Ein Wochenende in Barcelona: Programm für 3 Tage

Du hast nur ein Wochenende Zeit, um Barcelona zu sehen? Kein Problem! Unsere Barcelona-Expertin Nicole verrät dir in diesem Beitrag die optimale 3-Tage-Tour durch die Stadt, mit der du deine Zeit in Barcelona optimal nutzen kannst.

In Barcelona gibt es so viel zu sehen, dass ein Wochenende eigentlich kaum ausreicht. Aber wenn du die drei Tage gut durchplanst, kannst du trotzdem viele der beliebtesten Sehenswürdigkeiten mitnehmen.

Welche das sind, erfährst du übrigens in diesem Artikel:

Die 22 schönsten Sehenswürdigkeiten in Barcelona

Barcelona ist relativ klein und viele der bekannten Sehenswürdigkeiten liegen ganz nah beieinander. Dadurch sparst du schon mal einiges an Zeit.

Noch mehr Zeit kannst du mit ein paar Tipps und einer kleinen Route gutmachen, die ich für dich zusammengestellt habe. Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten habe ich extra auch ein paar kleine, aber lohnenswerte Abstecher eingebaut, die praktisch eh auf dem Weg liegen.

Wenn du der vorgeschlagenen Route folgst, findest du auch gleich ein paar Ideen, wo du einkehren kannst, wenn mal der kleine Hunger kommt. Meine Route ist also extra dafür gedacht, in drei Tagen möglichst alles bequem unter einen Hut zu bekommen.

Wie du ein Wochenende in Barcelona optimal planen kannst

Damit du dir in Barcelona ganz stressfrei ein schönes Wochenende machen kannst und dabei gleichzeitig viel Tolles zu sehen bekommst, kommen hier zunächst ein paar wichtige Tipps für deine Planung.

#1 Weniger ist mehr

Nimm dir nicht zu viel vor. Versuche ruhig, dich ein bisschen treiben zu lassen und hab keine Angst davor, dich auch mal zu verlaufen. Denn manchmal entdeckst du gerade dabei ganz unerwartet schöne Orte oder lernst nette Menschen kennen.

Bevor du nur von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten hetzt, streiche lieber ein paar Punkte von deiner Liste und hebe sie dir für deine nächste Barcelona-Reise auf. Ich kenne viele Leute, die mehr als einmal hierher gekommen sind und die Stadt jedes Mal neu kennengelernt haben. Im Winter kannst du in Barcelona zum Beispiel ganz andere Sachen machen als im Sommer!

#2 Lage der Unterkunft

Schon wenn du eine Unterkunft buchst, solltest du dir überlegen, was dich in Barcelona wohl am meisten interessieren wird. Denn je nachdem, in welchem Stadtteil du unterkommst, kannst du teilweise sehr viel Zeit sparen.

Möchtest du gerne vor deiner Haustür den Strand haben? Dann ist eine Unterkunft in den strandnahen Vierteln für dich perfekt.

Steht für dich eher Sightseeing auf dem Programm? Die mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten findest du vor allem in den Altstadtvierteln Raval, Gòtic und Born. Modernere Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich vermehrt im Stadtteil Eixample. In beiden Vierteln findest du auch viele Unterkünfte.

Nette Bars und ein studentisches Ambiente triffst du in Gràcia an. Weniger touristisch, dafür eher authentisch geht es hingegen in Sants zu.

Die sehr industriell geprägte Gegend in Richtung Flughafen ist generell nicht für Übernachtungen zu empfehlen. Die Verkehrsanbindung ist eher schlecht und es gibt keine Straßen oder kleinen Gassen, durch die man mal schön bummeln könnte.

