ChefchaouenHassan II Moschee in Casablanca

Urlaub in Marokko

Die schönsten Reiseziele und Tipps für deinen Marokko-Urlaub

Orientierung

Karte von Marokko

Das Königreich Marokko liegt im Norden Afrikas am Mittelmeer und Atlantik. An der Atlantikküste findest du auch Rabat, die Hauptstadt Marokkos. Im Süden und Osten grenzt Marokko an seinen großen Nachbarn Algerien.

Marokko liegt so nah an Europa, dass du dich gar nicht anstrengen musst, um vom nördlichsten Punkt aus das spanische Festland zu sehen. Die beiden Länder trennen nur etwa 15 Kilometer. Das ist sogar nur halb so weit wie die kürzeste Strecke zwischen Frankreich und Großbritannien.

So klein Marokko auch im Vergleich zu anderen Ländern Afrikas ist, die Auswahl an Landschaften ist wirklich kunterbunt. An der Küste reihen sich weitläufige Strände und zahlreiche große Städte auf, während in den Gebirgsregionen über 4.000 Meter hohe Berge auf dich warten. Im Süden des Landes erstrecken sich wunderschöne Palmenoasen zwischen den Sandmeeren der marokkanischen Wüste.

Unsere Highlights in Marokko

Blick von oben auf den Platz Djemaa El Fna bei Abenddämmerung

Marrakesch

Das Top-Reiseziel

Marrakesch ist das beliebteste Ziel Marokkos. Du hast die Wahl zwischen prunkvollen Palästen, Moscheen und vielen weiteren beeindruckenden Sehenswürdigkeiten.

Am Abend über den Djemaa El Fna zu spazieren und traditionelle Gerichte zu probieren, lässt dich sicher in die orientalische Welt eintauchen.

Unsere Marrakesch-Tipps
Chefchaouen

Chefchouen

Die blaue Stadt

Chefchouen liegt im Norden Marokkos. Im Zentrum der Stadt haben fast alle Häuser blaue Außenfassaden und das verleiht der Stadt einen ganz besonderen Charme.

Du findest dort viele kleine Kunst- und Souvenirläden, aber auch hübsche Cafés und tolle Riads, wo du es dir gutgehen lassen kannst.

Natürlich bieten die blauen Gassen auch viele schöne Fotomotive.

Blick Festung Borj Sud

Fès

Die Kulturhauptstadt

Die Medina, also die Altstadt in Fès ist die größte Nordafrikas und dort befinden sich viele Sehenswürdigkeiten.

Ein weiteres Highlight sind die riesigen Gerbereien, welche du besichtigen kannst.

Fès lohnt sich definitiv für einen Städtetrip und lässt dich in eine andere Welt eintauchen.

Unsere Tipps für Fès
Rabat Blick auf Medina

Rabat

Die Hauptstadt

In Rabat kannst du einige Highlights wie das Mausoleum von Mohamed V. besichtigen oder die traditionelle Medina erkunden.

Dort trifft Moderne auf traditionelles Flair und sie gehört mit Marrakesch, Fès und Meknès zu den vier Königsstätten in Marokko.

Da die Hauptstadt an der Küste liegt, kannst du deine Reise auch mit einem Strandurlaub verbinden.

Unsere Tipps für Rabat
Essaouira Ausblick

Essaouira

Hafenstadt im Westen

Eassaouira liegt an der Westküste von Marokko und ist auch als die weiße Stadt bekannt. Sie zählt zu den schönsten Städten Marokkos und ist ein beliebtes Ziel bei Surfern und lädt dazu ein, ein paar entspannte Tage am Meer zu verbringen.

Du kannst durch die schöne Medina spazieren, Fisch am Hafen essen oder gemütlich durch die kleinen Läden schlendern.

