Die 22 schönsten Sehenswürdigkeiten auf Fuerteventura

Was kann man sich auf Fuerteventura ansehen? Gibt es da mehr zu entdecken als Strand und Meer? Auf jeden Fall! Die Insel hat neben ihren tollen Stränden auch einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Wir zeigen dir, welche Highlights du dir auf Fuerteventura nicht entgehen lassen solltest.

Fuerteventura garantiert Sonne und Strand das ganze Jahr über. Aber immer nur am Meer rumliegen, wird ja irgendwann auch langweilig.

Dann ist es höchste Zeit, auf Entdeckungstour zu gehen, denn die Insel hat einige sehr sehenswerte Orte zu bieten.

Wir zeigen dir hier, welche Sehenswürdigkeiten dich auf Fuerteventura erwarten und geben dir alle wichtigen Infos zum Besuch der Orte.

Tipps zum Sightseeing auf Fuerteventura

Bevor wir mit den einzelnen Sehenswürdigkeiten loslegen, haben wir noch ein paar praktische Infos für dich.

Mietwagen auf Fuerteventura

Auf Fuerteventura gibt es zwar öffentliche Verkehrsmittel in Form von Bussen, aber zum Sightseeing sind sie nicht wirklich geeignet.

Die Busse fahren einfach zu selten und viele der hier vorgestellten Orte werden gar nicht erst angefahren.

Du brauchst also definitiv einen Mietwagen. Zum Glück gibt es auf der Insel ein großes Angebot an Mietwagen-Firmen und auch die Preise sind relativ moderat.

Du kannst dir entweder direkt am Flughafen einen Mietwagen nehmen und ihn für deinen gesamten Urlaub behalten oder du mietest dir einen für wenige Tage, um nur die Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

Alle größeren Orte verfügen auch über Verleihstationen, sodass du überall einen Wagen bekommst. Wir empfehlen, über ein Preisvergleichsportal zu buchen, da du so ganz einfach das beste Angebot findest.

Mietwagenpreise auf Fuerteventura vergleichen

Tagestouren richtig planen

Fuerteventura ist zwar nicht riesig, aber alle Sehenswürdigkeiten an einem Tag zu schaffen, ist trotzdem unmöglich.

Wir empfehlen deshalb, sich jeden Tag eine andere Region vorzunehmen.

Wir haben die Sehenswürdigkeiten in diesem Artikel deshalb auch nach Regionen angeordnet: Norden, Osten, Westen, Süden und Inselmitte. Alle Highlights einer Region sind jeweils bequem in einer Tagestour zu schaffen.

Sehenswürdigkeiten im Norden von Fuerteventura

Der Norden von Fuerteventura gefällt uns persönlich am besten. Welche Highlights du hier entdecken kannst, zeigen wir dir jetzt.

Wir empfehlen, die Sehenswürdigkeiten in der Reihenfolge zu besuchen, wie wir sie hier vorstellen.

#1 La Oliva

La Oliva ist ein kleiner Ort, der sich im Inselinneren im Norden von Fuerteventura befindet.

Die Stadt war bis ins 19. Jahrhundert so eine Art Inselhauptstadt, mittlerweile ist sie nur noch ein mehr oder weniger verschlafenes Örtchen.

Von der einstigen Bedeutung sind aber noch ein paar sehenswerte Bauwerke übrig geblieben, unter anderem die Casa de los Coroneles. Das heißt übersetzt in etwa „Haus der Obersten“ und war früher der Sitz des höchsten Befehlshabers der Insel. Das Gebäude kann heute besichtigt werden.

Der Eintritt kostet 3 Euro, Sonntag und Montag ist das Gebäude geschlossen. An den übrigen Tagen ist es jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Besonders spannend ist es von Innen ehrlich gesagt nicht, sodass du auch gut und gerne an einem der Ruhetage deinen Ausflug nach La Oliva planen kannst.

Nur wenige Meter von der Casa de los Coroneles entfernt, befindet sich die Iglesia de Nuestra Señora de la Candelaria, eine der schönsten Kirchen auf Fuerteventura.

Die Kirche in La Oliva
Die Kirche in La Oliva
Aussicht vom Casa de los Coroneles
Aussicht vom Casa de los Coroneles

#2 Parque Natural de Corralejo

Von La Oliva aus sind es 20 Minuten Fahrtzeit bis zum nächsten Highlight: den Dünen von Corralejo.

