Bern: Die besten Tipps einer Einheimischen

Du suchst nach den besten Tipps für Bern? Perfekt! In unserer Heimatliebe-Reihe haben wir Einheimische interviewt und nach Insider-Tipps für ihre Stadt gefragt. In diesem Artikel zeigt dir Sophie die besten Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten, Restaurants und vieles mehr in Bern.

Umringt von traumhaften Bergen und durchzogen von der azurblauen Aare – so liegt sie da, die Schweizer Hauptstadt. Die Berner Altstadt ist UNESCO Weltkulturerbe und das ganz bestimmt nicht ohne Grund.

Bern hält nicht nur Geschichten aus dem Mittelalter bereit, nahezu überall findet man ein grünes Plätzchen wie den Bärenpark oder den Rosengarten.

Und ganz nebenbei kannst du dich auch mit vielen Schweizer Leckereien verwöhnen.

Damit du auf Anhieb die schönsten Ecken und Sehenswürdigkeiten der Stadt entdeckst, verrät Sophie in diesem Artikel aus unserer Heimatliebe Serie ihre besten Insider-Tipps für eine Städtereise nach Bern.

Also nichts wie los und ran an die Reiseplanung!

Tipps und Infos für einen Urlaub in Bern

Bevor wir zu unserem Interview kommen, haben wir dir die wichtigsten Infos zusammengestellt, die du vor einer Reise nach Bern brauchst.

Unsere Hoteltipps für Bern

Hier kommen unsere Hotel-Empfehlungen in Bern für jedes Budget:

Ferienwohnungen in Bern

In Bern und Umgebung findest du außerdem ein großes Angebot an Ferienwohnungen und Ferienhäusern, zum Beispiel bei Airbnb:

 Ferienwohnungen in Bern bei Airbnb

Reiseführer für Bern

Möchtest du noch mehr Informationen für deinen Urlaub in Bern und Umgebung? Dann können wir dir diese Reiseführer empfehlen:

111 Orte in Bern, die man gesehen haben muss: Die Bücher aus dieser Reihe geben einen schönen Überblick über bekannte und weniger bekannte Orte einer Region.

Reise Know-How CityTrip Bern: Informiert kurz und knapp über Sehenswürdigkeiten, die auf einer Reise nach Bern nicht fehlen dürfen.

Berner Oberland Wanderführer: Für alle, die es gerne sportlich aktiv mögen.

Interview mit einer Einheimischen: Die besten Insider-Tipps für Bern

1. Wer bist du und wieso bist du Experte für Bern?

Mein Name ist Sophie und ich komme ursprünglich aus dem Westerwald. Vor sechs Jahren bin ich für mein Studium nach Bern gezogen und habe mich direkt in diese traumhaft schöne Stadt verliebt.

Bern-Insiderin Sophie

Neben meinem derzeitigen Beruf als Anwaltspraktikantin, mache ich leidenschaftlich gerne Sport. Zu Fuß, auf dem Rennrad oder auf der Yogamatte – und das am liebsten in den Bergen. Dafür ist Bern perfekt geeignet.

Dies kann ich gut mit meiner neuen Leidenschaft, dem Fotografieren, verbinden. Ich habe zwar gerade erst angefangen, aber freue mich trotzdem über einen Besuch auf meinem Instagram-Account. Du findest mich unter: sophie__rain

Da ich nicht in Bern aufgewachsen bin, betrachte ich bis heute den Fluss, die wunderschöne Altstadt und die Nähe zu den Bergen nicht als selbstverständlich.

Noch heute bin ich regelmäßig überwältigt und überzeugt davon, in einer der schönsten Städte der Welt zu leben.

Und weil ich in den letzten sechs Jahren versucht habe, so viel wie möglich von Bern und Umgebung kennenzulernen, bezeichne ich mich als Expertin für die Stadt.

