Zugfahren ist das bequemste und schnellste Transportmittel, um Japan zu bereisen. Bahnstrecken sind im ganzen Land hervorragend ausgebaut, die Züge sind schnell, pünktlich und komfortabel und somit perfekt, um weite Distanzen in kurzer Zeit zurückzulegen.

Günstig ist das Bahnfahren in Japan allerdings nicht. Zum Glück hat die Japanische Bahn für ausländische Touristen ein gutes Angebot: den Japan Rail Pass.

Mit dem Japan Rail Pass kannst du für 7, 14 oder 21 Tage lang fast alle Züge im Streckennetz von Japan Railways (JR) benutzen. Wir sind selbst mit dem 21 Tage-Pass durch Japan gereist und beantworten dir in diesem Artikel alle Fragen rund um den Japan Rail Pass und geben dir ein paar Tipps, wie du Japan mit dem Zug am besten bereist.

Alle unsere Reiseberichte und Tipps zur Reiseplanung für Japan, findest du auf unserer Übersichtsseite Japan Reiseberichte.

Mehr über Japan lesen:

Alles zum Kauf des Japan Rail Pass

Im ersten Teil des Artikels erfährst du alles darüber, wo und wie du den Japan Rail Pass kaufen kannst und ob sich der Pass für dich überhaupt lohnt.

Wo kannst du den Japan Rail Pass in Deutschland kaufen?

Der Japan Rail Pass ist ein Angebot von Japan Railways (JR), das sich ausschließlich an ausländische Touristen richtet.

Japan Rail Pass
So sehen die „echten“ Japan Rail Passes aus, die wir dann in Japan am Schalter bekommen haben.

Aus diesem Grund kannst du den Japan Rail Pass nicht in Japan kaufen, sondern musst ihn bereits einige Zeit vor deiner Abreise nach Japan in deinem Heimatland bestellen.

Der Japan Rail Pass wird online über verschiedene Agenturen vertrieben. Die Preise werden von Japan Railways festgelegt und sind bei jedem Anbieter gleich. Du erhältst von den Agenturen einen Voucher für den Japan Rail Pass, den du anschließend vor Ort an einem Bahnhof gegen den eigentlichen Railpass eintauschst. Das klingt im ersten Moment etwas umständlich, ist aber ganz einfach.

Unser Tipp: Wir haben unsere Japan Railpässe bei jrailpass.com gekauft und waren mit der Abwicklung sehr zufrieden. Die Pässe wurden bereits einen Tag nach der Bestellung per UPS Express versendet und waren einen weiteren Tag später da.

Die Bezahlung erfolgt entweder per Überweisung oder gegen eine zusätzliche Gebühr per Kreditkarte oder Paypal. Wenn du per Überweisung zahlst, dauert der Versand etwas länger, da die Pässe erst nach Zahlungseingang verschickt werden.

Japan Rail Pass
Unsere Voucher für unsere Japan Rail Pässe.

 

Japan Rail Pass
Zusammengefaltet sehen sie dann so aus.

Wie viel kostet der Japan Rail Pass?

Du hast die Wahl zwischen einem 7-, 14- und 21-Tage-Pass. Die Preise sind in Yen festgelegt, bezahlt wird aber in Euro. Je nach Umrechnungskurs kann deshalb der Euro-Preis immer mal etwas schwanken.

Aktuell sind die Preise in etwa die Folgenden:

      • 7-Tage: 29.110 Yen / ca. 236 Euro
      • 14-Tage: 46.390 Yen / ca. 376 Euro
      • 21-Tage: 59.350 Yen / ca. 481 Euro

Für Kinder bis einschließlich 11 Jahren kostet der Japan Rail Pass nur die Hälfte, unter 6 Jahren fahren Kinder komplett gratis.

Für einen Aufpreis von etwa 30 Prozent gibt es den JR Pass auch für die 1. Klasse, die in Japan als „Green Car“ bezeichnet wird.

Lohnt sich der Japan Rail Pass?

Der Japan Rail Pass lohnt sich für die meisten Japan-Reisenden. Ob es sich für dich lohnt, kannst du ganz einfach selbst ausrechnen.

