Die 22 schönsten Sehenswürdigkeiten auf Mallorca

Mallorca ist nur Ballermann und Massentourismus? Falsch gedacht! Abseits von den Partystränden hat Mallorca so viel mehr zu bieten: Traditionelle Fischerdörfer, malerische Küstenstraßen und verborgene Naturwunder. In diesem Beitrag zeigt dir unsere Expertin Ina die schönsten Mallorca Sehenswürdigkeiten.

Mit 17 Jahren war ich das erste Mal auf Mallorca. Im Sommer 2000 in Cala Ratjada. Party-Urlaub. Interesse für die wirklich schönen Mallorca Sehenswürdigkeiten hatte ich damals leider noch nicht.

Heute aber weiß ich: Der Deutschen liebste Ferieninsel hat weit mehr zu bieten als Ballermann, Bettenburgen & Co.

Mallorca – das ist Sonne, Berge, Meer, Kultur und Kulinarik und eine Hauptstadt, die sich längst nicht mehr hinter anderen europäischen Metropolen verstecken muss.

Mitten im Herzen des Mittelmeeres vereint Mallorca so viele Sehenswürdigkeiten, da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll: Welcher Strand ist der schönste, welche Bucht die geheimste, welches Städtchen hat den größten Charme?

Damit du einen guten Überblick über die Insel bekommst, stelle ich dir hier die 22 besten Mallorca Sehenswürdigkeiten vor.

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Die 22 schönsten Mallorca Sehenswürdigkeiten

Mallorca hat sehr viele Highlights. Manche sind glücklicherweise eher unbekannt, andere werden vor allem in der Hochsaison förmlich überrannt.

Weil die aber trotzdem sehenswert sind, habe ich sie auch in unsere Liste der Mallorca Highlights eingebunden. Wenn du sie nämlich in der Nebensaison besuchst, gibt es trotz ihrer Bekanntheit kaum Andrang.

Unsere Auswahl für die 22 schönsten Mallorca Sehenswürdigkeiten ist folgende (Reihenfolge nicht wertend):

  1. Die Altstadt von Palma
  2. Portocolom
  3. Sant Elm
  4. Das Fischerdorf Cala Figuera
  5. Sóller
  6. Das Bergdorf Valldemossa
  7. Das Bergdorf Deià
  8. Die Höhlen Cuevas de Artà
  9. Die Drachenhöhlen in Porto Cristo
  10. Der Aussichtspunkt am Cap de Formentor
  11. Der Cúber Stausee
  12. Das Gebirge der Serra de Tramuntana
  13. Das Botanicactus
  14. Das Kloster Lluc
  15. Der Aussichtspunkt Son Marroig
  16. Das Kloster Santuari de Sant Salvador
  17. Der Strand Es Trenc
  18. Der Strand Playa de Formentor
  19. Der Strand Playa de Muro
  20. Die Bucht Cala Varques
  21. Die Bucht Sa Calobra
  22. Der Rote Blitz

Generelle Tipps für die Sehenswürdigkeiten in Mallorca

Bevor ich loslege, habe ich noch einige allgemeine Tipps für die Besichtigung der Highlights in Mallorca.

#1 Buche einen Mietwagen

Die Sehenswürdigkeiten von Mallorca besichtigst du ganz klar am besten mit einem Mietwagen. Besonders die kleinen Fischerdörfer oder abgelegenen Strände erreicht du am bequemsten mit dem Auto.

Am Flughafen von Palma, aber auch innerhalb der Stadt, gibt es zahlreiche Mietwagen-Anbieter. Für die Buchung eines Mietwagens brauchst du lediglich einen gültigen Führerschein, einen Ausweis und eine Kreditkarte.

Meine Tipps zur Mietwagenbuchung:

Warte nicht zu lange mit der Buchung. Sobald du deinen Flug nach Mallorca hast, lohnt es sich auch gleich den Mietwagen zu buchen. Die sind auf Mallorca nämlich sehr beliebt und je kurzfristiger du buchst, desto teurer sind die Mietpreise.

Nimm dir am besten einen Kleinwagen, denn es macht garantiert keinen Spaß, mit einer großen Limousine durch die engen Gassen und Straßen der Insel zu manövrieren.

Die besten Preise findest du über eines der vielen Preis-Vergleichsportale wie zum Beispiel Check24.

Mietwagenpreise vergleichen bei Check24

#2 Reise am besten in der Nebensaison nach Mallorca

Es ist ja allgemein bekannt, dass Mallorca im Sommer sehr gut besucht wird. Von Juni bis Ende August sind die Strände, Hotels, Restaurants, Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten brechend voll.

