Kurz und knackig

  • Krakau ist das perfekte Ziel für einen Städtetrip. Die Stadt bietet eine spannende Geschichte, leckeres Essen und ein aufregendes Nachtleben.
  • In diesem Artikel zeigen wir dir die schönsten Viertel, Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten in Krakau. Zudem geben wir dir noch wichtige Reisetipps.
  • Vorab solltest du dir Tickets für eine Tour ins Salzbergwerk und für eine Tour durch Schindlers Fabrik holen. Beides ist schnell ausgebucht.
  • Als Erstbesucher kannst du am besten direkt in der Altstadt übernachten. Unser top Hoteltipp ist das Art Boutique – mit eleganten Zimmern und super zentral.
  • Viele verbinden Krakau mit einem Besuch in Auschwitz. Willst du das auch? Dann solltest du dich früh um die Tickets kümmern.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Krakau auf einer Karte

Für eine erste Orientierung in Krakau haben wir dir die schönsten Sehenswürdigkeiten von Krakau und die besten Museen mal auf einer Karte eingezeichnet.

So hast du schon den perfekten Überblick, bevor dein Sightseeing in Krakau startet.

Die Karte zeigt die schönsten Viertel und Sehenswürdigkeiten in Krakau

Die schönsten Viertel in Krakau

Krakaus Altstadt (Old Town)

Was du wissen musst: Die Altstadt ist das Herz von Krakau – und noch richtig gut erhalten. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Städten in Europa (etwa Warschau oder Dresden) blieb Krakaus historischer Kern im Zweiten Weltkrieg von massiven Bombenangriffen verschont. Hier findest du auch die meisten Restaurants.

Lohnt es sich? Um die Altstadt kommst du nicht herum. Hier befinden sich die meisten Sehenswürdigkeiten von Krakau. Und an dem kleinen Abschnitt der Weichsel kannst du wunderbar auf der Promenade entlangschlendern. Abends kannst du hier in einer Bar etwas trinken. Viele befinden sich in den historischen Gewölbekellern, richtig cool!

Unser Tipp: Die Altstadt ist fast komplett Fußgängerzone und  besteht aus Kopfsteinpflaster. Zieh unbedingt bequeme Schuhe an.

Das Viertel Kazimierz (jüdisches Viertel)

Was du wissen musst: Kazimierz ist das jüdische Viertel in Krakau und ein sehr geschichtsträchtiger Ort. Jahrhundertelang war Kazimierz eines der bedeutendsten Zentren jüdischen Lebens in Europa. Bis im Holocaust die Juden fast vollständig vertrieben wurden. Heute ist es das Hipster-Viertel in Krakau, mit viel Street-Art, Studierenden und dem besten Nachtleben.

Lohnt es sich? Ja! Die Atmosphäre ist ganz anders als in der Altstadt:  Alles wirkt ein wenig verwinkelter, kleiner und echter als in der Altstadt. Einige Ecken wirken noch etwas vernachlässigt, manche Fassaden bröckeln. Aber genau das macht den Charme aus. Wenn du gerne feiern gehst, solltest du abends hierher kommen.

Unser Tipp: Um die Geschichte rund um die Juden in Krakau besser verstehen zu können, haben wir eine geführte Tour durch die Viertel Kazimierz und Podgórze (unsere Nummer 3) gemacht. Wir können sie dir von Herzen empfehlen. 

Tour durch Kazimierz und Podgórze auf Englisch

Tour durch Kazimierz und Podgórze auf Deutsch

Das Viertel Podgórze (ehemaliges Ghetto)

Was du wissen musst: Auf der anderen Flussseite liegt das Viertel Podgórze. Zwischen 1941 und 1943 haben die Nationalsozialisten hier das Ghetto der Stadt errichtet. Der Platz der Ghettohelden (unsere Nummer 15) erinnert noch heute daran. In den Straßen Lwowska 25 und Limanowskiego 62 stehen noch kleine Fragmente der ehemaligen Ghetto-Mauer.

Lohnt es sich: Podgórze wirkt ruhiger als die beiden anderen Viertel. Hier leben noch viele Einheimische und es gibt keine Souvenirstände. Stattdessen läufst du hier an kleinen Handwerksbetrieben und süßen Parks vorbei. Die dunkle Geschichte ist vor allem auf dem großen Platz allgegenwärtig und fast schon bedrückend. 

Unser Tipp: Auch dieses Viertel haben wir mit der geführten Tour besucht – und viele Ecken des Viertels dadurch viel intensiver wahrgenommen.

