„Bist du total durchgeknallt?“

Als ich meinen Freunden und Verwandten davon erzählte, dass ich mir die Augen in Istanbul lasern lasse, war die Reaktion fast immer die gleiche: Die Augen meines Gegenübers wurden größer und Verwirrung wechselte schnell zu Unverständnis und Zweifel an meinem Geisteszustand.

Ich bin froh, dass mich meistens nichts und niemand mehr von einer Entscheidung abbringt, wenn ich mich für etwas entschlossen habe. Sonst hätte ich wahrscheinlich ebenfalls langsam an meinem Verstand gezweifelt.

Ich hatte mich also spontan im Dezember letzten Jahres dazu entschieden, meine Augen in Istanbul lasern zu lassen.

Heute, ungefähr zwei Monate später, sitze ich jetzt hier und schreibe über meine Erfahrungen der Laseroperation in Istanbul.

Die Details kommen gleich. Aber ich möchte schon mal vorweg nehmen: Mir geht es gut, ich bin nicht blind und mit dem Ergebnis super zufrieden.

Die Entscheidung: Ohne Brille lässt es sich besser fotografieren und reisen

augen-lasern-in-istanbul-1Ich habe schon länger darüber nachgedacht, meine Augen lasern zu lassen. Den Gedanken hatte wahrscheinlich jeder schon einmal, der auf eine Brille oder Kontaktlinsen angewiesen ist.

Die Entscheidung fiel bei mir relativ schnell. Aus zwei Gründen.

  1. Ungeduld ist mein zweiter Vorname und wenn ich mich mal für etwas entscheide, dann muss das in Turbo-Speed umgesetzt werden.
  2. Eine Freundin hat ihre Kurzsichtigkeit vor ein paar Jahren ebenfalls in Istanbul korrigieren lassen und war damit sehr zufrieden.

Der tatsächliche Auslöser war dann aber Basti, der mir zu Weihnachten Flüge nach Istanbul schenkte. Meine erste Frage war dann auch, ob ihm meine Brille wohl nicht mehr gefällt.

Die Vorbereitung

Step 1: Recherche und warum Google nicht immer dein bester Freund ist

Ehrlich gesagt, hat mich Google bei der Recherche nicht wirklich weiter gebracht, denn außer zig verschiedenen Vermittlungsagenturen findet man nicht wirklich brauchbare Informationen zum Augen Lasern in Istanbul.

Was ich wollte waren authentische Erfahrungsberichte, die nicht direkt auf der Seite der Kliniken zu finden sind. Man stellt sich ja sonst doch immer die Frage, ob das nicht alles gefaked sei.

Ich hatte den Vorteil, dass ich einfach meine Freundin anrufen konnte und von ihr einen absolut authentischen Erfahrungsbericht serviert bekam. Weil nicht jeder eine Freundin hat, die ihre Augen in Istanbul lasern lassen hat, schreibe ich dir nun meine Erfahrungen hier auf.

Step 2: Sind meine Augen überhaupt dazu geeignet?

Ich dachte, bevor ich mir einen Termin zum Augen Lasern in Istanbul mache, wäre es vielleicht schlauer zu wissen, ob ich tatsächlich dafür in Frage komme. Dafür rufst du einfach deinen Augenarzt an und fragst, ob er das macht und was es kostet. Meistens ist das nicht so teuer (ich glaube so um die 35 Euro) und du bekommst am Ende eine Antwort, ob oder ob nicht du dafür in Frage kommst.

Ich habe einen anderen Weg genommen. Der günstigste Anbieter in Berlin zum Augenlasern ist Carevision am Kudamm. Diese Klinik bietet auch kostenlose Voruntersuchungen an. Ich dachte, dass ich so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann und mir auch direkt eine deutsche Klinik anschauen kann. Wer weiß, vielleicht gefällt es mir dort ja und ich entscheide mich doch für eine OP in Berlin.

Die Klinik habe ich mir also angeschaut und dort wurden auch meine Augen gecheckt. Verständlicherweise wollte Carevision aber auch direkt einen Termin zur OP mit mir ausmachen. Ich habe mich dort aber nicht wohl gefühlt und wurde mit dem Arzt auch nicht warm. Ich habe auch keine Unterlagen zur Untersuchung mitbekommen, daher würde ich es beim nächsten Mal auch anders machen und zu einem Augenarzt gehen.

Step 3: Die Klinik in Istanbul kontaktieren

Ich habe mich also mit der von meiner Freundin empfohlenen Klinik in Verbindung gesetzt. Die Klinik heißt Eye STAR LASIK Institut.

Auf meine E-Mail bekam ich nach wenigen Stunden eine ausführliche und super nette Antwort. Fred Ozatakan, einer der zwei Patientenbetreuer für die deutschsprachigen Länder, beantwortete geduldig alle meine Fragen und setzte sich dann auch telefonisch mit mir in Verbindung, weil er einige Dinge über meine Augen genauer wissen wollte. Ich vereinbarte mit ihm einen Termin für den 24. Februar, dem vierten Tag unseres siebentägigen Istanbul-Aufenthalts.

Da ich mich vor Ort nicht mit Papierkram beschäftigen wollte, bat ich ihn auch, mir alle Unterlagen und Informationen zur OP zuzuschicken. So konnte ich mir alles in Ruhe schon mal durchlesen und wusste, worauf ich mich einlasse, wie die OP abläuft und was ich danach beachten muss.

Unsere Ankunft in Istanbul

augen-lasern-in-istanbul-16.JPGWir kamen am Sabiha Gokcen International Airport an. Wenn du schon in Istanbul warst, weißt du vielleicht, dass das der Flughafen ist, der am weitesten vom Stadtzentrum entfernt ist.

Der zweite Patientenbetreuer Birol kam uns am Flughafen abholen und wartete bereits mit einem Schild in der Hand hinter der Gepäckausgabe auf uns.

In einem bequemen Van, in dem wir uns sogar gegenüber hätten hinsetzen können, brachte uns Birol vom Flughafen in die Stadt. Leider kamen wir genau im Feierabendverkehr an. Was die Istanbuler als solchen betiteln ist bei uns kilometerlanger Stau. Aber egal. Wir saßen bequem und nach ca. 1,5 Stunden kamen wir im Stadtteil Beyoglu an und checkten in unserem Hotel ein.

Der Tag der Laser Operation

Teil 1 – Die Voruntersuchung

Schuhüberzieher
Es geht nichts ohne diese wunderschönen Schuhüberzieher!

