Kurz und knackig
- Peru ist insgesamt sicher zum Reisen, aber gefährlicher als zum Beispiel Deutschland. Es gibt auch einige Unterschiede in den einzelnen Regionen, Städten und Stadtvierteln in Peru.
- Wichtig ist, dass du einige Verhaltensregeln beachtest – wie nachts nicht mehr zu Fuß unterwegs zu sein und deine Wertsachen eng am Körper zu tragen.
- Vorsicht ist auch auf den Straßen geboten, denn durch die vielen Serpentinen und schlechten Straßenverhältnisse kommt es oft zu Verkehrsunfällen.
- Informiere dich vor deiner Reise auch über Naturkatastrophen und gefährliche Tiere in Peru. Dazu findest du mehr Infos am Ende dieses Artikels.
Ist Urlaub in Peru gefährlich?
Nein, generell ist ein Urlaub in Peru nicht gefährlich. Du musst aber einige Dinge beachten und dein Verhalten anpassen, damit du in Peru sicher und ohne Angst reisen kannst.
Die beliebten Touristenorte sind generell sicher – sonst wären sie ja auch nicht touristisch. In die wirklich gefährlichen Gebiete wirst du als Tourist gar nicht kommen.
Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle, Überfälle bei Nacht etc. kommen aber vor. Wenn du aber nachts nicht mehr zu Fuß unterwegs bist und gut auf deine Wertsachen aufpasst, sollte dir aber eigentlich nichts passieren.
Recht gefährlich sind in Peru die Straßen – das wird oft unterschätzt. Verkehrsunfälle durch Erdrutsche, schlechte Straßenverhältnisse und übermüdete Busfahrer sind nicht selten – aber auch hier kannst du dich recht gut schützen. Das erzählen wir dir gleich jetzt alles genauer.
Sicherheit an den Touristenorten in Peru

Die Sicherheit in Peru ist ein bisschen abhängig nach Region und Orten. Wir beschreiben dir die Situation anhand einiger beliebten Touristenorte und Sehenswürdigkeiten in Peru.
Sicherheit in Lima
Ob Lima gefährlich ist, variiert stark vom Stadtteil. Es gibt einige Gegenden in Lima, die sehr sicher und andere, die sehr gefährlich sind.
Die meisten touristischen Viertel in Lima sind sicher – die unsicheren Ecken besuchst du am besten gar nicht erst. Da es dort aber sowieso nicht viel zu sehen gibt, hast du eigentlich auch keinen Grund, hinzufahren.
Einzig der Flughafen liegt in einem gefährlicheren Viertel – wenn du aber mit dem Uber in dein Hotel in Lima fährst, ist das nicht weiter dramatisch.
Generell ist es in Lima ratsam, im Dunkeln nicht mehr zu Fuß unterwegs sein. Das gilt vor allem für das Stadtzentrum und verlassene Straßen.
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Sicherheit in Cusco & am Machu Picchu
Die Gegenden rund um die Sehenswürdigkeiten von Cusco haben wir als sehr sicher wahrgenommen. Da hier so viele Touristen unterwegs sind, kannst du auch abends noch zu Fuß rumlaufen.
Aufpassen musst du aber vor Taschendiebstählen. In vielen Ecken Cuscos ist so viel los, dass dir leicht etwas aus der Tasche gezogen werden kann.
Ansonsten sind Erdrutsche und Unwetter in der Andenregion rund um Cusco eine echte Gefahr. Das betrifft gerade in der Regenzeit auch die Anreise zum Machu Picchu.
Zudem finden in Cusco und Umgebung oft Proteste statt – es kann also vorkommen, dass einige Straßen blockiert sind und du evtl. einen Tag früher oder später abreisen musst. Als wir in Cusco waren, wurde zum Beispiel zwei Tage lang demonstriert und wir mussten dann im Ort bleiben – da haben wir von den Demonstrationen aber nichts mitbekommen.