Folgende Hotels kann ich dir für ein Wochenende in Barcelona empfehlen:

Catalonia Magdalenes: Stylisches, super zentrales Hotel mitten im Barri Gotic. 
Eco Boutique Hostal Grau: Familiär geführtes Hotel im angesagten Viertel Raval
Chic & Basic Zoo: Günstiges, aber gutes Hotel im Viertel Born

Weitere Tipps zu den besten Übernachtungsmöglichkeiten in Barcelona und Hoteltipps für jedes Budget kannst du dir in diesem Artikel holen:

Meine Hoteltipps in Barcelona

#3 Tickets online kaufen

Wenn du schon vor deiner Reise weißt, was du dir unbedingt ansehen willst, solltest du dir die jeweiligen Eintrittskarten besser schon vorher online besorgen.

Die meisten viel besuchten Museen und Sehenswürdigkeiten vergeben extra Zeitfenster für deinen Besuch. Das hilft dabei, den Besucherstrom zu regulieren und einen Massenandrang zu Stoßzeiten vermeiden.

Die Zeitangabe schränkt dich in deiner Spontanität vielleicht etwas ein, weil du dann die restlichen Aktivitäten um dieses Zeitfenster herum planen musst. Du sparst aber im Gegenzug auch viel Zeit, denn du musst dich nicht erst noch in die Schlange zur Kasse stellen und warten.

In der folgenden Tabelle findest du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten mit Link zum Online-Vorverkauf:

 Preis pro PersonTickets
Sagrada Familiaab 31 EuroHier buchen ohne Turm
Hier buchen inkl. Turm
Casa Mila22 EuroHier buchen
Casa Battlo25 EuroHier buchen
Park Guell13 EuroHier buchen

#4 Fortbewegung vor Ort

Eine weitere wichtige Entscheidung vorab ist auch die Art der Fortbewegung. Erkundest du die Stadt am liebsten zu Fuß? Das kann man in Barcelona nämlich durchaus gut schaffen, da die wichtigsten Sehenswürdigkeiten nicht weit auseinander liegen.

Alternativ kannst du die Stadt aber auch mit einer Hop-on/Hop-off-Bustour erkunden. Die Busse fahren zu allen bekannten Sehenswürdigkeiten und du kannst, je nach Ticket, beliebig oft ein- und aussteigen.

Unterwegs hörst du dir dann einfach den deutschsprachigen Audioguide an und erfährst damit alles Wissenswerte über die jeweiligen Sehenswürdigkeiten.

Zur Hop-on/Hop-off-Bustour durch Barcelona

Vielleicht willst du die Stadt aber auch lieber individuell in deinem eigenen Rhythmus erkunden? Dann ist es auf jeden Fall sinnvoll zu überlegen, ob sich die Citycard für dich lohnt.

Die gibt es in verschiedenen Varianten:

Die Hola BCN: Damit kannst du für 24, 48, 72 oder 120 Stunden unbegrenzt die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Die Karte gibt es ab 15,20 Euro für 24 Stunden zu kaufen.
Zur Hola BCN

Die Barcelona Card: Damit fährst du für 3,4 oder 5 Tage kostenlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und bekommst dazu noch Rabatte von bis zu 50% für Museen, Geschäfte und Restaurants. Die Barcelona Card gibt es ab 35 Euro.
Zur Barcelona Card

Der Barcelona Pass: Mit diesem Pass kommst du gratis in 20 Attraktionen der Stadt, inklusiv ist auch eine Hop-on/Hop-off-Bustour. Es gibt den 2-Tage-Pass, den 3-Tage-Pass und den 4-Tage-Pass ab 100 Euro.
Zum Barcelona Pass

#5 Koffer packen: was du in Barcelona brauchst

Auch wenn du nur ein Wochenende bleibst, gibt es einige Dinge, die du auf jeden Fall mitnehmen solltest.

Kleidung

Es mag lustig klingen, aber im Sommer ist es durchaus sinnvoll, einen Hut oder eine Kappe dabei zu haben, um sich vor der Sonne zu schützen. Auch Sonnencreme solltest du unbedingt einpacken.

In der schattigen Altstadt bekommst du zwar keinen Sonnenstich, aber wenn du zum Beispiel auf einer Terrasse oder am Strand sitzt, solltest du die Sonnenstrahlen echt nicht unterschätzen.