Unsere Essaouira-Tipps
Karamelkarawane in der Erg Chebbi Wüste

Wüstentour

Abenteuer in der Sahara

Zu einer Reise nach Marokko gehört für viele auch eine mehrtägige Reise oder zumindest ein Tagesausflug in die Wüste.

Du hast viele Möglichkeiten, die Saharawüste zu besuchen und einmalige Erfahrungen zu machen.

Auf Kamelen durch die Sahara zu reiten oder eine Nacht in einem Beduinencamp zu verbringen sind einmalige Erlebnisse.

Unsere Tipps zur Wüstentour
Ammelntal

Atlasgebirge

Eindrucksvolle Landschaften

Das Atlasgebirge erstreckt sich über 2.300 Kilometer und große Teile davon liegen in Marokko. Diesen Teil solltest du dir nicht entgehen lassen, denn das Gebirge bietet beeindruckende Natur, Berge, Schluchten und zwischendurch schöne Städte oder traditionelle Bergdörfer.

Tipps zu den schönsten Orten und Hotels und den besten Touren im Atlasgebirge bekommst du in unserem Artikel:

Tipss für das Atlasgebirge
Pass Tipi n Tichka

Rundreise durch Marokko

Einzigartiges Erlebnis

Wenn du noch mehr von Marokko sehen möchtest und länger Zeit hast, ist eine Rundreise die perfekte Option für dich. Dabei hast du die Möglichkeit, die unterschiedlichen Städte, Regionen und Facetten des Landes noch besser kennenzulernen und tiefer einzutauchen.

In unserem Artikel zur Marokko-Rundreise bekommst du viele Tipps und Routenvorschläge für eine Rundreise:

Tipps für eine Marokko-Rundreise

Hotels in Marokko

In Marokko findest du Unterkünfte in jeder Preisklasse. Wenn du auf die Suche nach einer Unterkunft gehst, hast die Wahl zwischen Hotels am Strand, Hostels oder stilvollen Riads.

Unsere Artikel mit Hoteltipps in Marokko:

Wann ist die beste Reisezeit für Marokko?

Du kannst eigentlich das ganze Jahr über nach Marokko reisen. Doch die schönste Zeit für eine Marokko-Reise ist unser Frühjahr, also zwischen März und Ende Mai.

Bereits ab Februar sind die Temperaturen tagsüber angenehm. Nachts bleibt es allerdings noch empfindlich kalt.

Im Frühjahr ist alles herrlich grün und die ganze Landschaft blüht. Vor allem die Mandelbäume im Anti-Atlas sind in dieser Zeit eine wahre Pracht.

Um Ostern herum ist dann Hochsaison. Da wird es bei den zentralen Sehenswürdigkeiten schon sehr voll und, zumindest in Marrakesch, ziehen die Hotels ihre Preise an.

Im Sommer wird es dann wirklich heiß in Marokko und marokkanische Touristen bevölkern die Badeorte. Willst du jedoch in die Berge, findest du im Sommer noch einige angenehme Plätzchen an den Gebirgsseen im Hohen und Mittleren Atlas.

Im Herbst kannst du gut Trekkingtouren unternehmen. Die Temperaturen sind dann wieder erträglich, allerdings fehlt der Landschaft natürlich die frische Farbe des Frühjahrs.

Reisen im Ramandan

Du solltest bei deiner Reiseplanung vor allem darauf achten, ob deine Reisezeit in den Ramadan fällt. Marokko ist ein muslimisches Land und deshalb fasten viele Marokkaner von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang während des Ramadans.

Das ist erst mal nichts Besonderes, aber für deine Reise während der Fastenzeit bringt das einige Besonderheiten mit sich.

Zum einen solltest du aus Respekt und Rücksicht vermeiden, tagsüber etwas in der Öffentlichkeit zu essen. Viele kleinere und arabische Hotels bieten bis zum Sonnenuntergang auch gar keine Speisen an.

