Fuerteventura ist mehr als nur am Strand liegen oder surfen. Die Insel hat auch eine ganze Menge Sehenswürdigkeiten zu bieten und ist sehr fotogren.

Wir zeigen dir in diesem Artikel unsere schönsten Orte auf Fuerteventura zum Fotografieren.

Alle unsere Reiseberichte und Tipps zur Reiseplanung für Fuerteventura, findest du auf unserer Übersichtsseite Fuerteventura Reiseberichte.

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Sehenswürdigkeiten im Süden von Fuerteventura

Der Süden der Insel ist unsere Lieblingsgegend auf Fuerteventura, denn hier ist deutlich weniger los, als in den anderen Gegenden. Grund dafür ist, dass man den Teil der Insel am besten nur mit einem Jeep befährt. Die Straßen sind unbefestigt und wirklich sehr holprig.

Bucht von La Pared

Die Bucht von La Pared bietet eine spektakuläre Steilküste und weiße Sandstrände. Hier ist es meist menschenleer, nur vereinzelt sieht man Strandbesucher und Surfer.

Da die Brandung an der Westküste Fuerteventuras oft sehr rauh ist, lassen sich hier spektakuläre Bilder von Brandung und Wellen machen. Auch die Sonnenuntergänge sind oft atemberaubend.

Es lohnt sich, hier ein Teleobjektiv dabei zu haben, um auch Aufnahmen von Surfern, Wellen und der weiter entfernten Steilküste machen zu können.

Am besten ist La Pared mit dem Auto zu erreichen. Aber es gibt auch eine Busverbindung von Morro Jable.

Danke für diese Location an: Maike Piel

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Steilküste La Pared in der Brandung (Fotografin: Maike Piel)

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Sonnenuntergang vor der Steilküste (Fotografin: Maike Piel)

 

 

Höhenzug im Parque Natural de Jandía

Kurz hinter La Pared beginnt der Nationalpark. Entlang der Halbinsel Jandía, die der Nationalpark fast komplett vereinnahmt, erstreckt sich ein Höhenzug. Spannend ist, dass dieser dafür sorgt, dass je nachdem von wo der Wind kommt, die Touristenorte im Süden der Insel relativ windgeschützt bleiben.

Der nicht befestigte Weg hinein in den Naturpark beginnt kurz hinter Morro Jable. Von dort aus fährt man an der Ostküste in Richtung Süden.

Nach ein paar Kilometern führt die Straße über den Höhenzug auf die Westseite der Insel. Von dort hat man eine geniale Aussicht und kann talabwärts in Richtung Westküste fahren.

Aussicht vom Höhenzug auf den Parque Natural de Jandia
Aussicht vom Höhenzug im Parque Natural de Jandía

Cofete

Die Straße runter an den Strand führt unweigerlich am kleinen Örtchen Cofete vorbei. Dort leben nur noch zwei Familien, die zusammen ein kleines Restaurant bewirtschaften.

Alle Jeep-Touren machen in dem Ort eine kleine Pause und halten die Teilnehmer dazu an, dort etwas zu trinken.

Direkt neben dem Parkplatz des Restaurants ist ein kleiner Hügel, auf dem man ein etwas ungewöhnliches Windrad findet. Von dort aus hat man ebenfalls eine tolle Aussicht auf die Westküste.

Cofete
Kleiner Hügel bei Cofete

Playa de Cofete

Direkt hinter dem Ort Cofete gelangt man über eine noch holprigere Straße an den Strand. Der Playa de Cofete ist ein kilometerlanger, super schöner Strand.

Voll wird es an dem Strand nie. Wie auch? Man kann ihn ja nur sehr schwer erreichen. Baden ist dort allerdings auch strengstens verboten, da die Strömung im offenen Atlantik wirklich unberechenbar ist.

Kein Jahr geht vorbei, ohne eine Tragödie. Man trifft dort unten auch sehr oft auf Surfer, die dem Wellengang trotz aller Gefahren nicht widerstehen können.

Playa de Cofete
Playa de Cofete

Friedhof an der Playa de Cofete

Direkt neben dem Parkplatz am Playa de Cofete, also direkt oberhalb vom Strand befindet sich ein kleiner Friedhof.

Man muss allerdings schon zwei Mal hinschauen, um diesen auch als Friedhof zu identifizieren. Die vom Sand fast komplett zugewehten Kreuze sind auch ein eher ungewöhnlicher Anblick.

Der Friedhof von Cofete wurde früher benötigt, da man die Verstorbenen nicht „lagern“ konnte und sie möglichst schnell beerdigen musste. Der steinige Weg zum nächsten Friedhof in Pajara war zu weit und vor allem zu schwierig.

