Neapel Sehenswürdigkeiten: Das musst du in Neapel gesehen haben

In Neapel gibt es unglaublich viel zu sehen und zu erleben: eine wuselige Altstadt, einen schlafenden Vulkan, lustige Kuriositäten und zeitlose Bauwerke. In diesem Artikel erfährst du, welche Sehenswürdigkeiten in Neapel du auf keinen Fall verpassen solltest.

Neapel ist eine ganz besondere Stadt.

Die Metropole am Fuße des Vesuvs ist laut, verdreckt, an vielen Stellen etwas heruntergekommen und extrem chaotisch.

Aber Neapel ist auch kunterbunt, reich an Kultur und unglaublich lebendig.

Wenn du zum ersten Mal nach Neapel fliegst, solltest du also am besten alle Vorstellungen, die du von einer idealen Stadt haben könntest, über Bord werfen.

Neapel ist keineswegs ideal, aber wenn du der Stadt mit Offenheit begegnest, wirst du eine tolle Zeit haben.

Neapel hat unglaublich viele Sehenswürdigkeiten. In der Stadt gibt es prachtvolle Bauwerke, uralte Ausgrabungsstätten, unterirdische Tunnel und wundervolle Aussichtspunkte.

Aber nicht nur das: In Neapel herrscht eine so aufgeladene Atmosphäre, die einfach schwer zu beschreiben ist. Man muss Neapel einfach mal erlebt haben.

In diesem Artikel beschreibe ich dir die Highlights der Stadt, die du auf keinen Fall verpassen solltest. Für praktische Reisetipps zu Neapel, wie z. B. Unterkünfte und Verkehrsmittel, schau dir gerne auch unseren anderen Artikel an:

Neapel Reisetipps: Alles, was du vor deiner Städtereise wissen musst.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf einer Karte

Neapel hat circa 1 Million Einwohner und ist damit die größte Stadt Süditaliens. Viele Sehenswürdigkeiten liegen in der historischen Altstadt, aber einige liegen auch in den umliegenden Vierteln.

Damit du eine ungefähre Übersicht über die Verteilung bekommst, haben wir hier alle wichtigen Sehenswürdigkeiten von Neapel in einer Karte eingezeichnet.

Weiter unten im Artikel bekommst du alle wichtigen Infos zu jeder der eingezeichneten Sehenswürdigkeiten.

Du kannst die Karte auch als PDF herunterladen und bei dir speichern oder ausdrucken.

Neapel Sehenswürdigkeiten Karte als PDF herunterladen.

Neapel Sehenswürdigkeiten Karte
Alle Sehenswürdigkeiten übersichtlich auf einer Karte.

Top Neapel Sehenswürdigkeiten: Das sind die Highlights

Neapel ist relativ groß und es gibt wirklich sehr viel zu sehen. Je nachdem wie lange du in der Stadt bleibst, kannst du unterschiedlich viele Sehenswürdigkeiten besichtigen.

Ich habe das wie folgt eingeteilt: Alle Sehenswürdigkeiten, die du an einem Wochenende schaffst und alle Sehenswürdigkeiten, die du dazu nehmen solltest, wenn du länger bleibst.

Neapel an einem Wochenende: Diese Sehenswürdigkeiten darfst du nicht verpassen

Ok, ein Wochenende ist schon ziemlich wenig für Neapel und du solltest definitiv versuchen, einige Tage länger zu bleiben! Aber manchmal geht es halt nicht anders und man muss das Beste draus machen, richtig?

Diese Sehenswürdigkeiten sind also die absoluten Highlights von Neapel, die zu einer Besichtigung einfach dazu gehören:

  • Die Spaccanapoli
  • Piazza Plebiscito
  • Die Krippenstraße
  • Napoli Unterwelten
  • Chiostro Santa Chiara
  • Die Burg Castel Nuovo
  • Cappella Sansevero
  • Castel Sant’Elmo
  • Metrostation Toledo

Diese schaffst du gut an zwei vollen Tagen in Neapel, da sich fast alle in der Altstadt befinden.

Sehenswürdigkeiten für alle, die mehr Zeit haben

Eine gute Zeitspanne für einen Aufenthalt in Neapel ist vier bis fünf Tage.

