Bevor wir zu unserer großen Reise aufgebrochen sind, haben wir uns ganz schön den Kopf zerbrochen: Wie sollen wir unterwegs bloß unsere ganzen Fotos sicher aufbewahren? Was ist, wenn unser Laptop geklaut wird oder unsere Speicherkarten kaputt gehen?

Es gibt kaum etwas Schlimmeres für jeden Reisefotografen, als die Fotos mehrerer Wochen oder gar Monate unwiederbringlich zu verlieren.

Deshalb möchten wir dir in diesem Beitrag zeigen, wie wir unsere Fotos auf Reisen speichern und welche Sicherheitsvorkehrungen wir getroffen haben. Und da es natürlich mehrere Wege für das Sichern von Fotos unterwegs gibt, zeigen wir dir auch ein paar Alternativen.

Bilder auf Reisen speichern – Wo ist überhaupt das Problem?

Ehrlich gesagt haben wir uns mit der Sicherung von Fotos auf Reisen nie so richtig beschäftigt. Meistens waren wir ja nur eine oder zwei Wochen unterwegs. Dann haben wir einfach genug Speicherkarten eingepackt und darauf vertraut, dass die eben nicht kaputt gehen.Das war vielleicht etwas naiv, aber es ist zum Glück immer gut gegangen.

Seitdem wir aber ortsunabhängig arbeiten und daher nicht nur ein paar Wochen, sondern das ganze Jahr über unterwegs sind, ist das für uns keine Option mehr. Vor unserer 6-monatigen Reise durch Asien haben wir uns dann intensiv mit dem Thema beschäftigt.

Da wir unsere Fotos im RAW-Format speichern, ist ein Bild 20 oder 30 Megabyte groß. In sechs Monaten kommt da einiges an Datenmengen zusammen, sodass wir wahrscheinlich eine ganze Kiste Speicherkarten hätten mitnehmen müssen. Selbst, wenn wir nicht mit Handgepäck reisen würden, würde eine Kiste Speicherkarten definitiv nicht auf unserer Packliste stehen.

Außerdem sind Speicherkarten auch nicht das zuverlässigste Speichermedium. So ein kleines Ding hat man schnell mal verloren und wie wir erst kürzlich erleben mussten, kann eine Speicherkarte auch mal kaputt gehen. Aber dazu später mehr.

Ich denke, wir sind uns einig, dass es einen besseren Plan braucht, um seine Fotos auf Reisen zu sichern. Und den zeigen wir dir jetzt.

Unser Fotoequipment auf Reisen
Unsere Fotoausrüstung auf einen Blick.

Unser Equipment zum Sichern von Fotos unterwegs

Auch nach unserer Rückkehr aus Asien, beschränken wir uns auf das Reisen mit Handgepäck. So ist nicht nur unsere Packliste für europäische Reiseziele auf das Wesentliche reduziert, sondern auch unsere Reise-Fotoausrüstung, die man guten Gewissens als minimalistisch bezeichnen kann. Dennoch macht die Technik einen Großteil unseres kompletten Gepäcks aus. Aber hey, Fotos sicher verwahren geht schließlich über alles.

Für die Sicherung unserer Bilder brauchen wir die folgenden 5 Zutaten:

#1 Unsere Laptops

Nach Jahren, ach was: Jahrzehnten, als Windows-Nutzer sind wir seit letztem Jahr Macbook-Besitzer. Trotz anfänglicher Abneigung sind wir mittlerweile sehr zufrieden und möchten unsere kleinen Arbeitstiere nicht mehr missen.

#2 Adobe Lightroom

Das Bildbearbeitungsprogramm unsere Wahl ist Lightroom. Denn es ist nicht nur super zum Bearbeiten der RAW-Dateien, sondern unterstützt uns auch beim Verwalten, Sortieren und vor allem beim Aussortieren von Fotos.

Wir nutzen dazu das monatliche Abo der Creative Cloud, da wir für 22places zusätzlich auch Photoshop brauchen. Es gibt eine Fotografie Abo, das Lightroom und Photoshop beinhaltet und 11,89 Euro / Monat kostet. Eine günstigere Alternative ist es aber, einfach eine einmalige Lizenz für Lightroom 6 zu erwerben. Diese kostet dann einmalig knapp 118 Euro.