Im Parque Natural de Corralejo erstrecken sich auf bis zu 11 Kilometer länge wunderschöne Sanddünen. Der Ort ist toll zum Baden, zum Rumtoben im Sand und natürlich wunderbar zum Fotografieren.

Besonders beeindruckend sehen die Dünen auch aus der Luft aus. Beim Rückflug nach deinem Urlaub fliegst du sehr wahrscheinlich kurz nach dem Start direkt über die Dünenlandschaft. Sicher die also einen Platz auf der linken Seite des Fliegers, um beste Sicht zu haben.

Parque Nacional de Corralejo
Die Dünen von Corralejo
Corralejo Strand
Der schöne Sandstrand lädt auch zum Baden ein

#3 Corralejo

Nach dem Besuch der Dünen geht es in wenigen Minuten in den Ort Corralejo. Corralejo ist unserer Meinung nach der schönste Ort der Insel.

Wir würden hier unsere Unterkunft buchen, aber auch wenn du woanders wohnst, lohnt sich zumindest ein Besuch in Corralejo.

Hier kannst du super zum Mittag essen, durch die Straßen der Innenstadt und an der tollen Strandpromenade entlang schlendern.

Einen ausführlichen Artikel zu den Sehenswürdigkeiten in Corralejo und unseren Restaurant-Tipps findest du hier:

Corralejo: Sehenswürdigkeiten und unsere besten Tipps

Corralejo Strand
Der kleine Stadtstrand von Corralejo

#4 El Cotillo

Nachdem du Corralejo erkundet hast, geht es wieder auf eine 20-minütige Autofahrt. Das Ziel ist das kleine Örtchen El Cotillo im Nordwesten Fuerteventuras.

El Cotillo ist einer der absoluten Hotspots für Surfer auf Fuerteventura. Hier weht immer noch etwas mehr Wind als woanders und es gibt perfekte Wellen für Anfänger und Fortgeschrittene.

Erster Stopp in El Cotillo ist der alte Turm Castillo del Toston. Der Turm selbst ist nicht sonderlich spektakulär, aber wir empfehlen dir, dort auszusteigen und eine Runde zu laufen. Nach wenigen Metern kommst du an eine beeindruckende Steilküste, von der aus du einen tollen Blick auf das Meer und die Surfer hast.

Anschließend fährst du weiter und verlässt El Cotillo in Richtung Norden.

Die Straße schlängelt sich an der Küste entlang und es gibt hier immer wieder tolle Aussichtspunkte und hübsche Buchten. Halte einfach die Augen offen, die Gegend ist für uns mit die schönste der ganzen Insel.

Irgendwann kommst du zum Leuchtturm Faro del Toston.

Dort kannst du langsam umkehren und dich zum Highlight des Tages aufmachen: dem Sonnenuntergang.

Unser Tipp dafür ist das wunderbare Azzurro Chill Out Restaurant (Av. los Lagos, 1).

Es befindet sich kurz vor den Toren El Cotillos an der Straße. Hier gibt es nicht nur hervorragende italienische Küche, sondern auch einen der besten Plätze, um den Sonnenuntergang zu bewundern.

Das war auch schon die erste Tagestour, weiter geht es mit den Highlights in der Inselmitte.

El Cotillo
El Cotillo
Das ist die Aussicht, die du vorfindest, wenn du hinter dem Turm Castxillo del Toston weiter in Richtung Süden läufst.
Das ist die Aussicht, die du vorfindest, wenn du hinter dem Turm Castxillo del Toston weiter in Richtung Süden läufst.
Unser Lieblingsrestaurant in El Cotillo

Sehenswürdigkeiten in Fuerteventuras Inselmitte

Das Inselinnere von Fuerteventura wird nicht von so vielen Reisenden besucht. Die meisten halten sich dann doch lieber an der Küste auf, aber es lohnt sich, auch mal einen Abstecher ins Zentrum zu machen.

Hier erwarten dich eine historische Stadt und viele tolle Aussichtspunkte. Die Tour durch die Inselmitte kannst du an einem Tag zusammen mit den Sehenswürdigkeiten an der Westküste machen. Das ist gut zu schaffen.

#5 Betancuria

Das absolute Highlight im Inselinneren von Fuerteventura ist das Örtchen Betancuria. Die Stadt wurde schon im Jahr 1404 gegründet und war lange Zeit die Hauptstadt der Insel.

Mittlerweile leben hier nur noch etwa 700 Menschen und politische Bedeutung hat Betancuria heute nicht mehr.