Neapel hat nämlich nicht nur in der Stadt viel zu bieten, sondern auch außerhalb.

Diese Sehenswürdigkeiten musst du in und um Neapel unbedingt besichtigen, wenn du länger bleibst:

  • Das Archäologische Nationalmuseum Neapel
  • Die San Gennaro Katakomben
  • Die Galleria Borbonica
  • Der Vesuv
  • Das antike Pompeji

Die Spaccanapoli

Spaccanapoli ist die berühmteste Straße in Neapel. Wörtlich übersetzt bedeutet der Name “Neapel-Spalter“ und wenn du die Straße von den umliegenden Hügeln aus betrachtest, verstehst du auch wieso.

Die Straße teilt die Altstadt von Neapel schnurgerade in zwei Teile und führt in der Nähe von vielen Sehenswürdigkeiten vorbei. Ein Bummel über die Spaccanapoli ist also der ideale Ausgangspunkt für deine Erkundungstour der Stadt.

Erwarte aber auf keinen Fall einen entspannten Stadtspaziergang. Auf der Spaccanapoli ist es laut, eng und immer brechend voll. Sowohl Touristen, als auch die waschechten Neapolitaner schieben sich zu jeder Tages- und Nachtzeit durch die schmale Straße.

Lass dir für deinen Spaziergang entlang der Spaccanapoli unbedingt Zeit, denn es gibt sehr viel zu sehen.

Neben zahllosen Kirchen aus verschiedenen Epochen, reiht sich hier ein Geschäft ans andere. Es gibt Modeboutiquen, Souvenirläden, Streetfood-Stände, Bars und Restaurants und einige Kuriositäten.

Zum Beispiel befindet sich entlang der Straße ein Altar zu Ehren von Diego Maradona, der ehemalige Fußballspieler des SSC Neapel. Ja, Fußball ist in Neapel mindestens so wichtig wie die Kirche und Maradona ist für die Einheimischen so etwas wie ein Heiliger.

Außerdem gibt es entlang der Spaccanapoli auch ein echtes Puppenkrankenhaus mitsamt Aushängeschild „Rettungsdienst“ aus dem Jahre 1840. So lange werden hier schon Puppen jeder Größe liebevoll wieder zusammengeflickt.

Achtung: Genauso wie die Fußgänger, schlängeln sich auch halsbrecherische Rollerfahrer durch die Straße.

Übrigens: Die Spaccanapoli heißt nur im Volksmund so und besteht in Wirklichkeit aus mehreren nacheinander kommenden Straßen. Falls du sie auf der Karte suchst, solltest du nach der Via Benedetto Croce oder Via Vicaria Vecchia suchen.

Die Krippenstraße

Und hier kommt schon eine weitere Sehenswürdigkeit, die von der Spaccanapoli abgeht: Die Via San Gregorio Armeno, oder auch die Krippenstraße. Diese enge Gasse ist für die vielen Krippenbauer berühmt, die hier Weihnachtskrippen in allen Größen und Formen schnitzen und verkaufen.

Die Neapolitaner stellen sich nämlich Weihnachten nicht nur die typischen Krippenfiguren ins Wohnzimmer, sondern bauen sich ein regelrechtes Dorf mit allen möglichen Persönlichkeiten aus Fernsehen & Co.

Mit dabei sind zum Beispiel Angela Merkel, Rambo, Donald Trump oder auch der eine oder andere Papst, aber auch ganz normale Alltagsfiguren, wie Pizzabäcker oder Friseure.

Die Figuren sind nicht einmal besonders teuer und eignen sich super als Mitbringsel aus Neapel. Die Krippenstraße ist einfach einzigartig und ein Teil von Neapels Folklore. Muss man gesehen haben!

Krippenstraße
Die Via San Gregorio Armeno ist auch als Krippenstraße Neapels bekannt

Die Statuen in der Cappella Sansevero

Mitten in Neapels Altstadt steht diese von außen ziemlich unscheinbare Kapelle, die aber eine der Hauptattraktionen der Stadt ist.