Wichtig sind auch gute Laufschuhe. Das klingt im ersten Moment vielleicht banal, gehört aber zu den häufigsten Anfängerfehlern bei einer Städtereise.

Es müssen ja keine teuren Wander- oder Sportschuhe sein, aber zumindest irgendetwas Bequemes, mit dem du durchaus mehrere Stunden unterwegs sein kannst.

Ohne es zu merken, legst du in Barcelona nämlich doch mehrere Kilometer am Tag zurück und wenn einem dann auf der Hälfte der Strecke schon die Füße weh tun, ist das echt lästig.

Wörterbuch

Ein Blick ins Wörterbuch oder auf eine Liste mit den wichtigsten spanischen oder katalanischen Wörtern kann sich als nützlich erweisen.

Es ist nämlich nicht unbedingt selbstverständlich, dass die Leute hier Englisch verstehen. Und wenn sie es sprechen, solltest du dich darauf einstellen, dass der spanische Akzent anders ist als der deutsche. Für ungeübte Ohren kann das spanische Englisch schon recht ungewohnt klingen.

Ein praktisches, kleines Wörterbuch für alltägliches Spanisch findest du hier

Grundsätzlich kommst du in Barcelona mit ein paar Brocken Spanisch und Englisch gut zurecht. Außerhalb der Stadt sieht das allerdings schon anders aus. Da öffnen dir dann ein paar einzelne Worte auf Katalanisch Tür und Tore – und die Herzen der Einheimischen.

So, und nachdem du jetzt alles Wichtige für deine Reisevorbereitung weißt, können wir endlich unsere 3-Tage-Tour starten.

Programm für drei Tage Barcelona auf einer Karte

Für einen ersten Überblick findest du alle Programmpunkte pro Tag übersichtlich auf einer Karte eingezeichnet.

Du kannst dir die Karte auch herunterladen und auf deinem Handy oder Computer abspeichern.

Klicke hier, um die Karte für das Barcelona-Programm als PDF herunterzuladen.

Barcelona Wochenende Karte
Alle Programmpunkte für dein Wochenende in Barcelona auf einer Karte.

Tag 1

Da der erste Tag ja immer der Tag der Anreise ist, planen wir dafür erst mal ein entspanntes Programm, das du auch dann schaffen kannst, falls du erst gegen Mittag in Barcelona ankommen solltest.

Nachdem du am Flughafen oder am Bahnhof eingetroffen bist und deine Sachen im Hotel verstaut hast, fängt die erste Tour auf der Plaça Catalunya an. Von da aus spazierst du einfach in Richtung Gràcia. Dabei kannst du dir unterwegs ganz entspannt schon mal ein paar Dinge ansehen:

1. Plaça Catalunya
2. Casa Batlló – Manzana de la Discordia
3. Casa Milà
4. Casa de les Punxes
5. Bummel durch Gracia

#1 Plaça Catalunya

Um dir einen ersten Überblick zu verschaffen, starten wir auf der Plaça Catalunya, einem zentralen Verkehrsknotenpunkt, der von überall aus gut zu erreichen ist.

Wenn du dich in die Mitte der Plaça stellst, zwischen die gefühlt an die Tausenden Tauben, dann liegt im Osten das Corte Inglés, ein großes Kaufhaus.

Drehst du dich weiter nach Südosten, siehst du die Porta del Angel. Heute ist die Fußgängerzone dort eine bekannte Shoppingmeile, aber bevor die mittelalterliche Stadtmauer fiel, befand sich hier eines der Stadttore, durch das man Barcelona betreten konnte.

Drehst du dich noch ein bisschen weiter und schaust dann Richtung Süden, siehst du den Anfang der Rambla, der berühmten Flaniermeile, die von hier aus bis hinunter zum Hafen führt. Im Westen liegen das Café Zürich und ein modernes Einkaufszentrum.

Jetzt vollendest du den Rundumblick und machst dich auf den Weg in Richtung Norden, der dich zum Passeig de Gràcia führt.