Wir haben dir dazu eine kleine Übersicht erstellt, wie teuer typische Strecken ohne den Railpass sind. So kannst du ganz einfach schauen, ob sich der Pass für dich lohnt:

Längere Strecken mit dem Shinkansen (Preise für eine Richtung):

      • TokioKyoto = 13.800 Yen
      • Tokio – Osaka = 14.340 Yen
      • Tokio – Hiroshima = 18.760 Yen
      • Kyoto – Hiroshima = 11.290 Yen
      • Osaka – Hiroshima = 10.430 Yen
      • Kyoto – Himeji = 5.490 Yen
      • Osaka – Himeji = 3.180 Yen
      • Hiroshima – Himeji = 8.490 Yen

Kürzere Strecken und Tagesausflüge (Preise hin und zurück):

      • Tokio – Flughafen Narita = 6.440 Yen
      • Tokio – Kamakura = 1.840 Yen
      • Tokio – Nikko = 11.560 Yen
      • Kyoto – Nara = 1.420 Yen
      • Kyoto – Osaka = 1.120 Yen
      • Osaka – Nara = 1.600 Yen
      • Hiroshima – Miyajima = 1.180 Yen

Wir hatten auf unserer Reise einen 21-Tage-Pass für 59.350 Yen (481 Euro) dabei. Insgesamt hätten wir ohne den Japan Rail Pass ca. 70.000 Yen für die von uns gefahrenen Strecken bezahlt. Durch den Pass haben wir also umgerechnet knapp 100 Euro gespart und wir sind gar nicht so oft mit dem Zug gefahren.

Den Japan Rail Pass online kaufen: jrailpass.com.

Wie funktioniert der Japan Rail Pass vor Ort?

Wenn du dann in Japan bist und deinen Japan Rail Pass in den Händen hältst, ist alles Weitere eigentlich kinderleicht. Natürlich haben wir dir trotzdem nochmal alles Wissenswerte über die Nutzung des Passes aufgeschrieben.

Wo kann ich den Gutschein gegen den Japan Rail Pass eintauschen?

Du kannst deinen zuhause erworbenen Gutschein in den meisten großen Bahnstationen in Japan gegen den richtigen Japan Rail Pass eintauschen. Schau einfach nach einem Schild, auf dem so etwas wie „JR Pass Exchange“ steht. Dort bist du richtig.

Wichtig: Zum Eintauschen musst du unbedingt deinen Reisepass mitbringen, sonst bekommst du deinen Railpass nicht.

In Tokio kannst du deinen Gutschein an folgenden Bahnhöfen eintauschen:

      • Tokyo Station
      • Shinjuku
      • Shibuya
      • Ikebukuro
      • Shinagawa
      • Ueno
      • Flughafen Haneda
      • Flughafen Narita

Eine komplette Liste aller Bahnhöfe in ganz Japan, an denen du den Pass tauschen kannst, findest du auf dieser Seite von Japan Railways. Dort findest du auch direkt alle Öffnungszeiten.

Wenn du deinen Railpass eintauschst, wirst du gefragt, ab welchem Tag der Japan Rail Pass gültig sein soll. Wenn du z. B. 24 Tage in Japan bist, dich die ersten drei Tage aber nur im Stadtgebiet von Tokio aufhältst, ist es natürlich sinnvoll, den Starttermin erst am vierten Tag deiner Reise zu wählen.

Wenn der Termin einmal eingetragen ist, kann er allerdings nicht mehr geändert werden. Du solltest dir also sicher sein oder du tauschst ihn einfach direkt vor deiner ersten Fahrt ein.

Bahnhöfe in Japan
Bahnhöfe in Japan

Welche Züge kann ich mit dem Japan Rail Pass nutzen?

Mit dem Japan Rail Pass kannst du fast alle Züge der staatlichen Eisenbahngesellschaft Japan Railways (JR) nutzen. Du kannst während der Geltungsdauer so oft und so lange fahren, wie du möchtest.

Mit dabei sind natürlich auch die Hochgeschwindigkeitszüge Shinkansen, mit denen du sehr schnell von A nach B kommst. Ausgenommen sind lediglich die Nozomi und Mizuho-Shinkansen. Das sind nochmal besonders schnelle Züge, die weniger Zwischenstopps machen, als die normalen Shinkansen. Auf den Strecken gibt es aber jeweils auch normale Shinkansen, die du mit dem Japan Rail Pass nutzen kannst.

Tipp: Wenn du am Flughafen Narita startest oder landest, kannst du mit dem Japan Rail Pass auch den Narita Express nutzen, um ins Zentrum von Tokio zu gelangen. Das ist eine schöne Ersparnis, da diese Fahrt immerhin knapp 30 Euro kostet. Im Flughafen gibt es einen Schalter, wo du deinen Gutschein direkt umtauschen kannst und dann direkt den Narita Express nutzen kannst. Check dann auch am besten noch mal hier, ob das Office zu deiner Anreisezeit geöffnet ist.

