Kurz und knackig
- Auf eine Reise nach Peru solltest du dich gut vorbereiten. Wir geben dir in diesem Artikel alle wichtigen Reisetipps für Peru, die du unbedingt kennen solltest.
- Dazu gehören Infos zur Ein- und Anreise, Verständigung und Fortbewegung im Land. Für alle Themen teilen wir auch unsere eigenen Erfahrungen und persönlichen Tipps.
- Planst du gerade noch deine Rundreise, lies auch unseren Artikel mit den besten Tipps für Reiserouten durch Peru auf eigene Faust.
Lohnt sich eine Reise nach Peru?
Definitiv! Peru ist ein unglaublich vielseitiges Land und voller Sehenswürdigkeiten. Es ist ein super Einsteigerland für eine Südamerika Reise.
Du kannst problemlos mit Fernbussen oder Inlandsflügen durch das Land reisen und es werden zahlreiche Touren zu den verschiedenen Highlights angeboten. Auch die Auswahl an Hotels und Hostels ist riesig.
Dazu ist Peru ein sehr günstiges Reiseland, was es auch zu einem beliebten Ziel für Backpacker macht. Das gilt übrigens auch fürs Essen, welches in Peru ebenfalls fantastisch ist.
Für mehr Inspiration, warum sich Peru unbedingt lohnt, lies auch diesen Artikel:
Einreise nach Peru
Für die Einreise nach Peru brauchst du einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist. Für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen brauchst du kein Visum.
Wir mussten bei unserer Einreise auch einen Ausreisebeweis vorzeigen – das ist laut dem Auswärtigen Amt aber nicht offiziell vorgeschrieben.

Anreise nach Peru
Es gibt keine Direktflüge nach Peru aus Deutschland. Meist hast du einen Zwischenstopp in Madrid.
Du kannst aber auch nach Amsterdam oder Paris mit dem Zug fahren, denn von dort gibt es Direktflüge nach Lima.
Ein Flug von Madrid nach Lima dauert knapp 12 Stunden. Aus Deutschland beträgt die reine Flugzeit dann etwa 15 Stunden.
Der größte internationale Flughafen in Peru liegt in Lima. Möchtest du direkt zu einem anderen Reiseziel in Peru (wie zum Beispiel nach Cusco), musst du in Lima umsteigen.
Bezahlen und Währung in Peru
Die offizielle Währung in Peru sind Sol. 1 Euro sind in etwa 4 Soles.
Du brauchst in Peru unbedingt Bargeld. Vor allem in kleinen Lokalen und in Bussen kannst du oft nur bar zahlen. In Hotels und bei Reiseagenturen ist oft Kartenzahlung möglich, allerdings musst du da meist 5 % Gebühren zusätzlich zahlen.
Bei den Geldautomaten von der Banco de la Nación kannst du übrigens gebührenfrei Bargeld abheben – damit sparst du schon einiges an Geld.
Wir empfehlen dir übrigens ein Girokonto bei der DKB zu eröffnen, mit der VISA Debitkarte kannst du im Ausland nämlich ebenfalls kostenfrei Geld abheben. Alle unsere Tipps zur besten Reisekreditkarte findest du in eigenen Artikeln.
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Trinkgeld in Peru
In kleinen, typisch peruanischen Lokalen ist Trinkgeld oftmals nicht üblich. Die Leute freuen sich aber immer riesig, wenn du ihnen ein wenig Trinkgeld dazugibst.
In touristischen Restaurants wird Trinkgeld schon eher erwartet – dort gibst du am besten um die 10 Prozent.
Reisekosten in Peru
Peru ist insgesamt ein günstiges Reiseland. Vor allem einfache Unterkünfte und lokale Restaurants sind sehr preiswert.
Recht teuer sind einige Touristenattraktionen. Vor allem der Machu Picchu Besuch ist insgesamt sehr teuer, da die Anreise kompliziert ist und zusammen mit dem Ticket dann ordentlich auf den Geldbeutel drückt.
Hier ist eine Übersicht über ungefähre Preise in Peru:
- Einfaches Mittagsmenü: 5 Euro
- Doppelzimmer in einfachem Hotel: 60 Euro für 2 Personen
- Abendessen in einem touristischen Lokal: 13 Euro pro Person
- Machu Picchu Ticket: 40 Euro
- Nachtbusfahrt (12 Stunden): 25 Euro
Lies auch unsere Tipps zu den Kosten bei einer Peru Reise:
Unterkünfte in Peru