#2 Casa Batlló

Nach ungefähr zehn Minuten Fußweg auf dem eleganten Passeig de Gràcia kommst du zu einem ganz besonderen Häuserblock, der Manzana de la Discordia. Hier kannst du gleich drei Werke berühmter modernistischer Architekten bestaunen: die Casa Lleó Morera, die Casa Amatller und die Casa Batlló.

Gaudís Entwurf der Casa Batlló ist schon etwas skurril. Von Weitem erinnert die bunte Fassade des Gebäudes an riesige Knochen. Und wenn du genau hinsiehst, erkennst du vielleicht oben auf dem Dach die glitzernden Schuppen eines Drachens.

Die Casa Batllò ist immer sehr gut besucht. Falls du also hineingehen willst, solltest du dein Ticket unbedingt online vorbestellen. Den Schnelleinlass bekommst du nur mit der Eintrittskarte der Kategorie Gold für 35 Euro. Wähle dafür einfach bei Get Your Guide dein Wunschdatum und die entsprechende Eintrittskarte aus.

Zur Eintrittskarte für die Casa Batllò

Falls dir nach einer kleinen Stärkung ist, kannst du gleich nebenan in der Casa Amatller einen Kaffee oder eine heiße Schokolade trinken. Leckere Snacks gibt es in dem netten Café im Erdgeschoss des modernistischen Gebäudes natürlich auch. Auf dem Weg dorthin kannst du im Flur dann gleich auch einen kleinen Blick auf das elegante Treppenhaus der Casa Amatller werfen.

Fenster der Casa Batllò
Die außergewöhnliche Casa Batllò ist das wahrscheinlich berühmteste Bauwerk von Gaudì

#3 Casa Milà

Von der Casa Batlló aus gehst du nur zwei Häuserblocks weiter in Richtung Gràcia – schon stehst du vor dem nächsten Bauwerk des Architekten Antoni Gaudí.

Die Casa Milà hebt sich wie ein mächtiger Steinbruch an einer Häuserecke des eleganten Spazierwegs empor. Den besten Blick hast du von der gegenüberliegenden Straßenseite aus, weil du dann sogar die Schornsteine erkennen kannst, die wie Soldaten aus einem Star-Wars-Film auf dem Dach der Casa Milà thronen.

Hier verlässt du jetzt den eleganten Spazierweg Passeig de Gràcia und biegst in den Carrer Provença ein.

Zur Eintrittskarte für die Casa Mila

Casa Milà
Die Casa Milà ist eines der berühmtesten Bauwerke Gaudis in Barcelona

#4 Casa de les Punxes

Von der Casa Milà durch Carrer Provença geht es an der zweiten Straßenecke gleich wieder nach links, dann stehst du vor dem märchenhaften Schloss mit den spitzen Türmchen. Die Casa de les Punxes sieht Gaudís Gebäuden so gar nicht ähnlich.

Dennoch gehörte Puig i Cadafalch genau wie Gaudí zu den Stararchitekten des Modernisme, einer katalanischen kulturellen Erneuerungsbewegung, die ihren Ausdruck vor allem in Architektur, Kunst und Literatur fand.

Sein Stil erinnert mich eher an nordeuropäische Architektur der Jahrhundertwende als an spanische Architektur. Der Entwurf der Casa de les Punxes soll sogar vom Schloss Neuschwanstein inspiriert worden sein.

Mein Tipp: Sehr niedlich gemacht ist die Ausstellung zum Thema Sant Jordi, die du hier ohne große Warteschlangen ansehen kannst. Und ein Besuch auf dem Dach wird mit einem tollen Ausblick belohnt.

Casa de les Punxes mit seinen spitzen Türmen
Die Casa de lex Punxes sieht aus wie ein Märchenschloss inmitten der Stadt

#5 Das Viertel Gràcia: Bummeln und Essen

Nach dem Besuch der Casa de les Punxes wird es langsam Zeit für eine Erfrischung. Über den Carrer Torrent de l‘Olla erreichst du nach rund zehn Minuten Fußweg die Mitte des Gràcia-Viertels.

