Die 22 schönsten Sehenswürdigkeiten und Highlights in Oslo

Planst du einen Trip nach Oslo? Hervorragend! Damit du weißt, was du dir unbedingt ansehen musst, zeigen dir Julie und Daniel in diesem Artikel die 22 schönsten Highlights und Sehenswürdigkeiten in Oslo.

Oslo ist für einen Städtetrip in Nordeuropa eine total spannende Metropole. Warum das so ist und welche Highlights du vor allem nicht verpassen solltest, zeigen wir dir in diesem Artikel.

Nicht einmal eine Million Einwohner leben in der Hauptstadt von Norwegen, doch damit ist sie schon die größte Stadt des Landes.

Außerdem ist Oslo auch eine der ältesten Städte Skandinaviens. Kein Wunder also, dass sich hier unzählige historische Bauten und Museen ballen.

Aber auch spektakuläre, moderne Architektur und coole Szeneviertel findest du in Oslo. Und obendrauf kommt noch die Lage mit malerischen Landschaften direkt am Oslofjord mit seinen kleinen Inseln.

In Oslo gibt es so unglaublich viele Attraktionen, dass eine Auswahl echt schwerfällt, wenn du nur eine begrenzte Zeit in der Stadt bist. Wir zeigen dir deshalb in diesem Artikel die 22 schönsten Sehenswürdigkeiten, natürlich mit vielen praktischen Tipps zur Vorbereitung auf deinen Städtetrip nach Oslo.

Generelle Tipps: So besichtigst du Oslos Sehenswürdigkeiten am besten

Bevor wir dir aber die schönsten Sehenswürdigkeiten vorstellen, möchten wir dir noch ein paar allgemeine Tipps für deine Städtetour nach Oslo mit auf den Weg geben.

#1 Zeit und Geld sparen mit dem Oslo-Pass

Der Oslo-Pass ist das Cityticket für Besucher der Stadt. Mit ihm kannst du kostenfrei mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt fahren. Dazu zählen übrigens auch die Fähren zu den Inseln im Oslofjord.

Zudem kommst du mit dem Pass gratis in mehr als 30 Museen und Sehenswürdigkeiten. On top bekommst du zahlreiche Rabatte, zum Beispiel für das Leihen von Fahrrädern oder für Essen in Restaurants.

Das Cityticket gibt es in drei Versionen für 24, 48 oder 72 Stunden. Es kostet für Erwachsene 445, 655 bzw. 820 Norwegische Kronen (NOK). Das sind ca. 45, 65 bzw. 80 Euro. Für Kinder, Senioren und Studenten gibt es Ermäßigungen.

Wir haben zu den aufgeführten Sehenswürdigkeiten jeweils angegeben, welche davon mit dem Oslo-Pass gratis sind. So kannst du leicht selbst berechnen, ob sich das Ticket für dich lohnt.

Generell ist die Karte vorteilhaft, wenn du viele Museen besuchen möchtest. Außerdem ist es praktisch, da du dich dann nicht mehr um jede Eintrittskarte und jeden Fahrschein einzeln kümmern musst.

Für den Kauf des Oslo-Pass hast du drei Möglichkeiten:

1. Ticket online kaufen und am Visitor Center abholen

Du kannst das Cityticket vor der Reise online bestellen, dann erhältst du einen Voucher. Ausgedruckt musst du diesen in Oslo gegen das Ticket eintauschen und bekommst dazu auch die Infobroschüre, in der alle Vorteile aufgelistet sind.

Das geht aber nur im Oslo Visitor Center. Also ist das Vorbestellen irgendwie überflüssig. Finden wir. Auch einen Studentenrabatt bekommst du nur vor Ort . Also besser gleich Variante 2 nutzen:

2. Ticket direkt beim Visitor Center oder in deinem Hotel kaufen

Du kaufst das Cityticket im Oslo Visitor Center, das direkt neben dem Hauptbahnhof liegt. Auch in einigen Hotels und Museen in Oslo ist das Ticket erhältlich.

Hier allerdings teilweise nur in den Sommermonaten und auch die Anzahl kann begrenzt sein. Wenn du bereits weißt, wo du das Ticket kaufen möchtest, dann ruf besser vorher einmal an und frage nach, ob du den Pass dort bekommen kannst. Oder wähle Variante 3:

3. Die App für den Oslo-Pass nutzen

Besonders einfach und schnell geht der Kauf mit der Oslo-Pass-App. Lade dir dazu die offizielle App „Oslo Pass – Official City Card“ aufs Handy und schon kannst du bequem vom Sofa aus bestellen. Vor Ort musst du das Ticket dann einmalig online aktivieren.