Links:

#3 Externe Festplatten

Wir haben zwei externe Festplatten zur Datensicherung dabei: eine 2 TB-Festplatte von WD, sowie eine 1 TB-Festplatte von Transcend mit einem speziellen Stoßschutz. Gerade wegen ihrer Robustheit haben wir uns für die Transcend entschieden, die es auch in einer 2 TB-Variante gibt.

Die erste Festplatte hatten wir vorher schon und da sie uns bislang gute Dienste geleistet hat, darf sie mit uns die Welt entdecken. Ansonsten hätten wir uns wohl eher zwei Transcend-Festplatten gekauft.

#4 Speicherkarten

Wir haben auf unserer Reise nur zwei 32 GB SD-Karten dabei, sowie eine 16 GB Karte als Ersatz. Warum wir mit so wenig Karten auskommen, erfährst du im nächsten Abschnitt.

Grundsätzlich bekommt man SD-Karten aber auch in Asien in jedem kleinen Supermarkt, weshalb man sich jederzeit schnell Ersatz besorgen kann.

#5 Online-Datenspeicher

Egal wie viele Computer, Festplatten und SD-Karten wir dabei haben: Wenn unser Gepäck geklaut wird oder einen Wasserschaden erleidet oder explodiert oder was auch immer, dann ist alles weg. Deshalb ist ein externer Datenspeicher für uns extrem wichtig.

Wir speichern unsere Fotos also auch noch online. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie z. B. das Google Drive oder die Dropbox. Wir nutzen dafür unseren eigenen Webspace, den wir ja durch unsere Webseiten zwangsweise haben. Mehr Informationen dazu gibt es aber später noch.

Da du nun weißt, was wir alles dabei haben um unsere Fotos zu sichern, können wir jetzt zum nächsten Schritt kommen. Wir erklären dir jetzt genau, wie wir unsere Fotos sichern.

Unser Workflow zum Speichern von Fotos auf Reisen

Wir haben mittlerweile einen mehr oder weniger fest definierten Workflow für uns gefunden, den wir zum Sortieren und Speichern unserer Fotos auf Reisen nutzen.

Schritt 1: Bewusst fotografieren

Ein wichtiger Schritt passiert schon, bevor wir überhaupt ein Foto schießen: Nachdenken! Da wir aus eigener Erfahrung wissen, wie anstrengend es ist, nach einer Woche 5.000 Fotos zu sortieren, sind wir mittlerweile dazu übergegangen, weniger Fotos zu machen.

Waaaas? Vielleicht denkst du jetzt, wir sind völlig verrückt geworden. Natürlich nicht, wir kennen uns nur selbst viel zu gut und wissen, dass viele Fotos unsortiert und unbearbeitet liegen bleiben würden, wenn der Berg an Bildern zu groß wird.

Deshalb fotografieren wir mittlerweile noch bewusster, als vorher. Wir denken mehr darüber nach, wie wir ein Motiv in Szene setzen wollen und knipsen nicht wild drauf los. Letzteres sollte man aber grundsätzlich eh niemals tun.

Dadurch haben wir am Ende des Tages nicht nur viel weniger Fotos auf unseren Speicherkarten, die gemachten Fotos sind am Ende auch einfach besser.

Natürlich kommt es trotzdem ab und zu vor, dass wir am Abend beide mit jeweils 300 Fotos auf der Speicherkarte zurück kommen. Hier kommen wir jetzt gleich auch zum nächsten Schritt.

Schritt 2: Regelmäßig Fotos sichten und aussortieren

Schritt 2 bereitet uns selbst noch die meisten Probleme, einfach weil wir da oft noch etwas zu nachlässig sind. Unser Ziel ist es, jeden Abend oder zumindest am nächsten Tag die Fotos eines Tages zu sichten und auszusortieren.

Manchmal klappt das schon ganz gut, aber es kommt trotzdem noch vor, dass wir über eine Woche lang Fotos ansammeln und dann vor einem riesigen Berg Bilder stehen.

Beim Sortieren gehen wir wie folgt vor: Wir importieren alle Fotos eines Tages oder eben einer Woche in Lightroom und kopieren sie dabei auf eine unserer externen Festplatten.

Anschließend schauen wir uns zusammen alle Fotos an und sortieren knallhart aus. Ich bin da meistens noch etwas rigoroser als Jenny, aber am Ende bleiben weniger als die Hälfte der Fotos übrig.

