Hpa-an ist ein kleines Städtchen im Süden Myanmars. Es liegt auf halbem Weg vom Goldenen Felsen nach Mawlamyaing und zählt noch nicht zu den ganz bekannten Touristenzielen in Myanmar.

Dabei hat vor allem die Gegend rund um Hpa-an eine Menge zu bieten: Einzigartige Landschaften, zahlreiche Höhlen und natürlich Pagoden.

Ein Abstecher nach Hpa-an lohnt sich definitiv und so haben wir auch für zwei Tage in dem kleinen Ort Station gemacht. In diesem Beitrag verraten wir dir, was wir in und um Hpa-an alles entdeckt haben und welche Sehenswürdigkeiten dich erwarten. Natürlich haben wir wie immer auch hilfreiche Tipps zu Unterkunft, An- und Abreise etc. für dich.

Zur Einstimmung gibt es noch ein kleines Video, in dem wir dir unsere Erlebnisse in Hpa-an zeigen. Viel Spaß damit!

Sehenswürdigkeiten in Hpa-an

Die Stadt selbst hat keine ganz großen Sehenswürdigkeiten: Eine Moschee, eine größere Pagode, ein Markt und ein alter Uhrturm, der allerdings mittlerweile eine LED-Zeitanzeige hat.

Das war es auch schon. Es lohnt sich, mal für ein bis zwei Stunden durch den Ort zu schlendern, dann hat man aber auch wirklich alles gesehen.

Die wirklichen Highlights warten in der Umgebung!

Hpa-an
So sieht es in der Innenstadt aus.

Hpa-an
Clocktower in Hpa-an

Sehenswürdigkeiten rund um Hpa-an – Unsere Tour

Die Gegend rund um Hpa-an ist für ihre Höhlen und die beeindruckende Landschaft bekannt. Die meisten Hotels organisieren Touren, bei denen du einen ganzen Tag lang zu den Highlights rund um Hpa-an fährst.

In unserem Hotel kostete eine Tour mit anderen zusammen nur 5.000 Kyat pro Person. Da wir zum Fotografieren manchmal etwas mehr Zeit brauchen, machen wir Touren grundsätzlich lieber selbst. Wir haben uns also ganz individuell mit einem Tuk Tuk den ganzen Tag von etwa 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr in der Gegend rumkutschieren lassen.

Der Spaß hat uns 25.000 Kyat (etwa 18 Euro) gekostet und uns neben vielen Eindrücken ordentlich blaue Flecken beschert. Einige der Straßen sind nur Feldwege und unser Tuk Tuk war leider auch besonders schrottig. Naja, kann passieren.

Die meisten Touren fahren ähnliche Sehenswürdigkeiten an und wir zeigen dir jetzt, was wir alles gesehen haben. Die Reihenfolge der Sehenswürdigkeiten ist auch die Reihenfolge, in der wir die Orte angefahren haben.

Kaw Ka Thaung-Höhle

Los ging es direkt mit einer von insgesamt vier Höhlen an diesem Tag. Die Kaw Ka Thaung-Hohle ist ein guter Einstieg, rückblickend ist sie aber die unspektakulärste Höhle von allen.

Kaw Ka Thaung Höhle
Kaw Ka Thaung Höhle

Kaw Ka Thaung Höhle
Kaw Ka Thaung Höhle

Kaw Ka Thaung Höhle
Kaw Ka Thaung Höhle

Saddan-Höhle

Danach ging es direkt weiter zu Höhle Nr. 2 und die hatte es in sich. Die Saddan-Höhle ist eine der größten und beeindruckendsten Höhlen in Myanmar. Insgesamt ist das Höhlenlabyrinth mehr als 800 Meter lang.

Die Höhle wird nach hinten hin immer dunkler, also nimm unbedingt eine Taschenlampe mit. Nach einigen Hundert Metern gelangst du in ein Fledermausnest. Tausende Fledermäuse bevölkern die Höhlendecke und machen einen ohrenbetäubenden Lärm.

Wenn du die dunklen Gänge und das Fledermausland erfolgreich durchquert hast, kommst du am anderen Ende der Höhle wieder heraus. Dort warten die Fahrer kleiner Boote darauf, dich über den See wieder zum Eingang der Höhle zurückzurudern. Die Bootsfahrt ist wirklich sehr schön. Dafür lohnt es sich, den beschwerlichen Weg durch die komplette Höhle zu nehmen.

Wenn dir das zu unheimlich ist, kannst du dich aber auch so über den See rudern lassen, ohne vorher die komplette Höhle zu durchqueren.

Wir haben für die Bootsfahrt 6.000 Kyat gezahlt. Es hätten aber auch noch zwei Personen mehr auf das Boot gepasst. War nur leider keiner da außer uns.

Saddan Höhle
So sieht der vordere Teil der Kaw Ka Thaung Höhle aus.

Saddan Höhle
Und so sieht es aus, wenn du komplett durch die Höhle durchgelaufen bist. Dort warten die Boote, die dich wieder zum Eingang zurückbringen.

Saddan Höhle Bootsfahrt
Mit dem Boot geht es zurück.

Saddan Höhle Bootsfahrt
Unter der Höhle geht es wieder zurück. Da wir im Oktober in Myanmar waren, stand das Wasser noch sehr hoch und wir mussten uns ins Boot legen , um nicht gegen die Decke zu stoßen.

Kyauk Ka Lat-Pagode

Die Kyauk Ka Lat-Pagode ist eines der großen Highlights rund um Hpa-an. Mitten in der Landschaft ragt dieser Felsen steil empor und auf seiner Spitze steht, wie sollte es anders sein, eine kleine Pagode.

