Kurz und knackig
- Memmingen ist eine der schönsten Altstädte in Bayern. Hier erwarten dich historische Gassen, ein hübscher Stadtbach, bunte Fassaden und eine idyllische Atmosphäre.
- Wir waren selbst vor Ort und zeigen dir die schönsten Sehenswürdigkeiten in Memmingen – von Top-Highlights bis zu echten Insidertipps.
- Außerdem zeigen wir dir, welche Stadtführungen in Memmingen besonders toll sind und geben dir persönliche Tipps für Restaurants und Cafés.
- Super interessant: Memmingen gilt als Stadt der Freiheitsrechte. Hier entsprangen 1525 die frühesten Forderungen nach Menschenrechten in Europa. Davon erzählen auch viele der Sehenswürdigkeiten.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Memmingen
Memmingen begeistert als einer der schönsten Orte im Allgäu und sogar eine der schönsten Kleinstädte in Deutschland. Viele der Sehenswürdigkeiten sind mehrere hundert Jahre alt. Genau das macht den Reiz eines Stadtbummels durch Memmingen aus.
Du kannst die Sehenswürdigkeiten übrigens prima an einem Tag in Memmingen erkunden.
Marktplatz & Rathaus
Was musst du wissen? Der Marktplatz ist das Herz der Altstadt und der perfekte Ausgangspunkt für Sightseeing in Memmingen. Hier stehen das historische Rathaus, wunderschöne bunte Häuserfassaden und jede Menge Cafés und Restaurants dicht beieinander.
Warum lohnt es sich? Uns hat vor allem gefallen, wie entspannt der Platz wirkt. Obwohl hier eigentlich immer etwas los ist, fühlt sich der Marktplatz überhaupt nicht hektisch an. Stattdessen kannst du gemütlich durch die Altstadt schlendern, draußen sitzen und echtes Dolce Vita Flair genießen.
Unser Tipp: Wenn du dienstags oder samstags in Memmingen bist, solltest du unbedingt über den Wochenmarkt laufen. Dort werden seit 1286 regionale Produkte wie Obst, Gemüse, Käse und Fleisch verkauft.
Martinsturm & Turmführung
- Eintritt: 4 Euro (im Rahmen der Führung)
Was musst du wissen? Der 65 Meter hohe Martinsturm gehört zur Kirche St. Martin. Besichtigen kannst du den Turm nur während der täglichen Turmführung – sie findet von Mai bis Oktober statt. Dabei steigst du bis nach oben und wirfst nicht nur einen Blick über die Dächer der Stadt, sondern auch ins Innere des Turms.
Warum lohnt es sich? Natürlich ist die Aussicht das große Highlight. Von oben liegt dir die komplette Altstadt zu Füßen und bei gutem Wetter kannst du bis zu den Tiroler Alpen schauen. Mindestens genauso spannend fanden wir aber den Weg nach oben. Wann bekommst du schon einmal einen so guten Einblick in einen historischen Kirchturm?
Unser Tipp: Direkt neben dem Martinsturm liegt das Stadtmuseum (unsere #11). Wenn du etwas mehr Zeit hast, lassen sich beide Sehenswürdigkeiten perfekt miteinander verbinden.
Führungen: Die Turmführung startet um 15 Uhr. Treffpunkt ist hier. Du kannst sie nicht reservieren, sondern musst einfach pünktlich am Treffpunkt erscheinen. Für Erwachsene kostet die Führung 4 Euro.
Memminger Stadtbach
Was musst du wissen? Der Stadtbach zieht sich durch große Teile der Altstadt und gehört zum Stadtbild von Memmingen dazu. Früher war er vor allem für Handwerker wie Gerber unverzichtbar, heute macht er die Altstadt einfach noch ein klein wenig hübscher.
Warum lohnt es sich? Der Stadtbach hat uns echt überrascht. Wir hatten nicht erwartet so hübsche Wasserläufe zu sehen. Gerade die kleinen Gassen entlang des Wassers gehören für uns zu den schönsten Ecken der Stadt. Außerdem findest du am Bach einige Restaurants in denen du gemütlich essen kannst.
Historischer Fakt: Für das traditionelle Bachausfischen wird der Wasserstand des Stadtbachs einmal jährlich abgesenkt. Was einst der Reinigung und Pflege des Bachbetts diente, ist heute als Memminger Fischertag eine lebendige Tradition.
Kramerzunfthaus
Was musst du wissen? Das Kramerzunfthaus gehört zu den bedeutendsten Gebäuden in Memmingen. Hier wurden 1525 die Zwölf Artikel verabschiedet. Sie gelten als eine der frühesten Forderungen nach Freiheits- und Menschenrechten in Europa. Das Gebäude kannst du normalerweise nur von außen besichtigen. Die historische Zunftstube ist aber im Rahmen spezieller Stadtführungen zugänglich.
Warum lohnt es sich? Von außen wirkt das Kramerzunfthaus erst einmal wie ein schönes historisches Gebäude. Wenn du aber weißt, was hier passiert ist, bekommt der Ort plötzlich eine ganz andere Bedeutung.
Unser Tipp: Nur wenige Meter entfernt steht der Freiheitsbrunnen (unsere #7). Schau dir beide Sehenswürdigkeiten hintereinander an und lies dir weiter unten unseren Abschnitt über die Freiheitsrechte durch. Dann ergibt die Geschichte dahinter noch viel mehr Sinn.
Siebendächerhaus