Hier kannst du in einer kleinen Bar auf einem der vielen Plätze leckere Tapas essen und dabei in nettem Ambiente den ersten Tag entspannt ausklingen lassen.

#6 Bunkers del Carmel

Solltest du dann noch fit genug sein, kannst du am Abend zum Turó de la Rovira hinaufsteigen. Man muss schon ein paar Schritte zu Fuß zurücklegen, aber die Aussicht lohnt in jedem Fall.

Die alten Bunkeranlagen sind zwar schon länger kein echter Geheimtipp mehr. Empfehlen möchte ich sie dir aber trotzdem, denn der Sonnenuntergang von hier oben ist einfach traumhaft schön.

Hinweis: Bars gibt es hier oben nicht, du musst also Snacks und Getränke selbst mitbringen.

Tag 2

Bist du Frühaufsteher? Wenn nicht, kannst du Punkt eins direkt überspringen und den Tag mit Punkt zwei starten.

1. Parc Güell
2. Casa Vicens
3. Liceu und Miró
4. Kolumbussäule
5. Restaurant Norai
6. Plaça Reial
7. Plaça del Rei
8. Kathedrale Santa Eulalia
9. Mercat Santa Caterina
10. Santa Maria del Mar
11. Museu Historia Catalunya
12. Estel ferit am Strand

#1 Parc Güell

Nur wenn du wirklich früh aus den Federn kommst und schon um sieben Uhr vor den Toren des Parc Güell stehst, kannst du die Drachentreppe und die schöne Terrasse mit den bunten Bänken fast menschenleer erleben.

Zu dieser Tageszeit haben die Figuren des Parks und die Aussicht eine ganz andere Wirkung, die du dir nicht entgehen lassen solltest. Das frühe Aufstehen lohnt sich definitiv.

Wenn du noch ein bisschen mehr Zeit im Park verbringen möchtest, lohnt sich auch ein Spaziergang durch den kostenpflichtigen Teil, wo die bedeutendsten Skulpturen Gaudìs stehen.

Zum Ticket für den Parc Güell

Bevor die anderen Leute den Weg hierher finden, bist du besser längst wieder weg. Denn dann wird es schnell so richtig voll.

Blick vom Park Güell auf Barcelona
Am besten besuchst du den Park Güell am frühen Morgen als Allererstes

#2 Casa Vicens

Zu Fuß ist es nicht weit bis zur Casa Vicens, einem der ersten Gebäude, die der Architekt Gaudí entworfen hat. Da es lange in Privatbesitz war, kann man das Haus erst seit Kurzem besichtigen. Ein kleiner Abstecher, der sich wirklich lohnt und noch nicht in allen Reiseführern auftaucht.

#3 Liceu und Miró

Von hier aus geht es entweder zu Fuß oder schneller mit der Metro bergab Richtung Meer. Die grüne Linie fährt direkt von Fontana bis Liceu, dem Opernhaus Barcelonas. Sobald du ausgestiegen bist, stehst du mitten auf der Rambla.

Sieh ruhig einmal nach unten, denn dort hat Miró ein ganz besonderes Kunstwerk hinterlassen. Das Bild, das du auf dem Boden siehst, ist eines von insgesamt drei Willkommens-Kunstwerken, mit denen Miró die Besucher seiner Heimatstadt bis heute begrüßt.

#4 Kolumbussäule

Von hier aus gibt es in alle Richtungen viel zu sehen. Ich empfehle dir, in Richtung Hafen zu bummeln und dann auf die Kolumbussäule hinauf zu fahren. Von dort aus hast du einen wirklich tollen Blick auf die Ramblas und den Hafen.

Zu Füßen des Seefahrers kannst Du noch ein wenig am Anleger der Boote bummeln und wenn du magst, den kleinen Sternengucker im Hafenbecken suchen. Danach wird es aber wahrscheinlich mal Zeit, etwas zu essen.

