Wohnmobil mieten für deine Norwegen-Reise: Unsere Tipps

Du möchtest ein Wohnmobil für eine Norwegen-Rundreise mieten? Bist aber unsicher wie und wo du das am besten machst? Dann helfen dir unsere Tipps über die Anmietung unseres Wohnmobils ganz sicher weiter!

Wenn du mit dem Wohnmobil durch Norwegen reisen möchtest, gibt es ein bisschen was vorzubereiten.

Mit diesem Artikel wollen wir dich bei deiner Planung unterstützen.

Wie wir selbst festgestellt haben, hatten wir doch die ein oder andere Frage, als wir unsere Norwegen-Reise mit dem Wohnmobil geplant haben.

Die erste Frage, die sich uns stellte, nachdem wir uns für eine Norwegen Rundreise entschieden hatten: Wo bekommen wir ein Wohnmobil her und was gibt es zu beachten?

Wenn du dir diese und viele andere Fragen auch stellst, findest du hier alle Antworten dazu.

Einen ausführlichen Bericht über unsere Rundreise, unsere Route und Empfehlungen für Campingplätze findest du hier:

Norwegen Rundreise: Unsere Route und Tipps

Wo bekommst du ein Wohnmobil her?

Nach ein wenig Recherche sind wir auf TUI Camper gestoßen. Bis dahin wussten wir nicht mal das TUI auch eine Wohnmobil-Vermittlung hat.

Aber hey, bislang haben wir ja auch noch nie nach einem Wohmobil gesucht. TUI Camper ist ein klassisches Vergleichsportal und bietet die Möglichkeit, mehrere Angebote auf deinem Merkzettel zu merken und zu vergleichen.

Hier zeigen wir dir mal ein Beispiel von einem Merkzettel: Du siehst auf einen Blick, dass die Anmietung in Deutschland deutlich günstiger ist als in Oslo.

Tui Camper Angebotsvergleich Merkzettel
Der Merkzettel von Tui Camper mit Angebotsvergleich

Wir haben uns für das TUI Optimal Paket entschieden, bei dem, Vollkaskoschutz ohne Selbstbeteiligung, Fahrzeug- und Camping-Ausstattung direkt mit dabei sind.

Der Vollkaskoschutz ohne Selbstbeteiligung war uns bei den engen, kurvenreichen Straßen dann doch wichtig, zumal wir beide zuvor noch nie mit einem Wohnmobil gefahren sind und wir uns im Urlaub einfach keine Gedanken machen wollten.

Du kannst natürlich auch direkt über einen Händler in deiner Nähe buchen, für Vollkasko ohne Selbstbeteiligung und eine Camping-Ausstattung entstehen aber meist noch mal zusätzliche Kosten.

Hier gehts zum Angebotsvergleich von TUI Camper 

Was ist bei der Wohnmobil-Anmietung zu beachten?

Wenn du ein Wohnmobil mietest, ist es wichtig auf die Ausstattung zu achten. Es gibt auch Anbieter, die ihre Wohnmobile ohne Camping-Ausstattung vermieten.

Achte also darauf, dass Camping-Stühle, ein Camping-Tisch, Camping-/Koch-Geschirr enthalten sind. Die Sachen für einen, vielleicht einmaligen, Trip extra anzuschaffen, ist ja Quatsch.

Wenn du natürlich alles schon Zuhause hast oder es dir bei Freunden leihen kannst, dann kannst du vielleicht noch ein paar Euro bei der Miete sparen.

Bei der Übernahme des Wohnmobils wird dir erklärt, wie alles funktioniert und worauf du achten musst. Frage am besten direkt nach, wenn etwas unklar ist. Die Händler gehen die Übernahme meist sehr schnell durch, sie kennen die Wohnmobile in- und auswendig und haben nicht immer auf dem Schirm, dass du als Mieter vielleicht noch nie mit einem Wohnmobil gefahren bist.

Lass dir vom Händler auch zeigen, wo du die Bedienungsanleitungen für die Elektrogeräte, die Markise und so weiter findest. Diese sollten immer vollständig vorhanden sein, so kannst du im Notfall noch mal etwas nachschlagen.