Auf dieser Seite findest du die Links zum Adroid- oder iOS-Appstore.

#2 Buche dein Hotel im Zentrum

Vor allem, wenn du nur ein paar Tage in Oslo bist und so viel wie möglich sehen möchtest, lohnt sich ein Hotel im Stadtzentrum. Viele Sehenswürdigkeiten befinden sich nämlich genau dort und du kannst sie dann zu Fuß oder mit dem Leihrad erreichen.

Diese zentralen Hotels aus drei verschiedenen Preiskategorien können wir in Oslo empfehlen:

Thon Hotel Panorama (ab 100 Euro): Modernes, 3-Sterne-Aparthotel zwischen Altstadt und Bucht. Das Opernhaus, der Dom und die Karl Johans Gate sind nur wenige Minuten zu Fuß entfernt.

Thon Hotel Cecil (ab 150 Euro): Stylisches, 4-Sterne-Hotel in der Nähe des Nationaltheaters und Karl Johans Gate. Absoluter Pluspunkt: Das Abendessen ist im Zimmerpreis inklusive. 

Amerikalinjen (ab 200 Euro): 4-Sterne-Boutique-Hotel mit Designereinrichtung, Wellness und Cocktailbar, direkt in der Altstadt. 

#3 Unterwegs in Oslo

Viele Strecken in Oslo kannst du gut zu Fuß zurücklegen. Oder noch bequemer mit dem Fahrrad. Leihstationen gibt es an zahlreichen Orten in der Stadt.

Einige der vorgeschlagenen Sehenswürdigkeiten liegen etwas außerhalb des Zentrums. Hier kommst du am besten mit dem öffentlichen Verkehr hin.

Das System der öffentlichen Verkehrsmittel ist in Oslo gut ausgebaut. Die Stadtbahnen heißen hier Trikks und fahren alle 20 Minuten zwischen 5:00 und 24:00 Uhr.

Die U-Bahnen (auf Norwegisch T-Bane) und Busse verkehren in diesem Zeitraum ebenfalls regelmäßig. Da die Fähren zu den Inseln im Oslofjord zum öffentlichen Nahverkehr gehören, kannst du sie mit demselben Fahrschein nutzen.

Solltest du dir keinen Oslo-Pass kaufen, mit dem du schon freie Fahrten hättest, wählst du für Fahrttickets am besten den Stadttarif. Das Tagesticket kostet 108 NOK (ca. 10,50 Euro). Damit fährst du 24 Stunden lang mit allen Verkehrsmitteln so oft du möchtest. Bist du länger in der Stadt, lohnt sich vielleicht auch eine 7-Tage-Karte für 285 NOK (ca. 30 Euro).

Willst du nur einmal zum Beispiel zu einer Sehenswürdigkeit oder in ein Viertel etwas außerhalb fahren, kannst du einen Einzelfahrschein lösen. Dieser ist für 36 NOK (ca. 3,50 Euro) erhältlich.

Tickets gibt es an vielen 7-Eleven-Kiosken sowie an Automaten und in den U-Bahnstationen in Oslo.

Achtung: Ein Einzelticket ist zwar immer auch beim Fahrer erhältlich, dann ist es allerdings teurer als beim Kauf im Voraus.

#4 Buche eine geführte Tour

Geführte Touren lohnen sich immer. Erstens, weil du so viel mehr über die Sehenswürdigkeiten erfährst und auch immer ein paar Insider-Tipps bekommst und zweitens, weil du mit einer Tour einfach viel schneller alles siehst. Das ist vor allem dann vorteilhaft, wenn du nicht so viel Zeit hast.

In Oslo gibt es reichlich zu sehen, daher können wir eine geführte Tour durch die Stadt nur empfehlen!

Diese Touren sind besonders interessant:

Private Tour mit einem Einheimischen
Oslo Entdeckungstour: Klassische Stadtführung mit deutschem Audioguide
Stadtrundfahrt und Fjord-Schifffahrt

Das war es auch schon mit den generellen Tipps. Los geht unsere virtuelle Tour zu den 22 schönsten Sehenswürdigkeiten in Oslo:

#1 Opernhaus

Das Opernhaus ist das neue Wahrzeichen der Stadt. Und was für eins! Es ist nicht nur das sicherlich spektakulärste Gebäude Oslos, es zählt auch zu den außergewöhnlichsten Opernhäusern der Welt.

Die Oper sieht aus wie ein riesiger Eisberg, der im Fjord schwimmt. Das liegt an dem großzügig verwendeten schneeweißen Marmor und den vielen Glasflächen.

