Die besten Tipps für deine Städtereise nach Venedig

Kaum eine andere Stadt polarisiert so wie Venedig. Es gibt Leute, die Venedig absolut schrecklich finden und dann gibt es Leute, die immer wieder in diese Stadt fahren, weil sie von ihr einfach verzaubert sind.

Klar, Venedig ist kein Geheimtipp und der Tourismus hat schon lange ungesunde Ausmaße angenommen. Man kann Venedig schnell hassen lernen, wenn man sich tagsüber mit den Massen durch die Straßen schiebt, die von den Kreuzfahrtschiffen ausgespuckt werden.

Das gilt aber nur für die Hauptsaison.

Genauso schnell kann man Venedig lieben lernen, wenn man die Stadt in der Nebensaison oder spät abends erlebt, nachdem die Tagestouristen wieder weg sind. Am besten überzeugst du dich einfach selbst.

Springe direkt zu unseren Venedig Reisetipps

Jenny und Basti von 22places

Hey! Wir sind Jenny & Basti

Weltenbummler, Reisefotografen, Vollzeit-Blogger und Sonnenkinder. Auf 22places berichten wir von unseren Reisen und geben dir einfach umsetzbare Tipps zum Fotografieren: Mit viel Liebe zum Detail, inspirierend, authentisch und vor allem: immer ehrlich. In unserem Online-Fotokurs zeigen wir dir, wie du selbst ganz einfach wunderschöne Fotos machen kannst.

Erfahre mehr über uns!

Die wichtigsten Reisetipps für Venedig

Die beste Reisezeit und Reisedauer für Venedig

Venedig hat zu jeder Jahreszeit ihre Reize. Wann die beste Reisezeit für dich ist, kommt auf deine Prioritäten an.

Wann ist die beste Reisezeit?

Ganz klar: Die Nebensaison. Es kann im Winter zwar regnen und auch gelegentlich zu Hochwasser kommen, aber dann ist die Stadt auch wunderbar leer.

Und ganz ehrlich: Ich war mehrmals im November und Ende Februar in Venedig und hatte in beiden Monaten Sonnentage und noch nie Hochwasser.

Außerdem hat das Winterwetter in Venedig auch seine Reize: Abends kommt dann ab und zu mal Nebel auf und taucht die Gassen und Kanäle in ein ganz geheimnisvolles Licht. Toll für Fotos!

Ein weiterer Vorteil der Nebensaison sind die Übernachtungspreise: Die werden oft auf bis zu 50% reduziert. Du kannst dann also in einem schicken Hotel mitten in der Altstadt für vergleichsweise wenig Geld übernachten.

Wenn du aber unbedingt mit Sonnenscheingarantie nach Venedig willst, dann bleibt dir nur die Hochsaison. Die geht von April bis Oktober. Dazu kommt auch die Karnevalszeit im Februar.

Dann ist Venedig weit voller und die Warteschlangen lang. In diesen Monaten solltest du also unbedingt weit im Voraus buchen, um überhaupt eine Unterkunft zu finden.

Mein Tipp: Buche dein Hotel im Sommer auf der Badeinsel Lido di Venezia. Von dort bist du in 30 Minuten mit der Fähre in der Altstadt und kannst dir gleichzeitig auch ein paar Strandtage gönnen. 

Wie viel Zeit solltest du für Venedig einplanen?

In Venedig gibt es wirklich unglaublich viel zu sehen. Die Altstadt strotzt nur so vor Sehenswürdigkeiten, du wirst regelrecht an jeder Ecke anhalten wollen, um etwas zu bewundern.

Zum Glück ist die Altstadt aber gar nicht so groß und wenn du auch mal das eine oder andere Museum besuchen möchtest, würde ich dir mindestens 2 volle Tage Aufenthalt empfehlen.

Wenn du aber 3 oder 4 Tage bleibst, hast du auch Zeit, die anderen Inseln der Lagune zu erkunden, zum Beispiel Burano, den Strand auf Lido oder die ruhigere Giudecca.

Anreise nach Venedig

Der Flughafen von Venedig ist sehr gut mit vielen deutschen Flughäfen angebunden. Aus Süddeutschland kannst du die Lagunenstadt auch gut mit dem Zug oder dem Auto erreichen: Von der deutschen Grenze sind es gerade mal vier Autostunden bis Venedig.

