Kurz und knackig
- Das Matterhorn ist ein absolutes Must-See in der Schweiz und das Bergdorf Zermatt der beste Ausgangspunkt für den Gipfel.
- Wir zeigen dir in diesem Artikel die schönsten Sehenswürdigkeiten in Zermatt, coole Wanderungen und tolle Aussichtspunkte auf das Matterhorn.
- Zum Übernachten in Zermatt empfehlen wir das Hotel Adonis mit super Preis-Leistungs-Verhältnis. Günstiger sind Unterkünfte weiter unten im Tal und nicht direkt in Zermatt. Unser Tipp: Hotel Heimatlodge.
Der beste Ausgangspunkt für das Matterhorn: Zermatt

Das Bergdorf Zermatt liegt unter dem Matterhorn und gehört daher zu den beliebtesten Urlaubsorten in der Schweiz. Kurz gesagt: Wenn du das Matterhorn sehen möchtest, fährst du am besten nach Zermatt.
Wichtig zu wissen ist, dass Zermatt verkehrsberuhigt ist. Mit dem eigenen Auto darfst du nicht bis ins Dorf fahren. Du kommst nur bis Täsch und fährst von da mit dem Shuttle nach Zermatt.
Übernachten in Zermatt
In Zermatt gibt es super viele Unterkünfte, allerdings ist das Preisniveau auch sehr hoch. Um Geld zu sparen, kannst du auch in einem anderen Bergdorf im Mattertal (so heißt das Tal in dem auch Zermatt liegt) übernachten.
Unterkünfte in Zermatt
Unterkünfte im Mattertal
So kommst du nach Zermatt
Da Zermatt autofrei ist, kommst du mit deinem Auto nicht bis in das Dorf. Im Ort Täsch, 6 Kilometer vor Zermatt, ist Schluss. Dort gibt es aber genügend Parkplätze, auf denen du deinen Wagen abstellen kannst.
Von Täsch kommst du mit dem Zermatt Shuttle – das ist ein Zug – weiter. Die Hin- und Rückfahrt kostet 17,20 Franken. Die Bahn verkehrt tagsüber im 20-Minutentakt. Hier gehts zu den Tickets.
Als Alternative kannst du mit dem Fahrrad nach Zermatt fahren. Beachte aber, dass die Straße zwischen Täsch und Zermatt moderat bergauf geht.
Zudem herrscht auf der Straße doch relativ viel Verkehr – auch wenn Zermatt autofrei ist. Lieferfahrzeuge und Fahrzeuge mit Sondergenehmigung dürfen bis nach Zermatt fahren.
Altstadt in Zermatt und Sehenswürdigkeiten
Die Altstadt von Zermatt ist klein und du kannst sie in weniger als einer Stunde erkunden. Viel zu sehen gibt es nicht, denn der Ort ist größtenteils auf Touristen ausgelegt und gefühlt ist jedes zweite Gebäude ein Hotel oder Shop. Sehenswert ist vor allem die umliegende Natur.
Wir stellen dir jetzt aber 3 Sehenswürdigkeiten in Zermatt vor, die sich lohnen.
Kirchbrücke

Von der Kirchbrücke hast du einen der besten Ausblicke aus dem Zentrum von Zermatt auf das Matterhorn. Daher siehst du hier auch eigentlich immer jemanden mit der gezückten Kamera.
Besonders beliebt ist der Fotospot übrigens am Morgen kurz vor Sonnenaufgang, dann wird der Gipfel nämlich im goldenen Ton von der Sonne angeleuchtet.
Die Brücke selbst ist nicht spektakulär. Du kannst aber super am Uferweg entlangspazieren, der auch unter der Kirchbrücke entlangführt.
Pfarrkirche St. Mauritius