Wenn du dir, aber auch der Insel, einen Gefallen tun willst, dann besuche Mallorca lieber in der Nebensaison. Sehr schön ist es oft im April/Mai, sowie im September/Oktober, aber auch die Wintermonate haben ihren Reiz. Dann sind die vielen interessanten Orte von Mallorca viel leerer und angenehmer.

#3 Buche eine geführte Tour zu den Sehenswürdigkeiten in Mallorca

Wenn du so gar keine Lust aufs Autofahren hast, kannst du die Insel trotzdem mit geführten Touren erkunden. Ab Palma gibt es mehrere Tagestouren, die dich im Bus, Auto oder Zug zu den schönsten Orten von Mallorca führen. Diese sind die interessantesten:

Wandertour durch die Serra de Tramuntana mit Picknick
Weingutstour durch die Inselmitte von Mallorca
Inseltour per Bus, Zug, Straßenbahn und Boot
Tramuntana-Tour mit historischer Eisenbahn 

Und jetzt genug der Vorbereitung! Das sind meine 22 schönsten Sehenswürdigkeiten auf Mallorca.

Die wichtigsten Mallorca Sehenswürdigkeiten auf einer Karte

Damit du dir einen ersten Überblick über Mallorca verschaffen kannst und siehst, wo sich die Sehenswürdigkeiten auf der Insel befinden, haben ich dir alle Highlights auf einer Karte eingezeichnet.

Du kannst dir die Karte auch auf deinem Computer oder Handy abspeichern:

Klicke hier um die Mallorca Sehenswürdigkeiten Karte als PDF herunterzuladen

Mallorca Sehenswürdigkeiten Karte
Die wichtigsten Sehenswürdigen auf Mallorca auf einer Karte.

#1 Die Altstadt von Palma

Die Hauptstadt von Mallorca hat sich in den letzten Jahren zu einem ebenso hochwertigen, wie angesagten Ganzjahresziel entwickelt. Barcelonas kleine Schwester, wie es so oft heißt, ist erwachsen geworden.

In Palma triffst du auf kreative und kulturinteressierte Menschen aller Generationen und Nationen. Es gibt neue Designhotels, moderne Restaurantkonzepte und vielfältige Einkaufsmöglichkeiten.

Die Altstadt ist sowieso voller Sehenswürdigkeiten: Verwinkelte Gässchen, eine imposante Kathedrale, der Königspalast und die palmengesäumte Hafenpromenade sind ideal für einen Stadtbummel voller Kultur.

Zudem verfügt Palma über eine exzellente Fluganbindung und lässt sich bequem von allen deutschen Flughäfen erreichen.

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Plaza Mayor
Der Plaza Mayor ist eine der vielen Sehenswürdigkeiten in Palma

#2 Portocolom

Das ist einer meiner Lieblingsorte auf Mallorca: Portocolom. Das kleine Hafenstädtchen an der Ostküste muss man einfach mögen. An kaum einem anderen Ort auf Mallorca ist der ursprüngliche Charme des traditionellen Fischerdorfes so gut erhalten geblieben wie in Portocolom.

Bis heute fahren viele Bewohner Portocoloms frühmorgens aufs Meer hinaus, um ihre Netze auszuwerfen. Unaufgeregt und herrlich ruhig ist es hier. Von Massentourismus keine Spur.

Entweder du entspannst an einem der kleinen Strände, buchst eine Bootsfahrt mit einer typisch mallorquinischen LLaut oder gönnst dir etwas Leckeres in den vielen kleinen Restaurants und Bars direkt am Hafen.

Mein Tipp: Komm ganz früh morgens nach Portocolom, miete dir ein Stand-up-Paddle-Board und paddel die Bucht entlang in Richtung Norden.

Fischerdorf mit Meer und Booten
Das Fischerdorf Portocolom

#3 Sant Elm

Nur eine Handvoll Hotels, ein paar wenige Restaurants und ein Hafen im Miniaturformat: Es grenzt fast an ein Wunder, dass es an der Küste Mallorcas noch einen so beschaulichen Ort wie Sant Elm gibt.

Das kleine, beinahe verschlafene Nest im äußersten Westen der Insel ist über die Jahre hinweg ein ruhiges Dörfchen geblieben, das besonders bei den Einheimischen sehr beliebt ist.