Flüge nach Venedig

Venedig hat zwei Flughäfen: Den stadtnahen Flughafen Marco Polo und der Flughafen von Treviso. Dieser ist aber 25 Kilometer nördlich von Venedig. Du erreichst die Stadt zwar trotzdem schnell mit dem Shuttlebus, aber der Flughafen Marco Polo liegt nunmal direkt an der Lagune. Von hier kannst du sogar wahlweise für 32 Euro ein Wassertaxi direkt zu deinem Hotel nehmen.

Zum Ticket für das Wassertaxi vom Flughafen zum Hotel

Alternativ kannst du auch den Shuttlebus nehmen, der 8 Euro kostet. Der bringt dich in 20 Minuten vom Flughafen zum Piazzale Roma, direkt in der Lagune. Von Piazzale Roma aus kannst du dann von der Anlegestelle den Wasserbus zu deiner Unterkunft nehmen.

Zum Ticket für den Shuttlebus vom Flughafen nach Venedig

Mit dem Auto nach Venedig

Mit dem Auto nach Venedig zu fahren lohnt sich nur, wenn du nur wenige Tage bleiben willst. Parkplätze sind nämlich rar und teuer.

Der größte und nächste 24-Stunden-Parkplatz ist der Parkplatz Autorimessa Comunale. Hier gibt es rund 2000 überdachte Parkplätze. Du solltest deinen Parkplatz aber unbedingt im Voraus reservieren.

Das Parken kostet hier mit Onlinebuchung zwischen 23 und 26 Euro pro Tag. Vor Ort kostet die Reservierung noch ein paar Euros mehr.

Von der Autorimessa Comunale sind es nur wenige Meter zu den Haupt-Anlegestellen des Wasserbusses, von wo aus du alle Haltestellen der Altstadt erreichst.

Etwas günstiger parkst du auf dem Festland in Mestre. Am Parkplatz des Hauptbahnhofs kostet das Parken circa 18 Euro pro Tag. Von hier aus fährst du dann in nur 10 Minuten mit dem Zug zum Hauptbahnhof von Venedig.

Tipps zum Übernachten in Venedig

Einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema findest du hier: Venedig Hoteltipps – Wo kann man am besten übernachten?

Was Hotels angeht, ist Venedig natürlich bestens ausgestattet. In der Altstadt sind die Übernachtungspreise allerdings saftig: Selten bekommst du hier in der Hauptsaison ein Zimmer unter 100 Euro.

Wenn du sparen möchtest, lohnt sich ein Hotel in Mestre auf dem Festland, von wo aus du die Altstadt gut mit dem Zug erreichen kannst. Selbst gebürtige Venezianer leben mittlerweile hier, denn die Altstadt ist für viele zu teuer geworden.

Alternativ kannst du auch auf den zahlreichen Inseln um die Altstadt herum gute Unterkünfte finden, vorausgesetzt, du kannst die Zeit für die Überfahrt mit dem Vaporetto in Kauf nehmen. Dafür bietet sich die nahe Insel Giudecca, aber auch Murano oder Lido.

Allgemein gilt in Venedig: Je früher du dich nach einer Bleibe umsiehst, desto mehr findest du. Venedig ist eine der meist besuchten Städte Italiens und die Bettenzahl ist begrenzt. Hotels sind also sehr schnell schon Monate im Voraus ausgebucht.

Der beste Reiseführer für Venedig

Zu einer Stadt wie Venedig gibt es natürlich zig Reiseführer im Angebot, schließlich ist der Tourismus hier die Einnahmequelle Nr.1. Lass dich aber von der Riesenauswahl nicht abschrecken! Ich habe die besten Führer herausgesucht, um dir die Suche zu vereinfachen:

DuMont direkt Reiseführer Venedig

Der Reiseführer strahlt durch seine Beschreibungen förmlich die Begeisterung des Autors für Venedig aus und wirkt absolut ansteckend. Der Führer ist mit seinen 120 Seiten nicht übertrieben dick und wiegt auch nicht in der Reisetasche. Dazu gibt es dann auch einen recht detaillierten Stadtplan und den einen oder anderen Restaurant-Tipp.

Zum DuMont direkt Reiseführer Venedig

Baedeker Reiseführer Venedig

Dieser Reiseführer ist doppelt so dick wie der DuMont, hat dafür aber auch spezifischere und detailliertere Infos parat. Es gibt viele Infos zur Geschichte und Kultur der Stadt, mit übersichtlichen Farbgrafiken und Bildern und natürlich einem großen, hilfreichen Stadtplan.

