Ein Wochenende in Berlin: Programm für 3 Tage

Berlin eignet sich super für einen Wochenendtrip! Weil die Stadt aber doch echt viele Sehenswürdigkeiten hat, solltest du deinen Aufenthalt so gut wie möglich planen. In diesem Beitrag haben wir dir das perfekte 3-Tage-Programm für Berlin zusammengestellt.

In Berlin gibt es unglaublich viel zu sehen. Die Sehenswürdigkeiten der Stadt sind in allen Himmelsrichtungen verteilt und in jedem Bezirk gibt es mindestens ein paar Dinge, die definitiv sehenswert sind.

Weil du aber in 2-3 Tagen unmöglich so viel besichtigen kannst, musst du dich auf eine begrenzte Anzahl an Highlights konzentrieren.

Die berühmtesten Attraktionen von Berlin liegen glücklicherweise sehr zentral und größtenteils innerhalb des Bezirks Mitte.

Du kannst also auch an einem Wochenende einiges besichtigen. Idealerweise nimmst du dir aber drei Tage Zeit.

Und weil wir uns in Berlin echt gut auskennen und auch die Anfahrtswege gut einschätzen können, haben wir das perfekte 3-Tage-Programm zusammengestellt.

Dabei ist deine Besichtigungstour an jedem Tag so eingeteilt, dass du möglichst nahe beieinander liegende Sehenswürdigkeiten besichtigst.

So kommst du an drei Tagen möglichst optimal in Berlin rum. Und los geht’s!

Lies auch unsere praktischen Tipps für deine Reise nach Berlin

Die optimale Vorbereitung für ein Wochenende in Berlin

Hier haben wir noch einige Tipps für dich, wie du dich am besten auf ein Wochenende in Berlin vorbereitest.

#1 Deine Unterkunft für ein Wochenende in Berlin

Berlin ist groß. Deswegen können wir dir als allererstes empfehlen, dein Hotel möglichst zentral zu buchen.

Die meisten Besucher denken dann erstmal an den Alexanderplatz. Geographisch ist der Alexanderplatz schon zentral, aber auch super verkehrsreich, super touristisch und spät abends etwas ungemütlich.

Mit zentral meinen wir eigentlich innerhalb des Bezirks Mitte. Wenn du hier dein Hotel möglichst in der Nähe einer U- oder S-Bahn-Station buchst, kommst du in Berlin schnell voran.

Lies auch unseren Artikel über die besten Stadtteile zum Übernachten in Berlin

Wir haben dir hier drei Hotels ausgesucht, die für ein Sightseeing-Wochenende in Berlin besonders vorteilhaft liegen.

Sie stehen alle zentral und rund um den Hackeschen Markt, wo es die gleichnamige S-Bahn-Station gibt. Von hier kommst du ohne Umsteigen direkt zum Hauptbahnhof und zum Flughafen Schönefeld. Außerdem erreichst du von hier den Alexanderplatz, die Museumsinsel und Unter den Linden zu Fuß.

Adina Aparthotel: Schickes 4-Sterne-Aparthotel mit Studios und Wohnungen
Hotel Zoe by Amano: Design-Boutique-Hotel mit toller Dachterrasse und Blick auf den Fernsehturm
Monbijou Hotel: Boutique-Hotel mit eigenem Restaurant, nur 400 Meter von der Museumsinsel entfernt

#2 Tickets für Sehenswürdigkeiten im Voraus buchen

Berlin ist das ganze Jahr über gut besucht. Wenn du also in deinen drei Tagen viel sehen willst, solltest du einige Tickets im Voraus buchen. Das gilt vor allem bei diesen Sehenswürdigkeiten:

  • Berliner Fernsehturm
  • DDR Museum
  • Reichstagskuppel

Die Reichstagskuppel kannst du sogar nur mit Reservierung besichtigen.

Das DDR Museum und der Fernsehturm sind für nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern gleichzeitig zugänglich, weshalb sich draußen immer Warteschlangen bilden.

Deshalb solltest du für diese auf jeden Fall Online-Tickets mit Schnelleinlass buchen, um keine wertvolle Urlaubszeit in der Warteschlange zu verbringen.