Es gibt in Peru verschiedene Formen von Unterkünften:
- Hostels: es gibt vor allem Dorms (Mehrbettzimmer) für Backpacker. Der Austausch zwischen Reisenden steht hier im Fokus.
- Hostals: einfache Unterkünfte, vor allem Doppelzimmern, die meist familiengeführt sind.
- Hotels: hochwertigere Unterkünfte mit höheren Preisen.
An touristischen Orten ist die Auswahl an Unterkünften riesig. Vor allem in Cusco und Lima ist die Auswahl einfach enorm. Wir haben dir auch eigene Artikel mit unseren Hoteltipps in Lima und Cusco geschrieben:
Wo übernachten in Lima? Unsere Hoteltipps!
Zu unseren Hoteltipps für Cusco
Sicherheit in Peru
Peru ist insgesamt sicher zum Reisen. Auch wenn die Kriminalität in Peru insgesamt recht hoch ist, musst du dir als Tourist nicht zu viele Sorgen machen – solange du wichtige Verhaltensregeln beachtest.
Du solltest zum Beispiel im Dunkeln nicht mehr zu Fuß unterwegs sein. Deine Wertsachen lässt du immer nahe am Körper und deinen Rucksack lässt du auch nicht unbeaufsichtigt irgendwo stehen.
Generell ist es wichtig, mit offenen Augen durch die Straßen zu gehen und nicht leichtsinnig zu werden.
Neben diesen Tipps solltest du auch beachten, dass die Straßen in Peru oft in schlechtem Zustand sind. Da das Land sehr bergig ist, gibt es viele gefährliche Kurvenstrecken.
Reist du mit Fern- und Nachtbussen, solltest du darauf achten, bei seriösen Anbietern (wie Cruz del Sur) zu buchen. Sie sind sicherer, da die Konditionen für Busfahrer oft besser sind.
Mehr zur Sicherheit in Peru findest du hier:

Fortbewegung in Peru
Peru mit dem Überlandbus
Überlandbusse sind in Peru gang und gäbe. Es gibt auch gefühlt unendlich viele verschiedene Busanbieter. Daher sind sie eine super Option, um günstig und umweltschonend durch Peru zu reisen.
Du solltest aber unbedingt bei einem seriösen, wenn auch teureren Anbieter buchen. Dort arbeiten Busfahrer unter besseren Bedingungen und die Busse halten zwischendurch nicht an jeder Ecke an, um Passagiere mitzunehmen.
Die Gefahr von Unfällen, Diebstählen und Überfällen ist dann auch geringer.
Unser Tipp sind die Busse von Cruz del Sur. Du kannst sie online im Voraus über bookaway buchen, sie sind bequem und gut organisiert.
Inlandsflüge in Peru
Eigentlich sind wir keine großen Fans von Inlandsflügen. Da Peru aber ein großes Land ist und Busfahrten sehr lang sind, macht es bei einigen Strecken Sinn, das Flugzeug zu nehmen.
Wenn du nicht gut und lange im Bus sitzen kannst und Angst vor den Kurvenstrecken hast, sind Inlandsflüge die beste Alternative. Zugverbindungen gibt es in Peru nur sehr wenige.
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Mit dem Auto durch Peru
Du kannst dir für deine Rundreise durch Peru auch ein Auto mieten, allerdings empfehlen wir dir das nicht unbedingt. Da die Strecken so weit sind, musst du sehr viel fahren.
Außerdem solltest du Autofahren gerne mögen und keine Angst vor schlechten Straßen und bergigen Kurvenstrecken haben. Ein Fahrzeug mit Allradantrieb ist auf jeden Fall empfehlenswert.
Liebst du Autofahren und hast viel Zeit in Peru, macht ein Mietwagen aber durchaus Sinn. Nachtfahrten solltest du aber vermeiden, da gerade auf verlassenen Landstraßen Überfälle vorkommen.

