So machst du schöne Hundefotos: Unsere 14 Hundefotografie Tipps

Du hast einen Hund oder möchtest unbedingt mal einen Hund fotografieren? Dann haben wir hier für dich ein paar nützliche Hundefotografie Tipps zusammengestellt, mit denen das nächste Hunde-Fotoshooting bestimmt klappt.

Du willst mal wieder ein richtig schönes Foto von deinem Hund schießen, aber weißt gar nicht, wo du anfangen sollst?

Hundefotografie ist gar nicht so einfach, zumal Hunde sich ja nicht einfach irgendwo hin stellen und mal kurz für die Kamera posieren. Mit ein paar Tricks schafft es aber auch ein absoluter Fotografie-Laie, schöne Hundefotos zu machen.

In diesem Artikel geben wir dir 14 nützliche Hundefotografie Tipps, mit denen du garantiert ein paar gute Hundeportraits zustande bringen wirst.

Hundefotografie Tipps vor dem Shooting

Schon bevor es eigentlich losgeht, kannst du aktiv werden und so dafür sorgen, dass bei deinem Hunde-Fotoshooting nichts schiefgeht.

#1 Im Netz Fotoideen mit Hund sammeln

Schau ruhig einmal im Internet nach, was es für Hundefotos gibt und welche dir gefallen. So kannst du ein paar Hundeshooting Ideen sammeln und du dich orientieren.

Wenn du ein paar Motive festgelegt hast, hast du einen roten Faden, an dem du dich während des Fotoshootings entlang hangeln kannst. So kannst du strukturierter vorgehen und bekommst schon vorher ein wenig Sicherheit für das Shooting.

Bei Fotografieren passieren eh genügend Dinge, mit denen du nicht rechnest. So entstehen zwar zwischendurch ungeplante Fotos, die aber trotzdem schön sein können.

#2 Behalte den Wetterbericht im Auge

Wir waren einmal mit einem hellen Hund unterwegs und haben nicht bedacht, dass es die Tage vorher viel geregnet hat.

Gerade im Wald hält sich die Feuchtigkeit länger und so wird das Shooting schnell zu einer Schlammschlacht. Wobei das natürlich auch witzig aussehen kann. Hab also unbedingt den Wetterbericht im Blick.

#3 Suche dir die passende Location aus

Welche Farbe hat das Fell des Hundes? Bei der Location-Auswahl kann das eine entscheidende Frage für schöne Hundefotos sein. Dabei solltest du auf einen hohen Kontrast zwischen dem Fell des Hundes und dem Hintergrund achten.

Wenn du eher einen dunklen Hund fotografierst, dann solltest du eine helle Umgebungen wie eine Wiese wählen. Mit einem hellen Hund kannst du beispielsweise in einen eher dunklen Wald gehen.

Hund am Strand
Bei einem Hund mit dunklerem Fell eignet sich ein heller Sandstrand als guter Kontrast für Fotos

#4 Mit dem Hund per Du werden

Ähnlich wie bei Kindern in der Kinderfotografie, solltest der Hund sich in deiner Gegenwart wohl fühlen.

Noch bevor du anfängst zu fotografieren, solltest du dich also ein wenig mit dem Hund befassen. Spiel mit ihm, frag das Frauchen oder Herrchen, ob du Leckerlies verteilen darfst und gewinne so den Hund für dich. Wenn es sowieso dein Hund ist, umso besser.

Zeige dem Hund ruhig schon die Kamera. Löse ein paar mal aus, sodass sich der Hund an das Auslöse-Geräusch gewöhnt und damit er versteht, dass von der Kamera keine Gefahr ausgeht. Das Blitzlicht solltest du am besten vermeiden.

Spielen mit dem Hund
Bevor es losgeht mit dem Hunde-Fotoshooting wird erst einmal gespielt um die Stimmung aufzulockern

#5 Hundepflege

Ein Model für ein Portrait-Shooting reist auch nicht ohne Bürste an. Bring also am besten ein wenig Pflegeutensilien für deinen Hund mit. Eine Bürste, um das Fell zu richten und ein Handtuch, um Schmutz abzuputzen. Nimm unbedingt etwas zu trinken für deinen Hund (und dich) mit.