2. Wenn du Bern in drei Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Gemütlich. Freundlich. Ausgelassen.

3. Warum sollte jeder unbedingt einmal nach Bern reisen?

Jeder sollte es einmal erlebt haben, an einem warmen Sommertag in der Aare zu schwimmen. Die Aare ist der längste gänzlich in der Schweiz verlaufende Fluss und entspringt in den beiden Aaregletschern in den östlichen Berner Alpen am Finsteraarhorn.

Im Sommer tummeln sich die Berner entweder in den bekannten Flussbädern (Marzili, Lorraine, Muri, Eichholz) oder packen ihren wasserdichten Aaresack und lassen sich zur Arbeit, zu Freunden oder zur (meiner Meinung nach) besten Eisdiele namens Gelateria Di Berna treiben.

Ursprung der Aare
Hier entspringt der längste Fluss der Schweiz: Die Aare
Marzili mit Blick auf das Bundeshaus
Das Berner Flussbad Marzili ist perfekt für eine Abkühlung an heißen Tagen

4. Was gibt es in Bern, das es nirgends sonst gibt?

Obwohl ich bereits von der Aare geschwärmt habe, muss ich sie auch bei dieser Frage wieder erwähnen.

Das Schwimmen in einem Fluss macht riesig Spaß und ist definitiv nicht alltäglich, hat aber einen kleinen Nachteil. Du musst erst ein Stück gegen die Fließrichtung laufen, bevor du dich dann für kurze Zeit treiben lassen kannst.

Zum Glück gibt es den Aareschlaufe-Schwumm: Hinter dem Restaurant Zehndermätteli im Stadtteil Länggasse-Felsenau (Bus Nr. 21 Richtung Bremgarten bis Bremgarten, Schloss) liegt ein kleiner Strand, der auch Aare-Neulingen den Einstieg ins Wasser leicht macht. Von hier aus kannst du dich ca. 20 Minuten treiben lassen und die Natur geniessen.

Durch einen 200 Meter langen Tunnel gelangst du anschließend wieder zurück zum Startpunkt und kannst dich von der Sonne trocknen lassen oder direkt wieder in das erfrischende Wasser stürzen.

Einzigartig ist auch das Wasserspiel auf dem Bundesplatz. Versteckt zwischen den Natursteinplatten sind 26 Wasserdüsen angebracht, die einen riesigen Springbrunnen bilden.

Im Sommer tummeln sich hier Touristen und Familien. Vor allem Kinder lieben es, sich an heißen Tagen in den Fontänen abzukühlen und herumzurennen. Das Wasserspiel ist täglich von 11.00 bis 23.00 Uhr in Betrieb (außer Dienstag und Samstag bis 14.00 Uhr, bei winterlichen Temperaturen und während der Winterpause von November bis zum Frühlingsanfang).

Auch abgesehen von dem Wasserspiel ist der Bundesplatz ein beliebter Ort. Zweimal pro Woche findet hier einen Markt statt und in den Wintermonaten wird der Platz mit dem sogenannten „Rendez-vous Bundesplatz“, einem jährlich wechselnden Lichtspiel, belebt.

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Bern

5. Welche Sehenswürdigkeiten muss man unbedingt gesehen haben, wenn man nach Bern kommt?

In den meisten Reiseführern heißt es an dieser Stelle wahrscheinlich: das Münster, die Zytglogge, das Bundeshaus, der Gerechtigkeitsbrunnen und der Simsonbrunnen. Dabei handelt es sich zweifelsohne um sehenswerte Bauten und Denkmähler.

Um Bern als Stadt richtig kennenzulernen, empfehle ich jedoch Folgendes: ein Kaffee auf der Münsterplattform, ein Stück Kuchen im Apfelgold, ein Bier im alten Tramdepot mit Aussicht auf die Aare und die drei Bären Finn, Björk und Ursina, ein Spaziergang an oder ein Schwumm in der Aare und eine Apéroplatte in einem der vielen Pop-ups, die am Flussufer zu finden sind und zum Verweilen einladen.