Kyauk Ka Lat
Kyauk Ka Lat

Kawgon-Höhle

Die Kawgon-Höhle war die schönste von allen Höhlen, die wir auf unserer Tour gesehen haben. Die unzähligen Reliefs an den Felswänden sind einfach unheimlich beeindruckend und wir sind hier aus dem Fotografieren kaum mehr herausgekommen.

Kawgon Höhle
Kawgon Höhle

Kawgon Höhle
Kawgon Höhle

Kawgon Höhle
Kawgon Höhle

Yathayphyan-Höhle

Zum Abschluss ging es in die Yathaphyan-Höhle, die ebenfalls sehr schön war. Durch ihr Lage auf einem kleinen Hügel bietet sie vor allem eine großartige Aussicht auf die Umgebung.

Yathaypyan Höhle
Yathaypyan Höhle

Yathaypyan Höhle
Yathaypyan Höhle

Yathaypyan Höhle
Yathaypyan Höhle

Fledermaushöhle

Zum Abschluss unserer Tour sollte es eigentlich noch zur Fledermaushöhle (Bat Cave) gehen. Jeden Abend zur Dämmerung fliegen aus dieser Höhle Zehntausende Fledermäuse, was ein tolles Schauspiel sein muss. Leider hat es zum Ende des Tages so sehr geschüttet, dass wir dort doch nicht mehr hingefahren sind.

Trotzdem war es ein sehr spannender Tag. Hpa-an hat wirklich viel zu bieten. Wir haben eigentlich nur die Highlights südlich des Ortes abgeklappert. Wenn du etwas mehr Zeit hast, kannst du in der Gegend sicher noch einiges mehr entdecken.

Unser Hoteltipp für Hpa-an

In Hpa-an gibt es nur eine gute Handvoll Unterkünfte. Gerade in der Hauptsaison solltest du deshalb auf jeden Fall vorher etwas reservieren.

Wir haben im Galaxy Motel geschlafen. Das Galaxy Motel ist sehr einfach, aber relativ sauber. Du solltest wirklich nichts Tolles erwarten, aber für etwa 20 Dollar pro Nacht kann man da echt nicht meckern.

Die Lage ist sehr gut und die Besitzerin ist superlieb, spricht gut englisch und organisiert Touren, Tickets und was man als Reisender sonst noch so braucht.

Link: Galaxy Motel Hpa-an.

Wenn es etwas hochwertiger sein soll, ist das Hotel United empfehlenswert. Die mit Abstand beste, aber auch teuerste Unterkunft der Stadt ist die Hpa-an Lodge.

Galaxy Motel Hpa-an
Galaxy Motel Hpa-an

Unsere Restaurant-Tipps für Hpa-an

Das beste einheimische Essen bekommst du im San Ma Tu. Hier kannst du aus unzähligen Töpfen wählen, was du gerne essen möchtest und bekommst zusätzlich noch zehn Schalen mit diversen Dips auf den Tisch gestellt. Sehr authentisch und günstig!

Das Restaurant ist etwas außerhalb des Zentrums. Zu Fuß sind es 15 Minuten vom Uhrturm aus. Schneller geht es mit einem Tuk Tuk oder Mopedtaxi.

Empfehlenswert ist auch das Lucky Restaurant in der Nähe des Markts. Das ist der einzige Laden im Ort, in dem es Bier vom Fass gibt. Das Essen ist auch gar nicht schlecht.

Richtig guten Kaffee gibt es in der New Day Bakery beim Uhrturm um die Ecke. Probiere unbedingt auch den leckeren Egg-Pudding.

An- und Weiterreise

Die meisten Reisenden kommen vom Goldenen Felsen und fahren von Hpa-an weiter nach Mawlamyaing. Wir sind diese Route ebenfalls gefahren.

Vom Goldenen Felsen dauert es etwa 2,5 Stunden mit dem Bus bis nach Hpa-an.

Der Bus nach Mawlamyaing fährt stündlich vor der New Day Bakery ab und kostet 1.000 Kyat. Der Bus ist sehr einfach und ohne Klimaanlage, dafür ist die Strecke landschaftlich sehr beeindruckend. Es geht über zwei riesige Brücken, die in schwindelerregenden Höhen über Flüsse führen. Die Fahrt dauert etwa 2 Stunden, gezahlt wird direkt im Bus.

Der Bus sollte eigentlich zur vollen Stunde abfahren. Wir waren eine Viertel Stunde eher da, haben uns reingesetzt und schwups: Es ging direkt los. Also besser etwas früher kommen!

Ebenfalls landschaftlich reizvoll ist die Fahrt mit dem Boot nach Mawlamyaing. Täglich 13:00 Uhr fährt ein Boot diese Strecke, allerdings nur wenn sich am Morgen auch Leute gefunden haben, welche die entgegengesetzte Strecke fahren. Frag am besten am Vorabend in deinem Hotel nach, ob ein Boot fährt. Alternativ kann man auch ein privates Boot chartern.

Mehr Infos zu Mawlamyaing findest du hier: Mawlamyaing – Kolonialer Charme am Ufer des Thanlwin-Flusses.

Fazit zu Hpa-an

Hpa-an lohnt sich definitiv! Die Landschaft ist einzigartig und die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung sind absolut großartig. Gemeinsam mit Mawlamyaing gehört der Süden Myanmars definitiv zu den Highlights einer jeden Myanmar-Reise.

Warst du auch schonmal in Hpa-an? Wie hat es dir gefallen? Hast du noch ein paar Tipps für uns? Wir freuen uns über deinen Kommentar.

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