Hund trinkt Wasser
Nicht vergessen, dem Hund etwas zu trinken zu geben.

Hundefotografie Tipps während des Shootings

Es ist soweit, das Shooting kann losgehen. Auch während des Hunde Fotoshootings kannst du natürlich einige Punkte beachten, um schöne Fotos zu erhalten.

#6 Nimm dir einen Helfer mit

Ein Helfer oder ein Assistent sind bei einem Hunde-Fotoshooting Gold wert. Am besten ist das Frauchen oder Herrchen des Hundes geeignet. So kann der Helfer beispielsweise Kommandos geben, um die Blickrichtung des Hundes zu beeinflussen.

Aber es ist auch einfach angenehm jemanden dabeizuhaben, der auf die Requisiten oder deine Fotoausrüstung aufpasst, sodass du ungestört fotografieren kannst.

#7 Den Hund aus unterschiedlichen Perspektiven fotografieren

Hunde lassen sich am besten auf Augenhöhe fotografieren. Das erfordert dann ein wenig Sportlichkeit und du solltest damit rechnen, dass deine Kleidung schmutzig wird. Es lohnt sich aber! Auf diese Weise lassen sich emotionale Tierfotos aufnehmen und man taucht in die Welt des Hundes ein.

Oder du übertreibst bewusst mit der Perspektive. Wenn du den Hund direkt von oben fotografierst und dabei noch ein Weitwinkelobjektiv nutzt, entstehen witzige Bilder, bei denen die Nasen der Hunde übergroß dargestellt werden.

Ein Blick von unten kann sich ebenso lohnen und völlig neue Ansichten hervorbringen, da dies nicht unserer üblichen Sehgewohnheit entspricht.

Hund von unten
Die Froschperspektive eröffnet völlig neue Ansichten
Nahaufnahme vom Gesicht des Hundes
Und auch der Blick von oben und etwas näher dran bietet schöne Perspektiven

#8 Reduzierung auf das Wesentliche

Achte darauf, dass keine störenden Elemente auf deinem Foto zu finden sind. Etwa ein auffälliger Ast, der nicht in das Bild soll oder ein Papierkorb im Hintergrund. Entferne diese Objekte durch einen anderen Blickwinkel oder im Nachgang bei der Bildbearbeitung.

Ein anderer Punkt ist die Reduzierung der Farben auf deinem Bild. Damit meinen wir nicht, dass du das Bild entsättigen sollst. Achte darauf, welche Farben auf dem Bild zu sehen sind und wie man den Ausschnitt wählen könnte, damit diese nicht zu unruhig wirken und von dem eigentlichen Motiv ablenken.

Lies auch unseren Artikel über Bildgestaltung

Hund am Strand
Bei der Wahl des Ausschnitts darauf achten, dass nichts vom Hauptmotiv ablenkt

#9 Beziehe die Umgebung mit ein

Natürlich sollte der Hund bei deinem Hundeshooting immer im Mittelpunkt stehen. Aber vergiss nicht, wo du gerade bist und versuche, mit deiner Umgebung zu spielen und sie mit in deine Fotos einzubeziehen.

Hund mit Landschaft
Die Umgebung mit in das Foto einbeziehen

#10 So ziehst du seine Aufmerksamkeit auf dich

Wenn dein Hund einfach nicht zu dir schauen will, dann kann es bedeuten, dass die Aufmerksamkeit langsam schwindet und du eine Pause für euch einlegen solltest. Vielleicht packt aber gerade einfach etwas anderes die Aufmerksamkeit des Hundes. Dann musst du kontern!

Mach dich ein wenig zum Affen, dann wird der Hund schnell wieder auf dich aufmerksam. Sogar dein Smartphone kann dabei helfen. Es gibt verschiedene Apps für Smartphones, die Tierstimmen abspielen können. Damit rechnet dein Hund sicher nicht.

Hund ist auch mal müde
Wichtig beim Hundefotoshooting: Auch mal eine Verschnaufpause einlegen

#11 Details einfangen

Sieh deinen Hund nicht nur im Ganzen, sondern schau dir auch Details an. Hat dein Hund eine interessante Fellstruktur, hast du dir mal die Pfoten genauer angeschaut? Wie wäre es, wenn du nur die Augen oder die Nase fotografierst?

