Kurz und knackig
- Montenegro ist eines der schönsten Reiseziele in Osteuropa und super vielfältig. Suchst du noch die besten Reisetipps für Montenegro, um deine Reise zu planen? Dann bist du hier genau richtig.
- Wir empfehlen dir etwa 10 Tage für Montenegro. Im Mai, Juni und September hast du die besten Chancen auf gutes Wetter und wenige Touristen.
- Such dir eine Unterkunft an der Küste – z. B. das Hotel Villa Gracia in Budva – und eine im Inland – z. B. View of Durmitor im Durmitor Nationalpark. Montenegro ist klein und du kannst von den beiden Unterkünften aus alles entdecken.
- Alles, was du sonst noch über Montenegro wissen musst, findest du weiter unten.
Montenegro Reisetipps auf einen Blick
- Lage: in Osteuropa zwischen Kroatien und Albanien
- Beste Reisezeit: Mai, Juni und September
- Anreise und Einreise: bis zu 90 Tage visumfrei, mit Ausweis oder Reisepass
- Fortbewegung: am besten mit einem Mietwagen/dem eigenen Auto
- Kosten: etwa 10-20 Prozent günstiger als westeuropäische Länder
- Sicherheit: sicheres Reiseland, auch für alleinreisende Frauen
- Sehenswürdigkeiten: Kotor und die Bucht von Kotor, Altstädte, Lovćen Nationalpark, Durmitor Nationalpark, Skadar-See, Sveti Stefan, Tara-Schlucht, Blaue Grotte, Porto Montenegro und Kloster Ostrog
Beste Reisezeit für Montenegro
Wir empfehlen dir, im Mai, Juni oder September nach Montenegro zu reisen. Dann kannst du dich auf angenehme Temperaturen zum Sightseeing, Baden und Wandern freuen. Es ist nicht zu heiß, aber auch nicht mehr kalt. Außerdem sind in diesen Monaten weniger Touristen unterwegs als in der Hochsaison.
Juli und August gehen zwar auch als Reisezeit für Montenegro, aber dann ist es super warm und vor allem an der Küste sehr voll.
Die Monate April und Oktober sind eine gute Übergangszeit – besonders, wenn du zum Sightseeing in Montenegro bist. Zum Skifahren empfehlen wir dir die Wintermonate Dezember bis Februar.

Anreise und Einreise nach Montenegro
Die meisten Touristen fliegen direkt nach Montenegro. Von Deutschland gibt es Direktflüge nach Tivat an der Küste und in die Hauptstadt Podgorica am Skadar-See.
Wir empfehlen dir, nach Tivat zu fliegen. Dann kommst du direkt an der Küste an und kannst innerhalb von knapp einer Stunde nach Budva fahren – dem besten Ausgangspunkt für Ausflüge und dem ersten Stopp auf unserer Rundreise durch Montenegro.
Nach Tivat gibt es Direktflüge ab München, Frankfurt, Berlin, Stuttgart und Düsseldorf. Flüge kannst du am besten auf Skyscanner vergleichen.
Flüge nach Montenegro auf Skyscanner vergleichen
Du kannst Montenegro aber auch gut mit einer Rundreise durch die Balkanstaaten verbinden und über die Landesgrenze nach Montenegro kommen. Du kannst zum Beispiel nach Tirana in Albanien oder Dubrovnik in Kroatien fliegen und von dort nach Montenegro reisen. Von beiden Städten bist du nur 1-2 Stunden nach Montenegro unterwegs.
Rechne für die Grenze aber vorsichtshalber 1-1,5 Stunden Wartezeit ein. Vor allem in der Hochsaison ist hier einiges los. An der Grenze werden dein Ausweis bzw. Reisepass und die Fahrzeugpapiere kontrolliert. Du kannst 90 Tage visumfrei einreisen.

Fortbewegung in Montenegro
Am besten kommst du mit einem Mietwagen in Montenegro zurecht. Du bist flexibel und kommst auch an Orte, an die du mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Touren nicht kommst.
