Hiroshima Tipps
Pin mich!

Hiroshima, die Millionenstadt im Westen der japanischen Hauptinsel Honshu, war der Abschluss unserer Japan-Reise.

Die Stadt ist untrennbar mit einem der schrecklichsten Ereignisse der Menschheitsgeschichte verbunden. Über Hiroshima wurde am 6. August 1945 die erste Atombombe abgeworfen und es ist schon ein eigenartiges Gefühl, mehr als 70 Jahre später, an genau diesem Ort zu sein.
Natürlich gehören die Gedenkstätten an diesen grauenhaften Tag zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Hiroshima. Darüber hinaus hat die Stadt aber noch einiges mehr zu bieten.

Und schon mal vorweg: Hiroshima hat uns richtig gut gefallen. Die Atmosphäre in der Stadt ist jung und angenehm, es gibt viele tolle Geschäfte und Restaurants und insgesamt ist hier alles ein bisschen entspannter als in den Touristenhochburgen Tokio und Kyoto.

In diesem Artikel zeigen wir dir die schönsten Sehenswürdigkeiten in Hiroshima und geben dir unsere besten Tipps für die Stadt.

Ist eine Reise nach Hiroshima gefährlich?

Wenn du dich jetzt vielleicht fragst, ob eine Reise nach Hiroshima gefährlich ist, können wir dir ganz klar sagen: Nein, ist es nicht.

Alle unsere Reiseberichte und Tipps zur Reiseplanung für Japan, findest du auf unserer Übersichtsseite Japan Reiseberichte.

Mehr über Japan lesen:

Hiroshima Sehenswürdigkeiten – Unsere Highlights

Die Anzahl an Sehenswürdigkeiten in Hiroshima ist überschaubar. Trotzdem gibt es hier einiges zu entdecken. Ein Tag genügt, um alle hier vorgestellten Orte zu sehen.

Friedenspark – Peace Memorial Park

Der Friedenspark ist die mit Abstand wichtigste Sehenswürdigkeit in Hiroshima und für die meisten Besucher der Grund, warum sie die Stadt besuchen.

Der Friedenspark wurde nach dem 2. Weltkrieg an der Stelle errichtet, über der am 6. August 1945 die Atombombe detonierte. Auf dem Parkgelände, das sich auf einer Insel inmitten der Stadt befindet, gibt es mehrere sehenswerte Orte.

Friedenspark Hiroshima
Friedenspark Hiroshima

A-Bomb Dome

Sofort ins Auge fällt der A-Bomb Dome. Das ehemalige Gebäude der Industrie- und Handelskammer war eines der wenigen, das durch Atombombe nicht komplett zerstört wurde, da es nahezu direkt unter dem Punkt stand, an dem die Bombe explodierte.
Das Gebäude wurde als Mahnmal in seinem Zustand erhalten und erinnert an die verheerenden Zerstörungen in Hiroshima.

A-Bomb Dome
A-Bomb Dome

 

A-Bomb Dome
A-Bomb Dome

 

A-Bomb Dome
A-Bomb Dome

Friedensdenkmal: Kinder-Friedensmonument

Dem Leid der Kinder in Hiroshima wird durch das Friendensdenkmal gedacht, das ein Mädchen mit einem Origami-Kranich zeigt. Das Denkmal wurde nach dem Tod von Sadako Sasaki errichtet. Zum Zeitpunkt des Atombombenabwurfs war Sadako gerade einmal zwei Jahre alt. Scheinbar unversehrt überlebte sie die Katastrophe, bis im Alter von 12 Jahren bei ihr Leukämie diagnostiziert wurde.

Gemäß eines alten Glaubens hat man einen Wunsch frei, wenn man 1.000 Papierkraniche faltet. Und so faltete Sadako mehr als Tausende dieser Kraniche. Ihr Wunsch, die heimtückische Krankheit zu überleben, erfüllte sich leider nicht. Trotzdem sind die Kraniche durch Sadako zu einem Symbol des Friedens und der Hoffnung geworden.

 

Kinder Friedensmonument Hiroshima
Kinder Friedensmonument Hiroshima

 

Kinder Friedensmonument Hiroshima
Kinder Friedensmonument Hiroshima

Peace Memorial Museum & Flamme des Friedens

Gegenüber des Kinder-Denkmals brennt seit 1964 die Flamme des Friedens, die erst erlöschen soll, wenn alle Atomwaffen auf der Erde zerstört wurden.