Fortbewegung innerhalb der Städte
In den meisten Städten kannst du dich super zu Fuß fortbewegen. Die Sehenswürdigkeiten stehen oft mitten im Zentrum (z. B. in Arequipa oder Cusco).
Wenn du zu den Highlights möchtest, die weiter außerhalb liegen, nimmst du am besten ein Uber. Uber-Fahrten sind günstig und du wirst direkt von Tür zu Tür gefahren.
In vielen Orten, wie zum Beispiel in Cusco, kannst du umliegende Orte mit sogenannten Colectivos erreichen. Diese kosten nur wenige Euro und fahren immer dann ab, wenn der Bus voll ist. Es gibt keinen großen zentralen Colectivo-Terminal, sondern jeder Colectivo fährt an einer anderen Ecke ab.
Durch das Busnetz innerhalb der Städte haben wir ehrlich gesagt nicht so gut durchgeblickt und sind deshalb – außer in Lima – nicht mit den Stadtbussen gefahren.
In Lima ist das Busnetz verständlicher. Die wichtigsten Infos zur Fortbewegung in der Stadt findest du in unserem Artikel mit den besten Tipps und Sehenswürdigkeiten in Lima.
Sprache und Verständigung in Peru
Die Amtssprache in Peru ist Spanisch. Mit Spanisch kommst du auch in den meisten Gebieten Perus sehr gut weiter. Einige indigene Völker haben ihre eigenen Sprachen und sprechen auch nicht immer Spanisch.
Quechua ist die am meisten gesprochene indigene Sprache – vor allem in der Andenregion.
Mit Englisch kannst du dich nur vereinzelt mit den Leuten verständigen. Einheimische, die mit Touristen arbeiten, können aber meist mindestens ein wenig Englisch.
SIM-Karte, Internet und Steckdosen in Peru
Wir empfehlen dir, für deine Peru Reise eine eSIM zu kaufen. Diese kannst du schon vor deinem Urlaub einrichten und musst sie in Peru am Flughafen nur noch aktivieren – schon hast du Internet.
Unser Tipp ist die eSim von Saily.
Alternativ kannst du dir aber auch vor Ort eine physische SIM-Karte kaufen, das ist günstiger als eine eSim. In den meisten Unterkünften in Peru hast du aber auch WLAN.
Das Netz in Peru ist in den größeren Orten sehr gut, in abgelegeneren Ecken, wie auf Wanderungen in den Anden, hast du oft aber kein gutes Internet.
Für Peru brauchst du zudem einen Reiseadapter. In einige Steckdosen passen deutsche Stecker zwar, in die meisten aber nicht. Wir empfehlen dir, einen Universaladapter zu kaufen.
Zeitzonen und beste Reisezeit in Peru

Während der deutschen Winterzeit ist es in Peru immer 6 Stunden früher als in Deutschland. Ist es in Deutschland 12 Uhr mittags, ist es in Peru 6 Uhr morgens.
In der deutschen Sommerzeit verlängert sich der Zeitunterschied auf 7 Stunden – dann ist es 5 Uhr morgens, wenn in Deutschland 12 Uhr mittags ist.
Die besten Reisezeiten für Peru sind die Monate Mai, September und Oktober. Zu dieser Zeit kannst du in allen Gegenden Perus gut reisen.
Südperu mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist in der Zeit von April bis November aber generell gut zu bereisen. Lediglich von Dezember bis März regnet es häufig und dann sind auch viele Wanderwege geschlossen.
Hier findest du alle unsere Tipps zur Reisezeit in Peru:
Essen und Trinken in Peru

