Kurz und knackig

  • In Island jagt ein schönes Highlight das andere. Wir zeigen dir in diesem Artikel die 22 schönsten Sehenswürdigkeiten Islands – mit ganz vielen persönlichen Tipps von uns.
  • Bekannt ist Island vor allem für beeindruckende Wasserfälle wie den Gullfoss, eindrucksvolle Gletscher wie den Vatnajökull und schwarze Strände wie Reynisfjara.
  • Aber auch die unzähligen Lavafelder, Geothermalfelder und Canyons machen eine Island-Reise zu einem einzigartigen Naturerlebnis.
  • Wir empfehlen dir in Island zudem, mindestens ein Thermalbad zu besuchen und in den Highlands wandern zu gehen. Beide Aktivitäten sind noch mal etwas ganz Besonderes in Island.

Sehenswürdigkeiten in Island auf einer Karte

Auf dieser Karte siehst du, wo die für uns 22 besten Sehenswürdigkeiten Islands liegen.

Karte mit den Island Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Wasserfälle in Island

Wasserfall heißt auf Isländisch „Foss“ – wann immer du ein Wort bei Google Maps findest, das mit Foss endet, handelt es sich fast immer um einen Wasserfall. Und davon gibt’s unzählige! Du könntest eigentlich jeden Tag damit verbringen, dir nur Wasserfälle anzuschauen.

Da das aber irgendwann langweilig wird, suchst du dir am besten die Wasserfälle raus, die du unbedingt sehen möchtest. Welche 5 Wasserfälle auf jeden Fall dazugehören sollten, sagen wir dir jetzt.

Gullfoss

Gullfoss Wasserfall
Der Gullfoss ist ein absolutes Naturspektakel in Island

Was musst du wissen? Der Gullfoss wird häufig als schönster Wasserfall Islands bezeichnet. Er besteht aus zwei Stufen und ist vor allem wegen seiner Breite von um die 229 Metern beeindruckend. Er stürzt in eine Schlucht und am Rande des Canyons gibt es mehrere Aussichtsplattformen. Sie sind über kurze, gut ausgebaute Wege miteinander verbunden. An einigen Stellen kann es ein wenig rutschig werden, nass wirst du aber kaum, wenn du dich dem Wasserfall näherst. 

Lohnt es sich? Oh ja! Der Gullfoss ist wirklich total beeindruckend und ein absolutes Must-See auf dem Golden Circle. Auch richtig cool ist, dass das Parken hier kostenlos ist (Stand: September 2026).

Übrigens: Der Gullfoss-Wasserfall liegt auf dem beliebten Golden Circle, den du auch im Rahmen einer Ganztagestour besuchen kannst.

Zur Golden Circle Tour mit Gullfoss-Wasserfall ab Reykjavík

Seljalandsfoss & Gljúfrabúi

Seljalandsfoss von weitem
Der Seljalandsfoss ist ein viel besuchter Wasserfall im Süden von Island

Was musst du wissen? Einer der bekanntesten Wasserfälle Islands ist der Seljalandsfoss. Er ist super einfach mit dem Auto zu erreichen, da du ihn schon von der Ring Road aus sehen kannst. Besonders cool ist hier, dass du hinter dem Wasserfall entlanglaufen kannst und ihn so aus einer ganz anderen Perspektive erkundest. Dafür brauchst du aber wasserdichte Kleidung, denn du wirst nass. Nach dem Spaziergang hinter dem Seljalandsfoss kannst du den Wanderweg noch ein paar hundert Meter weiterlaufen und kommst dann zum Gljúfrabúi – ein Wasserfall hinter einer Felsspalte. 

Lohnt es sich? Geht so. Beide Wasserfälle sind zwar beeindruckend, aber leider auch völlig überlaufen. Für den Gljúfrabúi Wasserfall mussten wir uns anstellen und beim Seljalandsfoss im Entenmarsch den anderen Touristen hinterhergehen. 

Unser Tipp: Unbedingt früh morgens oder spät abends ankommen. Ohne die vielen Touristen sind beide Wasserfälle absolut magisch. 