In größeren Städten gibt es noch genügend internationale, größere Hotels und Restaurants, die ganz normal ihrem regelmäßigen Betrieb nachgehen. Auf dem Land kann das schon schwieriger werden.

Natürlich kannst du dich auch selbst versorgen. Supermärkte haben geöffnet und kleine Geschäfte beginnen in der Fastenzeit nur etwas später.

Insgesamt ist das öffentliche Leben in der Fastenzeit eingeschränkt. Es fehlt eben die Energie. Einige Sehenswürdigkeiten und Museen haben begrenzte Öffnungszeiten oder schließen sogar ganz. Öffentliche Schalter sind deshalb oft nur vormittags besetzt.

Dafür ist das turbulente Nachtleben nach dem Fastenbrechen umso animierter und interessanter.

Anreise

Aus Deutschland kommst du natürlich am besten mit dem Flugzeug nach Marokko, aber falls du Marokko aus Südeuropa erreichen willst, gibt es noch ein paar andere Optionen.

Mit dem Flugzeug nach Marokko

Zahlreiche Fluggesellschaften fliegen täglich die wichtigsten Flughäfen in Marokko an, das sind Marrakesch und Casablanca. Der Flug dauert etwa vier Stunden. Der Abflug ist aus verschiedenen Städten in Deutschland möglich, wie Frankfurt am Main, DüsseldorfMünchen oder auch Wien.

Auch nach Agadir, Fès, Tanger und Quarzazate kannst du direkt fliegen. Allerdings ist das Angebot hierhin stärker eingeschränkt. Einige Billigfluglinien bringen dich ebenfalls direkt nach Marrakesch, oder teilweise nach Fès und Agadir.

Je nach Fluggesellschaft und Jahreszeit schwanken die Preise erheblich. Am besten vergleichst du die Angebote online bei Skyscanner.

Mit der Fähre

Möchtest du nicht fliegen, kannst du auch mit dem Zug nach Südspanien reisen und mit der Fähre nach Marokko übersetzen. Das braucht natürlich mehr Zeit und ist häufig auch teurer, dafür aber umweltfreundlicher.

Ab Algericas oder dem 45 Kilometer westlich liegenden Tarifa in Spanien verkehren mehrmals täglich Fähren nach Tanger in Marokko. Die Überfahrt dauert etwa eine Dreiviertelstunde.

Auch aus Frankreich und Italien bestehen Verbindungen nach Marokko. Die Fähren von dort sind natürlich deutlich länger unterwegs.

Ein Ticket für die Fähren kaufst du am Schalter im Hafenbereich. Oft ist es jedoch günstiger, vorab frühzeitig online zu buchen, gerade wenn du Hin- und Rückfahrt kombinierst.

So vermeidest du auch Wartezeiten am Hafen, denn in der Hauptsaison sind die Fähren sehr stark frequentiert. Dann kann es schon mal vorkommen, dass auf der gewünschten Verbindung kein Platz mehr ist.

Dokumente und Einfuhr

Du kannst nach Marokko bequem mit deinem Reisepass einreisen. Dieser muss zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Deutsche benötigen für einen Aufenthalt in Marokko für bis zu 90 Tagen kein Visum. Länger darfst du nicht bleiben beziehungsweise nur unter ganz bestimmten Bedingungen.

Achtung: Du darfst max. 2.000 Dirhams (ca. 200 Euro) ins Land hinein oder aus Marokko heraus mitnehmen. Deshalb solltest du deine Bankkarte unbedingt mitnehmen.

Und nochmal Achtung: Die Einfuhr von Flugdrohnen ist nach Marokko generell verboten.

Fortbewegung

In Marokko gibt es keine Metro oder Straßenbahn und auch öffentliche Stadtbusse sind eher selten. Dennoch ist es kein Problem von A nach B zu kommen. Je nach Ziel und deinen Reisevorstellungen hast du die Wahl zwischen Taxen, Bussen oder Zügen.