In der Kapelle befinden sich einige der berühmtesten Skulpturen überhaupt, unter anderem die etwas unheimliche, aber sehr sehenswerte Statue „Der Verhüllte Christus“. Allein für diese Statue lohnt sich der Besuch der Kapelle.

Überhaupt hat die ganze Kapelle einen sehr esoterischen Touch, mit zahlreichen Symbolen der Freimaurer und die für eine Kirche eher ungewöhnlichen Statuen.

Die Kapelle ist recht klein, aber eben sehr berühmt und vor allem im Sommer kann es zu langen Warteschlangen kommen. Es lohnt sich also das Ticket online zu reservieren.

8 Euro kostet das Ticket vor Ort, online gibt es einen Aufpreis von 2 Euro. Wenn du zwischen 18 und 25 Jahre alt bist, kostet es nur 5 Euro.

Zum Online Ticket für die Cappella Sansevero ohne Warteschlange

Mein Tipp: Wenn du die 2 Euro Servicegebühren für das Online-Ticket sparen willst, solltest du im Sommer einfach schon um 9 Uhr zur Öffnung am Ticketschalter sein. Mit etwas Glück sind dann nur wenig Besucher da und es gibt keine Wartezeit.

In der Nebensaison, also von Oktober bis März, ist das Online Ticket eigentlich nicht nötig.

Infos
Öffnungszeiten

Täglich von 9:00 bis 19:00 Uhr
Dienstag geschlossen

Eintritt

Vor Ort: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro
Online: Zusätzliche Gebühr von 2 Euro

Innenansicht der Cappella Sansevero in Neapel
Die wunderschöne Kapelle von innen (Foto: Marco Ghidelli © Archivio Museo Cappella Sansevero)
Gesicht der Statue Verhüllte Christus
Der Verhüllte Christus ist eine der berühmtesten Statuen der Welt (Foto: Marco Ghidelli © Archivio Museo Cappella Sansevero)

Piazza Plebiscito

Ganz im Süden der Altstadt, in der Nähe des Hafens, befindet sich dieser riesige und wahrscheinlich bekannteste der Stadt. Der Platz ist mit seinen 25.000 Quadratmetern einer der größten Plätze Italiens und der größte in Neapel.

Im Halbkreis um den Platz befindet sich ein langer Säulengang sowie die Kirche San Francesco di Paola, die ein bisschen an das Pantheon in Rom erinnert.

Der Piazza Plebiscito ist sehr monumental, aber auch etwas kahl. Das ist aber beim Gedränge in den engen Straßen von Neapel definitiv eine willkommene Abwechslung.

Mein Tipp: An der nördlichen Seite der Piazza befindet sich das berühmte Caffè Gambrinus. Dabei handelt es sich um ein historisches Café mit 150 Jahren Geschichte, mit prunkvoller Einrichtung und allen Klassikern der neapolitanischen Kaffee- und Tortenkunst. Die Preise sind aber für Neapels Verhältnisse recht hoch: Ein Cappuccino kostet hier 5 Euro.

Piazza Plebiscito
Der Piazza Plebiscito ist der größte Platz in Neapel

Das Klosterkomplex Santa Chiara

Mitten im Trubel der Altstadt gibt es eine kleine Oase und das ist das Kloster Santa Chiara. Die Kirche an sich ist ziemlich schlicht, aber die eigentliche Sehenswürdigkeit ist der Klostergarten mit seinem Kreuzgang.

Hier kannst du dich so richtig vom Chaos der Stadt erholen. Der Garten ist voller Mandarinen- und Zitronenbäume, wunderbar gepflegt und die Wände, Säulen und Bänke sind mit bunten, handbemalten Kacheln geschmückt.

Rund um den Garten führt der berühmte Kreuzgang mit bunten Fresken, die Szenen aus dem Alltag des alten Neapels zeigen. Der Klosterkomplex gehört zu den schönsten Sehenswürdigkeiten von Neapel und ist definitiv einen Besuch wert. Der Eintritt kostet 6 Euro pro Person.