Skógafoss

Skogafoss von unten fotografiert
Der Skógafoss ist wunderschön und liegt an der Ring Straße

Was musst du wissen? Nur ein paar Kilometer vom Seljalandsfoss entfernt stürzt der Skógafoss in die Tiefe. Besonders cool sind die Blicke von unten. Wenn du wasserdichte Schuhe hast, kommst du ganz nah an den Wasserfall heran. Denn dieser endet in einem Fluss und drum herum ist es oft sehr matschig und nass. Vom Skógafoss aus führen auch Treppen nach oben zu einem Aussichtspunkt, von dem du den Wasserfall aus der Höhe betrachten kannst.

Lohnt es sich? Ja. Auch der Skógafoss ist super touristisch, aber er ist sehr beeindruckend und zugleich startet von hier die bekannte Fimmvörðuháls Wanderung.

Unser Tipp: Der Skógafoss ist der Startpunkt für den bekannten Fimmvörðuháls Trail. Dafür wurden die Treppen nach oben auch eigentlich gebaut. Du kannst von hier also bis ins Hochland von Island wandern. Wir sind vom Wasserfall einige Kilometer weiter den Trail entlang bis zu den Bridge Falls gewandert und dann wieder zurückgegangen.

Goðafoss

Der Goðafoss ist einer der schönsten Wasserfälle in Island

Was musst du wissen? Einer der schönsten Wasserfälle im Norden Islands ist der Goðafoss. Er liegt fast direkt an der Ring Road zwischen Mývatn und Akureyri. Er ist etwa 12 Meter hoch und 30 Meter breit. Sehr besonders ist, dass das Wasser in einem fast perfekten „U“ hinunterstürzt. Da der Goðafoss zu den bekanntesten Wasserfällen Islands gehört, ist hier immer einiges los. 

Lohnt es sich? Ja, hier haben wir mal wieder festgestellt, wie perfekt die Natur eigentlich ist. Der Goðafoss ist auf jeden Fall ein toller Stopp, auch trotz der vielen Touristen. Früh morgens kommen lohnt sich.

Unser Tipp: Es gibt zwei Parkplätze am Goðafoss – den West- und den Ostparkplatz. Je nachdem, auf welcher Seite du parkst, hast du einen anderen Blick auf den Wasserfall. Am Ostparkplatz ist generell etwas weniger los, vom Westparkplatz kommst du dichter an den Goðafoss heran.

Dettifoss

Was musst du wissen? Der Dettifoss gehört zu Europas mächtigsten Wasserfällen und ist eine tolle Sehenswürdigkeit im Norden Islands. Er ist 45 Meter hoch und stürzt in eine Schlucht. Du kommst oben ganz nah an den Dettifoss heran, sowohl von Osten als auch von Westen. Die Westseite ist beliebter, da du hier über eine Asphaltstraße hinkommst, während du für die Ostseite über eine Gravel Road anreist.

Lohnt es sich? Und ob. Er liegt im nicht so viel besuchten Nordosten des Landes. Gerade am frühen Morgen oder späten Abend ist hier wenig los und du kannst die Macht des Wassers ganz in Ruhe bestaunen.

Unser Tipp: Nur ein paar hundert Meter weiter findest du den Selfoss-Wasserfall. Dieser sieht fast genauso cool aus wie der Dettifoss. 

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Die coolsten Gletscher in Island

Insgesamt gibt es in Island 13 eigenständige Gletscher. Der größte von ihnen, der Vatnajökull, ist so riesig, dass du nur einen Bruchteil von ihm sehen kannst. Und die Gletscherarme, die du sehen kannst, haben dann nochmal eigene Namen.

Wir zeigen dir jetzt ein paar coole Gletscher, die gut zugänglich sind und daher absolute Sehenswürdigkeiten in Island sind.

Jökulsárlón

Eisblöcke in der Gletscherlagune Jökulsárlón
Die Gletscherlagune Jökulsárlón gehört zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Island

Was musst du wissen? Jökulsárlón ist ein Gletschersee am riesigen Vatnajökull. In der Lagune schwimmen große Eisblöcke in einer irren türkisblauen Farbe. Noch besonderer ist aber, dass aus dem Jökulsárlónsee ein Strom ins Meer fließt. Daher heißt der Strand bei Jökulsárlón Diamond Beach. Hier liegen auf schwarzem Vulkansand große Eisblöcke, die ein wenig wie Diamanten aussehen.

Lohnt es sich? Ja, die riesige Gletscherlagune mit den blauen Eisbergen ist etwas ganz Besonderes. Nicht umsonst gehört sie zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Island.