Den Abschluss des Friedensparks bildet das Peace Memorial Museum, in dem die Grauen des Atombombenabwurfs noch einmal richtig deutlich werden. Exponate, wie das durch die Hitze verbogene Dreirad des dreijährigen Shinichi Tetsutani, der den Atombombenabwurf nicht überlebt hat, sind nur schwer zu ertragen. Trotzdem oder gerade deswegen ist das Museum unbedingt sehenswert.

Öffnungszeiten: 8:30 bis 18:00 Uhr
Eintritt: 200 Yen

Peace Memorial Museum & die Flamme des Friedens
Peace Memorial Museum & die Flamme des Friedens

 

Peace Memorial Park
Peace Memorial Park

Burg Hiroshima – Hiroshima Castle

Die Burg von Hiroshima stammt ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert und wurde nach dem Atombombenabwurf originalgetreu wieder aufgebaut.

Die Burg ist umgeben von einem großen Park, im Inneren finden sich Exponate zur Geschichte Hiroshimas. Die Ausstellung ist ehrlich gesagt nicht besonders spannend, aber von oben bietet sich zumindest ein hübscher Blick über den Park.

Öffnungszeiten: 9:00 bis 18:00 Uhr
Eintritt: 370 Yen

Hiroshima Burg
Basti hat einen guten Fotospot zum Fotografieren der Burg von Hiroshima entdeckt.

 

Hiroshima Burg
Und so sieht dann das geschossene Foto von diesem Spot aus.

 

Hiroshima Castle
Hiroshima Castle

 

Hiroshima Castle
Hiroshima Castle – Hübsch, oder?

 

Aussicht vom Hiroshima Castle auf die Stadt
Aussicht vom Hiroshima Castle auf die Stadt.

Shukkei-en Garten

Der Shukkei-en Garten ist einer der schönsten japanischen Gärten, die wir auf unserer Reise gesehen haben. Shukkei bedeutet in etwa „komprimierte Landschaft“, in diesem Garten findest du also verschiedene Landschaften und Vegetationen aus ganz Japan im Kleinformat.

Du kannst über Brücken wandeln, die verschiedenen Pflanzen bestaunen oder einfach nur den Schildkröten zuschauen, die dort im See schwimmen.

Öffnungszeiten: 9:00 bis 18:00 Uhr
Eintritt: 260 Yen

Shukkei-en Garten
Shukkei-en Garten

 

Shukkei-en Garten
Rot-Weiß! Als Erfurt Fan musste Basti das hier natürlich sofort fotografieren.

 

Shukkei-en Garten
Shukkei-en Garten

 

Shukkei-en Garten
Shukkei-en Garten

Okonomiyaki essen

Okonomiyaki ist ein typisches japanisches Gericht, das in Europa überhaupt nicht bekannt ist. Okonomiyaki wird auf einer heißen Platte gebraten: Zunächst wird Teig auf der Platte zubereitet, ähnlich einem Crepe. Darauf kommen dann Kohl und dünn geschnittenes Fleisch. Je nach Ausgestaltung kommen noch Meeresfrüchte oder Frühlingszwiebeln dazu und zu guter Letzt wird dann noch ein Ei drauf geschlagen.

Das Ganze sieht ziemlich mächtig aus und tatsächlich macht so ein Okonomiyaki wirklich sehr satt. Hiroshima ist so etwas wie die Hauptstadt der Okonomiyakis. Angeblich soll es hier mehr als 2.000 Okonomiyaki-Restaurants geben.

Meistens sitzt man in so einem Restaurant um eine Theke herum, auf der die Okonomiyakis zubereitet werden. Mit einem Spachtel nimmt man sich dann einzelne Stücke auf seinen Teller.

Ein guter Ort, um als Besucher Okonomiyaki zu probieren, ist das Okonomi-mura direkt in der Innenstadt (Adresse: 5-13 Shintenchi). Hier findest du auf 6 Etagen gleich 24 verschiedene Okonomiyaki-Restaurants.

Okonomi-mura
Okonomi-mura

 

Okonomiyaki in Hiroshima
Okonomiyaki in Hiroshima

 

Okonomiyaki
Okonomiyaki (fotografiert mit Huawei p9)

 

Ausflüge von Hiroshima aus

Hiroshima ist außerdem ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung.

Ausflug von Hiroshima nach Miyajima

Ein absolutes Muss ist ein Ausflug zur Insel Miyajima, die etwa 20 Kilometer südlich von Hiroshima liegt. Dort befindet sich der berühmte Itsukushima-Schrein mit seinem im Wasser stehenden großen Torii. Außerdem gibt es auf der idyllischen Insel viele weitere Tempel zu bestaunen.