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Sicherheit in Arequipa
In Arequipa haben wir uns sehr sicher gefühlt – es wundert uns nicht, dass die Stadt zu den sichersten in Peru gehört. Trotzdem solltest du nachts nicht mehr in verlassenen Gegenden unterwegs sein und dich immer vor Taschendiebstahl schützen.
Rund um Arequipa stehen viele Vulkane und einige sind davon auch aktiv. Dass du einen Ausbruch erlebst, bei dem dann zum Beispiel die Stadt evakuiert werden müsste, ist aber sehr unwahrscheinlich.
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Sicherheit in Puno und am Titicacasee
In Puno haben wir uns nicht ganz so wohl gefühlt wie in Cusco und Arequipa. Gerade nachts sind wir hier nicht gerne rausgegangen. Tagsüber ist das Zentrum aber sicher.
Die beliebten Inseln auf dem Titicacasee kannst du problemlos besuchen.
Ansonsten finden auch in der Gegend rund um Puno oft Proteste statt und du solltest dich über Straßenblockaden regelmäßig informieren.
Wie äußert sich Kriminalität in Peru?

Bei Touristen kommt vor allem Kleinkriminalität vor. Vor allem Taschendiebstähle sind häufig. Aufpassen solltest du nicht nur bei großen Menschenmengen, sondern auch in Bussen, am Strand und in Unterkünften.
Überfälle auf Touristen sind eher selten – das Risiko ist nachts höher. Organisierter Kriminalität begegnest du als Tourist normalerweise nicht.
Wichtige Verhaltensregeln für eine Reise in Peru
Damit du deine Reise durch Peru so sicher wie möglich gestaltest, kommen hier unsere Tipps für Verhaltensregeln.
#1 Wertsachen eng am Körper tragen
Immer gut auf deine Wertsachen aufzupassen, gilt eigentlich immer und überall auf Reisen. Wir empfehlen dir besonders für Südamerika, eine Bauchtasche mitzunehmen und dort deine Wertsachen zu verstauen.
Aus Hosentaschen oder Rucksäcken können dir jegliche Dinge schnell entwendet werden, ohne dass du es merkst.
#2 Lasse einen Teil deiner Wertsachen in der Unterkunft
Wir haben auf jeder Reise immer zwei Kreditkarten dabei – eine nehmen wir zum Sightseeing mit und die andere lassen wir in der Unterkunft. So gehen wir auf Nummer sicher, dass wir immer zahlungsfähig sind.
Das gleiche gilt auch für den Ausweis. Den Personalausweis & eine Kopie des Reisepasses haben wir generell dabei, während der echte Reisepass – sofern möglich – sicher im Hotel bleibt.
#3 Kleide dich möglichst unauffällig
Wir empfehlen dir, dich in Peru so einfach wie möglich zu kleiden. Schmuck und teure Accessoires lässt du besser zuhause.
Läufst du mit teuren Markenklamotten durch Peru, wirst du leichter zum Opfer von Diebstählen, da die Täter direkt sehen, dass es bei dir etwas zu holen gibt.
Daher läufst du am besten möglichst unauffällig rum.
#4 Sei nachts nicht mehr zu Fuß unterwegs
Nachts solltest du generell immer mit dem Uber oder Taxi unterwegs sein. Überfälle nehmen im Dunkeln zu und du solltest nichts riskieren.
Einzig in belebten Barvierteln und in einigen Touristengegenden kannst du noch sicher zu Fuß von Lokal zu Lokal spazieren. Sonst würden wir die Straßen Perus zur späten Stunde aber meiden.
#5 Informiere dich in deiner Unterkunft über die Umgebung
Wir können dir hier einen guten Überblick über die Allgemeinsituation in Peru geben, aber die Empfehlungen von Einheimischen sind oft Gold wert.
Frag in deiner Unterkunft immer einmal nach, wie sicher die Gegend drumherum ist und ob sie dir empfehlen können, in der Ecke zu Fuß entlangzulaufen etc.
