13 echte Insider-Tipps für London

Du möchtest London abseits der Touristenrouten entdecken? Dann haben wir in diesem Artikel 13 echte Insider-Tipps für dich, mit denen du die britische Hauptstadt nochmal von einer ganz anderen Seite kennenlernst.

Die typischen Sehenswürdigkeiten in London kennst du schon?

Du möchtest Orte jenseits vom Buckingham Palace und Big Ben entdecken?

Dann bist du hier genau richtig. In diesem Artikel zeigen wir dir 13 Geheimtipps für London.

Dazu haben wir drei echte Insider nach ihren ganz persönlichen Tipps gefragt.

Alle drei leben schon länger in London, kennen die Stadt sehr gut und zeigen uns hier ihre besten Tipps.

Insgesamt haben wir 13 Insider-Tipps für dich, mit denen du garantiert neue und spannende Seiten von London entdecken wirst.

Unsere erste Insiderin: Friederike

Friederike
Friederike

Die ersten fünf Tipps kommen von Friederike. Sie arbeitet als Au Pair und wohnt bei einer tollen Familie im Norden Londons.

Friederike liebt es, neue Orte in London zu entdecken und teilt ihre besten Tipps auf unserem Blog.

Über ihr Leben in London und Ausflüge in die Umgebung schreibt sie auf ihrem Blog From Riki with London.

#1 Das Nachtleben in Shoreditch

Shoreditch ist ein Viertel im Nordosten Londons. Lange Zeit war Shoreditch eine ärmere und etwas zwielichtige Gegend. In den letzten Jahren hat sich die Gegend aber zum Trendviertel gewandelt.

Hier treffen vielbeschäftigte Anzugträger auf gemütliche Hipster, High Heels auf abgewetzte Nike-Schuhe. Shoreditch liegt nur ein paar U-Bahnstationen östlich vom Zentrum und ist doch so unterschiedlich zum Rest der City.

Wenn du am Wochenende feiern gehen möchtest und das echte Londoner Nachtleben mitmachen willst, dann solltest du dich definitiv in Shoreditch herumtreiben. Hier findest du die angesagtesten Pubs, Bars, Clubs und etliche Restaurants.

Es ist relativ günstig in Shoreditch wegzugehen, denn fast alle Bars haben von 17:00 bis 21:00 Uhr Happy Hour. Wenn man in London ist, dann solltest du jede Happy Hour ausnutzen, denn es kann ganz sonst schnell sehr teuer werden.

Ein weiterer Vorteil ist, dass du in Clubs und Bars vor 21:00 oder 22:00 Uhr oft umsonst reinkommst!

Shoreditch liegt zwar im Osten Londons, ist aber trotzdem relativ nah an der City. Die besten Metro-Stationen, um ins Nachtleben zu starten sind Old Street und Shoreditch High Street.

Meine Lieblings-Bars und Clubs in Shoreditch

Es gibt unzählige Bars und Clubs in Shoreditch und hier stelle ich dir meine persönlichen Lieblinge vor.

#1 Cirque

In der Bar Cirque kannst du super deine Nacht in Shoreditch beginnen! Es ist eine kleine Bar, die aber definitiv Lust auf mehr macht! Vor allem am Wochenende ist sie gut besucht, denn zwischen 17:00 und 21:00 Uhr ist dort Happy Hour.

Vier Bier, zwei Cocktails oder eine Flasche Wein  für 10 Pfund. Das ist ein echtes Schnäppchen, denn sonst kostet dort ein kleiner Jägermeister schon 8,50 Pfund.

Nebenbei legt immer ein DJ auf, sodass dort auch früh getanzt wird. Unbedingt sehenswert ist auch die Dekoration der Bar, denn von überall schauen dich kleine Hexen, Holzpuppen und Geweihe an.

Cirque auf Google Maps (Nächste U-Bahnstation: Old Street Station)

#2 Old Blue Last

Der perfekte Pub, um in die Newcomer-Musikszene Londons einzutauchen. Das Old Blue Last ist wirklich urig und etwas heruntergekommen, aber gerade das macht den Charme aus.