Was musst du wissen? Das Siebendächerhaus im Zentrum verdankt seinen Namen den sieben hintereinander angeordneten Dachflächen, die sofort ins Auge fallen. Das Gebäude stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde ursprünglich von Gerbern genutzt. Die vielen Dachöffnungen sorgten dafür, dass die Tierhäute nach dem Gerben gut trocknen konnten.
Warum lohnt es sich? So ein Haus haben wir vorher wirklich noch nie gesehen. Die besondere Dachkonstruktion macht das Siebendächerhaus zu einem echten Hingucker und zeigt gleichzeitig, welche Bedeutung das Gerberhandwerk früher für Memmingen hatte.
Historischer Fakt: Das Siebendächerhaus wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Beim Wiederaufbau wurde aber darauf geachtet, das markante Dach möglichst originalgetreu nachzubauen.
Hexenturm
Was musst du wissen? Der Hexenturm stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist einer der ältesten erhaltenen Türme Memmingens. Früher diente er als Gefängnisturm, heute ist er einer der beliebtesten Fotospots in Memmingen.
Warum lohnt es sich? Auch wenn du den Turm nicht betreten kannst, fanden wir ihn richtig spannend. Vor Ort wird einem bewusst, wie alt Memmingen eigentlich ist. Und das kleine, krumme Häuschen am Turm versprüht nochmal seinen ganz eigenen Charme. Super schön anzusehen.
Freiheitsbrunnen

Was musst du wissen? Der Freiheitsbrunnen steht am Weinmarkt und erinnert an die Zwölf Artikel von 1525. Ein klassischer Brunnen ist er allerdings nicht. Statt eines Wasserbeckens erwartet dich eine moderne Skulptur aus zwölf Bronzetafeln, die für die Zwölf Artikel stehen. Aus der Stele steigt feiner Wassernebel – dieser erinnert daran, dass Wasser die Grundlage allen Lebens ist und Freiheit genauso flüchtig wie Dampf in der Sonne.
Warum lohnt es sich? Uns hat besonders gefallen, dass Memmingen das Thema Freiheitsrechte nicht nur in seiner Geschichte bewahrt, sondern auch heute noch sichtbar macht. Der Freiheitsbrunnen steht mitten in der Fußgängerzone und zeigt, wie wichtig dieses Kapitel der Stadt bis heute ist.
Weinmarkt

