Hong Kong – Was für eine Wahnsinnsstadt. Hong Kong stand schon lange ganz oben auf unserer Reise-Wunschliste, aber so richtig wussten wir trotzdem nicht, was uns dort erwartet.

Die Stadt ist groß, laut und hektisch, aber auch unheimlich faszinierend und vielschichtig. Hong Kong besteht nicht nur aus Hochhausschluchten. Es gibt durchaus noch Ecken, in denen das Leben etwas traditioneller zugeht und rund um die Stadt gibt es überraschend viel Grün und sogar schöne Strände.

In diesem Beitrag zeigen wir dir unsere fünf Insider-Tipps für Hong Kong. Wenn du die bekannten Sehenswürdigkeiten, wie den Victoria Peak, die 10.0000 Buddhas Monastery oder den großen Buddha auf Lantau Island gesehen hast, dann wird es Zeit ein paar Highlights zu entdecken, die du nicht in jedem Reiseführer findest.

# Tipp 1: Sky Bar ohne Trinkzwang

Hong Kong ist bekannt für seine unzähligen Rooftop-Bars und Dachterrassen. Meistens sind die Bars sehr exklusiv, es besteht eine recht strenge Kleiderordnung und für die Drinks legt man ein kleines Vermögen auf die Theke.

Es gibt aber eine tolle Alternative: Auf dem Dach der IFC Mall befindet sich eine riesige, frei zugängliche Dachterrasse.

Dort gibt es die Red Bar, in der du bei einem Drink die tolle Aussicht auf Kowloon genießen kannst. Ein Großteil der Dachterrasse ist aber öffentlicher Bereich und gehört zur Mall, sodass du nicht in die Red Bar gehen musst.

Du kannst auch einfach so dort sitzen oder sogar ein mitgebrachtes Bier aus dem Supermarkt trinken.

Natürlich gibt es in Hong Kong spektakulärere Rooftops, aber mit Sicherheit kaum günstigere. Die IFC Mall ist also ein echter Geheimtipp unter den Skybars in Hong Kong.

Das Foto von der Aussicht musste leider mehr oder weniger ohne Stativ entstehen, daher ist es nicht ganz so scharf ;).

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Die Aussicht von der IFC Mall.

So kommst du zur IFC Mall

Die IFC Mall befindet sich in der 8, Finance Street. Ganz in der Nähe befinden sich die MTR-Stationen Central und Hong Kong.

In der Mall ist es wie so oft in diesen Riesenmalls etwas unübersichtlich. Du musst auf jeden Fall in die 4. Etage und wenn du den Ausgang auf die Dachterrasse nicht findest, frag einfach nach der Red Bar.

# Tipp 2: Eine Wanderung auf den Drachenrücken

Wenn du genug hast vom hektischen Treiben in den Straßen Hong Kongs, dann ist eine Wanderung über den Drachenrücken genau die richtige Kur für dich.

Es ist erstaunlich, wie schnell man der Stadt entfliehen kann und plötzlich in der Natur steht. Die Wanderung auf den Dragon’s Back ist nicht sonderlich anspruchsvoll und auch für Couchpotatoes gut machbar.

Man benötigt etwa zwei Stunden um auf den Drachenrücken zu gelangen und auf der Hochebene entlang zu gehen. Der Anstieg selbst dauert ca. 30 Minuten und ist nicht zu steil.

Einmal oben angekommen bieten sich hervorragende Ausblicke. Auf der einen Seite blitzen zwischen den grünen Hügeln immer wieder die Hochhäuser der nahen Stadt hervor. Die andere Seite bietet tolle Blicke aufs Meer und die umliegenden Fischerdörfer.

Wanderung Drachenrücken.
Wanderung über den Drachenrücken.

Wanderung Drachenrücken.
Wanderung über den Drachenrücken.

hongkong drachenrücken
Wanderung über den Drachenrücken, Hongkong

Hongkong Drachenrücken Selfie
Natürlich muss auch ein Selfie sein. Hinter uns liegt die Küste und so eine tolle Strände.

Wanderung Hongkong
So sieht der Wanderweg über den Drachenrücken die meiste Zeit aus.

So kommst du zum Drachenrücken

Wir haben den Drachenrücken im Rahmen einer geführten Wanderung besucht. Unsere Wanderbegeisterte Führerin Stephanie lebt seit vielen Jahren in Hong Kong und konnte uns während der Tour viel über das Leben in der Metropole erzählen. Wir können diese Tour wärmstens empfehlen.

