7 echte Teneriffa Geheimtipps von einer Insiderin

Unsere Insiderin Melina hat einen Monat im Norden Teneriffas verbracht und die Insel in alle Himmelsrichtungen ausgekundschaftet. In diesem Artikel teilt sie mit dir ihre 7 besten Teneriffa Geheimtipps.

Teneriffa ist wahrhaftig einzigartig. Der Norden ist dicht mit grünen Wäldern bewachsen, ländlich und hügelig. Im Süden warten Sandstrände, Touristenmagnete und Partymeilen auf dich. In der Mitte treffen diese Kontraste am Teide aufeinander.

Das Teneriffa ein tolles Urlaubsziel ist, ist kein großes Geheimnis mehr. Trotzdem gibt es noch neben den klassischen Sehenswürdigkeiten noch einige Teneriffa Geheimtipps, die nicht jeder kennt.

Melina war einen Monat lang auf der größten Insel der Kanaren und verrät uns ihre 7 Teneriffa Insider Tipps.

#1 Geisterstadt bei Abades

Du magst die gespenstische Atmosphäre von verlassenen Orten? Dann solltest du die Geisterstadt von Abades besuchen.

Anfang der 1940er Jahren, als die Lepra auf den Kanaren wütete, sollte auf dem großen Areal mit wundervollem Meerblick ein Sanatorium entstehen.

Der medizinische Fortschritt war aber schneller als die Bauarbeiten und das Sanatorium wurde nie fertig gestellt. In den 1970er Jahren wurde das Gelände für militärische Übungen genutzt und danach dem Verfall und Graffiti-Künstler·innen überlassen.

Heute stehen noch rund 30 Gebäude, darunter eine Kirche, ein Krankenhaus, ein Krematorium, eine Schule und etliche Verwaltungsgebäude und Wohneinheiten – alles unbenutzt. Unterhalb der Ruinen befindet sich ein kleiner Strand, wo du fast immer ganz alleine bist.

Ein scharfer Kontrast zu den Ruinen ist übrigens der kleine Ort Abades, den du am besten von der Kirche, dem höchsten Punkt der Ruinenstadt, sehen kannst.

Eintritt

frei

Standort
Gebäude in der Geisterstadt bei Abades
Das alte Sanatorium bei Abades ist eine cooler Lost Place zum Fotografieren

#2 Restaurant Agua y Sal

Ungefähr 30 Minuten von der Geisterstadt entfernt liegt der kleine Fischerort San Miguel de Tajao. Hier solltest du unbedingt das Restaurant Agua y Sal austesten.

Der Fisch wird täglich frisch gefangen, du suchst ihn direkt an der Theke aus und dann brutzelt er auf dem Grill. Mhh!

Dazu empfehlen wir dir Patatas Bravas und Salat. Neben Fisch gibt es auch frittierte Sardellen und Calamaris, Muscheln oder Krebse. Frag im Restaurant am besten nach den Empfehlungen des Tages.

Das Agua y Sal ist nicht ganz günstig, aber eben auch nicht grundlos bei den Einheimischen so beliebt. Wir empfehlen dir unbedingt zu reservieren!

Unser Tipp: Auf dem Weg kannst du einen kurzen Zwischenstopp am Arco de Tajao einlegen: ein riesiger Steinbogen von mehreren Metern Höhe, den du sogar begehen kannst. Aber Vorsicht, denn es gibt brüchige Stellen. Du erreichst den Bogen vom Parkplatz in wenigen Gehminuten. 

Öffnungszeiten

Dienstags geschlossen

Eintritt

frei

Standort

#3 Schmetterlingshaus in Icod

So viele Schmetterlinge hast du bestimmt noch nie gesehen: 600 unterschiedliche Arten leben im Mariosario del Icod, im Sommer sind es sogar bis zu 1.000 verschiedene Arten.

Das Schmetterlingshaus ist nicht allzu groß, sodass du inmitten des bunten Gewusels stehst. Manche Schmetterlingsarten sind so neugierig, dass sie sich sogar auf deine Schulter setzen. Aber auch wenn es verlockend ist, bitte nicht anfassen!

Im Untergeschoss des Schmetterlingshauses erfährst du alles Wissenswerte zu den bunten Faltern und kannst den Mitarbeiter·innen all deine Fragen stellen.

Icod ist übrigens auch eines unserer 22 Teneriffa Highlights. Hier steht der legendäre 1.000 Jahre alte Drachenbaum.

Eintritt

8,50 Euro

Standort
Blauer Schmetterling auf Pflanze
Ein buntes Treiben: Im Schmetterlingshaus gibt es 600 verschiedene Schmetterlingsarten

#4 TF-12 Route im Anaga Wald

Auch den Anaga Wald im Norden der Insel haben wir schon in unseren 22 Teneriffa Highlights aufgeführt.

Wir wollen dich aber insbesondere noch auf die kurvenreiche Straße TF-12 aufmerksam machen. Denn entlang der Strecke von Santa Cruz bis San Andrés gibt es großartige Ausblicke über Täler und Wälder.

Besonders interessant ist, wie sich die Vegetation während der Fahrt von Urwald zu Kaktuswald verändert.

Die TF12 ist auch bei Radfahrern sehr beliebt, allerdings ist die Straße auch ziemlich steil. Wenn du aber selbst Rennradsportler·in bist, dann ist diese Route im Norden eine schöne Alternative zur Auffahrt zum Teide. Übrigens kannst du auch direkt im Anaga Wald Mountainbiken.