U-Bahnen in den einzelnen Städten, wie z. B. in Tokio, sind leider nicht im JR Pass inbegriffen. Außerdem gibt es im Land verschiedene Privatbahnen, die nicht durch den Japan Rail Pass abgedeckt sind. Achte also immer darauf, dass du eine Bahn von JR erwischst.

In Tokio und Osaka gibt es eine Art Ringbahn, mit der du viele Sehenswürdigkeiten im Stadtgebiet erreichen kannst. Diese Bahnen werden ebenfalls durch JR betrieben und sind im Rail Pass enthalten. Hier kannst du dir also einige Fahrten mit der U-Bahn sparen.

In Hiroshima kannst du außerdem einen Sightseeing-Bus mit dem JR Pass nutzen, sowie die Fähre auf die Insel Miyajima.

Brauche ich eine Sitzplatzreservierung für Züge in Japan?

Mit dem Japan Rail Pass kannst du kostenlos Sitzplätze reservieren. Dafür gehst du einfach an einen der vielen Bahnschalter und sagst, für welchen Zug du eine Reservierung möchtest.

Du bekommst dann einen Stempel in deinen Pass und ein kleines Ticket, auf dem deine Sitzplatznummer steht. Auf unseren Fahrten war es eigentlich nie so voll, dass eine Reservierung wirklich notwendig war, aber es ist natürlich immer entspannter, wenn man eine hat. Eine Reservierung ist bis kurz vor Fahrtantritt möglich, du kannst natürlich auch einige Tage im Voraus reservieren.

Reservierungen sind nur bei überregionalen Zügen, wie Shinkansen und Limited Express, möglich. In Regionalbahnen gibt es keine reservierten Plätze.

Unser Tipp: Wenn du von Tokio in Richtung Kyoto oder Osaka fährst, reserviere am besten einen Tag vorher und frag nach einem Platz auf der rechten Seite. Dann hast du bei schönem Wetter einen tollen Blick auf den Mount Fuji. In entgegengesetzter Richtung nach Tokio ist es dann auf der linken Seite am besten.

Regionalbahn in Japan
So sieht eine Regionalbahn in Japan aus.

Wie nutze ich den Japan Rail Pass

An allen Bahnhöfen in Japan gibt es am Eingang und Ausgang elektronische Schranken, die sich öffnen, sobald man sein Zugticket oder eine Guthabenkarte vor den Kartenleser hält.

Durch diese Schranken kommst du mit dem Japan Rail Pass allerdings nicht. Es gibt aber an jedem Eingang einen separaten Durchgang für Rollstuhlfahrer und Railpass-Inhaber. Dort zeigst du vor und nach der Fahrt einfach deinen Pass und kannst durch gehen.

Im Zug werden die Rail Pässe in der Regel nicht noch einmal kontrolliert. Wir wurden nur ein einziges Mal im Zug nach unserem Rail Pass gefragt.

Offiziell ist es vorgeschrieben, dass du bei der Nutzung des Rail Pass immer auch deinen Reisepass dabei haben musst, um zu bestätigen, dass du wirklich die Person bist, die auf dem Railpass eingetragen ist. Unseren Reisepass mussten wir zwar nie vorzeigen, aber sicher ist sicher.

Allgemeine Tipps und Infos zum Zugfahren in Japan

Zugfahren in Japan ist auf jeden Fall ein sehr angenehmes Erlebnis. Die Züge sind absolut pünktlich und unglaublich schnell. In drei Wochen sind alle unsere Züge auf die Minute pünktlich abgefahren und angekommen. Wahnsinn!

Auf die Züge kannst du dich also definitiv verlassen. Ein paar Sachen sind trotzdem gut zu wissen und die haben wir dir in diesem Abschnitt aufgeschrieben.

Welche Arten von Zügen gibt es?

In Japan gibt es eine ganze Menge verschiedene Zugarten.

Shinkansen

Am bekanntesten ist natürlich der Shinkansen, der auch Bullet Train genannt wird. Ihr futuristisches Äußeres ist weit über die Grenzen Japans bekannt.