Was musst du wissen? Der Weinmarkt gehört zu den schönsten Plätzen der Altstadt. Früher wurde hier tatsächlich Wein gehandelt – daher stammt der Name. Heute findest du rund um den Platz historische Zunfthäuser, Restaurants und Cafés. Das Kramerzunfthaus und der Freiheitsbrunnen liegen auch direkt am Weinmarkt.
Warum lohnt es sich? Der Weinmarkt wirkt auf uns noch etwas gemütlicher als der Marktplatz. Hier kannst du entspannt draußen sitzen, durch die historischen Gassen schlendern und ganz nebenbei einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Memmingens entdecken.
Unser Tipp: Schau nicht nur tagsüber vorbei. Wir waren auch am Abend hier und konnten dabei beobachten, wie sich die Störche auf den umliegenden Dächern für die Nacht eingerichtet haben. Das war tatsächlich eines unserer kleinen Highlights in Memmingen.
Türme & Tore der Altstadt
Was musst du wissen? Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind in Memmingen bis heute mehrere Türme und Stadttore erhalten. Beim Spaziergang durch die Altstadt begegnest du ihnen immer wieder – mal mitten zwischen den Häusern, mal direkt an der ehemaligen Stadtmauer.
Warum lohnt es sich? Die Türme und Tore machen den historischen Charakter Memmingens aus. Uns hat gefallen, dass sie nicht einfach nur einzelne Sehenswürdigkeiten sind, sondern sich ganz selbstverständlich ins Stadtbild einfügen. So fühlt sich ein Spaziergang durch die Altstadt fast wie eine kleine Zeitreise an.
Kreuzherrnsaal
Was musst du wissen? Der Kreuzherrnsaal war früher der Kirchenraum des Heilig-Geist-Klosters und gehört heute zu den schönsten historischen Gebäuden Memmingens. Besonders beeindruckend sind die barocke Stuckdecke und die kunstvollen Deckenfresken. Hier finden auch regelmäßig Konzerte, Ausstellungen und Veranstaltungen statt.
Warum lohnt es sich? Wir hätten von außen niemals erwartet, wie beeindruckend der Saal innen aussieht. Wenn du historische Architektur magst, solltest du unbedingt einen Blick hineinwerfen.
Unser Tipp: Im selben Gebäude gibt es ein kleines Café. Perfekt für eine kurze Pause nach dem Altstadtbummel.
Stadtmuseum Memmingen
- Eintritt: kostenlos
Was musst du wissen? Das Stadtmuseum liegt neben dem Martinsturm, im sogenannten Hermansbau. Das Stadtpalais wurde 1766 vom Memminger Kaufmann Benedikt von Herman erbaut und erinnert mit seiner barocken Architektur an einen italienischen Palazzo. Hier erfährst du alles über die Geschichte Memmingens – von den Zwölf Artikeln über das Barock bis hin zur NS-Zeit in Memmingen. Der Eintritt ist kostenlos.
Warum lohnt es sich? Wenn du nach dem Altstadtbummel noch tiefer in die Geschichte Memmingens eintauchen möchtest, bist du hier genau richtig. Uns hat besonders gefallen, dass das Museum nicht einfach Exponate zeigt, sondern die Geschichte der Stadt richtig lebendig erzählt.
Schon gehört? Um den Hermansbau rankt sich eine spannende Erzählung. Angeblich ließ Benedikt von Herman das Gebäude für seinen Sohn errichten. Weil viele Memminger den aufwendigen Bau kritisch sahen und der Sohn noch während der Bauzeit starb, entstanden die wildesten Gerüchte. Ob an der Geschichte etwas dran ist, weiß heute niemand mehr.
Einhorn-Apotheke

Was musst du wissen? Die Einhorn-Apotheke in Memmingen ist eine der ältesten Apotheken Deutschlands. Das Gebäude stammt aus dem 15. Jahrhundert. Seit 2020 befindet sich im Erdgeschoss allerdings keine Apotheke mehr, sondern ein Zigarrenhaus. Trotzdem sind viele historische Elemente erhalten geblieben und machen das Haus echt sehenswert.
Warum lohnt es sich? Von außen ist die Einhorn-Apotheke schon ein tolles Fotomotiv. Spannend ist es aber auch im Inneren. Dort ist nämlich die barocke Apothekeneinrichtung nach Restaurierungsarbeiten wieder vollständig zu sehen.
Kirche Unser Frauen

Was musst du wissen? Die Kirche Unser Frauen liegt in der Memminger Altstadt und gehört zu den ältesten evangelischen Kirchen in Bayern. Bekannt ist sie für ihre spätgotischen Wandmalereien und das berühmte Einhorn-Fresko im Inneren.
Warum lohnt es sich? Die Kirche ist schon von außen hübsch anzusehen und die Grünfläche vor der Kirche wird im Sommer wie ein kleiner Park genutzt. Ist die Kirche geöffnet, solltest du einen Blick hineinwerfen und die Malereien anschauen. Achte allerdings auf die Öffnungszeiten.
Schon gewusst? Vor der Kirche steht ein Einhorn-Brunnen. Er ist eine Anspielung auf das Einhorn-Fresko im Inneren der Kirche. Das Einhorn symbolisiert Reinheit und ist eng mit der Darstellung der Jungfrau Maria verbunden.
Unsere Memmingen Geheimtipps
In Memmingen gibt es nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten. Wenn du mehr Zeit mitbringst oder die Stadt noch besser kennenlernen möchtest, schau dir auch die Spots an, die nicht jeder auf dem Schirm hat.
Stadtkater Chicco

Direkt am Stadtbach am Schrannenplatz sitzt Stadtkater Chicco. Das ist eine lebensgroße Bronzefigur, die an einen echten Kater erinnert.
Chicco war viele Jahre lang der wohl bekannteste Einwohner Memmingens. Der Birma-Kater streifte täglich durch die Altstadt, schlief mal im Zigarrenladen, mal auf einer Cafébank und wurde von den Memmingern ins Herz geschlossen. Nach seinem Tod im Jahr 2023 widmete ihm die Stadt diese Bronzeskulptur.
Bulle und Bär