Reisen im Bus

Zwischen den Städten reist du gut in Überlandbussen. Die Unternehmen CTM, Supratours sowie SATAS im Süden bringen dich in fast alle Städte des Landes.

Busse in Marokko sind das günstigste und gebräuchlichste Verkehrsmittel. Die Busse der oben genannten Gesellschaften sind in gutem Zustand, pünktlich und verbinden wichtige Orte mehrmals täglich. Auf langen Strecken sind sie oft sogar klimatisiert.

Tickets erhältst du an den Busbahnhöfen (gare routière) oder Schaltern der Busgesellschaften in den Städten oder online.

Am besten kaufst du dir dein Ticket einen Tag vorher oder mindestens ein paar Stunden vor Abfahrt. Beliebte Verbindungen sind sonst vielleicht schon ausgebucht.

Das Ticket von Marrakesch nach Essouira kostet zum Beispiel etwa 7 Euro.

Reisen in der Bahn

Auch die Fahrt mit der Bahn ist in Marokko zu empfehlen. Die Züge sind pünktlich, bequem und preiswert. Vorausgesetzt natürlich, deine Reise verläuft entlang des marokkanischen Schienennetzes.

Dieses ist im Norden recht gut ausgebaut, südlich von Marrakesch kommst du dagegen mit der Bahn nicht weiter. Wichtige Verbindungen sind die Strecken von Marrakesch über Casablanca nach Rabat und Tanger sowie die Linie von Marrakesch weiter nach Meknès und Fès.

Hier kannst du ganz einfach Fahrpläne und Preise abrufen und sogar dein Ticket online buchen.

Auf der Website findest du auch reduzierte Preise ab 4,50 Euro. Für längere Strecken musst du regulär mit mindestens 20 Euro rechnen.

Reisen mit dem Taxi

In Marokko gibt es zwei Sorten von Taxen: Die kleinen Taxen (petite taxi) und die großen Taxen (grand taxi).

Die kleinen Taxen fahren in den Städten umher und nehmen maximal drei Personen mit. In einer kleinen Stadt zahlst du oft nur 10 Dh (ca. 1 Euro) für eine Fahrt. In Marrakesch kann es schon einmal 30 Dh (ca. 3 Euro) kosten, was für eine Taxifahrt ja immer noch total günstig ist.

Wichtig ist, dass du vor der Abfahrt darauf bestehst, dass der Fahrer das Taxameter einschaltet. Ist es (angeblich) kaputt, verhandele den Preis bevor ihr losfahrt. Gerade in Marrakesch verlangen Taxifahrer mit dieser Masche ansonsten unverschämt hohe Preise von Touristen.

Die großen Taxen fahren auch in der Stadt, aber vor allem übernehmen sie längere Fahrten zwischen den Städten und auch zu den Flughäfen, die meist etwas außerhalb liegen. Eine Ausnahme ist Marrakesch, wo der Flughafen sehr zentral liegt.

Grundsätzlich sind die Preise in den großen Taxen etwas teurer. Aber auch hier gilt es, den genauen Preis unbedingt vor der Abfahrt auszuhandeln.

Normalerweise fahren die großen Taxen als Sammeltaxi. Wie der Name schon sagt, fährst du dann zusammen mit anderen Passagieren, das sind in der Regel sechs Personen in den typischen Mercedes-Limousinen.

Das wird ganz schön eng werden. Zudem fährt das Taxi erst ab, wenn alle Plätze belegt sind. Da die Busse aber kaum teurer und definitiv bequemer als Sammeltaxen sind, stellen sie die angenehmere Alternative dar.

Interessant wird ein großes Taxi, wenn du einen individuellen Ausflug etwas außerhalb einer Stadt planst oder an abgelegene Orte möchtest, die kein Bus ansteuert. Du kannst ein großes Taxi nämlich für einen Tag auch für dich ganz allein anmieten.