Die peruanische Küche ist weltbekannt und schmeckt einfach hervorragend. Wir stellen dir jetzt ein paar leckere Gerichte und Getränke vor.
Typisch peruanische Gerichte
- Ceviche: Roher Fisch in Limettensaft mit Zwiebeln und Beilagen wie Mais und Möhren.
- Lomo Saltado: Mariniertes Rindfleisch mit Zwiebeln und Tomaten.
- Anticuchos de Corazón: Fleischspieße aus Rinderherz (typisches Street Food).
- Chicharrón: Knuspriges und frittiertes Schweinefleisch.
- Ají de gallina: Hühnchenfleisch in einer gelben Chili-Sauce.
- Causa rellena: Gestampfte Kartoffel mit Füllungen (sieht aus wie eine Torte), die man als Vorspeise isst.
- Pachamanca: Andines Gericht, bei dem Gemüse und Fleisch auf heißen Steinen im Erdboden gegart werden.
Typisch peruanische Getränke
- Pisco Sour: Der Traubenbrand „Pisco“ ist das Nationalgetränk in Peru. Als Longdrink wird er mit Limettensaft, Zucker, Eiweiß und Bitter gemischt.
- Chicha morada: Alkoholfreies, lilafarbenes Getränk aus getrocknetem Mais.
- Inca Cola: Süßes, gelbes und koffeinhaltiges Getränk, das es so nur in Peru gibt.
Trinkwasser in Peru
Das Leitungswasser in Peru ist nicht trinkbar. In vielen Unterkünften gibt es aber Wasserspender, aus denen du dir gefiltertes Wasser abzapfen kannst – nimm daher unbedingt eine Trinkflasche mit.
Ansonsten kaufst du dir Flaschenwasser – es gibt auch größere Kanister (zum Beispiel 5 Liter). Das ist günstiger und dann hast du einen Vorrat.
Alternativ kannst du dir Wasser auch abkochen. In den meisten Unterkünften hast du einen Wasserkocher im Zimmer. Du kochst das Wasser und lässt es anschließend abkühlen.
Was einpacken für einen Urlaub in Peru?
Für Peru solltest du dich kleidungstechnisch auf alles vorbereiten. Im Amazonas und am Meer ist es ganzjährig warm. Kurze Klamotten sind daher Pflicht.
Im Hochland der Anden wird es aber auch schnell eiskalt – vor allem nachts. Das gilt unabhängig von der Jahreszeit. Wenn tagsüber die Sonne herauskommt, knallt sie aber ganz schön und dann eignen sich wieder kurze Klamotten.
Kurz gesagt: Sei auf jedes Wetter vorbereitet. Der Zwiebellook ist empfehlenswert.
Trotzdem solltest du darauf achten, nicht zu viel einzupacken. Je weniger Gewicht du dabei hast, umso besser. Spätestens wenn du in Cusco ein kleines Stück bergauf mit Gepäck gehen musst, wirst du an unseren Tipp denken.
Neben Klamotten, deinen persönlichen Hygieneartikeln, Handy und Dokumenten brauchst du unbedingt diese Dinge:
- Mückenspray
- Sonnencreme
- Trinkflasche
- Badesachen
- Wanderausrüstung (insbesondere Schuhe)
Unser Tipp: Für Peru ist ein großer Rucksack besser geeignet als ein Koffer. Viele Straßen in Peru sind uneben und der Feind von Koffern.
Impfungen und Krankheiten
Für Peru werden vom Auswärtigen Amt diese Impfungen empfohlen: Gelbfieber und Hepatitis A. Zusätzlich solltest du mit deinem Hausarzt bzgl. zusätzlicher Impfungen gegen Chikungunya- und Denguefieber, Hepatitis B und Tollwut sprechen.
Tollwut in Peru
Ich (Tina) wurde in Peru mal von einem Straßenhund gebissen und war sehr froh, dass ich die Tollwut-Impfung hatte. Auch wenn Tollwut in Peru bei Menschen nur selten auftritt, gerätst du doch schneller in Kontakt mit streunenden Hunden, als du vielleicht denkst.
Wurdest du von einem Tier gebissen, solltest du dich trotzdem direkt vor Ort erneut impfen lassen. Die Schutzimpfungen verringern dein Risiko, schwer zu erkranken, deutlich. Ohne Impfung verläuft Tollwut bei Menschen in fast 100 % der Fälle tödlich (sorry, wenn wir dir jetzt Angst machen).
Übrigens wird Tollwut in Peru auch von Fledermäusen übertragen.

Malaria in Peru
Höhenlagen ab 2.500 Metern Höhe sind in Peru malariafrei. Im Rest des Landes herrscht ein niedriges Malaria-Risiko.
Hoch ist das Risiko nur im Amazonas – und dort auch regional unterschiedlich hoch. Reist du in ein Malariagebiet, sprich mit dem Arzt, ob eine prophylaktische Tabletteneinnahme sinnvoll ist.
Höhenkrankheit in Peru
Viele beliebte Orte in Peru liegen im Hochland auf über 3.000 Metern Höhe. Daher leiden viele Reisende an der Höhenkrankheit. Erste Symptome sind meist Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit. Stärkere Symptome sind Übelkeit und Erbrechen.
Damit du gar nicht erst höhenkrank wirst, ist es wichtig, dass du dich akklimatisierst – das machen viele Reisende in Peru gar nicht.
Du solltest erst mindestens eine Nacht zwischen 2.000 und 3.000 Metern Höhe verbringen (zum Beispiel in Arequipa) und dann erst auf über 3.000 Meter Höhe gehen (Puno oder Cusco).
Wichtig ist auch, dass du nicht direkt wandern gehst, wenn du im Hochland angekommen bist. Beim Ausflug zum Rainbow Mountain wanderst du zum Beispiel direkt auf über 5.000 Metern Höhe. Das solltest du nicht direkt nach deiner Ankunft in Cusco machen.
Wenn du an Höhenkrankheit leidest, helfen Koka-Tee oder Koka-Blätter (das Heilmittel schlechthin der Einheimischen). Bei stärkerer Symptomatik solltest du aber zum Arzt gehen oder auf niedrigere Höhen absteigen. Gesundheit geht immer vor!
Auslandskrankenversicherung für Peru
Du solltest für deine Peru Reise auf jeden Fall eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Falls du ins Krankenhaus oder zum Arzt musst, zahlst du die Rechnungen normalerweise erst selbst und reichst sie danach bei deiner Versicherung ein.
Wir mussten selbst einmal ins Krankenhaus in Peru und die Rückerstattung hat problemlos geklappt. Unser Tipp für eine Auslandskrankenkasse ist die HanseMerkur.
Zur HanseMerkur Auslandskrankenversicherung
Zu unserem Artikel mit den besten Auslandskrankenversicherungen