Die Fahrt nach Miyajima dauert etwa eine Stunde. Mit der JR Bahn geht es zunächst in etwa 25 Minuten von der Hiroshima Station bis nach Miyajimaguchi. Dort fährt die JR-Fähre ab, die dich in etwa 15 Minuten nach Miyajima bringt. Mit dem Japan Rail Pass ist die komplette Fahrt inklusive Fähre kostenlos.

Itsukushima-Schrein
Itsukushima-Schrein

Ausflug von Hiroshima nach Himeji

Ein weiterer lohnenswerter Tagestrip ist der Ort Himeji, westlich von Hiroshima. Hier befindet sich das Schloss Himeji, das als das schönste seiner Art in ganz Japan gilt.

Mit dem Shinkansen dauert die Fahrt nach Himeji eine Stunde. Wenn du von Kyoto oder Osaka aus nach Hiroshima kommst, empfiehlt es sich Himeji direkt auf dem Weg zu besuchen. Für die Besichtigung vor Ort reichen 3-4 Stunden aus. Wir haben einfach unsere Taschen am Bahnhof eingeschlossen (700 Yen für ein großes Schließfach) und uns das Schloss und den daneben liegenden Garten angeschaut.

Schloss Himeji
Schloss Himeji

 

Koko-en Garten, Himeji
Koko-en Garten, Himeji

Fortbewegung in Hiroshima – Busse und Bahnen

In Hiroshima gibt es keine U-Bahn, dafür eine Menge Busse und Straßenbahnen. Die Sehenswürdigkeiten in Hiroshima liegen alle recht nah beieinander, sodass wir alles an einem Tag fußläufig besichtigt haben.

Falls du doch einmal Bus oder Bahn fahren möchtest, gilt wie immer in Japan: hinten einsteigen und vorne bezahlen. Die IC-Karten aus anderen Städten, wie z. B. die Suica Card aus Tokio, funktionieren in Hiroshima leider nicht. Es gibt hier eine eigene Karte, die sich aber für einen kurzen Aufenthalt nicht wirklich lohnt.

Für Touristen interessant ist außerdem der Hiroshima Sightseeing Loop Bus. Die roten Busse verkehren wie die aus anderen Städten bekannten Hop-on-/Hop-off-Busse zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten, sind aber deutlich günstiger. Ein Tagesticket kostet 400 Yen, mit dem Japan Rail Pass ist der Bus sogar kostenlos.

Übernachten in Hiroshima – Unsere Hotel-Tipps

In Hiroshima bietet es sich an, direkt in der Innenstadt zu wohnen. Alle Sehenswürdigkeiten kannst du dann zu Fuß erreichen und du hast eine sehr gute Auswahl an Restaurants direkt vor Ort.

Glücklicherweise sind die Zimmerpreise in Hiroshima deutlich günstiger als in Tokio oder Kyoto.

Wir haben zwei Nächte im Hiroshima Washington Hotel übernachtet und können das Hotel empfehlen. Es hat die perfekte Lage in Hiroshima Downtown. Okonomi-Mura liegt direkt vor der Haustür, sodass du jeden Abend leckere Okonomiyaki essen kannst.

Die Zimmer waren für japanische Verhältnisse richtig groß und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier definitiv.

In unserem Japan Hotel-Tipps Artikel findest du Infos zu allen Hotels, in denen wir während unsere Japan-Reise übernachtet haben.

Weitere Unterkunft-Tipps:

Hiroshima mit einem Insider erkunden

Wenn du Hiroshima nicht alleine, sondern mit einem echten Insider erkunden möchtest, empfehlen wir dir, eine geführte Tour zu buchen. Ein englischsprachiger Führer zeigt dir einen Tag lang die schönsten Orte in Hiroshima und Umgebung.

Hiroshima Private Tagestour: Bei dieser Tour entdeckst du mit einem Guide die schönsten Sehenswürdigkeiten in Hiroshima – vom Friedenspark bis zum Schloss sind alle wichtigen Orte dabei.

Tagestour durch Hiroshima und Kiyajima: Diese Tour eignet sich, wenn du nur sehr wenig Zeit hast und wirklich nur die Highlights der Region entdecken möchtest. Du schaust dir vormittags mit einem Guide den Friedenspark an, bevor es dann am Nachmittag auf die Insel Miyajima geht.

Noch mehr Hiroshima-Tipps und Japan-Infos

Warst du auch schon einmal in Hiroshima? Wir freuen uns, wenn du einen Kommentar hinterlässt und deine Tipps mit uns teilst.

Teile deine Gedanken mit uns!

Please enter your comment!
Please enter your name here