Ein echter Ruhepol ist nicht nur der Ort selbst, auch der Strand ist traumhaft und nicht so überlaufen wie viele andere in der Gegend.

Mein Tipp für Aktive: Von Sant Elm aus kannst du hervorragend zum alten Trappistenkloster La Trapa wandern. Für die gut ausgeschilderte Wanderung brauchst du ungefähr 3,5 Stunden und solltest etwas Kondition mitbringen.

Mein Tipp für weniger Aktive: Sant Elm ist der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge zur vorgelagerten Insel La Dragonera. Schon allein die Bootsfahrt ist ein kleines Highlight.

Fischerdorf am Meer
Sant’Elm

#4 Fischerdorf Cala Figuera

Das Fischerdorf Cala Figuera an der südlichen Ostküste in der Nähe von Santanyi gilt als einer der schönsten Küstenorte der Insel. Und dem kann ich nur zustimmen. Wenn ich Besuch bekomme, geht’s eigentlich immer hierhin.

Cala Figuera mit seiner tief eingeschnittenen Bucht ist nicht nur super fotogen, dieses Fleckchen versprüht seinen ganz eigenen Charme. Spaziere am schnuckeligen Hafen entlang, vorbei an den hübschen weißen Häuschen und den kleinen Booten und schaue dem Treiben zu.

Mein Tipp: So schön dieser Ort ist, viel Zeit kann man in Cala Figuera nicht verbringen. Komm daher am besten am Nachmittag her! Dann kannst du dabei zuschauen, wie die Fischerboote wieder in den Hafen einlaufen und abends probierst du den fangfrischen Fisch in einem der Restaurants mit Blick auf die kleine Bucht.

Häuser in einer Bucht und Boot im Vordergrund
Cala Figuera liegt an einer schmalen Bucht

#5 Sóller

Sóller, das Zentrum der Orangen-Produktion und die Hauptstadt der Tramuntana, befindet sich im Nordwesten von Mallorca und zählt mehr als 10.000 Einwohner. Für mallorquinische Verhältnisse also recht groß.

Die hübsche Stadt mit ihren alten, kachelgeschmückten Herrenhäusern, den schmalen Gässchen und dem quirligen Platz vor der Pfarrkirche Sant Bartomeu ist auf jeden Fall einen Ausflug wert.

Orangenhaine reichen bis in die Altstadt, von der eine nostalgische Straßenbahn aus Holz die Stadt Sóller mit Port de Sóller verbindet, und verströmen mit ihren Blüten einen herrlichen Duft.

Mein Tipp: In einer der vielen Bars und Restaurants einen frisch gepressten Orangensaft aus den Früchten der umliegenden Felder trinken. Oder frisches Orangeneis von der Fabrica de Gelats probieren.

Port de Sóller
Port de Sóller

#6 Valldemossa

Das Bergdorf Valldemossa zählt zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Mallorca. Berühmt wurde es durch prominente Gäste wie der französische Schriftsteller George Sand und Komponist Frédéric Chopin sowie durch das ehemalige Karthäuserkloster. Dessen grüne Dachhaube siehst du schon von Weitem.

Valldemossa mit seinen knapp 2.000 Einwohnern ist nicht nur eines der schönsten Dörfer an der Nordwestküste, sondern auch das mit Abstand am besten besuchte. Bis zu einer halben Millionen Touristen drängen sich hier jedes Jahr durch die schmalen Gassen. Du hast richtig gehört: Drängen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Wenn du also schlau bist, komm in der Nebensaison hierhin. Denn eines steht fest: Völlig überlaufen macht auch das schönste Dorf keinen Spaß.

Mein Tipp: Mach einen kleinen Schlenker und fahr kurz vor Valldemossa die Serpentinen runter nach Port de Valldemossa. Hier kannst du die traumhafte Bergkulisse bewundern und gleichzeitig im kristallklaren Wasser des kleinen Strandes baden.

Falls dein Hotel im Norden oder Osten von Mallorca liegt, kannst du auch eine geführte Tagestour nach Valldemossa und Palma buchen. Dabei wirst du in deinem Hotel abgeholt und mit einem Reisebus und deutschem Guide in beide Orte gefahren und herumgeführt.

Zur Tagestour nach Soller Port and Valldemossa

Valldemossa
Valldemossa

#7 Deià

Abseits der Touristenhochburgen kommt die Insel zur Ruhe. Das idyllische Bergdorf Deià, von dem immer alle schwärmen, ist genau so ein Ort.