Tour durch Kazimierz und Podgórze auf Englisch

Tour durch Kazimierz und Podgórze auf Deutsch

Die top Sehenswürdigkeiten in Krakau

Rynek Główny (Hauptmarkt)

Was du wissen musst: Der Hauptmarkt Krakaus (auf polnisch Rynek Główny) war ganz früher mal der größte mittelalterliche Platz Europas und ist sogar dreimal so groß wie der berühmte Markusplatz in Venedig. Hier stehen gleich mehrere der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Krakau, die Marienkirche, die Tuchhallen, der Rathausturm und das unterirdische Museum.

Lohnt es sich: Wenn du nicht weißt, wo du mit deinem Sightseeing in Krakau anfangen sollst, geh einfach zum Hauptmarkt. Hier siehst du viel und es ist immer etwas los. Wenn du die Sehenswürdigkeiten gesehen und fotografiert hast, setz dich einfach in eines der Cafés am Rand und beobachte die Leute – auch wenn der Kaffee etwas teurer ist. Wir lieben den Vibe. 

Unser Tipp: Komm unbedingt noch einmal am Abend wieder. Dann sind die Gebäude beleuchtet und Straßenmusiker spielen. Die Stimmung ist magisch.

St. Mary's Basilica (Marienkirche)

Die Marienkirche in Krakau
Die Marienkirche in Krakau

Was du wissen musst: Die Marienkirche mit ihren zwei ungleichen Türmen ist das absolute Wahrzeichen am Marktplatz. Zu jeder vollen Stunde öffnet ein Feuerwehrmann oben im Turm ein Fenster und spielt das berühmte Trompetensignal, das ganz plötzlich abbricht. Es soll an eine alte Legende aus der Zeit der Mongolenüberfälle erinnern.

Lohnt es sich: Die Marienkirche ist echt hübsch und auch das Trompetenspiel ist cool. Im Inneren steht noch der goldene Altar von Veit Stoß, wohl der größte seiner Art weltweit. Wir waren allerdings nicht drin. Um reinzugehen, brauchst du ein Ticket, das kostet etwa 5 Euro.

Unser Tipp: Wenn du fit bist, kannst du auch die engen Stufen des Turms hinaufgehen und den Trompeter direkt bei der Arbeit zuschauen. Und von hier oben hast du den vielleicht besten Blick über die ganze Altstadt.

Sukiennice (Krakauer Tuchhallen)

Was du wissen musst: Die Tuchhallen gelten als eines der ältesten Einkaufszentren der Welt. Früher wurde hier mit edlen Stoffen, Leder und Salz gehandelt, heute findest du im Erdgeschoss eine lange Passage mit Verkaufsständen für Souvenirs, Holzschnitzereien und den berühmten polnischen Bernsteinschmuck.

Lohnt es sich: Das Gebäude ist von innen wirklich schön. Uns war es hier am Wochenende aber zu voll und zu stickig. Deswegen sind wir nicht lang drin geblieben. Im Obergeschoss gibt es noch eine Galerie mit polnischer Malerei, aber dort waren wir nicht mehr.

Town Hall Tower (Rathausturm)

Blick auf den Rathausturm in Krakau von oben
Blick auf den Rathausturm auf dem Hauptmarkt

Was du wissen musst: Der Turm ist das einzige, was vom ursprünglichen Krakauer Rathaus übrig geblieben ist. Denn das Gebäude wurde im 19. Jahrhundert abgerissen. Er ist 70 Meter hoch und steht etwa 55 Zentimeter schief, weil er nach einem heftigen Sturm im Jahr 1703 leicht in Schieflage geraten ist.

Lohnt es sich: Ja, der Turm ist nicht nur ein tolles Fotomotiv, sondern du kannst auch hier die engen Treppen nach oben gehen und hast eine tolle Aussicht über die Altstadt. Auch hier kostet der Eintritt etwa 5 Euro. Im Keller befindet sich noch ein Teil des historischen Museums und ein kleines Theater.

Wawel Royal Castle (Schloss)

Was du wissen musst: Auf einem Hügel direkt an der Weichsel steht das Wawel-Schloss. Jahrhundertelang war es der Wohnsitz der polnischen Könige. Der Komplex ist riesig: Es gibt das Schloss mit seinem wunderschönen Innenhof, die beeindruckende Wawel-Kathedrale und die berühmte Drachenhöhle am Fuße des Berges.

Lohnt es sich: Ein Besuch auf dem Wawel-Hügel ist ein absolutes Muss – und erstmal kostenlos. Du kannst ganz entspannt über das Gelände spazieren und dir alles ganz in Ruhe anschauen. Von hier oben hast du auch einen tollen Blick auf die Weichsel und die Altstadt. Du kannst das Schloss oder die königlichen Prunkgemächer aber auch von innen besichtigen.

