Kurz und knackig

  • Guatemala steckt voller Highlights: beeindruckende Maya-Ruinen, die Kolonialstadt Antigua und der wunderschöne Kratersee Lake Atitlán sind nur einige der vielen Sehenswürdigkeiten.
  • Wir zeigen dir die schönsten Sehenswürdigkeiten in Guatemala und verraten dir, welche sich wirklich lohnen.
  • Für die meisten Reisenden sind Antigua oder Flores der Ausgangspunkt einer Guatemala-Reise. In Antigua empfehlen wir das Mestizo Antigua, in Flores das Hotel Casazul.

Guatemala Sehenswürdigkeiten auf einer Karte

Die schönsten Orte Guatemalas sind über das ganze Land verteilt. Viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten liegen rund um Antigua und den Lake Atitlán, während dich im Norden beeindruckende Maya-Ruinen wie Tikal erwarten. Wir haben dir die wichtigsten Orte auf einer Karte eingezeichnet, damit du einen ersten Überblick bekommst.

Schönste Sehenswürdigkeiten in Guatemala auf der Karte

Sehenswürdigkeiten in Antigua

Top Sehenswürdigkeit

Antigua

Santa Catalina Arch Antigua Guatemala
Der Santa Catalina Arch ist das bekannteste Fotomotiv in Antigua

Was du wissen musst: Antigua ist die ehemalige Hauptstadt der spanischen Kolonien Mittelamerikas. Heute ist sie UNESCO-Weltkulturerbe und eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Guatemala. Sie ist berühmt für ihre gut erhaltene koloniale Architektur und die Aussicht auf mehrere Vulkane.

Lohnt es sich? Ja, Antigua hat uns richtig gut gefallen. Es fühlt sich an wie eine kurze Reise zurück in der Zeit. 

Unser Tipp: Bei einer Free Walking Tour kannst du die Stadt gemeinsam mit einem Guide entdecken und lernst dabei viel über die Geschichte von Antigua. Wir können dir die Touren von GuruWalk empfehlen. 

Unser Hoteltipp: Das Mestizo Antigua hat eine richtig schöne Terrasse und gute Lage.

Zur Free Walking Tour in Antigua

Top Sehenswürdigkeit

Acatenango Wanderung

Was du wissen musst: Das Highlight einer Guatemala-Reise ist für viele die Wanderung auf den Acatenango. Die Tour startet in Antigua, wo du von deinem Touranbieter abgeholt wirst. Rund sechs Stunden geht es bergauf, dabei legst du 1.500 Höhenmeter und 6-8 Kilometer zurück. Oben angekommen wirst du mit einem spektakulären Blick auf den aktiven Vulkan Fuego belohnt.

Lohnt es sich? Ja, die Wanderung war eines unserer Highlights auf unserer Guatemala-Reise. Sie ist aber wegen der Höhe ziemlich anspruchsvoll. Plane am besten ein paar Tage zur Akklimatisierung ein, zum Beispiel in Antigua. 

Unser Tipp: Die Wanderung solltest du nicht auf eigene Faust machen! Es gibt viele verschiedene Anbieter. Zu den bekanntesten zählen Tropical Hostel & Tours, Soy Tours, Lava Trails und Ox Expeditions. Wir haben die Wanderung mit Lava Trails gemacht und waren sehr zufrieden. Du kannst deine Tour entweder direkt online beim Anbieter buchen oder ganz einfach über GetYourGuide.

Zur Acatenango Wanderung ab Antigua

Cerro de la Cruz Aussichtspunkt

Vulkan de Agua vom cerro de la cruz Antigua
Mit etwas Glück kannst du sogar den riesigen Vulkan de Agua sehen

Was du wissen musst: Der Cerro de la Cruz ist der bekannteste Aussichtspunkt in Antigua und eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Guatemalas. Von hier hast du einen tollen Blick über die Stadt und den Vulkan de Agua.

Lohnt es sich? Ja, der Aufstieg lohnt sich auf jeden Fall. Oben am Cerro de la Cruz hast du einen der besten Ausblicke auf Antigua mit seinen bunten Dächern und dem Vulkan im Hintergrund.

Unser Tipp: Vom Zentrum Antiguas brauchst du etwa 30 Minuten zu Fuß bis zum Cerro de la Cruz. Wenn du dir einen Teil des Weges sparen möchtest, kannst du dich auch mit dem TukTuk bis zum Fuß der Treppen fahren lassen.