Was du nicht siehst: Wie bei einem Gletscher verstecken sich 16 Meter des Gebäudes unter dem Wasserspiegel.

Das Opernhaus wurde im April 2008 nach einem Entwurf von Snøhetta fertiggestellt. Er setzte sich damit bei einem internationalen Wettbewerb gegen 200 Mitbewerber durch.

Die Oper ist aber nicht nur Kunstobjekt und Spielstätte, sie hat auch eine gigantische Aussichtsplattform. Völlig kostenlos spazierst du auf der Dachlandschaft herum und kannst wunderbar auf die Stadt und den Oslofjord blicken.

Möchtest du die norwegische Oper im Theatersaal des Gebäudes erleben, solltest du dich rechtzeitig um Karten kümmern.

Tickets für die Oper kannst du hier erwerben.

Opernhaus Oslo
Opernhaus Oslo
Opernhaus Oslo

Dachlandschaft des Opernhauses

#2 Karl Johans Gate

Die Karl Johans Gate ist die Prachtstraße von Oslo. Hier findest du die wichtigsten repräsentativen und historischen Gebäude: die Domkirche, die Universität, das Parlamentsgebäude und das Nationaltheater.

Den Abschluss bildet das schmucke Königsschloss. Und wie es sich für eine Flaniermeile gehört, liegen zwischen den Sehenswürdigkeiten die größten Hotels, internationale Restaurantketten, Souvenirshops und Boutiquen.

Benannt ist die wohl bekannteste norwegische Straße nach dem norwegischen König Karl III. Johann. Die Norweger nennen sie auch kurz und knapp „Karl Johan“.

Karl Johans Gate Oslo
Shopping & Flaniermeile: Karl Johans Gate
Einkaufspassage Karl Johans Gate Oslo
Auf der Karl Johan befindet sich auch eine kleine, luxuriöse Einkaufspassage. Schau von dort aus unbedingt mal nach oben, da kannst du interessante Fotomotive entdecken.

#3 Königsschloss & Wachwechsel

Am Ende von Karl Johan erreichst du das Königsschloss. Ein Besuch des königlichen Palastes darf bei einem Städtetrip nach Oslo nicht fehlen.

Den Grundstein für das Schloss legte König Karl III Johann im Jahr 1825 persönlich. Im Sommer kannst du während einer Führung einen Blick in die königlichen Räume werfen.

Aber auch von außen ist das Schloss schön anzusehen. Bei einem Spaziergang durch den 22 Hektar großen königlichen Park zeigt es sich in immer neuen Perspektiven.

Mit dem passenden Timing kannst du um 13:30 Uhr die tägliche spektakuläre Wachablösung verfolgen. Die norwegische Garde bewacht das Schloss bereits seit über 150 Jahren. Seit 1856 stehen 356 Tage im Jahr über 24 Stunden die Wächter vor der Tür.

Königspalast in Oslo
Königspalast in Oslo

#4 Nationaltheater

Vom Königspalast aus erreichst du über die Karl Johans Gate das Nationaltheater. Es ist eines der größten und bekanntesten Theater in Norwegen.

Unser Highlight ist die wundervoll verkleidete Fassade. Elemente des Klassizismus, Jugendstils und Neorokoko vereinen sich hier. Entworfen von dem norwegischen Architekten Henrik Bull, wurde das Theater 1899 eingeweiht.

Über dem Eingang liest du an der Fassade die Namen der bedeutendsten Dramaturgen des Landes. Den norwegischen Dichtern und Schriftstellern Henrik Ibsen und Bjørnstjerne Bjørnson sind zu beiden Seiten sogar riesige Statuen gewidmet.

Oslo Nationaltheater
Nationaltheater

#5 Parlamentsgebäude

Gegenüber dem Nationaltheater liegt hinter einem gemütlichen Park das Parlamentsgebäude (Stortinget auf Norwegisch).

Hier werden norwegische Gesetze beschlossen und der Haushalt des Landes verabschiedet. Und von hier aus wird auch die Arbeit der Regierung kontrolliert: Seit 1866 ist das imposante Backsteingebäude Sitz der norwegischen Nationalversammlung.

Norweger nennen ihr Parlamentsgebäude auch einfach løvebakken (Löwenhügel). Grund dafür sind die beiden Löwenskulpturen, die links und rechts das Gebäude bewachen.

Wirf unbedingt auch einen Blick in den prachtvollen Parlamentssaal. Die Führungen sind sogar kostenlos.

Unser Tipp: Die Plätze der Führungen sind allerdings auf 30 begrenzt. Sei also am besten mindestens eine halbe Stunde vor Beginn vor Ort.