Dafür ist die Stadt umso sehenswerter. Der alte Stadtkern ist fast komplett erhalten und wurde liebevoll restauriert. Betancuria ist definitiv die am hübschesten anzusehende Stadt auf Fuerteventura.

Betancuria
Betancuria
Betancuria

#6 Mirador las Peñitas, Risco de las Peñas und Mirador de Morro Velosa

Bentancuria erreichst du über die Straße FV-30, die sich durch die Berge der Inselmitte schlängelt.

Auf dem Weg nach Betancuria kommst du an drei sehenswerten Aussichtspunkten vorbei: Mirador las Peñitas , Mirador de Morro Velosa und Risco de las Peñas.

Hier lohnt es sich, jeweils einen Stopp zu machen und ein Stück zu laufen.

Unser Tipp: Nimm dir hier auf jeden Fall etwas zum Überziehen mit. Auch wenn es an der Küste warm ist, kann es oben auf den Aussichtspunkten mit dem teils starken Wind schnell kühl werden.

Ein weiterer möglicher Zwischenstop in der Inselmitte ist der Ort Pájara.

Dort findest du die Iglesia Nuestra Señora de Regla, die als schönste Kirche auf Fuerteventura gilt.

Oberhalb des Mirador Guise y Ayose
Oberhalb des Mirador Guise y Ayose

Sehenswürdigkeiten im Westen von Fuerteventura

Die Westküste von Fuerteventura ist rau und windig. Zum Baden ist die Küste weniger geeignet, deshalb befinden sich hier auch kaum Unterkünfte.

Für Surfer ist der Westen aber das Paradies und für einen Tagesausflug können wir die Gegend auch wärmstens empfehlen.

#7 Cuevas de Ajuy

Ajuy ist ein kleines Fischerdorf, wie es viele von ihnen gibt. Es gibt eine Handvoll Restaurants und sonst nicht viel.

Das Highlight des Ortes sind aber die Höhlen. Ein kleiner Pfad führt entlang der Klippen etwa 10 Minuten Fußweg bis zu einer Treppe. Dort geht es hinab in eine große Höhle, die über die Zeit vom Meer in den Felsen gespült wurde. Sehr beeindruckend!

Der Strand von Ajuy
Der Strand von Ajuy

#8 La Pared

Von Ajuy sind es etwa 30 Minuten Fahrt bis La Pared.

Die Bucht von La Pared bietet eine spektakuläre Steilküste und weiße Sandstrände. Hier ist es meist menschenleer, nur vereinzelt sieht man Strandbesucher und Surfer.

Da die Brandung an der Westküste Fuerteventuras oft sehr rauh ist, lassen sich hier spektakuläre Bilder von Brandung und Wellen machen. Auch die Sonnenuntergänge sind oft atemberaubend.

Die Strände von La Pared
Die Strände von La Pared

Sehenswürdigkeiten im Osten von Fuerteventura

Die dritte Tagestour führt dich entlang der Ostküste. Ob du die Tour von Norden nach Süden fährst oder anders herum, bleibt dir überlassen. Wir haben die Sehenswürdigkeiten hier von Norden nach Süden aufgelistet.

#9 Caleta de Fuste: Las Salinas und Hafen

Caleta de Fuste, auch unter dem Namen Castillo bekannt, ist ein dieser typischen Touristenorte auf Fuerteventura.

Auf den ersten Blick gibt es hier nicht viel mehr als Hotelbunker und Strand, aber ein paar kleine Sehenswürdigkeiten haben sich hier doch versteckt.

Sehr interessant sind die Las Salinas und das zugehörige Museo de Sal. In den Salinen wird noch regelmäßig Salz aus dem Meer gewonnen und man kann sich hier anschauen, wie das funktioniert.

Der Eintritt kostet 4 Euro und geöffnet ist täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr.

Anschließend kannst du noch am Hafen und an der breiten Strandpromenade von Caleta de Fuste langspazieren.

Unser Tipp: Wenn du zum Mittag oder Abend hier bist, empfehlen wir dir das Restaurant La Frasquita. In einem eher unscheinbaren Pavillon an der Strandpromenade verbirgt sich eines der besten Fischrestaurants auf Fuerteventura. Sehr lecker und keine überzogenen Preise!

Der Hafen in Caleta de Fuste
Der Hafen in Caleta de Fuste
Der Strand von Caleta de Fuste
Der Strand von Caleta de Fuste

#10 Pozo Negro

Etwa 25 Minuten Autofahrt von Caleta de Fuste entfernt liegt der kleine Ort Pozo Negro.