Infos
Öffnungszeiten

Mo-Fr: 9:30 bis 17:30 Uhr
So: 10 bis 14 Uhr

Eintritt

6 Euro, ermäßigt 4,50 Euro

Piazza del Gesu Nuovo
Am Piazza del Gesu Nuovo befindet sich das Kloster Santa Chiara

Die Festung Castel Sant’ Elmo

Wenn du nur ein Wochenende in Neapel bleibst, ist ein Besuch des Castel Sant‘ Elmo der ideale Abschluss. Welch bessere Art, als mit einem Blick über die gesamte Stadt, den Vesuv und das Meer?

Die Festung befindet sich auf dem Hügel Vomero. Du kommst eigentlich ganz unkompliziert mit der Seilbahn nach oben von der Haltestelle Montesanto im Zentrum. Alternativ geht es auch mit der Metrolinie 1, Haltestelle Vanvitelli.

Von hier oben hast du einen wirklich sagenhaften Blick über Neapel. In der Burg ist auch ein Museum untergebracht, in dem neapolitanische Kunst aus den Jahren 1910 bis 1980 ausgestellt ist.

Hauptattraktion der Burg ist aber der Aussichtspunkt auf der Piazza d’Armi. Von hier aus hast du einen Wahnsinnsblick über Neapel, das Meer und den Vesuv. Von hier oben kann man auch wunderbar die schnurgerade Spaccanapoli erkennen.

Der Eintritt kostet 5 Euro pro Person und 2,50 Euro für 18 bis 25-Jährige. Wenn du ab 16:15 Uhr kommst, kostet der Eintritt für alle nur noch 2,50 Euro. Das lohnt sich, denn die Burg hat bis 19 Uhr geöffnet.

Dienstags hat das Museum geschlossen, sodass der Eintritt zur Burg nur 2,50 Euro kostet.

Infos
Öffnungszeiten

Täglich von 8:30 bis 19:30 Uhr
Dienstags ist das Museum geschlossen

Eintritt

5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro

Aussicht vom Castel Sant Elmo
Blick auf den Castel Sant‘ Elmo auf dem Vomero Hügel

Die Burg Castel Nuovo

Die mittelalterliche Festung Castel Nuovo steht direkt gegenüber des Hafens und ist ein weiteres Wahrzeichen der Stadt. Besser bekannt ist die Burg auch unter dem Namen Maschio Angioino, benannt nach dem neapolitanischen Königshaus des 13. Jahrhunderts, unter dem die Burg erbaut wurde.

Weitgehende Teile der Burg werden heute als Ausstellungsräume genutzt. Hier befindet sich unter anderem das stadthistorische Museum von Neapel, mit Skulpturen, Fresken, Bronze- und Silberobjekten aus dem 13. bis 19. Jahrhundert.

Du kannst auch auf einen der Türme hinaufsteigen, von wo aus man einen tollen Blick über Neapel und das Meer hat.

Infos
Öffnungszeiten

8:30 - 19:00 Uhr

Eintritt

6 Euro

Adresse

Piazza Municipio

Anfahrt

Metro: Municipio (1)

Castel Nuovo
Das Castel Nuovo steht direkt am Hafen von Neapel
Aussicht vom Castel Nuovo
Aussicht vom Castel Nuovo

Das Archäologische Nationalmuseum von Neapel

Neapel ist circa 2700 Jahre alt und auch die restliche Gegend um den Golf von Neapel war schon vor sehr langer Zeit besiedelt. Entsprechend viel gibt es also in den Museen der Stadt zu besichtigen.

Das berühmteste Museum von Neapel ist das Archäologische Nationalmuseum, welches außerdem eins der bedeutendsten archäologischen Museen der Welt ist.

Ausgestellt sind griechische und römische Skulpturen, Fresken, Keramiken und Mosaiken sowie Fundstücke aus den untergegangenen Städten Pompeji und Herkulaneum. Außerdem gibt es auch eine ägyptische Sammlung und Fundstücke aus prähistorischer Zeit.

Das Museum besteht aus vier Stockwerken und ist wirklich riesig. Du solltest also mindestens drei bis vier Stunden für deinen Besuch einplanen.

Falls du während deines Aufenthalts auch Pompeji besuchen willst, was übrigens definitiv zu empfehlen ist, ist dieses Museum die ideale Ergänzung!