Dienstag, 10 Uhr ging es dann tatsächlich los. Birol holte uns im Hotel ab und brachte uns in die Klinik, die direkt am Taksim-Platz liegt. Nachdem wir dann beide so lustige hellblaue Plastiküberzieher über unsere Schuhe gezogen haben, wurden wir herzlichst in Empfang genommen. Wir haben es uns zunächst im Wartezimmer gemütlich gemacht.

Da wir wussten, dass es WIFI gibt, hatte Basti natürlich zum Zeitvertreib seinen Laptop dabei. Ich wurde mit Tee und Basti mit Kaffee versorgt und wir genossen erst mal den Ausblick aus dem Wartezimmer auf den Taksim-Platz.

Basti im Wartezimmer
Basti im Wartezimmer

 

Wartezimmer
Wartezimmer des EyeStar Lasik Institut mit Blick auf den Taksim Platz im Hintergrund.

 

Wartezimmer
Wartezimmer des EyeStar Lasik Institut

 

Blick aus dem Wartezimmer
Aussicht von der Klinik auf den Taksim Platz

 

Dann habe ich noch einen Fragebogen ausgefüllt und wenig später ging es dann auch schon los mit den ersten Voruntersuchungen. Das Team wollte sich vor der OP natürlich auch noch einmal davon überzeugen, dass alles ok ist und ich für die Laser-OP geeignet bin. Also musste ich die ganzen Untersuchungen, die ich schon in Berlin gemacht habe, noch einmal durchlaufen. Es gibt aber Schlimmeres.

Der Assistenzarzt führte die Untersuchungen durch und der Patientenbetreuer wich nicht von meiner Seite, damit er im Notfall dolmetschen konnte.

Danach ging es in einen abgedunkelten Raum, in dem ich für ein paar Minuten mit geschlossenen Augen sitzen musste, um meine Pupillengröße bei Dunkelheit zu messen.

Der Raum für die ersten Voruntersuchungen.
Der Raum für die ersten Voruntersuchungen.

 

Untersuchungszimmer
Untersuchungszimmer

 

Untersuchungszimmer
Untersuchungszimmer

 

Als nächstes ging es direkt weiter ins Arztzimmer, wo ich dann den Arzt kennengelernt habe, der die Laser-OP durchführt. Er war sehr nett, sprach fließend Englisch und machte mit mir noch ein paar Tests, die jeder Brillenträger wahrscheinlich beim Augenarzt und beim Optiker schon tausendmal gemacht hat.

Es war natürlich gut, dass ich mich auf Englisch direkt mit dem Arzt unterhalten konnte. Fred, der fließend Türkisch und Deutsch spricht, macht aber auch einen wunderbaren Job als Übersetzer. Nachdem ich dann noch Pupillen erweiternde Augentropfen bekam, ging ich wieder zu Basti ins Wartezimmer. Als die Tropfen dann wirkten hat der Arzt dann noch mal die gleichen Tests wie zuvor gemacht.

Alle Testergebnisse hat er mir genau erklärt und mir noch einmal bestätigt, dass meine Augen für die Laser-OP geeignet sind. Jetzt stand dem großen Augenblick also nichts mehr in Wege. Bis es soweit war, hatten wir noch etwa anderthalb Stunden Zeit und konnten Mittagessen gehen.

Teil 2 – Die Laser Operation

Pünktlich um 14 Uhr waren wir also zurück. Außer mir wurden noch zwei andere Patienten am selben Tag operiert, eine Frau und ein Mann die auch beide mit je einer Begleitperson da waren. Beide waren mega nervös und haben die Beruhigungstablette, die uns angeboten wurde, dankbar angenommen. Ich natürlich auch. Kann ja nicht schaden, auch wenn ich immer das Gefühl habe, dass diese Tabletten bei mir irgendwie nie wirken. Aber egal. Sicher ist sicher.

Jetzt hieß es also warten, bis die Tablette wirkte. Etwa eine halbe Stunde später ging es dann wirklich los und das komplette Team der Klinik und wir wechselten vom ersten in den zweiten Stock des Gebäudes, wo die OP durchgeführt wurde. Natürlich mussten wir oben dann unsere lustigen Schuhüberzieher noch mal erneuern.

Im Team für die OP waren:

  • die beiden deutsch sprechenden Patientenbetreuer
  • der Arzt (Dr.med. Cezmi Kahvecioglu), der die Laser-OP durchführt und der Arzt (oder Assistenzarzt) der die Voruntersuchungen durchgeführt hat
  • und eine ebenfalls sehr nette Patientenbetreuerin, die leider kein Deutsch oder Englisch konnte, das aber mit sehr viel Charme und ihrem Lächeln wett gemacht hat.
Wartezimmer
Wartezimmer – OP Raum

 

Wartezimmer
Wartezimmer OP Raum

 

Oben gab es ebenfalls ein Wartezimmer, in dem bereits die Vorhänge zugezogen waren. Ich war gerade dabei, mir eine Zeitschrift auszusuchen um die Zeit zu überbrücken, da hieß es auch schon: „Frau Mitscher, es kann los gehen“. Ich war also als Erste dran. Aufregend!

Zuerst kam ich in einen Vorraum des OPs. Dort musste ich mich in den schwarzen Sessel setzen und meine Augenlider und alles ums Auge herum wurde mehrmals desinfiziert. Eigentlich das halbe Gesicht. Dann musste ich aus dem bequemen Sessel wieder raus und bekam so einen sexy grünen Kittel übergezogen. Natürlich durfte auch die obligatorische Haarhaube nicht fehlen.

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Rechts die Tür ist der Eingang zum OP Raum

 

Dann ging es weiter in den OP-Raum. Die Tür rechts ging auf und ich sah das komplette Team erwartungsvoll um den Laser herumstehen. Alle waren schon vorbereitet. Ich wurde also zur Liege gebracht, bekam Tropfen zur Betäubung ins Auge und dann ging es auch schon los. Die Patientenbetreuerin nahm auch direkt meine Hand in ihre Hand und blieb während der kompletten Operation so neben mir sitzen, was ich wirklich sehr süß fand.

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OP Raum

Natürlich hatte das Team mich vorher schon gebrieft wie genau das Lasern ablaufen würde und in den Unterlagen, die ich vor unser Abreise nach Istanbul ja bereits vorliegen hatte, stand auch alles ausführlich beschrieben drin.

Eigentlich gibt es aber nur eine Sache, auf die man achten muss. Man sieht über sich relativ viel Blinkerei, die sich bewegt. Das kann man einfach alles links liegen lassen. Am Anfang wurde mir der besagte grüne Punkt gezeigt auf den ich dann die Augen während der kompletten OP fixieren sollte. Den sieht man mal recht präzise, mal weniger deutlich. Das ist wohl ganz normal. Wichtig ist nur, dass man nicht aufgeregt den Punkt woanders mit den Augen suchen geht, nur weil er undeutlicher wird.