Das Old Blue Last ist einer der wenigen Orte, wo du ohne Eintritt Live-Musik hören kannst und das sogar von aufstrebenden Londoner Künstlern.

Es gibt zwei Stockwerke, wobei unten normal getanzt und erzählt wird und oben Live Acts auftreten. Außerdem gibt es noch eine Relax-Area, in der du dich in Ruhe unterhalten kannst.

Old Blue Last auf Google Maps (Nächste Station: Liverpool Street)

#3 Wetherspoon Hamilton Hall

Benannt nach Lord Claud Hamilton, welcher die Liverpool Street Station erbaut hat, ist dieser Pub noch im Stil um 1900 geblieben. Du betrittst dort eine prunkvolle, riesige Halle, die zu jeder Uhrzeit gut besucht ist.

Oft treffen sich die Londoner hier zum Feierabend-Bier. Die Getränke sind super und das Essen schmeckt.

Perfekt für einen Stopp, falls du auf dem Weg zu Flughafen Stansted bist oder von der Liverpool Street deinen Abend in Shoreditch beginnst.

Hamilton Hall auf Google Maps (Nächste Station: Liverpool Street Station)

#4 Queen of Hoxton

Queen of Hoxton ist irgendwas zwischen Bar und Club. Es gibt immer Themen-Events und die Leute strömen nur so hinein. Die Musik ist vielfältig und für jeden ist etwas dabei.

Das besondere an diesem Club: oben auf dem Dach wurde eine gemütliche Zone eingerichtet, die im Sommer wie im Winter genutzt werden kann. Wenn du dort bist, schau unbedingt mal oben vorbei. Es lohnt sich!

Queen of Hoxton auf Google Maps (Nächste Stationen: Liverpool Street Station, Old Street Station, Shoreditch High Street Station)

#2 Zurück in die 80er auf dem Brick Lane Market

Bunt, laut, friedlich. Die Brick Lane ist eine etwa einen Kilometer lange Straße, die sich durch einen großen Teil von Shoreditch zieht und das Herz der Bangladeschi-Community Londons ist.

Du kannst hier hervorragend südasiatisch essen, aber das ist längst noch nicht alles. Bekannt ist die Brick Lane vor allem für den Brick Lane Market.

Der Brick Lane Market besteht eigentlich aus verschiedenen Märkten, die sich jeweils Samstags und Sonntags auf dem Gelände der ehemaligen Old Truman Brewery und den umliegenden Seitenstraßen verteilen.

Im Winter wie im Sommer liegt hier so ein Geruch von alten Jeans- und Lederjacken in der Luft.

In der Brick Lane und all ihren Seitenstraßen gibt es Second-Hand Waren von Büchern über Schallplatten bis hin zu abgenutzten Dr. Martens-Stiefeln, uralte Künstler-Pubs, Beatboxer und Gitarrenspieler, originelle Cafés mit den tollsten Carrot Cakes und natürlich Streetart.

Immer wieder entdeckst du rund um die Brick Lane und überall in Shoreditch neue Kunstwerke an den Häuserwänden und wenn du Glück hast kannst du auch jemanden beim Graffitisprühen beobachten.

Sogar einige Werke des weltberühmten Streetart-Künstlers Banksy kannst du hier bewundern.

So kommst du zum Brick Lane Market

Die nächstgelegene U-Bahnstation ist Aldgate East. Dorthin kommst du mit der Hammersmith & City-Line oder mit der District-Line.

Bricklane Market in Shoreditch
Bricklane Market in Shoreditch

#3 Auf eigene Faust eine Hop-on-Hop-off-Tour planen

Wie in jeder großen Stadt gibt es auch in London die Hop-on-hop-off-Busse. Die Busse sind allerdings ziemlich teuer und verspätete Busse sind keine Seltenheit.

Viel cooler ist es, einfach in die relativ alten, roten Doppeldeckerbusse zu steigen und auf eigene Faust die Stadt zu erkunden.