Unser Tipp: Wenn du die Eisblöcke in der Lagune von ganz nah sehen möchtest, lohnt es sich, eine Bootstour zu buchen. Zudem ist Jökulsárlón auch ein super Ausgangspunkt für eine Eishöhlen-Tour.

Spar-Tipp: Etwa 2,5 Kilometer östlich von dem Diamond Beach gibt es einen kostenlosen Parkplatz. Von hier führt ein Wanderweg an der Jökulsárlón-Lagune entlang bis zum Diamond Beach. 

Zur Eishöhlen-Tour im Vatnajökull ab Jökulsárlón

Svínafellsjökull

Svínafellsjökull Gletscher
Unser persönlicher Favorit unter den Gletschern in Island: der Svínafellsjökull

Was musst du wissen? An den Svínafellsjökull kommst du ganz nah ran und das, ohne neben Menschenmassen zu stehen. Auch dieser Gletscher gehört zum Vatnajökull und ist von der Ring Road zu sehen. Der Svínafellsjökull Parkplatz ist kostenlos und von hier läufst du etwa 15 Minuten bis zum Rand des Gletschers, zu dem auch eine Gletscherlagune gehört. Du kannst hier wunderbar frei herumlaufen und den Gletscher aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

Lohnt es sich? Definitiv! Der Svínafellsjökull sieht in echt nochmal cooler aus als auf den Bildern und hat uns daher total positiv überrascht. 

Unser Tipp: Direkt nebenan ist der Skaftafell-Gletscher. Er ist eine der beliebtesten Gletscherzungen für eine Gletscher-Wanderung. Buche hier deine Skaftafell-Gletscherwanderung.

Katla Ice Cave

Katla Ice Cave
Die Katla Ice Cave in Island (© Arctic Adventures)

Was musst du wissen? Ein ganz besonderes Erlebnis in Island ist der Besuch einer Eishöhle. Dabei spazierst du ins Innere eines Gletschers an Eiswänden vorbei. Das ist allerdings nur mit Guide erlaubt. Die bekannteste Eishöhle ist die Katla Ice Cave. Besonders schön ist dieses Erlebnis im Winter, da du hier tief in die Höhlen hineinkommst. Du kannst sie aber auch im Sommer besuchen. 

Lohnt es sich? So richtig lohnt sich ein Eishöhlen-Besuch vor allem im Winter. Denn im Sommer kommst du oft nicht so tief in die Katla Cave hinein und bist aufgrund der hohen Preise dann eventuell enttäuscht. 

Unser Tipp: Es gibt noch viele weitere Eishöhlen in Island, die genauso beeindruckend, nur weniger bekannt als die Katla Eishöhle sind. Beim Skaftafell Gletscher werden zum Beispiel auch Eishöhlen-Touren angeboten – beachte, dass es diese nur im Winter gibt.

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Weitere Naturhighlights in Island

Wenn du denkst, dass Island nur Wasserfälle und Gletscher kann, dann hast du dich mächtig geirrt. Das Land hat noch so viele weitere coole Naturschauspiele zu bieten, die wir dir jetzt vorstellen!

Der Große Geysir

Geysir in Island
Der berühmte Ausbruch des Strokkur im Winter

Was musst du wissen? Der Große Geysir ist eine Springquelle am Golden Circle von Island. Der bekannteste der Geysire dort ist der Strokkur, der etwa alle 5-8 Minuten ausbricht und dann eine um die 15-20 Meter hohe Fontäne in die Höhe spuckt. Beim ersten Ausbruch haben wir uns ganz schön erschreckt, aber dann auch schnell daran gewöhnt. Du kommst vom Parkplatz in gut 5 Minuten zum Geysir.

Lohnt es sich? Ja! Der Große Geysir ist zwar super touristisch und die Leute tummeln sich nur so um den Strokkur, aber dieses Phänomen musst du einfach gesehen haben.

Unser Tipp: Du kannst vom Strokkur etwa 20 Minuten lang bergauf laufen und den Geysir von oben betrachten. Der Weg dorthin ist zwar etwas anstrengend, aber ganz nach oben gehen nur wenige Touristen und du bekommst nochmal einen ganz anderen Blickwinkel auf den Geysir. 