Der Arzt hat mich Stück für Stück durch jeden Schritt geführt. Er hat mir immer genau erklärt, was er gerade am Auge macht. Es war mir aber ehrlich gesagt relativ egal, ich war nämlich damit beschäftigt, mich auf den grünen Punkt zu konzentrieren.

Für die, die es lesen wollen folgt jetzt noch eine Beschreibung des OP-Ablaufs. Na, traust du dich?

Ablauf der Lasik Operation

Man liegt also auf der Liege mit betäubten Augen. Es ist immer nur ein Auge dran. Bei mir war es zuerst das Rechte. Zuerst wurde das linke Auge zugedeckt und dann das rechte mit einem sterilen Abdecktuch abgeklebt. Das hat sich so angefühlt, als würde man einen großen Aufkleber über das Augen ziehen.

Untersuchungszimmer
OP Raum

 

Untersuchungszimmer
OP Raum

 

Untersuchungszimmer
OP Raum

 

Danach wurde direkt eine Art Lidsperre eingesetzt, damit ich das Auge nicht mehr schließen konnte. Hört sich unbequem an, war es aber nicht. Man merkt halt, dass da irgendwas ist. Das Auge wurde dann noch mal gereinigt. Auch das hat man nur so halb mitbekommen, weil man ja schon diese ganze Blinkerei über sich hat.

Dann kommt der Moment, vor dem wahrscheinlich viele Angst haben. Um das Auge für den Schnitt der Lamelle festhalten zu können, wird ein Ring auf die Hornhaut aufgesetzt. Dafür muss, wenn ich das richtig verstanden habe, der Ring das Auge mit hohem Druck ansaugen. In dem Moment sieht man dann kurz nichts und man merkt, dass irgendwas passiert. Aber auch das fand ich gar nicht schlimm. Mir war es relativ egal, ob ich jetzt viel Blinkerei sehe oder halt mal kurz nichts. Innerhalb von gefühlten Millisekunden ist das ganze auch schon vorbei, man sieht wieder Blinkerei und die Hornhautlamelle war schon geschnitten.

Jetzt konnte ich mich wieder voll und ganz auf meine einzige Aufgabe konzentrieren: Immer schön auf das grüne Licht gucken. Angeblich klappte der Arzt jetzt diese Lamelle wie eine Art Deckel zur Seite um dann zu Lasern. Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung wann er da irgendwas zur Seite geklappt haben soll. Alles passierte so schnell nacheinander.

Jetzt wurde gelasert. Der Arzt sagte: „Es geht los“ und ich konzentrierte mich weiter auf den grünen Punkt. Dann hat es kurz verbrannt gerochen. Aber ich wusste, dass das kommt, also war das auch nicht schlimm. Mein rechtes Auge wurde 6 Sekunden gelasert (-1,25 Dioptrien) und das linke 8 Sekunden (-1,5).

Zum Schluss wird alles noch einmal gespült und der Deckel wieder zurückgeklappt. Auch hier: keine Ahnung wann da irgendwas zurückgeklappt wurde. Was ich aber gemerkt habe war, dass es glatt gestrichen wurde. Das hat sich angefühlt als würde jemand mit einem Wattestäbchen übers Auge streichen.

Das erste gelaserte Auge wurde abgedeckt und das ganze mit dem anderen wiederholt.

Und das war es auch schon. Kann sein, dass ich bestimmte Details vergessen habe. Wie gesagt, ich hab das alles nur so halb mitbekommen und es ging wahnsinnig schnell.

Nach der OP

Alles zusammen hat höchstens 15 Minuten gedauert. Sobald man fertig ist, kann man die Augen vorsichtig öffnen und das habe ich dann auch gemacht.

Es war noch alles ein wenig milchig. Das ist aber völlig normal. Ansonsten war es echt schon tip top. Ich wurde dann noch kurz für ein paar Minuten in einen kleinen abgedunkelten Raum mit einem Liegesofa gebracht, wo ich meine Augen noch mal kurz ausruhen konnte.

Danach ging es aber wieder zurück in den Warteraum, in dem Basti schon ganz aufgeregt auf mich wartete.

Meine Freundin sagte, dass sie bei ihrer OP erst mal geheult hat wie ein Schlosshund und ihre Augen unkontrolliert tränten und sie nichts dagegen machen konnte. Auch das ist anscheinend völlig normal. Bei mir hat aber nichts getränt. Kein einziger Tropfen. Das ist wohl bei jedem anders.

Wir gingen dann wieder runter und ich hab Tropfen in die Augen bekommen und verschiedene Augentropfen für die nächsten Tage mitbekommen. Mir wurde erklärt, wie oft ich welche davon benutzen muss und für die ersten Nächte habe ich Augenpflaster bekommen. Der Arzt hat sich das Ergebnis dann direkt angeschaut, war zufrieden und wir wurden zurück ins Hotel gefahren.

Die Stunden danach

Die ersten Stunden nach dem Lasern sind wohl die Entscheidenden. Das bedeutet: Ab ins Hotelbett, Tropfen ins Auge, Pflaster drauf, auf den Rücken legen, Hörbuch an und Augen zu. Am besten Schlafen.

Das mit dem Schlafen hat sogar direkt geklappt. Nach ein paar Stunden Schlaf habe ich mich dann natürlich direkt mal ans Fenster gestellt und mit Basti Nummernschilder lesen gespielt. Es war alles noch ein wenig schwierig zu fokussieren, aber ich konnte alles erkennen. Juhuu! Basti hat uns Abendessen besorgt und danach ging es wieder ins Bett, die Augen ausruhen.

Du wirst dich vielleicht fragen, wie sich die Augen danach anfühlen. Schwer zu beschreiben. Ich habe gemerkt, dass da etwas passiert ist. Es hat nichts weh getan. Es hat nicht gejuckt und auch nicht gebrannt. Es war einfach nur „anders“ als vorher. Das Gefühl lässt aber relativ schnell nach.

Tag 2 – Die Nachuntersuchung

Am nächsten Tag war die Sehleistung noch besser als am Abend davor. Hat aber vielleicht auch damit zu tun, dass es jetzt hell draußen war. Birol kam uns um zehn Uhr für die Nachuntersuchung abholen. Mein Auge wurde wieder an allen Geräten getestet, meine Sehleistung kontrolliert und der Arzt hat sich alles noch mal genau angeguckt. Es war alles in Ordnung und die Sehleistung war auch top.

