Ein Gastbeitrag von Nora Teichert.

Nora TeichertMein Name ist Nora Teichert und ich habe mehr als zwei Jahre auf dem Dach Perus, in Cusco auf 3.430 Meter gelebt und gearbeitet.

Tipp: Mein E-Book „Quer durch Peru“ ist ideal um dich auf deine Peru-Reise vorzubereiten. Hier ansehen.

An Peru faszinieren mich vor allem das alltägliche Leben der Menschen und die beeindruckenden Landschaften bei Cusco, im Heiligen Tal der Inka.

Auf meiner Internetseite Info-Peru plaudere ich aus dem Nähkästchen – von meiner Zeit in den Anden, von ganz besonderen Momenten, Orten und der unheimlichen Inspiration, die mich immer wieder packt. Schaut mal vorbei!

Und nun verrate ich dir meine Tipps für eine erfolgreiche Foto-Reise nach Peru!

Peru hat alles zu bieten, was dein Fotografenherz höher schlagen lässt: Abwechslungsreiche Naturlandschaften, eine der artenreichsten Tierwelten, zahlreiche farbenfrohe Feste, Tänze, authentische Rituale und Traditionen.

Die wertvollste Investition für eine Foto-Reise nach Peru lautet Zeit! Und wenn du eine Foto-Reise nach Peru planst, dann solltest du dir im Vorfeld folgende Fragen stellen:

Schafe im heiligen Tal
Schafe im heiligen Tal

#Tipp 1: Welches ist die beste Reisezeit für Peru?

Peru Reisezeit: Welche Jahreszeiten und welches Klima herrschen in Peru vor?

Das Klima in den verschiedenen Zonen Perus ist zu jeder Jahreszeit sehr verschieden. Die Trockenzeit in den Anden und in der Urwaldregion geht von Juni – Oktober. Hier sind Niederschläge sehr gering. Die Wahrscheinlichkeit für sonniges Wetter liegt bei 95%. An der Küste herrscht zu dieser Zeit jedoch ein sehr trübes und kühles Klima.

Von Juni bis September ist die Küstenregion bei Lima dauerhaft von einem hartnäckigen Küstennebel bedeckt. Von November bis März ist Sommerzeit in Peru. An der Küste ist es dann sommerlich heiß mit sehr vielen Sonnentagen. In den Anden und im Urwald herrscht in diesen Monaten Regenzeit. Schwere Regenfälle nehmen zu, treten jedoch immer nur zeitweise auf.

Warum das Klima so wichtig ist zum Fotografieren? Weil es sich wesentlich auf deine Fotos auswirken wird.

Warum die Trockenzeit nicht unbedingt die beste Reisezeit für schöne Fotos ist.

Viele Reisende bevorzugen die Trockenzeit von Juni bis Oktober. Logisch, denn man hat eine fast 95%-ige Garantie auf Sonne und blauen Himmel. Fotos gelingen bei trockenen Wetterverhältnissen natürlich immer und wer nicht viel Ahnung von Fotografie hat, wählt besser diese Jahreszeit für eine Reise nach Peru.

Ich denke jedoch die Monate von Juni – Oktober ziehen auch viele Nachteile mit sich, die da wären:

  • Küstennebel an der Küste von Lima. Wenn du dich in den Monaten von Juni – Oktober auf sonniges Wetter in den Anden freust, wirst du enttäuscht sein, über das trübe und unfreundliche Wetter in Lima und südlich von Lima.
  • Trockenzeit in den Anden bedeutet auch immer eine sehr trockene und leblose Vegetation. Das gleiche gilt für den Urwald. Die Landschaftsbilder in den Anden sind geprägt von braunen Feldern und trockenem Gewächs.
  • Weiterer Nachteil in meinen Augen sind Urlaubsfotos mit stets blauem Himmel. Langweilig! Vielleicht gehen hier die Meinungen auseinander.
  • Was weiterhin gegen die Monate Juni – Oktober spricht, ist die Hauptsaison für den Tourismus in Peru. Die meisten Europäer reisen nach Peru weil Sommerferien sind und weil die Trockenzeit unter den 08/15 Touristen nun einmal die Bessere ist.

Die beste Peru Reisezeit für beeindruckende Fotos: Die Regenzeit!

Ich sehe die Regenzeit als die geeignetste Reisezeit für richtig gute Aufnahmen. Daher lautet meine wichtigste Investition auch Zeit. Ich hätte wohl nie im Leben so viele gute Aufnahmen gemacht, hätte ich nicht zwei Jahre Zeit dafür gehabt.

Natürlich kann es passieren, dass ein Urlaubstag im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fällt. Da sich die Wetterlagen in den Anden aber sehr schnell ändern, kann nach einem weltuntergangsmäßigen Regenfall auch sofort wieder die Sonne scheinen.

Und wer liebt ihn nicht, diesen Moment, wenn alles im goldenen Sonnenlicht erglänzt, während der Himmel dunkelblau ist und sich kontrastreich absetzt. Beeindruckend!