So entdeckst du mehr von der Stadt und kannst selbst entscheiden, wann du wo ankommen möchtest.

Als Tourist solltest du dir sowieso unbedingt die Oyster-Card besorgen, um mit der U-Bahn von A nach B zu kommen.

Damit kannst du dann auch die öffentlichen Busse nutzen und für grade einmal 1,50 Pfund pro Stunde durch die Stadt fahren.

So kannst du zu einem kleinen Preis eine ganze Menge sehen und lernst das echte London kennen. Natürlich gibt es auch bestimmte Linien, die sich dafür besonders gut eignen:

Route 11: Diese Busroute lohnt sich vor allem bei deinem ersten London Besuch, da du so viel entdecken kannst. Die Route startet an der Liverpool Street Station und endet am Bahnhof von Victoria. Unterwegs siehst du die City of London mit all ihren Wolkenkratzern und imposanten Bauten. Weiter gehts zur St. Pauls Cathedral, vorbei am Trafalgar Square mit der National Portrait Gallery, dann weiter zum House of Parliament und Westminster Abbey.

Route 26: Hackney Wick bis Waterloo (Southbank). Die Route startet in Hackney, im Nordosten der Stadt, das Viertel ist sehr alternativ und zeigt London noch einmal ganz anders. Danach gehts wieder in die City of London, zum Bankenviertel, Londons modernste Seite. Auf der Waterloo Bridge geht es über die Themse und du kannst den tollen Ausblick genießen. Enden wird die Route in Southbank, wo es oft viele Events gibt.

Route 9: Meine Lieblingsstrecke führt von Kensington zum Covent Garden. Du bekommst die Royal Albert Hall und das Natural History Museum sowie das Harrods Kaufhaus zusehen. Weiter am Hydepark vorbei geht es die ganze Picadilly Straße hoch mit dem Green Park und dem Ritz Hotel, sowie dann am Trafalgar Square vorbei zum Covent Garden.

Extra-Tipp: Fahre auch einmal aus der City heraus

Fahre mit dem Bus auch mal ein bisschen aus der City heraus, um die typischen englischen Häuser und kleine Straßen zu sehen!

Mein Tipp für einen Ausflug nach Greater London, wie hier die Randbereiche genannt werden, ist Nord-Ost London. Hier kann man sich auch als Tourist sicher fühlen, was im Westen manchmal nicht so ist.

Vor allem die Viertel Hackney, Clapton und Stoke Newington sind immer noch relativ zentral und zeigen London noch einmal von einer ganz anderen Seite: engere Straßen, Reihenhäuser aus Backstein mit kleinen Vorgärten, kleine Cafés, Restaurants und Pubs.

Der Nord-Osten ist sehr familienfreundlich und so sieht man viele junge Leute mit Kindern, die dort leben.

Von der Liverpool Street Station kann man ganz einfach mit dem Overground (S- Bahn) Richtung Norden fahren und in Hackney oder Clapton aussteigen.

Mein Tipp: Nimm noch weitere zehn Minuten Fahrzeit in Kauf, bis du nach Walthamstow kommst. Dieses Viertel wurde 2019 als „Borough of Culture“ betitelt, da hier so viele Nationen wie kaum wo anders in London zusammen leben.

Es gibt immer wieder besondere Events im Laufe des Jahres, zu welchen man auch gut mit Kindern hingehen kann. Ein weiteres Highlight ist hier der Straßenmarkt der die ganze Woche über offen hat und als der längste Markt Londons gilt.

#4 Neal´s Yard

Die Markthalle von Covent Garden steht bei vielen London-Besuchern auf dem Programm. Wenn du dort bist, empfehle ich dir unbedingt auch einen Abstecher zum Neal’s Yard zu machen.

Neal´s Yard ist ein kleiner bunter Hinterhof mit Sitzgelegenheiten zum Relaxen, aber auch Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.

Mein Tipp: Ich gehe sehr gern ins Wild Food Café. Tolles Essen (vegetarisch und vegan) und alle Produkte sind bio. Man kann in die Küche schauen und den Köchen beim zubereiten des leckeren Essens zugucken! Wirklich wunderbar um sich eine kurze Auszeit zu gönnen!