Achtung: Das einzige Manko dieses Museums ist, dass es nicht besonders gut organisiert ist und auch viele Ausstellungsstücke nur auf Italienisch oder gar nicht beschriftet sind. Dadurch läuft man etwas planlos durch die Säle. Trotzdem gehört das Museum zu einen Neapel-Besuch einfach dazu!

Der Eintritt zum Museum kostet 15 Euro, 18 bis 25-jährige zahlen nur 2 Euro.

Mein Tipp: In den Monaten Juni und Juli lohnt es sich, das Museum erst ab 19 Uhr zu besuchen. Der Eintritt kostet abends nur noch 2 Euro pro Person und das Museum schließt dann erst um 23 Uhr. Außerdem ist an jedem ersten Sonntag des Monats der Eintritt den ganzen Tag lang frei.

Infos
Öffnungszeiten

Täglich von 9:00 bis 19:30 Uhr
Im Juni und Juli bis 23:00 Uhr
Dienstag geschlossen

Eintritt

15 Euro, ermäßigt 2 Euro

Saal des Archäologischen Museums Neapel
Der Saal Salone della Meridiana im 1. Stock (Foto: Museo Archeologico Nazionale Napoli)

Die Metrostation Toledo

Egal ob du dich in Neapel mit der Metro oder nur zu Fuß fortbewegst – du musst unbedingt die Metrostation Toledo besichtigen. Neapel hat einige sehenswerte U-Bahn-Stationen, aber Toledo ist die sehenswerteste. Hier waren zahlreiche internationale Künstler, Designer und Architekten am Werk.

Die Station ist mit 50 Metern Tiefe eine der tiefsten des Untergrundnetzes von Neapel und besteht aus mehreren kunstvoll designten Hallen. Die Designs drehen sich rund um die Themen Wasser und Licht, mit riesigen Mosaiken in verschiedenen Blautönen oder aufwendigen Lichtinstallationen des US-Lichtdesigners Robert Wilson.

Es gibt schon oben in der Vorhalle sehenswerte Kunstwerke, allerdings musst du runter zu den Gleisen, um die richtig tollen Designs zu sehen. Dafür musst du am Automaten ein U-Bahn-Ticket kaufen, was 1,10 Euro kostet.

Ganz praktisch: Die Via Toledo ist Neapels ultimative Shoppingmeile. Den Besuch der Station kannst du also gut mit einem Einkaufsbummel verbinden!

Infos
Öffnungszeiten

Täglich von 6:00 bis 23:00 Uhr

Eintritt

1,10 Euro Metroticket

Die U-Bahn-Haltestelle Toledo
Die U-Bahn-Haltestelle Toledo ist ein einziges Kunstwerk

Galleria Umberto I.

Die Galleria Umberto I ist eine historische Einkaufspassage in der Innenstadt von Neapel. Sie erinnert sehr stark an die berühmte Galleria Vittorio Emanuele in Mailand.

Sie stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist ein architektonisches Juwel. Vor allem die Dachkonstruktion sieht sehr beeindruckend aus.

Für die Geschäfte lohnt sich der Besuch nicht unbedingt, aber für den Anblick allemal.

Infos
Öffnungszeiten

rund um die Uhr

Eintritt

frei

Adresse

Via San Carlo, 15

Galleria Umberto I
Die Galleria Umberto I ist eine echte architektonische Perle

Neapels Unterwelt

Es gibt mehrere unterirdische Systeme in Neapel, die du besichtigen kannst. Das berühmteste befindet sich neben der Kirche San Paolo Maggiore, gleich um die Ecke von der Spaccanapoli.

Dabei handelt es sich um ein über 2400 Jahre altes, unterirdisches Labyrinth aus Tunneln, schmalen Treppen, einst bewohnten Räumen und antiken Wasserspeichern. Du wirst mit einer Gruppe durch die Tunnel geführt, wobei du auch ein griechisch-römisches Aquädukt und die Reste eines römischen Theaters zu sehen bekommst.

Die Tunnelsysteme können nur mit geführten Touren gemacht werden. Momentan gibt es die Touren aber leider nur auf Englisch und Italienisch. Eine Tour dauert circa 1,5 Stunden.

