Die 22 schönsten Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen

Kopenhagen ist eine der schönsten Städte, die wir bislang besucht haben. Warum sich ein Städtetrip nach Kopenhagen lohnt und welche Highlights und Sehenswürdigkeiten du nicht verpassen darfst, zeigen wir dir in diesem Artikel.

Kopenhagen hat unsere Herzen im Sturm erobert. Selten waren wir so schnell Feuer und Flamme mit einer Stadt, wie es bei Kopenhagen der Fall war.

Die dänische Hauptstadt zählt eben nicht umsonst zu den lebenswertesten Städten der Welt.

Aber auch für Besucher hat Kopenhagen eine ganze Menge zu bieten: historische Bauwerke, moderne Architektur und wunderschöne Stadtviertel warten darauf, erkundet zu werden.

Wir zeigen dir in diesem Artikel unsere 22 liebsten Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen.

Wie immer erhältst du bei uns natürlich auch viele praktische Tipps zum Besuch der Sehenswürdigkeiten, sodass du bestens auf deine Reise vorbereitet bist.

Generelle Tipps: So besichtigst du Kopenhagens Sehenswürdigkeiten am besten

Bevor wir dir unsere 22 liebsten Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen vorstellen, haben wir noch ein paar allgemeine Tipps zum Sightseeing in der dänischen Hauptstadt für dich.

#1 Zeit und Geld sparen mit der Copenhagen Card

Die Copenhagen Card ist ein Citypass speziell für Besucher der Stadt. Mit der Karte kannst du alle öffentlichen Verkehrsmittel kostenfrei nutzen und erhältst kostenlosen Eintritt zu fast allen Sehenswürdigkeiten und Museen in Kopenhagen.

Die Karte gibt es für 24, 48, 72 oder 120 Stunden. Wenn du viele Sehenswürdigkeiten besuchst, lohnt sich das finanziell. Auf jeden Fall ist es aber sehr bequem, da du dich nicht um Metro-Tickets und Eintrittskarten für die einzelnen Highlights kümmern musst.

Hier kannst du die Copenhagen Card kaufen

Wir haben auch einen ausführlichen Erfahrungsbericht über die Copenhagen Card geschrieben. Dort zeigen wir dir auch, wann sich die Karte lohnt und wann eher nicht:

Unser Copenhagen Card Erfahrungsbericht

#2 Unterwegs vor Ort

Kopenhagen ist sehr überschaubar. Mit nur etwa 600.000 Einwohnern ist die Stadt auch nicht so groß, wie andere europäische Hauptstädte.

Fast alle Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen kannst du zu Fuß erreichen, da wirklich alles sehr kompakt beieinander liegt.

Wichtig ist natürlich auch, dass dein Hotel relativ zentral liegt. In welchen Gegenden von Kopenhagen du am besten übernachtest, haben wir hier für dich aufgeschrieben:

Wo übernachten in Kopenhagen? Unsere Hoteltipps.

Die öffentlichen Verkehrsmittel (Metro, S-Bahn und Bus) sind auch sehr gut ausgebaut, wir haben sie allerdings nur selten genutzt. Falls es regnet, sind sie aber sehr praktisch und für etwas weiter entfernte Highlights auch.

Falls du dir die Copenhagen Card holst, kannst du alle Öffentlichen Verkehrsmittel damit nutzen.

Ansonsten ist natürlich das Fahrrad in Kopenhagen das Fortbewegungsmittel Nummer 1. Überall gibt es breite Fahrradwege, ein absoluter Traum!

Viele Hotels verleihen Fahrräder, ansonsten findest du in der Stadt auch viele Verleiher. Wenn du möchtest, kannst du dir auch online ein Fahrrad zur Leihe reservieren:

Fahrrad in Kopenhagen leihen

#3 Geführte Touren durch Kopenhagen

Kopenhagen lässt sich super auf eigene Faust erkunden. Wenn du aber mehr Hintergründe zur Stadt erfahren willst und ein paar Tipps von einem echten Insider hören willst, ist eine geführte Tour eine gute Gelegenheit.