Vor Ort erfährst du auch, ob es aktuelle Änderung zur Sicherheitslage gibt.
Proteste in Peru
Proteste in Peru führen häufig zu Straßenblockaden und gewaltsamen Auseinandersetzungen. Demonstrationen finden landesweit immer mal wieder statt. Meide die Protestaktionen so gut wie möglich, um nicht in Gewaltsituationen zu geraten.
Als wir in Cusco waren, fuhren zum Beispiel zwei Tage lang keine Busse wegen Straßenblockaden. Von den Protesten haben wir aber nichts mitbekommen.
Straßen und Nachtbusse in Peru

Die Straßenverhältnisse sind tatsächlich das, was uns in Peru am meisten Angst gemacht hat. Da Peru so bergig ist, fährst du ständig durch enge Kurven.
Dazu kommt, dass Straßen oft in schlechtem Zustand sind. Wegen Unwettern und Erdrutschen sind viel Straßenabschnitte nicht asphaltiert und Schlaglöcher kommen auch auf Hauptstraßen reihenweise vor.
Viele Fahrten auf unserer Reiseroute durch Peru haben uns echt einige Nerven gekostet. Auto- und Busunfälle sind daher auch keine Seltenheit.
Sind Fern- und Nachtbusse in Peru sicher?
Wir würden lügen, wenn wir jetzt mit Ja antworten. Lange Busfahrten in Peru sind mit Sicherheit nicht das sicherste Verkehrsmittel. Das heißt aber nicht, dass wir dir von Fernbussen abraten.
Nachtbusse sind für uns immer noch die beste Option, sich in Peru fortzubewegen. Es gibt regelmäßige Verbindungen und sie sind günstig. Wir haben fast alle Strecken mit dem Fernbus zurückgelegt.
Wichtig ist, dass du bei einem seriösen Anbieter buchst – das sichert dich zwar nicht von Unfällen ab, aber die Busfahrer arbeiten meist unter besseren Konditionen und die Wahrscheinlichkeit an Überfällen ist geringer.
Du zahlst dann zwar ein bisschen mehr, aber das ist deine Sicherheit auf jeden Fall wert!
Unfälle können aber trotzdem in jedem Fernbus passieren. Unser Bus von Máncora nach Ecuador ist zum Beispiel mit einem Auto kollidiert, als dieses einer Kuh ausgewichen ist, die auf der Straße stand.
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Ist Peru für alleinreisende Frauen gefährlich?
Nein, ich war in Peru selbst hauptsächlich alleine unterwegs und habe mich die meiste Zeit sicher gefühlt.
Die meisten Gefahren wie Kleinkriminalität können dir natürlich auch als alleinreisende Frau passieren, aber das gilt genauso für alleinreisende Männer oder wenn du zu zweit oder mit mehreren unterwegs bist.
Nachts solltest du möglichst nicht mehr alleine durch die Straßen laufen, denn dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit an Übergriffen. Das gilt vor allem für verlassene Straße und ärmere Viertel. Alleine bist du den Gefahren mehr ausgesetzt, als wenn du mit mehreren unterwegs bist.
Ansonsten wurde ich in Peru von Männern gar nicht so viel angesprochen – im Vergleich zu Brasilien und Kolumbien jedenfalls.
Ich wurde zwar schon recht häufig auf der Straße angestarrt und den ein oder anderen Kommentar habe ich auch gehört, das war es aber schon.
Gefährliche Tiere in Peru

Es gibt in Peru einige gefährliche Tiere. Dass du ihnen begegnest, ist aber unwahrscheinlich.
Straßenhunde
Klingt erstmal nicht gefährlich, wir haben aber keine guten Erfahrungen mit Straßenhunden gemacht. Ich, Tina wurde in Huaraz zum Beispiel von einem Hund zweimal gebissen.
Die meisten Straßenhunde bellen zwar nur und machen nichts, du solltest aber vorsichtig sein. Halte ausreichend Abstand und bleib ruhig, wenn sich dir Hunde nähern.