#5 Restaurant Norai im Schifffahrtsmuseum

Bestimmt bist du mittlerweile hungrig. Da passt es super, dass das Restaurant Norai gleich um die Ecke ist, direkt im Schifffahrtsmuseum Drassanes. Das Essen dort ist wirklich gut, und im Sommer kannst du wunderbar auch draußen sitzen.

Sehr unterstützenswert finde ich, dass das Norai Teil eines sozialen Projekts ist. Hier arbeiten Menschen aus dem Viertel, die es unter normalen Bedingungen schwer hätten, einen Job zu finden.

Das Museum an sich ist natürlich auch klasse. Hier musst du dich dann entscheiden, ob du nach dem Essen lieber die Schiffe oder das gotische Viertel ansehen willst.

#6 Plaça Reial

Wenn deine Wahl auf das gotische Viertel gefallen ist, geht es von hier aus zur Plaça Reial, einem der schönsten Plätze der Altstadt. Achte dort mal auf die Laternen. Mal sehen, ob du herausfindest, welche zwei von Gaudí sind!

Barri Gotic
Überdachte Brücke im gotischen Viertel. Hier bist du mitten in der Altstadt von Barcelona

#7 Plaça del Rei

Von der Plaça Reial aus geht es über die Plaça Sant Jaume – das politische Herz Barcelonas, wo sich Generalitat und Rathaus direkt gegenüberstehen – weiter zur Plaça del Rei. Auf diesem kleinen, versteckt liegenden Platz kannst du einen Abstecher in die Unterwelt machen und im Historischen Museum die römischen Ruinen Barcelonas besuchen.

Oder du bleibst einfach noch eine Weile auf dem Placa del Rei und bestaunst die Reste des alten Königspalastes, ehe du nach links in das Arxiu de la Corona d‘Aragó einbiegst. Dort kannst du in einem hübschen Innenhof die Porta de Sant Jordi bestaunen.

#8 Kathedrale Santa Eulalia

Auf der anderen Seite des Innenhofs gelangst du zur Rückseite der Kathedrale Santa Eulalia. Nach rechts gehend kommst du zur Vorderseite der Kirche und zu einem größeren Platz.

Wenn du Zeit und Lust hast, lohnt sich ein Besuch auf dem Dach für 3 Euro. Auch der Kreuzgang der Kathedrale mit den dreizehn weißen Gänsen, die dort zu Ehren der Heiligen Eulalia herumlaufen, ist wirklich schön.

Fassade der Kathedrale von Barcelona
Die Kathedrale von Barcelona

#9 Mercat Santa Caterina

Die Via Laietana überquerend gelangst du zu einem der schönsten Märkte Barcelonas. Ich persönlich bin ja total verliebt in das bunt schillernde Dach. Auch innen ist dieser Markt wesentlich netter als die Boqueria, der doch leider sehr touristisch gewordene Markt an der Rambla.

Auf dem Mercat Santa Caterina kannst du noch ganz unkompliziert an den Marktständen vorbeibummeln, alles ansehen und das ein oder ander auch mal probieren. Wenn du dann auf der anderen Seite wieder aus dem Gebäude herausgehst, stehst du schon mitten in einem anderen Teil der Altstadt, dem Ribera-Viertel.

#10 Santa Maria del Mar

Auch im Ribera-Viertel gibt es unendlich viel zu entdecken. Bummle einfach entspannt durch die Gassen, am Picasso Museum vorbei bis zur Kathedrale des Meeres. Passend hierzu auch gleich eine Leseempfehlung: Der gleichnamige und sehr erfolgreiche Roman des katalanischen Schriftstellers Ildefonso Falcones handelt vom Bau der Kirche Santa Maria de Mar.

#11 Museu d‘Historia de Catalunya

Langsam kommen wir jetzt zum Ende des Rundgangs. Museumsfans können im Palast des Meeres noch das sehr empfehlenswerte Historische Museum besuchen.