Zur Weihnachtszeit ist zudem der Sternenmarkt auf der kleinen Schanze sehr empfehlenswert. Dort finden sich liebevoll gestaltete Hütten mit vielen nachhaltigen und lokalen Produkten.

Auch das leibliche Wohl kommt hier nicht zu kurz. Bei einer Auswahl von Fondue über Momos bis zu veganen Burgern geht niemand hungrig nach Hause.

Wenn du gerne noch mehr Geschichten und Infos zu den Sehenswürdigkeiten Berns möchtest, probier auf jeden Fall auch eine geführte Tour an der Seite eines wahren Berner aus.

 Geführte Tour durch die Berner Altstadt

Eine Pop Up Bar an der Aare
An einer der Pop Up Bars kann man den Abend schön ausklingen lassen
Park an der Aare
Unverzichtbar ist ein Spaziergang entlang der Aare

6. Was kann man in Bern machen, wenn es regnet?

Brunchen, brunchen, brunchen. Was gibt es Schöneres, als an einem verregneten Tag mit den Liebsten ein ausgiebiges Frühstück und guten Kaffee zu genießen?

Dank der Lauben, die beide Seiten der Einkaufsstraße säumen, kann man auch an Regentagen durch die Stadt flanieren und sich von den kleinen Boutiquen in der Altstadt inspirieren lassen.

7. Was kann man mit Kindern in Bern machen?

Sowohl für große als auch für kleine Kinder ist die Kleineisenbahn auf dem Gurten ein tolles Erlebnis.

Und wem diese Fahrt noch nicht schnell genug war, dem empfehle ich die Sommerrodelbahn, die von März bis Oktober geöffnet ist. Mit einer Neigung von bis zu 18 Prozent überwindet sie, auf einer Strecke von 500 Metern eine Höhendifferenz von 55 Metern.

Sollte das Wetter mal nicht mitspielen, können sowohl Kinder als auch Erwachsene sich in verschiedenen Indoor-Spielplätzen, Trampolinhallen oder Museen vergnügen und austoben (z.B. Bimano Indoorspielplatz, UNIK Playground, Creaviva im Zentrum Paul Klee).

Mein Tipp: Einen Besuch in der Kambly-Fabrik in Trubschachen im Emmental, wo insgesamt mehr als 100 Gebäcksorten kreiert werden, solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen.

Hier könnt ihr euch die Bäuche voll schlagen, den Experten über die Schulter schauen oder selbst Hand anlegen und in verschiedenen Workshops die Kunst der Feinbäckerei erlernen.

Kambly-Fabrik
Öffnungszeiten

Montag - Freitag:
09:00 -18:00 Uhr
Samstag, Sonntag:
09:00 - 17:00

Eintritt

Backen für Kinder: 20 Franken

Website

Kambly Fabrik

8. Wenn du einmal den Drang verspürst, aus der Stadt hinauszufahren, wo fährst du hin?

Der wohl größte Vorteil von Bern ist, dass man, egal wo man wohnt, innerhalb von 5 Minuten eine Grünfläche erreichen kann.

Der Brienzer Grat
Atemberaubende Aussicht vom Brienzer Grat

So vergisst man schon bei einem Picknick im Rosengarten, von wo man eine herrliche Aussicht über die ganze Stadt hat, dass man ja eigentlich mitten in der Stadt sitzt.

Auch den Gurten, einen der Hausberge von Bern, erreicht man innerhalb kürzester Zeit. Trotzdem zieht es mich fast jede Woche ins Berner Oberland, das man schon nach einer kurzen Zugfahrt erreicht und das wundervolle Wanderungen und Skigebiete bereithält.

Zum Skifahren empfehle ich dir die Gebiete Adelboden-Lenk und die Jungfrau Ski Region. Als Ausgangspunkt zum Wandern eignen sich sowohl Interlaken West als auch Interlaken Ost sehr.

