So findest du das perfekte Reisestativ

Alles, was du über Reisestative wissen musst

Reisestativ

Kurz und knackig

  • Wir nutzen seit Jahren das Rollei Compact Traveler No.1 Carbon und es ist nach wie vor unsere absolute Kaufempfehlung.
  • Es wiegt weniger als 1 kg und hat ein Packmaß von nur 34 cm und belastet das Reisegepäck kaum.
  • Es kostet weniger als 100 Euro und du kannst es online bei Amazon und Foto Koch kaufen.
  • Weitere Kaufempfehlungen und unsere allgemeinen Tipps für Reisestative haben wir dir in diesem ausführlichen Guide aufgeschrieben.

Unsere Top-6-Stative im Vergleich

Aus dem großen Dschungel an Reisestativen haben wir 6 Reisestative herausgesucht, die wirklich einzigartig sind.

Hier ist unsere Übersicht:

Rollei Compact Traveler No. 1Rollei Lion Rock Traveler ProPeak Design Travel TripodUlanzi Zero YHeipi 3-in-1 (W28S)Joby GorillaPod 3K Kit
BesonderheitPreis-Leistungs-SiegerExtrem stabil mit 25 Jahren GarantieHigh-End DesignGünstige Peak Design AlternativeIntegriertes Ministativ, ideal für VloggerMinistativ, dass sich überall festklemmen lässt
Gewicht980 g1.820 g1.270 g1.100 g1.350 g393 g
Packmaß33 cm47,5 cm39 cm *42 cm45 cm30 cm
Max. Höhe142 cm160 cm152 cm157 cm150 cm30 cm
Traglast8 kg20 kg9 kg18 kg25 kg3 kg
MaterialCarbonCarbonCarbonCarbonCarbonHybrid
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Die besten Reisestative im Detail

Rollei Compact Traveler No. 1 (Carbon)

Reisestativ Rollei Compact Traveler No. 1 CarbonDer Preis-Leistungs-Sieger für Einsteiger: Das Compact Traveler No. 1 ist seit Jahren unser Standard-Tipp für alle, die ein leichtes Stativ suchen, ohne ein Vermögen auszugeben. Es wiegt weniger als 1 kg und lässt sich so klein zusammenfalten, dass es in fast jeden Rucksack passt.

Warum wir es lieben? Es ist unkompliziert, stabil genug für die meisten Kameras und schont die Reisekasse.

Für wen ist es geeignet? Perfekt, wenn du dein erstes „richtiges“ Stativ suchst und auf das Gewicht achtest.

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Rollei Lion Rock Traveler Pro

Reisestativ Rollei Lion Rock TravellerDas unverwüstliche Arbeitstier: Egal ob in Island im Sturm oder in der Wüste Marokkos – das Lion Rock dein bester Freund. Es ist sand- und salzwasserfest konstruiert und du kannst es danach einfach abspülen. Es ist schwerer als die anderen, aber dafür steht es wie eine Eins.

Warum wir es lieben? Die 25 Jahre Garantie sind eine Ansage. Es ist ein Stativ für die Ewigkeit und echte Outdoor-Abenteuer.

Für wen ist es geeignet? Für Profis und Abenteurer, die nicht nur unter einfachen Bedingungen fotografieren und maximale Stabilität brauchen.

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Peak Design Travel Tripod (Carbon)

Reisestativ Peak DesignDas Stativ für Design-Puristen: Kein Stativ lässt sich so effizient packen wie das von Peak Design. Es ist im Rucksack so dünn wie eine Wasserflasche. Die Verarbeitung ist auf einem ganz anderen Level und es macht einfach Spaß, es zu benutzen.

Warum wir es lieben? Die lebenslange Garantie und die vielen kleinen Details (wie die versteckte Handyhalterung in der Mittelsäule).

Für wen ist es geeignet? Wenn du das Beste vom Besten willst und bereit bist, für erstklassiges Design und lebenslange Qualität tiefer in die Tasche zu greifen.