Zum Online Ticket für den Fernsehturm
Zum Online Ticket für das DDR Museum
Reservierung für die Reichstagskuppel

Bei den Museen der Museumsinsel sind wir eigentlich immer zügig hineingekommen, es kommt aber auch immer auf die Tageszeit und den Tag an.

Unser Tipp: Falls du Berlin während eines Pfingst- oder Osterwochenendes besuchst, empfehlen wir diese Museen möglichst früh am morgen zu besichtigen.

Übrigens: Unser 3-Tage-Programm sieht das zwar nicht vor, aber wenn du vor allem die Berliner Museen besuchen willst, lohnt sich der Berlin Museumspass. Der kostet rund 30 Euro und gibt dir drei Tage lang freien Eintritt in über 30 verschiedenen Museen.

Der Pass lohnt sich, wenn du mindestens vier der enthaltenen Museen besuchen willst, da die meisten Berliner Museen zwischen 8 und 12 Euro kosten.

Zum Museumspass Berlin

#3 Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin

Auch wenn du ein sehr zentrales Hotel buchst, wirst du irgendwann auch die U-Bahn oder S-Bahn nehmen. Deswegen lohnt es sich, einen Blick auf die Berliner U-Bahn-Tickets zu werfen.

Eine normale Fahrt im Bereich AB kostet 2,90 Euro. Weil du aber spätestens am zweiten Tag unseres Programmes öfters die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen wirst, lohnen sich schnell andere Tickets.

Zum Beispiel die Tageskarte AB: Die kostet 8,60 Euro und ist ab dem Zeitpunkt der Entwertung bis 3 Uhr des Folgetages gültig.

Hinweis: Der Bereich AB ist der Bereich innerhalb des S-Bahn-Rings. Darin befinden sich die meisten Sehenswürdigkeiten Berlins.

Für Touristen ist aber auch die Berlin WelcomeCard interessant. Die gilt für den ganzen Stadtbereich und Potsdam, inklusive Flughäfen.

Damit fährst du gratis mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln und bekommst auch zwischen 25 und 50% Rabatt für den Eintritt bei vielen Berliner Sehenswürdigkeiten, unter anderem dem Fernsehturm und den meisten Museen.

Zur Berlin WelcomeCard

Achtung: Wenn du aber unser Programm haargenau durchziehst, lohnt sich die WelcomeCard für dich nicht, da du nur den Fernsehturm und die Reichskuppel von innen besichtigst. Für den Fernsehturm empfehlen wir ein Online Ticket und dafür ist die Welcome Card nicht gültig. Und in der Reichstagskuppel ist der Eintritt frei.

Außerdem wird in unserem Programm vieles zu Fuß besichtigt. Wenn du aber weniger gerne läufst oder auch ein paar Museen besichtigen möchtest, dann könnte sich die Welcome Card doch lohnen.

#4 Von wann bis wann solltest du dein Berlin Wochenende buchen?

Ob du dir den Freitag oder den Montag freinimmst, ist nicht unwichtig. Hier zeigen wir dir den Unterschied.

Von Freitag bis Sonntag in Berlin

Wenn du freitags in Berlin ankommst und bis Sonntag Nachmittag bleibst, kannst du den Freitag und Samstag für ausgiebiges Sightseeing nutzen und den Sonntag lockerer angehen, zum Beispiel mit einem Bummel über einen der Berliner Flohmärkte.

Die finden nämlich nur sonntags statt. Oder brunchen gehen. Oder beides!

Von Samstag bis Montag in Berlin

Falls du kein Fan von Flohmärkten bist und lieber eine ganz normale Shoppingtour machen möchtest, lohnt sich montags ein Abstecher zum Kurfürstendamm in Charlottenburg.

Wenn du dann samstags und sonntags die Berliner Highlights abklapperst, kannst du Montag Vormittag über die berühmte Shoppingmeile bummeln.

Der Pluspunkt: Montag Vormittag ist hier viel weniger los als sonst und du kannst in Ruhe das KaDeWe und die Geschäfte entlang des Ku’damms erkunden.

Achtung: Viele der staatlichen Museen, wie zum Beispiel das Pergamonmuseum, haben montags geschlossen. Nimm dir montags also lieber andere Aktivitäten vor.