Die folgenden drei Touren sind für einen Überblick super zu empfehlen:

Highlights von Kopenhagen: 3-stündige Fahrradtour: Auf dieser Tour erkundest du Kopenhagen ganz klassisch mit dem Fahrrad und dein deutschsprachiger Guide zeigt dir die Highlight von Kopenhagen.

Kopenhagen: Rundgang durch die Altstadt: Wenn Fahrradfahren nichts für dich ist, kannst du natürlich auch zu Fuß eine Stadtführung durch Kopenhagen machen.

Alternatives Kopenhagen Erlebnistour: Diese Tour bietet Einblicke in Kopenhagen abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten und führt dich unter anderem durch die Freistadt Christiania und ins Viertel Vesterbro.

So, nun aber endgültig genug der Vorrede. Jetzt kommen unsere 22 Top-Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen.

#1 Nyhavn

Es ist das Postkartenmotiv in Kopenhafen schlechthin: der Nyhavn mit seinen bunten Häusern.

Übersetzt heißt das übrigens „Neuer Hafen“, aber ganz so neu ist der dann doch nicht mehr. Der Nyhavn wurde immerhin schon im Jahr 1673 fertig gestellt.

Heute liegen im Hafen vor allem private Segelboote und Ausflugsboote. In den umliegenden Häusern befinden sich hauptsächlich Restaurants.

Der Nyhavn ist auch einer der wenigen Orte in Kopenhagen, an dem es vor Touristen nur so wimmelt. Trotzdem ist und bleibt der Nyhavn einer der malerischsten Plätze in Kopenhagen.

Fototipp: Wenn du früh morgens zum Nyhavn kommst, hast du ihn fast für dich allein und kannst ungestört Fotos machen. Wenn du Glück hast, ist es windstill und du die Häuser spiegeln sich auf der Wasseroberfläche.

Auch sehenswert: Die Inderhavnsbroen

Sehenswert ist auch die Inderhavnsbroen, eine Brücke ausschließlich für Fußgänger und Radfahrer, die Nyhavn mit dem gegenüber liegenden Stadteil Christianshavn verbindet.

Die Brücke wird auch „Kissing Bridge“ genannt. Wenn große Schiffe die Brücke passieren müssen, wird die Fahrbahn eingefahren. Wenn die Brücke dann wieder geschlossen wird, erinnert das an sich küssende Zungen.

Nyhavn
Die bunten Häuser des Nyhavn. Früh morgens ist dort noch alles ganz ruhig.

#2 Die kleine Meerjungfrau

Die kleine Meerjungfrau ist das Wahrzeichen von Kopenhagen. Hans-Christian Andersen, der wohl berühmteste Sohn Kopenhagens, schuf die Figur der Meerjungfrau und mit der Statue wurde ihr hier ein Denkmal gesetzt.

Seit 1913 thront die kleine Dame auf einem Stein im Kopenhagener Hafenbecken und wurde seitdem immer wieder Opfer von Angriffen und Vandalismus. Sie wurde unter anderem schon geköpft, mit Farbe beschmiert und vom Sockel gesprengt.

Viele Besucher sind vom Besuch bei der Meerjungfrau enttäuscht, da sie sich offenbar etwas Spektakuläreres erwartet hätten. Tatsächlich ist die Figur nur 1,25 Meter groß.

Tagsüber herrscht oft ein sehr großer Andrang an der Kleinen Meerjungfrau, vor allem wenn größere Busladungen dort halten. Am frühen Morgen und abends ist es hingegen meistens sehr leer.

Wir finden die kleine Meerjungfrau sehr schön. Es muss ja auch nicht immer alles extrem spektakulär und groß sein.

Kleine Meerjungfrau
Traurig guckt sie drein, die kleine Meerjungfrau

#3 Tivoli

Der Tivoli ist ein Vergnügungspark mitten in der Stadt und was für einer! Auch wenn Achterbahnen und Fahrgeschäfte dich nicht so interessieren, ist der Tivoli trotzdem absolut sehenswert.

Eröffnet wurde der Tivoli schon im Jahr 1843 und ist somit einer der ältesten Freizeitparks der Welt. Sobald du durch das große Eingangstor gegangen bist, befindest du dich plötzlich in einer ganz anderen Welt.