Tickets: Du musst für jeden Teil der Schlossanlage (Gemächer, Schatzkammer, Kathedrale, Drachenhöhle) ein separates Ticket kaufen. Die Einzeltickets buchst du am besten auf der offiziellen Website. Für den 1. und 2. Stock sowie den Garten gibt es etwa ein Kombiticket für 23 Euro. Alternativ empfehlen wir dir eine geführte Tour. Diese gibt es in mehreren Sprachen.

Geführte Tour durch das Schloss Wawel & Kathedrale

Wawel Cathedral (Kathedrale)

Die Wawel Kathedrale
Die Wawel Kathedrale

Was du wissen musst: Direkt neben dem Schloss steht die Wawel-Kathedrale. Sie ist der wichtigste religiöse Ort Polens. Hier wurden fast alle polnischen Könige gekrönt und auch begraben. Das Gebäude ist ein faszinierender Mix aus verschiedenen Stilen. Von Gotik, über die Renaissance, bis hin zu Barock und sogar Elemente der Romantik.

Lohnt es sich? Absolut. Es ist ein cooles Erlebnis, in den engen Krypten direkt vor den Gräbern berühmter Könige und Nationalhelden zu stehen. Ein weiteres Highlight ist der Aufstieg zur Glocke: Die Holztreppen sind zwar eng und knarren ordentlich, aber die Tradition besagt, dass es Glück bringt, das Herz der Glocke mit der linken Hand zu berühren.

Ticket: Das Ticket (ca. 6 Euro) für die Kathedrale kannst du online auf der offiziellen Website kaufen. Ab Kauf ist dein Ticket 14 Tage gültig, ein festes Datum kannst du nicht wählen. Bei der geführten Tour zusammen mit dem Schloss über Get Your Guide ist der Eintritt schon dabei. 

Geführte Tour durch das Schloss Wawel & Kathedrale

Wawel Dragon (Drache)

Der Wawel Drache
Die Touristen warten auf das Feuer

Was du wissen musst: Der Legende nach lebte der Wawel Drache früher in einer Höhle unter dem Wawel-Hügel. Heute steht dort eine riesige Bronzestatue des Drachen direkt am Ufer der Weichsel. Das Beste: Der Drache speit alle paar Minuten echtes Feuer aus seinem Maul.

Lohnt es sich? Vor allem für Kinder ist der feuerspuckende Drache ein echtes Highlight. Du kannst auch durch die echte Drachenhöhle (Smocza Jama) unter dem Schloss hindurchwandern und kommst direkt bei ihm am Flussufer wieder heraus.

Jagiellonian University

Was du wissen musst: Die Jagiellonian University ist eine der ältesten Hochschulen der Welt (gegründet 1364). Bekannte Personen wie Nikolaus Kopernikus oder Papst Johannes Paul II. haben hier studiert. Das älteste Gebäude der Uni, das Collegium Maius, steht mitten in der Altstadt und ist der berühmteste Teil.

Lohnt es sich? Ein bisschen fühlt man sich hier wie Harry Potter: Eingänge aus Backstein, uralte Treppen und diese ganz mystische Uni-Atmosphäre. Ein Highlight ist die historische Uhr im Hof: Alle zwei Stunden (ungerade) spielt sie Musik, dazu kommen kleine Holzfiguren von Königen und Gelehrten herausmarschiert.

Synagoga Stara (Alte Synagoge)

Was du wissen musst: Die Alte Synagoge in Krakau ist das älteste noch erhaltene jüdische Gotteshaus in ganz Polen. Sie stammt ursprünglich aus dem 15. Jahrhundert und mit ihren Zinnen sieht sie ein bisschen wie eine kleine Festung aus. Heute wird sie nicht mehr für Gottesdienste genutzt. Du findest hier eine Abteilung des Historischen Museums von Krakau. Dort erfährst du alles über die jüdische Kultur, die Traditionen und die Geschichte des Viertels Kazimierz.

Lohnt es sich? Der große Saal mit seinen hohen Säulen und dem kunstvollen Altarraum soll sehr beeindruckend sein. Wir waren aber nicht drin, da wir hier mit einer geführten Tour durch die Viertel Kazimierz und Podgórze waren und so Infos zur jüdischen Geschichte Krakaus bekommen haben. 

Unser Tipp: In Kazimierz gibt es noch zwei weitere bekannte Synagogen: die Rumah Synagoge und die Kupa Synagoge. An beiden sind wir ebenfalls mit der Tour vorbeigekommen.