Das Aussortieren machen wir übrigens mit den tollen Fähnchen in Lightroom. Alle abgelehnten Bilder erhalten ein schwarzes Fähnchen und werden nach dem Sortieren direkt gelöscht. Wir löschen die Fotos nicht nur aus Lightroom, sondern direkt auch von der Festplatte. So brauchen wir insgesamt viel weniger Speicherplatz.

Schritt 3: Doppelt gesichert hält besser

Im nächsten Schritt kopieren wir alle Fotos von der einen externen Festplatte auf die andere, sodass wir immer zwei komplette Sicherungen unserer Fotos dabei haben. Falls eine der Festplatten den Geist aufgibt, haben wir alle Bilder noch auf der anderen.

Schritt 4: Dreifach gesichert hält noch besser

Wenn aber nun beide Festplatten kaputt gehen oder geklaut werden, stehen wir vollkommen nackig da. Also im übertragenen Sinne.

Deshalb speichern wir die sortierten und für gut befundenen Fotos auch noch mal online.

Es gibt eine ganze Menge Anbieter, bei denen du Online-Speicherplatz bekommst. Wir legen unsere Bilder einfach auf unserem eigenen Server ab. Auf diese Weise sind unsere Fotos immer an einem sicheren Ort gespeichert und wir können aus der ganzen Welt darauf zugreifen.

Das Hochladen großer Bilddateien ist natürlich nicht überall möglich. In Thailand funktioniert das relativ gut, auf den Philippinen eher weniger. Bei der dortigen Internetverbindung sind wir froh, wenn wir ab und zu mal unsere E-Mails checken können.

Den Luxus eines eigenen Servers hat natürlich auch nicht jeder. Es gibt aber sehr viele Anbieter, bei denen du kostenlos oder für wenig Geld Online-Speicherplatz bekommt.

Die bekanntesten Anbieter sind wahrscheinlich Google Drive oder die Dropbox, die wir selbst beide ebenfalls nutzen. Beide bieten kostenlosen Speicherplatz an, bei Dropbox sind es 2 GB und bei Google Drive 15 GB. Das ist natürlich zum Abspeichern von RAW-Dateien nicht viel, aber man kann bei beiden Anbietern zusätzlichen Speicherplatz kaufen.

Bei Dropbox bekommst du 1 TB Speicherplatz für 9,99 Dollar monatlich oder 99 Dollar pro Jahr. Bei Google Drive kostet 1 TB ebenfalls 9,99 Dollar im Monat.

Kostenloser Speicher bei Amazon

Einer unserer Leser hat uns noch einen super Tipp gegeben. Amazon bietet für alle Prime-Mitglieder einen unbegrenzten Online-Speicherplatz für Fotos an, der auch für die meisten RAW-Dateiformate gilt. Unter anderem werden die RAW-Formate von Nikon (.nef), Canon (.cr2) und Sony (.arw) unterstützt.

Eine Prime-Mitgliedschaft kostet 49 Euro im Jahr und beinhaltet außerdem tausende Filme zum kostenlosen Streamen, unzählige kostenlose Kindle-Ebooks und natürlich immer ultraschnellen Versand für alle Amazon Bestellungen. Das lohnt sich natürlich!

Link: Amazon Prime für 30 Tage kostenlos testen.

Fazit: Absolute Sicherheit für Fotos gibt es nicht

Mit diesem Workflow fühlen wir uns ziemlich sicher. Natürlich kann es uns dennoch passieren, dass die Fotos verloren gehen, bevor wir sie auf unseren Online-Speicher hochladen konnten. Dann haben wir einfach Pech gehabt.

Viel mehr Sicherheit ist aber in Asien nicht möglich, da die Upload-Geschwindigkeiten meistens an die Zeiten eines 56k-Modems erinnern. Bislang ist alles gut gegangen und wir hoffen, dass das auch weiterhin der Fall sein wird. In Europa ist es da natürlich schon wesentlich einfacher, die Bilder auch online zu sichern.

Exkurs: Speicherkarten schützen

Wir hatten am Anfang des Artikels schon erwähnt, dass wir kürzlich Erfahrungen mit einer kaputten Speicherkarte machen durften. Das ist nicht schön, sag ich dir.

Auf einigen Fotos waren plötzlich lustige bunte Streifen zu sehen und wir hatten schon Angst, dass Jennys Kamera den Geist aufgibt. Nach einigen Recherchen haben wir aber die Speicherkarte als Übeltäter ausgemacht und sowas ist wohl gar nicht mal so selten.