Alles ist bunt, verschnörkelt und märchenhaft. Selbst die modernen Fahrgeschäfte, wie der Freefall Tower, wurden im Retro-Design gestaltet und passen sich so perfekt dem historischen Ambiente an.

Zu den Highlights gehören die „Rutschebanen“, eine Achterbahn aus dem Jahr 1914, bei der noch ein Bremser mitfährt, das 80 Meter hohe Kettenkarussell  und die Achterbahn „Daemonen“.

Viele Kopenhagener kommen regelmäßig in den Tivoli. Neben Fahrgeschäften gibt es hier eine ganze Menge Restaurants, sowie regelmäßige Konzerte und Theateraufführungen.

Besonders schön ist es am Abend, wenn mehr als 100.000 Lichter den Tivoli erstrahlen. In einem ausführlichen Artikel haben wir dir alles Wissenswerte zum Tivoli aufgeschrieben:

Tivoli Kopenhagen: Alle Infos zu Eintritt und Besuch in Kopenhagens kleiner Wunderwelt

Infos zum Besuch des Tivoli

Der Park ist von Mitte April bis Mitte September geöffnet. Außerdem gibt es in den kalten Monaten einige Sonder-Events, zu denen der Park geöffnet wird. Dazu gehören unter anderem Halloween und die Vorweihnachtszeit. Dann findet im Tivoli ein großer Weihnachtsmarkt statt.

Unser Tipp: Kauf dir deine Tickets für den Tivoli vorher online.

Der Tivoli war einer der wenigen Orte in Kopenhagen, an denen wir eine wirklich lange Schlange am Einlass gesehen haben, die tatsächlich einmal um den Block ging. Wenn du dir deine Tickets vorher online kaufst, sparst du dir das Anstehen und kannst direkt rein.

Du hast die Wahl zwischen einer normalen Eintrittskarte und einem Ticket, in dem auch alle Fahrgeschäfte inklusive sind. Wenn du viele davon nutzen willst, lohnt sich das sehr schnell.

Tickets für den Tivoli online kaufen

Tivoli Eingang
Hinter diesem Tor wartet eine andere Welt auf die Besucher

#4 Kanalrundfahrt

Zu einem Besuch in Kopenhagen gehört auf jeden Fall auch eine Bootsfahrt zum Programm, der der du die Stadt vom Wasser aus entdeckst und so nochmal ganz neue Blickwinkel bekommst.

Es gibt verschiedene Anbieter, die jeweils geringfügig unterschiedliche Routen fahren. Eine typische Bootstour dauert etwa eine Stunde und führt die unter anderem durch Christianshavn, an den Børsen und am Parlament vorbei.

Die typischen Touri-Boote sind recht groß und die Fahrt ist mit ca. 15 Euro relativ günstig. Du kannst die Fahrt vorher online buchen:

Standard-Bootsrundfahrt online buchen

Unser Tipp: Bootstour mit Hey Captain

Da wir nicht mit einem der typischen Ausflugsschiffe fahren wollten, haben wir eine Bootstour beim Anbieter Hey Captain gebucht.

Auf die Boote passen maximal 12 Leute, sodass die Fahrt und vor allem die Erklärungen des Captains viel individueller sind, als die Ansagen auf den großen Booten.

Wir hatten richtig viel Spaß auf der Tour und können das nur empfehlen. Neben einer einstündigen Tour zu den typischen Sehenswürdigkeiten, gibt es auch eine 2-stündige Tour zu weniger bekannten Orten in Kopenhagen.

Die einstündige Tour kostet 200 DKK (ca. 27 Euro). Dabei ist auch ein Getränk an Bord inklusive (Bier, Wein oder Softdrink).

Zu den Bootstouren von Hey Captain
Zur Bootstour zu den „versteckten Juwelen“

Bootsfahrt Kopenhagen
Auf einer Bootsfahrt erlebst du Kopenhagen vom Wasser aus. Sehr empfehlenswert.

#5 Schloss Rosenborg

Im Kopenhagener Stadtgebiet gibt es gleich drei Schlösser zu bewundern. Das Schloss Rosenborg ist unserer Meinung nach das Schönste von ihnen.

Allein schon die Lage des Schlosses ist sehenswert. Das Schloss liegt am Rand des wunderschönen Königlichen Gartens „Kongens Have“.

