Kurz und knackig
- Palermo ist eine lebendige, geschichtsträchtige Stadt mit vielen Kirchen, Palästen und Plätzen.
- Die meisten Highlights in Palermo kannst du super zu Fuß erkunden. Für weiter entfernte Orte wie Mondello oder die Kapuzinergruft nimmst du einfach den Bus oder ein Taxi.
- Tickets für die Sehenswürdigkeiten in Palermo bekommst du meistens ganz entspannt vor Ort. Nur für den Palazzo dei Normanni mit der Cappella Palatina lohnt es sich, vorab online zu buchen – dort kann es voll werden.
- Unsere Favoriten in Palermo sind die Kathedrale, der Normannenpalast und die Fontana Pretoria. Wenn du mehr Abwechslung willst, lohnt sich zusätzlich ein Strandtag in Mondello und ein Besuch der Kapuzinergruft.
Kathedrale Maria Santissima Assunta

Was musst du wissen? Die Kathedrale von Palermo steht mitten in der Altstadt und ist eines der wichtigsten Wahrzeichen von Palermo. Der Eintritt in die Kirche ist kostenlos. Für die Highlights (Dachterrasse, Krypta und Schatzkammer) brauchst du ein Ticket. Die Preise liegen je nach Kombination bei etwa 5 bis 15 Euro. Tickets bekommst du direkt vor Ort.
Warum lohnt es sich? Vor allem die Dachterrasse ist richtig cool! Du läufst einmal über das Dach der Kathedrale und hast einen tollen Blick über Palermo. Die Kirche selbst ist eher schlicht, aber die Mischung aus verschiedenen Baustilen macht sie trotzdem spannend.
Unser Tipp: Wenn du hoch willst, geh möglichst früh morgens oder später am Nachmittag. Mittags wird’s heiß und voll. Und: Kombitickets lohnen sich meist mehr als Einzeltickets.
Cappella Palatina

Was musst du wissen? Die Cappella Palatina liegt im Palazzo dei Normanni (Normannenpalast) und ist die ehemalige Hofkapelle der normannischen Könige aus dem 12. Jahrhundert. Sie gehört heute zum Palastkomplex, den du nur mit einem Ticket besichtigen kannst. Tickets solltest du am besten vorab online buchen, um die lange Wartezeit zu umgehen.
Warum lohnt es sich? Die Kapelle ist eine echte Augenweide, komplett mit bunten und goldenen Mosaiken tapeziert. Auch wenn der Eintritt etwas happig ist, zumal es sich um einen relativ kleinen Raum handelt, lohnt sich der Besuch absolut, denn die Kapelle ist einfach atemberaubend!
Unser Tipp: Wenn du kannst, komm gleich morgens. Dann hast du die besten Chancen, die Kapelle ohne große Menschenmengen zu erleben und den Raum wirklich wirken zu lassen.
Ticket für Palazzo dei Normanni & Cappella Palatina buchen
Tour durch Palazzo dei Normanni & Cappella Palatina buchen
Fontana Pretoria

Was musst du wissen? Die Fontana Pretoria steht mitten in der Altstadt auf der Piazza Pretoria. Der Brunnen wurde im 16. Jahrhundert aus Florenz nach Palermo gebracht und besteht aus mehreren Becken mit weißen Marmorfiguren und Statuen. Der Zugang ist frei und jederzeit möglich.
Warum lohnt es sich? Der riesige Marmorbunnen wirkt fast wie eine kleine Skulpturenlandschaft mitten in der Stadt. Überall gibt es Figuren, Wasserbecken und Details zu entdecken. Und natürlich ist er einer der beliebtesten Fotospots in Palermo.
Unser Tipp: Komm am besten am späten Nachmittag oder Abend vorbei. Dann ist das Licht besonders schön für Fotos.
Quattro Canti

Was musst du wissen? Die Quattro Canti ist der barocke Mittelpunkt der Altstadt und eine historische Kreuzung, an der du früher oder später ganz automatisch vorbeikommst. Zu Deutsch heißt das Ganze „Vier Ecken“. Hier stehen vier gleich aussehende Häuserfassaden, an denen sich zwei historische Straßen treffen: Die Via Maqueda und der Corso Vittorio Emanuele.
Warum lohnt es sich? Die vier Fassaden sind wie eine kleine Bühne gestaltet. Jede Seite steht für einen Teil der Stadt. Wenn du hier stehst, bist du wirklich mitten im historischen Zentrum von Palermo.
Unser Tipp: Die Kreuzung ist verkehrsberuhigt, du kannst also wunderbar mittendrauf stehen und Fotos knipsen. Beide Straßen sind auch beliebte Shopping Meilen.
Teatro Massimo