Die Shinkansen verbinden die großen Städte und sind extrem schnell. Anders als beim ICE in Deutschland fahren die Shinkansen auf eigenen Gleisen. Es besteht also nie die Gefahr, dass man hinter einem davor fahrenden Regionalzug schleichen muss. Außerdem beschleunigen die Shinkansen direkt nach den Stationen sehr schnell und fahren auch bis kurz vor den Haltestellen in Höchstgeschwindigkeit.

Der Shinkansen erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 320 km/h und eine Strecke von 800 Kilometern kann im Shinkansen in etwa 4 Stunden zurück gelegt werden.

Die einzelnen Shinkansen haben Namen, wie z. B. Nozomi, Hikari und Sakura. Alle Shinkansen außer Nozomi und Mizuho kannst du mit dem Japan Rail Pass nutzen.

So sehen die Shinkansen, die japanischen Schnellzüge aus.
So sehen die Shinkansen, die japanischen Schnellzüge aus.

Weitere JR-Züge in Japan

Unterhalb des Shinkansen gibt es verschiedene Zugarten, die unterschiedlich schnell fahren.

Die schnellsten Züge nach dem Shinkansen sind die sogenannten Limited Express. Sie verbinden im Gegensatz zum Shinkansen auch etwas kleinere Städte. Im Limited Express kannst du wie im Shinkansen auch Sitzplätze reservieren.

Unterhalb des Limited Express gibt es den Rapid Express, den Express und schließlich die Local Trains.

Local-Züge sind die langsamsten Bahnen in Japan. Sie sind vergleichbar mit S-Bahnen in Deutschland und halten alle paar Minuten an jedem kleinen Bahnhof. Sitzplatzreservierungen sind hier nicht möglich und gerade zu den Stoßzeiten können die Local-Züge sehr voll werden.

Privatbahnen in Japan

Neben den Zügen der staatlichen Eisenbahngesellschaft JR gibt es noch eine Reihe Privatbahnen in Japan. Diese fahren in der Regel vor allem regionale Strecken und haben teilweise sogar eigene Bahnhöfe. Der Japan Rail Pass gilt für diese Züge nicht.

Für die meisten Strecken hat man die Wahl zwischen JR und einer Privatbahn. Es gibt aber auch Strecken, auf denen nur ein Privatzug fährt. Das ist aber eher selten.

Wie ist das System mit den Namen der Züge?

Shinkansen und Limited Express-Züge haben einen Namen und eine Zugnummer. Ein Shinkansen heißt dann z. B. Hikari 472. Der Name des Zuges steht auf deinem Reservierungsbeleg, sodass du genau weißt, welcher Zug deiner ist.

Die Regionalzüge haben keine Zugnummern. Diese Züge sind in der Regel nach ihrem Zielort benannt. Der Regionalzug von Osaka nach Nara heißt z. B. Nara-Line.

Wo finde ich Fahrpläne für die Züge in Japan?

Es gibt zwei sehr gute Online-Quellen, über die du dich über die Abfahrtszeiten der Züge informieren kannst. Beide haben ihre Vor- und Nachteile, sind aber grundsätzlich zu empfehlen.

Google Maps

Der Routenplaner von Google Maps funktioniert für Zugverbindungen in Japan sehr gut. Klick einfach bei deiner Suche auf das Zugsymbol und Google spuckt dir die beste Verbindung aus.

Praktisch ist vor allem, dass du als Startpunkt z. B. dein Hotel eingeben kannst und Google die optimale Strecke inklusive Fußweg errechnet. Auch U-Bahnen und Busse sind im System, sodass die Suche vor allem unterwegs sehr praktisch ist.

Einen Nachteil hat die Suche allerdings: Google gibt immer nur die schnellste Verbindung aus. Für die Shinkansen-Strecke Tokio-Kyoto-Osaka-Hiroshima schlägt Google also immer den Nozomi vor, der aber mit dem Railpass nicht genutzt werden kann. Hierfür musst du also zu Variante 2 greifen.

Japan Bahn Auskunft
Der Routenplaner von Google Maps ist perfekt, um Zugverbindungen in Japan rauszufinden

 

Hyperdia

Die Webseite Hyperdia bietet im Gegensatz zu Google Maps eine noch detailliertere Suche an. Du kannst hier z. B. eingeben, dass du auf einer Strecke die schnellste Verbindung angezeigt haben möchtest, aber nicht mit einem Nozomi-Zug.