Das Buch wiegt natürlich etwas, lohnt sich aber absolut, wenn du wirklich ausführliche Rundum-Infos über Venedig haben willst.

Zum Baedeker Reiseführer Venedig

ADAC Reiseführer Venedig

Dieser ist einer der aktuellsten Reiseführer, die es momentan für Venedig gibt. Durch seine knapp 140 Seiten ist er auch recht handlich, dabei werden alle wichtigen Infos zur Kunstgeschichte Venedigs beschrieben.

Es gibt dazu auch viel Bildmaterial, verteilt auf 13 Kapitel zu Venedigs Sehenswürdigkeiten und Infos zu Verkehrsmitteln, Museen und Shopping. Definitiv ein Reiseführer für Kulturinteressierte!

Zum ADAC Reiseführer Venedig

Empfehlenswerte Stadtführungen und Touren

Venedig hat dermaßen viel zu bieten, dass eine Stadtführung von einem Insider sich wirklich lohnt. Damit entdeckst du nicht nur versteckte Ecken, die im Reiseführer vielleicht nicht stehen, sondern erfährst auch etwas über die Einheimischen, Traditionen und Anekdoten Venedigs und erhältst Insider-Tipps aus erster Hand.

Hier einige der interessantesten Führungen in Venedig:

Stadtspaziergang mit einem Einheimischen

Die Tour geht 2 Stunden und eignet sich super für deinen ersten Tag in Venedig. Es geht zu Fuß mit einem einheimischen Tourguide zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, unter anderem dem Markusplatz. Lohnt sich definitiv für einen ersten Eindruck der Stadt!

Die Tour kostet 20 Euro pro Person und ist auf Englisch.

Zum Stadtspaziergang durch Venedig

Gondelfahrt mit Audioguide

Die Tour eignet sich super für den ersten oder zweiten Tag in Venedig, da sie nur 30 Minuten dauert und nur einen sehr groben Überblick über die Lagunenstadt verschafft. Trotzdem hast du damit die Gelegenheit, günstig mit der Gondel zu fahren. Die kosten nämlich normalerweise mindestens 100 Euro.

Preis: ca. 30 Euro pro Person.

Zur Gondelfahrt mit deutschem Audioguide

Führung in den Markusdom und Dogenpalast

Auf Get Your Guide ist dies eine der beliebtesten Führungen in Venedig. Dabei besichtigst du auf einer deutschsprachigen Tour den Markusdom, den Dogenpalast und die Seufzerbrücke von innen. Das sind Venedigs berühmteste Sehenswürdigkeiten und absolut den Besuch wert. Die meterlangen Warteschlagen, die es bei diesen Sehenswürdigkeiten immer gibt, überspringst du dabei.

Zur Tour in den Markusdom, Dogenpalast und Seufzerbrücke

Legenden und Geister-Tour bei Nacht

Venedigs Gassen und Kanäle haben vor allem nachts eine ganz besondere Atmosphäre. Kein Wunder, dass sich über die Jahrhunderte einiges an Legenden und Gruselgeschichten angesammelt hat! Auf dieser Tour wirst du nach Einbruch der Dunkelheit zu den geheimnisvollen Ecken des Viertels Cannaregio geführt, während dir der deutschsprachige Guide von der dunklen Vergangenheit Venedigs erzählt.

Die Tour kostet 25 Euro pro Person.

Zur Tour „Geister und Legenden in Cannaregio“

Öffentliche Verkehrsmittel in Venedig

Es ist allseits bekannt, dass es in Venedig, zumindest in der Altstadt, keine Autos gibt und auch nichts, was auf vier Rädern fährt. Was in einer normalen Stadt Straßen wären, sind hier Kanäle oder enge Gassen, auf denen man nur zu Fuß gehen kann. Aber das bedeutet nicht, dass es keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt!

Es gibt Wasser-Taxis, den Vaporetto und natürlich die weltberühmten Gondeln. Diese eignen sich aber eher für eine kurze Rundfahrt, als um von A nach B zu kommen, denn bereits eine halbe Stunde romantischem Schaukeln kostet dich an die 80 bis 100 Euro. Hier die gängigen Preise für die Öffentlichen in Venedig:

Vaporetto: Venedigs Wasserbusse

Die Wasserbusse sind das beliebteste und günstigste Fortbewegungsmittel Venedig und man kann mit ihnen fast alle Ecken der Stadt auf dem Canal Grande erreichen. Es gibt verschiedene Tickets, die man kaufen kann.