Die gepflegte Parkanlage zieht heute die Einwohner Kopenhagens in Scharen an, sobald ein paar Sonnenstrahlen zu sehen sind.

Sie picknicken, entspannen oder spielen das in Dänemark sehr beliebte Spiel „Kubb“, das bei uns auch unter dem Namen Wikingerschach bekannt ist.

Das Schloss selbst stammt aus dem 17. Jahrhundert und sieht mit seinen Türmchen schon etwas märchenhaft aus.

Schon seit dem Jahr 1838 ist Schloss Rosenborg ein Museum und beinhaltet unter anderem die Dänischen Kronjuwelen.

Schloss Rosenborg
Schloss Rosenborg hat uns von allen Schlössern in Kopenhagen am besten gefallen

#6 Schloss Christiansborg

Schloss Nummer 2 in Kopenhagen ist Christiansborg. Das erste Schloss Christiansborg entstand im 18. Jahrhundert. Der aktuelle Bau erfolgte aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts.

Das Schloss wurde immer wieder von verheerenden Feuern zerstört und wieder aufgebaut. Heute beherbergt Christiansborg das dänische Parlament und den obersten Gerichtshof. Außerdem hat der dänische Ministerpräsident hier seinen Sitz.

Von Außen sieht Christiansborg erstmal wenig spektakulär aus. Im Inneren gibt es aber einiges zu entdecken.

Zu sehen sind die prachtvollen königlichen Empfangsräume, die königliche Küche und die Kapelle. Sehr beeindruckend ist auch die Königliche Bibliothek mit mehr als 3 Kilometern Regalfläche. Die Bibliothek kann im Rahmen spezieller Führungen besichtigt werden.

Christiansborg
Schloss Christiansborg beherbergt heute das dänische Parlament

#7 Schloss Amalienborg

Das Schloss Amalienborg ist der aktuelle Wohnsitz der Dänischen Königin Margarete II.

Margarete wird übrigens von den Dänen sehr gemocht. In ihren farbenfrohen, etwas exzentrischen Outfits wirkt die kettenrauchende Margarete auf den ersten Blick auch gar nicht wie eine Königin.

Das Highlight vieler Besucher in Amalienborg ist die tägliche Wachablösung. Die Wachen laufen im Stechschritt vom Schloss Rosenborg bis nach Amalienborg, wo sie dann um Punkt 12:00 Uhr ihre Vorgänger in einer exakt einstudierten Choreographie ablösen.

Auch das Schloss Amalienborg kann von Innen besichtigt werden. Unter anderem befindet sich dort das Königliche Museum.

Amalienborg
Schloss Amalienborg. Die Wachen erinnern mit ihren riesigen Fellmützen an die Wachen des Buckingham Palace

#8 Frederiks Kirke

Die Frederiks Kirke befindet sich ganz in der Nähe des Schlosses Amalienborg. Vom Wasser scheint die beeindruckende Kuppel der Kirche direkt zwischen den Bauwerken des Schlosses hervor.

Ursprünglich sollte die Kirche aus Marmor errichtet werden. Dafür fehlte dann aber schnell das Geld, sodass die Kirche mehr als 100 Jahre lang als Bauruine ihr Dasein fristete.

Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Bau fortgesetzt, dieses Mal mit deutlich günstigerem Sandstein. Nichtsdestotrotz ist die Kirche mit ihrer imposanten Kuppel absolut sehenswert.

Im Rahmen einer geführten Tour kannst du um 13:00 Uhr auch auf die Kuppel der Kirche. In den Sommermonaten von Mitte Juni bis Ende August ist das jeden Tag möglich, außerhalb dieser Zeit nur am Samstag und Sonntag.

Die Tickets kosten 35 DKK (ca. 5 Euro) und werden jeweils ab ca. 12:45 Uhr direkt vor Ort verkauft.

Frederiks Kirke
Die Frederiks Kirke vom Wasser aus gesehen

#9 Vor Frelsers Kirke

Die Vor Frelsers Kirke im Stadtteil Christianshavn ist für ihrem schwindelerregenden Aufstieg zur Kirchturmspitze bekannt.