Hier findest du die aktuellen Termine für Touren in englischer Sprache.

Oslo Parlamentsgebäude
Parlamentsgebäude in Oslo

#6 Domkirche

Weiter die Fußgängerzone in Richtung Bahnhof hinauf stößt du bald auf die Domkirche. Sie stammt aus dem Ende des 17. Jahrhunderts und ist damit die älteste Kirche der Stadt.

Eigentlich war sie erst die dritte Kathedrale, die in der Stadt gebaut wurde. Die Vorgänger sind allerdings bei Stadtbränden dem Feuer zum Opfer gefallen.

Der Dom ist nicht nur die älteste, sondern auch die höchste Kirche in Oslo. Das aber erst, seit nachträglich noch ein ordentliches Stück auf den Turm aufgesetzt wurde. Im oberen Abschnitt siehst du den Wechsel zwischen gelben (alten) und roten (neueren) Ziegelsteinen.

Oben im Turm tickt die älteste Uhr des Landes. Sie stammt aus dem Jahr 1718. Du solltest unbedingt auch einen Blick ins Innere des Doms werfen. Echte Highlights sind die barocke Kanzel, der Altar und die Orgel mit ihren aufwendigen Schnitzereien. Sie gehören noch zur Originalausstattung der alten Kirche. Sie ist zwischen 10:00 und 16:00 Uhr frei zugänglich.

Oslo Domkirche
Domkirche in Oslo

#7 Rathaus

Das Rathaus von Oslo ist weltweit für die alljährliche Verleihung des Friedensnobelpreises bekannt. Jeweils am 10. Dezember rückt es damit ins Licht der Öffentlichkeit.

Vielleicht erkennst du bei einem Blick in den Festsaal einige der prachtvollen Bilder aus den Fernsehübertragungen wieder. Bedeutende norwegische Künstler des beginnenden 20. Jahrhunderts schmückten das Innere mit Motiven aus Norwegens Geschichte, Kultur und Arbeitswelt.

Von außen wirkt der rote Koloss mit seinen zwei kantigen Türmen, als sei er aus Bauklötzen zusammengesetzt. Wenn du genau hinschaust, erkennst du vielleicht den kleinen Größenunterschied der Türme.

In dem drei Meter höheren befindet sich das Glockenspiel. Zwischen 7:00 Uhr und Mitternacht ertönt von hier stündlich eine jeweils andere Melodie.

Das Rathaus ist nicht nur architektonisch interessant, es hat auch historisch eine große Bedeutung für Norwegen. Es steht als Symbol für die Eigenständigkeit des Landes.

Bereits direkt nach der Auflösung der Union mit Schweden wurde der Bau des Rathauses im Jahr 1905 geplant. Bis zur Fertigstellung dauerte es dann noch fast 50 Jahre. Ganze acht Entwürfe legten die Architekten vor, bevor man sich 1930 schließlich auf die heutige Gestalt einigte.

Das Rathaus ist täglich von 9:00 bis 16:00 Uhr, im Sommer bis 18 Uhr geöffnet. In den Sommermonaten werden mehrmals täglich kostenfreie Führungen angeboten.

Oslo Rathaus
Blick auf das Rathaus.

#8 Festung Akerhus

Auf der Landzunge zwischen Rathaus und Oper blickt die alte Festung Akerhus auf den Oslofjord. Bereits seit Anfang des 14. Jahrhunderts kann sie trotz wechselvoller Geschichte und mehrmaliger Belagerung nichts erschüttern.

Seit dem 19. Jahrhundert wird die Anlage nicht mehr als Festung genutzt. Unter der deutschen Besatzung diente die Burg zwischen 1940 und 1944 als Gefängnis und Exekutionsplatz. Mehr zu diesem traurigen Abschnitt der Geschichte erfährst du im Widerstandsmuseum (siehe #15).

Du kannst dich einfach durch die alten Gemäuer zwischen Schloss und Befestigung treiben lassen und die Atmosphäre aufnehmen. Aber auch im Inneren gibt es einiges zu entdecken. Zum Beispiel das königliche Mausoleum, die letzte Ruhestätte der norwegischen Könige der Neuzeit.

Im Informationszentrum erhältst du einen Einblick in die Geschichte der mittelalterlichen Burg. Auch das Militärmuseum ist in der Festung untergebracht.

Die Festungsanlage ist täglich bis 21 Uhr geöffnet und kostet keinen Eintritt.

Festung Akerhus Oslo
Festungsanlage Akerhus

#9 Akrobaten Fußgängerbrücke

Die 206 Meter lange Brücke überspannt die Gleise des Osloer Hauptbahnhofs. Über sie spazierst du vom Stadtteil Grønland nach Bjørvika.