Nimm lieber einen kleineren Wagen als einen größeren. In Montenegro gibt es viele enge Straßen. Und achte darauf, dass er Vollkasko hat, weil ein paar Straßen auch eher Schotterpisten sind als richtige Straßen. Du brauchst in Montenegro keinen internationalen Führerschein.
Wenn du nicht mit dem Mietwagen fahren willst, kommst du mit dem Bus gut von A nach B. Du kannst die Bustickets spontan am Schalter am Busbahnhof oder im Bus kaufen. Für Tickets im Bus solltest du Bargeld dabeihaben.

Unterkünfte in Montenegro
In Montenegro wächst der Tourismus erst so richtig seit 2010. Deswegen ist das Unterkunftsangebot noch nicht so ausgebaut wie in Italien oder Spanien.
Du findest vor allem Ferienwohnungen, aber auch einige Hotels. Es gibt auch viele Campingplätze, vor allem in den Bergregionen und am Skadar-See. Wildcampen ist zwar offiziell verboten, wird aber außerhalb der Nationalparks von Montenegro in der Regel toleriert.
Behalte im Hinterkopf, dass du Ferienwohnungen, kleine Hotels und Campingplätze meistens vor Ort in bar zahlen musst. Dazu erzählen wir dir im nächsten Abschnitt noch mehr.
Für deine Rundreise in Montenegro empfehlen wir dir eine Unterkunft an der Küste (am besten in Budva) und eine im Inland. Von Budva aus kannst du super alle Sehenswürdigkeiten an der Küste besuchen. Hier findest du unseren Budva Guide. Für die Highlights im Inland suchst du dir am besten eine Unterkunft beim Durmitor Nationalpark.
Montenegro ist nicht groß. Zwei Unterkünfte reichen, um das Land mit Tagesausflügen zu erkunden.
Unser Hoteltipp in Budva: Hotel Villa Gracia – ein modernes Hotel mit top Lage für Ausflüge
Unser Hoteltipp beim Durmitor Nationalpark: Forma Lux Žabljak – süße Apartments beim Durmitor Nationalpark
Reisekosten für Montenegro
Montenegro gilt generell als günstiges Reiseland. Teilweise stimmt das auch, aber in manchen Preisen passt sich Montenegro langsam an westeuropäische Standards an.
Unterkünfte sind etwa 10-20 Prozent günstiger als in Westeuropa. Eine Nacht in einer Ferienwohnung in der Hochsaison kostet etwa 50-70 Euro. Für ein Doppelzimmer im Hotel zahlst du in der Regel zwischen 100 und 150 Euro.
Gerichte in Restaurants sind etwa 1-3 Euro günstiger als in Deutschland und die Aktivitäten in Montenegro kosten meistens so viel, wie du auch in Deutschland zahlen würdest.
Dafür sind Mietwägen in Montenegro sehr günstig. Wenn du 2-3 Monate im Voraus buchst, bekommst du einen Kleinwagen für eine Woche für 100-150 Euro. Für Benzin musst du auch nicht viel zahlen. Bei unserer Reise im Juli 2025 hat Benzin an jeder Tankstelle 1,45 Euro gekostet.
Direktflüge nach Montenegro gibt’s in der Hochsaison ab etwa 150 bis 200 Euro.
Wie bezahlst du in Montenegro?
In Montenegro bezahlst du mit dem Euro.
In den meisten Restaurants, Supermärkten und an Ticketschaltern kannst du mit Karte zahlen. Einer unserer Tipps für deinen Urlaub in Montenegro: Hol dir dafür eine kostenlose Reisekreditkarte.
In kleinen Läden, Ferienwohnungen, Pensionen und kleinen Hotels zahlst du meistens vor Ort in bar. Vor allem für deine Unterkünfte solltest du das miteinplanen – selbst wenn du über booking buchst. In großen Hotels kannst du in der Regel über booking zahlen.