Schon nach einer ca. einstündigen Zugfahrt ab Bern kannst du dir aussuchen, ob du das Niederhorn, das Sigriswiler Rothorn oder den Harder Kulm erklimmen möchtest.

Geübte Wanderer können sogar über den Brienzer Grat bis zum Brienzer Rothorn wandern und stundenlang die Aussicht auf den tiefblauen Brienzer See genießen.

9. Welchen Ort kannst du zum Durchatmen und einfach mal die Seele baumeln lassen empfehlen?

Aussicht vom Bantinger
Ein Ausflug zum Gipfel des Bantinger lohnt sich immer

Wenn ich durchatmen möchte und nicht viel Zeit habe, schnappe ich mir mein Rennrad und fahre auf den Bantiger, einen der Berner Hausberge.

Der Gipfel des Bantiger liegt 947 Meter über dem Meeresspiegel. Von dort hast du eine herrliche Aussicht über die Berner Alpen und den Jura.

Auch zu Fuß lässt er sich von Bern aus gut erreichen – ein Ausflug lohnt sich.

10. Wo ist der schönste Aussichtspunkt in Bern?

Der schönste und zentralste Aussichtspunkt in Bern ist wohl der Rosengarten.

Hier kannst du im Frühling die Kirschblüten, im Sommer ca. 250 Rosenarten, im Herbst die bunten Laubbäume und im Winter ein Fondue auf der Veranda des Restaurants Rosengarten genießen.

Und als Highlight hast du eine einzigartige Aussicht auf die Dächer der Berner Altstadt, das Münster und die Aareschlaufe.

Mein Tipp: Schnapp dir eine Picknickdecke, ein paar leckere Snacks und Drinks und mach es dir auf der großen Wiese gemütlich. Zum Sonnenuntergang kannst du es dir auf der Mauer, die den Park begrenzt, bequem machen und die letzten warmen Strahlen genießen.

Für etwas mehr Fernsicht empfehle ich außerdem den Gurten, den Bantiger und den Ulmitz. Die Gipfel erreichst du zu Fuß oder mit dem Bike. Auf den Gurten führt zudem eine Standseilbahn.

Blick über die Berner Altstadt
Der Ausblick über die Berner Altstadt
Sonnenuntergang auf dem Gurten
Vom Aussichtspunkt im Rosengarten genießt du einen einmaligen Sonnenuntergang

11. Ein Hobbyfotograf fragt dich nach coolen Orten zum Fotografieren in deiner Stadt, die er mithilfe eines Reiseführers niemals finden würde. Wo schickst du ihn hin?

Ich empfehle dir einen Spaziergang durch die Altstadt und das Mattequartier bis hin zum Rosengarten.

So habt ihr die Möglichkeit die Zytglogge, das Rathaus, das Münster, die Münsterplattform inklusive Aussicht auf die Aare, enge Gassen und die Bären im Bärenpark zu fotografieren.

Angekommen im Rosengarten kannst du alles von oben betrachten und das wilde Dächermeer, eingeschlossen von der Aare, ablichten.

Die Aare schlängelt sich um die Berner Altstadt
Die Aare schlängelt sich um die Berner Altstadt

12. Welche ist die verrückteste Aktivität, die man in deiner Stadt machen kann?

In der Aare kann man nicht nur schwimmen sondern auch surfen (sogenanntes Bungee-Surfen).

Dabei wird ein Seil an einer Brücke, einem Pfeiler oder einem Baum befestigt, an dem sich der Surfer festhalten und über die kristallklaren Wellen der Aare springen kann.

Das kann man aber natürlich nicht einfach so machen. Zum Glück bieten Manuel Gerster und Dani Schmutz an zehn Samstagen im Jahr Anfängerkurse an.

Bungee-Surfen in Bern

13. Welches ist das beste Event des Jahres? Wofür lohnt es sich, nach Bern zu kommen?

Das beste Event des Jahres ist zweifelsohne das Gurten-Festival. Einmal im Jahr wird der Hausberg zum Festivalgelände und zum Lieblingsort der Berner.