Lässt dich ein Straßenhund nicht mehr in Ruhe, hilft es oft die Bewegung nachzuahmen, als würdest du dich bücken, einen Stein aufheben und nach ihm werfen. Ganz wichtig: Bitte, bitte wirf niemals auf die Tiere oder verletze sie.
Es geht nur darum, die Bewegung nachzumachen, da die Hunde darauf meist ängstlich reagieren und zurückweichen bzw. sich dir nicht mehr nähern.
Lass dich auf jeden Fall gegen Tollwut impfen, bevor du nach Peru reist.
Mücken
Auch Mücken können viele Krankheiten übertragen. Vor allem die Dengue-Fieber Zahlen sind in Peru recht hoch.
Das Malaria-Risiko ist eigentlich nur in der Amazonasregion hoch – ansonsten musst du dir vor Malaria keine großen Sorgen machen. Das Gleiche gilt für Gelbfieber.
Giftige Tiere wie Schlangen und Spinnen
Es gibt in Peru einige Giftschlangen, Spinnen und Skorpione. Es ist aber unwahrscheinlich, dass du sie siehst. Im Amazonas musst du am meisten aufpassen, aber den Dschungel erkundest du wahrscheinlich sowieso mit einem Guide.
Krokodile & Raubkatzen
Wie du schon merkst, gibt es im Amazonasgebiet fast alles an gefährlicheren Tieren. Hier leben unter anderem auch Kaimane und Jaguare.
Krokodile kommen aber auch im Norden Perus am Meer vorbei. Das Spitzkrokodil lebt zum Beispiel in den Mangroven an der Grenze zu Ecuador.
Brillenbäre
Der Brillenbär ist der einzige Bär, den es in Südamerika gibt. Er lebt in den Anden und ist eine gefährdete Art. Generell sind Brillenbären nicht gefährlich, da sie sehr scheu sind.
Fühlen sie sich bedrängt, können sie aber zur Gefahr werden.
Naturkatastrophen in Peru

Naturkatastrophen in Peru kommen vor – informiere dich immer regelmäßig in den Nachrichten, dann kannst du die Lage vor Ort am besten einschätzen.
Erdbeben & Vulkanausbrüche
Peru liegt in einer seismisch aktiven Zone. Auch Vulkane gibt es in Peru einige – allerdings sind nur wenige von ihnen aktiv.
Am gefährlichsten sind der Sabancaya und der Ubinas. Beide stehen im Süden Perus in der Nähe von Arequipa. In dieser Region findest du auch die meisten Vulkane Perus.
Auch Erdbeben kommen immer wieder vor. Dass du ein starkes Erdbeben erlebst, ist aber sehr unwahrscheinlich.
Tsunamis und Fluten an der Küstenregion
Tsunamis in Peru sind selten, aber können ebenfalls vorkommen. Überfluten sind vor allem in der Regenzeit ein Problem.
Erdrutsche & Überschwemmungen
In der Regensaison Perus, die meist im Februar ihren Höhepunkt hat, sind Erdrutsche und Überschwemmungen keine Seltenheit. Daher empfehlen wir dir den Februar zum Reisen in Peru auch nicht unbedingt.
Bist du in der Regenzeit in Peru, informiere dich über mögliche Katastrophengebiete und sei bei Starkregen möglichst nicht auf den Straßen unterwegs.
Das Wetterphänomen El Niño
El Niño tritt etwa alle 4 Jahre auf und ist ein Wetterphänomen, das vor allem Peru betrifft. Es entsteht durch schwächere Passatwinde über dem Pazifik, die ihre gewöhnliche Richtung ändern. Dadurch staut sich das warme Wasser vor der Küste Südamerikas – besonders in Peru.
El Niño hat Auswirkungen auf die ganze Welt und kann zu extremer Hitze und Dürre führen. In Peru sind auch Überschwemmungen und die starken Regenfälle eine Folge.