Rund um die Spitze schlängelt sich eine Wendeltreppe außen herum. Von dort oben hat man die wohl beste Aussicht, die man über Kopenhagen haben kann.

Der Aufstieg und vor allem der Abstieg sind aber nicht ganz Ohne. Bevor es auf die Außentreppe geht, geht es innerhalb des Turms erstmal recht steile und enge Treppen hinauf. Vor allem der Weg nacht unten ist etwas beschwerlich.

Wenn du Höhenangst hast, wird die Außentreppe ein kleiner Adrenalinkitzel für dich. Wenn man nicht gerade unter extremer Höhenangst leidet, ist das aber noch gut machbar.

In den meisten Reiseführern wird behauptet, das Geländer der Treppe wäre nur hüfthoch. Wenn man 2,20 Meter groß ist, mag das vielleicht so sein. Ansonsten ist es aber doch eher brusthoch.

Wir können den Aufstieg sehr empfehlen. Für uns war das definitiv eines der Highlights in Kopenhagen.

Vor Frelsers Kirke
So sieht der Kirchturm der Vor Frelsers Kirke von außen aus

#10 Rundetårn

Direkt in der Kopenhagener Fußgängerzone befindet sich der Rundetårn, auf Deutsch Runder Turm.

Die Besonderheit des Rundetårn ist der Aufstieg im Inneren. Anstatt über Treppen geht es dort über einen serpentinenförmigen Weg nach oben. Der Legende nach soll einst ein russischer Zar sogar mit der Pferdekutsche auf den Turm geprescht sein.

Auf der Turmspitze befindet sich ein Aussichtspunkt. Die Aussicht von dort ist aber bei weitem nicht so beeindruckend wie von der Von Frelsers Kirke. Das eigentlich Highlight ist hier tatsächlich der Weg nach oben.

Rundetarn Serpentinen
Der Aufstieg zum Runden Turm erfolgt über einen Serpentinenweg

#11 Børsen

Die Børsen ist eines der markantesten Gebäude in der Kopenhagener Innenstadt. Früher war hier tatsächlich einmal die Börse drin, mittlerweile ist es einfach ein Bürogebäude.

Besonders sehenswert ist die Turmspitze, die aus in sich verflochtenen Drachenfiguren besteht. Die Børsen siehst du sehr gut vom Wasser aus. Die meisten Bootstouren führen am Kanal vor dem Gebäude vorbei.

Von innen können die Børsen leider nicht besichtigt werden.

Børsen Kopenhagen
Die markante Turmspitze der Børsen sieht man sehr gut bei einer Bootsfahrt

#12 Rådhuspladsen

Der Rådhuspladsen, also der Rathausplatz, ist einer der größten Plätze in der Kopenhagener Innenstadt. Die Fußgängerzone mündet direkt auf den Platz.

Auf dem Rathausplatz finden regelmäßig Veranstaltungen statt – von Demonstrationen bis zum Public Viewing von Fußballspielen ist alles dabei.

Sehenswert ist vor allem das Rathaus, ein mächtiger Backsteinbau, der den Platz dominiert. Der Rathausturm ist mit über 100 Metern eines der höchsten Gebäude in Kopenhagen.

Montag bis Freitag 11:00 Uhr und 14:00 Uhr, sowie am Samstag 12:00 Uhr kannst du auf den Turm rauf. Der Eintritt kostet 40 DKK (ca. 5,50 Euro).

Kopenhagen Rathaus
Das Rathaus von Kopenhagen

#13 Botanischer Garten

Mitten in der Innenstadt von Kopenhagen liegt der 10 Hektar große Botanische Garten.

Die große Parkanlage mit vielen Blumenbeeten ist kostenfrei zugänglich und wird von den Kopenhagenern gern genutzt.

Besonders sehenswert sind die großen Gewächshäuser. Das schönste von ihnen ist das Palmenhaus aus dem 19. Jahrhundert. Der Eintritt ins Palmenhaus kostet 60 DKK (ca. 8 Euro).

Palmenhaus Kopenhagen
Besonders sehenswert ist das historische Palmenhaus
Botanischer Garten Kopenhagen
Der Botanische Garten ist einer der schönsten Parks in Kopenhagen

#14 Moderne Architektur am Hafen

Kopenhagen ist eine Stadt, in der sich historische und moderne Bauwerke wunderbar ergänzen.