Cafés, Restaurants & Bars

Hinterhöfe Antigua
Die Hinterhöfe der Restaurants sind mega

Was du wissen musst: Antigua ist bekannt für seine vielen Hinterhöfe und bunten Läden. Die sogenannten Patios sind kleine grüne Oasen mit Pflanzen, plätschernden Brunnen und Lichterketten. Von der Straße aus wirken viele Orte unscheinbar, doch hinter den Türen verstecken sich oft richtig schöne Restaurants, Bars und Cafés.

Unser Tipp: Am bekanntesten sind die Hinterhöfe von Starbucks und McDonald’s, viele lokale Läden haben aber mindestens genauso wunderschöne Patios. 

Weitere Cafés und Restaurants mit tollen Hinterhöfen:

  • Cafe Boheme: kleines, gemütliches Café mit schöner Terrasse. Hier gibt’s leckeres Frühstück und guten Kaffee.
  • Pollo Campero: der wohl bekannteste Laden in Antigua für guatemaltekische Küche. Am Eingang kannst du sogar zuschauen, wie das Brot vorbereitet wird.
  • Tacos La Loteria: Hier kannst du neben leckeren Tacos coole Drinks und gute Musik genießen.

Sehenswürdigkeiten am Lake Atitlán

Lake Atitlán

Was du wissen musst: Der Lake Atitlán (Lago Atitlán) ist der tiefste See Mittelamerikas und befindet sich zwischen mehreren Vulkanen. Rund um den See liegen viele kleine Orte, die alle ihren ganz eigenen Charme haben: Panajachel ist für viele Reisende Start- und Endpunkt und bekannt für seine Sonnenuntergänge, San Pedro ist lebendig und voller Cafés sowie Restaurants. San Juan begeistert mit bunten Straßen und kleinen Kunstwerkstätten, während San Marcos als Hippie-Hochburg mit Yoga-Spots gilt. Santa Cruz ist deutlich ruhiger und perfekt für ein paar entspannte Tage am Wasser.

Lohnt es sich? Definitiv, bei den vielen unterschiedlichen Orten am Lake Atitlán ist für jeden etwas dabei. Wir haben in San Pedro übernachtet, weil die Auswahl an Unterkünften und Restaurants dort am größten ist. Zu den anderen Orten kommst du ganz einfach mit den kleinen Booten, die regelmäßig über den See fahren.

Unser Tipp: Unser Highlight war der Rostro Maya Hike (früher „Indian Nose“). Bei der kurzen Wanderung erlebst du den Sonnenaufgang über dem See und hast dabei einen atemberaubenden Blick auf gleich mehrere Vulkane.

Zur Sonnenaufgangswanderung am Rostro Maya

Guatemalas Sehenswürdigkeiten in Lanquín

Semuc Champey

Was du wissen musst: Semuc Champey ist unter den Sehenswürdigkeiten in Guatemala bekannt für seine schönen Naturpools. Von außen wirkt der Ort unscheinbar, doch hinter den Bäumen verstecken sich die Becken zum Baden. Wir hatten die Pools teilweise für uns alleine und konnten uns richtig gut entspannen.

Lohnt es sich? Absolut! Aber Lanquín ist nur auf dem Landweg erreichbar. Wir sind von Lake Atitlán aus gefahren und haben für die 300 km lange Strecke 10 Stunden gebraucht. Geduld ist hier also definitiv angesagt. Das Busticket kannst du dir ganz einfach vor Ort buchen.

Unser Tipp: Am besten erlebst du die Naturpools von Semuc Champey bei einer geführten Tour, dabei ist auch eine Höhlenwanderung inklusive. Wenn du lieber flexibel unterwegs bist, kannst du Semuc Champey aber genauso gut auf eigene Faust erkunden.

Unser Hoteltipp: Wir haben im schlichten aber günstigen Lauris Hotel übernachtet. Besonders praktisch: Du kannst dort auch für etwa 20 Euro direkt den Bus für die Weiterreise buchen.

Zur geführten Tour zum Semuc Champey Park und Kanba Höhle ab Lanquin

Sehenswürdigkeiten in Flores

Insel Flores erkunden

Was du wissen musst: Viele nutzen Flores als Ausgangspunkt für Tikal, aber es lohnt sich auch, die kleine Insel zu erkunden. Die Altstadt hat viele nette Cafés direkt am See. Beliebt ist es, Kajak zu fahren oder eine Bootstour auf dem See zu machen.