Fun Fact: Das Wort Geysir kommt aus dem Isländischen und ist der Namensgeber des Phänomens, das du zum Beispiel auch in Bolivien oder Chile bestaunen kannst.

Kirkjufell

Kirkjufell mit Wasserfall
Der Kirkjufell hat eine besondere Form und liegt wunderschön in den Fjorden

Was musst du wissen? Bekannt ist der Kirkjufell Berg wegen seiner außergewöhnlichen Form, die total fotogen ist. Er steht ganz im Westen Islands am Fjord Grundarfjörður. Den coolsten Blick auf den Berg hast du vom Kirkjufellsfoss, einem Wasserfall ein paar hundert Meter vom Kirkjufell entfernt. Hier gibt es auch eine Aussichtsplattform, auf der immer viel los ist.

Lohnt es sich? Ja! Vor allem die Umgebung vom Kirkjufell mit dem blauen Fjord und den hohen Bergen hat uns total begeistert. Der Berg an sich ist letztendlich vor allem ein gutes Fotomotiv – in echt fanden wir die anderen umliegenden Berge fast genauso schön. 

Unser Tipp: Es gibt am Kirkjufell zwei Parkplätze. Einer ist kostenpflichtig, der andere nicht. Stört es dich nicht, auf Matsch und auf unebenem Untergrund zu parken, nimm den kostenlosen Parkplatz. 

Stuðlagil Canyon

Stuðlagil Canyon
Der Stuðlagil Canyon sieht anders aus als alle anderen Canyons, die wir bisher gesehen haben

Was musst du wissen? Eine Sehenswürdigkeit in Island, die uns sehr überrascht hat, war der Stuðlagil Canyon. Er ist bekannt für die hohen Basaltsäulen und das tiefblaue Wasser. Wir sind ohne große Erwartungen hingefahren und dachten, es sei eher ein Insta-Spot, als dass du hier was erleben kannst. Letztendlich war es aber total cool, am Canyon entlangzulaufen und nach unten ans Ufer zu klettern. 

Lohnt es sich? Oh ja. Der Canyon ist nicht nur eine tolle Fotolocation, sondern auch wunderbar geeignet, um verschiedene Ecken des Canyons frei zu erkunden. 

Unser Tipp: Du kannst den Canyon von beiden Seiten besuchen. Wir empfehlen dir, die Ostseite zu wählen. Hier musst du vom Parkplatz etwa 2,5 Kilometer laufen, hast aber die cooleren Ausblicke. Auf der Westseite parkst du fast direkt am Canyon. Diese Seite ist besser, wenn du nicht so viel laufen möchtest.

Westfjorde

Latrabjarg-Klippen in den Westfjorden
In den Westfjorden erwarten dich unter anderem die hohen Látrabjarg-Klippen

Was musst du wissen? Eine super abgelegene Region in Island sind die Westfjorde, das ist der große Zipfel ganz im Nordwesten. Hier zieht es nur wenige Touristen hin, was die Westfjorde so besonders macht. Besonders schön sind die hohen Látrabjarg-Klippen und der lange Rauðisandur-Strand. Aber auch die langen Fahrten durch die Berglandschaften sind einfach traumhaft.

Lohnt es sich? Absolut. Wenn du dir zwei Wochen oder mehr für Island Zeit nimmst, solltest du den Abstecher zu den Westfjorden unbedingt machen.

Unser Tipp: Am besten hast du einen 4×4 Wagen, wenn du die Westfjorde besuchst. Viele Straßen sind Schotterpisten und mit einem normalen Auto oder Camper machen diese Routen nicht so viel Spaß.

Lies auch unsere Tipps zum Camper mieten in Island

Mývatn

Was musst du wissen? Mývatn ist ein See im Norden von Island, der super viele Sehenswürdigkeiten in der Umgebung zu bieten hat. Daher solltest du hier einen ganzen Tag einplanen. Besonders cool sind die Wanderung zum Krater des Hverfjall-Vulkans, das Geothermalgebiet Hverarönd und der Viti-Krater. Entspannt ausklingen kannst du den Tag in der Earth Lagoon Mývatn – hier badest du in einem ähnlichen Wasser wie in der berühmten Blue Lagoon.

Lohnt es sich? Oh ja, wir fanden die Highlights rund um den Mývatn-See richtig toll. Die Gegend war einer unserer Favoriten in Island, da so viele Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen.