Ich fragte dann noch, ob ich Fotos von allem machen dürfe und wie du siehst, war das gar kein Problem. Ich durfte auch noch mal in das obere Stockwerk und mir den OP Raum richtig angucken.

Birol fuhr uns danach wieder zurück ins Hotel und vereinbarte mit uns noch die Uhrzeit, wann er uns für unsere Rückfahrt zum Flughafen abholen wollte.

Noch Fragen? Hier findest du ein paar Antworten

Wie viele Tage musst du einplanen?

Ein Tag deines Aufenthalts in Istanbul geht für die OP definitiv drauf, da du mehr oder weniger den halben Tag mit Voruntersuchungen und der Laser OP beschäftigt bist und die andere Hälfte des Tages deine Augen schonen sollst. Die Nachuntersuchung am Folgetag ist dann eigentlich nicht mehr der Rede wert. Um 11 Uhr waren wir damit fertig und konnten danach wieder auf Erkundungstour durch Istanbul gehen. Du dürftest am Tag nach der Operation auch direkt wieder nach Hause fliegen, wenn du das willst.

Ich würde dir aber definitiv empfehlen, die OP mit einigen Tagen Sightseeing zu verbinden. Istanbul ist wirklich eine tolle Stadt mit vielen tollen Sehenswürdigkeiten. Wir haben dir hier auch ein paar Insider-Tipps für Istanbul zusammengestellt, wenn du die Highlights abgearbeitet hast.

Nachtrag Mai 2015 – Ich habe vor ein paar Wochen eine Freundin zu ihrer Laser-OP in Berlin begleitet. Die Ärzte haben festgestellt, dass sie eine sehr dünne Hornhaut hat und daher nur eine LASEK in Frage kommt. Die ist ein wenig schmerzhaft und du wirst in den ersten ein bis drei Tage nach der OP dich hauptsächlich drinnen aufhalten und möglichst viel schlafen wollen. Deswegen mein Tipp: Lass dich auf jeden Fall vorher in Deutschland gründlich untersuchen, damit du weißt ob für dich die LASIK oder die LASEK in Frage kommt und wie viele Ruhetage du einplanen musst.

Wie viel kostet das Augenlasern in Istanbul?

Für beide Augen habe ich 1.200 € gezahlt. Das ist in etwa die Hälfte der Kosten für die OP in Deutschland. Es gibt auch Kliniken, die noch günstiger sind. Ich wusste aber, dass meine Freundin beim EyeStar Lasik Institute gute Erfahrungen gemacht hat und deswegen kam eine andere Klinik für mich nicht in Frage.

Folgendes war beim Eye STAR LASIK Institut inklusive:

  • Transfer vom Flughafen zum Hotel und zurück
  • Transfer von der Klinik zum Hotel und zurück am Tag der OP und zur Nachuntersuchung
  • Die verschiedenen Augentropfen für nach der OP
  • Lebenslange „Garantie“ und Nachsorge. Falls nachgelasert werden muss, ist das lebenslang kostenlos und solltest du noch mal in Istanbul sein, kannst du dort jederzeit vorbei schauen und deine Augen kontrollieren lassen oder einfach nur Hallo sagen.

Was kostet der Flug und eine Hotelübernachtung in Istanbul?

Der Flug kostet ca. 150 € pro Person. Hier findest du gute Angebote für Flüge nach Istanbul. Einfache Hotelzimmer bekommt man, zumindest in der Nebensaison, ab 40 € / Doppelzimmer. Es bietet sich ein Hotel dem Stadtteil Beyoglu an. Hier findest du eine Liste von Hotels in Beyoglu.

Unsere Empfehlung: Wir können dir das Witt Istanbul wärmstens empfehlen. Das Hotel ist nicht nur mega cool, sondern hat auch eine tolle Dachterrasse, von der du einen atemberaubenden Blick über Istanbul hast – natürlich dann direkt ohne Brille.

Wenn du dir einen Überblick machen willst, in welchem Stadtteil du am besten übernachten solltest, dann schau dir mal unseren Beitrag Der beste Stadtteil zum Übernachten in Istanbul an.

Bin ich nach dem Lasern irgendwie eingeschränkt?

Man muss am Anfang einfach vorsichtig sein. Die Augenlider nicht fest zusammendrücken, nicht fest reiben und am besten auch nirgendwo dagegen laufen oder eine Schlägerei anfangen (ist wohl alles schon vorgekommen).

In der ersten Woche nach der OP musst du mehrmals täglich verschiedene Augentropfen nehmen. Außerdem solltest du eine Sonnenbrille tragen, um die Augen vor UV-Strahlung aber auch Staub und Dreck zu schützen. Da du anfangs eh ein wenig lichtempfindlich bist, macht das aber gar nichts.

Was du nicht von der Klinik in Istanbul erwarten darfst!

Du darfst nicht davon ausgehen, dass du dort ein grundsätzliches Gespräch über mögliche Vor- und Nachteile einer OP oder auch Risiken führen wirst. Du darfst und kannst jede noch so dumme Frage stellen und man wird sie dir mit viel Geduld beantworten. Jedoch geht man grundsätzlich davon aus, dass du dich vorher schon über die grundlegenden Vorteile, Nachteile und Risiken informiert hast.

Fazit

Ich bin auf jeden Fall voll zufrieden. Ich wache morgens auf und sehe alles klar und deutlich. Ich kann auf dem Sofa liegen, ohne die ganze Zeit die Brille zu verbiegen. Ein geiles Gefühl. Ich freue mich auf den Frühling und den Sommer mit ganz vielen tollen neuen Sonnenbrillen, aber definitiv ohne Stärke drin oder Ärger mit Kontaktlinsen.

Ich habe keine Ahnung, wie andere Kliniken in Istanbul arbeiten, aber was ich sagen kann ist, dass ich mich in der Klinik in der ich gelasert wurde, pudelwohl gefühlt habe. Ich würde mich auch das nächste Mal für eine OP im Eye Star Lasik Institut entscheiden und dafür nach Istanbul fliegen.

***Update Mai 2015

Wie es mir und meinen Augen geht

Mittlerweile sind drei Monate vergangen. Mir geht es immer noch gut und meinen Augen auch. Ich sehe super und habe nur ab und zu Probleme auf den Nahbereich zu fokussieren, wenn ich zu lange am Laptop sitze (eigentlich immer…also viel zu oft). Dann merke ich manchmal, dass meine Augen das fokussieren leid ist und gibt mir ein deutliches Zeichen endlich mal kurz die Augen zu schließen. Ansonsten ist alles super, ich freue mich jeden Tag darüber nicht mehr auf meine Brille angewiesen sein zu müssen.