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Ulanzi Zero Y

Reisestativ Ulanzi Zero YDie moderne Alternative für Design-Fans: Das Ulanzi Zero Y sieht verdammt schick aus und ist extrem kompakt, weil die Mittelsäule nicht rund, sondern dreieckig ist. Dadurch gibt es keinen toten Raum im Gepäck.

Warum wir es lieben? Es nutzt das super schnelle F38-System zum Einklicken der Kamera und ist deutlich günstiger als die High-End-Konkurrenz von Peak Design.

Für wen ist es geeignet? Für alle, die smarte Technik und ein schlankes Design lieben, aber keine 600 Euro ausgeben wollen.

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Heipi 3-in-1 Travel Tripod (W28S)

Reisestativ HeipiDas Schweizer Taschenmesser unter den Stativen, aber natürlich made in China. Das Heipi ist eine echte Innovation. Das Besondere: Die Mittelsäule ist eigentlich ein zweites, kleines Stativ. Du kannst es herausnehmen und hast sofort ein stabiles Tischstativ dabei, dass du auch super zum Vloggen nutzen kannst.

Warum wir es lieben? Du hast quasi zwei Stative zum Preis von einem. Es ist extrem vielseitig und hält selbst schwerste Kameras bombenfest.

Für wen ist es geeignet? Ideal für Kreative und alle, die unterwegs oft noch ein zweites, kleines Stativ brauchen.

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Joby GorillaPod 3K Kit

Reisestativ GorillapodDer Problemlöser für alle Fälle. Der GorillaPod ist kein klassisches Stativ, sondern ein Verwandlungskünstler. Durch die biegsamen Beine kannst du deine Kamera an Brückengeländer, Bäume oder Schilder hängen, wo kein normales Stativ stehen könnte.

Warum wir es lieben? Er passt in jede Tasche und rettet dir das Foto, wenn du keinen ebenen Untergrund hast. Auch super als Handgriff zum Vloggen.

Für wen ist es geeignet? Als Ergänzung zu einem großen Stativ oder für Minimalisten, die ihre Kamera überall „festkrallen“ wollen. Wir haben auch schon seit Jahren ein Gorillapod und nehmen es immer mit, wenn wir nur mit ganz kleinem Gepäck unterwegs sind.

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Welches Reisestativ ist das richtige für dich?

Basti fotografiert mit Stativ
Immer mit dabei. Unser Reisestativ von Rollei – hier im Einsatz bei der Landschaftsfotografie in Kanada

Du bist noch immer unsicher, welches Reisestativ für dich die beste Wahl ist.

Dann haben wir hier unseren Entscheidungsfinder für dich:

  • Du willst einen günstigen Allrounder? Nimm das Rollei Compact Traveler No. 1. Es ist ein Klassiker, der fast nichts wiegt.
  • Du brauchst maximale Stabilität bei Wind und Wetter? Nimm das Rollei Lion Rock. Es ist das Arbeitstier für Profis.
  • Du liebst Design und geniale Usability? Nimm das Peak Design. Es ist der Apple unter den Reisestativen, aber auch sehr teuer.
  • Du möchtest High End zum kleineren Preis? Nimm das Ulanzi Zero Y. Es bietet fast alles, was das Peak Design kann, kostet aber nur die Hälfte.
  • Du brauchst ein vielseitiges Reisestativ für Foto und Video?  Nimm das Heipi 3-in-1. Du hast immer ein zusätzliches Mini-Stativ, dabei, ohne extra zu packen.
  • Du willst wirklich nur ein Mini-Stativ mitnehmen? Nimm den Joby GorillaPod, er ist ein kleiner Allrounder, den du fast überall befestigen kannst.

Wozu brauchst du eigentlich ein Stativ auf Reisen?

Warum solltest du auf Reisen überhaupt ein Stativ mitnehmen? Gute Frage! Das sind unsere Gründe:

Perfekte Langzeitaufnahmen dank Stativ

Wasserfall mit Polfilter und ND-Filter
Durch eine lange Belichtungszeit verschwimmt das Wasser, wir hier bei diesem Wasserfall in Luang Prabang

Kennst du diese Bilder, in denen die Motive verschwimmen? Aber nicht weil die Fotos unscharf sind, sondern als Gestaltungsmittel.