Auf dem Manghausplatz stehen zwei weitere Bronzefiguren: Bulle und Bär. Geschaffen wurden sie vom Memminger Künstler Helmut Ackermann. Die Figuren sind ausdrücklich zum Anfassen und Draufsitzen gedacht und deshalb vor allem bei Kindern super beliebt.
Salzgrotte Memmingen
Die Salzgrotte ist einer unserer liebsten Geheimtipps in Memmingen, denn das Konzept kennen wir so aus keiner anderen Stadt.
Sie ist eine Art kleines Spa, dessen Wände und Böden mit rund 15 Tonnen Himalaya- und Totes-Meer-Salz ausgekleidet sind. Dadurch entsteht ein besonderes Mikroklima, das an die Luft in einem Salzbergwerk oder am Meer erinnert. Zwei Stunden in der Salzgrotte sind wie zwei Tage am Meer, wurde uns erklärt.
Während einer 45-minütigen Sitzung liegst du gemütlich auf einer Liege, hörst leise Entspannungsmusik und atmest die salzige Luft ein – ideal zum Stress abbauen, für Asthmatiker und Allergiker. Wir haben es selbst ausprobiert und konnten hier unglaublich gut runterfahren.
Nach der Sitzung kannst du im gemütlichen Café der Salzgrotte noch lecker frühstücken oder Kaffee trinken. Und jetzt noch ein Geheimtipp im Geheimtipp: Ins Café kommst du auch, ohne die Salzgrotte zu besuchen – lieben wir!
Hier findest du alle Infos zur Salzgrotte
MEWO Kunsthalle
- Eintritt: kostenlos
Wenn du neben den vielen historischen Sehenswürdigkeiten auch Lust auf moderne Kunst hast, solltest du dir die MEWO Kunsthalle anschauen. Die wird nämlich häufig übersehen. Du findest sie in der ehemaligen königlich-bayerischen Post neben dem Bahnhof.
Die Ausstellung umfasst zeitgenössische Kunst sowie Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.
Wir waren selbst dort und fanden die Kunsthalle wirklich gelungen. Sie ist modern gemacht und bildet einen schönen Kontrast zur historischen Altstadt. Gerade wenn das Wetter einmal nicht mitspielt oder du einfach gerne Museen anschaust, lohnt sich ein Besuch. Die Kunsthalle ist auch nicht allzu groß und lässt sich super als kleiner Zwischenstopp einbauen.
Stadtpark Neue Welt

Nur 15 Gehminuten von der Altstadt entfernt liegt der Stadtpark Neue Welt. Auf den großen Wiesen, rund um den Teich und entlang der Wege kannst du wunderbar spazieren gehen, joggen oder einfach eine Pause im Grünen einlegen.
Wir waren morgens vor unserem Stadtbummel eine Runde hier joggen und fanden den Park richtig schön. Gerade wenn du über Nacht in Memmingen bleibst oder vor der Heimreise noch etwas Zeit hast, ist die Neue Welt ein toller Ort, um den Tag entspannt zu beginnen oder ausklingen zu lassen.
Stadtführungen in Memmingen
Memmingen kannst du wunderbar auf eigene Faust erkunden. Wenn du aber noch tiefer in die Geschichte der Stadt eintauchen möchtest, lohnt sich eine Stadtführung. Das sind unsere Favoriten:
Lauschtour

Die Lauschtour ist für uns der perfekte Einstieg in Memmingen. Den kostenlosen Audioguide lädst du einfach auf dein Smartphone und erkundest die Stadt anschließend ganz in deinem eigenen Tempo.
Die Tour führt dich zu den wichtigsten Highlights und erzählt unterwegs viele spannende Geschichten.
Besonders gut gefallen haben uns die kleinen Soundeffekte zwischendurch. Mal hörst du Pferdehufe, mal Stimmengewirr oder andere Geräusche, sodass du dich fast fühlst, als wärst du gerade im historischen Memmingen unterwegs.
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Lost-Places-Tour
Voraussichtlich ab Herbst 2026 verfügbar
Wenn du Geschichte einmal ganz anders erleben möchtest, solltest du dir diese Tour nicht entgehen lassen. Wir durften sie schon testen, bevor sie offiziell angeboten wurde, und waren begeistert.
Während der Führung betrittst du Orte, die normalerweise für Besucher verschlossen bleiben. Du schaust dir den historischen Einlass (Stadttor) von innen an an, wirfst einen Blick in alte Türme und entdeckst Bereiche des Stadtmuseums, die sonst nicht zugänglich sind.
Besonders beeindruckt haben uns die alten Keller, Pferdeställe und jahrhundertealten Mauern. An manchen Stellen stehst du einfach nur da, legst die Hand auf die Wand und denkst dir: Wie viele Menschen haben diesen Ort wohl schon vor mir betreten?
Und das Beste: Du kannst wirklich alles fragen. Egal ob du dich für die Geschichte Memmingens, die Bauwerke, Hinrichtungen oder Geistergeschichten interessierst. Die Guides nehmen sich Zeit und beantworten jede Frage mit Begeisterung. Für uns war das eines der besten Erlebnisse unseres Aufenthalts.
Krimi-Stadtführung: Der Mordfall Brandmüller