Eintritt

frei

Standort
Wald und Meer
Die Straße TF-12 schlängelt sich durch den Anaga Wald und bietet tolle Aussichtspunkte

#5 Reiten auf Teneriffa

Die abwechslungsreiche Landschaft von Teneriffa eignet sich super für Ausflüge mit Pferden. Ein toller Ausritt ist der im Kiefernwald in den Bergen von Icod.

Die Finca Estrella von Inhaberin Nicole organisiert Ausritte für Fortgeschrittene und Schnupperkurse für Anfänger·innen. Dabei steht das Wohl der Tiere immer im Vordergrund.

Ein Ausritt dauert zwischen zwei und drei Stunden. Zunächst machst du dich mit den Pferden vertraut, hilfst beim Putzen und Satteln. Dann erhältst du eine kurze Einweisung und schon geht es los.

Der Ritt führt dich durch den Kiefernwald von Corona Forestal, hier begegnest du keiner Menschenseele.

Bei gutem Wetter hast du während des Ausritts auch einen grandiosen Blick auf den Teide.

Öffnungszeiten

Sonntags geschlossen

Eintritt

ab 35 Euro

Standort
Melina beim Reiten auf Teneriffa
Melina bei einem Ausritt in den Bergen von Icod auf Teneriffa

#6 Playa de Rojas

Wunderschöne Strände und versteckte Buchten gibt es auf Teneriffa viele. Aber bei der Playa de Rojas unterhalb des Örtchens El Sauzal gibt es ein Abenteuer inklusive.

Die steile Straße, die zum Aussichtspunkt Costa de El Sauzal führt, lässt selbst das Herz erfahrener Autofahrer höher schlagen. Einspurig schlängelt sich die schmale Straße in Serpentinen zur Küste hinunter – eine Herausforderung und sicher nichts für Fahranfänger.

Aber es lohnt sich unbedingt: unten erwartet dich ein grandioser Ausblick auf die Küste mit ihren hohen Wellen, die auf raue Felsen peitschen. Außerdem findest du hier Naturpools, in denen du bei ruhiger See baden kannst, gut ausgebaute Wanderwege und geheimnisvolle Höhlen.

Eintritt

frei

Standort
Sonnenuntergang an der Playa de Rojas
Die Playa de Rojas ist noch ein echter Geheimtipp in Sachen Teneriffa Strände

#7 Teneriffa Geheimtipps im Teide Nationalpark

Der Teide ist die Top Sehenswürdigkeit Teneriffas und natürlich kein Geheimtipp mehr. Aber es gibt innerhalb des Nationalparks einige interessante Highlights, die nicht jeder kennt.

Hier kommen ein paar Teneriffa Geheimtipps entlang der Straße TF-21, die sich von Norden nach Süden durch den Nationalpark zieht.

Mirador Piedra La Rosa

Auf dem Weg von Puerto De La Cruz kommst du über eine gewundene zweispurige Straße (TF-21) bereits an der ersten Sehenswürdigkeit vorbei: der Mirador Piedra La Rosa.

Die Steinformation sieht aus wie eine Rose und hat sich aus erkalteter Lava gebildet. Manchmal hast du auch schon vom Parkplatz an der Steinformation einen tollen Ausblick.

Allerdings eher selten, da der Himmel hier meist wolkenverhangen ist. Kurz hinter Mirador Piedra La Rosa lösen sich die Wolken aber auf.

Wälder und noch mehr Wälder

Weiter auf der Route Richtung Teide kannst du beobachten, wie sich die Landschaft verändert: von dichtem Urwald zu Pinien- und Kiefernwäldern.

Dieser Baumbestand hat sich über die letzten paar Jahrhunderte erholen können.

Nach der Eroberung Teneriffas durch die Spanier waren fast die gesamten Waldbestände der Insel für industrielle Zwecke abgeholzt worden. Noch heute wird der Wald wieder aufgeforstet.

Raue Berglandschaften

Fast schlagartig verändert sich die Vegetation wieder. Plötzlich bestimmen karge Felsformationen und flache Sträucher die Landschaft.

Besonders in den Frühjahrsmonaten ist dieser Teil der Route interessant: Dann erwacht die Natur aus dem Winterschlaf und der Ginster blüht.

Die weiß-rosafarbenen Blüten verströmen einen betörenden Duft und locken Schwärme von Bienen an.

Minas de San José

Ein weiteres Highlight entlang des TF-21 sind die Minas de San José. Die Landschaft wirkt wie von einem anderen Planeten. Sandige Wüste wechselt sich mit riesigen Steinformationen ab.

Dieser Abschnitt heißt Las Canadas (die Schluchten), weil du dich hier in einem riesigen Krater befindest.

Ein Wanderweg führt dich bis zum Vulkan, aber auch nur ein kleines Stück des Weges lohnt sich schon.

Tabonal Negro

Schließlich kommst du am Aussichtspunkt Tabonal Negro vorbei. Von April bis Juni blühen hier die Tajinasten rot. Die Pflanzen können bis zu 3 Meter hoch wachsen und es gibt sie weltweit nur auf Teneriffa und der Nachbarinsel La Palma.

Die Landschaft ist erstaunlich: Beim Erkalten hat die Lava das Areal mit kleinen schwarzen Stacheln überzogen, die bei näherem Hinsehen gar nicht so klein sind.

Von hieraus sind es nur noch wenige Minuten zur Seilbahn.

Eintritt

frei

Standort
Teneriffa: Blick auf den Teide Vulkan
El Teide ist das Wahrzeichen der Insel Teneriffa

Hast du noch mehr Teneriffa Insider Tipps?

Das waren unsere 7 Teneriffa Geheimtipps. Warst du auch schon mal auf Teneriffa und hast noch mehr Geheimtipps, die nicht jeder kennt? Berichte uns mehr in den Kommentaren!