Diesen Effekt erzielst du mit Langzeitaufnahmen und dafür brauchst du ein Stativ.  Zum Beispiel kannst du mit einer Langzeitbelichtung einen Wasserfall fotografieren, um das Wasser fließend und weich darzustellen.

Bei den Einsatzgebieten gibt es jedoch keine Grenzen:

  • Du kannst beim Sport ebenfalls mit einer längeren Belichtungszeit arbeiten und so eine dynamische Bewegungsunschärfe erzeugen.
  • Wenn es etwas dunkler wird, kannst du die Lichter von fahrenden Autos als Lichtspuren darstellen oder gleich mit der Lichtmalerei loslegen.
  • Die Wolken im Himmel oder die Wellen des Meeres lassen sich mit einer Langzeitbelichtung ebenfalls verschwommen darstellen und zu richtig guten Landschaftsaufnahmen formen.

Fotografieren bei Nacht

Skyline Level 33 Singapur
Mit dem Stativ sind Aufnahmen bei Nacht kein Problem mehr, wie zum Beispiel hier in Singapur

Die Nacht bietet überraschend viele Motive, vor allem in Städten. Ohne Stativ bist du da oft aufgeschmissen und kannst keine verwacklungsfreien Fotos aufnehmen.

Außerhalb von Städten sind die Sternenfotografie oder das Fotografieren der Polarlichter wichtige Anwendungsgebiete für ein Stativ.

Selfies als Urlaubserinnerungen

Schlendern in den Straßen der Altstadt
Süß, wa? Hier hatten wir unser kleines Gorillapod dabei und haben dieses Erinnerungsfoto in den Straßen von Tallinn geschossen.

Ohne Selfies geht es heute nicht. Wenn nicht für Instagram, dann um deiner Familie schöne Urlaubsbilder von dir zu schicken.

Es ist sehr praktisch, wenn du dir den Arm nicht auskugeln musst, um ein Selfie zu machen. Mit einem Stativ kannst du den Ausschnitt viel besser steuern und dich richtig in Szene setzen.

Ideal ist die Kombination mit einem Fernauslöser. Für viele Kameras gibt es heutzutage Apps, sodass du diese aus der Ferne mit deinem Handy steuern kannst.

Ansonsten bleibt dir natürlich der Selbstauslöser deiner Kamera.

Mit dem Stativ bewusster fotografieren

Choi Hung Estate
Die Kamera lässt sich für grafische Aufnahmen mit einem Stativ viel einfacher ausrichten. So haben wir es auch bei diesem Foto in Hong Kong gemacht.

Bis dein Stativ richtig steht, dauert es, das ist klar. Für spontane Fotografie-Arten, wie die Street-Fotografie, ist ein Stativ nichts.

Bei vielen anderen Fotografie-Genres lohnt sich ein Stativ, weil du dir mehr Zeit für deine Aufnahme nimmst. Automatisch denkst du intensiver über deine Bildgestaltung nach und erhältst auf diese Weise stimmigere Fotos.

Es lassen sich wirklich endlos viele Einsatzzwecke finden.

Kaufkriterien für Reisestative

Beim Kauf eines Reisestativs geht es immer um den Kompromiss zwischen Stabilität und Tragbarkeit. Damit du nicht nach der ersten Wanderung bereust, überhaupt ein Stativ eingepackt zu haben, solltest du auf folgende Punkte achten:

Gewicht: Die Suche nach der Balance

Das Gewicht ist bei Reisen das wichtigste Kriterium. Ein Stativ, das zu Hause bleibt, weil es zu schwer ist, bringt dir keine scharfen Fotos.

Unsere Faustregel: Ein Reisestativ sollte maximal 2 kg wiegen. Alles unter 1,5 kg ist ideal für lange Wanderungen oder Städtetrips.

Das Aber: Extrem leichte Stative sind windanfällig. Wir haben das selbst schmerzlich erlebt: Bei starkem Wind zittert ein leichtes Carbon-Stativ, was trotz Stativ zu verwackelten Bildern führen kann. Wenn du oft in stürmischen Regionen fotografierst, darf es gern ein paar Gramm mehr haben.