Es gibt einige Bankautomaten zum Geldabheben in Montenegro. Du zahlst aber immer eine Gebühr von etwa 5-6 Euro. Bei Automaten der Universal Capital Bank soll es keine Gebühren kosten. Wir haben allerdings nie dort abgehoben, weil es davon nur sehr wenige Automaten in Montenegro gibt. Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen, falls du dort abgehoben hast.
Sicherheit in Montenegro
Montenegro ist ein sicheres Reiseland. Wir waren zu zweit als Frauen unterwegs und haben uns überall sicher gefühlt.
Auf Taschendiebe musst du in touristischen Regionen natürlich immer aufpassen. Aber wir haben nichts von einem Taschendiebstahl mitbekommen.
Die größte Gefahr für Touristen ist tatsächlich der Straßenverkehr. Montenegrinische Fahrer sind teilweise unberechenbar und schnell unterwegs. Es waren aber alle Straßen gut machbar – auch die engen und kurvigen.
Verständigung in Montenegro
Die Amtssprache in Montenegro ist Montenegrinisch. Die Sprache ist sehr stark verwandt mit Serbisch, Bosnisch und Kroatisch. Meistens sind die Sprachen sogar identisch.
Die meisten Einheimischen sprechen aber auch gut Englisch. Einige können sogar ein paar Sätze Deutsch.
Essen und Trinken in Montenegro
In Montenegro wird sehr viel Fleisch und Fisch gegessen. Es gibt aber auch immer vegetarische Alternativen. Die Küche ist typisch balkanisch. Es gibt aber auch viel Pizza und Pasta, weil Montenegro so nah an Italien liegt.
Das sind einige der beliebtesten montenegrinischen Gerichte:
- Ćevapi/Ćevapčići: gegrillte Hackfleischröllchen in verschiedenen Variationen (meistens mit Zwiebeln und Fladenbrot) serviert
- Pljeskavica: würziges Hacksteak, oft mit Zwiebeln, Ajvar und Fladenbrot
- Burek: Teigtasche mit Hackfleisch, Käse, Spinat oder Kartoffeln gefüllt
- Sarma: Hackfleisch und Reis in Kohl- oder Weinblätter eingerollt
- Pastrmka: gegrillte Forelle
- Crni Rižot: schwarzes Risotto mit Tintenfisch und Meeresfrüchten
- Kačamak: herzhafter Maisbrei mit Kartoffeln, Butter und Kajmak (Frischkäse)
- Palačinke: dünne Pfannkuchen, süß oder herzhaft gefüllt

Kannst du Leitungswasser in Montenegro trinken?
Ja. In den meisten Regionen – vor allem in den touristischen – ist das Leitungswasser trinkbar, weil es Quellwasser aus den Bergen ist. Das gilt für Hotels, Ferienwohnungen und Restaurants.
Du solltest allerdings etwas aufpassen, wenn du in ländlichen Regionen unterwegs bist oder es stark geregnet hat.
Internet, SIM-Karte und Steckdosen in Montenegro
In den meisten Unterkünften gibt es Wlan. Das hat bei uns aber meistens nicht wirklich gut funktioniert und unsere Handys oft aus dem Internet geschmissen. Deswegen waren wir sehr froh über unsere Reise-eSIM.
Wir haben unsere eSIM bei der montenegrinischen Telekom gekauft und waren zufrieden mit der Internetverbindung. Du findest sie auf der offiziellen Website. Die eSIM ist super günstig. Du bekommst für 15 Euro 500 GB für 15 Tagen und hast zusätzlich noch 9 GB in anderen Balkanstaaten frei.
Für 20 Euro bekommst du sogar 1 TB für 30 Tage und 11 GB in anderen Balkanstaaten.
Die SIM-Karte gibt es auch als klassische SIM-Karte in den meisten Supermärkten oder direkt an der Grenze bzw. dem Flughafen zu kaufen. Wir empfehlen dir aber die eSIM. Das ist entspannter und du kannst sie dir schon vor deiner Reise kaufen.
Mit Steckdosen wirst du in Montenegro keine Probleme haben. Deutsche Stecker passen in alle montenegrinischen Steckdosen.