Lohnt es sich? Ja, Flores ist klein, aber einen Besuch wert. Die Halbinsel ist super entspannt und perfekt zum Abschalten. Nach Flores kommst du entweder mit dem Fernbus oder per Inlandsflug von Guatemala-Stadt.

Unser Tipp: Das bunte Restaurant Maracuya Flores liegt direkt am See, ist super gemütlich und hat leckeres Essen.

Unser Hoteltipp: Im Hotel Casazul hast du einen tollen Ausblick auf den See.

Top Sehenswürdigkeit

Tikal

Was du wissen musst: Tikal zählt zu den beeindruckendsten Maya-Stätten in ganz Mittelamerika und liegt mitten im Dschungel des Tikal National Parks. Richtig imposant sind die hohen Tempelpyramiden, die über den Regenwald hinausragen. Viele Ruinen sind bis heute noch nicht vollständig freigelegt. 

Lohnt es sich? Auf jeden Fall! Vor allem die Lage mitten im Dschungel macht die Maya-Stätte besonders. Neben den Maya-Ruinen kannst du auch Howler Monkeys (Brüllaffen), White-nosed Coatis (Nasenbären) und mit sehr viel Glück sogar einen Jaguar entdecken.

Unser Tipp: Am beliebtesten ist die Sonnenaufgangstour. Während Nebel über dem Regenwald liegt und Brüllaffen durch den Wald rufen, fühlt sich der Ort richtig mystisch an. Wir können aber auch die Sonnenuntergangstour sehr empfehlen. Diese ist etwas ruhiger, da der Nationalpark fast menschenleer ist.

Zur Sonnenaufgangstour nach Tikal ab Flores

Zur Sonnenuntergangstour nach Tikal ab Flores

Yaxhá

Yaxha Flores Sonnenuntergang
Yaxhá hast du einen der schönsten Sonnenuntergänge mit Blick über die Lagune

Was du wissen musst: Yaxhá ist eine der schönsten und gleichzeitig ruhigsten Maya-Ruinen in Guatemala. Die Anlage liegt ebenfalls mitten im Dschungel und gehört zum Yaxhá-Nakum-Naranjo National Park. 

Lohnt es sich? Definitiv! Yaxhá ist deutlich weniger besucht als Tikal und fühlt sich dadurch ursprünglicher an. Wenn du aber nur wenig Zeit in Flores hast, würden wir eher Tikal empfehlen.

Unser Tipp: Wer Sonnenuntergänge mag, ist hier richtig. Die Tour findet nämlich zur Dämmerung statt, mit Blick über den Dschungel und den Yaxhá-See.

Zur Sonnenuntergangstour nach Yaxhá ab Flores

El Mirador

La Danta Guatemala
La Danta wurde erst vor wenigen Jahrzehnten wiederentdeckt

Was du wissen musst: El Mirador ist eine der größten Maya-Stätten und bekannt für die riesige Pyramide La Danta. Die Anlage wurde erst vor wenigen Jahrzehnten wiederentdeckt und wird bis heute erforscht. 

Lohnt es sich? Ja, aber nur, wenn du genug Zeit mitbringst. Die Anreise ist aufwendig, meist erreichst du El Mirador nur über eine 4-5-tägige Wanderung durch den Dschungel. Genau das macht die Ruinen aber so besonders. Sie wirken beinahe unberührt und du hast sie fast für dich alleine.

Unser Tipp: El Mirador erreichst du nur nach einer mehrtägigen Wanderung oder mit dem Helikopter. Die Tour kannst du dir vor Ort oder ganz einfach online buchen.

Zum 5-tägigen Trekking nach El Mirador von Flores

Zur Tagestour zum El Mirador mit dem Hubschrauber ab Flores

Crater Azul

Crater Azul bei Flores in Guatemala
Der Crater Azul ist ein kristallklarer Naturpool

Was du wissen musst: Der Crater Azul ist noch ein echter Geheimtipp in Guatemala und liegt abseits der typischen Touristenpfade. Der türkisfarbene See versteckt sich mitten im Dschungel im Norden des Landes, unweit der mexikanischen Grenze. Das Wasser ist unglaublich klar und fast schon surreal blau.