Sicherlich kommst du während der Stadtbesichtigung zwangsläufig an ihr vorbei. Dann schau sie dir unbedingt mal genauer an.

Die innovative Konstruktion aus Stahl und Glas holte 2012 den ersten Platz beim Europäischen Preis für Stahlbrücken. Verrückt, was für Preise es alles gibt!

Die Brücke ist heute ein beliebter Spot für Foto- und Filmaufnahmen. Und das absolut zurecht. Wir hätten hier stundenlang Fotos machen können.

Unser Tipp: Die farbige Beleuchtung nach Einbruch der Dunkelheit macht Bilder der Fußgängerbrücke besonders interessant.

Oslo Akrobaten Fußgängerbrücke
Akrobaten Fußgängerbrücke, toller Fotospot

#10 Holmenkollen Skisprungschanze

Die Ski-Arena Holmenkollen ist nicht nur etwas für Wintersportfreunde. Zum Komplex gehören die Holmenkoller Skisprungschanze, ein Ski-Museum und der Ski-Simulator.

Die 60 Meter hohe Skisprungschanze ist in jedem Winter Austragungsort des Nordischen Ski-Weltcups. In ihrem Inneren erzählt das älteste Ski-Museum der Welt die 4.000-jährige Geschichte des Skilaufens.

Von der Aussichtsplattform auf der Spitze der Skischanze hast du einen großartigen Panoramablick über Oslo und Umgebung. Für Adrenalin-Junkies geht es am Seil oder an der Zipline wieder hinab in die Tiefe.

Wer dann noch nicht genug hat, kann im Ski-Simulator ausprobieren, wie es sich anfühlt, über die Schanze hinab in den Abgrund zu gleiten.

Der Komplex ist von Oktober bis April von 10:00 bis 16:00 Uhr, im Mai und September bis 17:00 Uhr und von Juni bis August zwischen 9:00 und 20:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 140 NOK (ca. 14 Euro) und ist mit dem Oslo-Pass frei.

Holmenkollenbakken Oslo
Die Skisprungschanze Holmenkollenbakken in Oslo

#11 Mathallen Markt

Zu jedem Städtetrip gehört es für uns dazu, regionale Spezialitäten zu kosten. Nirgends in Oslo geht das besser als in der Mathallen.

Die berühmte Markthalle liegt zwar etwas außerhalb des Zentrums, ist aber in jedem Fall einen Besuch wert. Die Mathallen ist eine große Lebensmittel-Markthalle auf dem ehemaligen Vulkan-Fabrikgelände.

An den zahlreichen Ständen kannst du dich herrlich durch Wurst- und Käsesorten probieren, Krabben kosten und dich ganz wunderbar für ein Picknick eindecken. Du findest hier sowohl norwegische Originale als auch ausländische Spezialitäten und noch dazu ökologische Produkte und Fairtrade-Waren.

Für eine kleine Pause eignen sich die Kaffee- oder Weinbar. Sogar eine eigene Bierbar hat die Mathallen. Einen leckeren Mittagssnack, süße Leckereien oder ein Abendessen findest du in einem der zahlreichen Restaurants und Cafés.

Die Markthalle ist Dienstag bis Samstag von 10:00 bis 20:00 Uhr sowie sonntags von 11:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Montags bleiben die Stände geschlossen.

Oslo Mathallen
Oslo Mathallen. Foto: Finn Ståle Felberg / mathallenoslo.no

#12 Munch Museum

In Oslo gibt es mehr als 50 Museen. Unglaublich, oder? Und das zu allen möglichen Themen: Wikinger, Kunst, Geschichte, Tiere, Architektur, Schifffahrt und vielem mehr.

Eins der herausragenden ist das Munch Museum. Es widmet sich dem expressionistischen Künstler Edvard Munch, einer für die norwegische Kunstgeschichte prägenden Figur.

Er war einer der ersten skandinavischen Maler des Expressionismus. Zudem ist Munch eng mit Oslo verbunden: Hier wuchs er auf und startete seine Künstlerkarriere. Und hier verbrachte der Künstler auch seine letzten Lebensjahre.

Vielleicht kennst du das berühmte Gemälde „Der Schrei“? Es ist wohl das bekannteste Werk von Edvard Munch.

Dieses weltweit bekannte Kunstwerk wirst du allerdings nicht im Munch Museum finden. Es ist in der Nationalgalerie ausgestellt.

Dafür zeigt das Munch Museum zahlreiche andere Bilder des Künstlers. In wechselnden Ausstellungen sind immer wieder andere Gemälde aus dem Gesamtwerk Munchs ausgestellt.