Umgeben von Oliven-, Zitronen- und Mandelbäumen gibt es am Fuße des Berges Es Teix von großen Hotels keine Spur. Ganz im Gegenteil: Kleine, exklusive Boutique-Hotels locken Jahr für Jahr Mallorca-Urlauber in das kleine 800-Einwohner-Örtchen.

Die Galerien des Künstlerdorfes sind ein Muss für alle Kunst-Liebhaber. Bei allem Hype: Seinen Charme hat sich Deià zum Glück bis heute bewahrt. Am besten überzeugst du dich selbst davon.

Mein Tipp: Fahr unbedingt von Valldemossa aus nach Deià. Die kurvenreiche Strecke ist eine der schönsten und interessantesten zugleich.

Dorf in den Bergen
Bergdorf Deía

#8 Cuevas de Artà

Mallorca verbirgt einen geologischen Schatz unter der Erde: Nämlich fantastische Formationen in Höhlen, die durch Zufall entdeckt und von denen nur ein paar für Besucher zugänglich gemacht wurden.

So zum Beispiel die Cuevas de Artà. Diese etwa 40 Meter hoch über der Küste gelegenen Höhlen zählen zu den großen Mallorca Sehenswürdigkeiten, werden jedoch nicht ganz so stark besucht wie die Höhlen bei Porto Cristo.

Die Cuevas de Artà enthalten Stalaktiten mit sonderbaren Formen und außergewöhnlichen Proportionen, wie etwa die “Reina de las Columnas“, die mit einer Höhe von über 20 Metern wahrlich eine “Königin der Säulen“ ist.

Die Höhlen in Porto Cristo sind zwar auch sehr sehenswert, aber die in Artà sind gerade zur Hauptsaison im Sommer etwas weniger überlaufen.

Infos
Öffnungszeiten

Apr - Juni / Okt: 10 bis 18 Uhr
Juli - Sept: 10 bis 19 Uhr
Nov - März: 10 bis 17 Uhr

Eintritt

15 €, ermäßigt 7 €

Adresse

Carretera de las Cuevas, Canyamel

Website

Cuevas de Artá

Beleuchtete Höhle
Cuevas de Artá

#9 Drachenhöhlen in Porto Cristo

Nahe der Hafenstadt Porto Cristo, im Osten Mallorcas gelegen, befinden sich die wohl bekanntesten und größten Höhlen der Insel: die Cuevas del Drach, die Drachenhöhlen. Mit 1200 Meter Länge und 25 Meter Tiefe sind sie Mallorcas größte zugängliche Tropfsteinhöhlen.

Ein bisschen Geschichte: Ende des 19. Jahrhunderts beauftragte der Erzherzog Ludwig Salvator von Habsburg den damals berühmten Höhlenforscher Martel damit, diese Höhlen zu erkunden. Dabei entdeckte dieser den riesigen unterirdischen See, der heute seinen Namen trägt.

Der Martel-See ist 117 Meter lang, 30 Meter breit und bis zu 14 Meter tief. Er dient bei der Besichtigung der Höhlen als Kulisse für ein Klassikkonzert, bei dem die Musiker auf beleuchteten Booten ihre Instrumente spielen.

Mein Tipp: Entweder du kommst ganz früh oder ganz spät, dann ist es nicht so voll und du bekommst noch einen Parkplatz. Noch besser: Du parkst im Zentrum von Porto Cristo, erkundest den schönen kleinen Ort, der häufig nur wenig Beachtung findet, und läufst etwa eine Viertelstunde bis zu den Höhlen.

Alternativ kannst du die Höhlen auch in Verbindung mit einer Halbtagestour durch den Norden von Mallorca besichtigen. Dabei besuchst du auch eine Perlenmanufaktur.

Zur Halbtagestour zu den Drachenhöhlen und Perlenmanufaktur

Infos
Öffnungszeiten

1. Nov bis 10. März:
10:30 Uhr, 12 Uhr, 14 Uhr und 15:30 Uhr

11. März bis 31. Okt:
10 Uhr, 11 Uhr, 12 Uhr, 14 Uhr, 15 Uhr, 16 Uhr und 17 Uhr

In der Hochsaison:
Besuchszeiten normalerweise 10 Uhr / 16 Uhr / 17 Uhr

Eintritt

16 €, ermäßigt 7 €

Adresse

Carretera Cuevas, Porto Cristo

Website

Drachenhöhlen

See in Höhle
Unterirdischer See in der Drachenhöhle

#10 Cap de Formentor

Auf der Liste der Top Mallorca Sehenswürdigkeiten darf das Cap de Formentor auf keinen Fall fehlen.