>> Hier kannst du die Wanderung auf den Drachenrücken buchen.
>> Hier findest du weitere spannende Touren in und um Hong Kong.

Natürlich kannst du den Dragon’s Back auch allein erkunden. Mit der Metro fährst du zunächst nach Shau Kei Wan. Dort geht es weiter mit einem Sammeltaxi. Die Sammeltaxis sind etwas schwer zu finden. Am besten fragst du dich vor Ort durch.

Alternativ kannst du auch den Bus Nr. 9 nehmen in Richtung Sheik O und steigst an der Haltestelle To Tei Wan, She O Road aus. Der Wanderweg selbst ist gut ausgeschildert, sodass du dich eigentlich nicht verlaufen kannst.

# Tipp 3: Pei Ho Street Market

Der Pei Ho Street Market, in der Nähe der U-Bahn Station Sham Shui Po ist ein echter Geheimtipp. Der Stadtteil ist der „ärmste“ Stadtteil in Hong Kong. Fernab der Glitzerwelt der Shopping Malls und Hochhäuser kannst du hier das ursprüngliche Hong Kong erleben.

Bereits der Weg zur Markthalle ist ein Erlebnis für sich. Die Straßen in der Gegend sind ein riesiger Markt, auf dem alles verkauft wird von Nahrungsmitteln über Kleidung bis hin zu Trödel und Talismanen. Der Markt erstreckt sich um die Kweilin Street.

Die Markthalle befindet sich inmitten des Markts und erstreckt sich über zwei Etagen. Unten gibt es Fleisch und Fisch und oben wird hauptsächlich Gemüse verkauft. Andere Touristen haben wir während unseres Besuch nicht gesehen.

Der Markt ist allerdings auch eher etwas für hartgesottene Gemüter. Hier werden nicht nur die Filetstücke zum Kauf angeboten, vom Kopf über Innereien bis hin zum Schwanz kann man hier alle Einzelteile eines Schweins kaufen.

In der Fischabteilung geht es dann richtig rüde zu. Die Fische werden hier vor Ort getötet und direkt ausgenommen. Das ist zwar nicht schön, aber authentisch. So bekommt man auch mal einen Einblick, wie so ein Fischstäbchen aussieht, bevor es in der Iglo-Packung landet.

Pei Ho Street Market
Pei Ho Street Market

Pei Ho Street Market
Pei Ho Street Market

Pei Ho Street Market
Pei Ho Street Market

Pei Ho Street Market
Pei Ho Street Market

Pei Ho Street Market
Pei Ho Street Market

So kommst du zum Pei Ho Street Market

Du fährst mit der Metro bis zur Station Sham Shui Po. Von dort geht es zu Fuß weiter. Die genaue Adresse ist: 333 Ki Lung Street. Sobald du an der Ecke Kweilin Street und Tai Nan Street bist, steht du sozusagen vor dem Gebäude und musst nur noch den Eingang finden.

# Tipp 4: Dim Sum Essen im DimDimSum Dim Sum Specialty Store

Essen war eine unserer Lieblingsbeschäftigungen in Hong Kong. Hier gibt es wirklich alles, was das Herz begehrt. Von relativ günstig bis unverschämt teuer ist für jeden Geldbeutel etwas dabei.

Wir haben meistens die etwas günstigeren Alternativen gewählt, da dieses einfach oft das authentischste Essen ist. Besonders begeistert hat uns ein kleines Restaurant mit einem langen Namen: DimDim Sum Dim Sum Specialty Store.

Wie der Name es schon verrät, gibt es dort Dim Sum, gedämpfte, chinesische Teigtaschen mit den unterschiedlichsten Füllungen. Man bekommt eine Karte mit allen verfügbaren Dim Sums und kreuzt an, was man alles essen möchte.

Meistens besteht eine Portion aus 3 oder 4 Dim Sums und kostet zwischen 15 und 25 HKD. Das sind etwa 2 bis 3 Euro.

Bei unserem ersten Besuch dort konnten wir uns nicht entscheiden und haben gleich mal acht Portionen bestellt. Puh, waren wir voll danach. Aber es war unheimlich lecker. So lecker, dass wir zwei Tage später direkt noch mal dort hingegangen sind.

