Reisefotografie: 10 Tipps für bessere Reisefotos

Auf 22places dreht sich alles um unsere zwei größten Leidenschaften. Um das Reisen und die Fotografie. Wir haben das große Glück, dass sich unsere beiden Hobbys so gut miteinander verbinden lassen. Als hauptberufliche Blogger, gehören das Reisen und die Fotografie zu unserem Alltag.

Daher möchten wir uns heute mal näher mit dem Thema Reisefotografie beschäftigen. Was ist eigentlich Reisefotografie? Reisen + Fotografie = Reisefotografie. Ja, es ist wirklich so einfach.

In unserer Zeit, in der eigentlich jeder mit seinem Handy Urlaubsschnappschüsse macht, ist jeder auch irgendwie ein Reisefotograf.

Früher war das alles noch ein wenig schwieriger. Du erinnerst dich vielleicht noch an die Zeit in der man noch Filme in die Kamera einlegen musste und zurück zuhause ungeduldig darauf gewartet hat, dass die Fotos endlich entwickelt sind!

Das heißt aber nicht, dass Reisefotografie heute weniger spannend ist. Im Gegenteil. In diesem Artikel geben wir dir unsere besten Tipps für die Reisefotografie.

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#1 Die beste Kamera für unterwegs

Angefangen haben wir natürlich beide mal mit einer Spiegelreflexkamera. Mittlerweile sind wir aber beide auf spiegellose Systemkameras umgestiegen und haben diese Entscheidung bis heute nicht bereut.

Vor allem beim Reisen sollte man darauf achten, dass die Kameraausrüstung nicht zu schwer wird, damit man sie auch zu jeder Gelegenheit einfach und vor allem gerne mit nimmt.

Es gibt sicherlich Menschen, denen es überhaupt nichts ausmacht eine klobige Kamera mit sich rumzutragen, bei uns ist das anders. Die Versuchung, die Kamera mal in der Unterkunft zu lassen, weil das Mitnehmen zu unpraktikabel ist, ist für uns viel zu hoch.

Wir sind anfangs mit der Sony Alpha 6000 gereist und können die Systemkamera nur jedem, der den Schritt zu einer Systemkamera wagen möchte ans Herz legen.

Sehr leicht, absolut geniales Preis-Leistungs-Verhältnis und eine tip-top Bildqualität. Obwohl wir beide mittlerweile meistens mit der Sony Alpha 7ii fotografieren, ist die Sony Alpha 6000 immer noch unser Reise-Schätzchen.

Wichtig ist, dass du darauf achtest, dass das Fotografieren unterwegs dir Spaß macht und du es nicht leid wirst, die Kamera mit dir rumzuschleppen. Wenn du auf der Suche nach einer neuen Kamera bist, können wir dir unseren Artikel Kamera Kaufberatung: Welche Kamera passt zu dir? ans Herz legen.

Unterwegs mit der Sony Alpha 6000
Unterwegs auf den Philippinen mit der Sony Alpha 6000
Reisefotografie - Auswahl der Kamera
In Kanada waren wir natürlich auch mit unseren Sony 7ii unterwegs.

#2 Eine minimalistische Ausrüstung

Ein halbes Jahr verreisen nur mit Handgepäck inklusive unserer Fotoausrüstung? Klingt verrückt? Finden wir auch. Wir haben es trotzdem gemacht und sind 6 Monate mit zwei 40 Liter Rucksäcken und kleinen Kameraumhängetaschen durch Südostasien gereist.

Mittlerweile übersteigt aber unser Gepäck leider das Maximalgewicht für Handgepäck der meisten Airlines, sodass wir unsere Rucksäcke nun meist aufgeben müssen.

Trotzdem achten wir darauf nur das nötigste Fotozubehör auf unseren Reisen mitzunehmen, das wir dann in unseren Fotoumhängetaschen packen. Und genau das empfehlen wir dir auch. Achte mal darauf, welches Objektiv oder Zubehör du immer mit dir rumträgst, aber eigentlich nie benutzt?

Mehr über unsere Fotoausrüstung findest du hier: Unsere Fotoausrüstung auf Reisen.

Fotografie Ausrüstung
Aus unserem kompletten Foto-Equipment, wählen wir dann nur die Sachen aus, die wir für die Reise wirklich brauchen.