Schroffe Felsen, weiter Ausblick, blaues Meer: Der wohl bekannteste und am meisten besuchte Aussichtspunkt Mallorcas liegt auf der schmalen Landzunge, die im Nordosten der Insel weit ins Meer hineinragt: Mirador Es Colomer.

Er ist sogar so gut besucht, dass der Inselrat die Zufahrt zur nördlichsten Spitze Mallorcas in den Sommermonaten von Mitte Juni bis Mitte September jeweils von 10:00 bis 19:00 Uhr für den allgemeinen Autoverkehr gesperrt hat.

Aber keine Sorge: Wenn du tagsüber zum Cap de Formentor möchtest, kannst du diesen mit Shuttlebussen (Hin- und Rückfahrt rund 3 Euro) von Port de Pollença aus besichtigen.

Auch wenn dieser Aussichtspunkt schon längt kein Geheimtipp mehr ist, einmal solltest du die Küstenstrecke mit ihren vielen Serpentinen bis hinauf zum Leuchtturm unbedingt fahren.

Der Ausblick reicht bei gutem Wetter sogar bis hin zur 40 Kilometer entfernten Nachbarinsel Menorca und ist wirklich atemberaubend.

Mein Tipp: Pack deine Badesachen ein, der lange weiße Sandstrand Playa de Formentor liegt quasi auf dem Weg.

Du kannst auch aus Alcuida eine Bootstour zum Cap de Formentor buchen. Dabei schipperst du auf einem Boot mit Unterwasserfenster an der schroffen Küste entlang und machst einen Badestopp am Strand von Cala Figuera.

Zur Bootstour zum Cap de Formentor mit Badestopp

Mirador es Colomer
Mirador Es Colomer
Cap de Formentor
Cap de Formentor

#11 Cúber Stausee

Mal wirkt es, als sei man in Patagonien, dann erwachen wieder Assoziationen an Alpenlandschaften oder Skandinavische Fjorde.

Wer diesen Weg ansteuert, fühlt sich wie auf einer Weltreise durch die schönsten Naturlandschaften: Mitten im Tramuntana-Gebirge unterhalb des Puig Major, der höchste Berg der Insel, liegt der Cúber Stausee, der vor allem als Trinkwasserversorgung des Gemeindebezirks von Palma dient.

Das Fleckchen ist ein perfekter Rückzugsort für alle, die Mallorcas Natur erleben und absolute Stille genießen möchten. Ein kleiner Weg führt einmal um den See herum.

Auch Tierliebhaber kommen hier auf ihre Kosten: Schafe und Esel begleiten Spaziergänger nämlich gern mal ein Stück des Weges.

Stausee
Stausee von Cúber

#12 Serra de Tramuntana

Der Nordwesten der Insel, von Calvia bis Pollenca, steht ganz im Zeichen des wilden Tramuntana-Gebirges.

Die Serra de Tramuntana, wie es offiziell heißt, gehört seit 2011 zum UNESCO-Welterbe und schützt Mallorca vor den kalten Nordwinden.

Außerdem ist das Gebirge eine Oase für Wanderer: Zerklüftete Felslandschaften und atemberaubende Ausblicke sowie kleine versteckte Buchten sind die Belohnung für alle sportlichen Urlauber.

Wenn du es lieber gemütlich magst, nimm einfach die Panoramastraße MA-10 von Andratx nach Pollenca. Sie führt genau durch den Nordwesten, vorbei an kleinen Bergdörfern wie Banyalbufar, Fornalutx und Deia sowie am Cuber Stausee und der Orangenstadt Soller entlang.

Ab Palma kannst du eine geführte Wandertour mit Picknick durch die Serra de Tramuntana buchen.

Wandertour durch die Serra de Tramuntana mit Picknick

Mirador de Ricardo Roca
Mirador de Ricardo Roca

#13 Botanicactus

Hier gibt es Stacheln, wohin das Auge reicht! Ganz im Süden der Insel, am Rand des Städtchens Ses Salines befindet sich der größte Botanische Garten Europas.

Du fragst dich: Warum extra in einen botanischen Garten gehen, wenn doch auf Mallorca ein Kaktus neben dem anderen steht? Stimmt, aber bei Botanicactus grünen und blühen auf über 150.000 Quadratmetern die verschiedensten Kakteen und Sukkulenten. Insgesamt kannst du hier über 1.600 Pflanzenarten aus aller Welt bestaunen. Und die gibt es auf der Insel sonst garantiert nicht zu sehen.