Unser Tipp: Unser persönlicher Favorit war die kurze Wanderung auf den Námafjall-Berg von den Geothermalfeldern aus. Der Aufstieg ist zwar anstrengend, aber oben angekommen, hatten wir einen super coolen Ausblick, den wir ganz allein genießen konnten.

Reynisfjara

Reynisfjara Beach in Island
Reynisfjara ist der wohl berühmteste schwarze Sandstrand in Island

Was musst du wissen? In Island gibt es ganz viele schwarze Strände. Der bekannteste von ihnen ist der Reynisfjara Strand an der Südküste. Der schwarze Sand, die hohen Felsen im Wasser und die Basaltsäulen am östlichen Ende des Strandes machen ihn zu einer echten Sehenswürdigkeit in Island.

Lohnt es sich? Ja! Uns hat der Strand sehr gut gefallen, es gibt aber auch noch viele andere coole Black Beaches, die nicht so überlaufen sind – zum Beispiel der Djúpalónssandur Strand im Westen und Fauskasandur im Osten.

Vorsicht: An diesem Strand gibt es die sogenannten Sneaker-Wellen. Das sind hohe Wellen, die plötzlich auftauchen und sehr weit den Strand hinauflaufen. Daher hängen auch überall am Strand Warnschilder, dass du nicht zu nah ans Wasser rangehen solltest. Es sind schon mehrere Touristen hier gestorben.

Fjaðrárgljúfur Canyon

Grünes Moos an schroffen Felsen am Fjadrargljufur Canyon
Der Fjaðrárgljúfur Canyon sieht aus wie einem Märchen entsprungen

Was musst du wissen? Er ist eines der beliebtesten Fotomotive Islands: der Fjaðrárgljúfur Canyon. Er sieht ein wenig surreal aus und du denkst, du wärst in einem Märchen. Blaues Wasser schlängelt sich an mit Moos bewachsenen Felsen vorbei und das Gestein existiert schon seit geschätzt 2 Millionen Jahren. Oben am Rand der Schlucht führt ein Wanderweg entlang, der viele coole Ausblicke bietet. 

Lohnt es sich? Auf jeden Fall. Der Canyon ist einfach spektakulär und gehört für uns zweifellos zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Island.

Unser Tipp: Hast du einen 4×4 Wagen, kannst du statt auf dem großen offiziellen Parkplatz auf einem kleinen Parkplatz an der F206 parken. Dieser kostet zwar genau wie der große Parkplatz 1.000 ISK, dafür hast du einen kürzeren Weg zum besten Aussichtspunkt auf den Canyon.

Kulturhighlights in Island

Über die isländische Kultur wussten wir vor unserer Reise nicht so viel, zum Glück gibt es aber auch einige Orte, an denen du viel über das Land lernen kannst.

Die Badekultur ist zum Beispiel sehr ausgeprägt und in der Hauptstadt Reykjavík findest du viele Museen. Wir stellen dir jetzt ein paar tolle Sehenswürdigkeiten Islands vor, die ausnahmsweise nicht so viel mit Natur zu tun haben.

Heiße Quellen

Laugarás Lagune in Island
Die Laugarás Lagune ist ideal zum Entspannen in Island

Was musst du wissen? Island hat eine ausgeprägte Badekultur und im ganzen Land verteilt gibt es Schwimmbäder, Naturpools und heiße Lagunen. Die heißen Lagunen sind das coolste und beliebteste Badeerlebnis bei Reisenden. Die bekannteste von ihnen ist die Blue Lagoon mit ihrem „heilenden Wasser“. Sehr ähnlich ist das Wasser in der Earth Lagoon im Norden Islands, die weniger überlaufen ist. Wir waren hier und können sie nur empfehlen. 

Lohnt es sich? Auf jeden Fall! Neben der Blue Lagoon und Earth Lagoon gibt es noch viele weitere heiße Quellen. Mindestens eine von ihnen solltest du besuchen, um in deinem Urlaub auch mal zu relaxen.

Unser Tipp: Am Ende unserer Island Reise waren wir in der Laugarás Lagune am Golden Circle und können sie nur empfehlen. Neben einem großen Becken mit Swim-up-Bar gibt es auch eine Sauna, einen Hot Tub und ein eiskaltes Becken.