Während in der Innenstadt vor allem die historischen Bauwerke dominieren, entstanden entlang des Hafens in den letzten Jahren einige sehenswerte Gebäude moderner Prägung.

Die Fußgänger- und Fahrradbrücke Inderhavnsbroen direkt am Nyhavn haben wir ja weiter oben schon erwähnt, sie ist aber längst nicht das einzige Beispiel moderner Architektur.

Ganz in der Nähe befindet sich z. B. der Neubau der Königlichen Bibliothek mit dem Namen „Den Sorte Diamant.“ Der Name bedeutet übersetzt „Der schwarze Diamant“ und beschreibt das schwarze, glattpolierte Gebäude mit seinen geneigten Wänden sehr gut.

Nur 200 Meter davon entfernt befindet sich das BLOX.

Das 2006 eröffnete Dänische Architekturzentrum sieht ein bisschen so aus, als hätte jemand kurzerhand ein paar Bausteine aufeinander gestapelt.

Zu den bekanntesten modernen Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen gehört außerdem das Königliche Opernhaus, das sich nicht weit entfernt von der Kleinen Meerjungfrau auf der gegenüberliegenden Hafenseite befindet.

Vor allem abends, wenn das Gebäude beleuchtet ist, sieht die Oper besonders beeindruckend aus.

Opernhaus Kopenhagen
Die Königliche Oper sieht vor allem bei Nacht sehr beeindruckend aus

#15 Ny Carlsberg Glyptotek

Kopenhagen hat eine große Auswahl an Museen. Das wohl bedeutendste Kunstmuseum ist die Ny Carlsberg Glyptotek.

Neben Skulpturen von der Antike bis zur Moderne werden hier vor allem Gemälde aus der Zeit des Impressionismus und Post-Impressionismus gezeigt, u.a. von Van Gogh, Cezanne, Monet und Gauguin.

Ny Carlsberg Glyptote
Die Ny Carlsberg Glyptotek ist eines der bedeutendsten Museen in Kopenhagen

#16 Designmuseum Danmark

Das dänische Designmuseum hat uns persönlich unter den Museen mit am besten gefallen, weshalb wir es in diesen Artikel zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen mit aufgenommen haben.

Dänisches Design ist weltberühmt und hier findest du alles unter einem Dach, was in Dänemark im Laufe der Zeit so entworfen wurde: Möbel, Lampen, Keramik, Textilien und vieles mehr.

Daneben gibt es auch immer wieder Sonderausstellungen zu bestimmten Themen. Für alle, die Design und schöne Dinge mögen, ist das Designmuseum ein absolutes Muss.

Designmuseum Denmark
Stühle im skandinavischen Design im Designmuseum

#17 Strøget

In Kopenhagen sind es nicht nur die typischen Sehenswürdigkeiten, die einem als Besucher in Erinnerung bleiben. Zu den absoluten Highlights in Kopenhagen gehört es für uns, durch die einzelnen Viertel zu spazieren und sich treiben zu lassen.

Kopenhagen ist eine Stadt, in der die Infrastruktur nicht ausschließlich auf Autos ausgelegt ist und Fußgänger und Radfahrer nur lästiges Beiwerk sind. Schon im Jahr 1962 wurde in Kopenhagen damit begonnen, die Stadt zugunsten von Fußgängern und Radfahrern zu optimieren. Der erste Schritt dazu war damals die Einrichtung der Fußgängerzone Strøget.

Der Aufschrei der Ladenbesitzer war riesengroß. Man befürchtete, dass niemand mehr in den Geschäften der Innenstadt einkauft, wenn die Menschen nicht mehr mit dem Auto bis vor die Läden fahren können.

Das war natürlich Quatsch und heute ist die Strøget eine der größten Fußgängerzonen in Europa und ein gelungenes Beispiel für eine lebendige Innenstadt.

Die Fußgängerzone besteht aus mehreren Straßen und größeren Plätzen, wie dem Amagertorv.

Zu den bekanntesten Geschäften zählen das Design-Kaufhaus Illums Bolighus und das Kaufhaus Illum, was in etwas vergleichbar ist mit dem KaDeWe in Berlin.