Pozo Negro ist kein typischer Touristenort auf Fuerteventura. Es verirren sich nur wenige bis gar keine Touristen dorthin. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen ist Pozo Negro einer unserer absoluten Lieblingsorte.

Vor ca. 10.000 bis 15.000 Jahren floss wohl ein Lavastrom durch das Tal von Pozo Negro ins Meer. Bereits wenn du den Ort anfährst, siehst du links und rechts das riesige schwarze Lavafeld.

Heute erinnert ein mit dunklem Vulkanstein errichteter Brunnen am Ortseingang an die Vergangenheit des Dorfes. Daher stammt auch der Name, der übersetzt schwarzer Brunnen heißt.

In Pozo Negro selbst gibt es nicht viel zu sehen: ein Strand, ein paar Häuser und ein kleines Café. Aber mehr braucht es ja auch nicht, um glücklich zu sein, oder?

Unser Tipp: Wenn du Glück hast, siehst du beim Landeanflug auf Fuerteventura das Lavafeld aus der Luft. Die Flugzeuge fliegen meistens, aber nicht immer, direkt drüber weg. Mit einem Platz auf der linken Seite hast du den besten Blick.

Pozo Negro
Auf dem Weg nach Pozo Negro kann man den Lavastrom gut erkennen
Pozo Negro
Pozo Negro

#11 Faro de la Entallada

Nochmal 30 Minuten Autofahrt brauchst du bis zur nächsten Sehenswürdigkeit: dem Leuchtturm Faro de la Entallada.

Zum Leuchtturm hoch geht es eine relativ schmale, geschwungene Straße. Oben angekommen wirst du mit einem tollen Ausblick belohnt.

#12 Las Playitas

Nur etwa 10 Minuten Fahrtzeit vom Faro de la Entallada entfernt, kommst du zum kleinen Ort Las Playitas.

Hier befindet sich eines der bekanntesten Sporthotels der Insel, in dem viele Profisportler regelmäßig absteigen und trainieren.

Sport willst du aber wahrscheinlich auf deiner Sightseeing-Tour nicht machen, aber du kannst dich an einem breiten, schwarzen Sandstrand erfreuen.

Sehenswert ist auch das kleine Küstendorf, in dem viele Künstler wohnen. Geh ruhig mal durch die Gassen dort, es lohnt sich.

Las Playitas
Las Playitas

Sehenswürdigkeiten im Süden von Fuerteventura

Unsere letzte Tagestour führt uns durch den Süden von Fuerteventura. Hier warten vor allem wunderschöne Traumstrände auf dich und eines der absoluten Highlights der Insel: der Parque Natural de Jandia.

Achtung: Der Nationalpark auf der Halbinsel Jandia verfügt nicht über befestigte Straßen, sondern ist nur über Sandpisten zu erreichen.

Die Mietwagenanbieter auf der Insel verbieten in der Regel das Fahren auf unbefestigten Straßen, trotzdem fahren viele Touristen mit dem Mietwagen dorthin. Wenn du das machst, solltest du dir bewusst darüber sein, dass du für eventuelle Schäden am Auto selbst zahlen musst.

Alternativ kannst du dir einen Jeep mieten oder an einer geführten Jeep-Tour teilnehmen. Das ist auf jeden Fall die sichere Variante.

#13 Risco del Paso

Nicht nur in Corralejo gibt es eine tolle Dünenlandschaft. Im Süden von Fuerteventura gibt es die Dünen von Risco del Paso.

Die Dünen sehen anders aus als im Norden, aber nicht weniger beeindruckend und der riesige, breite Sandstrand davor lädt zum Baden und Sonnen ein.

#14 Playa de Jandia

Der Playa de Jandia ist einer der schönsten Strände auf Fuerteventura, viele sagen sogar, er sei der schönste von allen.

Der breite Strand erstreckt sich über mehrere Kilometer und besteht aus feinem, hellen Sand. Da seine Ausmaße so riesig sind, ist es der Strand auch nie wirklich voll.

Der Leuchtturm und der Strand in Jandia
Der Leuchtturm in Jandia und dahinter sieht man den Sandstrand hervorblitzen

#15 Morro Jable

Morro Jable war einst ein verschlafenes Fischerdorf. Mittlerweile wurden bis an den Ortsrand Hotelbunker hochgezogen, aber trotzdem hat sich er Ortskern seinen Charme noch immer bewahrt.

Morro Jable ist der perfekte Ort, um ein paar Tapas mit Meerblick zu genießen und die Seele baumeln zu lassen.