Speicherkarten sind eben auch empfindliche Medien und da kann schon mal etwas kaputt gehen. Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen kannst du das Risiko aber zumindest deutlich verringern:

Tipp 1: Speicherkarten nicht einfach so in die Tasche schmeißen

Ok, dieser Tipp sollte eigentlich selbstverständlich sein, wobei ich selbst früher nicht besonders pfleglich mit Speicherkarten umgegangen bin. Wenn du Speicherkarten kaufst, ist da oftmals schon eine kleine Plastikhülle dabei. Benutze sie!

Wenn es etwas edler sein soll oder du lieber eine Hülle für alle Speicherkarten haben möchtest, statt vieler einzelner Hüllen, kannst du dir auch ein tolles Speicherkarten-Etui zulegen, z. B. das hier.

Tipp 2: Bilder niemals auf der Kamera löschen

Meistens schaut man sich ein Bild direkt auf dem Kameradisplay an, nachdem man auf den Auslöser gedrückt hat. Ist es schief, verwackelt, zu hell oder zu dunkel oder hat einen falschen Bildausschnitt, dann wird ganz schnell auf die Löschen-Taste gedrückt.

Wenn es nicht unbedingt sein muss: Lass es! Sortiere die Bilder besser nur am Rechner aus. Durch das Löschen von Bildern direkt auf der Kamera erhöhst du die Wahrscheinlichkeit für Datenfehler.

Tipp 3: Formatiere deine Speicherkarte immer nach dem Einlegen

Nachdem du deine Bilder auf den Rechner bzw. auf die externe Festplatte überspielt hast, solltest du deine Speicherkarte komplett leeren. Um die Gefahr von Datenfehlern zu minimieren, solltest du deine Speicherkarte jedes Mal formatieren, nachdem du sie wieder in die Kamera eingesetzt hast.

Aber Vorsicht: Geh immer sicher, dass du alle Bilder gesichert hast. Wenn die Speicherkarte formatiert wurde, ist sie leer!

Keinen Rechner unterwegs dabei? Es gibt Alternativen.

Nicht jeder Reisende hat einen Laptop im Gepäck und kann seine Fotos auf diese Weise auf eine externe Festplatte sicher. Natürlich gibt es trotzdem einem Möglichkeit, wie du ein Backup deiner Fotos machen kannst: Festplatten mit W-Lan.

Empfehlenswert ist die Festplatte von WD, die es mit 1 oder 2 TB Speicherplatz gibt. Die Festplatte hat einen SD-Kartenleser integriert, sodass du keinen Rechner brauchst, um die Bilder von deiner Kamera auf die Festplatte zu sichern. Hier findest du mehr Informationen zur W-Lan Festplatte.

Die Übertragung läuft ganz einfach, indem du deine SD-Karte in die Festplatte steckst und mit einer mitgelieferten App für dein Smartphone Zugriff auf die Bilder hast. Klingt genial einfach und ist es auch. Wenn du ohne Rechner unterwegs bist, ist das eine hervorragende Alternative, um deine Bilder dennoch zu sichern.

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Wie sicherst du deine Fotos auf Reisen?

Wir haben den für uns perfekten Workflow zum Sichern unserer Fotos unterwegs gefunden. Wir sind trotzdem gespannt, wie du das machst. Erzähl uns, welche Hardware du benutzt und wie du deine Bilder auf Reisen speicherst.

Wir sind Jenny und Basti, die Gesichter hinter 22places. Zwei Reisefotografen und Weltenbummler aus Leidenschaft! Seit 2015 leben und arbeiten wir ortsunabhängig. In unserem 22places Online-Fotokurs zeigen wir dir, wie einfach Fotografieren ist und vor allem wie viel Spaß es macht, die Welt nicht mehr im Automatikmodus zu fotografieren.

20 Kommentare - Wir freuen uns auch über deinen netten Kommentar!

  1. HUHU ihr Beiden!

    Klasse Artikel. Ich bin übrigens immer noch ein Knipser :D Ich versuche mich aber zu bessern.
    Übrigens: Ich habe mal eine Karte ungewollt formatiert (Ich bin nämlich auch ein Klicker und habe einmal zu oft geklickt :O ). Der Freund meiner Mutter war trotzdem noch in der Lage ein paar Daten zu retten. Es ist kompliziert und ich würde es wohl auch nicht hinbekommen, aber es scheint möglich zu sein. Es gibt halt keine Garantie, dass es dann auch klappt. Nur für den Fall, dass wer so hektisch ist, wie ich… Es muss nicht alles verloren sein! ;)

    Liebe Grüße,
    Corinna | Aussteigen Bitte

    • Huhu zurück!