True-Crime-Fans kommen bei dieser Krimi-Stadtführung voll auf ihre Kosten. Die Tour erzählt die wahre Geschichte der Memmingerin Ursula Brandmüller, die im 19. Jahrhundert ihren Ehemann mit Arsen vergiftete.
Du gehst den damaligen Ermittlungen auf den Grund, besuchst die Originalschauplätze und erfährst, wie einer der bekanntesten Kriminalfälle der Stadt aufgeklärt wurde. Spannend, unterhaltsam und mal etwas ganz anderes.
Bauchweh, Zahnweh, Zipperlein

Wie haben die Menschen früher Krankheiten behandelt, so ganz ohne moderne Medizin? Genau darum geht es bei dieser Führung.
Du erfährst, welche Hausmittel, Heilkräuter und teils kuriosen Behandlungsmethoden früher zum Einsatz kamen und bekommst dabei einen spannenden Einblick in den Alltag der Memminger vor mehreren Jahrhunderten.
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Restaurant- & Cafétipps in Memmingen
Sightseeing macht hungrig. Gut, dass es in Memmingen viel leckeres Essen gibt. Von klassisch schwäbischer Hausmannskost über bayerische Spezialitäten bis hin zu richtig gutem Kaffee bekommst du hier alles.
- Zur blauen Traube: Traditionelle schwäbische Küche mitten in der Altstadt. Wir haben dort Maultaschen und Obazda gegessen. Beides war richtig lecker und perfekt für die Mittagspause. (Bei Google Maps)
- Joesepp’s Brauhaus: Unser Tipp fürs Abendessen. Das historische Brauhaus hat ein richtig schönes Ambiente und das Wiener Schnitzel mit Pommes oder Käsespätzle können wir absolut empfehlen. (Bei Google Maps)
- Dolcier Pâtisserie & Gelato: Die beliebteste Eisdiele in ganz Bayern. Ehrlich! Neben den Klassikern gibt es hier viele außergewöhnliche Eissorten, die du unbedingt probieren solltest. (Bei Google Maps)
- Urban Flair Café & Hotel: Perfekt für eine kleine Kaffeepause zwischendurch. Besonders den Iced Coffee können wir an warmen Tagen empfehlen. (Bei Google Maps)
Darum ist Memmingen die Stadt der Freiheitsrechte
Memmingen ist heute eine gemütliche historische Altstadt. Dass hier vor rund 500 Jahren ein Stück europäische Geschichte geschrieben wurde, die immer noch Bedeutung hat, vermuten die wenigsten. Aber genau das ist passiert.
Anfang des 16. Jahrhunderts hatten viele Bauern ein schweres Leben. Sie mussten hohe Abgaben zahlen, hatten kaum Mitspracherecht und waren ihren Grundherren oft schutzlos ausgeliefert. Irgendwann war das Maß voll.
1525 trafen sich deshalb Vertreter der oberschwäbischen Bauern im Kramerzunfthaus in Memmingen. Sie wollten ihre Situation nicht länger hinnehmen und formulierten ihre Forderungen nach mehr Freiheit, einer gerechteren Behandlung und Schutz vor Willkür.
Der Memminger Bürger Sebastian Lotzer brachte diese schließlich in den berühmten Zwölf Artikeln zu Papier. Heute gelten die Zwölf Artikel als eine der ersten schriftlichen Forderungen nach Freiheits- und Menschenrechten in Europa.
Schon verrückt, oder? Was heute für uns selbstverständlich wirkt, wurde ausgerechnet hier in einer kleinen Stadt im Allgäu aufgeschrieben und erkämpft.
Genau deshalb trägt Memmingen heute den Titel „Stadt der Freiheitsrechte“. Und das Thema begegnet dir beim Stadtbummel immer wieder – zum Beispiel am Kramerzunfthaus, am Freiheitsbrunnen oder im Stadtmuseum.