Besonders angenehm für alle, die in der Nebensaison anreisen: Der Garten hat ganzjährig geöffnet.

Ein weiterer Pluspunkt für alle, die auf der Suche nach schönen Fotos sind: Botanicactus ist der perfekte Ort für tolle Instagram-Fotos.

Infos
Öffnungszeiten

Jan/Feb: Täglich 10:30 Uhr 16:30 Uhr
März: Täglich 9 bis 18:30 Uhr
Apr - Aug: Täglich 9 bis 19:30 Uhr
Sept/Okt: Täglich 9 bis 19 Uhr
Nov/Dez: Täglich 10:30 bis 16:30 Uhr

Eintritt

10,50 €, ermäßigt 4,50 €

Adresse

Carretera, Ses Salines

Website

Botanicactus

#14 Kloster Lluc

Für die Mallorquiner ist das Kloster Lluc (eigentlich Monestir de Lluc), das abgeschieden in der Serra de Tramuntana liegt, der wichtigste Wallfahrtsort der Insel.

Drei alte, immer noch viel begangene Pilgerwege führen sternförmig hierher: von Sóller, von Inca und von Pollenca aus. Noch heute wird das Kloster auch gern als spirituelles Zentrum Mallorcas oder Herz der Insel bezeichnet.

Der Höhepunkt eines Besuches ist die Basilika mit der Schwarzen Madonna, oder wie die Mallorquiner sagen: La Moreneta. Aber auch das kleine Klostermuseum, der Kalvarienberg und der botanische Garten, Heimat von rund 200 einheimischen Pflanzenarten, solltest du dir nicht entgehen lassen.

Wenn du Glück hast und zur richtigen Zeit im Kloster bist, kannst du den berühmten Knabenchor “Blauets de Lluc“, der heute aber auch Mädchen aufnimmt, bei einem Konzert live erleben.

Mein Tipp: Übernachte eine Nacht in den Klosterräumen von Lluc. Komfortabel, preislich absolut angemessen und ganz sicher ein besonderes Mallorca-Erlebnis.

Infos
Öffnungszeiten

Täglich: 10 bis 18 Uhr

Eintritt

6 €

Adresse

Plaça dels Peregrins 1, Escorca

Website

Loster Lluc

Kloster mitten in der Landschaft
Das Lluc Kloster in den Tramuntana Bergen

#15 Son Marroig/Sa Foradada

Das Beste: Von Son Marroig, der ehemaligen Residenz des Erzherzogs Ludwig Salvator und heute eine beliebte Hochzeitslocation, hast du einen grandiosen Ausblick über die Berge und das Meer. Der perfekte Sonnenuntergang-Spot.

In unmittelbarer Entfernung befindet sich das Restaurant “Sa Foradada“, benannt nach dem Felsen mit dem Loch gegenüber. Hier kannst du dem Koch über die Schulter schauen. Auf der Speisekarte steht ein ganz besonderes Gericht: Traditionelle mallorquinische Paella. Man munkelt, es sei die beste der ganzen Insel.

Es gibt nur einen kleinen Haken: Das Restaurant ist nur zu Fuß oder mit dem Boot erreichbar. Der Weg beginnt beim Landgut Son Marroig. Du musst erst über ein kleines Eisentor klettern und dann ca. 50 Minuten den Weg entlang bis zum Meer laufen. Der Weg lohnt sich!

Auch bei Stars und Sternchen ist das “Sa Foradada“ beliebt: Tom Hanks, Michael Douglas, Halle Berry und das mallorquinische Tennis-Ass Rafael Nadal sollen hier alle schon gespeist haben.

Aussichtspunkt mit Blick aufs Meer
Aussichtspunkt Son Marroig

#16 Kloster Santuari de Sant Salvador bei Felanitx

Das ehemalige Kloster Santuari de Sant Salvador thront majestätisch auf dem ca. 500 Meter hohen und gleichnamigen Berg und ist mein absolut liebster Aussichtspunkt auf Mallorca.

Kurz hinter dem Ortsausgang der Kleinstadt Felanitx geht es rechts ab, etwa 7 Kilometer die Straße lang, bis du das Plateau des Klosterbergs mit Blick auf das gigantische Monument Crist Rei erreichst.