Die Promenade in Morro Jable
Die Promenade in Morro Jable

#16 Parque Natural de Jandía

Kurz hinter Morro Jable beginnt der Nationalpark, der die Halbinsel Jandía fast komplett vereinnahmt.

Die Straße wird dann relativ schnell unbefestigt, aber die Aussicht wird dafür umso schöner.

Aussicht vom Höhenzug auf den Parque Natural de Jandia
Aussicht vom Höhenzug im Parque Natural de Jandía

#17 Playa de Cofete

Wenn du der Straße weiter folgst, kommst du unweigerlich am kleinen Örtchen Cofete vorbei. Dort leben nur noch zwei Familien, die zusammen ein kleines Restaurant bewirtschaften.

In dem Restaurant halten alle geführten Touren an. Wenn du Hunger oder Durst und nichts dabei hast, dann ist jetzt die Gelegenheit noch etwas zu essen oder zu trinken.

Direkt neben dem Parkplatz des Restaurants ist ein kleiner Hügel, auf dem man ein etwas ungewöhnliches Windrad findet. Von dort aus hat man ebenfalls eine tolle Aussicht auf die Westküste.

Direkt hinter dem Örtchen Cofete gelangst du über eine noch holprigere Straße an den Strand. Der Playa de Cofete ist ein kilometerlanger, super schöner Strand.

Voll wird es an dem Strand nie. Wie auch? Man kann ihn ja nur sehr schwer erreichen. Baden ist dort allerdings auch strengstens verboten, da die Strömung im offenen Atlantik wirklich unberechenbar ist.

Kein Jahr geht vorbei, ohne eine Tragödie.

Man trifft dort unten auch sehr oft auf Surfer, die dem Wellengang trotz aller Gefahren nicht widerstehen können.

Direkt neben dem Parkplatz am Playa de Cofete, also direkt oberhalb vom Strand befindet sich ein kleiner Friedhof.

Man muss allerdings schon zwei Mal hinschauen, um diesen auch als Friedhof zu identifizieren.

Die vom Sand fast komplett zugewehten Kreuze sind auch ein eher ungewöhnlicher Anblick.

Der Friedhof von Cofete wurde früher benötigt, da man die Verstorbenen nicht „lagern“ konnte und sie möglichst schnell beerdigen musste. Der steinige Weg zum nächsten Friedhof in Pajara war zu weit und vor allem zu schwierig.

Cofete
Kleiner Hügel bei Cofete
Playa de Cofete
Playa de Cofete
Friedhof Playa de Cofete

#18 Villa Winter

Der Friedhof von Cofete wird auch öfters in einem Atemzug mit den Verschwörungstheorien um die Villa Winter in Verbindung gebracht. Mögliche Verbindungen wurden aber nie bewiesen und klingen unserer Meinung nach auch eher abenteuerlich.

Die Villa Winter liegt ein paar hundert Meter oberhalb der Playa de Cofete. Sie wurde nach dem deutschen Ingenieur Gustav Winter benannt.

Es gibt so viele Gerüchte und Mysterien um die Villa Winter und Gustav Winter, dass wir ehrlich gesagt gar nicht so genau darauf eingehen möchten.

Gustav Winter war an mehreren Projekten auf Fuerteventura und Gran Canaria beteiligt. In den vierziger Jahren ließ er sich zunächst in Morro Jable nieder und ließ dort eine Kirche und eine Schule errichten und war maßgeblich an der Erschließung der Halbinsel Jandía beteiligt.

Die Antwort auf die Frage warum er die Villa Winter hat errichten lassen, ist bis heute unklar und vor allem umstritten.

Es wird gemunkelt, dass die Villa Winter als Stützpunkt und für die vorübergehende Unterbringung von Nazigrößen und deren Transport nach Südamerika zum Ende des zweiten Weltkrieges gedient haben soll. Außerdem gibt es Spekulationen darüber, ob Gustav Winter die Aufgabe hatte einen geheimen U-Boot-Hafen zu errichten.

Wir wollen uns aber nicht weiter mit den Mysterien um die Villa Winter aufhalten, sondern dir zeigen wie es dort aussieht.

Gustav Winter stammte ursprünglich aus dem Schwarzwald und hat den dort üblichen Baustil mit in den Bau der Villa übertragen. Das meiste Interieur hat er extra aus Deutschland importieren lassen.

Die Gemeinde Pajara hat die Villa Winter den Erben des Winter-Anwesens mittlerweile abgekauft und einen Teil der Villa für Besichtigungen freigegeben.