Remuh Cemetery (Alter jüdischer Friedhof)

Der alte jüdische Friedhof in krakau
Der alte jüdische Friedhof

Was du wissen musst: Der alte jüdische Friedhof ist einer der bedeutendsten jüdischen Friedhöfe in Europa und stammt aus dem Jahr 1551. Während der NS-Zeit wurde er fast komplett zerstört. Während Restaurierungsarbeiten nach dem Krieg wurden Hunderte Grabsteine unter der Erde gefunden, die dort wohl versteckt worden waren.

Lohnt es sich: Die Atmosphäre auf dem Friedhof ist ganz besonders. Viele der Grabsteine sind schief und mit Moos bewachsen. Am Grab des Rabbiners Remuh findest du viele kleine Zettel mit Wünschen – man sagt, dass sie an dem Ort in in Erfüllung gehen.

Schindler's List Passage

Eine geführte Tour läuft durch Schindlers Passage
Eine geführte Tour läuft durch Schindlers Passage

Was du wissen musst: Weltweit bekannt wurde die Passage durch den Film Schindlers Liste. Hier wurde die Szene gedreht, in der das Ghetto geräumt wird und eine Frau versucht, sich unter einer Treppe zu verstecken. Heute sieht sie immer noch so aus wie im Film: Holzbalkone, Kopfsteinpflaster und hängende Blumenampeln.

Lohnt es sich: Die Schindler’s Passage ist für uns eigentlich eines der schönsten Fotomotive in Krakau – wenn du die Chance hast, sie für dich allein zu haben. Denn hier triffst du natürlich auf viele Touristen. Wir hatten irgendwann keine Lust mehr, darauf zu warten, dass es leerer wird. Ein Abstecher lohnt sich trotzdem!

Ghetto Heroes Square

Was du wissen musst: Während der Nazi-Zeit war der Ghetto Heroes Square das Zentrum des Krakauer Ghettos. Von hier aus wurden tausende jüdische Menschen in die Vernichtungslager deportiert. Heute ist der Platz ein einzigartiges Denkmal mit 70 großen Stühlen aus Metall. Sie symbolisieren die Leere und den Verlust, aber auch den Moment der Deportation, als die Menschen ihre Möbel, Koffer und Co. auf dem Platz zurücklassen mussten. 

Lohnt es sich? Der Ghetto-Helden-Platz ist einer der bewegendsten Orte in ganz Krakau. Das Denkmal ist so gestaltet, dass man es nicht nur anschaut. Du kannst dich auf die Stühle setzen oder zwischen ihnen hindurchlaufen. Das macht die Geschichte unglaublich greifbar. Die Stimmung hier ist aber schon sehr bedrückt.

The Eagle Pharmacy (Adler Apotheke)

Die Adler Apotheke in Krakau
Die Adler Apotheke in Krakau

Was du wissen musst: Die Adler Apotheke war in dieser Zeit die einzige Apotheke im jüdischen Ghetto. Und ihr Besitzer, Tadeusz Pankiewicz, war der einzige Nicht-Jude, der in dem Viertel bleiben durfte. Er und seine Angestellten schmuggelten Medikamente und Nachrichten hinein und versteckten Menschen. Heute ist die Apotheke ein kleines Museum, das genau so aussieht wie damals.

Lohnt es sich? Wir haben uns auch die Apotheke nur von außen mit der geführten Tour angeschaut. Das Museum soll aber sehr nahbar sein. Du kannst in alte Schubladen schauen oder durch die Fenster auf den Platz blicken. Es ist eine super Ergänzung zum großen Schindler-Museum, weil es die Geschichte aus einer sehr persönlichen Perspektive erzählt.

Markt Stary Kleparz

Was du wissen musst: Stary Kleparz ist einer der ältesten Märkte in Krakau und ein beliebter Ort, um frische Lebensmittel, Blumen und typisch polnische Spezialitäten zu kaufen. Der Markt ist ein super authentischer Ort in Krakau, da die Locals hier ganz normal einkaufen gehen. Es gibt auch kleine Imbisse mit traditionellen Gerichten.

Lohnt es sich: Ein Besuch auf dem Markt ist super, wenn du Krakau abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten erleben möchtest. Besonders morgens herrscht hier eine richtig lebendige Atmosphäre.

Unser Tipp: Im Aura Café (zu Google Maps) direkt beim Markt haben wir richtig leckeren Kaffee getrunken. Hier kannst du auch entspannt draußen sitzen.

Wieliczka Salt Mine (Salzbergwerk)

Was du wissen musst: Bei der Tour im Salzbergwerk Wieliczka steigst du tief unter die Erde hinab und läufst durch ein riesiges Netz aus Stollen, Kammern und unterirdischen Seen. Besonders beeindruckend sind die komplett aus Salz gestalteten Räume und die berühmte Kapelle der Heiligen Kinga mit ihren Salzskulpturen und Kronleuchtern.