Reykjavík

Regenbogenstraße in Reykjavik
Die Regenbogenstraße gehört zu den Highlights in Reykjavík

Was musst du wissen? Die Hauptstadt bietet die meisten kulturellen Sehenswürdigkeiten in Island. Und sowieso lohnt sich Reykjavík, denn die Atmosphäre in der Stadt ist total gemütlich. Absolute Must-Sees sind die Hallgrímskirkja, die Regenbogenstraße und die unzähligen Museen. Besonders beliebt sind das Naturkundemuseum Perlan und das Reykjavík Art Museum. Sehr außergewöhnlich ist das Phallusmuseum. 

Lohnt es sich? Auf jeden Fall. Du solltest mindestens einen halben Tag für die Hauptstadt einplanen. Die Innenstadt kannst du in wenigen Stunden prima zu Fuß erkunden. Für schlechte Tage ist ein Museumsbesuch Pflicht.

Unser Tipp: Wenn du dir die Parkgebühren in Reykjavík sparen möchtest, kannst du im Viertel Hlíðar an vielen Ecken kostenlos stehen. Du musst dann zwar noch einen kleinen Spaziergang bis ins Zentrum machen, erkundest aber zugleich auch ein typisches Wohnviertel der Stadt.

Airplane Wreck

Airplane Wreck am Strand in Island
Das Airplane Wreck liegt einsam an einem Strand

Was musst du wissen? Im November 1973 stürzte ein Flugzeug der US Navy mit sieben Insassen am Strand von Sólheimasandur ab. Verletzt wurde damals niemand, doch das Flugzeug wurde zurückgelassen und seitdem liegt es dort. Heute ist es ein beliebtes Fotomotiv, das zahlreiche Touristen anzieht. Zu dem Wrack kommst du allerdings nur zu Fuß oder mit einem Busshuttle vom Parkplatz an der Ring Road.

Lohnt es sich? Geht so. Wenn du dich für coole Fotos und Flugzeuge interessierst, dann ja. Ansonsten würden wir das Wrack eher auslassen. Du musst entweder insgesamt 7 Kilometer zu Fuß gehen oder zusätzlich zum Parken auch noch den Shuttle zahlen.

Unser Tipp: Es gibt in der Gegend noch ein zweites Flugzeugwrack, das leichter zugänglich ist. Es liegt in der Nähe des bekannten Seljalandsfoss. Zu Google Maps.

Þingvellir

Almannagjá Schlucht im Thingvellir Nationalpark
Die Almannagjá Schlucht im Park markiert dir das Ende der nordamerikanischen Platte

Was musst du wissen? Þingvellir ist der älteste Nationalpark in Island und steckt voller Geschichte. Hier tagte zum Beispiel das älteste Parlament Europas. Ein weiteres Highlight ist der Dead Man Walk – hier wurden früher Menschen auf grausame Weise hingerichtet. Noch bekannter ist aber die Silfra-Spalte. Hier kannst du zwischen der europäischen und der nordamerikanischen Platte schnorcheln gehen. Wo geht das sonst schon noch?

Lohnt es sich? Ja. Der Þingvellir Nationalpark ist eines der Must-Sees am Golden Circle und vor allem geschichtlich super interessant. Alleine von den Landschaften her fanden wir andere Teile Islands aber deutlich spannender.  

Unser Tipp: Du zahlst im Þingvellir einmalig 1.000 ISK Parkgebühren und kannst dann auf allen Parkplätzen im Nationalpark stehen. Der einzige Weg, um den Gebühren zu entgehen, ist, dein Auto am Thingvellir National Park Service Centre abzustellen und von dort zu Fuß zu den Highlights zu laufen.

Sehenswürdigkeiten in den Highlands

Die Highlands sind für viele das absolute Highlight in Island. Denn die Landschaften sehen nochmal ganz, ganz anders aus. Trotzdem lassen viele Reisende die Highlands aus, da du sie nur mit einem 4×4 erreichst.