Das Museum ist täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 120 NOK (ca. 12 Euro) und ist mit dem Oslo-Pass kostenfrei.

Oslo Munch Museum
Munch Museum. Photo: VISITOSLO/Tord Baklund

#13 Norwegisches Freilichtmuseum

Durch das historische Norwegen spazieren – das kannst du im Norsk Folkemuseum, einem Freilichtmuseum Oslos. Das größte kulturgeschichtliche Museum des Landes beamt dich zurück in vergangene Jahrhunderte.

Etwa 160 liebevoll restaurierte Gebäude sind im Norsk Folkemuseum zu kleinen Dörfern gruppiert. Sie stammen aus verschiedenen Regionen und Epochen. Das Highlight ist das älteste Gebäude: die Stabkirche von Gol aus dem 12. Jahrhundert.

Daneben kannst du im Haupthaus Volkstrachten und traditionelle Kunst besichtigen. Du erfährst hier auch, wie das Volk der Samen früher und noch heute in Norwegen lebt.

Für Familien ist ein Besuch vor allem im Sommer klasse: Dann können Kinder Volkstänze einstudieren, musizieren, Brotfladen backen und in historischen Kutschen fahren.

Das Museum ist im Winter von Oktober bis April von 11:00 bis 16:00 Uhr und im Sommer von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 160 NOK (ca. 16 Euro) und ist ebenfalls mit dem Oslo-Pass gratis.

Stabkirche von Gol im norwegischen Freilichtmuseum
Stabkirche von Gol im norwegischen Freilichtmuseum.

#14 Wikingerschiffmuseum

Norwegen und Wikinger, das gehört natürlich zusammen. Einen interessanten Einblick in das Leben des nordischen Kriegervolks bekommst du im Wikingerschiffmuseum.

Das Highlight des Museums sind die drei originalen Wikingerschiffe Oseberg, Tune und Gokstad. Sie gelten als die weltweit am besten erhaltenen Wikingerschiffe aus dem 9. Jahrhundert.

Stell dir vor: Die Schiffe wurden als Grabbeilage in drei großen Häuptlingsgräbern gefunden. Für die Überfahrt ins Totenreich wurden daneben auch noch kleinere Boote, Schlitten, Wagen, Werkzeuge und Textilien mit ins Grab gelegt. Sie sind ebenfalls im Wikingerschiffmuseum ausgestellt.

An Decken und Wänden flimmert ein Erlebnisfilm. Er zeigt, dass die Wikinger nicht nur hervorragende Krieger, sondern auch ausgesprochen gute Seefahrer, Entdecker und gewiefte Händler waren.

Das Wikingerschiffmuseum auf der Museumsinsel Bygdøy ist in den kälteren Monaten Montag bis Sonntag von 10:00 bis 16:00 Uhr und von Mai bis September bis 18:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt von 100 NOK (ca. 10 Euro) ist im Oslo-Pass inklusive.

Unser Tipp: Bei Get Your Guide kannst du für denselben Preis ein Kombiticket für das Wikingerschiffsmuseum und das Historische Museum von Oslo buchen.

Zum Kombiticket für das Wikingerschiffsmuseum und das Historische Museum

Wikingerschiffmuseum in Oslo
Wikingerschiffmuseum. Photo: VISITOSLO/Didrick Stenersen

#15 Widerstandsmuseum

Das Widerstandsmuseum (Norges Hjemmefrontmuseum) ist in die Festungsanlage Akershus integriert. Es widmet sich den fünf Jahren der deutschen Besatzung in Norwegen von 1940 bis 1945.

Faszinierende Originaldokumente und Tonaufnahmen lassen den norwegischen Widerstand dieser Zeit wieder aufleben. Sie zeichnen die Geschichte von der Invasion der Deutschen bis zur Befreiung nach.

Das Museum ist von Juni bis August Montag bis Samstag von 10:00 bis 17:00 Uhr sowie Sonntag von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. In den Wintermonaten schließt das Museum um 16:00 Uhr. Der Eintritt von 60 NOK (ca. 6 Euro) entfällt mit dem Cityticket.

Oslo Widerstandsmuseum
Widerstandsmuseum. Photo: VISITOSLO/Ivar Dyb Kraglund © Norway’s Resistance Museum

#16 Vigeland Skulpturenpark

Das Freilichtmuseum Vigeland ist ein beliebtes Ausflugsziel im Westen von Oslo. Hier kannst du zwischen über 200 Skulpturen aus Granit, Bronze und Eisen so richtig lustwandeln.