Lohnt es sich? Definitiv! Und auch, wenn du normalerweise keine Bergwerke spannend findest. Die unterirdische Welt ist wirklich beeindruckend und ganz anders als klassische Sehenswürdigkeiten in Krakau. Du solltest aber bedenken, dass die Tour mehrere Stunden dauert und viele Treppen beinhaltet.

Unser Tipp: Buch deine Tour unbedingt einige Tage im Voraus. Die Touren gibt es in mehreren Sprachen. Beliebte Uhrzeiten sind schnell ausgebucht, vor allem am Wochenende. Denn die Salzmine gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Polen.

Anfahrt: Das Salzbergwerk liegt etwa 30 Minuten von Krakau entfernt. Du kannst mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln hinfahren. Genauere Infos findest du auf der Website des Salzbergwerkes (zur Website).

Zu den Tickets ohne Transfer auf der Website

Zur geführten Tour mit Transfer ab Krakau auf Get Your Guide

Die besten Museen in Krakau

Oskar Schindler's Factory (Schindlers Fabrik)

Was du wissen musst: Eines der wichtigsten Museen in Krakau ist Schindlers Fabrik, denn es erzählt die Geschichte der Stadt während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg. In der multimedialen Ausstellung bekommst du einen sehr eindrucksvollen Einblick in den Alltag der Menschen im besetzten Krakau. Auch erfährst du mehr über Schindlers Rolle bei der Rettung vieler jüdischer Menschen.

Lohnt es sich? Auf jeden Fall, wir fanden das Museum super interessant. Die Ausstellung ist modern gestaltet und emotional sehr bewegend. Viele Ereignisse werden sehr anschaulich und persönlich erzählt. Plane genug Zeit ein, denn das Museum gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Krakau und kann ziemlich voll werden.

Unser Tipp: Buche dein Ticket unbedingt ein paar Wochen im Voraus, sofern du das Museum auf eigene Faust erkunden willst. Spontan sind meistens nur noch geführte Touren buchbar.

Ticket für Schindlers Fabrik – mit oder ohne Führung

Rynek Underground (Unterirdisches Museum Podziemia Rynku)

Blick in das unterirdische Museum Podziemia Rynku in Krakau
Blick in das unterirdische Museum

Was du wissen musst: Das Unterirdische Museum Podziemia Rynku befindet sich direkt unter dem Hauptmarkt von Krakau. Es zeigt die freigelegten Überreste der mittelalterlichen Stadt. Bei dem Rundgang läufst du über Stege durch archäologische Ausgrabungen und bekommst mit multimedialen Inszenierungen einen spannenden Einblick in das Leben im mittelalterlichen Krakau.

Lohnt es sich? Wenn du die Vergangenheit von Krakau besser verstehen willst, bist du hier richtig. Besonders cool ist, dass du die alten Straßen, Fundamente und Gegenstände direkt unter dem heutigen Marktplatz sehen kannst. Zudem ist das Museum sehr modern gestaltet und definitiv interessanter als ein klassisches Geschichtsmuseum.

Geführte Tour durch das unterirdische Museum

National Museum

Das Nationalmuseum in Krakau von außen
Das Nationalmuseum in Krakau

Was du wissen musst: Das Nationalmuseum in Krakau gehört zu den wichtigsten Museen Polens und zeigt eine riesige Sammlung polnischer Kunst – vom Mittelalter bis zur Moderne. Für viele Besucher ist das Gemälde Dame mit dem Hermelin von Leonardo da Vincis das Highlight des Museums. Daneben findest du hier auch Waffen, Kunsthandwerk und wechselnde Sonderausstellungen.

Lohnt es sich? Ein Besuch lohnt sich vor allem, wenn du Interesse an Kunst- und Geschichte hast. Du bekommst einen guten Überblick über die polnische Kunstgeschichte und kannst mit der Dame mit dem Hermelin eines der bekanntesten Kunstwerke Polens bestaunen. Plane am besten etwas Zeit ein, denn das Museum ist ziemlich groß.

Dein Ticket bekommst du ganz einfach vor Ort

Banksy Museum

Was du wissen musst: Der Street-Art-Künstler Banksy ist bekannt für seine gesellschaftskritische Street-Art mit politischem und oft satirischem Inhalt. Seine Identität ist bis heute geheim. In dem Museum in Krakau findest du keine Originalsammlung, sondern eine immersive Ausstellung mit mehr als 150 Reproduktionen, Installationen, Videos und lebensgroßen Nachbauten berühmter Banksy-Werke.