Die für uns schönste Kirche in Zermatt ist die Pfarrkirche St. Mauritius, die sich auch auf Fotos richtig gut macht. Erstmals erwähnt wurde sie im 13. Jahrhundert.
Seitdem wurde sie mehrfach renoviert und umgebaut. Der aktuelle Bau der Kirche steht seit Anfang des 20. Jahrhunderts und wurde 1980 nochmals umfassend renoviert.
Der Eintritt in die Kirche ist kostenlos und vor allem ein Blick auf die Deckenmalereien lohnt sich.
Matterhorn Museum - Zermatlantis

- Eintritt: 12 Franken
- Tickets: gibt es auf der Website
Das Zermatlantis ist perfekt wenn du einen Regentag in Zermatt erwischt. Denn im Matterhorn Museum erfährst du viele spannende Dinge über den Berg.
Du lernst mehr über die Erstbesteigung des Matterhorns und die Vergangenheit von Zermatt. Die Ausstellungen sind interaktiv gestaltet mit coolen medialen Effekten. Besonders die Tragödie um die Erstbesteigung ist total berührend.
Die besten Wanderungen in Zermatt
Die für uns schönsten Sehenswürdigkeiten in Zermatt sind definitiv die vielen Wanderungen. Unsere Favoriten für schöne Trails stellen wir dir jetzt vor.
Gornergrat

Der Gornergrat ist ein Hochplateau östlich von Zermatt – von hier hast du einen der besten Ausblicke auf das Matterhorn. Es gibt hier viele schöne Rundwanderwege.
Mit der Gornergrat-Zahnradbahn kommst du in 40 Minuten auf das Hochplateau. Vom Bahnhof kannst du einen kurzen Gang zum Gornergrat-Gipfel machen.
Eine gemütliche kleine Wanderung ist die zum Riffelsee. Das ist der See mit der weltbekannten Spiegelung des Matterhorns.
Von dort musst du auch nicht wieder zurück zum Gornergrat wandern, sondern kannst am Rotenboden-Bahnhof wieder in die Zahnradbahn nach unten steigen.
Zum Ticket für die Gornergrat-Zahnradbahn
5-Seenweg
- Länge: 9,8 Kilometer
- Höhenmeter: 450 ↗
- Level: mittel
- Zur Route
Eine der beliebtesten Wanderungen bei Zermatt ist die 5-Seen-Wanderung bei der du, wie der Name schon verrät, an 5 Seen vorbeiwanderst.
Start ist die Bergstation Blauherd, auf die du mit der Seilbahn kommst. Am besten kaufst du dir das Kombiticket 5-Seenweg, welches im Juli und August 53 Franken und in der Nebensaison 48 Franken kostet.
Bei den Seen handelt es sich um den Stellisee, den Grindjisee, den Grünsee, den Moosjisee und den Leisee. Die meiste Zeit hast du super Ausblicke auf das Matterhorn, welches sich auch in einigen der Seen wunderschön spiegelt.
Matterhorn Glacier Trail

- Länge: 6,6 Kilometer
- Höhenmeter: 336 ↗
- Level: mittel
- Zur Route auf Komoot
Der Matterhorn Glacier Trail ist eine super beeindruckende Wanderung, bei dem du dem Matterhorn ganz nahe kommst.
Er verbindet den Schwarzsee mit dem Trockenen Steg. An beiden Orten gibt es eine Seilbahn-Station. Läufst du lieber bergab startest du am Trockenen Steg. Ist dir bergauf lieber wanderst du am Schwarzsee los.
Die Wanderung ist mittelschwer und für Wanderer mit ein bisschen Erfahrung super zu meistern. Du läufst an Gletscherseen und weiteren coolen Landschaften vorbei und tolle Fotos sind garantiert.
Hin und zurück kommst du mit der Seilbahn. Auch hier gibt es ein Kombiticket extra für die Wanderung, das 85 Franken in der Hauptsaison kostet.
Sind dir die Preise zu hoch, kannst du die Wanderung auch von Zermatt aus starten und wieder absteigen. Dann läufst du gut 12 Kilometer und legst um die 1.200 Höhenmeter zurück.
Sunnegga