      Waaas? Immernoch ein Knipser, obwohl du in unserem Fotokurs dabei bist. Da müssen wir aber mal schimpfen. :)

      Das mit dem Daten wiederherstellen ist immer so eine Sache. Meistens klappt es immer gerade dann nicht, wenn es besonders wichtige oder schöne Bilder sind. Deshalb immer lieber vorher dreimal gucken, bevor du formatierst. Könnte uns aber genauso passieren. :)

      Liebe Grüße aus Bangkok
      Sebastian & Jenny

  2. Sehr guter Artikel, der eigentlich die gesamte Bandbreite aufgreift. Ein wichtiges Thema finde ich immer noch, wo viele verzweifeln ist bereits die Ablage der Fotos ehe ich diese sicher.
    Also die eigene Struktur aufzubauen der Sicherung und Wiederfindbarkeit der Fotos.
    Da ich immer in RAW und JPG`s fotografiere beginnt bei mir bereits da schon die korrekte Sicherung. Alle Ordner sind ebenfalls 3 x gesichert (erst nach RAW / JPG, dann nach Datum …) Bei der späteren Bildbearbeitung geht es dann von 5 Sterne bis 3 Sterne. Das gesamte dann ebenfalls dreimal alles. Beim Fliegen handhabe ich dann immer so, dass eine externe Festplatte immer an Frau im Handgepäck ist und eine im Koffer. Da es mir leider auch schon passiert ist, dass Gepäck weck nach Flug und ich glaube diese Momente benötigt man nicht zweimal.
    Euch Beiden noch eine weitere tolle Reise mit einmaligen Fotomomenten.
    LG Daniela

    • Hallo Daniela,

      da hast du Recht. Es hat auch eine ganze Weile gedauert, bis wir eine Struktur für uns gefunden haben. Wir haben früher auch immer in RAW und JPG fotografiert, sind dann aber immer wieder durcheinander gekommen. Mittlerweile speichern wir nur noch RAW-Dateien und entwickeln JPGs nur, wenn wir sie brauchen. Mit den Sternen in Lightroom sind wir noch nicht so ganz warm geworden. Wir machen das zwar ab und zu, aber noch nicht konsequent.

      Unsere Festplatten haben wir immer im Handgepäck, aber wir reisen ja auch nur mit Handgepäck. ;) Ich würde sie aber wahrscheinlich auch sonst nicht im Gepäck aufgeben.

      Liebe Grüße aus Bangkok
      Sebastian

  3. Ich handhabe es ähnlich wie ihr, allerdings sind bei Tierfotos schonmal die Bildanzahlen deutlich höher (bei jagenden Löwen bleibt quasi nur der Serienbildmodus und feuer frei geht).
    Daher schaffe ich es dann auch mal an einem Tag die 100GB zu reisen.
    Aber auch bei mir gilt: Bilder auf die Festplatte im Laptop, + auf die externe Festplatte, ins Lightroom importieren (verschlagworten was geht) und auch die Positionsdaten der Bilder aus dem GPS Tracker gleich mit den Bildern verknüpfen. Je nach Internetgeschwindigkeit und Datenmenge des Tages Bilder hochladen (meist auch eigener Server, oder amazon), notfalls auch jpgs in nicht so perfekter qualität. Aber lieber ein ordentliches Foto mit eingeschränkter Bearbeitungsmöglichkeit als gar keins.
    Als Nutzer von CF-Karten fallen die Festplatten die direkt von Speicherkarte auf Platte kopieren können für mich leider raus, da es hierfür keine (mir bekannte) Lösung gibt.
    Aus eigener Erfahrung sollte man bei den Speicherkarten auch auf Markenprodukte setzen, hier ist sparen im Zweil extrem ärgerlich.

    • Klingt nach einem guten Workflow. Die Verschlagwortung in Lightroom wollen wir zukünftig auch mehr nutzen. Wir machen das bisher noch nicht so konsequent, obwohl es ja wirklich sehr praktisch ist.