Die Aussicht von der Terrasse ist natürlich einmalig. Wer gerne in fast völliger Abgeschiedenheit lebt, würde sich dort pudelwohl fühlen.

Villa Winter
Villa Winter

#19 Faro de Punta Jandía

An der Südspitze der Insel steht der Leuchtturm Faro de Punta Jandía. Der Leuchtturm ist vollautomatisiert und arbeitet komplett mit Sonnenenergie. Seit 1850 hilft er den Schiffen, nicht auf Riff zu laufen.

Wenn die Sicht gut ist, kann man von dort bis nach Gran Canaria sehen. Momentan findet man im Leuchtturm eine Ausstellung über die Flora und Fauna der Insel.

Wenn du den Leuchtturm erreicht hast, hast du offiziell das Ende von Fuerteventura erreicht. Du bist jetzt am äußersten Südwest-Zipfel der Insel und von hier aus geht es dann zurück in Richtung Morro Jable.

Faro de Punta Jandia
Faro de Punta Jandia

Tagesausflüge

Zum Abschluss möchten wir dir noch einige Sehenswürdigkeiten vorstellen, die nicht zu den Tagestouren gepasst haben. Wir empfehlen dir, diese Orte als eigene Tagesausflüge zu planen, da du dafür einfach mehr Zeit brauchst und sie nur schwer mit anderen Sehenswürdigkeiten kombinieren kannst.

#20 Oasis Park

Der Oasis Park ist ein Erlebniszoo mit botanischem Garten und vielen Tieren, u.a. Giraffen, Elefanten und Nilpferde und vor allem interessant für alle, die mit Kindern nach Fuerteventura reisen.

Der Park ist täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist recht happig und kostet 35 Euro, für Kinder bis 11 Jahre 20,50 Euro.

Die Tickets kannst du vorher bereits online kaufen. Jeden Sonntag findet vor dem Park außerdem ein Markt statt, auf dem du Kunsthandwerk und lokale Produkte kaufen kannst.

Tickets für den Oasis Park kaufen

#21 Ausflug nach Lobos

Lobos ist eine kleine Insel direkt vor der Nordostküste Küste von Fuerteventura.

Die Insel ist unbewohnt. Es gibt einige Wanderwege, einsame Strände und lediglich zwei Restaurants. Wenn du einen Tag lang Ruhe und Abgeschiedenheit suchst, dann ist Lobos das richtige für dich.

Es dürfen auch immer nur maximal 200 Personen gleichzeitig auf die Insel, um das Ökosystem zu schützen. Deshalb musst du dich vorher online anmelden.

Am besten machst du das ein paar Tage vorher, da es kurzfristig schwierig werden kann. Die Anmeldung ist kostenlos und erfolgt online.

Genehmigung für Lobos beantragen

Nach Lobos kommst du mit einer Fähre von Corralejo aus. Die Fahrt dauert nur 15 Minuten und kostet 15 Euro hin und zurück.

Überfahrt nach Lobos buchen

#22 Ausflug nach Lanzarote

Du hast alle Sehenswürdigkeiten auf Fuerteventura schon gesehen und hast noch immer nicht genug? Dann auf nach Lanzarote.

Die Nachbarinsel liegt nördlich von Fuerteventura und ist mit der Fähre von Corralejo aus zu erreichen. Fährtickets kosten zwischen 35 und 56 Euro, je nachdem welches Fährunternehmen du wählst.

Am günstigsten ist die Fähre von Lineas Romero. Die Fahrt dauert knapp 45 Minuten uns kostet hin und zurück 35 Euro.

Überfahrt nach Lanzarote buchen

Wenn du ein eigenes Auto mitnehmen willst, nimmst du am besten den Fred Olsen Express. Die Fahrt dauert 25 Minuten und kostet 56 Euro pro Person und etwa 50 Euro pro Auto.

Alternativ kannst du auch eine geführte Tour machen. Du wirst mit einem Bus von deinem Hotel in Fuerteventura abgeholt und zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote gefahren. Das ist sicher die bequemste Variante, allerdings kannst du dann deinen Tag nicht wirklich selbst bestimmen.

Tagestour nach Lanzarote buchen

Das waren unsere Tipps für die besten Sehenswürdigkeiten auf Fuerteventura. Was sind deine Lieblingsorte auf der Insel? Hast du noch Fragen an uns oder Anregungen? Dann freuen wir uns über deinen Kommentar!