Das Festival findet jeweils Mitte Juli, von Mittwoch bis Samstag statt, und ist entweder zu Fuß oder mittels Gurtenbahn erreichbar.

Ich persönlich empfehle den Fußweg, weil es einfach Spaß macht, mit tausenden anderen glücklichen Menschen die Vorfreude auf die kommenden Tage zu teilen.

Es gibt einen Camping-Bereich, viele verschiedene Foodstände, die keine Wünsche offen lassen und drei Bühnen: die Hauptbühne, die Waldbühne und die Zeltbühne. Also, kauf dir ein Ticket und komm vorbei!

Alle Infos zum Gurten-Festival

14. Gibt es ein Museum in Bern, das man auf keinen Fall verpassen darf?

Ich persönlich finde das Museum für Kommunikation im Kirchenfeld Quartier super. Hier gibt es sowohl für Kinder als auch für Erwachsene viel zu entdecken und auszuprobieren.

Es ist eines der interaktivsten Museen, die ich bisher besucht habe und daher auf jeden Fall auch für die ganze Familie geeignet.

Es gibt eine dauerhafte Ausstellung und verschiedene, die regelmäßig wechseln. Es wird also nicht so schnell langweilig. Geöffnet ist es Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr.

 Museum der Kommunikation in Bern

Stärken kann man sich im angrenzenden Café Pavillon, hier werden hausgemachte Spezialitäten angeboten.

Und falls Kommunikation nicht ganz dein Ding ist, keine Angst, das Naturhistorische, Bernische Historische und das Alpine Museum sind nur wenige Gehminuten entfernt, ebenfalls im schönen Kirchenfeld Quartier.

15. Durch welches Stadtviertel schlenderst du am liebsten und warum?

Am liebsten schlendere ich durch das Mattequartier und die Altstadt.

Das Mattequartier, welches zur Altstadt gehört, liegt direkt am Aareufer und damit unterhalb der restlichen Altstadt. Verschiedene Treppen verbinden die Oberstadt mit dem Mattequartier.

Wenn du schon müde Beine von der Erkundungstour hast, nimm einfach den Mattelift, der dich direkt auf die Münsterplattform befördert.

In der Oberstadt angekommen empfehle ich einen Kaffee mit Blick auf das Münster und die Aare, gefolgt von einem Spaziergang durch die Markt-, Münster- und Rathausgasse. Überall finden sich kleine Boutiquen, Cafés und Restaurants. Vor allem die Gewölbekeller dürfen bei diesem Rundgang nicht fehlen.

Mein Tipp: Die Scones und Cookies im Café Marta solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen.

Essen und Trinken in Bern

16. Welche kulinarische Spezialität muss man in Bern unbedingt mal probiert haben?

Da fällt mir als erstes der Ingwerer ein. Ingwerer ist ein handgemachter, veganer und aus Bio-Zutaten gemachter Ingwer-Likör, der in Bern produziert wird. Aber Achtung: Macht euch auf einen scharfen Abgang gefasst.

Weiter solltest du unbedingt ein Mandelbärli probieren. Dabei handelt es sich um ein luftig weiches Gebäck in der Form eines Bären, dem Berner Wappentier.

Die ersten Mandelbärli wurden im Jahr 1989 von der Konditorei Glatz produziert und gehören noch heute zu den beliebtesten Produkten der Konditorei.

17. Welches sind deine drei Lieblingsrestaurants in Bern und was sollte man dort unbedingt probiert haben?

Seit ich in Bern wohne, habe ich schon einige Restaurants ausprobiert und viele Leckereien entdeckt, sodass es mir schwer fällt, nur drei Orte zu empfehlen. Aber ich werde es versuchen.