Da wir uns für die Anmietung in unserer Nähe entschieden haben, war die Auswahl nicht besonders groß. Über TUI Camper konnten wir nur den Händler McRent auswählen. Wir waren damit aber super zufrieden und würden jederzeit wieder über TUI Camper ein Wohnmobil bei McRent mieten.

Wie groß muss ein Wohnmobil sein?

Bei der Frage nach der Größe des Wohnmobils kommt es natürlich vor allem auch auf deinen persönlichen Bedarf an.

Beantworte für dich ein paar Fragen, bevor du anfängst nach Wohnmobilen zu suchen.

So kannst du besser einschätzen, was für dich und dein Mitreisenden wichtig ist.

  • Wieviele Mitreisende gibt es?
  • Möchtest du Dusche/Kochvorrichtung im Wohnmobil haben?
  • Nutzt du den Camper eigentlich nur zum Schlafen?
  • Bleibst du länger an einem Ort oder bist du jede Nacht woanders?
  • Wie lang bist du unterwegs?
  • Wann und wohin hin geht die Reise?
  • Sind auf der geplanten Route viele enge, kurvenreiche Straßen?

Die Fragen sind eigentlich allgemeingültig und du solltest sie dir vor der jeder Wohnmobil-Reise, nicht nur nach Norwegen, stellen.

Als erstes musst du natürlich darauf achten, dass jeder Mitreisende ein Schlafplatz und eine Anschnallmöglichkeit hat.

Es gibt Wohnmobile, die theoretisch Sitzplätze mit Anschnallgurten für vier Personen haben, aber dann nur ein Doppelbett oder nur Notbetten aus den umgeklappten Sitzen. Je nach Reisedauer, ist das nicht zu empfehlen.

Wir waren nur zu zweit, da hat uns die kleinste Kategorie (aber mit Küchenzeile und Nasszelle) ausgereicht. Wenn du planst, öfters mal frei zustehen und nicht auf deinem Campingplatz, dann solltest du unbedingt eine Nasszelle und Kochvorrichtung mit einplanen.

Bedenke auch, dass es in Norwegen oft nass und kalt ist. Wir haben letztendlich viel mehr Zeit im Camper verbracht, als wir vorher dachten. Zu zweit war das aber absolut in Ordnung.

Wenn du nur für einen Kurztrip unterwegs bist, ist die Größe wahrscheinlich auch nicht so entscheidend, wie für drei Wochen.

Du solltest auch berücksichtigen, dass du mit einem kleinen Mobil viel flexibler und wendiger bist, was bei den Straßen in Norwegen durchaus Vorteile hat, daher auch die Frage, ob es viele enge und kurvenreiche Straßen gibt. Wenn du in ein anderes, flacheres Land fährst, ist es nicht so wichtig, dass du mit dem Wohnmobil besonders wendig bist.

Wenn du das Wohnmobil-Fahren beherrschst, dann sind die meisten Straßen in Norwegen auch mit einem größeren Camper machbar, uns kamen ja auch ganze Reisebusse entgegen. Wir waren aber wirklich froh, dass wir so klein und wendig waren.

Kristiansand Camping
Wohnmobil mit Campingtisch und -stühlen.

Den Wohnwagen in Norwegen oder Deutschland mieten?

Anfangs dachten wir, dass wir direkt in Norwegen starten, um so viel Zeit wie möglich in Norwegen selbst zu verbringen, statt mit der An- und Abreise zu verplempern.

Aufgrund der Preise und der Pack-Möglichkeiten, haben wir uns dann aber doch schnell für eine Anmietung in Deutschland entschieden und sind mit der Entscheidung auch nach unserer Reise noch sehr zufrieden.

Dadurch hatten wir zwar nur noch 2,5 Wochen in Norwegen selbst, das war aber völlig in Ordnung. Wir haben dann einfach unseren Urlaub schon in Deutschland und Dänemark begonnen.