Programm für ein Berlin Wochenende auf einer Karte

Für einen ersten Überblick findest du alle Programmpunkte für dein Berlin Wochenende pro Tag übersichtlich auf einer Karte eingezeichnet.

Du kannst dir die Karte auch herunterladen und auf deinem Handy oder Computer abspeichern.

Klicke hier, um die Karte für das Berlin-Wochenende als PDF herunterzuladen

Karte für Berlin Wochenend-Programm
Alle wichtigen Programmpunkte für dein Wochenende in Berlin

Tag 1

Idealerweise erreichst du Berlin am Vormittag des ersten Tages und bist um die Mittagszeit in deinem Hotel. Weil du aber in den meisten Hotels nicht vor 14 oder 15 Uhr einchecken kannst, solltest du dich erkundigen, ob du dein Gepäck vorher schon im Hotel abstellen kannst.

Alle Programmpunkte für den ersten Tag:

  1. Hackesche Höfe
  2. Monbijoupark
  3. Museumsinsel
  4. Alexanderplatz & Fernsehturm

Wenn du in Mitte übernachtest, brauchst du für dieses Programm keine öffentlichen Verkehrsmittel.

Diese Sehenswürdigkeiten liegen alle nahe beieinander und du kannst entspannt zu Fuß von einer zur anderen spazieren.

Wenn du um die Mittagszeit in Berlin ankommst, hast du wahrscheinlich erstmal Hunger.

Rund um den Hackeschen Markt gibt es sehr viele leckere Bistros und Cafés, wo du schnell etwas zu essen bekommst.

Sehr zu empfehlen ist zum Beispiel das berühmte Curry 61 auf der Oranienburger Straße oder Revolver Burger auf der Rosenthaler Straße. Auch unterhalb der U-Bahn-Bögen am Hackeschen Markt gibt es viele hübsche Restaurants mit Außenterrassen.

#1 Hackesche Höfe

Die Hackeschen Höfe befinden sich nur wenige Schritte vom Hackeschen Markt entfernt und bilden ein Labyrinth aus bunt gekachelten Hinterhöfen. Genau genommen handelt es sich hierbei um das größte geschlossene Hofareal in Deutschland.

Die Hackeschen Höfe sind heute Standort vieler Designboutiquen, Kultureinrichtungen und Kunstateliers. Du kann wunderbar von einem Hof zum anderen schlendern und die versteckten kleinen Läden erkunden.

Unser Tipp: Wenn du vom Hackeschen Markt kommst, befindet sich auf der rechten Seite, kurz vor dem Eingang zu den Hackeschen Höfen, die Dead Chicken Alley. Das ist ein weiterer, aber viel alternativerer Hinterhof, der mit sehr schöner Streetart und bunten Lichtern geschmückt ist. Super für Fotos!

Fassaden in den Hackeschen Höfen
Jugenstil-Fassaden in den Hackeschen Höfen

#2 Monbijoupark

Der Monbijoupark ist bestimmt einer der schönsten Parks in Berlin. Er ist zwar nicht besonders groß, aber er bietet einen tollen Ausblick auf die Museumsinsel und vor allem das Bode-Museum.

Vom Monbijouplatz, der keine 10 Gehminuten vom Hackeschen Markt entfernt liegt, kannst du einmal quer über den Park laufen, in Richtung Hexenkessel Hoftheater. Von hier spazierst du dann entlang der Berliner Uferpromenade Richtung Süden und hast einen tollen Blick auf die Museumsinsel.

Von der Uferpromenade siehst du richtig viele Berliner Sehenswürdigkeiten alle zusammen. Halte unbedingt die Kamera bereit!

Unser Tipp: Im Sommer ist es hier besonders schön, mit Open Air Events am Fluss und aufgestellten Liegestühlen zum Sonnetanken mit Aussicht. Bei schönem Wetter lässt sich der Tag hier wunderbar ausklingen!

#3 Museumsinsel

Über die monumentale Friedrichsbrücke, die sich am Ende der Uferpromenade befindet, gelangst du auf die Museumsinsel. Hier findest du fünf der bedeutendsten Museen der Stadt: Das Pergamonmuseum, das Bode-Museum, das Alte Museum, das Neue Museum und die Alte Nationalgalerie.