Profi-Tipp: So holst du maximale Stabilität aus deinem Reisestativ

Gerade bei leichten Reisestativen aus Carbon zählt jedes Bisschen Standfestigkeit. Wenn es windig wird oder du besonders lange belichten möchtest, helfen diese zwei Tricks:

  1. Den Ballast-Haken nutzen: Fast alle unsere Empfehlungen haben an der Unterseite der Mittelsäule einen kleinen Haken. Hänge dort deinen Fotorucksack oder eine Tasche mit Steinen dran. Das zusätzliche Gewicht senkt den Schwerpunkt und sorgt dafür, dass das Stativ wie festgemauert steht.

  2. Mittelsäule drin lassen: Fahre die Mittelsäule nur im Notfall voll aus. Jeder Zentimeter, den die Kamera über dem Drehkreuz der Stativbeine schwebt, macht das System anfälliger für Schwingungen. Für maximale Schärfe: Beine voll ausziehen, Mittelsäule unten lassen.

Packmaß: Passt es in den Rucksack?

Das Packmaß beschreibt die Größe im zusammengeklappten Zustand.

Zielwert: Ein Packmaß von unter 45 cm ist ein guter Richtwert, damit das Stativ problemlos an die Seite deines Rucksacks passt oder sogar im Handgepäck verschwindet.

Tipp: Achte darauf, dass die Stativbeine beim Zusammenklappen oft um 180 Grad nach oben geklappt werden – das spart wertvolle Zentimeter.

Arbeitshöhe: Komfort vs. Perspektive

Hier musst du in zwei Richtungen denken:

Maximalhöhe: Dein Rücken wird es dir danken, wenn das Stativ in etwa deiner Körpergröße entspricht (abzüglich der Höhe des Kameragehäuses). So musst du dich nicht ständig bücken.

Minimalhöhe: Für manche Motive (Blumen, Pilze) ist es wichtig, dass du sehr nah an den Boden kommst. Hier glänzen Stative, bei denen man die Mittelsäule umkehren oder ganz abnehmen kann.

Tragfähigkeit: Was hält das Stativ aus?

Nichts ist ärgerlicher als eine Kamera, die während einer Langzeitbelichtung langsam absinkt.

Check: Addiere das Gewicht deiner schwersten Kamera-Objektiv-Kombination. Das Stativ sollte mindestens das Doppelte dieses Gewichts als Traglast angeben, um wirklich stabil zu stehen.

Material: Aluminium vs. Carbon

Hier entscheidet meist dein Budget über das Gewicht:

  • Aluminium: Robust und deutlich günstiger, dafür schwerer und unangenehm kalt zum Anfassen bei winterlichen Temperaturen.

  • Carbon: Ultraleicht, extrem steif (vibrationsarm) und sieht schick aus – kostet dafür aber oft das Doppelte.

Finger weg von Kunststoff! Billige Plastikstative halten meist nicht lange und bieten keine ausreichende Stabilität.

Stativkopf: Kugelkopf ist Trumpf

In unseren Empfehlungen ist ein Stativkopf meist schon dabei.

Auf Reisen ist der Kugelkopf die beste Wahl: Er ist kompakt, schnell verstellt und flexibel.

Ein 3-Wege-Neiger ist zwar präziser für Architekturfotografie oder Video, aber für die meisten Reisenden zu sperrig und langsam in der Bedienung.

Dürfen Stative ins Handgepäck?

Wichtige Frage, vor allem bei Kurztrips auf denen du vielleicht gar kein Aufgabegepäck hast.

Die kurze Antwort: Es kommt drauf an und letztendlich ist es immer eine Einzelfallentscheidung. Wir hatten selbst unser Rollei-Reisestativ und den Gorillapod schon im Handgepäck und hatten damit keine Probleme.

Sicher sein kannst du dir aber nicht hundertprozentig, da die Entscheidung immer das Sicherheitspersonal vor Ort trifft. Wir haben dazu selbst auch bei verschiedenen Flughäfen angefragt und dazu einen ausführlichen Artikel geschrieben: Darf ein Stativ ins Handgepäck?