Hierfür musst du einen Sonderpreis aushandeln, der pro Tag etwa zwischen 600 und 1000 Dh liegt.

Reisen im Mietwagen

Zahlreiche internationale Autovermietungen wie Avis, Hertz oder Europcar sind in Marokko vertreten. Bequem mietest du dein Auto bereits schon vorher in Deutschland, um dir hartnäckiges Handeln auf Französisch vor Ort zu ersparen.

Die Hauptstraßen in Marokko sind geteert und in gutem Zustand. Auf den Nebenstraßen wird es schon schlechter und bei Gegenverkehr oft eng. In ländlichen Gegenden nehmen Pisten zu, daher solltest du dort nur mit größeren Fahrzeugen fahren.

Die Preise variieren zwischen 30 und 200 Euro pro Tag. Auch Wegweiser und Schilder nehmen auf dem Land und im Anti-Atlas ab. Eine gute Alternative ist es daher, einen Geländewagen mit Fahrer anzumieten. Hierzu fragst du am besten in deinem Hotel nach einer verlässlichen Agentur.

Geld und Bezahlen in Marokko

Reisen in Marokko ist grundsätzlich günstig. Mit europäischen Preisen vergleichbar sind jedoch die Hotels. Doch du findest immer günstige Alternativen.

Eine Übernachtung in einem sehr einfachen Hotel oder Hostel kostet nicht mehr als 10 Euro pro Person. Ein komfortables und sauberes Doppelzimmer in einem hübschen Riad der Mittelklasse liegt dagegen bei etwa 40 bis 80 Euro, darüber ist die Ausstattung schon sehr gut.

Wenn du in internationalen Restaurants essen möchtest, kostet das ebenfalls entsprechend. Doch auch hier hast du die Wahl.

Authentisch und sehr günstig isst du an den Garküchen am Straßenrand. Ebenso ist eine Tajine oder eine Portion Couscous unter 5 Euro in den kleinen marokkanischen Lokalen erhältlich.

Sehenswürdigkeiten sind meist günstig. Du kannst wunderschöne Paläste und Museen ab 1 Euro Eintritt bewundern. Mehr als 10 Euro ist für eine Sehenswürdigkeit äußerst selten.

In der folgenden Übersicht siehst du, was dich ein paar typische Dinge in Marokko kosten:

  • Flasche Wasser: 0,50 bis 1 Euro
  • Pfefferminztee im Restaurant: ca. 1 Euro
  • Taxifahrt: Innerorts bis zu 3 Euro
  • Überland-Busfahrt: Zum Beispiel Marrakesch – Essaouira etwa 7 Euro
  • Essen in der Garküche: 2 bis 3 Euro
  • Essen in einem einfachen, Marokkanischem Lokal: ab 4 Euro
  • 3-Gang-Menü (Suppe, Hauptspeise, Dessert): ca. 15 bis 30 Euro (Mittelklasse-Restaurant)
  • Besuch einer Sehenswürdigkeit: 1 bis 10 Euro

Währung

Die Währung von Marokko ist der Marokkanische Dirham (Dh). Wie viele Dirhams du für einen Euro bekommst, ist unterschiedlich, da der Kurs an den schwankenden US-Dollar gebunden ist.

Zurzeit (Juni 2022) entsprechen 100 Dh etwa 9,60 Euro, anders herum sind 10 Euro ungefähr 104 Dh. Am besten merkst du dir den Umrechnungskurs 1:10. Damit liegst du annähernd richtig.

So kommst du an Dirham

Am bequemsten hebst du dir Dirham direkt an den Bankautomaten im Land mit deiner Kreditkarte ab. In allen Städten findest du Banken, die die Master- und Visa-Card akzeptieren. Auch mit deiner Maestro-Bankkarte kannst du hier in der Regel Geld bekommen.

Die Zahlung mit der Kreditkarte ist in Marokko dagegen ungebräuchlich. Das geht nur in einigen großen Hotels, Restaurants oder in sehr touristischen Gegenden.