Strøget Kopenhagen
Strøget: Die Fußgängerzone in Kopenhagen

#18 Freistadt Christiania

Die Freistadt Christiania ist eine berühmt, berüchtigte autonome Siedlung mitten im Stadtteil Christianshavn.

Das verlassene Militärgelände wurde im Jahr 1971 von Hippies, Anarchisten und anderen Freidenkern besetzt, mit dem Ziel, dort eine völlig neue Form des autonomen und selbstorganisierten Zusammenlebens zu schaffen. Dazu gehörte natürlich auch der freie Umgang mit Drogen.

Mit der Zeit siedelten sich immer mehr Menschen in Christiania an. Es entstanden Kultur-Einrichtungen und Restaurants auf dem Gelände und Christiania wurde immer mehr zu einer eigenen Stadt in der Stadt.

Christiania wurde mit der Zeit auch immer mehr zu einer echten Sehenswürdigkeit und wird im Ausland oft als Vorzeigeprojekt für das liberale Dänemark angesehen.

Trotzdem gab es immer wieder Streit zwischen den Bewohnern und der Regierung, sodass Christiania mehrfach vor dem Aus stand.Mittlerweile hat man sich aber geeinigt und die Einwohner Christianias haben das Grundstück mittlerweile legal erworben.

Soweit zum Hintergrund, wie sieht es aber nun in Christiania aus? Es gibt viele bunte Häuser, Verkaufsstände mit allerlei Kram für Touristen und natürlich die legendäre Pusher Street, auf der ganz offen an Verkaufsständen Cannabis und andere weiche Drogen verkauft werden.

Wir hatten bei unserem Besuch ehrlich gesagt den Eindruck, dass in Christiania mittlerweile einiges aus dem Ruder läuft. Der Drogenhandel wird längst nicht mehr von ein paar harmlosen Hippies veranstaltet, sondern scheint mittlerweile fest in der Hand krimineller Clans zu sein.

Die Atmosphäre in der Pusher Street empfanden wir dann auch eher als unangenehm und wir sind da als jahrelange Berlin-Kreuzberg- und Neukölln-Bewohner sicher nicht zimperlich.

Achtung: In der Pusher Street herrscht Fotoverbot, was dort auch auf vielen Schilder deutlich steht. Halte dich besser dran, die Dealer sind wie gesagt keine fröhlichen Hippies und verstehen da nicht so viel Spaß.

Trotzdem kann man sicher mal in Christiania vorbeischauen, aber du solltest auch nicht zu viel erwarten.

Unser Tipp: In Christiania gibt es ein hervorragendes, authentisches Thai-Restaurant: das Cafe Loppen. So gut thailändisch gegessen haben wir außerhalb Thailands wirklich sehr selten.

Christiania
Buntes Christiania
Christiania
Verkaufsstände in Christiania

#19 Nørrebro und der Assistens Kirkegård

Nørrebro ist ein Stadtteil nördlich der Innenstadt von Kopenhagen. Das Viertel gilt als der kreative Hotspot in Kopenhagen.

Tatsächlich hat uns Nørrebro sehr an Berlin erinnert, ein Mix auf Friedrichshain, Kreuzberg und Prenzlauer Berg. Es gibt viele trendige Restaurants, nette Cafés und individuelle Geschäfte.

Ein Spaziergang durch das Viertel gehört für uns definitiv zu einem Kopenhagen-Besuch dazu. Sehenswerte Straßen sind z. B. die Blågårdsgade und die Jægersborggade.

Nørrebro Brücke
Hinter der Brücke beginnt das bunte Viertel Nørrebro

Assistens Kirkegård: Der bekannteste Friedhof der Stadt

Neben Restaurants und Cafés hat Nørrebro auch noch eine echte Sehenswürdigkeit zu bieten: den Assistens Kirkegård, auf Deutsch Assistenzfriedhof.

Der Assistens Kirkegård ist mehr eine ausgedehnte Parkanlage als ein klassischer Friedhof. Auf den Wiesen zwischen den Grabstätten sitzen im Sommer oft Menschen mit Decken, die Wege sind beliebte Joggingstrecken.