So lernst du deinen Hund auf eine neue Weise kennen. Außerdem kannst du diese Detailfotos sehr gut zuhause und damit unabhängig von Wind und Wetter machen.

Abdruck Hundepfote
Details sind wichtig, um eine Bildserie abzurunden

#12 Zur richtigen Uhrzeit fotografieren

Morgens ist das Licht schön warm und die Sonne steht recht tief. Du kannst dann schöne Aufnahmen im Gegenlicht machen.

Gegen Abend wird das Licht natürlich auch wieder wärmer und die Sonne steht tief. Dann kann es jedoch schon mal vorkommen, dass man nicht alleine ist, weil viele Fußgänger unterwegs sind.

Die Mittagssonne solltest du dagegen meiden. Dieses Licht nennt sich ‘hartes Licht’. Dabei entstehen starke Schatten und die Farben wirken nicht so kräftig wie am Morgen oder am Abend. Außerdem kneift der Hund bei zu starkem Licht die Augen zusammen.

Hund im Gegenlicht
Durch das Gegenlicht entstehen atmosphärische Fotos

Hundefotografie Tipps nach dem Shooting

Es ist geschafft. Alle Fotos sind im Kasten und du möchtest nur noch die Arme und Beine von dir strecken. Aber auch jetzt kannst du noch Kleinigkeiten erledigen.

#13 Die Belohnung muss stimmen

Modeln ist einfach anstrengend, ob nun als Mensch oder als Tier. Belohne deinen Hund also mit seinem Lieblingsspielzeug oder genügend Leckerlies. Auf diese Weise sorgst du dafür, dass dein Hund auch bei dem nächsten Shooting noch Lust darauf hat.

Entspannung nach dem Hundefotoshooting
Nach dem Hunde-Shooting ist für den Hund erst einmal Erholung angesagt

#14 Tipps zur Nachbearbeitung

Mit wenigen Tools kannst du bereits am Smartphone die Fotos nachbearbeiten. Oft hilft es schon, die Kontraste etwas anzuheben, die Schatten und dunklen Bereiche etwas aufzuhellen und den Ausschnitt etwas anzupassen.

Snapseed ist eine kostenlose App mit der du das machen kannst. Die gibt es für Android und iOS und enthält keine lästige Werbung. Mit einer Bildbearbeitungssoftware für den PC sind die Möglichkeiten natürlich noch einmal etwas größer.

Vergleich zweier Hundefotos
Hier wurde die Helligkeit angepasst und das Bild gerade ausgerichtet

Technische Tipps: Die passenden Kameraeinstellungen

Eigentlich wollten wir gar nicht zu technisch werden. Aber schon mit wenigen Einstellungen an deiner Kamera kannst du dir die Fotografie sehr erleichtern.

Wenn du also schon etwas fortgeschrittener bist oder dich einfach für die Einstellungen interessierst, kommen hier noch ein paar Tipps zu den Einstellungen an deiner Kamera.

Lies auch unseren Beitrag über die Grundlagen der Fotografie

Mit welcher Kamera am besten fotografieren?

Egal ob bei Hundefotografie oder bei anderen Arten von Fotografie: Eine manuell einstellbare Kamera macht die schönsten Fotos. Du solltest also Blende, Zeit und ISO selbst einstellen können. Das geht mittlerweile schon bei den meisten Kompaktkameras und ab und an sogar bei Smartphones.

Trotzdem ist es gerade für die Tierfotografie wichtig, dass du das Objektiv wechseln kannst, um dich auf verschiedene Situationen einstellen zu können. Bei Spiegelreflexkameras und Systemkameras geht das auf jeden Fall.

Kamera Kaufberatung: Welche Kamera passt zu dir?

Nutze den Autofokus

Viele Kameras haben einen kontinuierlichen Autofokus (AF-C). Das bedeutet, dass der Autofokus von alleine die ganze Zeit die Schärfe nachstellt. Bei neueren Kameras klappt das ganz gut.

Das ist in der Hundefotografie ganz nützlich, da sich der Hund ja ständig bewegt und die Kamera immer neu fokussieren muss.