Von hier aus kannst du den Blick an verschiedenen Stellen über fast ganz Mallorca schweifen lassen: auf die Ostküste mit ihren kleinen Hafenstädtchen sowie auf die vielen kleinen Buchten, bis nach Alcudia im Norden der Sonneninsel, ins Tramuntana-Gebirge und bei guter Sicht sogar auf die Inselgruppe rund um Cabrera.

Mein Tipp: Pack dir Brot, Tomaten, Salami, Käse, Bier und Wein ein und genieß den Sonnenuntergang vom Kloster aus. Wer mag, kann auch über Nacht bleiben. Im Kloster befindet sich nämlich das Petit Hotel Hostatgeria Sant Salvador mit 20 Doppelzimmern und zwei Apartments. 

Zum Petit Hotel Hostatgeria Saint Salvador

Kloster auf Berg
Sant Salvador Kloster mit Christusstatue

#17 Der Strand Es Trenc

Dieser rund 2,6 Kilometer lange Naturstrand ist schon lange kein Geheimtipp mehr, aber dennoch gehört er für mich zu den schönsten Stränden der Insel.

Auch wenn ich eher ein Fan der vielen Buchten/Calas bin, gerade wenn Hochbetrieb auf Mallorca herrscht, bin ich sehr gerne auch an den weitläufigen Stränden.

Es Trenc ist dank seines karibischen Flairs der bekannteste Strand in Mallorca und das hat natürlich seine Nachteile: Es ist hier meistens rappelvoll, vor allem in der Hochsaison.

Ganz anders in der Nebensaison: Von Oktober bis April lädt der lange und dann häufig menschenleere Sandstrand zu ausgedehnten Spaziergängen ein.

Mein Tipp: Park an der nicht ganz so hoch frequentierten Seite des Strandes, am Hafen von Sa Rapita. Hier bekommst du auch in der Hauptsaison meist noch einen schönen Platz und fühlst dich nicht ganz so wie in einer Sardinenbüchse.

Strand
Playa Ses Covetes ist ein Teil des Es Trenc Strandes

#18 Der Strand Playa de Formentor

Exotisches Karibik-Flair pur: Der Duft von Pinien in der Nase, der feine, weiße Sand zwischen den Zehen und zum kristallklaren Meer sind es nur ein paar Schritte: Es heißt, der Strand von Formentor ist einer der schönsten des gesamten Mittelmeerraums. Und das mag gut sein.

Er ist knapp einen Kilometer lang, allerdings mit etwa 10 Metern recht schmal, so dass es nicht allzu viele Liegemöglichkeiten gibt. Besonders beliebt im Sommer sind die Plätze unter den Pinienbäumen. Auch hier gilt wie an vielen anderen Stränden: Früh da sein lohnt sich!

Mit einer Parkgebühr von 9 Euro ist es sicherlich kein Strand für alle Tage. Perfekt verbinden lässt sich hier ein Besuch mit einem Ausflug zum Cap de Formentor. Er liegt nämlich auf halber Strecke von Pollenca aus.

Strand mit Pinienwald
Playa de Formentor

 

#19 Der Strand Playa de Muro

Der rund 5 Kilometer lange Strand Playa de Muro liegt an einem bewaldeten Dünengebiet im Norden Mallorcas und erstreckt sich vom beliebten Urlaubsort Port d’Alcudia bis nach Can Picafort.

Da der Strand hier weit und flach ins Meer verläuft, ist er besonders bei Familien mit kleinen Kindern sehr beliebt. Warnung an alle ohne Kinder: Es kann also zum Teil sehr laut werden. Kurz vor Can Picafort wird es aber etwas ruhiger.

Mein Tipp: Auch wenn ich kein großer Beach Club Fan bin und kleine Strandbuden bevorzuge, der Beach Club “Ponderosa Beach“ ist wirklich toll. Leckeres Essen mit den Füßen im Sand genießen. Einfach herrlich! Kleines Manko: Du musst etwas tiefer in die Tasche greifen. Aber eine günstige Alternative ist nicht weit: Direkt nebenan gibt es leckere Kleinigkeiten bei “Oma & Opa“.

Flacher Strand
Playa de Muro

#20 Die Bucht Cala Varques

Noch bis vor ein paar Jahren war die Cala Varques (gesprochen Cala Barques) ein absoluter Geheimtipp unter den Sehenswürdigkeiten in Mallorca. Nur wenige Touristen kannten diese tolle “Kuh-Bucht“, die ihren Namen den vierbeinigen Besuchern zu verdanken hatte, die hin und wieder am Strand auftauchten.

