Die Blende ist eine der wichtigsten Einstellmöglichkeiten an deiner Kamera. Wenn du die Blende verstehst und beherrschst, macht das Fotografieren gleich viel mehr Spaß. Also, lass uns direkt loslegen.

Dieser Artikel zur Blende ist eine kostenlose Probelektion aus unserem 22places Online-Fotokurs. Dort erklären wir dir, in verständlichen Texten und Videos, das komplette Basiswissen der Fotografie. So machst du bald selbst atemberaubende Fotos! Hier klicken für mehr Infos: Online-Fotokurs

Im Fotokurs findest du zusätzlich zu diesem schriftlichen Teil noch ein Video, in dem wir dir die Funktion der Blende erklären. Dieses Video ist aber allein unseren Kursteilnehmern vorenthalten.

In dieser Lektion lernst du unter anderem:

  • Wie du den Hintergrund deines Motivs unscharf darstellen kannst.
  • Wie die Blende mit der Belichtungszeit zusammen hängt.
  • Wie du die Blende einstellst und für deine Fotos nutzt.

Wir werden zuerst den Begriff Blende für dich definieren und möglichst simpel ihre Funktion erklären. Lass dich nicht davon abschrecken, wenn du nicht alles auf Anhieb verstehst. Mit jedem Satz hier wird alles etwas klarer und nachdem du es praktisch ausprobiert hast, sind hoffentlich keine Fragen mehr offen. Also, nimm deine Kamera am besten gleich mit zur Hand.

Zum grundlegenden Verständnis noch eine kleine Vorbemerkung:

Es gibt zwei grundlegende Einstellmöglichkeiten, wie du die Belichtung deines Fotos beeinflussen kannst. Eine davon ist die Blende, die in dieser Lektion beschrieben wird.

Die zweite Einstellung ist die Verschlusszeit, also die Dauer, wie lange dein Bild belichtet wird. Je länger die Verschlusszeit ist, desto mehr Licht fällt auf den Sensor. Die Verschlusszeit behandeln wir in der nächsten Lektion genauer. Für diese Lektion genügt es, wenn du weißt, dass es die Verschlusszeit gibt.

Die Blende: Eine kurze Definition

Die Blende ist die hintere Öffnung deines Objektivs. Wie groß diese Öffnung ist, kannst du selbst regeln und damit bestimmen, wie viel Licht auf den Sensor der Kamera trifft.

Die Größe der Öffnung wird mit der Blendenzahl angegeben. Wenn ein Fotograf von der Blendenzahl spricht, die er für ein bestimmtes Bild benutzt hat, benutzt er Zahlen wie f/1.8, f/2.8, f/5,6.

Das Interessante ist jetzt: Je höher die Zahl hinter dem f/ ist, umso kleiner ist die Öffnung der Blende. Und umgekehrt: Je kleiner die Blendenzahl ist, umso größer die Öffnung der Blende.

Schau dir mal das folgende Bild an. Dort sieht man das gut.

Blendenöffnungen
Lenses with different apetures“ von KoeppiKEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

 

Das heißt also, wenn du bei dir f/4 einstellst, trifft relativ viel Licht auf den Sensor deiner Kamera und wenn du f/13 einstellst, trifft nur sehr wenig Licht auf den Sensor.

Wofür das gut ist, erklären wir dir später noch und probieren das dann auch praktisch aus. Dann sehen wir auch, wo die Unterschiede bei Fotos mit unterschiedlicher Blendenzahl ist.

Aber erst einmal müssen wir uns kurz durch die Theorie durcharbeiten. Nicht aufgeben! Es wird gleich alles Sinn ergeben. Also, zurück zur Blendenzahl.

Brenn dir diesen Merksatz in dein Gehirn ein: Je kleiner die Zahl hinter f/, umso mehr Licht trifft auf den Sensor in deiner Kamera:

Kleine Zahl, große Öffnung, viel Licht – große Zahl, kleine Öffnung, wenig Licht!

Wenn das für dich noch unlogisch klingt, stell dir die Zahlen hinter dem f einfach als Bruch vor. Wenn wir dich fragen, ob 1/16 (ein Sechszehntel) größer ist als 1/8, was wäre deine Antwort? Nein! Genau. Nur weil die Zahl 16 größer ist, ist ja nicht 1/16 mehr als 1/8. Also: f/16 ist kleiner als f/8. f/16 lässt also weniger Licht rein als f/8.

Sag es dir noch mal laut auf: kleine Zahl, viel Licht – große Zahl, wenig Licht!

Ok, kurz tief Luft holen. Weiter geht’s.

Das hier ist eine typische Blendenreihe:

Blendenreihe
Typische Blendenreihe – von links nach rechts wird die Öffnung der Blende kleiner

 

Welche Zahlen du einstellen kannst, kommt auf deine Kamera und vor allem auf dein Objektiv an. Es ist also normal, wenn die Einstellung an deiner Kamera mit einer anderen Blendenzahl beginnt oder du Blendenzahlen zwischen den hier genannten hast.

Unser Standardobjektiv hat z. B. keine kleinen Blendenzahlen wie f/1.4, f/2.0 und f/2.8. Es fängt erst bei einer Blende von f/3.5 an.

Zusatzwissen: Blendenstufen

Wenn du noch etwas tiefer in die Theorie einsteigen möchtest, dann ist das Zusatzwissen zum Thema Blendenstufen interessant für dich. Für das grundsätzliche Verständnis der Blende brauchst du es aber nicht unbedingt und kannst es zunächst auch überspringen und dich direkt der Praxis im folgenden Abschnitt widmen.