Wenn du dann doch lieber auf die gute alte Pizza zurückgreifen möchtest, gibt es gleich daneben die wunderbare „Home Slice Pizza“. Wenn du dort alleine eine Pizza mit 20 Zoll Durchmesser schaffst, hast du meinen vollen Respekt!

So kommst du zu Neal’s Yard

Wenn du dich von Covent Garden in Richtung Leicester Square bewegst, findest du Seven Dials: sieben schmale Gassen, die in einen kleinen Kreisverkehr münden.

Von zwei dieser Gassen aus findest du einen Zugang zu Neil’s Yard: Monmouth Street oder Short’s Garden. Das solltest du recht einfach finden.

Es ist aber auch nicht schlimm, wenn du erst einmal etwas herum irrst, denn die Seven Dials sind alle sehr schön.

Jede Gasse ist ein bisschen anders. So kannst du in der einen sehr gehoben französisch essen gehen und in der anderen Harry Potters Zauberstäbe begutachten oder Bilbo Beutlins Ring nachkaufen!

Gerade zur Weihnachtszeit ist es hier wundervoll geschmückt, aber auch zu jeder anderen Jahreszeit sind die Seven Dials einen Besuch wert!

Am einfachsten ist es bis zum Covent Garden mit der Picadilly Line zufahren, dort gibt es eine Tube Station. Von dort aus kommst du in 5 bis 10 Minuten zu Fuß zu Seven Dials und somit auch zu Neal´s Yard.

Alternativ kannst du am Leicester Square aussteigen, dort fahren die Picadilly und Northern Line. Auch die Station Tottenham Court Road mit der Central und Northern Line ist nicht weit entfernt.

Neals Yard
Neal’s Yard
Seven Dials
Seven Dials

#5 Ein Besuch am Nullmeridian

Los geht es mit einer einstündigen Bootsfahrt auf der Themse, anschließend durch das multikulturelle Viertel Greenwich bis zum Royal Greenwich Observatory, in dem sich der Nullmeridian befindet.

Hintergrundwissen: Was ist eigentlich dieser Nullmeridian?

Der Nullmeridian ist ein Halbkreis senkrecht zum Äquator, er verläuft also vom Nord- zum Südpol und genau durch die Mitte einer Sternwarte von Greenwich bei London. Von dort unterteilt sich die Erde also in eine östliche und westliche geographische Länge.

Du kannst also mit einem Fuß auf der Osthalbkugel und mit dem anderen auf der Westhalbkugel stehen. Yeah! Wenn du möchtest, kannst du von dort, die Lage jedes anderen Orts der Welt berechnen: Frankfurt liegt z. B. auf ungefähr 8 Grad Ost und Moskau auf 37 Grad Ost.

Nun aber zurück nach London und zu unserem Ausflug: Die Boote fahren in Westminster ab und schippern eine Stunde lang bis nach Greenwich.

Auf der fast einstündigen Bootsfahrt auf der Themse siehst du einige von Londons Sehenswürdigkeiten aus einer ganz neuen Perspektive: London Eye, the Shard, London Bridge, Tower Bridge, Tate Modern, Tower of London, Canary Wharf und vieles mehr.

Bei 5 Grad ist diese Fahrt genauso schön wie bei 25! Nur regnen sollte es nicht!

In Greenwich geht es dann von Bord. Im Vergleich zur City geht es hier sehr gemütlich zu. Hier gibt es nur wenig Autos, dafür viele entspannte Leute.

Klar, einige Touristen sind hier auch, aber bei weitem nicht so viele wie im Zentrum.

Nicht weit vom Bootsanlieger entfernt, ist schon das Zentrum Greenwichs.

In den Geschäften des multikulturellen Viertels findest du Second-Hand-Klamotten, Streetfood, handgemachte Deko und eigentlich alles, was das Herz begehrt.