Du darfst dort kein gemütliches Restaurant erwarten. Wie so viele Restaurants in Hong Kong geht hier alles sehr schnell und effizient. Du kommst, bestellst, isst, zahlst und gehst. Aber du wirst glücklich sein.

Richtig großartig sind die Shanghai Soup Dumplings mit schwarzem Trüffel und die Traditional Siu Mai mit einem Wachtelei.

Dim Sum
Dim Sum

Dim Sum
Dim Sum

Dim Sum
DimDimSum – Dim Sum Specialty Store in Hongkong.

So kommst du zum DimDimSum Dim Sum Specialty Store

Es gibt mehrere Filialen des DimDim Sum in Hong Kong. Wir waren immer im Restaurant in der 21-23 Man Ying Street in der Nähe der MTR-Stationen Austin und Jordan. Die Straßen um das Restaurant können wir übrigens auch empfehlen um danach noch ein leckeres Bier zu trinken, da es dort einige nette Bars gibt.

Eine weitere Filiale gibt es in der 112 Tung Choi Street in der Nähe der Station Mong Kok.

Die Webseite des DimDim Sum ist leider nur auf Chinesisch verfügbar. Google Maps hilft dir aber bei der Suche nach der nächsten Filiale zuverlässig weiter.

# Tipp 5: Shek O – Ein verschlafenes Fischerdorf am Strand

Und noch ein Tipp, um dem Treiben der Großstadt zu entkommen. Im kleinen Fischerdorf Shek O fühlst du dich tatsächlich wie in einer anderen Welt.

Alles ist hier plötzlich ganz klein: Die Häuser sind klein und die Straßen sind hier eher Gassen. Ab und zu tuckert mal ein Auto vorbei, ansonsten triffst du eher Fußgänger.

Das mehr als 200 Jahre alte Dörfchen ist das genaue Gegenteil der Stadt. Dennoch ist es ein Teil von Hong Kong.

Es gibt hier zwei Sandstrände, zum dem vor allem am Wochenende die Einheimischen zum Baden hingehen. Wenn du für deinen Städtetrip nach Hong Kong keine Badesachsen eingepackt hast, ist das kein Problem. Vor Ort kannst du alles zu humanen Preisen kaufen und dich auch in die Fluten stürzen.

Shek-O, Hongkong
Aussicht auf das Städtchen Shek-O vom Drachenrücken.

Shek-O, Hongkong
Shek-O, Hongkong

Shek-O, Hongkong
Shek-O, Hongkong

Shek-O, Hongkong
Shek-O, Hongkong

So kommst du nach Shek O

Mit der Island Line (Blaue Linie) der MTR fährst du zunächst bis zur Station Shau Kei Wan. Dort steigst du um in den Bus der Linie 9 und fährst bis zur Endstation Shek O.

Hast du auch Tipps für Hongkong?

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Wir sind Jenny und Basti - Reiseblogger, Reisefotografen und Weltenbummler aus Leidenschaft! Seit 2015 leben und arbeiten wir ortsunabhängig.Auf unserem Blog teilen wir unsere besten Reisetipps mit dir und verraten dir, wie du ganz einfach selbst atemberaubende Reisefotos machen kannst.

8 Kommentare - Wir freuen uns auch über deinen netten Kommentar!

  1. Bin durch Zufall auf Euren Blog gestoßen, schön gemacht. Werde in 4 Wochen in Hong Kong sein und kann Euch dann bestimmt ein paar Tipps geben :-) Gut finde ich den Hinweis mit dem Tempel der 1000 Buddhas, das werde ich mir mal anschauen.
    Übrigens: ich fotografiere auch mit einer Sony A6000 :-)
    Und interessant das Jenny aus Traben-Trarbach kommt, ich wohne in Kirchberg :-D

    LG Olli

    • Hallo Oli,

      wie klein die Welt doch ist :). Wenigstens kennt tatsächlich jemand mal den Ort Traben-Trarbach. Das passiert mir selten – aber das kennst du wahrscheinlich! Eigentlich komme ich auch noch nicht mal aus Traben-Trarbach, sondern aus Wolf – aber damit fang ich erst gar nicht an ;).

      Der Tempel der 1000 Buddhas ist bestimmt mega spannend. Wir waren ja schon ein bisschen traurig, dass wir keine Zeit mehr dafür hatten. Du musst unbedingt in den Dim Sum laden. Wenn ich an die leckeren Dim Sums denke, bekomme ich gleich Lust drauf!