Unser Tipp: Kleingeld scheint in Marokko Mangelware zu sein. Auf dem Markt oder in kleinen Geschäften können Händler oft nicht auf größere Scheine herausgeben.

Versuche also immer genügend Kleingeld in der Tasche zu haben. Hierzu kannst du in Restaurants, Hotels oder Supermärkten mit Scheinen bezahlen und die Münzen des Rückgelds behältst du oder lässt dir sogar gleich noch einen weiteren Geldschein in Kleingeld wechseln.

So hast du immer ein paar Dirham in der Tasche, entweder für kleine Dienstleistungen oder um einem Bettler etwas zuzustecken.

Gibt man in Marokko Trinkgeld?

Ganz klar, ja! Trinkgeld spielt im Tourismussektor in Marokko eine wichtige Rolle, denn schließlich sind die gezahlten Löhne sehr schmal. Viele Bedienstete verlassen sich deshalb auf das Trinkgeld als zusätzliches Einkommen.

Das heißt nicht, dass du wahllos Trinkgeld verteilen musst. Schon ein paar Münzen zeigen, dass du mit dem Service zufrieden warst. Die Höhe des Trinkgelds machst du einfach von der Leistung und deiner Zufriedenheit abhängig.

Essen und Trinken in Marokko

Was isst man in Marokko? Die marokkanische Küche ist fantastisch und unglaublich vielfältig. Du wirst sie lieben!

Ganz viele Einflüsse aus den Ländern am Mittelmeer und den östlichen, arabischen Gebieten mischen sich unter die Zubereitung frischer Speisen.

Der unverwechselbare Geschmack vieler marokkanischer Gerichte stammt von den verwendeten Gewürzen: Allen voran Kreuzkümmel, aber auch Zimt, Koriander, Ingwer und Safran kommen oft zum Einsatz.

Auch Kräuter sind unverzichtbar, Thymian, Minze und Lorbeer gehören einfach zur marokkanischen Küche dazu. Nicht zu vergessen das marokkanische Olivenöl, das Marokkaner gern reichlich verwenden.

Diese Spezialitäten solltest du auf deiner Reise durch Marokko nicht verpassen:

  • Couscous – das Nationalgericht in Marokko! In einem Sieb über einem Eintopf mit Fleisch, Gemüse und Kichererbsen gegart, gibt es ganz unterschiedliche Variationen von Couscous.
  • Tajine – das ist einfach das landestypische Gericht. Charakteristisch ist die Zubereitung in dem Tontopf mit seinem spitzen Deckel. Hier drin wird alles Mögliche über der Holzkohle geschmort.
  • Brochette – das sind Kebab, also gegrillten Fleischspieße, die es an fast jeder einfachen Straßenküche gibt. Dazu isst man Pommes oder Salat.
  • Kefta – Das kennst du vielleicht? Die scharf gewürzten und gebratenen Lamm-Hackbällchen sind im gesamten Maghreb beheimatet.
  • Harira – eine nahrhafte, traditionelle Fastensuppe, die vor allem zum Fastenbrechen gegessen wird. Es gibt sie in der ganzen arabischen Welt, so auch in Marokko.
  • Maakouda –  das sind kleine Teigtäschchen, bzw. Teigfladen aus Kartoffeln und Ei, gewürzt mit Zwiebel, Butter, Knoblauch, Koriander, gemahlenem Pfeffer, Kurkuma und Kreuzkümmel, die frittiert werden. Man bekommt sie in Bäckereien oder an kleinen Essensständen in den Straßen.
  • Briouat – kleine kunsprig frittierte Teigtaschen (meistens in Dreieckform oder Zigarrenform), gefüllt mit wahlweise Hackfleisch, Hähnchen, Fetakäse oder Gemüse. Auch ein Straßenessen und suuper lecker. Es gibt sie auch mit süßer Füllung als Nachtisch.