Allein schon eines der Museen zu besichtigen nimmt schon mindestens 2 Stunden in Anspruch, deswegen sieht unser Programm für den ersten Tag nur einen Spaziergang über die Insel vor.

Von der Friedrichsbrücke schlenderst du weiter die Bodestraße entlang und biegst dann am anderen Inselufer nach links, die Treppe runter zum Lustgarten. Von hier öffnet sich ein sagenhafter Blick auf den Berliner Dom, das Alte Museum und das neu erbaute Berliner Schloss.

Hinweis: Das Berliner Schloß ist seit 2012 im Aufbau und soll bis Ende 2020 fertiggestellt werden. Wir sind schon gespannt!

Die Museumsinsel bei Nacht mit Blick auf den Berliner Dom
Die Museumsinsel bei Nacht

#4 Alexanderplatz & Fernsehturm

Über die Karl-Liebknecht-Straße spazierst du nun entlang des Berliner Doms in Richtung Fernsehturm. An der Kreuzung mit der Spandauer Straße überquerst du die Karl-Liebknecht-Straße und spazierst über den Platz rund um die Marienkirche und den Neptunbrunnen.

Und schon stehst du am Fuß des Berliner Fernsehturms. Mit seinen fast 370 Metern Höhe ist es das höchste Bauwerk Deutschlands. In 40 Sekunden bringt dich der Fahrstuhl auf die Aussichtsplattform, von der du einen 360-Grad-Blick über ganz Berlin hast.

Das Ticket für den Fernsehturm solltest du unbedingt im Voraus buchen, andernfalls wirst du ganz schön lange in der Warteschlange stehen müssen.

Zum Ticket ohne Anstehen für den Berliner Fernsehturm

Lies auch unseren Beitrag über alle Ticket-Optionen für den Berliner Fernsehturm

Hinweis: Blöderweise gilt der 25% Rabatt der Welcome Card nicht für Online Tickets. Ein einfaches Online Ticket für den Fernsehturm gibt es ab 11,50 Euro.

Wenn du am Spätnachmittag hier bist, kannst du von oben den Sonnenuntergang über Berlin betrachten.

Oben gibt es auch die Bar 203 und das Drehrestaurant Sphere. Für die beiden brauchst du aber Reservierungen.

Falls es schon Zeit fürs Abendessen ist, bietet es sich an, im Drehrestaurant auf über 200 Metern Höhe einen Tisch zu reservieren. Hier wird internationale und deutsche Küche serviert, die übrigens auch sehr lecker ist.

Den Tisch musst du allerdings online im Voraus reservieren.

Zum Ticket für den Berliner Fernsehturm mit Tischreservierung

Wenn du wieder unten bist, kannst du noch eine Runde über den Alexanderplatz drehen, der sich gleich unterhalb des Turms befindet.

Am frühen Abend, wenn es noch nicht ganz so dunkel ist, hat der Platz mit der berühmten Weltzeituhr eine ganz besondere Atmosphäre.

Vom Alexanderplatz zum Hackeschen Markt sind es keine 10 Minuten zu Fuß.

Und falls du immer noch fit auf den Beinen bist, gibt es rund um den Hackeschen Markt und entlang der Rosenthaler Straße viele Bars, um deinen ersten Tag in Berlin mit einem leckeren Bier oder Cocktail abzurunden!

Fernsehturm Berlin
Hoch hinauf ragt der Fernsehturm und bietet eine tolle Aussicht über Berlin.

Tag 2

Der zweite Tag dreht sich ganz um einige der berühmtesten Wahrzeichen von Berlin. Dieser Tag hat es in sich: Trage auf jeden Fall bequeme Schuhe!

Alle Programmpunkte für den zweiten Tag im Überblick:

  1. Reichstagskuppel oder Bootstour auf der Spree
  2. Brandenburger Tor
  3. Holocaust Mahnmal
  4. Unter den Linden
  5. Gendarmenmarkt
  6. Checkpoint Charlie
  7. Potsdamer Platz

#1 Reichtagskuppel

Dein zweiter Tag in Berlin beginnt mit der Besichtigung der Reichstagskuppel. Die erreichst du gut mit der S-Bahn, von der du am Hauptbahnhof aussteigst.