Friedhof Playa de Cofete

Villa Winter

Der Friedhof von Cofete wird auch öfters in einem Atemzug mit den Verschwörungstheorien um die Villa Winter in Verbindung gebracht. Mögliche Verbindungen wurden aber nie bewiesen und klingen unserer Meinung nach auch eher abenteuerlich.

Die Villa Winter liegt ein paar hundert Meter oberhalb der Playa de Cofete. Sie wurde nach dem deutschen Ingenieur Gustav Winter benannt.

Es gibt so viele Gerüchte und Mysterien um die Villa Winter und Gustav Winter, dass wir ehrlich gesagt gar nicht so genau darauf eingehen möchten.

Gustav Winter war an mehreren Projekten auf Fuerteventura und Gran Canaria beteiligt. In den vierziger Jahren ließ er sich zunächst in Morro Jable nieder und ließ dort eine Kirche und eine Schule errichten und war maßgeblich an der Erschließung der Halbinsel Jandía beteiligt.

Die Antwort auf die Frage warum er die Villa Winter hat errichten lassen, ist bis heute unklar und vor allem umstritten.

Es wird gemutmaßt, dass die Villa Winter als Stützpunkt und für die vorübergehende Unterbringung von Nazigrößen und deren Transport nach Südamerika zum Ende des zweiten Weltkrieges gedient haben soll. Außerdem gibt es Spekulationen darüber, ob Gustav Winter die Aufgabe hatte einen geheimen U-Boot-Hafen zu errichten.

Wir wollen uns aber nicht weiter mit den Mysterien um die Villa Winter aufhalten, sondern dir zeigen wie es dort aussieht.

Gustav Winter stammte ursprünglich aus dem Schwarzwald und hat den dort üblichen Baustil mit in den Bau der Villa übertragen. Das meiste Interieur hat er extra aus Deutschland importieren lassen.

Die Gemeinde Pajara hat die Villa Winter den Erben des Winter-Anwesens mittlerweile abgekauft und einen Teil der Villa für Besichtigungen freigegeben.

Die Aussicht von der Terrasse ist natürlich einmalig. Wer gerne in fast völliger Abgeschiedenheit lebt, würde sich dort pudelwohl fühlen.

Villa Winter

Playa de Ojos

Der Strand der Verliebten, so heißt der Playa de Ojos übersetzt, liegt ganz im Süden der Halbinsel Jandia. Dort ist es meist sehr windig. Also bitte nicht nur auf dein Equipment, sondern auch auf dich aufpassen. Das Kreuz an der Klippe soll eben genau darauf aufmerksam machen nicht zu leichtsinnig zu sein.

 

Playa de Ojos, Punta Jandia
Playa de Ojos, Punta Jandia

Faro de Punta Jandía

An der Südspitze der Insel steht der Leuchtturm Faro de Punta Jandía. Der Leuchtturm ist vollautomatisiert und arbeitet komplett mit Sonnenenergie. Seit 1850 hilft er den Schiffen nicht auf Riff zu laufen.

Wenn die Sicht gut ist, kann man von dort bis nach Gran Canaria sehen. Momentan findet man im Leuchtturm eine Ausstellung über die Flora und Fauna der Insel.

Faro de Punta Jandia
Faro de Punta Jandia

Sehenswürdigkeiten im Osten von Fuerteventura

Im Osten der Insel befinden sich viele Hotels, aber auch die ein oder andere Sehenswürdigkeit.

Pozo Negro

Pozo Negro ist jetzt kein typischer Touristenort auf Fuerteventura. Es verirren sich nur wenige bis gar keine Touristen dorthin. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen ist Pozo Negro einer unserer absoluten Lieblingsorte.

Der Ort liegt in der Mitte der Insel an der Ostküste. Es leben leider kaum mehr Menschen in dem kleinen Fischerdorf, so dass man dort selten auf Einheimische trifft.

Vor ca. 10.000 bis 15.000 Jahren floss wohl ein Lavastrom durch das Tal von Pozo Negro. Heute erinnert ein mit dunklem Vulkanstein errichteter Brunnen am Ortseingang an die Vergangenheit des Dorfes. Daher stammt auch der Name, der übersetzt schwarzer Brunnen heißt.

Der Strand von Pozo Negro
Der Strand von Pozo Negro

El Jablito

El Jablito ist ein kleine Fischersiedlung auf halber Strecke zwischen Puerto del Rosario und Corralejo. Viele Häuser gibt es da nicht. Die kleine Bucht ist sehr beliebt bei Tauchern und besonders für Anfänger geeignet, da die Bucht durch das vorgelagerte Riff geschützt wird.

