Jein – sie ist anders entspannt, als viele erwarten.
Ihr reist langsamer, plant weniger Programmpunkte und passt euch spontaner an, weil euer Baby den Rhythmus vorgibt.
Pausen gehören ganz einfach dazu. Wenn ihr das vorher wisst und euch darauf einlasst, wird die Reise meist viel entspannter als gedacht.
Welche Art Elternzeitreise passt zu euch?
Das hängt stark davon ab, wie ihr reisen möchtet.
Beim Slow Travel bleibt ihr länger an einem Ort und habt dort schnell einen Alltag. Eine Base mit Ausflügen ist perfekt, wenn ihr es ruhig angehen wollt, aber trotzdem etwas sehen möchtet.
Ein Roadtrip kann richtig schön sein, wenn ihr flexibel seid – zum Beispiel mit Mietwagen, Camper oder Wohnmobil. Rundreisen sind abwechslungsreich, aber auch etwas anstrengender.
Muss man für eine Elternzeitreise unbedingt weit weg?
Nein, überhaupt nicht. Viele Familien reisen während der Elternzeit innerhalb Europas oder sogar im eigenen Land.
Wichtig ist nicht die Entfernung, sondern dass sich die Reise für euch gut und machbar anfühlt.
Ist eine Elternzeitreise teuer?
Das kommt sehr auf Ziel, Reiseart und Dauer an.
Eine Fernreise kann teurer sein, muss es aber nicht – vor allem, wenn ihr länger bleibt und langsam reist. Gleichzeitig kann auch eine Reise innerhalb Europas richtig günstig sein.
Am Ende hängt es weniger vom Ziel ab als davon, wie ihr reist.