Wenn du dir dann einmal noch den Festkalender von Peru zu Herzen nimmst, wirst du feststellen, dass von Februar – Juni, in der Regenzeit, sehr viele Feste stattfinden. Unter anderem der Karneval „La Candelaria“ in Puno im Februar, die Osterprozessionen in Cusco im März/April und das Corpus Christi Fest Ende Mai/Anfang Juni.

Heiliges Tal
Heiliges Tal zur Regenzeit

#Tipp 2: Welches Kamera-Equipment eignet sich für eine Peru Reise?

Mein Rat für eine Fotoreise nach Peru lautet: Weniger ist mehr. So manch einer hat sich schon den schönsten Fotomoment durch die Lappen gehen lassen, weil er nicht schnell genug sein Objektiv wechseln konnte oder einfach überfordert war mit den vielen Einstellungen seiner Kamera. Das Leben in Peru ist eben schnelllebig.

Aber es kommt auch darauf an, welche Aufnahmen dir am wichtigsten sind. Wenn du einen Fokus auf Landschaftsfotografie legst, dann solltest du gegebenenfalls auch ein Stativ mitbringen.

Wenn dich besonders die Tierwelt im Dschungel reizt, dann solltest du natürlich ein gutes Teleobjektiv mitbringen. Für Menschenaufnahmen macht sich ein lichtstarkes Portrait-Objektiv besonders gut.

Achte bei deiner Kameraausrüstung auch darauf, wie du reist. Bist du in einer Reisegruppe unterwegs, ist es bequemer, auf viel Kameratechnik zu verzichten. Die anderen Reiseteilnehmer werden es dir danken.

Das kommt für Dich wahrscheinlich gar nicht erst in Frage und du entschließt Dich eine individuelle Tour zu machen. Wie schon erwähnt, solltest du viel Zeit einplanen. Recherchiere im Vorfeld welche Orte dich am meisten reizen und plane immer mindestens ein oder zwei Tage mehr an diesem Ort ein. Wenn du mehr Zeit hast, dann kannst du auch gezielt mit deiner professionellen Kameraausrüstung ans Werk gehen.

#Tipp 3: Welche ist die beste Uhrzeit zum Fotografieren in Peru?

In Peru geht die Sonne ganzjährig gegen 05:30 Uhr auf und gegen 17:30 Uhr unter. Die Nähe zum Äquator sorgt dafür, dass diese Zeiten in Sommer- und Winterzeit gleich bleiben.

Meine Empfehlung für das beste Licht lauten: Morgens schon sehr früh zwischen 06 – 09 Uhr und am Nachmittag von 15 – 17:30 Uhr. Mittags planst du am besten den Besuch von Museen und Kirchen ein.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten und Fotospots in Cusco und Umgebung

Im Folgenden verrate ich dir noch meine Lieblings-Fotospots in und rund um Cusco.

#1 San Pedro Markt

Täglicher Markt in Cusco, wo du regionale Produkte und das quirlige Treiben fotografieren kannst. Mein Tipp: die Leute fragen, ob du sie fotografieren kannst. Meist sind sie einverstanden und freuen sich, dass du sie vorher fragst. Ansonsten wurde auch schon einmal mit Kartoffeln auf fotografierende Touristen geworfen!

San Pedro Markt
San Pedro Markt

#2 Friedhof Almudena

Der Friedhof Almudena in Cusco ist im neoklassischen Stil gebaut. Wie immer auf Friedhöfen, solltest du hier etwas rücksichtsvoll vorgehen , wenn du fotografierst.

Friedhof
Friedhof Almudena in Cusco

#3 Tiermarkt in Cusco

Der Tiermarkt in Cusco findet immer samstags bei der „Puente Grau“ statt. Hier wird vom Welpen bis zum Meerschwein alles verkauft. Hier solltest du sehr gut auf deine Sachen aufpassen und nur fotografieren, wenn du dich sicher fühlst.

Tiermarkt
Tiermarkt in Cusco

#4 Sonntagsmarkt in Pisaq

Neben dem San Pedro Markt ist auch der Sonntagsmarkt in Pisaq sehr sehenswert. Er findet im Heiligen Tal der Inka statt.

Markt
Sonntagsmarkt in Pisq

#5 Die Salzterrassen von Maras und die Inkaruinen Moray im Heiligen Tal der Inka.

Mein Tipp, eine Wanderung zwischen Moray und Maras. Diese ist vor allem in der Regenzeit landschaftlich sehr eindrucksvoll.

Salzterassen
Salzterrassen der Maras

#6 Ein weiterer Peru Tipp ist der Besuch eines Sozialprojektes.

Hier hast du die einmalige Chance mehr über die Traditionen der Indigenen zu lernen und gleichzeitig die Möglichkeit, großartige Bilder zu machen.

Meine letzten drei Tipps zum Fotografieren in Peru an Dich lauten:

  • Nimm die möglichst viel Zeit.
  • Recherche ausgiebig im Vorfeld. Mach dich mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut.
  • Sei aufgeschlossen und geduldig. Dann wirst du mit tollen Fotos belohnt.

Hast du Fragen für deine Peru Reise?

Hast du Fragen an Nora? Warst du auch schon einmal in Peru und kannst von deinen Erfahrungen berichten? Dann freuen wir uns auf deinen Kommentar.

Tipp: Das E-Book „Quer durch Peru“

 

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