Heute ist sie leider kein Geheimtipp mehr, aber toll ist sie noch immer. Die Bucht ist ein Paradies für Segler, Kletterer und Naturliebhaber.

Ich selbst komme hier nur noch früh morgens oder am späten Nachmittag hin, wenn die meisten Touristen in ihre Hotels verschwinden und der Strand langsam von den einheimischen “Hippies“ in Beschlag genommen wird.

Kleines Manko: Seit 2018 kann man leider nicht mehr bis zum Strand vorfahren, sondern muss auf einem Parkplatz parken und dann etwa 30 Minuten bis zur Bucht laufen.

Mein Tipp: Von der Cala Romantica aus gibt es eine tolle Wanderung bis zur Cala Varques. Das dauert zwar etwa doppelt so lang wie der Weg vom Parkplatz, ist dafür aber umso schöner.

Du kannst auch eine geführte Wandertour zur Cala Varques buchen. Dabei wirst du mit dem Bus aus deinem Hotel abgeholt und nach Porto Cristo gefahren, wo die geführte Tour durch die Wälder bis zur Bucht startet.

Zur Wandertour durch die Wälder zur Cala Varques

Bucht mit Strand
Cala Varques

#21 Die Bucht Sa Calobra

Auch die Bucht von Sa Calobra ist unter den Mallorca Sehenswürdigkeiten kein Geheimtipp mehr.

Zur Bucht gelangst du nur per Boot von Port de Sóller aus oder über eine 14 Kilometer lange und enge Straße mit vielen Serpentinen. Gerade im Sommer ist hier ziemlich viel Verkehr und man muss immer wieder Bussen und Radfahrern Platz machen.

Ich würde hier eher in der Nebensaison hinfahren. Nicht nur, weil die Straßen dann viel leerer sind, auch die Bucht selbst ist dann viel angenehmer. Im Sommer dort einen schönen Platz zu bekommen, ist fast aussichtslos.

Auch wenn das jetzt alles nicht gerade positiv klingt, der Ort ist einfach traumhaft schön und das Baden zwischen den steilen Felsklippen wirklich ein Erlebnis. Die etwas schwierige Anreise lohnt sich auf jeden Fall.

Bucht mit Strand und Häusern
Sa Colabra

#22 Roter Blitz: Historische Eisenbahn von Palma nach Sóller

Er gehört zu berühmtesten Mallorca Sehenswürdigkeiten: Der Zug von Palma nach Sóller, auch der Rote Blitz oder Orangen-Express genannt. Seit 1912 fährt er täglich vom Bahnhof am Placa de Espana in Palma bis nach Sóller im Nordwesten der Insel.

Wer hinter dem rasanten Namen einen Zug vermutet, der die 28 Kilometer lange Strecke durch die Serra de Tramuntana im ICE-Tempo durcheilt, täuscht sich: Die nostalgische Eisenbahn nimmt sich Zeit und kommt erst nach knapp einstündiger Fahrt durch Mandel-, Orangen – und Olivenhaine, finstere Tunnel und tiefe Schluchten in Soller an.

Der Spaß ist mit 32 Euro für Hin- und Rückfahrt nicht ganz günstig. Aber es lohnt sich definitiv. Ganz wichtig: Vergiss deinen Fotoapparat nicht, die Bahn fährt an manchen Stellen sogar extra etwas langsamer.

Mein Tipp: Von Sóller aus mit der Straßenbahn noch weiter bis nach Port de Sóller fahren. Wenn du schon mal in der Ecke bist, solltest du das kleine Hafenstädtchen unbedingt sehen.

Du kannst auch mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen und gleich alle tollen Bergdörfer der Gegend an einem Tag besichtigen. Das geht mit einer geführten Tagestour mit dem Roten Blitz ab Palma. Neben Sóller und Port de Sóller besichtigst du dann auch Valldemossa und Deía.

Zur geführten Tagestour mit dem Roten Blitz nach Sóller, Port de Sóller, Deía und Valldemossa

Infos Sa Foradada
Öffnungszeiten

Apr bis Okt:
Fr - Mi: 12:30 bis 16 Uhr
Donnerstags geschlossen

Adresse

Diseminado Sa Foradada 2, Deià

Website

Sa Foradada

Der rote Blitz
Der rote Blitz

Das waren meine 22 schönsten Sehenswürdigkeiten auf Mallorca! Kennst du sie schon oder kannst uns noch mehr empfehlen? Dann freuen wir uns über deinen Kommentar!