Das Reichstagsgebäude ist schon von außen sehr sehenswert, auch wenn du es wahrscheinlich schon etliche Male im Fernsehen gesehen hast.

Rechts vom Gebäude ist der Eingang zur Kuppel. Der Eintritt ist gratis, allerdings musst du dich vorher anmelden. Das kannst du auf der Webseite des Deutschen Bundestages.

Unser Tipp: Die Kuppel ist immer gut besucht, kümmere dich also am besten so bald wie möglich um die Anmeldung.

Von oben kannst du ins Parlament hineingucken und hast außerdem einen guten Rundblick auf Berlin. In der Kuppel gibt es auch eine Ausstellung über die Entwicklung vom Reichstag zum Bundestag. Auf der Dachterrasse kannst du auch gratis einen Audioguide ausleihen.

Mindestens eine oder anderthalb Stunden solltest du für die Reichstagskuppel auf jeden Fall einplanen.

Reichstag Kuppel
Das Innere der Reichstagskuppel
Reichstag Berlin
Der Reichstag gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Berlin

Alternativ: Spreerundfahrt auf dem Sightseeing-Boot

Wenn dich die Reichstagskuppel weniger interessiert, kannst du diese überspringen und an der Stelle eine Sightseeing-Bootstour auf der Spree machen.

Dabei steigst du in der Nähe der S-Bahn-Station Friedrichstraße auf das Sightseeing-Boot und besichtigst innerhalb von einer Stunde den Reichstag, den Berliner Dom und das Schloss Bellevue vom Wasser aus.

Nach einer Stunde kommst du wieder an der Friedrichstraße an und kannst von hier aus entspannt zu Fuß oder mit der S-Bahn weiter zum Brandenburger Tor.

Zur 1-stündigen Bootstour durch Berlin

Wenn du früh losgehst, kannst du auch eine längere Bootstour machen und noch mehr Berliner Highlights sehen, inklusive dem Schloss Charlottenburg. Ein- und Ausstieg ist immer die Anlegestelle an der Friedrichstraße.

Zur 2,5-stündigen Bootstour durch Berlin

# Brandenburger Tor

Für die meisten Erstbesucher ist das Brandenburger Tor viel kleiner als erwartet. Trotzdem darf es bei einem Besuch Berlins auf keinen Fall fehlen. Direkt neben dem Tor befinden sich jeweils die amerikanische und die französische Botschaft.

Wenn du vom Reichstagsgebäude kommend durch das Tor hindurchgehst, befindest du dich auf dem Pariser Platz. Von hier startet auch die Unter den Linden, die geradeaus bis zur Museumsinsel führt.

Das Brandenburger Tor bei Nacht
Das Brandenburger Tor und der Pariser Platz

# Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Bevor du aber die Unter den Linden hinunterläufst, solltest du noch einen kleinen Umweg zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas machen, welches sich direkt hinter der amerikanischen Botschaft befindet.

Das Holocaust Mahnmal ist ein riesiges, frei zugängliches Areal, was du bestimmt schon mal im Fernsehen oder Internet gesehen hast. Dabei handelt es sich um ein frei zugängliches, wellenförmiges Feld mit über 2700 Stelen, durch das du hindurchlaufen kannst.

Unterhalb des Mahnmals befindet sich der „Ort der Information“, eine frei zugängliche Ausstellung, die die Verfolgung und Ermordung der Juden dokumentiert.

Vom Mahnmal läufst du die Behrenstraße hinunter, biegst rechts in die Wilhelmstraße ein und bist schon wieder auf der Unter den Linden.

Holocaust Mahnmal
Blick auf das Denkmal für die ermordeten Juden Europas

#3 Unter den Linden & der Bebelplatz

Die Prachtstraße Unter den Linden war die letzten Jahre größtenteils eine Baustelle, aufgrund der Weiterführung der U-Bahn-Linie U5. Jetzt sind die Bauarbeiten aber fast fertig und bis Ende 2020 sind auch die letzten Zementsäcke weg.

Ein Spaziergang ist aber mit und ohne Bauarbeiten ein Muss. Die Straße ist einfach unheimlich geschichtsträchtig und führt vorbei an prachtvollen Gebäuden, schicken Läden, der Staatsoper, der Neuen Wache, der Humboldt Universität und dem Bebelplatz.