Vergleich Eye STAR LASIK Institut mit einer Klinik in Berlin

Ich habe vor ein paar Wochen eine Freundin zu ihrer Augen-OP in eine Berliner Klinik begleitet und möchte da gerne noch kurz etwas zu sagen. Die Erfahrung dort hat mir gezeigt, dass das Eye STAR LASIK Institut der Klinik hier (soweit ich das beurteilen kann) in Nichts nachstand.

Wenn ich mich im Nachhinein noch mal entscheiden müsste, würde ich wieder nach Istanbul fliegen und mich dort vom Eye Star Lasik Team behandeln lassen. Ich habe mich dort wesentlich wohler und aufgehobener gefühlt, als in der Klinik hier in Berlin. Der Arzt hier war selbstgefällig, arrogant und hat die Fragen meiner Freundin nicht wirklich ernst genommen. Lediglich die Schwestern waren sehr nett und haben ihr auch noch ein paar persönliche Tipp aus eigener Erfahrung mit nach Hause gegeben.

Sie wurde auch nicht darüber aufgeklärt, dass sie am Tag der OP kein Make-Up oder sonstige Cremes im Gesicht benutzen sollte. Die Patientin, die vor ihr dran war hat sich vor der OP noch eben schnell auf der Toilette abgeschminkt. Ich habe keine Ahnung, ob das unbedingt wichtig ist keine Kosmetik am Tag der OP zu benutzen. So oder so, hatte ich in Istanbul viel mehr das Gefühl, dass sich um mein Wohl gesorgt wurde.

Ihr geht es ebenfalls gut und sie freut sich jeden Morgen darüber aufzuwachen und zu sehen.

***Update: Oktober 2015

Noch mal kurz ein kleines Update. Ich war vor unserer sechsmonatigen Reise durch Südostasien dann auch endlich mal beim Augenarzt. Natürlich sollte man noch mal nach ein paar Wochen direkt zum Check gehen, aber da ich keine Beschwerden hatte und noch keinen Augenarzt in Berlin, hab ich das nicht gemacht. Vielleicht nicht die beste Entscheidung.

Ich hab das aber nachgeholt und habe auch dieses Mal nur Positives zu berichten. Der Augenarzt war ganz erstaunt über das Ergebnis, absolut positiv überrascht und hat sich von mir den OP-Bericht, sowie die Kontaktdaten der Klinik geben lassen. Seine Reaktion: Ein perfektes Ergebnis und dazu dann auch noch über 100% Sehleistung auf beiden Augen.

***Update Januar 2016

Ich habe zwischenzeitlich wirklich sehr liebe und nette E-Mails bekommen und ich hoffe, dass ich einigen durch meine Erfahrungen weiterhelfen konnte. Allerdings bekomme ich auch immer mal Fragen, die eher technischer Natur sind. Die kann ich leider oft nicht beantworten, da ich kein Arzt bin :). Wenn du technische Fragen hast, dann schreibst du am besten Fred (dem Patientenbetreuer der Klinik) eine E-Mail und er wird dir mit allem weiterhelfen. Natürlich darfst du in dem Fall auch gerne auf mich verweisen. Du erreichst ihn hier: info@eyestar.us.

***Update Februar 2017

Nun ist es schon zwei Jahre her, dass ich mir in Istanbul die Augen hab lasern lassen und ich habe es seitdem keinen einzigen Tag bereut. Meinen Augen geht es immer noch wunderbar und mittlerweile kann ich mir schon gar nicht mehr so richtig vorstellen, wie meine Zeit mit Brille so war.

Noch Fragen? Einfach fragen!

Es ist tatsächlich gar nicht so einfach, alle Erlebnisse aufzuschreiben. Ich hoffe, ich habe alles Wichtige aufgeschrieben und du hast einen ungefähren Eindruck davon bekommen, wie das Augen lasern in Istanbul abläuft.

Da ich selber immer nach genau solch einem Erfahrungsbericht gesucht habe, kann ich total verstehen, wenn du mehr Fragen hast. Ich werde dir jede Frage gerne, soweit ich kann, beantworten. Bitte also einfach fragen!

39 Kommentare - Wir freuen uns auch über deinen netten Kommentar!

  1. Hi.
    Sehr schöner und informativer für „Neulinge“ auf dem Gebiet. Kann deine eindrücke nur bestätugen. Habe selbst vor bald 20 jahren meine Augen In Bangkok gelasert und habe es nie bereut. Die technik ist mittleile sicher auch besser geworden. Ich würde es jederzeit wieder machen. Leider gehöhre ich schon bald zu den 50ern..da ist Lasern leider keine option mehr. Das ist vielleicht noch was, das man wissen sollte. Ansonsten, top geschrieben. Danke

    • Hallo Urs,

      danke für deine netten Worte! Wahnsinn, dass du dir deine Augen bereits vor 20 Jahren hast lasern lassen. Ich werde auch die Sache mit dem Alter noch zu den FAQs mit aufnehmen. Wobei ich gar nicht weiß, inwieweit es eine Grenze gibt. Natürlich kommt dann irgendwann eh die altersbedingte Weitsichtigkeit. Ich werde mich da noch mal schlau machen, und das dann mit aufnehmen. Viele liebe Grüße aus Berlin
      Jenny

  2. Aaahh Jenny! Während des Lesens ist mir ein paar mal das Gesicht entglitten und ich habe gemerkt, wie sich meine Zehen vor Mitgefühl gekrümmt haben. :)
    Das hört sich ja immer so merkwürdig an, wenn irgendwer da im Auge von jemand anderem rumwirtschaftet. Aber ich finde es total toll, dass es diese Möglichkeit gibt und ich würde wohl auch darauf zurückgreifen, wenn ich vor der Wahl stünde: Brille, oder nicht?

    Irgendwie finde ich es aber doch erstaunlich, dass es schon nach so kurzer Zeit wieder alles gut war und du kaum noch etwas gemerkt hast. Voll gut.

    Danke für diese hautnahen Eindrücke.