#3 Kenne deine Kamera

Das klingt jetzt erst mal nicht besonders schwierig. Aber kennst du keine Kamera wirklich? Kannst du behaupten, dass du in jeder Situation in- und auswendig die richtigen Einstellungen an deiner Kamera vornimmst und immer zufrieden bist mit den Ergebnissen?

Es klingt vielleicht einfach, aber bis man seine Kamera wirklich richtig kennt, dauert nicht nur eine zeitlang, sondern kostet auch noch unheimlich viel Übung! Und nein, der Automatikmodus kann zwar wirklich schon sehr viel, aber er bringt dir meistens nicht das optimalste Ergebnis und fotografiert deine Motive eben nicht immer genauso wie du es willst.

Wir hören sehr oft von unseren Lesern, dass sie zwar gerne richtig fotografieren lernen würden, die Technik sie aber abschreckt und sie keine Lust haben sich durch die komplizierten Einstellmöglichkeiten zu arbeiten.

Wisst ihr was. Es gibt nichts Schöneres und kaum etwas das mehr Spaß macht als deine Kamera kennenzulernen. Und mit jedem Stück mehr Wissen, dass du dir erarbeitest, bist du deinem Ziel perfekte Fotos zu machen, ein Stückchen näher.

Das Problem, dass Kameratechnik oft mit kompliziertem Vokabular und ohne Spaß vermittelt wird, haben wir übrigens selbst feststellen müssen. Das hat uns unheimlich frustriert und dann beschlossen, dass das schönste Hobby der Welt das nicht verdient hat.

Also haben wir unseren eigenen Fotokurs entwickelt, in dem wir in leicht verständlichen Texten und Videos das komplette Basiswissen der Fotografie vermitteln.

Damit zeigen wir allen: Fotografieren lernen macht unheimlich viel Spaß!

Wir versprechen dir hiermit, dass du mit jeder Funktion und jeder Kameraeinstellung die du lernst, auch eine Entwicklung in deinen Fotos siehst. Also, mach deine Kamera ab sofort zu deinem besten Freund und lerne sie kennen! Wir wünschen dir unheimlich viel Spaß dabei und wenn du möchtest, kannst du natürlich gerne unseren Fotokurs zu Hilfe nehmen: 22places Online-Fotokurs.

Auf Reisen musst du deine Kamera in- und auswendig kennen, um solche Fotos machen zu können.
Denn wenn du deine Kamera in- und auswendig kennst, ist solch ein Foto für dich überhaupt kein Problem mehr!

#4 Vom Auffallen ist eher abzuraten

In anderen Ländern fällt man als Tourist, ob man es will oder nicht, oft auf. Wenn du mit einer teuren Fotoausrüstung reist, ist es eher suboptimal aufzufallen. Du möchtest ja am Ende der Reise deine Ausrüstung auch wieder mit zurück nach Hause nehmen.

Einige der Dinge mit denen du auffallen kannst, kannst du ändern, andere nicht. In einigen Ländern, fällt Jenny oft schon einfach nur wegen ihrer blonden Haarfarbe auf.

Da Jenny ihre Haare aber nicht färben möchte und wir auch sonst unser Aussehen eigentlich nicht verändern möchten, versuchen wir uns ansonsten an die Gepflogenheiten des jeweiligen Landes anzupassen. Warum nicht vor Ort landestypische Klamotten kaufen und tragen?

Eine teure Fototasche oder einen noblen, riesigen Fotorucksack dabei zu haben, ist ebenfalls nicht die beste Idee. Du stellst dich ja auch nicht auf die Straße und rufst: „Beklau mich!“

Es lohnt sich also darüber nachzudenken, deine Fotoausrüstung in einer normalen Umhängetasche oder sogar nur in einem Beutel dabei zu haben. Außerdem gibt es echt super stylische Kamerataschen in unserem Lieblings-Onlineshop Designstraps.

Auf was du beim Kauf deines Fotorucksackes oder deiner Umhängetasche achten musst und welche Taschen uns am besten gefallen, zeigen wir dir hier: Fototaschen müssen nicht langweilig sein. Stylische und schöne Kamerataschen!

Als Alternative, die wir wirklich super finden, kannst du dir auch einfach einen Kameraeinsatz zulegen, in dem deine Kamera dann sicher in fast jeden Rucksack und auch in andere Taschen passt.