Lohnt es sich? Für Banksy- oder Street-Art-Fans auf jeden Fall. Du wirst viele bekannte Motive sehen und auch die Atmosphäre in einer ehemaligen Industriehalle im jüdischen Viertel Kazimierz passt ziemlich gut zu Banksys Stil. 

Ticktes für das Banksy Museum

Die besten Aktivitäten in Krakau

Fahrradtour durch Krakau

Fahrradtour in Krakau
Eine Fahrradtour ist eine super Alternative (© Krakowbiketour)

Was dich erwartet: Mit der Fahrradtour kannst du dein Sightseeing in Krakau an einem Tag erledigen. Denn du fährst an fast allen Sehenswürdigkeiten vorbei, die wir dir oben gezeigt haben. Insgesamt machst du 25 Stopps, bekommst viele Infos von deinem englischsprachigen Guide und kannst natürlich ein paar Fotos machen. Es gibt viele gute Radwege in Krakau, besonders entlang der Weichsel.

Zeit: Du kannst die Tour am Vor- oder Nachmittag machen, sie geht etwa 3,5 Stunden

Zur geführten Fahrradtour durch Krakau

Bootstour auf dem Fluss Weichsel

Eine Bootstour auf der Weichsel in Krakau
Eine Bootstour auf der Weichsel in Krakau

Was dich erwartet: Bei einer Bootstour in Krakau schipperst du ganz entspannt über die Weichsel. Links und rechts kannst du einige Sehenswürdigkeiten von Krakau bestaunen. Besonders beeindruckend ist natürlich der Blick auf das große Wawel-Schloss. Es gibt auch einen Audioguide, der dir einige Infos zu dem gibt, was du gerade siehst. Aber wie es meistens so ist, versteht man den nicht gut. Aber wir würden die Fahrt trotzdem machen, aber wir lieben auch einfach Bootsouren auf der ganzen Welt.

Zeit: Du kannst die Tour zu jeder vollen Stunde zwischen 11 und 19 Uhr machen, sie geht 45 Minuten

Zur Bootstour über die Weichsel in Krakau

Sightseeing-Tour mit dem Öko-Elektro-Golfmobil

Ein Öko-Elektro-Golfmobil in Krakau
Ein Öko-Elektro-Golfmobil in Krakau

Was dich erwartet: Mit dem Öko-Elektro-Golfmobil kannst du einen Teil deines Sightseeings in Krakau ganz entspannt erleben. Die Tour startet zwar in der Altstadt, konzentriert sich aber überwiegend auf die Sehenswürdigkeiten in den Vierteln Kazimierz und Podgórze. Sie ist also eine ideale Ergänzung, wenn du die Highlights auf dem Hauptmarkt schon gesehen hast. Es gibt einen Audioguide in mehreren Sprachen, der mal gut, mal etwas schlechter zu verstehen ist. 

Zeit: Es gibt mehrere Abfahrtszeiten zwischen 10:30 Uhr und 18:30 Uhr. Die Fahrt dauert etwa 1,5 Stunden.

Party und Nachtleben in Krakau

Ein Pub im Viertel Kazimierz in Krakau
Es gibt zig coole Bars in Krakau (© agneskantaruk)

Was dich erwartet: Krakau hat angeblich die höchste Dichte an Bars und urige Kellergewölbe pro Quadratmeter weltweit. In der Altstadt rund um den Hauptmarkt findest du eher die schicken Clubs und Cocktailbars, während das jüdische Viertel Kazimierz für seine alternativen Hinterhofbars bekannt ist. Du kannst hier perfekt von Bar zu Bar hoppen.

Unser Tipp: Wenn du nicht weißt, wo du hin sollst, schließe dich einfach einer geführten Kneipentour an. Wir haben solche Pub Crawls auch schon in Thailand, Vietnam oder Bratislava gemacht und können dir versprechen: Sie sind gut! Du lernst neue Leute und auch Bier und  Wodka aus Polen kennen.

Zur geführten Kneiptentour durch Krakau

Shopping in Krakau

Ein Second Hand Shop in Krakau
Der Flaming Second Hand Shop

Was dich erwartet: In Krakau kannst du richtig gut shoppen. Besonders gerne mochten wir die riesige Auswahl an Secondhand-Läden. Persönlich haben wir uns in den Flaming Second Hand Shop (zu Google Maps) und den KEX Vintage Store (direkt gegenüber) verliebt. Moderne Läden wie H&M und Co. findest du in der Galeria Krakowska am Hauptbahnhof (zu Google Maps).

Unser Tipp: Am liebsten planen wir auf unseren Reisen ja mit Google Maps. Dort kannst du auch einfach nach Vintage Shops (oder was du magst) suchen. Die Suchergebnisse sind wirklich super! So haben wir es in Krakau auch gemacht. 