Der Park zeigt das Lebenswerk des Künstlers Gustav Vigeland. 20 Jahre lang arbeitete er an den Kunstwerken. Auch Brücken, Brunnen, Umzäunungen und die gesamte Gartenarchitektur des Parks stammen von ihm.

Leider konnte der Künstler selbst sein Werk nie in Gänze bewundern. Die meisten Skulpturen wurden erst sieben Jahre nach seinem Tod im Jahr 1950 installiert.

Du kannst den Park zu jeder Tages- und Nachtzeit das ganze Jahr über kostenlos besuchen. Mit seinen grünen Rasenflächen, Wasserspielen, ornamentreichen Brunnen und zierlichen Brücken ist die Anlage ein malerischer Ort.

Vigeland Skulpturenpark Oslo
Vigeland Skulpturenpark

#17 Barcode District

Neben der Besichtigung von Sehenswürdigkeiten und dem Besuch von Museen und Attraktionen kannst du dich in Oslo auch wunderbar durch unterschiedliche Stadtteile treiben lassen.

Mit dabei sein sollte auf jeden Fall die sanierte Fjord City auf dem ehemaligen Hafen- und Industriegelände im Zentrum Oslos. Im Stadtteil Bjørvika befinden sich neben Büros und Wohnungen auch kulturelle Angebote sowie Restaurants und Geschäfte zum Bummeln.

Teil des Viertels ist der Barcode District. Er besteht aus zwölf Hochhäusern unterschiedlicher Breite und Höhe. Sie wurden von verschiedenen Architekten entworfen und sind mit vielen architektonischen Details ausgestattet.

Das Besondere aber sind nicht die einzelnen Häuser, sondern vielmehr das Gesamtbild. Mit den zwischen den Hochhäusern liegenden unbebauten Flächen ähnelt die Skyline von Weitem einem Barcode. Einen tollen Blick auf dieses Gesamtwerk hast du übrigens von der Akrobaten-Brücke aus (siehe #18).

Nach der Fertigstellung im Jahr 2016 traf der moderne Komplex zunächst auf Widerstand in der Bevölkerung. Inzwischen aber wird die neue Skyline von den Einwohnern geschätzt und stößt auch auf internationales Interesse. Verdient, wie wir finden.

Oslo Barcode District
Der Barcode District und die Akrobaten-Fußgängerbrücke.

#18 Aker Brygge

Aker Brygge ist ein populäres Einkaufs- und Ausgehviertel an der Bucht Pipervika. Zur Aker Brygge kannst du ganz bequem vom Rathauskai (siehe #7) entlang des Fjords rüber spazieren.

Über 100 Jahre lang war hier die mechanische Werkstatt Aker in Betrieb, von der das Viertel auch seinen Namen hat. In den 1980er-Jahren wurde das Aker-Viertel mit Geschäften und Restaurants weiterentwickelt.

Moderne Architektur und historische Fabrikgebäude schaffen heute eine ganz besondere Atmosphäre. Kein Wunder also, dass das Shoppingzentrum in den umgebauten Werkshallen inzwischen ein beliebter Treffpunkt für Osloer ist.

Gerade im Sommer flanieren die Leute entlang des Kais, essen unter freiem Himmel oder treffen sich auf einen Drink mit Aussicht auf den Hafen und den Oslofjord.

Oslo Aker Brygge Hafen
Blick auf Aker Brygge Kai

#19 Rådhusbrygge

Klar, die Rådhusbrygge liegt vor dem Rathaus. Es ist der städtische Hafen, von dem aus die Fähren zur Museumsinsel Bygdøy (siehe #20) sowie die Rundfahrten durch die Fjorde (siehe #22) starten. Daneben findest du hier auch viele Fischrestaurants mit schönem Blick auf die Bucht.

Auch sehenswert: An der Rådhusbrygge liegt das Nobel Friedenszentrum. Hier erfährst du alles über den Friedensnobelpreis und dessen Gewinner. Die Ausstellung ist täglich zwischen 10:00 und 18:00 Uhr geöffnet, im Winter (November bis April) ist montags geschlossen. Der Eintritt kostet 120 NOK (ca. 12 Euro) und ist mit dem Cityticket kostenfrei.

Olso Rådhusbrygge
Blick auf Rådhusbrygge

#20 Bygdøy

Die Museumsinsel Bygdøy liegt östlich des Stadtzentrums. Eigentlich ist sie aber gar keine Insel, sondern eine Halbinsel.

Bygdøy beheimatet neben dem Freilichtmuseum und dem Wikingerschiffmuseum (siehe #13 und #14) noch zahlreiche weitere Museen, vor allem zum Thema Seefahrt.