Normales Ticket (75 Minuten) – Damit kann man mit den meisten Linien fahren, außer Alilaguna und den Actv Linien Nr. 16, 19, 21, Casino und dem Vaporetto dell’Arte. Erlaubt ist auch ein Gepäckstück von maximal 150 cm. Das Ticket kann an Bord, bei ACTV oder an Kiosken gekauft werden. Preis: 7,50 Euro

Strand Fahrschein – Damit kommst du mit der Linie 14 von Venedig zur Insel Lido und wieder zurück. Dabei kannst du auch hier ein Gepäckstück von bis zu 150 cm mitnehmen. Preis: 13 Euro

Touristenticket – Dieses gilt, wie das normale Ticket auf allen Linien, außer Alilaguna und den Actv Linien Nr. 16, 19, 21, Casino und dem Vaporetto dell’Arte. Es gibt verschiedenen Varianten:

  • 24 Stunden – 20,00 Euro
  • 48 Stunden – 30,00 Euro
  • 72 Stunden – 40,00 Euro
  • 7 Tage – 60,00 Euro

Essen und Trinken in Venedig

In ganz Italien isst man hervorragend, da ist Venedig auch keine Ausnahme.

Frischer Fisch aus der Adria, sowie Meeresfrüchte gehören zu jedem traditionellen Mahl in Venedig, genauso wie Risotto, Polenta und Gemüse aus dem Umland.

Und keine Angst – auch wenn Fisch nicht zu deinen Lieblingsgerichten gehört, findest du in Venedig allerlei leckerer Alternativen!

Essen

Zu den beliebtesten Fischspeisen gehören in Venedig Stockfisch, Tintenfisch, Aal und allerlei Meeresfrüchte. Diese werden entweder gegrillt oder auch in Suppe, Risotto oder Nudeln serviert.

Sehr empfehlenswert ist zum Beispiel der Risotto Nero (schwarzer Risotto mit Tinte vom Tintenfisch). Unbedingt solltest du auch den luftgetrockneten San Daniele-Schinken probieren oder eingelegte Artischockenherzen!

Zum Pflichtprogramm gehören in Venedig außerdem die Cicchetti. Das ist die venezianische Version der spanischen Tapas, die man zum einem Gläschen Wein oder einem Spritz isst.

Dabei handelt es sich um kleine Weißbrotscheiben, die mit dem verschiedensten Belägen verziert sind: eingelegtes Gemüse, Stockfisch-Creme, Olivenpaste, gegrillte Scampi oder Mortadella sind nur ein paar der unzähligen Cicchetti-Variationen.

Trinken

In Venedig liebt man es zu trinken! Die älteren Einheimischen genießen schon das erste Glas Wein nach dem Frühstück und überall in der Stadt findet man kleine Weinläden, in denen man hervorragende Weine aus der Umgebung kosten kann.

Die Venezianer nennen das Glas Wein “Ombra” (zu Deutsch: Schatten), nach der Tradition, den Wein glasweise im Schatten der Gebäude zu verkaufen.

Außerdem gibt es noch den Aperol Spritz: Der kommt nämlich ursprünglich aus Venedig.

Restaurants

Essen kann man in Venedig in allen Formen: Im Stehen, im Sitzen, im Gehen. Ganz besonders im Stehen gehört aber zur venezianischen Tradition, in den zahlreichen Bacari (mit Betonung auf dem ersten a). Dabei handelt es sich um kleine Stehbars, wo der traditionelle Ombra serviert wird und einer Auswahl an leckeren Cicchetti.

Dazu kommen die etwas größeren Gasthäuser, Trattoria oder Osteria genannt, in denen man gemütlich sitzt und volle Mahlzeiten genießen kann. Einige gehobene Restaurants gibt es auch, dort musst du aber mit sehr salzigen Preisen rechnen. Und gehoben gilt besonders in Venedig nicht automatisch als gut!

Das waren meine allgemeinen Tipps für Venedig. Ausführlichere Infos findest du in den Artikeln zu den schönsten Sehenswürdigkeiten und den Hoteltipps.