Landmannalaugar

Die Farben in Landmannalaugar sind komplett surreal
Die Farben der Berge in Landmannalaugar sind komplett surreal

Was musst du wissen? Der bekannteste Ort in den Highlands von Island ist Landmannalaugar. Das ist ein geothermisches Gebiet, welches durch seine bunten Rhyolithberge berühmt geworden ist. Rote, gelbe, orange, grüne und sogar blaue Farben haben die Berge hier – einfach total irre. Durch Landmannalaugar führen mehrere unterschiedlich lange Wanderwege, auf denen du die absurde Landschaft entdecken kannst. Zudem gibt es hier auch einige heiße Quellen, in denen du baden kannst.

Lohnt es sich? Oh ja! Auch wenn Landmannalaugar längst kein Geheimtipp mehr ist, gehört die Gegend für uns trotzdem zu den schönsten in ganz Island. 

Unser Tipp: Wenn du kein 4×4 Auto hast, kannst du eine geführte Tour nach Landmannalaugar buchen. Die meisten Touren starten von Reykjavík. Um den Besuch noch besonderer zu machen, empfehlen wir dir die Landmannalaugar-Tour von Midgard Adventure in einer Kleingruppe.

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Kerlingarfjöll

Bunte Farben in Kerlingarfjöll
Kerlingarfjöll ist ein weniger bekannter Ort im Hochland von Island

Was musst du wissen? Kerlingarfjöll sieht fast noch cooler aus als Landmannalaugar, ist aber deutlich unbekannter. Und das, obwohl die Anfahrt hierhin einfacher ist – einen 4×4 brauchst du allerdings trotzdem. Auch Kerlingarfjöll ist ein geothermales Feld und überall kommt Schwefel aus der Erde und die Berge strahlen in bunten Farben. Durch das Gebiet führen mehrere unterschiedlich lange Wanderwege, eine gewisse Grundfitness solltest du dafür mitbringen.

Lohnt es sich? Oh ja! Kerlingarfjöll ist nicht überlaufen und die bunte Landschaft ist einfach der Wahnsinn. Wir könnten uns kaum einen cooleren Ort vorstellen.

Unser Tipp: Nach Kerlingarfjöll kannst du dir eine geführte Wandertour buchen, wenn du nicht selbst über die F-Straße in die Highlands fahren möchtest.

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Maelifell

Mount Maelifell im Hochland Islands
Der Mount Maelifell ist ein unglaublich tolles Fotomotiv

Was musst du wissen? Der Mount Maelifell ist noch ein echter Geheimtipp unter den Sehenswürdigkeiten in Island. Das liegt wahrscheinlich daran, dass er schwer zugänglich ist, denn du musst ein paar Flüsse mit dem Auto überqueren, um hier hinzukommen. Aber gerade das macht Maelifell zu so einer coolen Sehenswürdigkeit in Island, denn hier sind kaum Menschen. Um dich herum ist nur schwarze Sandwüste und dann ragt da dieser beeindruckende grüne Berg in die Höhe, wow!

Lohnt es sich? Auf jeden Fall. Um hier hinzukommen, solltest du aber Erfahrung mit Geländewagen und Flussüberquerungen haben. Ansonsten empfehlen wir dir, den Mount Maelifell im Rahmen einer geführten Tour zu besuchen. 

Unser Tipp: Buche die geführte Tour zum Mount Maelifell über Midgard Adventure. Das ist ein lokaler Touranbieter, der dich zu vielen geheimen Orten in den Highlands bringt. Sehr zu empfehlen!

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Extratipp: Die Tierwelt Islands und Polarlichter

Island ist nicht nur für die spektakulären Sehenswürdigkeiten bekannt, sondern auch für die ungewöhnliche Tierwelt und Polarlichter.

Fast jeder, der nach Island reist, möchte Puffins, Wale und Polarlichter sehen. Aber leider geht oft nicht alles, denn es kommt sehr auf die Jahreszeit an, was du siehst.

Die Puffins (Papageientaucher) leben von circa Mai bis Mitte August in Island. Danach fliegen die Tiere aufs offene Meer hinaus.

Wir haben Puffins an der Südküste nahe des schwarzen Strandes Reynisfjara gesehen.

Anders ist das bei Walen, denn diese kannst du bei Whale-Watching-Touren das ganze Jahr über beobachten. Und bei den Touren siehst du fast immer Wale. Der beste Ausgangspunkt zum Whale Watching ist das Fischerdorf Húsavík im Norden.

Polarlichter kannst du von September bis April sehen. Im tiefen Winter sind sie aber meist stärker als zum Beispiel im September.

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