Fast noch praktischer als einen Kameraeinsatz ist das Einwickeltuch, da es noch flexibler ist. Dafür aber auch nicht ganz so stabil, wie der Kameraeinsatz. Die Einwickeltücher gibt es natürlich auch in verschiedenen Größen.

#5 Respekt

IWir haben manchmal das Gefühl, dass Fotografen Menschen in anderen Ländern mit Zootieren verwechseln. Grundsätzlich sind wir Befürworter von Menschen– und Streetfotografie. Es gibt aber Grenzen, die man nicht überschreiten sollte. Die goldene Regel der Streetfotografie: Respekt!

Und genau das sollten wir immer im Hinterkopf haben, wenn wir mit unserer Kamera unterwegs sind. Ganz unabhängig davon, ob wir vor unser Haustür oder in einem anderen Land fotografieren.

Es geht aber heutzutage nicht mehr nur um Respekt, sondern auch um die Persönlichkeitsrechte des Fotografierten.

Auf was du beim Veröffentlichen von Fotos beachten musst, haben wir dir übrigens in unserem Artikel Bilder von Personen veröffentlichen zusammengefasst.

Unsere Bitte an dich ist also: Sei immer respektvoll beim Fotografieren, vor allem wenn Menschen dein Motiv sind.

Für uns heißt das, dass du mit den Menschen kommunizierst, bevor du sie fotografierst. Die Ausrede, dass du die Sprache aber nicht sprichst, gilt nicht!

Es reicht eigentlich schon ein nettes Lächeln und das Zeigen auf deine Kamera, damit man dich versteht!

Teepflückerin auf dem Weg zum Little Adam's Peak
Teepflückerin in Sri Lanka

#6 Folge dem Licht

Für Frühaufsteher haben wir jetzt eine gute Nachricht. Das schönste Licht zum Fotografieren hast du morgens zum Sonnenaufgang.

Außerdem hat das frühe Aufstehen und das Fotografieren zum Sonnenaufgang an den meisten Orten noch einen riesigen Pluspunkt, denn du bist oft komplett alleine und musst dir dein Motiv nicht mit Horden anderer Fotografen teilen.

Leider sind wir keine Frühaufsteher. Ganz im Gegenteil. Vor allem Jenny ist ein richtiger Morgenmuffel und bekommt schon am Abend vorher schlechte Laune, wenn sie den Wecker stellt. Aber für ein gutes Foto steht sie trotzdem auch schon mal vor der Sonne auf. Denn es lohnt sich!

Wir haben aber auch noch eine gute Nachricht für alle, die wir wir, keine Frühaufsteher sind. Abends zum Sonnenuntergang hast du auch wunderschönes Licht, dass du definitiv zum Fotografieren nutzen solltest!

Solangon Beach
Sonnenuntergang am Solangon Beach auf der kleinen Insel Siquijor auf den Philippinen.
Philippinen
Sonnenaufgang über den Chocolate Hills auf Bohol, Philippinen.
Test bei Sonnenuntergang - Skyline von Bangkok
Sonnenuntergang in Bangkok

#7 Es kann auch mal etwas schief gehen

Am besten du gewöhnst dich schon mal an den Gedanken, dass du ohne Kamera nach Hause musst. Das ist zwar nun wirklich das Worst-Case-Szenario, aber ausgeschlossen ist es doch nicht.

Es geht eigentlich immer etwas schief. Manchmal sind es nur kleine blöde Sachen, wie eine vergessene oder kaputte SD-Karte, ein leerer Akku oder unscharfe Bilder.

Auf Reisen kann dein Kamera-Equipment, trotz aller Vorsicht, auch mal kaputt gehen oder gestohlen werden. Wenn du dich jetzt bzw. vor deiner Reise schon mal an den Gedanken gewöhnst, bist du nachher nicht ganz so enttäuscht, sauer und traurig.

Wir wünschen dir natürlich, dass nichts schief geht. Sollte trotzdem der Fall der Fälle eintreten, denk bitte einfach daran, dass es nur eine Kamera ist.

Die Hauptsache ist, dir geht es gut. Außerdem soll man sich nicht über Dinge ärgern, die man nicht ändern kann. Also, die Ruhe bewahren und weiter machen!

Und was noch wichtiger ist: Reisefotos während einer Reise regelmäßig sichern. Wir haben mehrere externe Festplatten dabei und sichern unsere Daten auch noch mal online ab. Lies unbedingt auch unseren Artikel So speicherst du Fotos sicher auf Reisen.