Ausflüge von Krakau

Ausflug von Krakau nach Auschwitz

Was dich erwartet: Auschwitz ist einer der bedrückendsten Orte, an dem wir jemals waren – und dennoch ein so wichtiger Ort der Erinnerung. Ein Besuch des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz macht das unvorstellbare Ausmaß der Verbrechen des Holocausts spürbar. Wir empfehlen dir, eine geführte Tour zu buchen. Dabei besuchst du das Stammlager Auschwitz I. Hier siehst du viele persönliche Gegenstände der Opfer. Und Auschwitz-Birkenau mit den bekannten Eisenbahngleisen, den Baracken und den Ruinen der Gaskammern.

Geführte Tour nach Auschwitz mit Abholung vom Hotel in Krakau

Ausflug von Krakau nach Zakapone

Zakapone in Krakau
Zakapone ist richtig schön (© Thousand Miles Cracow Adventure Company)

Was dich erwartet: Zakapone ist das beliebteste Ski- und Wandergebiet Polens. Die Landschaft ist atemberaubend schön! Der Ort liegt etwa 100 Kilometer südlich von Krakau, direkt an der Grenze zur Slowakei. Bei einem Tagesausflug ab Krakau fährst du mit der Seilbahn auf den Berg Gubałówka, von hier oben hast du einen tollen Blick auf den Tatra-Gipfel. Du probierst Highlander-Käse und lokalen Wodka und genießt 3 Stunden im Chocholow-Thermalbad.

Ausflug nach Krakau mit Abholung vom Hotel in Krakau

Essen und Restaurants in Krakau

Für uns gibt es drei Gerichte, die du in Krakau probiert haben musst:

Pierogi: Die gefüllten Teigtaschen sind das Nationalgericht Polens. Du bekommst sie mit verschiedenen Füllungen – auch vegetarisch.

Unsere Restauranttipps für Pierogi:

  • In der Altstadt: Pierogarnia Krakowiacy (gibt mehrere Filialen)
  • In Kazimierz: Pierogi MR Vincent

Zapiekanki: Ist das ultimative Krakauer Streetfood. Ein frisch gebackenes Baguette mit einem Belag deiner Wahl, lecker! Die besten Zapiekanki bekommst du am Plac Nowy in Kazimierz (zu Google Maps). Da gibt’s mehrere Stände. Check einfach mal die Google-Bewertungen.

Obwarzanek: Ein ringförmiger, traditioneller Teigkringel. Er ist der perfekte Snack für zwischendurch. An fast jeder Straßenecke werden sie aus blauen Wagen verkauft.

Foodtour und Kochkurs in Krakau

Wenn du noch mehr polnisches Essen kennenlernen willst, kannst du auch eine coole Foodtour oder einen Kochkurs in Krakau in machen. Dort lernst du, wie man die Pierogi selbst macht.

Beides sind mal etwas andere Aktivitäten in Krakau und ideal, wenn du etwas länger in der Stadt bist.

Zur Foodtour in Krakau

Zum Pierogi-Kochkurs

Wo übernachten in Krakau?

Wenn du das erste Mal in Krakau bist, empfehlen wir dir, in der Altstadt zu übernachten. Hier bist du zu Fuß schnell bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Krakau.

Aber auch Kazimierz ist als Erstbesucher eine gute Gegend, vor allem, wenn du nah an den besten Bars der Stadt sein willst.

In einem extra Artikel geben wir dir den perfekten Überblick mit insgesamt 4 top Vierteln zum Übernachten in Krakau. Mit einer Karte und allen Vor- und Nachteilen. Plus unsere besten Hoteltipps für jedes Budget.

Die besten Gegenden zum Übernachten in Krakau mit Hoteltipps

Hier unsere top Hotel-Favoriten in Krakau:

Fortbewegung und Anreise nach Krakau

Fortbewegung in Krakau

Es gibt vier Arten, wie du dich am besten in Krakau fortbewegen kannst:

Laufen: Da die meisten Sehenswürdigkeiten der Altstadt und Kazimierz in einer Fußgängerzone liegen, ist Laufen die entspannteste Art, den historischen Charme und die versteckten Gassen zu entdecken.

Fahrrad: Dank der flachen Wege entlang der Weichsel und des grünen Planty-Rings kommst du mit dem Rad super schnell und flexibel von der Burg bis ins jüdische Viertel. In der Altstadt und Kazimierz findest du an jeder Ecke kleine Bike-Rental-Läden.

Bus & Bahn: Das moderne und günstige Straßenbahnnetz ist perfekt, um bequem längere Strecken zurückzulegen. Wie zum Beispiel ins Viertel Podgórze oder zum Ghetto-Helden-Platz.