Ein Tag an der Aare und in der Sonne macht hungrig. Zum Glück gibt es nur fünf Gehminuten vom Marzili entfernt das Restaurant Dampfzentrale, welches ebenfalls direkt an der Aare liegt.

Hier werden sowohl lokale als auch internationale Gerichte aus regionalen und saisonalen Produkten kreiert. Das Angebot umfasst frischen Fisch, hausgemachte Pastasorten, verschiedene Currys, Salate, Burger und vieles mehr. Im Sommer empfiehlt es sich, im Voraus zu reservieren.

Neben der Dampfzentrale solltest du unbedingt das Klösterli Weincafé ausprobieren. Das Restaurant liegt in der Nähe des Bärenparks und ist sowohl mit dem Bus als auch mit dem Auto oder zu Fuß gut erreichbar.

Ich empfehle einen gemütlichen Spaziergang durch die Altstadt und über die Nydeggbrücke. Da die Speisekarte alle drei Monate angepasst wird, um saisonale Gerichte anbieten zu können, kann ich keine spezifische Empfehlung abgeben.

Mich überzeugt das Weincafé aufgrund der prinzipiell einfachen Gerichte, die jedoch spannend interpretiert werden und so zu etwas ganz Besonderem werden. Und ich verspreche dir, dass du immer den passenden Wein zu eurem Gericht findest. Bon Appétit!

An einem kalten Herbst- oder Winterabend empfehle ich dir das Restaurant Fugu, welches du ebenfalls in der Altstadt, kurz vor der Nydeggbrücke findest.

Im Fugu findest du japanische und thailändische Gerichte, die es ganz sicher schaffen, dich von innen zu wärmen. Ich entscheide mich meistens für Gyoza (japanische Teigtaschen) als Vorspeise und das grüne Thai Curry mit Gemüse und Tofu zum Hauptgang. Aber Achtung: das grüne Curry hat es in sich.

18. Wo gibt es den besten Burger in Bern?

Ich selbst esse sehr gerne vegane Burger und möchte deswegen zuerst das Restaurant Swing Kitchen empfehlen. Hier gibt es eine große Auswahl an veganen Burgern, denen es geschmacklich an nichts mangelt.

Dazu werden nach Wahl onion rings, vegan nuggets, pommes oder sweet fries serviert. Falls danach noch Platz für ein Dessert ist, kann ich das vegane Tiramisu sehr empfehlen.

Wen du deinen Burger lieber mit Fleisch genießt, dann empfehle ich das Restaurant Soul Food. Die Burger werden mit regionalem und stets frischem Rindfleisch serviert und sind in meinem Freundes- und Bekanntenkreis sehr beliebt.

19. Wo gibt es das beste Eis in Bern?

Das beste Eis der Stadt gibt es ohne Zweifel in der Gelateria di Berna, die im Marzili sowie im Breitenrain-, Länggass- und Mattenhofquartier zu finden ist.

Nachhaltigkeit und lokale Produkte werden bei der Gelateria di Berna groß geschrieben und auch an glutenfreien, laktosefreien und veganen Sorten mangelt es nicht.

Das Besondere an der beliebtesten Eisdiele der Berner sind ausgefallenen Geschmacksrichtungen, wie z.B. Ananas Basilikum, Marzipan Mohn und Himbeer-Ingwer. Meine persönliche Lieblingskombination: Sorbetto di Cioccolato fondente und Fragola Aceto Balsamico.

Mein Tipp: Probiert auf jeden Fall auch die Waffeln.

20. Wo kann man am besten frühstücken?

Die BakeryBakery in Bern
Auf jeden Fall einen Besuch wert: die BakeryBakery

Empfehlen kann ich den Wartsaal und das Du Nord im Lorraine Quartier, das Café Montag in der Altstadt und den Botanischen Garten, hier wird zwischen Kakteen und anderen Sukkulenten gespeist. Für Bagel-Liebhaber ist das Café Tingel-Kringel im Längsass-Quartier zudem ein Muss.