Irgendwo zwischen jamaikanischer Küche, indonesischer Küche und Scotch Egg (Gekochte Eier umhüllt mit Worcestersauce gewürztem Mett) findest du sicher auch eine leckere Stärkung, um dich auf den Weg zum Null-Meridian zu machen.

Der Nullmeridian entspringt sozusagen im Planetarium von Greenwich, im Royal Greenwich Observatory, das du nach einem kleinen Aufstieg auf der Spitze eines Hügels erreichst.

Um dich direkt auf den Nullmeridian zu stellen, musst du ins Planetarium. Der Eintritt ist mit 15 Pfund etwas happig, aber immerhin darfst du danach von dir behaupten auf beiden Welthalbkugeln zu gleichen Zeit gestanden zu haben!

Mein Tipp: Geh am besten am Abend hier hoch und genieß den Blick auf Londons Skyline. In der anfangenden Dämmerung ist die Aussicht am schönsten.

So kommst mit dem Boot zum Nullmeridian

Die Boote nach Greenwich fahren am Westminster Pier los und starten etwa alle halbe Stunde. Im Sommer empfiehlt es sich, die Tickets schon vorher zu buchen.

Im Winter reicht es jedoch, einfach zum Westminster Pier zu gehen und vor Ort Karten zu kaufen. Wir waren damals nur 10 Leute auf der großen Fähre.

Insgesamt solltest du für den gesamten Ausflug einen ganzen Nachmittag einplanen.

Wenn du nicht die Hin- und Rücktour mit dem Boot buchst, kommst du von Greenwich aus von der Greenwich Station oder von der Cutty Sark Station mit zwei Mal umsteigen ganz einfach wieder in die City.

Royal Observatory Greenwich in London
Royal Observatory Greenwich in London

Unsere zweite Insiderin: Christiane

Christiane
Christiane

Christiane lebt und arbeitet seit drei Jahren in London.

Sie liebt die britische Hauptstadt aufgrund ihrer Vielfältigkeit, so dass es auch nach 3 Jahren noch immer etwas Neues zu entdecken gibt.

Hier zeigt sie uns ihre vier besten Insider-Tipps.

#6 Hampstead Heath

Hampstead Heath ist definitiv einer meiner liebsten Spots in London. Dabei handelt es sich um einen Stadtwald, in dem die Touristenströme und der Großstadt-Trubel meilenweit entfernt wirken.

Wenn du nach Hampstead Heath kommst, solltest du unbedingt den Parliament Hill Viewpoint besuchen. Von dort hast du einen großartigen Ausblick über London.

Zur Orientierung solltest du auf jeden Fall dein Handy dabeihaben, da die Wege nicht immer ausgewiesen sind und oftmals durch wildes Gestrüpp führen.

Wenn du im Sommer nach London kommst, kannst du ruhig auch Badesachen in den Koffer packen. Die Stadt ist zwar nicht unbedingt für ihre Freibäder oder Badeseen bekannt, aber die idyllischen Teiche im Hampstead Heath sind wirklich lohnenswert.

Ich habe den „Mixed Bathing Pond“ getestet, für den man lediglich 2 Pfund (2,20 Euro) Eintritt bezahlt. Die Umkleidekabinen und Toiletten scheinen zwar aus einem anderen Jahrhundert zu stammen, aber genau das unterstreicht gerade den Charme dieses kleinen Waldsees.

Im Anschluss kannst du dir im nahe gelegenen Biergarten des Pubs The Freemasons Arms einen Pitcher voll typisch britischem Pimm‘s Cocktail gönnen (mein absolutes Lieblings-Sommergetränk in London).

So kommst du zum Hampstead Heath

Mit der Northern Line fährst du bis zur Underground-Station Hampstead. Hier triffst du sofort auf süße Gassen mit netten Cafés und kleinen Geschäften.

Der Weg zum Park nimmt etwa zehn Minuten in Anspruch. Er führt vorbei an sehr gepflegten und verwunschen wirkenden Villen, die bereits prima als Fotomotive herhalten.