Auch kannst du entlang der Unter den Linden gut zu Mittag essen, falls es mittlerweile Zeit ist. Die Restaurants hier sind zwar größenteils sehr touristisch, aber trotzdem gut.

Im Nante-Eck, ungefähr auf halben Wege zwischen Brandenburger Tor und Bebelplatz gibt es zum Beispiel leckere Berliner Hausmannskost.

Kurz bevor die Unter den Linden endet, findest du nach circa einem Kilometer auf der rechten Seite den Bebelplatz.

Der Platz ist aufgrund der prächtigen Gebäude rund herum sehr sehenswert: Hier stehen die Jura Fakultät der Humboldt Universität, die St. Hedwigs-Kathedrale und die Staatsoper. Mitten auf dem Platz findest du außerdem das Denkmal zur Bücherverbrennung der Nazionalsozialisten, die hier 1933 stattfand.

Die Universitätsbibliothek auf dem Bebelplatz am Abend
Die Universitätsbibliothek auf dem Bebelplatz

#4 Gendarmenmarkt

Vom Bebelplatz sind es nur wenige Minuten zu Fuß zum schönsten Platz Berlins, der Gendarmenmarkt.

An beiden Enden des großen Platzes thronen jeweils der Deutsche Dom und der Französische Dom, dazwischen steht am Rande des Platzes das Konzerthaus Berlin.

Im Winter findet auf dem Gendarmenmarkt einer der schönsten Weihnachtsmärkte Berlins statt, im Sommer findet jedes Jahr das Classic Open Air statt.

Da du bis jetzt ganz schön viel gelaufen bist, kannst du getrost zur U-Bahn-Station Französische Straße und zwei Haltestellen bis zum Checkpoint Charlie fahren.

Gendarmenmarkt
Französischer Dom am Gendarmenmarkt

#5 Checkpoint Charlie

Eigentlich gibt es am Checkpoint Charlie nicht wirklich viel zu sehen, zumal es die Mauer ja nicht mehr gibt und die gesamte Gegend sowieso unglaublich touristisch ist.

Trotzdem gehört der ehemalige Grenzübergang nunmal zu den Must See Attraktionen in Berlin.

Wo früher der Grenzposten war, steht heute eine nachempfundene Kontrollbaracke inklusive Sandsäcke und Schauspieler, die als amerikanische Soldaten verkleidet für Fotos posieren.

Rund um die Straßenecke stehen Souvenirläden, Fastfood Restaurants und mobile Currywurstbuden.

Wie gesagt, sehr touristisch!

Checkpoint Charlie
Der kleine Grenzposten am Checkpoint Charlie ist heute eine Touristenattraktion

#6 Potsdamer Platz & Kollhoff-Tower

Vom Checkpoint Charlie kannst du entspannt zum Potsdamer Platz spazieren, der circa einen Kilometer weit entfernt liegt.

Der Potsdamer Platz ist vor allem für seine Wolkenkratzer und stylischen Gebäude rund um den Platz interessant.

Mach hier auf jeden Fall einen Abstecher in das ovale Forum des Sony Centers, dessen futuristische Dachkonstruktion den japanischen Berg Fujisan symbolisieren soll.

Im Kollhoff-Tower, der ebenfalls am Potsdamer Platz steht, kannst du mit dem schnellsten Fahrstuhl Europas auf den 24. und 25. Stock fahren, wo sich ein Panoramacafé und eine Aussichtsplattform befinden.

Hier kannst du deinen super ereignisreichen Tag in Berlin mit Kaffee und Kuchen ausklingen lassen.

Es lohnt sich auf jeden Fall, das Ticket im Voraus zu buchen, denn die Schlange vor dem Fahrstuhl kann schon mal lang sein. Mit dem Online Ticket kannst du schnell an der Schlange vorbeihuschen.

Zum Online Ticket für den Kollhoff Tower 

Sony Center Berlin
Das Dach des Sony Centers am Potsdamer Platz ist ein echter Hingucker

Tag 3

Dein letzter Tag spielt sich in Berlins Osten ab. Wenn du in Mitte übernachtest, brauchst du heute also auf jeden Fall die öffentlichen Verkehrsmittel.