    Liebe Grüße,
    Sabrina

    • Liebe Sabrina,

      ja, ich war wirklich auch überrascht, wie einfach und unkompliziert alles war. Natürlich nervt es am Anfang dauert die verschiedenen Tropfen reinzumachen, aber da muss man da halt durch. Aber ganz ehrlich: Ein Zahnarztbesuch ist schlimmer und tut danach ja auch noch weh! ;) Ich muss mich jetzt nur noch dran gewöhnen, nicht morgens nach meiner Brille zu suchen, wenn ich aus dem Haus gehe oder unterwegs den Rahmen meiner Brille hochzuschieben. Sieht blöd aus glaube ich, wenn man mit dem Zeigefinger ins Leere greift ;)

      Liebe Grüße

      Jenny

    • Liebe Mandy,

      man muss wirklich kein Angst davor haben. Wenn du mehr wissen möchtest oder bestimmte Fragen hast, kannst du mich auch gerne anrufen oder mir eine E-mail schreiben. Ich helfe wirklich gerne, wenn ich kann und vor allem, wenn es dir dann die Angst ein wenig nimmt :).

      Liebe Grüße

      Jenny

  3. Hi, das ist ja super praktisch, dass ich deinen Blog hier gefunden habe. Ich überlege auch die Augen zu lasern, aber schrecke noch vor den Kosten zurück. Der Preis scheint ja echt ok zu sein und sieht auch alles ordentlich aus. Ich dachte immer man ist dann mehrer Tage blind und kann nichts machen. Mich würde mal interessieren ob Du alles vorher zahlen musstest oder erst vor Ort und ob einem der Transfer angeboten wird oder ob man extra danach fragen muss? Dank dir.

    • Hallo Daniel,
      ich kann deine Sorgen voll nachvollziehen. Bevor ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, bzw. meine Freundin mir ausführlich darüber berichtet hat, dachte ich auch das ist bestimmt ein Big Deal. Und selbst jetzt, kann ich es immer noch nicht so richtig glauben, dass das alles echt so einfach war.
      Vorher zahlen musste ich selbstverständlich nichts. Ich hab das Geld in bar (€) nach der Voruntersuchung, aber vor der eigentlichen OP bezahlt. Mit Kreditkarte hätte es 3% Gebühren gekostet und bei 1200€ wäre das ja auch schon ein paar Euro gewesen. Ich hab also in Deutschland noch das Geld in Euro abgehoben und es mit nach Istanbul gebracht. Das war ehrlich gesagt schon ein bisschen merkwürdig ;) – als ich es im Hotel dann in den Safe tun konnte war ich dann schon erleichtert. Der Preis ist für Istanbul glaube ich sogar schon "recht" teuer. Für mich kam aber eh keine andere Klinik in Frage. Ich wusste, dass meine Freundin sich doch super aufgehoben gefühlt hat und da hätte ich mit keinem guten Gefühl in eine andere Klinik gehen können, nur um nachher 400 Euro weniger zu zahlen.
      Der Transfer zum Flughafen und zum Hotel vor und nach den Untersuchungen wird dir direkt angeboten. Mein Patientbetreuer (Fred) fragte nach den Flugdaten und in welchem Hotel wir übernachten werden und gab das dann an den Fahrer weiter. Ich musste das nicht extra erfragen. Das hat auch alles wunderbar geklappt. Birol hat am Flughafen dann bereits auf uns gewartet, uns in unser Hotel gefahren und dann direkt den Termin für die Voruntersuchung mit mir abgestimmt und gesagt wann er uns im Hotel abholt, etc. War wirklich sehr super organisiert.
      Wenn du weitere Fragen hast, kannst du mir auch gerne eine email an jenny@22places.de. Ich kann jede noch so kleine Frage nachvollziehen ;). Es ist immerhin doch eine Operation an den Augen.

    • Meine Freundin war sogar damals alleine dort, weil ihre Begleiterin die mit sollte vorher abgesprungen ist. Ich war froh, dass Basti dabei war hätte es aber auch ohne Probleme alleine hinbekommen. Du wirst nach der OP vom Fahrer ins Hotel zurückgefahren. Du kannst ja ohne Brille schon alles sehen und hast halt einen Sonnenbrille auf. Dann legst du dich ins Bett mit Pflastern auf den Augen und schläfst ne Runde. Es gibt eigentlich keinen Grund unbedingt jemandem dabei zu haben. Es ist aber natürlich angenehmer jemanden dabei zu haben der mit einem zu der Voruntersuchung geht und nach der OP auf einen wartet. Aber nicht unbedingt notwendig.

    • Hallo Daniel,

      vielleicht muss ich noch kurz dazu sagen, dass ich nicht weiß, wie das nach einer Lasek OP ist. Ich würde dir auch – solltest du über eine OP in Istanbul nachdenken – dazu raten dich vorab in Deutschland schon mal einer Voruntersuchung zu unterziehen. So weißt du, ob du für eine OP überhaupt in Frage kommst.

      Urs hat ja unten von Schalen auf den Augen erzählt. Ich persönlich habe sowas noch nicht gehört. Aber vielleicht macht das auch jede Praxis anders oder es ist heutzutage einfach nicht mehr notwendig. Natürlich ist es immer netter jemanden dabei zu haben der sich um alles kümmern kann, aber ich hätte nach der OP auch alles alleine hinbekommen.

      Denkst du wirklich darüber nach es in Istanbul machen zu lassen? Würde mich ja freuen, wenn ich mit meinem Erfahrungsbericht jemandem die Sorgen nehmen könnte :)

      Liebe Grüße

      Jenny

  4. Meine erfahrung dazu ist etwas anders. Ich war damals in Bangkok beim lasern heilfroh, dass meine Partnein dabei war. Da ich beide Augen gleichzeitig behandelte, bekam ich direkt nach dem Eingriff auf beide Augen eine halbtransparente Schale die die Augen nach dem lasern vor Sonnenlicht und Verunreinigungen in der Luft Schüzte. Damit habe ich dann praktich nix mehr gesehn. Die Schalen konnnte ich am nächsten Morgen zwar bereits entfernen. Aber zurück ins Hotel wär ich ohne Hilfe nicht gekommen. Na ja…ist wie gesagt schon mehr als 10 Jahre her. Ich denke die Lasertechnik ist sicher besser gworden seitdem.

    • Es gibt – soweit ich das weiß – zwei gängige Methoden. Lasik und Lasek. Letztere wird durchgeführt, wenn z. B. die Hornhaut zu dünn ist für eine Lasik. Das hätte dir der Arzt bei der Voruntersuchung aber wahrscheinlich gesagt. Bei der Lasek dauert die Heilungsphase ein wenig länger als bei der Lasik und ist wohl auch mit ein paar Schmerzen verbunden. Ich hatte eine Lasik-OP.