Wenn du merkst, dass dein Hund trotzdem noch zu schnell für die Kamera ist, empfehlen wir dir den Single Autofokus (AF-S). Dabei kannst du selbst den Autofokuspunkt verschieben.

Wähle den Bereich aus, durch den dein Hund laufen soll. Lege zum Beispiel einen Ast parat, über den dein Hund springen kann. Lege den Autofokuspunkt auf den Ast und drücke in dem Moment ab, wenn dein Hund durch diesen Bereich läuft.

Vermutlich brauchst du ein paar Anläufe, aber zum Glück gibt es da noch einen Trick: Der Serienbildmodus.

Dabei macht deine Kamera je nach Kameramodell zwischen 5 und 10 Bildern pro Sekunde, sodass bestimmt ein scharfes Foto dabei ist.

ISO-Wert

Beim ISO-Wert gilt: so wenig wie möglich so viel wie nötig. Durch hohe ISO-Werte ab etwa 3200 kommt zunehmend ein Bildrauschen hinzu. Dafür kannst du je nach Lichtsituation durch hohe ISO-Werte mit kürzeren Zeiten belichten.

Wenn du beispielsweise einen Hund in Action fotografieren möchtest, würden wir lieber einen hohen ISO-Wert in Kauf nehmen, um dafür mit einer kurzen Verschlusszeit arbeiten zu können, damit die Bewegung auf dem Bild komplett eingefroren wird.

Die richtige Belichtungszeit: Hunde in Bewegung fotografieren

Wenn du einen sich schnell bewegenden Hund fotografierst, dann bietet es sich an, die Bewegung einzufrieren. Beispielsweise wenn der Hund gerade über einen Ast springt oder sich das nasse Wasser aus dem Fell schüttelt.

Um die Bewegung einzufrieren, musst du die Belichtungszeit anpassen. Dabei sollte höchstens 1/1000 Sekunde belichtet werden, am besten noch kürzer.

Es kann auch schön aussehen, wenn du extra eine längere Verschlusszeit einstellst. Etwa 1/30 s. So verschwimmt der Hund ein wenig und die Bewegung kommt noch besser rüber.

Hund im Lauf
Die kurze Verschlusszeit lässt den Hund in der Bewegung einfrieren.

Das richtige Objektiv

Bei den Objektiven ist es eigentlich wie bei der Fotografie von Menschen.

Für Hundeportraits nimmst du am besten ein leichtes Tele-Objektiv mit etwa 85 mm Brennweite und einer hohen Lichtstärke, wie etwa f/1.4 bis f/2.8. So erreichst du einen unscharfen Hintergrund und der Hund steht voll im Mittelpunkt.

Wenn es um Aufnahmen in Action geht, dann sind Zoom Objektive sehr praktisch. Etwa ein 70 bis 200 mm Objektiv. So kannst du die Brennweite flexibel anpassen, wenn der Hund in der Gegend umhertollt.

Weitwinkel-Objektive bieten sich vor allem für ungewöhnliche Perspektiven an. Außerdem verzerren diese das Bild ein wenig, wodurch ungewöhnliche Fotos entstehen können.

Lies auch unseren Artikel zur Objektivberatung

Fazit: Hunde fotografieren ist gar nicht schwer

Vierbeiner können unvorhergesehene Bewegungen machen oder sich auch viel zu schnell bewegen. Was du also vor allem brauchst, ist ein Draht zu dem Hund und ein klein wenig Hundeverständnis.

Denn wenn du seine Bewegungen vorhersehen kannst, zum Beispiel wenn du einen Ball wirfst, kannst du die Kameraeinstellungen und den Bildausschnitt vorher schon passend einstellen.

Es werden aber vermutlich auch viele unerwartete Dinge passieren. Aber mit ein wenig Glück können dabei trotzdem schöne Bilder entstehen.

Ärgere dich nicht, wenn es nicht auf Anhieb so klappt, wie du es dir vorstellst. Am Schluss soll das Hunde-Fotoshooting schließlich Spaß machen!

Das waren unsere Hunde-Fotoshooting Tipps

Hast du auch noch Tipps für Fotos mit Hunden, an die wir nicht gedacht haben oder noch Fragen? Dann freuen wir uns auf deine Kommentare.