Ausblick vom Highgate Hampstead Park
Ausblick vom Highgate Hampstead Park

#7 Canal Walk rund um Little Venice

Eine ganz andere Seite von London kannst du kennenlernen, wenn du dich auf einen Spaziergang entlang der innerstädtischen Kanäle begibst. Einige Londoner leben hier auf fest verankerten Hausbooten, von denen jedes für sich eine kleine Attraktion darstellt.

Genauso gut kannst du dich auch vom Boot aus auf Erkundungstour auf dem Regent’s Canal begeben. Eine einfache Fahrt von 50 Minuten kostet bei der London Waterbus Company 10 Pfund (11 Euro).

Dreh- und Angelpunkt für einen Spaziergang und die Bootstouren ist der Stadtteil Little Venice.

Mein Tipp: Belohn dich für deinen Spaziergang mit einem leckeren Brunch auf dem Hausboot Darcie & May Green.

So kommst du nach Little Venice

Falls du direkt von Little Venice aus starten möchtest, um dich ganz bequem in ein Boot zu setzen, dann fährst du am besten bis nach Paddington. Die vier Underground-Linien Bakerloo, Circle, District und Hammersmith & City machen hier Halt.

Auf halbem Weg zwischen dem Bahnhof und Little Venice findest du das bunte Hausboot-Restaurant Darcie & May Green (mein persönlicher Geheimtipp).

Wenn du gern etwas länger am Kanal lang laufen möchtest, kannst du mit der Underground-Linie Bakerloo oder der Overground bis nach Willesden Junction fahren.

Auf der Old Oak Lane landest du nach etwa sechs Minuten am Kanal (Paddington Canal). Bis nach Little Venice läufst du von hier aus eine gute Stunde.

Du kannst aber auch einfach mit der Circle Line oder Hammersmith & City Line direkt bis nach Westbourne Park fahren. Von hier aus benötigst du auf dem Kanalweg nur noch ungefähr 20 Minuten zu Fuß bis nach Little Venice.

#8 Horniman Museum

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Museen befinden sich im Zentrum von London. Wenn du aber etwas mehr Zeit zur Verfügung hat, fahre ruhig einmal in die äußeren Bezirke von London. Hier gibt es so manche Kuriosität zu entdecken, wie zum Beispiel das Horniman Museum und seine Gärten.

Das Horniman Museum ist eine Art Naturkundemuseum mit einer bunt gemixten Sammlung von über 350.000 Objekten, einem Aquarium und einem Schmetterlings-Haus.

Der Eintritt zum Museum ist frei, für das Aquarium und das Schmetterlingshaus gibt es ein Kombi-Ticket für 8 Pfund.

Vor allem die Außenanlage mit einem bezaubernden viktorianischen Wintergarten, einem Wildgehege und großzügigen Graslandschaften hat es mir angetan. Das Horniman Museum ist wie eine kleine Oase in dieser geschäftigen Stadt.

So kommst du zum Horniman Museum

Am einfachsten ist es, vom Bahnhof London Bridge aus die Eisenbahn (Southern Railway) nach Forest Hill zu nehmen. Allerdings fährt diese nur zwei- bis dreimal die Stunde.

Alternativ kannst du von der U-Bahn-Station Canada Water mit der Overground nach Forest Hill fahren. Von der Station Forest Hill aus läufst du knappe zehn Minuten zum Museum.

Horniman Museum
Horniman Museum

#9 Richmond / Kingston Upon Thames

Viele deutsche Einwanderer, die länger in London bleiben, zieht es nach Richmond, da sich hier eine große deutsche Community entwickelt hat.

Wie jeder andere Stadtteil Londons hat auch Richmond ein kleines eigenes Zentrum, in dem du ganz entspannt shoppen gehen kann. Außerdem lädt die direkte Lage an der Themse zum Spaziergang oder sogar zu einer kleinen Fahrradtour ein.

Insbesondere an sonnenreichen Tagen ist Richmond ein perfektes Ausflugsziel. Im Richmond Riverside Park lassen sich im Sommer viele Leute nieder, um zu picknicken und Straßenmusikanten zu lauschen. Es ist geradezu unvermeidlich, sich von der guten Laune ringsherum anstecken zu lassen.