  5. Hi Jenny, wollte dir nur mitteilen dass ich am 3.7. mein Temin habe. Habe nochmal recherchiert und nur Gutes über Eyestar gefunden, die 100 Patientenvideos und die super ekomi Bewertungen und dein Bericht geben mir ein gutes Gefühl dabei. Werde vorsichtshalber auch nochmal in Deutschland zu einem Augenarzt gehen und beraten lassen. Beste Grüße daniel

    • Hi Daniel,

      Glückwunsch zu der Entscheidung! Du wirst es nicht bereuen!!! Es ist einfach ein tolles geniales Gefühl nicht mehr auf die Brille/Kontaktlinsen angewiesen zu sein. Fred und alle Mitarbeiter werden sich super um die kümmern!! Vorher hier zum Arzt zu gehen ist aber eine sehr gute Idee, vor allem um rauszufinden, ob deine Hornhaut dick genug ist um eine LASIK durchzuführen. Ansonsten wünsche ich dir ganz viel Spaß in Istanbul und viel Erfolg in der Klinik. Wenn du noch bestimmte Fragen hast, einfach fragen!!

      Viele Grüße
      Jenny

    • Hallo Daniel,
      ahh, du hast es also echt durchgezogen!!! Genial!! Schön, dass sich das Team genauso gut um dich gekümmert hat, wie um mich!! Genieß die Zeit ohne Brille und Kontaktlinsen :) Einfach morgens aufstehen und nicht nach der Brille greifen! Herrliches Gefühl! Ich hab immer noch Momente, in denen ich morgens rausgucke und mir überlege ob ich heute Kontaktlinsen anziehe, weil ich eine Sonnenbrille brauche oder doch die Brille trage. Bis mir dann wieder einfällt, dass ich doch gar keine mehr brauche! ;)
      Liebe Grüße aus Berlin, Jenny

  6. Hallo Jenny,

    wirklich sehr hilfreich, einen so detaillierten Bericht zu lesen.
    Ich habe einige Kommentare überflogen… Mein Problem habe ich nicht gefunden:

    Wie schätzt Du das ein:
    Ich habe schon so eine Art Augen-Phobie. Sehe ich im TV was mit Augen-OPs, hoppe ich sofort zum nächsten Kanal.
    Ich hatte auch nie Kontaktlinsen und weiss nicht, ob ich die ins Auge bekäme…
    Einmal hatte ich eine intensivere Augenuntersuchung, vom Job her… Irgendwie kam da was Ungewöhnliches mit starker Luft oder starkem Sog am Auge. Ich erschreckte mich extrem. Der Arzt war wütend…

    Kurzum: Ich habe die Befürchtung, während der OP – bei mir Supracor wg. Altersweitsichtigkeit – in Panik zu geraten.
    Meinst Du, man kann Beruhigungstabletten nehmen oder es in Vollnarkose machen?

    Ich speichere Deinen Bericht mal ab, werde es mir nochmals in Ruhe durchlesen und versuchen, vorauszuahnen, ob ich das durchstehen kann…
    Wenn ich mich falsch einschätze, könnte es wohl dramatisch enden.

    LG

    • Hallo Irene,
      ich hab mir damals genau so einen unabhängigen authentischen Bericht gewünscht, daher war es mir sehr wichtig diesen Artikel zu schreiben.
      Die Mitarbeiter der Klinik sind sehr lieb, vorsichtig und gehen auf alles ein, dh. sie würden sicherlich nicht „wütend“ werden. Es ist wichtig, dass du während der Op entspannt bist. Meiner Meinung nach gibt es auch wirklich nichts was dir Angst machen könnte. Viele empfinden das Ansaugen des Auges als unangenehm, weil man eine Art „Druckgefühl“ spürt. Ich persönlich fand es überhaupt nicht schlimm, ich wusste ja das es passiert und es tat ja auch nicht weh. Du bekommst vor der OP eh eine Beruhigungstablette. Vielleicht könntest du damit die Sache lockerer angehen? Ob das unter Vollnarkose möglich ist, bezweifle ich allerdings. Kann ich mir zumindest nicht vorstellen und wäre für eine 5-minütige OP vllt. auch etwas übertrieben. Eine Vollnarkose ist ja auch immer nicht ganz ungefährlich. Es wurde auch vorher ausdrücklich gesagt, dass man sich nicht vorher mit Alkohol „betäuben“ soll (da gab es wohl schon einige Fälle), da deine Mitarbeit ja während der OP gefragt ist (also immer auf den Punkt gucken, den sie dir vorher sagen).
      Sollten deine Augen zu unruhig sein und aus dem Sichtfeld des Lasers verschwinden, hört dieser eh sofort auf zu arbeiten und es geht erst weiter, wenn du und deine Augen wieder bereit sind.
      Du könntest aber der Klinik auch einfach mal schreiben und alle deine Fragen stellen. Fred hat mir alle meine Fragen sehr geduldig beantwortet. Ich bin mir aber auch gar nicht sicher, ob die Altersweitsichtigkeit behandeln. Da kenn ich mich null aus. Ist es nicht so, dass man das dann immer wieder machen muss?
      Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich dir damit weiterhelfen konnte. Es ist sehr schwierig, dass für jemand anderen einzuschätzen. Wenn du weitere Fragen hast, dann immer her damit. Ich werde versuche alles so gut, wie ich kann zu beantworten.

      Viele Grüße, Jenny

  7. Hallo Jenny, danke für dein Bericht!

    Jetzt gibt es wohl eine etwas neuere Methode ohne ansaugen (nur mit Lasern….), soll Präzise sein und und und.

    Na jedenfalls werde ich es auch machen lassen in der genannte Klinik.

    Komme übrigens auch aus Berlin.

    PS: diese Neuste 3D Methode kostet in Berlin 4800 Euro…
    In Istanbul nur 1200 für beide Augen zum Vergleich!

  8. Hallo Ruslan, es gibt eine neue Methode im Eye Star Lasik Institut? Cool! 4.800 Euro sind natürlich echt ganz schön viel Geld! Wann geht es für dich nach Istanbul? Ich wünsche dir auf jeden Fall einen tollen Aufenthalt in dieser großartigen Stadt, die ohne Brille sogar noch toller ist ;). Liebe Grüße in die Heimat aus Bangkok, Jenny

  9. Wow…. Vielen Dank für den tollen Bericht. Ich werde es auch machen lassen in Verbindung mit ein paar Tagen Städtetrip. Dank deines Berichtes, werde ich es wohl in dieser Klinik machen lassen. Bisher haben mir deine Tips immer sehr geholfen. Daher denke, dass ich auch hier die richtige Entscheidung treffe. Dankeschön

    • Hi Angelo, freut mich sehr, dass du auf meinen Erfahrungsbericht gestoßen bist! Ich kann die Klinik wirklich nur empfehlen und würde mich jederzeit auch wieder dort behandeln lassen. Für mich hat es dort auf jeden Fall gepasst. Ich wünsche dir viel Erfolg und vor allem ganz viel Spaß in dieser tollen Stadt! Wir haben ja auch einige Berichte über Istanbul geschrieben, die dir für deinen Städtetrip bestimmt weiterhelfen – schau mal hier: https://www.22places.de/istanbul-guide/.