      Wir freuen uns auf jeden Fall auch über deine Tipps für unseren nächsten Trip nach Hong Kong!

      Liebe Grüße aus den Philippinen in die Heimat, Jenny

      • Hi Jenny,

        tja…tatsächlich kenne ich Wolf! Ich fahre ab und zu nach Wittlich zum bouldern und fahre dabei jedes mal durch Wolf :-)
        Die Dim Sums werde ich auf jeden fall probieren, der Laden steht schon seit langem auf meiner HK-To Do Liste. Du kanns mir bestimmt erkären wie das mit dem Tee trinken dort funktioniert? Bisher konnte mir diesbezüglich keiner weiterhelfen und im Internet habe ich auch nichts gefunden…nur das man irgendwie die Stäbchen mit dem 1. Aufguss reinigt? Wie funktioniert das?
        Viel Spaß auf den Philippinen :-)

        LG Olli

        • Yeayy! Es gibt tatsächlich Menschen (keine Holländer, die regelmäßig zum Straßenfest einfallen), die Wolf kennen! Ich bin begeistert! ;) Mit dem Tee trinken kann ich dir irgendwie auch nicht weiterhelfen. Irgendwie klingelt etwas im Hinterkopf. Den ersten Teeaufguss trinkt man nicht, sondern erst den zweiten oder so? Wenn du es rausfindest, sag mal Bescheid ;). Wir sind mittlerweile wieder in Bangkok angekommen – daher nun auch endlich meine verspätete Antwort. Philiipinen & Internet sind zwei Wörter die sich nicht vertragen!

          Für dich geht es ja auch bald los nach HongKong. Wir sind gespannt auf deinen Bericht! Sonnige Grüße aus Bangkok! Jenny

          • Hey Jenny, bin wieder zurück von meiner 5 Tages Reise nach HK und ich uss sagen, die Stadt ist uuuuunglaublich faszinierend. Erst mal hat es mich erschlagen als ich das erste mal aus der MTR rausgegangen bin und mitten zwichen den Hochhäuser gestanden habe.
            Wie das mit dem Tee funktioniert habe ich rausgefunden: Stäbchen, Tasse und Schüssel mit Tee reinigen (aber nur wenn man eine extra Schüssel bekommt) :-)
            Als Tip kann ich Euch empfehlen: Den ganzen typischen Touri-Kram vergessen, das ist das langweiligste der Welt und reine Zeitverschwendung. Der Peak mit der Tram ist ja noch OK, aber niemals auf die Besucher-Terrasse gehen, lieber der Lugar Rd. folgen, dort hat man einen viel bessern Ausblick.
            Auch *Symphonie of Light* ist ein reiner Touri-Kitsch…
            Das beste fand ich sind die Wet-Markets…habe so einige besucht und stundenlang durch die Strassen gestreift…aber das habt ihr ja schon schön beschrieben.
            Was auch gar nicht geht, sind die Märkte die man den Touris so ans Herz legt, wie Temple Street Night Market oder Ladys Market….da gibts nur billigen Ramsch zu kaufen.
            Was das Essen angeht hatte ich einen sehr leckeren, kleinen, 24h DimSum Laden (121 Electric Rd, Noth Point) direkt um die Ecke und einen kleinen Strassenstand mit Nudelsuppe (zum Frühstück) den es schon seit 50 Jahren gibt (Ormsby St.14B). Dann war ich noch im Sher Wong Yip, einem Schlangenrestaurant. Der Besitzer Gibson ist sehr nett. (G/F, 139 Nam Cheong Street, Sham Shui Po)

  2. Hallo ihr beiden,
    dank der Aktion von Heldenwetter auf Facebook, habe ich es jetzt endlich auch mal auf euren Blog geschafft. Eure Insider-Tipps für Hong Kong sind toll und die Bilder großartig. Ich werde mir das auf jeden Fall merken, falls es mich mal in diese Wahnsinns-Stadt verschlägt.
    Liebe Grüße
    Lu

  3. Hi Olli, voll schön, dass dich Hong Kong auch fasziniert hat. Und super vielen Dank für deine Tipps. Wir freuen uns schon darauf während unseres nächsten Besuchs in der Stadt die ganzen Essentipps auszuprobieren. Liebe Grüße aus Hamburg

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