Auch Vegetarier und Veganer kommen in den genannten Cafés nicht zu kurz.

Wichtig: Reservieren nicht vergessen – die Berner brunchen gerne!

Wenn du einmal ein gesundes Frühstück für unterwegs suchst, empfehle ich dir die Bäckerei „BakeryBakery“ im Breitenrainquartier, die ausschliesslich vegane, regionale und qualitativ hochwertige Produkte anbietet.

Hier findest du Croissants, frisches Brot, Cremeschnitten, Smoothies, Cappuccino mit Hafermilch und vieles mehr. Diese Bäckerei hat voraussichtlich bis Ende 2020 einen zweiten Ableger im Kebabo an der Aarbegergasse 30, mitten in der Stadt.

21. Wo kann man am besten abends ausgehen?

Im Sommer sieht ein perfekter Abend für mich folgendermaßen aus: Im Marzili bleiben bis die Sonne untergeht, in einem der Pop-ups eine Vorspeise (Brot, Oliven, getrocknete Tomaten etc.) und ein erfrischendes Getränk genießen und Abendessen in einem der umliegenden Restaurants.

Ausklingen lassen wir den Abend anschliessend in der Turnhalle, einer gemütlichen Bar in der Nähe des Bahnhofs.

Im Winter empfehle ich einen Glühwein auf dem Sternenmarkt und anschliessend gemütliches Beisammensitzen in einem der Gewölbekeller in der Altstadt.

Wenn du danach noch das Tanzbein schwingen möchtest, solltest du auch im Winter einen Blick auf das Programm der Turnhalle werfen. Verschiedene Bands und DJs sorgen hier regelmäßig für gute und ausgelassene Stimmung.

Hotels in Bern

22. Welches Hotel empfiehlst du Besuchern in Bern?

Da ich selbst noch nie in einem Hotel in Bern übernachtet habe, kann ich mich leider nicht als Expertin auf diesem Gebiet bezeichnen. Trotzdem habe ich mich für euch ein bisschen schlau gemacht.

Die Jugendherberge Bern liegt direkt zwischen der Aare und dem Bundeshaus, in der Nähe des Freibads Marzili. Sie bietet insgesamt 15 Doppelzimmer mit Dusche/WC und verschiedene Mehrbettzimmer.

Dank großzügiger Fensterfronten hat man aus allen Zimmern eine wunderschöne Aussicht und kann nach dem Aufstehen direkt in die Aare springen oder eine Runde joggen gehen. Auch das Stadtzentrum sowie die Altstadt erreichst du schon nach einem kurzen Spaziergang.

Naturliebhabern möchte ich außerdem den Campingplatz Eichholz, der sich ebenfalls direkt an der Aare befindet, empfehlen.

Der Campingplatz ist sehr ruhig gelegen, von großen Grünflächen umgeben und bietet angenehme Einstiegsmöglichkeiten in die Aare. Das Stadtzentrum erreicht man entweder nach einem langen Spaziergang (30-40 Minuten) oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, die jeder Campinggast gratis nutzen kann.

Wer es etwas extravaganter möchte, dem empfehle ich das Hotel Gurten, das sich auf dem Hausberg befindet und eine unbeschreibliche Aussicht bietet. Das Hotel verfügt lediglich über zwei Zimmer, die liebevoll eingerichtet sind.

Auf Natürlichkeit und Nachhaltigkeit wird hier viel Wert gelegt. Im Zimmerpreis inklusive sind das Frühstück, am Sonntag ein Verwöhnbrunch, eine reichhaltige Minibar, ein gut gefüllter Picknick-Korb und das Bern Ticket, mit dem der öffentliche Verkehr in den Zonen 100/101 genutzt werden kann.

Das waren Sophies Tipps für ihre Heimatstadt Bern. Warst du vielleicht sogar schon einmal in Bern? Wie hat es dir dort gefallen? Wir freuen uns über deinen Kommentar.