Uber: Für späte Heimwege vom Nachtleben oder Fahrten abseits der Bahn ist Uber in Krakau eine sehr günstige, zuverlässige und unkomplizierte Alternative zu klassischen Taxis.

Gut zu wissen: Einen Mietwagen brauchst du in Krakau nicht. Das Parken in Krakau ist super schwierig und Ausflüge kannst du gut mit einer geführten Tour oder dem Zug machen.

Anreise nach Krakau

Flugzeug: Mit dem Flugzeug kommst du natürlich am schnellsten nach Krakau. Vom Flughafen in die Innenstadt sind es etwa 20 Minuten mit dem Airport-Zug – stressfreier geht’s nicht.

Flüge auf Skyscanner checken

Zug: Vor allem von Berlin aus gibt es direkte Verbindungen (wie den EuroCity), bei denen du entspannt aus dem Fenster schauen und direkt im Herzen der Stadt ankommen kannst.

Bahnverbindungen checken

Eigenes Auto: Ideal, wenn du einen Roadtrip durch Polen oder Osteuropa machst (lässt sich super mit Prag verbinden). Aber denk dran: Die Altstadt ist für Autos gesperrt und es gibt oft nur wenige Parkplätze in Hotelnähe – such dir am besten vorab eine Unterkunft mit Parkplatz.

Häufige Fragen zum Urlaub in Krakau

Ist Krakau eine Reise wert?

Ja, Krakau ist definitiv eine Reise wert. Die Stadt vereint eine beeindruckende historische Altstadt mit einer lebendigen Kulturszene und einer bewegenden Geschichte.

Zudem bietet sie eine hervorragende Gastronomie zu oft fairen Preisen und dient als idealer Ausgangspunkt für wichtige Besichtigungen in der Umgebung.

Was muss man in Krakau gemacht haben?

In Krakau solltest du unbedingt den Hauptmarkt mit den historischen Tuchhallen besichtigen und den Blick vom Wawel-Schloss auf die Weichsel genießen.

Ein Spaziergang durch das jüdische Viertel Kazimierz mit seinen gemütlichen Cafés sowie ein Besuch der Fabrik von Oskar Schindler gehören ebenfalls zum Pflichtprogramm.

Auch solltest du unbedingt das lokale Essen probieren und einen Tagesausflug zum nahegelegenen Salzbergwerk Wieliczka machen.

Wie viele Tage braucht man für Krakau?

Für einen ersten guten Eindruck von Krakau solltest du idealerweise drei bis vier Tage einplanen. Dieser Zeitraum ermöglicht es dir, sowohl die Altstadt und das jüdische Viertel in Ruhe zu erkunden als auch einen Tagesausflug zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau oder zum Salzbergwerk Wieliczka zu unternehmen.

Ist Krakau billig oder teuer?

Krakau gilt im Vergleich zu vielen westeuropäischen Städten als preiswertes Reiseziel, da die Lebenshaltungskosten insgesamt etwa 30 Prozent niedriger als in Deutschland sind.

Unterkünfte und Restaurantbesuche sind oft deutlich günstiger. Insgesamt ermöglicht die Stadt einen hohen Standard bei moderaten Ausgaben, was sie besonders für Städtereisen attraktiv macht.

Was muss man unbedingt in Krakau essen?

In Krakau solltest du unbedingt Pierogi probieren, da diese gefüllten Teigtaschen das Herzstück der polnischen Küche bilden und in unzähligen Varianten serviert werden.

Ebenfalls unverzichtbar sind die Obwarzanki, die traditionellen ringförmigen Gebäckkringel, die du an fast jeder Straßenecke bei Straßenverkäufern findest.

Und auch ein Besuch in einem Zapiekanka-Stand im Viertel Kazimierz darf nicht fehlen, um das typische überbackene Baguette der Stadt zu genießen.

Welcher Film wurde in Krakau gedreht?

Der bekannteste Film, der zu großen Teilen in Krakau gedreht wurde, ist das Holocaust-Drama Schindlers Liste von Steven Spielberg. Die Dreharbeiten fanden unter anderem im historischen jüdischen Viertel Kazimierz sowie auf dem Gelände der originalen Emaillewarenfabrik von Oskar Schindler statt.

Auch internationale Produktionen wie das Historiendrama Die Frau des Zoodirektors nutzten die authentische Kulisse der Stadt für ihre Aufnahmen. Zudem diente die Stadt als Schauplatz für den Thriller Dark Crimes mit Jim Carrey, der die düstere Atmosphäre Krakaus für seine Handlung nutzt.