      Viele Grüße
      Sebastian

    • „Als Nutzer von CF-Karten fallen die Festplatten die direkt von Speicherkarte auf Platte kopieren können für mich leider raus, da es hierfür keine (mir bekannte) Lösung gibt.“

      Jede bessere Kamera läßt sich zum sichern der Daten per USB-Kabel mit einem Rechner verbinden.
      Ferner sind für CF-Karten Adapter auf CardbusPCMCIA Slot erhältlich. Kompatibilitätsprobleme sind dabei nicht auszuschließen.

    • Aiuf der Photo & Adventure 2016 in Duisburg hat ein Anbieter eine externe SSD-Platte mit Kartenleser für alle Karten (auch CF!) angeboten. Habe mir aber leider den Namen nicht gemerkt. Also leider Tante Gockel fragen. Die Preise begannen bei zirka 300 € und gingen bis zirka 600 €

      Gruß Ulf

  4. Bisher hatte ich wohl immer Glück mit den Speicherkarten, denn mir ist keine kaputt gegangen. Die kleinen Plastikhüllen nutze ich immer und packe sie auch immer separat.
    Dass das Löschen in der Kamera Datenfehler auslösen kann wusste ich nicht, danke für den Tipp!
    Hochladen ging bei mir wegen der Internetverbindungen in Indonesien und Malaysia nie, da war ich froh, wenn das Internet zum Surfen und Skypen ging.
    Was man aber auch machen kann (wenn die Datenmenge nicht zu groß ist), die Bilder in einem Internetcafe auf CD/DVD brennen lassen.

    Liebe Grüße,
    Ivana

    • Hallo Ivana,

      stimmt, brennen ist natürlich auch eine Option. Oder große USB-Sticks. Wir haben uns lange auch nie wirklich Gedanken über unseren Umgang mit Speicherkarten gemacht. Seit aber die erste kaputt gegangen ist, sind wir aber deutlich vorsichtiger geworden.

      Viele Grüße
      Sebastian

  5. Hallo Ihr,
    Tolle Infos, Danke.
    Vor allem der Hinweis, dass man seine Fotos nicht auf der Kamera löschen soll werde ich übernehmen. Dies war bei mir eigentlich immer der Fall. In Fotopausen hab ich immer gleich gelöscht, was mir nicht gefallen hat.
    Sonst nutze ich ebenfalls zwei externe Festplatten und Lightroom.
    Grüße

    • Hi Markus,

      wir haben das auch immer so gemacht, bis dann mal die erste Speicherkarte kaputt gegangen ist. Dann haben wir uns genauer informiert und seitdem löschen wir nur noch brav am Rechner.

      Viele Grüße
      Sebastian

  6. Danke, euer Beitrag ist wirklich genial! Das hilft mir sehr weiter.. Bisher habe ich meine Bilder ehrlich gesagt entweder gar nicht oder in einem Internetcafe mit auf DVD-brennen gesichert… Beides doof ;)
    Liebe Grüße,
    Ela

    • Hi Ela,

      cool. Das freut uns, dass dir der Artikel weiterhilft. Gibt’s Internetcafes überhaupt noch? Wir haben hier in Asien fest gestellt, dass es sowas gar nicht mehr zu geben scheint. Mittlerweile haben ja alle Smartphones und es gibt überall Wifi.

      Viele Grüße
      Sebastian

  7. Hallo,
    Danke für die detaillierte Beschreibung Eures Workflow! Mir hilft das sehr. Ich fotografiere in RAW und JPG, da ich kein Laptop habe und mir unterwegs trotzdem die Fotos auf dem Tablet anschauen möchte. Bisher habe ich diverse Speicherkarten gekauft und die Fotos erst zu Hause auf Festplatte gesichert. Doppelte Sicherungen existieren leider nur zum Teil, da ich bisher noch keinen für mich idealen Workflow gefunden habe. Ich weiß auch nicht, ob ich jeden Abend unterwegs diszipliniert genug wäre. Auf jeden Fall hilfreich ist der Tipp mit Amazon Prime!
    LG
    Silke

  8. Datensicherung erfordert Disziplin, der sich mancher oft erst nach dem ersten Datenverlust unterwirft. Zu den Ausführungen des Autors möchte ich Folgendes ergänzen:

    1. Onlinespeicher sind nach meiner Erfahrung für Datensicherung ziemlich ungeeignet, da selbst in europäischen Ländern in Hotels, Internetcafes und dgl. nur in seltenen Fällen eine ausreichende Bandbreite für die Übertragung größerer Datenmengen zur Verfügung steht. Lieber viele – kleine – Speicherkarten mitschleppen, und täglich Backup machen.