Was musst du wissen? Das Teatro Massimo ist Palermos Opernhaus und das größte in Italien. Es steht ganz am Anfang der Via Maqueda. Wenn du den Film „Der Pate III“ kennst, erkennst du das Gebäude gleich wieder. Hier wurde nämlich die Schlussszene mit Andy Garcia, Sofia Coppola und Al Pacino gedreht. Besichtigen kannst du es nur mit Führung oder bei einer Aufführung.
Warum lohnt es sich? Hineingehen lohnt sich, wenn du ein Liebhaber der Oper bist oder schon immer mal etwas über Bühnentechnik und die Geschichte der Oper wissen wolltest. Ansonsten reicht es auch die Oper von außen anzuschauen. Sie ist wirklich schön anzusehen.
Unser Tipp: Eine Führung durch die Oper zählt zu den coolsten Aktivitäten in Palermo.
Mondello Strand

Was musst du wissen? Mondello liegt etwas außerhalb von Palermo und ist mit dem Bus in etwa 30 Minuten erreichbar. Der Ort war früher ein Fischerdorf und ist heute der beliebteste Strand der Region. Der Strand ist größtenteils in private Strandabschnitte (Lidos) aufgeteilt, die kostenpflichtig sind. Nur kleinere Bereiche sind frei zugänglich. Für zwei Liegen mit Sonnenschirm zahlst du meist etwa 15 Euro pro Tag.
Warum lohnt es sich? Stadtstrände sind meistens ja nicht besonders schön, der Strand von Palermo ist aber eine Ausnahme. Das Wasser ist glasklar und entlang der Strandpromenade kannst du wunderbar spazieren. Die 15 Euro kann man hier gut mal ausgeben.
Unser Tipp Nr. 1: Der Strand ist nicht besonders breit, also am besten früh am Morgen kommen, dann bekommst du gute Plätze.
Unser Tipp Nr. 2: Im August ist es brechend voll, denn ganz Palermo kommt dann, um sich in den Fluten von Mondello abzukühlen. Wenn du dann einen Strand suchst, fahr lieber nach San Vito lo Capo, was circa eine halbe Stunde entfernt liegt.
Übrigens: Mondello gehört zu den schönsten Gegenden zum Übernachten in Palermo.
Kapuzinergruft

Was musst du wissen? Die Kapuzinergruft liegt etwa 10 Minuten mit dem Bus außerhalb der Altstadt. Hier wurden Menschen aus den letzten 400 Jahren etwas anders beerdigt. Sie liegen dort nicht in Särgen, sondern lehnen oder hängen mumifiziert an der Wand. Der älteste Leichnam ist von 1599. Besonders berühmt ist die kleine Rosalia Lombardo. Der Eintritt kostet etwa 5 Euro. Tickets gibt es vor Ort.
Warum lohnt es sich? Die Kapuzinergruft ist sicher keine Sehenswürdigkeit für jeden, aber auf jeden Fall für Gruselfans schließlich ist sie eine der gruseligsten Orte weltweit.
Wichtig: Die Gruft ist zwar schon eine Attraktion, aber immer noch eine Grabstätte, und mit Respekt zu begehen. Fotos oder Videos sind daher verboten.
Tour durch den Dom von Monreale und die Kapuzinergruft buchen
Dom von Monreale

Was musst du wissen? Der Dom von Monreale liegt im gleichnamigen Ort oberhalb von Palermo und ist etwa 30 Minuten mit dem Bus vom Stadtzentrum entfernt. Er wurde im 12. Jahrhundert von den Normannen gebaut und ist heute UNESCO-Weltkulturerbe. Die Kirche selbst ist kostenlos zugänglich. Für den Kreuzgang und weitere Bereiche zahlst du etwa 10 Euro. Tickets bekommst du direkt vor Ort.
Warum lohnt es sich? Im Inneren erwarten dich riesige Goldmosaike, die ganze Bibelgeschichten erzählen – und das in einer Dimension, die wirklich beeindruckend ist. Dazu kommt der Blick über Palermo, der den Besuch perfekt abrundet.
Unser Tipp: Am besten machst du einen Halbtagesausflug oder sogar einen ganzen Tagesausflug draus. Dafür gibt es sogar tolle geführte Touren.
Tour nach Monreale und Cefalù buchen
Weitere Kirchen in Palermo