Außerdem kannst du bei der Suche explizit private Bahnunternehmen ausschließen, sodass du immer nur die Verbindung angezeigt bekommst, für die der Japan Rail Pass gilt.

Wenn Google nicht mehr weiter weiß, dann ist Hyperdia die Lösung.

Gibt es in Zügen in Japan etwas zu Essen?

Das Essensangebot in den Zügen Japans ist sehr spärlich. In Shinkansen und Limited Express gibt es ein mobiles Bordbistro, d.h. eine nette Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter fährt mit einem Wagen durch die Gänge, verkauft kleine Snacks und Getränke und verbeugt sich artig beim Verlassen eines jeden Wagens.

Auf langen Fahrten mit dem Shinkansen empfehlen wir, vorher etwas zu essen zu kaufen. In den Bahnhöfen ist das Essensangebot sehr gut. Oft gibt es sogenannte Bento-Boxen, in denen Sushi und andere Gerichte drin sind. Das ist sehr lecker und preislich absolut in Ordnung.

Darf in den Zügen geraucht werden?

Japan ist ein Raucherland und so ist es kaum verwunderlich, dass auch in den Zügen noch geraucht werden darf. Ein Shinkansen mit 16 Wagen hat in der Regel 3-4 Waggons für Raucher.

Bei der Sitzplatzreservierung bekommst du immer automatisch ein Nichtraucherticket. Wenn du in einem Raucher-Waggon sitzen möchtest, musst du das bei der Reservierung explizit sagen.

Gibt es auch Alternativen zum Zugfahren in Japan?

Natürlich kannst du innerhalb Japans anstatt mit dem Zug zu fahren, auch einen Bus oder einen Inlandsflug wählen.

Inlandsflüge in Japan verkehren zwischen den großen Städten und können manchmal sogar günstiger sein als ein Zugticket. Zeitlich ist der Zug aber immer die beste Option, da die Bahnhöfe immer mitten in der Stadt sind und die Flughäfen oft relativ weit außerhalb.

Die günstigste Option, um Japan zu erkunden, sind Busse. Die sind natürlich deutlich langsamer und nicht so bequem wie die Fahrt im Shinkansen, für Reisende mit kleinem Budget aber eine gute Lösung.

Japan Rail Pass
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Unser Fazit zum Japan Rail Pass

Wir waren sehr froh, dass wir uns für den Japan Rail Pass entschieden haben. Das Reisen mit dem Zug war schnell und bequem und der Rail Pass hat uns 100 Euro im Vergleich zum Einzelpreis der Tickets gekostet. Und irgendwie gehört das Reisen mit dem Zug auch zu einer Japanreise dazu.

Wir können nur jedem Japan-Reisenden den Japan Rail Pass wärmstens empfehlen. Hier kannst du den Japan Rail Pass direkt bestellen: Japan Rail Pass kaufen.

Hast du auch Erfahrungen mit dem Bahnfahren in Japan? Wir sind gespannt auf deine Eindrücke und Tipps und freuen uns über deinen Kommentar!

5 Kommentare - Wir freuen uns auch über deinen netten Kommentar!

  1. Beim Abschnitt, ob sich der Japan-Pass lohnt, fehlt meiner Meinung nach eine enorm wichtige Info. Denn wenn man den JR-Pass lediglich mit Shinkansen-Tickets vergleicht, lohnt er sich fast immer. Sobald man aber alles Optionen berücksichtigt, sieht es schnell nicht mehr ganz so deutlich aus.

    Was man wiissen muss: Bei einer Zugfahrt mit dem Shinkasen macht der Expresszuschlag ungefähr die Hälfte aus. Ebenfalls sehr viel günstiger sind die Privatbahnen. Die Keisei-Linie von Tokyo nach Narita kostet etwa 1000 Yen. Also ein Sechstel von dem Preis, den ihr angegeben habt. Man ist etwa 20 Minuten länger unterwegs als bei der schnellsten Option, aber das Sparpotential ist gewaltig.

    Ebenfalls gewaltiges Sparpotential haben die Busse. Für Tokyo-Gifu gab ich zum Beispiel das letzte Mal etwa 2000 Yen aus. Mit dem Zug hätte es 6000 gekostet. Wer einen Schlafbus nimmt spart zudem das Hotel und fährt gewissermassen gratis.