    2. Es empfiehlt sich die Verwendung von SD-Karten mit maximal 2GB Verwendung. Damit gibt es die wenigsten Kompatbilitätsprobleme, welche bei SDHC, bzw. SDXC Karten mit so manchem Kartenleser auftreten können. Geht mal wirklich eine Karte kaputt oder verloren, dann sind damit auch 16mal weniger Bilder verloren als bei 32GB.

    3. Dass man die Speicherkarten in den Schutzhüllen aufbewahren soll, wurde bereits gesagt. Entscheidet man sich, eine HD mitzuschleppen, dann sollte man dieser eine luftgepolsterte Versandtasche spendieren.

    4. Läuft das Netbook unter Windows , dann ist es wichtig, die Speicherkarte vor dem Herunterfahren des Rechners stets manuell auszuwerfen und aus dem Kartenleser zu entfernen. Selbiges gilt für die Verwendung von externen USB-HDs. Windows unmountet externe Speicher nicht zuverlässig und kann zwar selten, aber immerhin, gelegentlich beim Shutdown die Filetab kaputt schreiben. Übrigens kann auch die Verwendung von „Offline-Files“ für Datensicherung aus Gesichtspunkten der Zuverlässigkeit eher kontraproduktiv sein.

    5. Als Reisebegleiter ziehe ich ein Netbook vor wie z.B. Acer ES1-111 mit Linux-OS. Diese sind mechanisch stabil, zuverlässig, leistungsfähig (Quad-Core-CPU, 4 GB RAM), bieten mehr als 4 Stunden Akkulaufzeit und sind auch preiswert. Mit einer 500GB HD bin ich für Backups bisher immer ausgekommen, schleppe aber auch keine unnötige Software darauf mit herum. Damit kann man problemlos täglich sichern, auch wenn man mal für 2-3 Tage ohne Stromnetz auskommen muß.

    • Hallo Otto,

      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Das ist auch ein super Tipp mit den vielen kleinen Speicherkarten. Mit dem Online sichern haben wir aber bislang gute Erfahrungen gemacht. Selbst hier auf den Philippinen klappt es manchmal im Hotel, dass wir über Nacht 200 bis 300 RAW-Dateien hochladen, aber das geht natürlich nicht überall.

      Viele Grüße
      Sebastian

      • Hi Sebastian,

        dann habt ihr Glück! In 4- oder 5-Sterne Hotel großer Hotelketten knöpfen sie dir für Internet manchmal 2-stellige Beträge pro Tag ab, trotzdem habe ich mich da meistens in Zeiten von 32k-Modems und AOL (Synonym für Außer Ordentlich Langsam) zurückversetzt gefühlt. In Südamerika und auch in der Karibik war ich dankbar für jeden Internetzugang, und wenn er noch so langsam war. In China verhindert die Great Firewall jeglichen Zugriff auf viele westliche Seiten wie Google, Facebook, usw., und manch anderes. Je nachdem, wo deine Cloud gehostet ist, bist du da u. U. ganz schön gekniffen, auch Gmail und Whatsapp kannst du da vergessen.

        Übrigens führe ich auch immer ein Patchkabel mit, denn in vielen Zimmern findet man einen Ethernet Anschluß, über den es deutlich schneller geht als übers WLAN.

        Gruß
        Otto

  9. Mein jahrelanges Konzept ist so: ab und an gibt es im Planetenmarkt SanDisk micro 64 Gb mit 8 mb/s für `n Zwanziger, mittlerweile habe ich mindestens 10 – die Karten werden nicht mehr gelöscht (natürlich waren vormals die Karten kleiner).
    Ich probierte mal so ein WlanTeil, aber das war zu langsam. Und ich als Dörfler kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie ich 1GB herunterlade und geschweige denn in die Cloud bekomme…
    Zusätzlich habe ich als Phototank die neue Generation Nexto ND2901 (weil meine alte Version nur 32Gb Karten lesen konnte) mit nachträglich eingebauter 1TB Festplatte. Da wird die Karte eingesteckt und mit Verify dauert 1 GB eine knappe Minute. Geht auch inkrementiell. Somit kann ich sichern und brauche im Prinzip kein anderes Device.
    K.

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