Lohnt es sich? Häufig ist es hier sehr ruhig, weil der Ort bisher vor allem nur bei Einheimischen bekannt ist. Du kannst im angenehm kühlen Wasser schwimmen oder einfach entspannt auf den Holzstegen die Atmosphäre genießen. Wenn du allerdings nur wenig Zeit hast und die wichtigsten Highlights sehen möchtest, würden wir den Ausflug eher weglassen.

Unser Tipp: Den Crater Azul kannst du entweder mit einer Tour oder auf eigene Faust mit dem Auto besuchen. Der Ort ist ziemlich abgelegen, daher solltest du unbedingt ausreichend Getränke, Snacks, Sonnencreme und Mückenspray mitnehmen.

Sehenswürdigkeiten am Rio Dulce

Río Dulce Nationalpark

Rio Dulce Guatemala
Am Río Dulce gibt es schöne Unterkünfte

Was du wissen musst: Der Río Dulce liegt im Osten von Guatemala und verbindet den Lago de Izabal mit dem Karibischen Meer. Der Fluss ist kein normaler Fluss, sondern eher eine Mischung aus See und dichter Dschungellandschaft. Statt typischer Ufer siehst du hier viel tropische Natur, Mangroven und grünes Dickicht. Der Río Dulce fließt bis nach Livingston, einer kleinen Stadt an der Küste und mündet dort ins Karibische Meer.

Lohnt es sich? Wenn du Livingston besuchen möchtest, kannst du auf dem Weg dorthin einen Stopp am Río Dulce einlegen. Am Flussufer warten tolle Unterkünfte auf dich, die nur mit dem Boot erreichbar sind und mitten im Dschungel liegen. Wir sind auf dem Rückweg von Livingston mit dem Boot über den Rio Dulce gefahren, das hat uns für einen ersten Eindruck auch gereicht.

Unser Tipp: Leihe dir unbedingt ein Kanu aus, um den Fluss auf eigene Faust zu erkunden. Bei vielen Unterkünften sind Kanus sogar schon im Preis inbegriffen.

Unser Hoteltipp: Wir können dir das Boatique Hotel and Marina direkt am See und mit einem schönen Pool empfehlen.

Livingston

Playa Blanca in Livingston, Guatemala
Hier kannst du einige Tage am Meer chillen

Was du wissen musst: Livingston erreichst du nur mit dem Boot und genau das macht den Ort einzigartig. Groß ist die Stadt nicht und du kannst dir in ein bis zwei Stunden einen guten Überblick verschaffen. Das Zentrum besteht im Grunde aus einer Hauptstraße mit vielen kleinen Restaurants und Shops. Die bunten Häuser sorgen dabei für karibisches Flair.

Lohnt es sich? Jein. Wenn du nur zwei Wochen in Guatemala bist, würden wir Livingston auslassen. Dafür ist die Anfahrt zu umständlich. Auf unserer dreiwöchigen Rundreise haben wir Livingston aber besucht. Viel zu tun gibt es hier nicht, und bis auf die Playa Blanca sind auch die Strände nicht ganz so schön. Da würden wir die Strände in Mexiko oder Costa Rica auf jeden Fall vorziehen. 

Unser Tipp: Wenn du da bist, mach unbedingt einen Tagesausflug zur traumhaften Playa Blanca. Der Strand ist nur per Boot erreichbar, was ihn umso besonderer macht. Schon für die Bootsfahrt lohnt es sich!

Sehenswürdigkeiten in El Paredón

El Paredón

El Paredon surfen
Bei Surfern ein Highlight in Guatemala

Was du wissen musst: El Paredón liegt nur etwa 3 Stunden von Antigua entfernt und ist ideal für einen kurzen Abstecher ans Meer. Der Ort ist herrlich unaufgeregt, super zum Abschalten und vor allem bei Surfern ziemlich beliebt.

Lohnt es sich? Nicht wirklich. Wenn du ein paar erholsame Tage am Meer suchst und surfen möchtest, kann El Paredón das Richtige für dich sein. Du solltest aber keine Postkartenstrände erwarten: Der schwarze Vulkansand und die teils kräftigen Wellen machen den Strand eher rau als paradiesisch. Wir sind schneller als geplant wieder abgereist und nochmal zurück zum Lake Atitlán gefahren. 

Unser Tipp: Zwischen September und Dezember kannst du mit etwas Glück dabei sein, wenn frisch geschlüpfte Schildkröten ins Meer gebracht werden. Frag am besten direkt vor Ort nach. Das Ganze ist Teil eines Naturschutzprojekts von The Driftwood Surfer.