Aber die Halbinsel hat noch viel mehr als nur Museen zu bieten. Allen voran ist es ein grünes Naherholungsgebiet mit viel Wald und wunderschönen Stränden.

Einladende Badestellen findest du auf der südlichen Seite der Insel bei Huk: der optimale Platz für ein Picknick mit Blick aufs Meer. Du kannst aber auch im Restaurant in Huk mit Aussicht auf den Fjord essen gehen.

Die Fähren zur Museumsinsel legen vom Rathauskai (siehe #7) etwa alle 20 Minuten ab und brauchen knapp eine viertel Stunde für die Überfahrt. Neben der Fähre steuert auch ein Bus die Museumsinsel an.

Oslo Bygdøy Sjølyst Marina
Sjølyst Marina am nördlichen Ende von Bygdøy.

#21 Grünerløkka

Grünerløkka ist ein Stadtteil im Norden des Stadtzentrums von Oslo. Es liegt an der Ostseite des Flusses Akerselva, der durch ganz Oslo fließt.

Wie Neukölln oder Kreuzberg in Berlin ist Grünerløkka das hippe Viertel Oslos. Der Stadtteil mit seinen kleinen Cafés, Kneipen und Restaurants ist vor allem bei jungen Leuten beliebt.

Auch Shoppen und Stöbern kannst du in den individuellen Boutiquen super. Originelle Designerläden reihen sich hier zwischen Shops mit Vintage- und Secondhand-Mode sowie nostalgischen Plattenläden.

Du kannst auch eine geführte Tour durch Grünerløkka buchen. Dabei geht es vom Stadtzentrum zu Fuß nach Grünerløkka, über den Friedhof, auf dem der Künstler Edvard Much begraben liegt, bis zur Mathallen Foodhall.

Zur geführten Tour durch Grünerløkka

Oslo Grünerløkka
Szeneviertel Grünerløkka (Photo: VISITOSLO/Tord Baklund)

#22 Oslofjord-Bootsfahrt

Eine Rundfahrt durch die Fjordlandschaft sollte bei einem Oslo-Besuch auf keinen Fall fehlen, finden wir. Vom Meer aus eröffnen sich ganz neue Perspektiven auf die Stadt. Die schmalen Sunde, idyllischen Buchten und kleinen Inseln bieten unzählige Fotomotive.

Es gibt zahlreiche Anbieter für die klassischen Sightseeing- und die Fjord-Rundfahrten. Die Schiffe legen mehrmals täglich am Rathauskai ab (siehe #7). Vor Ort kannst du bequem verschiedene Möglichkeiten vergleichen.

Die klassische Tour dauert etwa 2 Stunden und kostet sowohl im Segelboot als auch im typischen Sightseeing-Schiff um die 350 NOK (ca. 35 Euro).

Zum Ticket für die 2-stündige Bootsfahrt entlang der Fjorde

Für das besondere Erlebnis gibt es an einigen Abenden im Sommer auch Touren mit Live-Musik und typisch norwegischem Krabbenbüffet an Bord.

Mit dem Hop-On-Hop-Off-Boot kannst du bequem an mehreren Stationen auf der Museumsinsel oder am Opernhaus aus- und später wieder zusteigen. Diese Schiffe sind preiswerter, verkehren allerdings oft nur im inneren Fjord und im Hafen.

Zur Hop-On/Hop-Off-Minibootstour mit englischem Audioguide

Unser Tipp: Wenn dir ergänzende Informationen nicht so wichtig sind und du vor allem die Aussicht genießen und Fotos schießen möchtest, kannst du die Hop-On-Hop-Off-Fähren auch auf eigener Faust nehmen.

Das ist nicht nur deutlich günstiger, du kannst auch flexibel ein- und aussteigen und so noch die kleinen Inseln mit ihren tollen Badestränden erkunden. Dein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr und der Oslo-Pass gelten für die Anleger von Aker brygge, Hovedøya, Lindøya, Nackholmen, Bleikøya, Gressholmen und Langøyene.

Oslofjord Fähre
Wir sind auf unserer Anreise sowieso mit der Fähre durch den Fjord gefahren und haben uns dann in der kurzen Zeit auf Stadt selbst konzentriert. Bei einem längeren Aufenthalt lohnt sich eine Fjordfahrt aber auf jeden Fall.

Das waren also unsere 22 schönsten Sehenswürdigkeiten und Highlights von Oslo. Warst du schon mal da? Wenn ja, was hat dir besonders gut gefallen? Hast du noch Tipps, was wir uns beim nächsten Mal unbedingt anschauen sollten? Dann hinterlass uns gerne einen Kommentar.