Unsere Speichermedien
Unsere Speichermedien

#8 Smartphone-Fotografie

Handyfotografien sind immer so eine Sache und natürlich ersetzt die Handykamera nicht deine richtige Kamera.

Trotzdem darf sie auf Reisen ruhig mal zum Einsatz kommen. Es gibt einfach Situationen in denen du dein Handy schneller zur Hand hast oder dir das Risiko, dass deine Kamera kaputt geht, zu hoch ist.

Da kann die Handykamera ein guter Ersatz sein. Natürlich solltest du auch damit nicht einfach wild losknipsen, sondern auch dann über die Bildgestaltung nachdenken.

Stell dir einfach vor, du hast kein Handy, sondern deine „richtige“ Kamera in der Hand. Denn so verfällst du auch nicht direkt in den „Schnell-Losknipsen-Modus“.

Aber wir finden: Handyfotografien sind auch auf Reisen erlaubt! Lies auch unseren Artikel Smartphone Fotografie: 22 Tipps für bessere Handyfotos.

Handyfotografie in Tokio
Die Straßen Shibuyas in Tokio sind einfach zu faszinierend, um sie nicht mit der Kamera festhalten zu wollen.

#9 Selfies nicht vergessen

Du musst ja nicht immer und überall mit einem Selfiestick rumlaufen, aber das ein oder andere Selfie solltest du trotzdem ab und zu machen. Egal ob mit oder ohne Selfiestick. Wir haben uns lange gegen einen Selfiestick gewehrt, jedoch hat unser Handystativ jetzt einen integriert. Benutzt haben wir ihn bislang aber nur selten.

Wir finden es aber schön, auch mal selbst vor einem tollen und einzigartigen Hintergrund auf dem Foto drauf zu sein. Die meiste Zeit sind wir nämlich hinter der Linse.

Zuhause angekommen hat man meistens viel zu wenige Bilder mit sich selbst drauf.

Unser Vorsatz ist immer: Mindestens ein Selfie pro Tag. Das schaffen wir auch nicht immer, aber mit dem Vorsatz im Hinterkopf machen wir zumindest mehr Selfies als ohne.

Eine andere Möglichkeit Selfies zu machen ist deine Kamera oder dein Handy auf ein Stativ zu stellen und entweder mit Selbstauslöser oder Fernauslöser Fotos zu machen.

Wir benutzen dieses Handystativ und dieses Reisestativ für unsere Systemkameras.

Unser Tipp also: Nimm dir doch einfach beim nächsten Mal vor 1 Selfie pro Tag zu machen, wenn du unterwegs bist.

Shibuya Kreuzung
Shibuya Kreuzung – Selfie mit unserer Systemkamera und Reisestativ
Ahangama, Sri Lanka
Ahangama, Sri Lanka – Selfie mit unserer Systemkamera, die wir umgedreht in der Hand halten.
Schlendern in den Straßen der Altstadt
Handyselfie mit dem Huawei P10 und unserem Handystativ.

#10 Reisefotos entwicklen

Viel zu viele Fotos vergammeln auf deiner Festplatte! Haben wir Recht? Bei uns ist das zumindest der Fall. Wir lassen viel zu wenig Fotos tatsächlich entwickeln.

Das eigentliche Problem liegt bei mir beim Aussortieren. Basti predigt in seinem Artikel über Anfängerfehler und wie du sie vermeiden kannst, dass du radikal aussortieren sollst. Er hat ja auch Recht und auch Jenny bekommt das mit dem Aussortieren immer besser hin.

Allerdings hatten wir dann auch schon das nächste Problem: Wo hängen wir denn die Bilder auf und wie? Rahmen, Leinwände oder was ganz anders. Wir sind das Problem angegangen und haben uns für eine Bilderwand entschieden.

Unser Vorsatz: Wir sortieren nach jeder Reise unsere schönsten Fotos aus, lassen die entwickeln und ersetzen die Reisefotos in den Bilderrahmen mit den aktuellen. Mal sehen, ob es funktioniert.

Unser Tipp: Du kannst übrigens bei Pixum als Neukunde 75 Bilder kostenlos entwickeln lassen. Kein schlechter Anreiz um deine Bilder jetzt endlich mal entwickeln zu lassen, falls du das noch nicht getan hast oder?

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