Wer allerdings keine Lust mehr auf Geschichtslektionen hat, fährt einfach die Rolltreppe bis zur Aussichtsterrasse ganz nach oben und lässt entspannt den Blick über den Hafen schweifen. Kannst du dir vorstellen, dass an dieser Stelle früher mal eine Insel lag?

#12 L‘Estel ferit an der Barceloneta

Wenn du von hier aus am Hafenbecken entlangläufst, erscheint bald das Hotel W, das an das Burj Al Arab in Dubai erinnert. So weit soll es jetzt aber gar nicht mehr gehen.

Sobald der Strand in Sicht ist, biegst du nach links ab und darfst dich endlich in den weichen Sand plumpsen lassen.

Die großen Quader, die dort aufgestapelt stehen, sind eine Erinnerung an die Hütten, die hier bis zur großen Säuberungsaktion anlässlich der Olympischen Spiele 1992 standen.

Um die Stadt für die Spiele schön zu machen, krempelten die Einwohner das schmuddelige Hafenviertel völlig um und legten den modernen Spazierweg an.

Tag 3

Natürlich kannst du Barcelona nicht verlassen, ohne noch das bekannteste Bauwerk der Stadt besucht zu haben: Heute geht es endlich zur Sagrada Familia!

1. Sagrada Familia
2. Parking Pita
3. Parc de la Ciutadella

#1 Sagrada Familia

Wenn du dir vorab eine Eintrittskarte für den Vormittag gekauft hast, fährst oder gehst du direkt zur großen modernistischen Kirche. Bevor du hineingehst, solltest du allerdings ruhig einmal um das Gebäude herumgehen, um dir einen Eindruck von den Dimensionen zu machen.

Gaudí selbst hat noch die Geburtsfassade entworfen, alles andere wurde später von anderen Architekten im Sinne des berühmten Baumeisters weitergeführt.

Mein Tipp: Hier lohnt es sich wirklich, die Kirche mit einem deutschsprachigen Guide zu durchlaufen, der dir viele Einzelheiten zur Geschichte des Gebäudes erklärt.

Tickets für die Sagrada Familia ohne Anstehen
Ticket inklusive Turmbesichtigung

Sagrada Familie Fassade
Die Sagrada Familia ist eine der top Sehenswürdigkeiten in Barcelona

#2 Parking Pita

Je nachdem, wann du wieder abreisen musst, schaffst du es noch von der Sagrada Familia mit der Metro oder zu Fuß zum Parc de la Ciutadella, der grünen Lunge Barcelonas. Mein Tipp für ein sehr leckeres kleines Mittagessen ist das Restaurant Parking Pita.

Auf dem Weg zum Parc de la Ciutadella kommst du direkt auf dem Passeig Sant Joan an einem alten Parkhaus vorbei, das zu einem zweiteiligen Restaurant umgebaut wurde. Auf der einen Seite gibt es Pizza, auf der anderen leckere libysche Gerichte, auch für Vegetarier und Veganer.

#3 Parc de la Ciutadella

Frisch gestärkt geht es von hier aus durch den Triumphbogen in den Parc de la Ciutadella. Noch immer gibt es in dem grünen Park ein paar schöne alte Gebäude, wie das Umbracle, die an die Weltausstellung zum Ende des 19. Jahrhunderts erinnern.

Ganz früher stand an dieser Stelle eine ungeliebte Zitadelle, die aber zum Glück irgendwann den grünen Wiesen und einem kleinen Teich weichen musste.

Hier kannst du dich noch einmal gemütlich auf dem Rasen ausstrecken, die Beine lang machen und Kräfte tanken, bevor du den Rückweg zum Flughafen oder zum Bahnhof antreten musst.

Das war also meine Empfehlung für ein Wochenende in Barcelona. Ich hoffe, das Programm hilft dir, deinen Kurztrip nach Barcelona optimal zu planen.

Hast du Fragen oder vielleicht einen Programmpunkt, der hier auf keinen Fall fehlen darf? Dann freuen wir uns über deinen Kommentar!