Du musst wissen: Die meisten Sehenswürdigkeiten in Palermo sind religiöse Bauwerke. Es gibt wirklich in so gut wie jeder Straße der Altstadt eine Kirche oder eine Kapelle. Wenn dich das also auf deiner Tour nicht abschreckt, dann gibt es noch einige weitere Kirchen, die sich lohnen:
- Admiralskirche, auch als La Martorana bekannt. Sie zählt neben der Kathedrale und der Cappella Palatina zu den schönsten Kirchen von Palermo. Innen ist sie komplett mit goldenen Mosaiken und Wandmalereien geschmückt, außen hat sie eine barocke Fassade und du kannst wunderbar auf den Steintreppen der Kirche im Schatten eine Verschnaufpause einlegen.
- Gleich daneben steht die San Cataldo Kirche, die aber von außen gar nicht wie eine Kirche aussieht. Sie ist würfelförmig und hat drei knallrote Kuppeln auf dem Dach. Im Inneren ist sie ziemlich karg, du musst also nicht unbedingt hinein.
- Last but not least: Die Chiesa di San Giovanni degli Eremiti. Sie steht in der Nähe der Cappella Palatina und ist besonders von außen sehr sehenswert. Bei dieser Kirche sind die arabischen Einflüsse unverkennbar und es gibt einen wunderschönen Kreuzgang mit gepflegtem Garten. Der Eintritt ist aber nicht ohne: 6 Euro für die Besichtigung der Kirche und des Gartens.
Das Viertel Kalsa

Was musst du wissen? Das Viertel Kalsa ist eins der ältesten von Palermo und grenzt direkt ans Meer. Es gehört eigentlich noch zur Altstadt, seine engen, verwinkelten Gassen sind aber viel aufgeräumter. Der Name stammt noch aus der arabischen Zeit der Stadt. Du kannst das Viertel frei und am besten zu Fuß erkunden.
Warum lohnt es sich? Nachmittags ist hier wenig los, weil die meisten Geschäfte Mittagspause einlegen, doch ab circa 18 Uhr erwacht alles zum Leben. Es gibt Literaturcafés, kleine Kunstläden und viele Bars und ist damit neben Vucciria das ultimative Ausgehviertel von Palermo.
Unser Tipp: Neben Essen, Trinken, Shoppen und Entertainment bietet Kalsa aber auch einiges an Sightseeing. Folgende Ecken solltest du nicht auslassen:
Santa Maria dello Spasimo

Was musst du wissen? Die Santa Maria dello Spasimo ist eine ehemalige Kirche. Ein Dach hat sie aus Kostengründen und langer Bauzeit nie bekommen. Die Funktion einer Kirche hatte sie deshalb nur 70 Jahre, danach war sie ein Lazarett, Kornspeicher, Armenhaus und zuletzt ein Krankenhaus. Heute beherbergt die Kirche eine Jazz Schule. Der Eintritt ist frei.
Warum lohnt es sich? Die offene Architektur sorgt für eine ganz besondere Stimmung – ruhig, weit und fast ein bisschen surreal. Manchmal finden hier auch Konzerte statt.
Unser Tipp: Besuch die Kirche am besten am Spätnachmittag, wenn die Sonne nicht mehr so hochsteht. Dann lassen sich durch die Schattenspiele an den braunen Steinwänden tolle Bilder machen.
La Cala

Was musst du wissen? „Cala“ bezeichnet auf Italienisch einen kleinen Strand. La Cala in Palermo ist zwar kein Strand, dafür aber eine kleine Fischerbucht mit Promenade am Rande des Viertels Kalsa.
Warum lohnt es sich? Die Gegend wurde erst kürzlich restauriert und modernisiert und es gibt mehrere, leider etwas überteuerte Bars, wo du zum Sonnenuntergang einen Aperitivo trinken kannst. Du kannst auch einfach nur entlang der Bucht bummeln und den kleinen Segelbooten beim Anlegen zusehen.
Unser Tipp: Wenn du im Winter in der Stadt bist, ist es abends hier etwas ausgestorben, dann lohnt sich der Besuch eher nachmittags. Im Sommer ist es genau umgekehrt.
Orto Botanico di Palermo

Was musst du wissen? Der Botanische Garten liegt im Kalsa-Viertel und wurde Ende des 18. Jahrhunderts angelegt. Heute gehört er zu den größten botanischen Gärten Italiens. Der Eintritt kostet etwa 5 Euro. Tickets gibt es direkt vor Ort.
Warum lohnt es sich? Zwischen Palmen, riesigen Bäumen und alten Gewächshäusern ist es hier angenehm ruhig. Ein schöner Kontrast zur Stadt direkt daneben.
Unser Tipp: Wegen der vielen Teiche ist der Garten voller Mücken. Mückenschutz dabeizuhaben lohnt sich hier also absolut.
Märkte in Palermo
Wenn du den waschechten Palermitaner erleben willst, dann musst du auf einen Markt in Palermo. Es wird gebrüllt, gebraten und gefeilscht was das Zeug hält.
Weil Palermo auch seit eh und je arabische Einflüsse hat, gibt es auch immer wieder arabische Stände mit Gewürzen oder arabischem Streetfood.
Unser Tipp: Wenn du mal Geld sparen willst, lohnt es sich das Mittagessen auf dem Markt zu besorgen. Es gibt ganz viele kleine Streetfood Stände mit Klappstühlen und Tischen, wo du für ein paar Euro richtig gut zu Mittag essen kannst.
Bei Get Your Guide kannst du übrigens eine 3-stündige Tour über die berühmtesten Märkte von Palermo buchen. Dazu gibt es zwei Getränke, fünf Verkostungen und allerlei Tipps für den Gaumen in Palermo.
Zur 3-stündigen Streetfood-Tour über Palermos Märkte
Die sehenswertesten und bekanntesten Märkte stellen wir dir hier kurz vor:
Ballarò