Es wirkt ein bisschen wie ein Ort für Aussteiger. Kleine weiße Häuser mit einzelnen Farbakzenten stehen hinter der Bucht, ein paar Wohnwagen stehen direkt an der Küste und einige Angler gehen ihrem Hobby nach.

Einfach der FV-1 folgen und am in der Karte eingezeichneten Kreisel rechts auf die Schotterstraße abbiegen und dieser bis an die Küste folgen.

Sehenswürdigkeiten im Norden von Fuerteventura

Parque Natural Corralejo

An zweiter Stelle steht ein weiterer Nationalpark. Der Parque Natural Corralejo liegt an der Ostküste im Norden der Insel kurz vor dem Ort Corralejo. Der Naturpark Parque Natural de las Dunas de Corralejo ist wie der Name schon suggeriert für seine Dünenlandschaft bekannt.

Wenn man der FV-1 in den Norden folgt, macht die Straße kurz vor dem Naturpark eine Biegung. Man fährt also durch die typische karge Insellandschaft, biegt um die Kurve und sieht nur noch Sand.

Das ist schon sehr beeindruckend. Bei dem Anblick wird dann direkt das Kind in uns geweckt und unser erster Gedanke ist immer „Sofort raus aus dem Auto und über die Dünen laufen, rollen und einfach diese Unmenge Sand genießen“.

Parque Natural Corralejo
Parque Natural Corralejo

El Cotillo

El Cotillo ist – wie wir finden – der Ort mit dem schönsten Vibe auf Fuerteventura.

Was vielleicht daher kommt, dass es einer der besten Orte für Surfer auf der Insel ist. Die Wellen an der Küste bei El Cotillo sind sowohl für Anfänger, als auch für Fortgeschrittene geeignet.

Deswegen tummeln sich dort auch ganz viele Surfer, die einfach die Sonne, die Wellen und generell das Leben genießen.

Wir lieben es unten am Hafen in einem kleinen Restaurant zu sitzen, die Seele baumeln zu lassen und die Leute zu beobachten.

Von dort aus kann man dann am Wehrturm vorbei an der Küste entlang laufen. Nach ein paar hundert Metern kommt man an einen Steilhang, von dem aus man auf die Strände und natürlich die Surfer gucken kann.

El Cotillo
El Cotillo

Majanicho

Majanicho ist ein sehr kleines ursprüngliches Fischerdorf mit farbenfrohen Fischerhütten an Fuerteventuras Nordküste. Majanicho ist nur über eine Schotterpiste mit dem Auto zu erreichen.

Danke für diese Location an: Maike Piel

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Bunte Häuser (Fotografin: Maike Piel)

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Majanicho (Fotografin: Maike Piel)

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Kapelle (Fotografin: Maike Piel)

La Oliva

Der unscheinbare, aber wirklich schöne und interessante Ort La Oliva liegt im Inselinneren im Norden von Fuerteventura.

Den Namen verdankt er wahrscheinlich den vielen Olivenbäumen, die die Stadt umgeben. Der interessanteste Ort der Stadt liegt am östlichen Ortsrand. Dort befindet sich die Casa de los Coroneles, was übersetzt „Haus der Obersten“ heißt.

Das Gebäude, das eher einer Festung gleicht, war bis ins 19. Jahrhundert der Sitz des höchsten Befehlshabers der Insel.

Am interessantesten finden wir aber die zerfallenen und zum Teil wohl auch abgebrannten Häuser neben dem Gebäude. Dort gewinnt die Natur wieder langsam die Oberhand. Für mich als Lost Places Liebhaber natürlich der Höhepunkt unseres Besuchs in La Oliva.

La Casa de los Coroneles in La Oliva
Lost Place direkt neben der „Casa de los Coroneles“

Die Kirche Nuestra Senora de Candelaria bietet gerade zum Sonnenuntergang auf der Insel wirklich tolle Fotomotive.

Iglesia Nuestra Senora de la Candelaria
Iglesia Nuestra Senora de la Candelaria

 

Direkt neben der Kirche auf der anderen Straßenseite steht ein ziemlich zerstörtes Gebäude, von dem eigentlich nur noch die Grundmauern übrig sind. Die vordere Mauer droht wohl sogar auf die Straße zu kippen.

Anstatt es allerdings abzureißen, haben sich die Einheimischen wohl einfach mit Stützpfählen ausgeholfen. Auch dort hat sich die Natur schon lange zurückgenommen was ihr einst gehörte. La Oliva ist auf jeden Fall ein Besuch wert.

Lost Place in La Oliva direkt neben der Kirche
Lost Place in La Oliva direkt neben der Kirche

Das waren die schönsten Sehenswürdigkeiten und Fotospots auf Fuerteventura. Hast du auch noch einen Tipp für uns? Dann freuen wir uns auf deinen Kommentar.

 

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