Die Tour eignet sich super, um mehr über die Jahrtausende alte Geschichte von Neapel zu erfahren. Aber Achtung: Die Tour ist nichts für Menschen mit Platzangst. An mehreren Stellen ist der Weg sehr eng.

Der Eintritt kostet 10 Euro pro Person und sollte auf jeden Fall mit bevorzugtem Einlass gebucht werden. Die Tour durch Neapels Unterwelten ist sehr beliebt und Warteschlangen sind vorprogrammiert.

Zum Ticket mit bevorzugtem Einlass für die Unterwelttour von Neapel

Mein Tipp: Es geht bis zu 40 Meter in die Tiefe, daher kann es auch im Sommer unten ziemlich kühl sein. Da ist ein Pulli definitiv eine gute Idee!

Infos
Öffnungszeiten

Täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr

Eintritt

10 Euro

Römische Zisterne in Neapels Unterwelt
Zur Tour gehört die Besichtigung einer römischen Zisterne (Foto: Napoli Sotterranea)

 

Die Katakomben von San Gennaro

In Neapel gibt es mehrere Katakomben, aber die Katakomben von San Gennaro sind die größten.

Sie befinden sich im nördlich gelegenen Viertel Rione Sanità und wurden im Rahmen eines Sozialprojektes erst in den letzten Jahren der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Hier werden ausschließlich junge Menschen aus dem Viertel beschäftigt, die die Katakomben pflegen, erhalten und die Führungen anbieten.

Die Katakomben sind wirklich eindrucksvoll und bestehen aus zwei Ebenen. Hier befinden sich rund 2000 Grabstätten und 500 Nischengräber, die rund 2000 Jahre alt sind.

Was die Katakomben aber auch sehenswert machen, sind die kunstvollen Lichtinstallationen im Inneren, die ebenfalls von einem Verein aus jungen Leuten des Viertels erstellt wurden.

Der Eintritt zu den Katakomben kostet 9 Euro pro Person und geht nur mit Führung. Aktuell werden die Führungen aber leider nur auf Englisch und Italienisch angeboten.

In den Katakomben dürfen sich nur eine begrenzte Anzahl an Personen aufhalten, deshalb kann es am Eingang zu Warteschlangen kommen. Tickets kannst du aber auch im Voraus und mit bevorzugtem Einlass buchen.

Zum Ticket für die San Gennaro Katakomben ohne Anstehen

Mein Tipp: Unten in den Katakomben beträgt die Temperatur immer circa 15 Grad, auch im Hochsommer. Ein Pulli lohnt sich also allemal.

Infos
Öffnungszeiten

Mo-Sa: 10:00 bis 17:00 Uhr
So: 10:00 bis 14:00 Uhr

Eintritt

9 Euro, ermäßigt 5 Euro

Die untere Ebene der San Gennaro Katakomben
Die Katakomben sind 5600 Quadratmeter groß und bestehen aus zwei Ebenen (Foto: Catacombe di Napoli)
Führung durch die Katakomben von San Gennaro
Die Katakomben können nur mit geführten Touren besichtigt werden (Foto: Catacombe di Napoli)

Die Galleria Borbonica

Und wenn du von den Untergrundwelten von Neapel noch nicht genug hast, dann kommt hier ein weiteres Highlight: Die Galleria Borbonica.

Die Galleria Borbonica wurde erst 2005 wiederentdeckt und seit 2016 ist sie erst der Öffentlichkeit zugänglich. Von daher ist sie eine der spannendsten Neuigkeiten unter den Sehenswürdigkeiten von Neapel!

Hier geht es vor allem um den 2. Weltkrieg. Im 19. Jahrhundert wurde dieses gewaltige System an unterirdischen Gängen und Räumen gebaut, welches den königlichen Palast von Neapel mit der Bucht verbinden sollte.

Vor allem wurden die Räume aber als Luftschutzbunker im Zweiten Weltkrieg genutzt, weshalb hier auch mehrere Autos und Motorräder aus der damaligen Zeit gefunden wurden.