Ein entscheidender Vorteil einer Anmietung in Deutschland sind die Mitnahme- und Pack-Möglichkeiten. So haben wir einfach viele Lebensmittel und diverse nützliche Sachen mitgenommen, die wir beispielsweise bei einer Anreise nach Norwegen mit dem Flugzeug gar nicht hätten einpacken können.

Unser Tipp: Auch wenn es sich anbietet, die Reisetaschen zu Hause zu lassen, um Stauraum zu sparen, empfehlen wir dir eine Tasche mitzunehmen. Damit bist du auf der sicheren Seite, sollte wirklich mal etwas passieren und du musst deine Reise abbrechen oder bist auf einen Leihwagen und Unterkünfte als Ersatz angewiesen. Und Stauraum ist wirklich mehr als genug vorhanden.

Außerdem konnten wir uns durch die Anmietung in Deutschland die Kosten für Bettwäsche- und Handtücher-Sets sparen. Wir haben einfach unsere eigene Bettwäsche mitgenommen. Das macht es doch gleich viel gemütlicher, oder?

Natürlich kommt es aber auch darauf an, wo du wohnst und ein Wohnmobil anmieten würdest. Wenn du weiter im Süden wohnst und die Anreise schon mehr als zwei Tage in Anspruch nimmt, ist es eine Überlegung wert, direkt in Norwegen anzumieten.

Zum erstem Mal mit dem Wohnmobil fahren

Das erste Mal Wohnmobil fahren, war schon ein bisschen aufregend. Wir waren froh, dass wir unser neues Gefährt erst mal auf bekanntem Terrain kennenlernen konnten und nicht direkt in Norwegen.

Du sitzt viel höher als in einem normalen PKW. Das ist erst mal ungewohnt, aber auch ganz cool. Dadurch hast du einen hervorragenden Überblick über die Straße. Daniel hat das Fahren im Wohnmobil schon nach kurzer Zeit geliebt!

Julie hat es mal auf der Autobahn in Dänemark getestet. Das war auch in Ordnung. Aber sie war froh, dass Daniel das Fahren auch auf Norwegens Serpentinenstraßen Spaß gemacht hat, zu fahren.

Am gewöhnungsbedürftigsten fanden wir, dass es keinen Rückspiegel gab, dafür siehst du aber in den Seitenspiegeln viel mehr, als in normalen PKW-Seitenspiegeln. Das ist also gar nicht so schlimm.

Du gewöhnst dich schnell an die Gegebenheiten des Wohnmobils und auch das Rangieren ist gar nicht so schwer, heutzutage haben die meisten Wohnmobile auch eine Rückfahrkamera. Wenn du noch Mitreisende hast, kann auch immer einer beim ein- und ausparken helfen.

Mit dem Wohnmobil auf die Fähre

Mit dem Wohnmobil die Fähre zu nehmen ist überhaupt kein Problem. Die Fähren sind groß genug und die Fährterminal-Mitarbeiter sortieren die Autos, Wohnmobile und LKWs perfekt ein. Achte also einfach darauf, was sie dir anzeigen.

Sei mindestens eine Stunde vor Abfahrt beim Terminal Check-In. Wir waren genau eine Stunde vorher da und das Auffahren auf die Fähre ging dann direkt los.

Wichtig bei der Überfahrt mit einem Wohnmobil ist, dass das Gas abgedreht ist. Das wird dir aber vor Ort auch noch mal gesagt und du musst den Gaskasten mit einem Aufkleber für die Überfahrt „versiegeln“.

Auf der Fähre selbst musst du dann das Fahrzeug verlassen und darfst erst wieder bei Ankunft im Hafen zu deinem Fahrzeug zurück.

Nimm dir also ein gutes Buch, Kopfhörer (und deine Lieblingsongs), ein paar Snacks und Wasser mit und genieß die Überfahrt.

Wir haben erstmal in einem der Restaurants erstaunlich gut und ausgiebig gefrühstückt. Das war bei uns direkt mit im Ticketpreis inbegriffen.

Das waren unsere Tipps zur Wohnmobil-Anmietung für Norwegen. Hast du noch weitere Fragen, die wir noch nicht beantwortet haben? Dann schreib sie uns einfach in einem Kommentar.