Hiroshima Sehenswürdigkeiten
Die schönsten Highlights und unsere Tipps für Hiroshima
Aktualisiert am 17.03.2023
Kurz und knackig: Unsere Hiroshima Highlights
- Peace Memorial Park: Der Friedenspark ist eine wichtige Gedenkstätte an die grauenhaften Ereignisse während des 2. Weltkriegs.
- Shukkei-en Garten: Einer der schönsten japanischen Gärten, die wir in Japan gesehen haben, mit den verschiedensten Landschaften und Pflanzen.
- Miyajima: Ein Ausflug zu der Insel mit dem berühmten Itsukushima-Schrein und den vielen Tempeln ist ein Muss.
Hiroshima, die Millionenstadt im Westen der japanischen Hauptinsel Honshu, war der Abschluss unserer Japan-Reise. In diesem Artikel zeigen wir dir noch mehr spannende Sehenswürdigkeiten in Hiroshima und geben dir unsere besten Tipps für die Stadt.
Ist eine Reise nach Hiroshima gefährlich?
Wenn du dich jetzt vielleicht fragst, ob eine Reise nach Hiroshima gefährlich ist, können wir dir ganz klar sagen: Nein, ist es nicht.
Hiroshima Sehenswürdigkeiten: Unsere Highlights
Die Anzahl an Sehenswürdigkeiten in Hiroshima ist überschaubar. Trotzdem gibt es hier einiges zu entdecken. Ein Tag genügt, um alle hier vorgestellten Orte zu sehen.
Friedenspark: Peace Memorial Park
Der Friedenspark ist die mit Abstand wichtigste Sehenswürdigkeit in Hiroshima und für die meisten Besucher der Grund, warum sie die Stadt besuchen.
Der Friedenspark wurde nach dem 2. Weltkrieg an der Stelle errichtet, über der am 6. August 1945 die Atombombe detonierte, einem der schrecklichsten Ereignisse der Menschheitsgeschichte.
Auf dem Parkgelände, das sich auf einer Insel inmitten der Stadt befindet, gibt es mehrere sehenswerte Orte.

A-Bomb Dome
Sofort ins Auge fällt der A-Bomb Dome. Das ehemalige Gebäude der Industrie- und Handelskammer war eines der wenigen, das durch Atombombe nicht komplett zerstört wurde, da es nahezu direkt unter dem Punkt stand, an dem die Bombe explodierte.
Das Gebäude wurde als Mahnmal in seinem Zustand erhalten und erinnert an die verheerenden Zerstörungen in Hiroshima.

Friedensdenkmal: Kinder-Friedensmonument
Dem Leid der Kinder in Hiroshima wird durch das Friendensdenkmal gedacht, das ein Mädchen mit einem Origami-Kranich zeigt. Das Denkmal wurde nach dem Tod von Sadako Sasaki errichtet.
Zum Zeitpunkt des Atombombenabwurfs war Sadako gerade einmal zwei Jahre alt. Scheinbar unversehrt überlebte sie die Katastrophe, bis im Alter von 12 Jahren bei ihr Leukämie diagnostiziert wurde.
Gemäß eines alten Glaubens hat man einen Wunsch frei, wenn man 1.000 Papierkraniche faltet. Und so faltete Sadako mehr als Tausende dieser Kraniche. Ihr Wunsch, die heimtückische Krankheit zu überleben, erfüllte sich leider nicht. Trotzdem sind die Kraniche durch Sadako zu einem Symbol des Friedens und der Hoffnung geworden.


Peace Memorial Museum & Flamme des Friedens
Gegenüber des Kinder-Denkmals brennt seit 1964 die Flamme des Friedens, die erst erlöschen soll, wenn alle Atomwaffen auf der Erde zerstört wurden.
Den Abschluss des Friedensparks bildet das Peace Memorial Museum, in dem die Grauen des Atombombenabwurfs noch einmal richtig deutlich werden. Exponate, wie das durch die Hitze verbogene Dreirad des dreijährigen Shinichi Tetsutani, der den Atombombenabwurf nicht überlebt hat, sind nur schwer zu ertragen. Trotzdem oder gerade deswegen ist das Museum unbedingt sehenswert.
200 Yen | 1,50 Euro


Burg Hiroshima: Hiroshima Castle
Die Burg von Hiroshima stammt ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert und wurde nach dem Atombombenabwurf originalgetreu wieder aufgebaut.
Die Burg ist umgeben von einem großen Park, im Inneren finden sich Exponate zur Geschichte Hiroshimas. Die Ausstellung ist ehrlich gesagt nicht besonders spannend, aber von oben bietet sich zumindest ein hübscher Blick über den Park.
370 Yen | 2,85 Euro

Shukkei-en Garten
Der Shukkei-en Garten ist einer der schönsten japanischen Gärten, die wir auf unserer Reise gesehen haben. Shukkei bedeutet in etwa „komprimierte Landschaft“, in diesem Garten findest du also verschiedene Landschaften und Vegetationen aus ganz Japan im Kleinformat.
Du kannst über Brücken wandeln, die verschiedenen Pflanzen bestaunen oder einfach nur den Schildkröten zuschauen, die dort im See schwimmen.
260 Yen | 2 Euro