Wir gehen mal davon aus, dass du frühestens am Spätnachmittag aufbrechen musst, daher ist unser Tagesprogramm kürzer.

Alle Programmpunkte für den dritten Tag im Überblick:

  1. East Side Gallery
  2. Boxhagener Kiez

Am besten checkst du schon am Morgen aus deinem Hotel aus, sodass du dein Gepäck im Hotel abstellen und es später abholen kannst.

Die East Side Gallery ist das längste noch erhaltene Stück Berliner Mauer. Sie steht im Stadtteil Friedrichshain und führt entlang der Spree, zwischen Ostbahnhof und Oberbaumbrücke.

Auf der Mauer haben insgesamt 118 Streetart Künstler aus 21 Ländern ihre Kunstwerke verewigt, von denen jedes den Mauerfall und die politischen Veränderungen von 1989 / 1990 thematisiert.

Auf der einen Seite der Mauer kannst du also die Kunstwerke bewundern, auf der anderen Seite am Ufer der Spree spazieren. Von hier hast du auch einen tollen Blick auf die schönste Brücke Berlins, die Oberbaumbrücke.

 Unser Tipp: Wenn du von Mitte kommst, lohnt es sich am Ostbahnhof aus der S-Bahn auszusteigen und ab hier die East Side Gallery runterzuspazieren.

East Side Gallery Bruderkuss
Der Bruderkuss ist das wohl bekannteste Gemälde der East Side Gallery
East Side Gallery
Gemälde an der East Side Gallery

#2 Spaziergang durch den Boxhagener Kiez

Wenn du unserem Ratschlag gefolgt bist und dein dritter Tag in Berlin ein Sonntag ist, dann solltest du nach deinem Spaziergang entlang der East Side Gallery einen Abstecher zum Boxhagener Platz machen.

Das ist einer der beliebtesten Kieze in Berlin und auch Standort des sehr berühmten, gleichnamigen Flohmarktes, der jeden Sonntag stattfindet.

Hier gibt es aber nicht nur Second Hand Möbel, Schallplatten und Klamotten, sondern auch super leckere Foodtrucks und Stände von Künstlern, die ihren selbstentworfenen Schmuck oder andere Accessoires verkaufen.

Überhaupt ist der ganze Kiez sehr hübsch, mit begrünten Straßen, Altbau-Wohnhäusern, Modeboutiquen von unabhängigen Designern und ganz vielen Cafés und Restaurants.

Von der East Side Gallery läufst du circa 20 Minuten zu Fuß bis in die Simon-Dach-Straße, eine der belebtesten Straßen im Kiez. Alternativ kannst du auch mit der Tramlinie M13 ein paar Stationen Tram fahren und an der Haltestelle Simplonstraße aussteigen.

Lies auch unsere 7 Insidertipps für Friedrichshain

Friedrichshain
Friedrichshainer Stillleben

Fazit und zusätzliche Infos

Dieses Programm umfasst den größten Teil der Berliner Sehenswürdigkeiten, die du innerhalb von 3 Tagen besichtigen kannst. Wenn du noch zusätzlich Zeit hast, empfehlen wir auf jeden Fall auch den Besuch eines Museums.

Die Renner in Berlin sind auf jeden Fall das Pergamonmuseum, das Deutsche Historische Museum und das Neue Museum. Auch sehr sehenswert, und dazu noch gratis, ist die Topographie des Terrors, in der Nähe des Potsdamer Platzes.

Gerne kannst du natürlich den Besuch dieser Highlights auch mit unseren Vorschlägen austauschen, zum Beispiel mit dem Besuch der Reichstagskuppel.

Hier sind noch weitere Artikel von uns, die bei der Planung deines Berlin-Trips nützlich sein könnten:

Die besten Museen in Berlin für jeden Geschmack
Die außergewöhnlichsten Hotels in Berlin
Die 22 schönsten Sehenswürdigkeiten in Berlin

Das waren unsere Tipps für ein Wochenende in Berlin! Warst du auch schon ein Wochenende in der Stadt und hattest ein ähnliches Programm? Oder vollkommen anders? Schreibe uns gerne einen Kommentar!