Wenn du einen ganzen Tag für diesen Insider-Tipp aufbringen kannst, könntest du mit dem Zug und einem geliehenen Fahrrad (Verleihstationen gibt es in der ganzen Stadt verteilt) bis nach Kingston Upon Thames fahren.

Der alte Stadtkern mit niedlichen Geschäften und einem historischen Marktplatz ist so typisch englisch pittoresk.

Von Kingston aus kannst du in Richtung Norden mit dem Fahrrad an der Themse lang fahren bis du von Kühen auf einer Weide kurz vor Richmond in Empfang genommen wirst.

Herrlich ländlich und trotzdem London!

So kommst du nach Richmond bzw. Kingston

Nach Richmond kommst du ganz problemlos mit der District Line (Underground).

Falls du die Fahrradtour in Angriff nehmen möchtest, kannst du dir in Londons Zentrum ein Fahrrad leihen, das du in der Eisenbahn kostenlos transportieren darfst.

Bitte beachte dabei, dass die Underground davon größtenteils ausgenommen ist und zudem die Zeiten der Rush Hour zu berücksichtigen sind. Am Wochenende darfst Du jederzeit ein Fahrrad in der Bahn mitnehmen.

Dafür fährst du mit der South Western Railway bis nach Kingston Upon Thames. Wenn du die Strecke von Kingston bis Richmond zu Fuß bewältigen möchtest, solltest Du in etwa zwei Stunden einplanen.

Kingston
Kingston

London Insider BenjaminInsider #3: Benjamin

Benjamin hat sich während eines 4-monatigen Aufenthaltes in London in 2016 bereits in die Stadt verliebt und sie zwei Jahre später zu seiner Wahlheimat gemacht.

Er kennt sich in der Stadt also sehr gut aus und als selbstständiger Fotograf erkundet er auch gerne die unbekannten Ecken der Stadt.

Hier zeigt er uns seine vier Insidertipps für London.

#10 Cafébar und Aussichtsterrasse im Tate Modern Kunstmuseum

Das Tate Modern ist eine bekannte Adresse für Kunstliebhaber. Was viele aber nicht kennen, ist das Bistro mit seiner wunderbaren Aussichtsterrasse.

Im Kitchen and Bar in der 6. Etage des Bell Buildings, hast du eine tolle Aussicht auf die Themse, die St. Paul’s Cathedral und die Millennium Bridge. Letztere ist auch aus dem Film “Harry Potter und der Halbblutprinz“ bekannt. 

Im Nachbargebäude, dem Blavatnik Building, geht es sogar noch höher hinaus.

Dort befindet sich im zehnten Stockwerk eine Bar mit Aussichtsterrasse (Terrace Bar). Von hier aus genießt du eine 360° Aussicht auf die Skyline von London .

Und das Beste daran ist: Das Tate Modern Museum ist kostenlos! Genieße also einfach einen leckeren Kaffee oder ein kühles Craftbeer mit tollem Blick auf die Stadt.

Das Museum hat täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Freitag und Samstag sogar bis 22:00 Uhr.

So kommst du zum Tate Modern

Die nächstgelegenen U-Bahnstationen sind Southwark (Jubilee Line), 
 Blackfriars (District und Circle Line) und
 St. Pauls (Central Line).

Tate Modern Aussicht
Aussicht vom Tate Modern auf London. Nicht schlecht, oder?

#11 Sketch

Der folgende Tipp ist für alle Kunstliebhaber, aber auch für alle die sich einfach so ein bisschen verzaubern lassen wollen: The Sketch ist ein Restaurant wie ein Kunstwerk.

 Die Gestaltung und Aufmachung ist absolut faszinierend.

In der Bar fühlt es sich an, als würdest du in einer Szene von “Alice im Wunderland“ zu Gast sein. Der Raum ist dunkel gehalten, die Wände sind blau-grün verziert mit gemalten Blättern und Bäumen.