Die klassische Tour, welche auch die beliebteste ist, findet nur von Freitag bis Sonntag statt. Für die anderen Touren musst du das Ticket auf der offiziellen Webseite im Voraus buchen.

Mein Tipp: Die Galleria Borbonica ist sehr beliebt, daher solltest du Tickets auch für die klassische Tour im Voraus buchen. Damit ersparst du dir die Wartezeit am Eingang.

Infos
Öffnungszeiten

Fr-So: 10:00 bis 17:00 Uhr
Mo-Do nur mit Reservierung

Eintritt

10 Euro für die klassische Tour, 10 bis 15 Euro für die anderen Touren

Tunnel der Galleria Borbonica
In der Galleria Borbonica befinden sich meterhohe, unterirdische Säle (Foto: Galleria Borbonica)

Der Vesuv

Der Vesuv ist eine von Neapels Hauptattraktionen. Für den Ausflug an den Rand des Kraters brauchst du allerdings mit Hin- und Rückfahrt circa 4 bis 5 Stunden. Deshalb habe ich ihn auch in die Sehenswürdigkeiten eingefügt, für die du mehr Zeit brauchst.

Der Vesuv ist circa 1300 Meter hoch und der einzige aktive Vulkan auf dem europäischen Festland. Allein deshalb lohnt sich schon der Aufstieg!

Unsere Fotoausrüstung

Hinzu kommt, dass du von oben einen Wahnsinnsblick auf das Meer, Neapel und die umliegende Landschaft hast.

Den Vesuv zu erklimmen, ist eigentlich ziemlich unproblematisch. Aus Neapel kommst du entweder mit dem Auto oder mit einem privaten Reisebus zum Eingang des Nationalparks.

Zur privaten Bustour zum Vesuv ab Neapel

Der Eintritt in den Park kostet 10 Euro pro Person. Von dort geht es nur noch zu Fuß weiter, bis du nach circa 30 Minuten und 200 Metern Höhenunterschied am Krater bist. Der Weg ist unbefestigt, daher solltest du auf jeden Fall feste Schuhe dabeihaben.

Was nicht so schön ist: Der Vesuv ist einfach eine riesige Touristenattraktion und überall stehen Kiosks und Getränkestände mit größtenteils horrenden Preisen.

Mein Tipp: Nimm dir auf jeden Fall selbst etwas zu Trinken mit, sonst wird es sehr teuer.

Achtung: Such dir möglichst einen Tag mit gutem Wetter aus. Du hast dann oben eine viel bessere Aussicht. Bei sehr schlechtem Wetter ist der Zugang zum Vesuv sogar gesperrt.

Infos
Öffnungszeiten

Januar, Februar, November, Dezember: 9:00 bis 15:00 Uhr
März, Oktober: 9:00 bis 16:00 Uhr
April, Mai, Juni, September: 9:00 bis 17:00 Uhr
Juli, August: 9:00 bis 18:00 Uhr

Eintritt

10 Euro, ermäßigt 8 Euro

Vesuv Aussicht
Aussicht vom Vesuv an einem bewölkten Tag

Die antike Stadt Pompeji

Pompeji ist die weltberühmte Stadt, die 79 n. Chr. vom Ausbruch des Vesuvs vollkommen mit Lava und Asche überschüttet wurde. Die Stadt war daraufhin jahrhundertelang vergessen – bis sie im 18. Jahrhundert unter der Erde wiederentdeckt wurde.

Die gesamte Stadt ist wunderbar gut erhalten. Es gibt Tempel, gepflasterte Straßen, Wohnhäuser, ein Amphitheater und mehrere öffentliche Gebäude.

Pompeji Pflaster
Im Pompeji wanderst du auf 2.000 Jahre altem Kopfsteinpflaster

Pompeji ist einzigartig, denn nirgendwo sonst bekommst du einen so guten Einblick in das öffentliche und private Leben der Menschen, die vor 2000 Jahren gelebt haben.

Es gibt sogar versteinerte Körper – Menschen, die von den Lavaströmen überrascht wurden und zusammengekauert auf dem Boden liegen. Sehr unheimlich, aber auch sehr berührend.

Kurz: Pompeji muss man einfach gesehen haben.