Möchtest du nicht lange wandern und auch keine Bergbahn zahlen, empfehlen wir dir die Wanderung auf die Sunnegga ab Zermatt. Du wanderst hier etwa 600 Höhenmeter moderat bergauf und hast ab etwa der Hälfte des Aufstiegs Blicke auf das Matterhorn.
Wir empfehlen dir den Aufstieg über die Siedlungen Ze Gassen und Findeln. Die Ausblicke von hier fanden wir besonders schön.
Überlaufen ist diese Wanderung in Zermatt auch nicht – erst wenn du an der Sunnegga Bergstation und am Leisee ankommst, triffst du auf Seilbahn-Touristen.
Wie genau du die Wanderung gestaltest, bleibt dir überlassen. Du kannst vom Leisee noch zu anderen Bergseen wandern oder wieder absteigen.
Europaweg

- Länge: 39 Kilometer
- Höhenmeter: 1.550 ↗
- Level: schwer
- Zur Route
Der Europaweg ist eine mehrtägige Wanderung durch das Mattertal. Er führt von Grächen bis nach Zermatt durch verschiedene Landschaften. Mal wanderst du oben am Berg, mal unten im Tal.
Absolutes Highlight ist die Charles Kuonen Hängebrücke bei Randa. Sie ist 494 Meter lang und sieht nicht nur cool aus, sondern ist auch total aufregend zu überqueren – die Brücke ist Teil der Wanderung.
Die Tour ist für 2 Tage gedacht, daher solltest du fit sein, um die Wanderung zu machen. Übernachten kannst du auf der Hälfte des Weges in der Europahütte. Infos zur Reservierung findest du auf der Website der Europahütte.
Sind dir zwei Tage Wandern zu lang, kannst du auch nur einen Teil der Wanderung machen. Beliebt ist zum Beispiel der Abschnitt zwischen Täsch und Zermatt.
Infos zur Matterhorn Besteigung

Das Matterhorn kann auch bestiegen würden, allerdings brauchst du dafür Klettererfahrung und die entsprechende Ausrüstung. Die Normalroute führt über den Hörnligrat.
Am ersten Tag steigst du auf die Hörnlihütte auf und übernachtest dort. Am nächsten Morgen startest du in der Früh die Besteigung des Gipfels und steigst am selben Tag wieder ab.
Die Besteigung wird nur mit einem Bergführer empfohlen – theoretisch ist es auch ohne möglich, davon wird aber stark abgeraten. Für den Weg solltest du Felsklettern im Grad III bis 3+ sicher beherrschen und dich im alpinen Gelände auskennen.
Das gilt auch, wenn du die Besteigung mit einem Bergführer machst. Merken die Führer, dass du nicht ausreichend vorbereitet bist, ist die Exkursion schon vorbei, bevor du sie überhaupt richtig gestartet hast.
Auch wichtig: Vor der Besteigung solltest du dich ausreichend akklimatisieren, da die Luft auf 4.478 Metern dünn ist. Du kannst in der Umgebung viele Akklimatisierungs-Wanderungen machen.
Beachte: Die Bergführer sagen Exkursionen ab, wenn sie den Weg aufgrund von Steinschlag-Gefahr o. Ä. für unsicher halten. Nimm diese Warnungen bitte sehr ernst.
Tipps für Klein Matterhorn

Das Klein Matterhorn ist ein anderer Berggipfel bei Zermatt, der aus einigen Perspektiven tatsächlich dem Matterhorn ähnelt. Und anders als aufs Große Matterhorn, kommst du hier mit der Seilbahn.
Die Bergstation am Klein Matterhorn heißt Matterhorn Glacier Paradise. Du hast von hier fantastische Blicke auf die Schweiz, Italien und Frankreich sowie auf 14 Gletscher – einfach wow.
Der Gipfel ist 3.883 Meter hoch und neben tollen Aussichten erwarten dich hier auch ein Gipfelrestaurant und Skipisten, die du zum Teil sogar im Sommer fahren kannst.





