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Marokko

Zwischen bunten Souqs, karger Sahara und dem Atlasgebirge: dein Überblick für Marokko.

Chefchaouen

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Unser Check für Marokko

  1. Flair

    Orientalisch, farbenfroh und wie 1001 Nacht.

  2. Reisezeit

    März bis Mai oder Oktober/November.

  3. Reisedauer

    10 bis 14 Tage für eine klassische Rundreise.

  4. Währung

    Marokkanischer Dirham (Bargeld ist absolut wichtig).

  5. Trinkgeld

    ca. 10 % Trinkgeld ("Bakschisch") werden überall erwartet.

  6. Transport

    Mietwagen für eine Rundreise; Züge/Busse zwischen Städten.

Karte von Marokko

Orientierung

Das Königreich Marokko liegt im Norden Afrikas am Mittelmeer und Atlantik. An der Atlantikküste findest du auch Rabat, die Hauptstadt Marokkos. Im Süden und Osten grenzt Marokko an seinen großen Nachbarn Algerien.

Marokko liegt so nah an Europa, dass du dich gar nicht anstrengen musst, um vom nördlichsten Punkt aus das spanische Festland zu sehen. Die beiden Länder trennen nur etwa 15 Kilometer. Das ist sogar nur halb so weit wie die kürzeste Strecke zwischen Frankreich und Großbritannien.

So klein Marokko auch im Vergleich zu anderen Ländern Afrikas ist, die Auswahl an Landschaften ist wirklich kunterbunt. An der Küste reihen sich weitläufige Strände und zahlreiche große Städte auf, während in den Gebirgsregionen über 4.000 Meter hohe Berge auf dich warten. Im Süden des Landes erstrecken sich wunderschöne Palmenoasen zwischen den Sandmeeren der marokkanischen Wüste.

Häufige Fragen

Wie viel zeit sollte ich für meine Marokko-Reise einplanen?

Egal wie lang dein Urlaub ist, für deine Marokko-Reise hast du total flexible Möglichkeiten. Hast du nur ein verlängertes Wochenende Zeit, kannst du super einen Städtetrip nach Marrakesch oder Fès machen und in das orientalische Leben hineinschnuppern.

In einer Woche sind neben dem Stadtbesuch auch noch ein paar entspannte Tage am Strand drin. Willst du mehr als nur ein bis zwei Regionen oder Städte erkunden, solltest du etwa zehn Tage einplanen.

Mehr geht natürlich immer: Für eine Reise durch das komplette Land sind mindestens drei Wochen anzusetzen. Das reicht, um von den Königsstädten über die Berge des Atlas-Gebirges bis in die Wüste und weiter an den Strand zu reisen.

Was sollte ich unbedingt einpacken?

Auch wenn es in Marokko bereits im Frühjahr schön warm wird, solltest du immer etwas zum Überziehen für kühle Abende mitnehmen. In der Wüste gibt es Nachtfrost und auch im Gebirge wird es nachts empfindlich kalt.

Praktisch ist ein leichtes Tuch. Damit kannst du dich vor der Sonne schützen, es aber auch beim Besuch von Moscheen oder Museen um die Schultern legen, wenn zu viel nackte Haut zu sehen ist.

Mit Rücksicht auf die islamischen Sitten sind ansonsten knie- und schulterbedeckende Kleidungsstücke angemessen.

Die deutschen Stecker passen auch in die marokkanischen Steckdosen. Einen Adapter benötigst du also nicht.

Ist Marokko ein sicheres Reiseland?

Marokko ist insgesamt ein sicheres Land. Eine Studie des Weltwirtschaftsforums führt Marokko sogar auf Platz 20 der sichersten Reiseländer weltweit.

Dennoch musst du dich gerade in größeren Städten und touristischen Hochburgen vor Taschendieben und Trickbetrügern in Acht nehmen.

Solange du aber mit gesundem Menschenverstand unterwegs bist, hast du in Marokko wenig zu befürchten. Grundsätzlich gelten die allgemeinen Vorkehrungen wie in allen anderen Städten auch: zum Beispiel im Gedränge auf seine Habseligkeiten aufzupassen und dunkle, verlassene Straßen am Abend zu meiden.