Der Eintritt zu den Ausgrabungen kostet 15 Euro pro Person. In der Hochsaison kann es allerdings zu Warteschlangen am Eingang geben. Falls du also in den Sommermonaten nach Pompeji willst, lohnt es sich das Ticket ohne Anstehen zu bestellen, was 19 Euro kostet.

Zum Online-Ticket ohne Anstehen für Pompeji

Du kannst das Areal gut auf eigene Faust erkunden, zumal es am Info-Point am Eingang auch kostenlos einen Plan gibt. Falls du aber nähere Informationen über die Sehenswürdigkeiten von Pompeji haben willst, lohnt sich definitiv ein Führer.

Bei Get Your Guide kannst du eine Kleingruppentour von 2 Stunden auf Deutsch buchen:

Zur Kleingruppentour durch Pompeji mit deutschem Führer

Mein Tipp: In Pompeji gibt es kaum Schatten. Im Sommer solltest du für die Besichtigung am besten einen Sonnenhut, Sonnencreme, ausreichend Wasser und vor allem auch bequeme Schuhe mitnehmen.

Infos
Öffnungszeiten

April bis Oktober: 9:00 bis 19:00 Uhr
November bis März: 9:00 bis 17:00 Uhr

Eintritt

15 Euro, ermäßigt 7,50 Euro

Pompeji
Die Überreste von Pompeji am Fuße des Vesuvs

So kommst du von Neapel nach Pompeji

Pompeji liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Vesuvs, circa 25 Kilometer von Neapel entfernt. Die Ruinenstadt ist aber bestens an Neapel angebunden. Folgende Optionen hast du, um Pompeji aus Neapel zu erreichen:

Mit der Regionalbahn Circumvesuviana

Vom Hauptbahnhof von Neapel dauert die Fahrt mit dem Regionalzug circa eine halbe Stunde. Die Abfahrt erfolgt aus dem Untergeschoss des Hauptbahnhofs, mit dem Regionalzug Richtung Sorrento.

Die Haltestelle heißt “Villa dei Misteri“ und liegt direkt am Eingang Porta Marina. Das Ticket für eine einfache Fahrt kostet 2,80 Euro und kann direkt am Bahnhof gekauft werden.

Die Regionalbahn ist etwas gewöhnungsbedürftig: nicht sehr sauber, veraltet und nicht klimatisiert. Aber dafür die ultimative Neapel-Erfahrung!

Mit dem Campania Express

Der Campania Express ist der Touristenzug nach Pompeji und fährt von April bis Anfang November täglich jede halbe Stunde. Dieser Zug ist wesentlich komfortabler, als die Circumvesuviana: klimatisiert, sauber und auch schneller.

Das einfache Ticket kostet 6 Euro pro Person und du bist in circa 20 Minuten in Pompeji. Auch dieser Zug hält an der Station Villa dei Misteri, gleich am Eingang Porta Marina.

Aus Neapel fährt der Campania Express sowohl vom Bahnhof Porta Nolana, als auch vom Hauptbahnhof Porta Garibaldi. Für den Campania Express kannst du das Ticket auch online reservieren. Das lohnt sich vor allem in der Hauptsaison. Tickets bekommst du hier.

Mit dem Bus

Mit dem Bus dauert die Fahrt am längsten.

Die Buslinie SITA 5001 fährt jede halbe Stunde von der Haltestelle Varco Immacolatella in der Altstadt nach Pompeji. Die Fahrt dauert circa 45 Minuten. Tickets bekommst du in den Cafés in der Nähe der Bushaltestelle oder mit Aufpreis beim Busfahrer selbst.

Aus Neapel kommst du auch mit privater Bustour nach Pompeji, inklusive Führung auf Englisch. Die Tour dauert insgesamt 3 Stunden.

Zur privaten Tour mit Anfahrt und Führung nach Pompeji

Wie du siehst, gibt es in Neapel eine ganze Menge zu sehen. Das war meine Auswahl der schönsten Sehenswürdigkeiten in Neapel. Warst du schon in Neapel und hast noch mehr Tipps zu Sehenswürdigkeiten? Schreib sie uns gerne in den Kommentaren.