Reiseführer für deine Reise nach Marokko

Du suchst noch mehr Reisetipps für deine Reise nach Marokko? Diese Reiseführer können wir dir empfehlen:

Marco Polo Reiseführer Marokko: Besonders für Rundreisen lohnt sich der Allrounder. Darin werden alle Sehenswürdigkeiten von Marokko beschrieben, es gibt viele Insider-Tipps der Autorin zu Land und Leuten und auch eine gratis Touren-App mit Offline Karten. 

Reise-Know-How-Reiseführer Marokko: Das Buch wendet sich vor allem an diejenigen, die Marokko mit dem Mietwagen oder öffentlichen Verkehrsmitteln individuell entdecken wollen. Ddu bekommst viele praktische Tipps und zahlreiche Hintergrundinformationen. 

Reise Know-how CityTrip Marrakesch: Für eine Städtereise nach Marrakesch ist das momentan der aktuellste Reiseführer. Es gibt Tipps für Stadtspaziergänge, Ausflüge ins Umland, Essen und die Abendgestaltung sowie einen herausnehmbaren Stadtplan.

FAQ

Wie viel zeit sollte ich für meine Marokko-Reise einplanen?

Egal wie lang dein Urlaub ist, für deine Marokko-Reise hast du total flexible Möglichkeiten. Hast du nur ein verlängertes Wochenende Zeit, kannst du super einen Städtetrip nach Marrakesch oder Fès machen und in das orientalische Leben hineinschnuppern.

In einer Woche sind neben dem Stadtbesuch auch noch ein paar entspannte Tage am Strand drin. Willst du mehr als nur ein bis zwei Regionen oder Städte erkunden, solltest du etwa zehn Tage einplanen.

Mehr geht natürlich immer: Für eine Reise durch das komplette Land sind mindestens drei Wochen anzusetzen. Das reicht, um von den Königsstädten über die Berge des Atlas-Gebirges bis in die Wüste und weiter an den Strand zu reisen.

Was sollte ich unbedingt einpacken?

Auch wenn es in Marokko bereits im Frühjahr schön warm wird, solltest du immer etwas zum Überziehen für kühle Abende mitnehmen. In der Wüste gibt es Nachtfrost und auch im Gebirge wird es nachts empfindlich kalt.

Praktisch ist ein leichtes Tuch. Damit kannst du dich vor der Sonne schützen, es aber auch beim Besuch von Moscheen oder Museen um die Schultern legen, wenn zu viel nackte Haut zu sehen ist.

Mit Rücksicht auf die islamischen Sitten sind ansonsten knie- und schulterbedeckende Kleidungsstücke angemessen.

Die deutschen Stecker passen auch in die marokkanischen Steckdosen. Einen Adapter benötigst du also nicht.

Ist Marokko ein sicheres Reiseland?

Marokko ist insgesamt ein sicheres Land. Eine Studie des Weltwirtschaftsforums führt Marokko sogar auf Platz 20 der sichersten Reiseländer weltweit.

Dennoch musst du dich gerade in größeren Städten und touristischen Hochburgen vor Taschendieben und Trickbetrügern in Acht nehmen.

Solange du aber mit gesundem Menschenverstand unterwegs bist, hast du in Marokko wenig zu befürchten. Grundsätzlich gelten die allgemeinen Vorkehrungen wie in allen anderen Städten auch: zum Beispiel im Gedränge auf seine Habseligkeiten aufzupassen und dunkle, verlassene Straßen am Abend zu meiden.

Kann ich Leitungswasser in Marokko trinken?

Leitungswasser ist in Marokko nicht trinkbar. Um sicher zu sein, solltest du auch beim Kauf von Wasserflaschen darauf achten, dass diese wirklich original verschlossen sind.

In den Städten Marokkos ist das Wasser gechlort, so kannst du es zumindest zum Zähneputzen unbedenklich verwenden.