Die Bar selber ist nur dezent beleuchtet, sodass ein dunkler aber gemütlicher Flair entsteht. Dank der antik aussehenden Möbel wird es dir vorkommen, als hättest du eine Verabredung mit dem Hutmacher.

In der Gastro-Brasserie hängen grossflächig skizzenhafte und bizarre Werke des Künstlers David Shrigley aus. Wände und Möbel sind komplett in rosa gehalten und machen einen surrealen Eindruck.

Sogar die Toiletten sind absolut außergewöhnlich und für mich sogar das Highlight der Bar. Die solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen.

Da das Restaurant immer gut besucht ist, solltest du deinen Besuch im Sketch möglichst frühzeitig reservieren.

So kommst du zum Sketch

Adresse: 9 Conduit St, Mayfair. Die nächst gelegene U-Bahnstation ist Oxford Circus (Bakerloo,
 Central
 und Victoria Line).

#12 Sky Garden

Vielleicht ist dir beim Betrachten der Londoner Skyline ein Wolkenkratzer in Form eines riesigen Walkie-Talkies aufgefallen? Dieses Gebäude heißt „20 Fenchurch“ und wird auch tatsächlich von den Londonern liebevoll Walkie-Talkie-Tower genannt.

In den oberen Stockwerken des Walkie-Talkie-Towers befindet sich der höchstgelegene öffentliche Garten Londons. Mit seiner Grünanlage, Aussichtsterrasse, Brasserie, seinem Restaurant und seinen zwei Bars ist er ein Ausflugsziel, das für jeden etwas zu bieten hat.

Ein Garten, hoch über den Dächern Londons. Fast schon in den Wolken. Das ist doch super abgefahren, oder nicht?

Außerdem bietet der Sky Garden eine 360° Aussicht über London, die sich im Inneren befindet. Somit lohnt sich ein Besuch selbst bei schlechtem und windigen Wetter.

Da die Besucherzahlen reguliert werden, musst du früh genug deinen Besuch auf der Webseite des Sky Gardens buchen.

Die Reservierung ist kostenlos und dient wirklich nur der Regulierung der Besucherzahlen.

Mein Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch ist in den Morgenstunden oder abends zum Sonnenuntergang. Dann hast du die Möglichkeit, ganz besondere Bilder von der Skyline Londons zu schießen. 

Der Besuch der Grünanlage und Aussichtsterrasse ist auf eine Stunde begrenzt. Wenn du im Restaurant des Sky Garden essen möchtest, musst du deinen Besuch beim Restaurant selbst buchen

So kommst du zum Sky Garden

Adresse: 20 Fenchurch Street. Die nächstgelegene U-Bahn-Station ist Monument (Circle und District Line).

Sky Garden London
Sky Garden Aussichtsterrasse

#13 The Monument

Monument London
The Monument

The Monument ist eine 61 Meter hohe Säule im Herzen Londons.

Der Aussichtspunkt an der Spitze ist der einzige Ort Londons, von dem du wirklich alle wichtigen Gebäude auf einen Blick hast.

Nimm hierzu die Circle und District Line Line, steige bei der gleichnamigen Station Monument aus und laufe südlich entlang der King‘s Williams Street, in Richtung Themse. Nach einigen Metern siehst du auf der linken Seite die Säule.

Die meisten Touristen laufen an dieser Sehenswürdigkeit einfach vorbei, da sie nicht wirklich spektakulär erscheint. Nur bei genauerem Hinsehen bemerkt man einen Eingang auf der Rückseite.

In der Säule selber befindet sich eine 311 Stufen lange Wendeltreppe, die bis nach ganz oben führt. Von dort hast du eine fantastische Aussicht über weite Teile Londons.

Beim Verlassen des Monuments erhältst du noch eine Urkunde, dass du die 311 Stufen bis nach oben bezwungen hast.

Was sind deine Insider-Tipps für London?

Das waren 13 Insider-Tipps für London, geteilt von drei echten London-Kennern. Hast du auch einen ganz persönlichen London-Tipp jenseits der bekannten Sehenswürdigkeiten? Dann freuen wir uns riesig über deinen Kommentar.