    Noch grösser ist das Sparpotential bei anderen Pässen. Ich hatte damals das Seishun-18-Kippu. Das erlaubt die uneingeschränkte Fahrt in Bummelzügen während eines Tages. Damit bin ich für 2000 Yen von Yokohama nach Fukuoka gefahren. Im Shinkasen hätte ich statt 20 Stunden vielleicht 6 gebraucht, dafür aber etwa das Sechsfache bezahlt. Ähnlich grosse Spareffekte gibts bei den Bus-Pässen.

    Damit will ich nicht sagen, dass der JR-Pass nicht seine Berechtigung hätte. Es ist perfekt für alle, die in kurzer Zeit viel sehen wollen. Aber wer etwas Zeit mitbringt und vielleicht auch mal die Orte dazwischen besuchen will, der fährt mit dem JP-Pass fast immer teurer.

    • Hallo Oli,

      klar, mir Bussen und Bummelzügen kann man auf jeden Fall günstiger durch Japan reisen als mit dem Shinkansen. Dann lohnt sich wahrscheinlich auch der Railpass nicht mehr. Wir haben das in unserem Kosten-Artikel auch als Spartipp mit drin.

      Die meisten Reisenden haben aber wahrscheinlich nur 2 oder 3 Wochen in Japan und wollen in kurzer Zeit möglichst viel sehen. Für die ist der Japan Rail Pass meistens die beste Alternative.

      Liebe Grüße
      Sebastian & Jenny

  2. Hallo Ihr beiden,
    einen schönen Japanbericht habt Ihr da geschrieben – Kompliment! Was mir an Eurem Bahnartikel allerdings auffiel ist, dass Ihr nicht die Gepäckbeschränkungen auf den Shinkansenstrecken erwähnt habt (oder habe ich die überlesen?). Wahrscheinlich wart Ihr „minimalistisch“ unterwegs und habt nichts dabei gehabt, was die in der Fliegerei üblichen Bordcase-Dimensionen deutlich überschreitet. Denn größere Koffer, Rucksäcke usw. dürfen nicht mit an Bord, sondern werden separat per Spedition befördert. Bei längeren Strecken kann es so durchaus passieren, dass ein „rasender“ Shinkansen-Passagier sein großes Gepäck erst einen Tag später in sein Hotel oder Guesthouse geliefert bekommt. Schließlich ist es ja im relativ langsamen LKW unterwegs. Der Hinweis dürfte für „Maximalisten“ nicht ganz unwichtig sein.

    Gruß
    Michael

    • Hallo Michael,

      oh, das ist ja interessant. Davon wussten wir tatsächlich nichts. Wir hatten selbst aber auch einen ziemlich großen Rucksack (65 Liter), sowie eine kleinere Tasche dabei. Damit hatten wir keine Probleme, obwohl der Rucksack wirklich groß war. Wir haben auch andere Reisende mit großen Koffern gesehen. Scheinbar wird das nicht so eng gesehen, oder?

      Viele Grüße
      Sebastian & Jenny

  3. Hallo,
    nun, ganz so strikt wie im Flieger (mit penibel einzuhaltenden Höchstabmessungen) wird es wohl nicht gehandhabt. Entscheidendes Kriterium ist wohl, dass das Gepäck in die Ablage über den Sitzen passt, weil es sonst keinen Stauraum in den Shinkansen-Zügen gibt. Ein relativ kompakter 60-Literrucksack passt da durchaus noch hin. Ab 80 Liter wird’s dann aber problematisch. Ich wurde, als ich meine Plätze vorab reservierte gefragt, ob ich mit „großem Gepäck“ unterwegs sein würde und ich antwortete ahnungslos „na ja, so mittelgroß“. Ich bekam dann gleich die Frachtpapiere in die Hand gedrückt für die Spedition (kostet nicht extra). Es funktioniert alles perfekt. Das entsprechend beschriftete Gepäck wird im Hotel abgeholt und zum Zielhotel transportiert. Das läuft über die Rezeption, man muss also nicht dabei sein.
    Wie ich dann gesehen habe, hätte meine auch ca. 60-Liter-Reisetasche noch in die Ablage im Zug gepasst – und einige Japaner hatten vergleichbare Teile dabei. Vielleicht ist die Einschränkung auch vom Zugtyp abhängig – oder man ist heute großzügiger. Meine Erfahrungen mit Japan Rail hatte ich im November 2014 gemacht. Da kann sich inzwischen schon was geändert haben. Ich würde jedenfalls vorher bei JR anfragen, wie groß genau das Gepäck für die Zugmitnahme sein darf.

    Gruß
    Michael

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