Dazwischen befinden sich Grabstätten von einigen der berühmtesten Einwohner Kopenhagens. Unter anderem fanden hier Hand Christian Andersen, Niels Bohr und Sören Kierkegaard ihre letzte Ruhe.

Assistens Kirkegaard
Die breite Allee führt durch den Assistens Kirkegaard
Assistens Kirkegaard
Zwischen den Bäumen befinden sich die Grabanlagen

#20 Vesterbro

Ähnlich wie Nørrebro gilt auch Vesterbo als Trendviertel in Kopenhagen. Die Entwicklung ist hier aber noch nicht soweit vorangeschritten wie in Nørrebro. Um es mal mit Berlin zu vergleichen: Vesterbro ist weniger Prenzlauer Berg, dafür mehr Neukölln und Kreuzberg.

Auch hier findest du hippe Modeläden, trendige Cafés und einige der besten Restaurants der Stadt.

Vesterbro beginnt direkt hinter dem Hauptbahnhof und war lange Zeit eine Mischung aus Arbeiterviertel und Rotlichtbezirk. Einige Rotlicht-Etablissements findet man dort noch immer, aber es sind nicht mehr viele.

Vesterbro
Buntes Vesterbro

Kødbyen: Der Meatpacking District von Kopenhagen

Der südliche Teil von Vesterbro heißt Kødbyen, was übersetzt so viel bedeutet wie „Fleisch-Viertel“. In den alten Industriehallen waren früher Schlachthöfe und Markthallen untergebracht.

Mittlerweile werden in Kødbyen keine Tiere mehr geschlachtet, sodass die Hallen einem schöneren Zweck dienen können. Heute findest du in Kødbyen viele Kunstgalerien, sowie einige der angesagtesten Restaurants und Bars in ganz Kopenhagen.

Im Sprachgebrauch wird das Viertel mittlerweile auch Meatpacking District genannt, in Anspielung auf den gleichnamigen New Yorker Stadtteil, der ebenfalls eine Wandlung vom Schlachthof-Viertel zum Trendbezirk gemacht hat.

Kodbyen
In den weißen Hallen des Meatpacking District Kodbyen befinden sich einige der besten Restaurants und Bars der Stadt

#21 Torvehallerne

In Kopenhagen kannst du nicht nur viel anschauen, sondern auch hervorragend essen. Deshalb haben wir auch zwei Essensmärkte in unseren Artikel über die besten Sehenswürdigkeiten Kopenhagens mit aufgenommen.

Wenn du noch mehr Tipps zum Essen und zu Restaurants in Kopenhagen möchtest, dann schau dir unseren ausführlichen Artikel dazu an:

Essen in Kopenhagen: Unsere Restaurant-Tipps

Eines unserer Highlights in Kopenhagen waren die zwei Markthallen mit dem Namen Torvehallerne, die sich zwischen der Altstadt und Nørrebro befinden.

In den Torvehallerne kannst du frische Lebensmittel und Delikatessen aus Skandinavien und aller Welt kaufen. Was für Besucher aber noch interessanter ist: Du kannst an den Ständen der Torvehallerne auch hervorragend essen.

Wir waren jeden Tag mindestens einmal dort, entweder zum Frühstück oder zum Mittag und haben uns den Bauch vollgeschlagen.

Torvehallerne
Essensstände in der Torvehallerne

#22 Reffen

Und noch eine kulinarische Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: Der Streetfood-Markt Reffen befindet sich auf einem alten Werftgelände im Viertel Christianshavn.

Hier erwarten dich mehr als 60 Essensstände mit Leckereien aus aller Welt. Von dänischer Makrele, über peruanische Ceviche und israelische Fladenbrote bis hin zu veganem Asia-Food und süßen Leckereien ist hier wirklich für jeden was dabei.

Reffen ist der Nachfolger des bekannten Streetfood-Marktes Papirøen, der einem Neubau weichen und schließen musste.

Reffen Streetfood
In alten Schiffscontainern befinden sich mehr als 60 Essensstände

Das waren unsere Top 22 Sehenswürdigkeiten und Highlights in Kopenhagen.

Was sind deine Favoriten? Welche Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen sollte man auf keinen Fall verpassen? Hast du noch Fragen an uns? Wir freuen uns auf deinen Kommentar.