Okonomiyaki essen
Okonomiyaki ist ein typisches japanisches Gericht, das in Europa überhaupt nicht bekannt ist. Okonomiyaki wird auf einer heißen Platte gebraten: Zunächst wird Teig auf der Platte zubereitet, ähnlich einem Crepe. Darauf kommen dann Kohl und dünn geschnittenes Fleisch. Je nach Ausgestaltung kommen noch Meeresfrüchte oder Frühlingszwiebeln dazu und zu guter Letzt wird dann noch ein Ei drauf geschlagen.
Das Ganze sieht ziemlich mächtig aus und tatsächlich macht so ein Okonomiyaki wirklich sehr satt. Hiroshima ist so etwas wie die Hauptstadt der Okonomiyakis. Angeblich soll es hier mehr als 2.000 Okonomiyaki-Restaurants geben.
Meistens sitzt man in so einem Restaurant um eine Theke herum, auf der die Okonomiyakis zubereitet werden. Mit einem Spachtel nimmt man sich dann einzelne Stücke auf seinen Teller.
Ein guter Ort, um als Besucher Okonomiyaki zu probieren, ist das Okonomi-mura direkt in der Innenstadt (Adresse: 5-13 Shintenchi). Hier findest du auf 6 Etagen gleich 24 verschiedene Okonomiyaki-Restaurants.

Ausflug von Hiroshima nach Miyajima
Ein absolutes Muss ist ein Ausflug zur Insel Miyajima, die etwa 20 Kilometer südlich von Hiroshima liegt. Dort befindet sich der berühmte Itsukushima-Schrein mit seinem im Wasser stehenden großen Torii. Außerdem gibt es auf der idyllischen Insel viele weitere Tempel zu bestaunen.
Sehenswert ist außerdem der Daisho-In Tempel, der auf einem kleinen Hügel liegt. Hier ist es wesentlich bedächtiger, denn die meisten Touristen schauen sich in Miyajima nur den berühmten Schrein im Wasser an und lassen dieseN tollen Tempel links liegen.
Die Fahrt nach Miyajima dauert etwa eine Stunde. Mit der JR Bahn geht es zunächst in etwa 25 Minuten von der Hiroshima Station bis nach Miyajimaguchi. Dort fährt die JR-Fähre ab, die dich in etwa 15 Minuten nach Miyajima bringt. Mit dem Japan Rail Pass ist die komplette Fahrt inklusive Fähre kostenlos.

Ausflug von Hiroshima nach Himeji
Ein weiterer lohnenswerter Tagestrip ist der Ort Himeji, östlich von Hiroshima. Hier befindet sich das Schloss Himeji, das als das schönste seiner Art in ganz Japan gilt.
Mit dem Shinkansen dauert die Fahrt nach Himeji eine Stunde. Wenn du von Kyoto oder Osaka aus nach Hiroshima kommst, empfiehlt es sich Himeji direkt auf dem Weg zu besuchen. Für die Besichtigung vor Ort reichen 3-4 Stunden aus. Wir haben einfach unsere Taschen am Bahnhof eingeschlossen (700 Yen für ein großes Schließfach) und uns das Schloss und den daneben liegenden Garten angeschaut.


Fortbewegung in Hiroshima: Busse und Bahnen
In Hiroshima gibt es keine U-Bahn, dafür eine Menge Busse und Straßenbahnen. Die Sehenswürdigkeiten in Hiroshima liegen alle recht nah beieinander, sodass wir alles an einem Tag fußläufig besichtigt haben.
Falls du doch einmal Bus oder Bahn fahren möchtest, gilt wie immer in Japan: hinten einsteigen und vorne bezahlen. Die IC-Karten aus anderen Städten, wie z. B. die Suica Card aus Tokio, funktionieren auch in Hiroshima.
Für Touristen interessant ist außerdem der Hiroshima Sightseeing Loop Bus. Die roten Busse verkehren wie die aus anderen Städten bekannten Hop-on-/Hop-off-Busse zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten, sind aber deutlich günstiger.
Ein Tagesticket kostet 400 Yen, mit dem Japan Rail Pass ist der Bus sogar kostenlos.
Übernachten in Hiroshima: Unsere Hotel-Tipps
In Hiroshima bietet es sich an, direkt in der Innenstadt zu wohnen. Alle Sehenswürdigkeiten kannst du dann zu Fuß erreichen und du hast eine sehr gute Auswahl an Restaurants direkt vor Ort.
Glücklicherweise sind die Zimmerpreise in Hiroshima deutlich günstiger als in Tokio oder Kyoto.
Wir haben zwei Nächte im Hiroshima Washington Hotel übernachtet und können das Hotel empfehlen. Es hat die perfekte Lage in Hiroshima Downtown. Okonomi-Mura liegt direkt vor der Haustür, sodass du jeden Abend leckere Okonomiyaki essen kannst.
Die Zimmer waren für japanische Verhältnisse richtig groß und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier definitiv.
In unserem Japan Hotel-Tipps Artikel findest du Infos zu allen Hotels, in denen wir während unsere Japan-Reise übernachtet haben.
Weitere Unterkunft-Tipps:
- Günstig: Roku Hostel
- Mittelklasse: Hotel Intergate Hiroshima
- Luxus: Rihga Royal Hotel
Hiroshima mit einem Insider erkunden
Wenn du Hiroshima nicht alleine, sondern mit einem echten Insider erkunden möchtest, empfehlen wir dir, eine geführte Tour zu buchen. Ein englischsprachiger Führer zeigt dir einen Tag lang die schönsten Orte in Hiroshima und Umgebung.
Hiroshima Private Tagestour: Bei dieser Tour entdeckst du mit einem Guide die schönsten Sehenswürdigkeiten in Hiroshima – vom Friedenspark bis zum Schloss sind alle wichtigen Orte dabei.
Noch mehr Hiroshima-Tipps und Japan-Infos
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