Dieser ist der bekannteste und älteste Markt von Palermo und hat in ganz Italien einen Namen. Ballarò ist laut, bunt, wuselig, ein bisschen dreckig und erinnert stark an einen Markt in Südostasien.
Hier gibt es frisch gefangenen Fisch, regionales Obst und Gemüse, Gewürze und dampfende Streetfood Stände.
Dazu kommen auch mehrere Stände mit Klamotten, Haushaltswaren oder einfach nur Ramsch. Ballarò hat von Montag bis Sonntag ganztags geöffnet, sonntags findest du aber weniger Lebensmittel und mehr Krimskrams.
Sonntags geschlossen
Vucciria

Dieser Markt ist etwas kleiner als Ballarò, gehört aber auch zu den ältesten von Palermo. Auch hier strotzt es nur so vor Gerüchen, Gegröle, Farben und Formen – Palermo wie es leibt und lebt eben.
Die Lebensmittelstände gibt es nur vormittags, nachmittags und abends füllen sich die Gassen mit Streetfood Ständen.
Besonders abends ist richtig was los – zu Reggaeklängen kannst du dich hier in die volle Piazza setzen und gegrillten Fisch von der Hand essen.
Der Vucciria Markt hat täglich geöffnet, außer sonntags.
Sonntags geschlossen
Mercato delle Pulci
Der Name ist Programm: „Mercato delle Pulci“ bedeutet ganz einfach Flohmarkt. Der bekannteste ist der in Piazza del Papireto, in der Nähe der Kathedrale. Als Antiquitätenfan lohnt sich dieser Markt, denn auch wenn er ziemlich klein ist, lassen sich in den Blechhütten einige Schnäppchen machen.
Antike Stühle, alte Zeitschriften, Keramiklampen – hier gibt es alles, was das Herz begehrt. Auch wenn du die meisten Gegenstände eh nicht mit ins Flugzeug schleppen kannst, lohnt sich ein Bummel definitiv.
Der Flohmarkt hat werktags den ganzen Tag geöffnet, am Wochenende nur bis 13:00 Uhr.
Frei
Allgemeine Tipps für die Sehenswürdigkeiten von Palermo
Kleidung für Kirchen
Viele der Highlights in Palermo sind nun christliche Einrichtungen, die du auch unbedingt von innen sehen solltest. Der Zutritt ist aber nur mit bedeckten Schultern und Knien gewährt.
Achte also vor allem im Sommer darauf, dass du keine zu kurzen Hosen und Oberteile mit Spaghetti-Trägern anhast, denn dann könnte dir der Zutritt verwehrt werden.
Alternativ kannst du auch einfach für den Besuch solcher Einrichtungen ein leichtes Tuch mitnehmen, was du dir beim Eintritt über die Schultern wirfst.
Stadtführungen durch Palermo
Palermo hat so viele Eigenarten und versteckte Highlights, dass es sich auf jeden Fall lohnt, eine geführte Tour zu machen. Dabei erfährst du einfach viele Hintergrundinfos, die du sonst verpassen würdest.
Diese Sightseeing-Touren können wir in Palermo empfehlen:
Privattour mit einem Einwohner: Bei dieser Tour führt dich ein deutschsprachiger Einwohner von Palermo zu den Highlights der Stadt und gibt dir noch allerlei Geheimtipps, zum Beispiel für Restaurants und Shopping.
24-Stunden-Ticket für den Hop-on/Hop-off Bus: Mit deutschsprachigem Audioguide fährst du auf zwei Routen zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Palermo. Dabei kannst du innerhalb von 24 Stunden beliebig oft ein- und aussteigen.
3-stündige Geschichts- und Streetfood-Tour: Diese Tour kombiniert die beiden Elemente, für die Palermo so berühmt ist: Geschichte und Streetfood. Zu Fuß geht es zu den bekanntesten Highlights und den Märkten Vucciria und Capo, wo du fünf typische Palermo -Snacks probieren kannst.