Welche Sprache wird in Marokko gesprochen?

In Marokko werden Arabisch und verschiedene Berberdialekte gesprochen, die auch die offiziellen Landessprachen sind.

Das sprichst du nicht? Kein Problem. Kannst du etwas Französisch, bist du schon aus dem Schneider. Denn Französisch ist seit der Kolonialzeit Verkehrssprache und Pflichtfach in den Schulen. Damit kommst du in Marokko sehr gut zurecht.

In den touristischen Zentren wie Marrakesch, Fes, Essaouira oder Agadir, den Hotels und größeren Restaurants kannst du dich aber auch mit Englisch oder Spanisch behelfen.

Darüber hinaus wird es dann allerdings schwierig. Versuche dir zumindest ein paar wichtige französische Worte einzuprägen und halte ein Wörterbuch bereit.

Nur in abgelegenen Dörfern und im Gebirge triffst du auf Menschen, die lediglich arabisch oder eine Berbersprache sprechen. Hier ist es sehr hilfreich, wenn du einen Guide oder Fahrer an deiner Seite hast, der für dich übersetzen kann.

Darf man in Marokko Alkohol trinken?

Berechtigte Frage, denn der Islam verbietet es, Alkohol zu trinken, und Marokko ist ein islamisches Land. Auf Bier, Wein und Co. solltest du in der Öffentlichkeit daher lieber verzichten.

Anders ist das in Hotels, Bars oder Restaurants. Da stört es niemanden, wenn du zu alkoholischen Getränken greifst.

In den großen Städten findest du Alkohol zudem in speziellen Alkoholläden und auch einigen Supermärkten.

Wo kann man in Marokko gut essen?

In Marokkos Städten gibt es zahlreiche Restaurants, sowohl mit marokkanischer als auch europäischer (oft französischer) Küche. Einfache und günstigere Garküchen findest du vermehrt in der Altstadt.

Zahlreich sind auch die kleinen Cafés. Sie sind Treffpunkt und Kommunikationszentrum der Marokkaner und du solltest sie unbedingt während deines Marokko-Aufenthalts aufsuchen. Am besten bestellst dort du den typischen, marokkanischen Minztee (thé à la menthe).

Achtung: Als allein reisende Frau solltest du bei der Wahl deines Cafés allerdings aufpassen. Einige streng traditionelle Cafés in der Medina sind nach islamischer Kultur für Frauen tabu. Du erkennst sie am reinen, einheimischen Männerpublikum.

Was muss ich beim Handeln auf dem Markt beachten?

Handeln gehört in den Souks einfach dazu. An den Touristenständen kannst du meist bis auf die Hälfte des geforderten Preises herunterhandeln. Dein erstes Gebot setzt du noch weiter unten an, damit sich der Preis langsam einpendeln kann. Keine Scheu, das Feilschen ist obligatorisch.

Aber nicht nur in Touristenregionen auch in weniger touristischen Gegenden gehört Handeln zum Einkauf dazu. Dann ist die Spanne allerdings geringer, zwanzig Prozent Nachlass sind dennoch fast immer drin.

Das gilt übrigens auch für das Fahren mit dem Taxi.

Was muss ich beim Fotografieren in Marokko besonders beachten?

Rücksichtsvoll fotografieren ist hier das Stichwort!

Es ist verlockend, die Kamera auf die vielen fremden Motive in Marokko zu halten. Aber Vorsicht, nicht alles darfst du fotografieren. Grundsätzlich verboten sind Fotos von militärischen Einrichtungen.

Beim Fotografieren von Menschen gebietet es schon der Respekt, vorher um Erlaubnis zu fragen.

Vorsichtig solltest du auch beim Fotografieren von Schlangen, Affe und weiteren Tieren (z. B. auf dem Djemaa el-Fna in Marrakesch) sein, dafür wird nämlich Geld verlangt.