      Ich würde sagen April/ Mai und Sept/Oktober sind wahrscheinlich die besten Monate um nach Istanbul zu reisen. Liebe Grüße aus Budapest

  10. Hallo,
    dank deines tollen Berichts überlege ich auch eine Behandlung in Istanbul machen zu lassen, ggf. in der selben Klinik. Nun habe ich jedoch häufig gelesen, dass man nach dem Lasern für immer lichtempfindlicher bleibt als vorher und einige auch noch Jahre danach viel mit trockenen Augen zu kämpfen haben.

    Mir geht es gerade darum, dass ich nach einem langen Tag bei der Arbeit, am PC, keine Probleme mit trockenen Augen habe, in denen die Kontaktlinsen kneifen.

    Hast Du damit auch Probleme?
    Danke schonmal für Deine Antwort.

  11. Liebe Anne,

    die gleichen Sorgen, wie du hatte ich vor der OP auch und ehrlich gesagt habe ich von Niemanden eine wirklich zufriedenstellende Antwort darauf bekommen. Ich nehme einfach an, dass man es nie ganz ausschließen kann, dass man danach lichtempfindlicher ist oder trockene Augen bekommt. Deswegen sagt einem halt auch keiner, dass man sich über die beiden Sachen keine Sorgen machen muss.

    Letztendlich habe ich für mich selbst entschlossen, dass es mir egal ist. Meine Augen waren eh schon relativ lichtempfindlich und trockene Augen hatte ich auch (so dass ich ja auch nur noch Tageslinsen tragen konnte. Wenn meine Augen nun nach der OP lichtempflinder sind als vorbei, so what: ich kann ja nun endlich einfach jede Sonnenbrille, die ich will tragen. Das die Trockenheit der Augen sich nach einiger Zeit nach der OP wieder auf Normal einpendelt, habe ich von vielen Seiten gehört und hab mich dann einfach auf deren Aussage verlassen.

    Ich kann jetzt von mir nicht behaupten, dass ich nach der OP lichtempfindlicher bin als vorher. Was die Trockenheit angeht, kann ich auch nicht sagen, dass sich etwas geändert hat. Direkt nach der OP habe ich schon bemerkt, dass die künstlichen Tränenflüßigkeit, die ich aber ja eh benutzen muss, meinen Augen gut tut – aber meine Augen sind nach der OP genauso trocken/oder nicht trocken, wie vorher auch. Mit Kontaktlinsen waren meine Augen auf jeden Fall sehr viel trockener. Ich habe Fred (den Patientenbetreuer der Klinik) vorher auf meine trockene Augen angesprochen und die Klinik hat mir eine Zusatzleistung für 200 Euro angeboten, die die Augen während der OP zusätzlich schützt und einem so Plugs in den Tränenkanal geschobene werden (das hört ich irgednwie eklig an, aber du merkst das gar nicht ;)), durch die das Auge in den ersten Wochen nach der OP befeuchteter ist als normal (die Plugs lösen sich von alleine einfach wieder auf).

    Am besten ist es, dass du einfach mal Fred eine E-Mail schreibst und ihm von deinen Sorgen erzählst. Ich kann dir ja nur meine persönliche Erfahrung erzählen und habe von der medizinischen Seite null Ahnung :).

    Ich hoffe, dass ich dir helfen konnte! Wenn du noch weitere Fragen hast oder dir noch etwas auf dem Herzen liegt, bitte einfach fragen. ;) Liebe Grüße aus Budapest

  12. Liebe Jenny,
    ich war im November 2015 in Antlaya und habe mir dort die Augen lasern lassen. Da ich schon etwas älter bin (inzwischen 53 Jahre) wurde mein eines Auge zum Weitsehen und das andere zum Lesen gelasert. Und was soll ich sagen: Es ist ein völlig anderes Lebensgefühl! Keine Kopfschmerzen mehr durch die Geleitsichtbrille. Deutliches Sehen und Lesen ohne Kontaktlinsen und zusätzlicher Brille. Auch mein Augenarzt, der mir sogar die Türkei empfohlen hat, sagte, der Arzt hätte eine sehr gute Arbeit gemacht!
    Zur Klinik in Antalya (Dünyagöz) ist zu sagen, dass ich selten solche eine saubere, gut ausgestattete Klinik erlebt habe (Wir waren 2 Nächte in der Klinik anstatt im Hotel, war inklusive, und manches Hotel kann sich hier eine Scheibe von abschneiden). Und sowohl die Betreuung als auch die ärztliche Versorgung waren super. Das einzige Manko war das Krankenhausessen das komplett auf türkischen Patienten ausgerichtet war, aber das hat man uns vorher gesagt :)
    Also ich würde jederzeit wieder nach Antalya gehen und mir dort die Augoen lasern lassen!

    • Liebe Rosi,
      danke für deinen lieben, ausführlichen und vor allem super interessanten Kommentar! Ich habe auch einige E-Mails und Nachfragen bzgl. des Laserns von Weitsichtigkeit bekommen und kann da aber immer nicht so wirklich viel zu sagen. Welche Werte hattest du denn? Ich kann das mit dem „völlig anderem Lebensgefühl“ super nachvollziehen. Ich freue mich echt noch jeden Tag darüber, dass ich mich für das Lasern entschieden habe! Ich verstehe auch wirklich nicht, warum so viele Leute so große Vorurteile gegenüber der Türkei oder auch anderen europäischen Ländern haben, wenn es um medizinische Leistungen geht. Natürlich gibt es auch in der Türkei schwarze Schafe, aber die gibt es eben in Deutschland auch. Es ist super schön zu hören, dass auch du dich in der Klinik in Antalya wohl gefühlt hast und die Ärzte gute Arbeit geleistet haben!
      Also noch mal Danke für deinen lieben Kommentar und ich wünsche dir ganz vieeel Lebensfreude mit deinen „neuen“ Augen ;) Liebe Grüße von der Mosel

    • Hi Kelly, ich habe keinen Augenarzt in Berlin. Du meinst den Arzt, nachdem ich dann nach unseren ersten sechs Monaten in Südostasien war? Der ist in Traben-Trarbach an der Mosel und der Augenarzt von meiner Mama! Das ist dir wahrscheinlich zu weit weg, oder ;)? Liebe Grü´ße aus Bangkok

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