Kann ich Leitungswasser in Marokko trinken?

Leitungswasser ist in Marokko nicht trinkbar. Um sicher zu sein, solltest du auch beim Kauf von Wasserflaschen darauf achten, dass diese wirklich original verschlossen sind.

In den Städten Marokkos ist das Wasser gechlort, so kannst du es zumindest zum Zähneputzen unbedenklich verwenden.

Welche Sprache wird in Marokko gesprochen?

In Marokko werden Arabisch und verschiedene Berberdialekte gesprochen, die auch die offiziellen Landessprachen sind.

Das sprichst du nicht? Kein Problem. Kannst du etwas Französisch, bist du schon aus dem Schneider. Denn Französisch ist seit der Kolonialzeit Verkehrssprache und Pflichtfach in den Schulen. Damit kommst du in Marokko sehr gut zurecht.

In den touristischen Zentren wie Marrakesch, Fes, Essaouira oder Agadir, den Hotels und größeren Restaurants kannst du dich aber auch mit Englisch oder Spanisch behelfen.

Darüber hinaus wird es dann allerdings schwierig. Versuche dir zumindest ein paar wichtige französische Worte einzuprägen und halte ein Wörterbuch bereit.

Nur in abgelegenen Dörfern und im Gebirge triffst du auf Menschen, die lediglich arabisch oder eine Berbersprache sprechen. Hier ist es sehr hilfreich, wenn du einen Guide oder Fahrer an deiner Seite hast, der für dich übersetzen kann.

Darf man in Marokko Alkohol trinken?

Berechtigte Frage, denn der Islam verbietet es, Alkohol zu trinken, und Marokko ist ein islamisches Land. Auf Bier, Wein und Co. solltest du in der Öffentlichkeit daher lieber verzichten.

Anders ist das in Hotels, Bars oder Restaurants. Da stört es niemanden, wenn du zu alkoholischen Getränken greifst.

In den großen Städten findest du Alkohol zudem in speziellen Alkoholläden und auch einigen Supermärkten.

Wo kann man in Marokko gut essen?

In Marokkos Städten gibt es zahlreiche Restaurants, sowohl mit marokkanischer als auch europäischer (oft französischer) Küche. Einfache und günstigere Garküchen findest du vermehrt in der Altstadt.

Zahlreich sind auch die kleinen Cafés. Sie sind Treffpunkt und Kommunikationszentrum der Marokkaner und du solltest sie unbedingt während deines Marokko-Aufenthalts aufsuchen. Am besten bestellst dort du den typischen, marokkanischen Minztee (thé à la menthe).

Achtung: Als allein reisende Frau solltest du bei der Wahl deines Cafés allerdings aufpassen. Einige streng traditionelle Cafés in der Medina sind nach islamischer Kultur für Frauen tabu. Du erkennst sie am reinen, einheimischen Männerpublikum.

Was muss ich beim Handeln auf dem Markt beachten?

Handeln gehört in den Souks einfach dazu. An den Touristenständen kannst du meist bis auf die Hälfte des geforderten Preises herunterhandeln. Dein erstes Gebot setzt du noch weiter unten an, damit sich der Preis langsam einpendeln kann. Keine Scheu, das Feilschen ist obligatorisch.

Aber nicht nur in Touristenregionen auch in weniger touristischen Gegenden gehört Handeln zum Einkauf dazu. Dann ist die Spanne allerdings geringer, zwanzig Prozent Nachlass sind dennoch fast immer drin.

Das gilt übrigens auch für das Fahren mit dem Taxi.

Was muss ich beim Fotografieren in Marokko besonders beachten?

Rücksichtsvoll fotografieren ist hier das Stichwort!

Es ist verlockend, die Kamera auf die vielen fremden Motive in Marokko zu halten. Aber Vorsicht, nicht alles darfst du fotografieren. Grundsätzlich verboten sind Fotos von militärischen Einrichtungen.

Beim Fotografieren von Menschen gebietet es schon der Respekt, vorher um Erlaubnis zu fragen.

Vorsichtig solltest du auch beim Fotografieren von Schlangen, Affe und weiteren Tieren (z. B. auf dem Djemaa el-Fna in Marrakesch) sein, dafür wird nämlich Geld verlangt.

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