Du bist noch da? Sehr gut. Dann schauen wir uns mal die folgende Tabelle an:

Blendenstufen

 

In der linken Spalte siehst du verschiedene Blendenwerte. Die einzelnen Schritte zwischen zwei Werten werden Blendenstufe genannt. Verkleinerst du deine Blende also zum Beispiel von f/4 auf f/5.6, so ist das ein Unterschied von einer Blendenstufe.

Mit jeder ganzen Blendestufe, kriegt der Sensor deiner Kamera doppelt oder halb so viel Licht ab.

Bei einer Blende von f/4.0 erreicht deinen Sensor also doppelt so viel Licht, wie bei einer Blende von f/5.6, aber nur halb so viel, wie bei einer Blende von f/2.8.

Wenn du schon ein wenig mit der Blende herum experimentiert hast, dann ist dir vielleicht schon aufgefallen, dass deine Kamera mehr Blendenstufen hat, als die in der Tabelle abgebildeten. Vielleicht kannst du an deiner Kamera zum Beispiel eine Blende von f/3.5 oder eine Blende von f/7.1 einstellen.

Der Grund dafür ist, dass es auch halbe Blendenstufen und Drittel-Blendenstufen gibt. In der Regel kannst du im Menü deiner Kamera bestimmen, ob du mit halben oder mit Drittel-Blendenstufen arbeiten willst.

Du hast also mehr als nur die vollen Blendenstufen zur Verfügung. Das ändert aber natürlich nichts an dem Zusammenhang zwischen den Blendenstufen und der Menge an Licht, die auf deinen Sensor fällt.

In den folgenden zwei Grafiken siehst du die jeweiligen Blendenreihen mit halben und Drittel-Stufen, wobei die ganzen Blendenstufen fett markiert sind.

Blendenstufen halb
Halbe Blendenstufen

Blendenstufen Drittel
Drittel Blendenstufen

 

Welche der beiden Blendenstufen du benutzt, bleibt völlig dir überlassen. Probier am besten beide mal aus und guck, mit welcher du am besten klar kommst. Wir haben bei unseren Kameras Drittel-Blendenstufen eingestellt, da wir so die größte Flexibilität beim Fotografieren haben.

So stellst du die Blende an deiner Kamera ein

Genug Theorie, jetzt probieren wir mal aus, wie man die Blende praktisch nutzen kann. Dazu solltest du am besten deine Kamera zur Hand nehmen.

Der Modus A

Jede Kamera hat verschiedene Modi. In der Regel immer dabei sind die Modi M, A, S und P. Bei einigen Kameras heißen die Modi M, Av, Tv und P. Um die Blende in der Praxis auszuprobieren, stellst du die Kamera auf den Modus A bzw. Av. Die Abkürzung A steht für Aperture, das englische Wort für Blende.

In Modus A kannst du deine Blendenzahl manuell bestimmen. Du kannst also selber entscheiden, wie viel Licht du auf den Sensor lässt. Im Modus A sorgt deine Kamera automatisch dafür, dass die zu deiner gewählten Blendenzahl passende Verschlusszeit ausgewählt wird, sodass dein Bild immer richtig belichtet ist.

Der Modus A wird auch oft Blendenpriorität oder Verschlusszeitautomatik genannt. Such dir einfach aus, welche Bezeichnung du lieber verwenden möchtest, oder nenn es einfach Modus A.

Modus A
Den Modus stellst du an einem Rädchen auf der Oberseite deiner Kamera ein.

 

Falls du ganz am Anfang stehst, fragst du dich jetzt vielleicht, was nun die Verschlusszeit hier zu suchen hat. Kümmere dich bitte da erst mal nicht drum. Das macht ja die Kamera im Modus A automatisch für dich. Wir konzentrieren uns jetzt einzig und allein auf die Blendenzahl und den Modus A. Die Verschlusszeit betrachten wir in der nächsten Lektion genauer.

Wenn du deine Kamera nun auf den Modus A gestellt hast, kannst du im nächsten Schritt die Blendenzahl einstellen, mit der du dein Foto machst. An vielen Kameras steuerst du die Blendenzahl an einem Rädchen vorne rechts an der Kamera. Wenn du nicht direkt findest, wo du die Blende an deiner Kamera steuerst, schau einfach in deinem Handbuch nach.

Um zu sehen, welche Blendenzahl du eingestellt hast, musst du je nach Kameratyp durch den Sucher schauen oder auf dein Display. Dort findest du dann die Blendenzahl mit dem f/ am Anfang.

So setzt du die Blende für deine Fotos ein

Nun schauen wir uns an, wie du die Blende für dich und deine Fotos nutzen kannst.

Die Blende einsetzen: #1 Fotografieren bei schlechten Lichtverhältnissen

Wir haben ja bereits erwähnt, dass die Blendenöffnung bestimmt, wie viel Licht auf den Sensor deiner Kamera fällt. Zur Erinnerung: große Öffnung, viel Licht – kleine Öffnung, wenig Licht.

Bei schlechten Lichtverhältnissen hast du also die Möglichkeit, deine Blende weit zu öffnen und auf diese Weise trotzdem genügend Licht auf den Sensor zu lassen, um ein korrekt belichtetes Foto zu bekommen.

Wir werden uns in den kommenden Lektionen mit den Themen Verschlusszeit, manuelle Belichtung und ISO auseinander setzen. Wenn du all diese Begriffe kennst und verstehst, wie sie zusammenhängen, wird vieles klarer.

An dieser Stelle genügt es zunächst, dass du weißt, dass dir eine große Blendenöffnung dabei helfen kann, bei schlechten Lichtverhältnissen zu fotografieren.

Das folgende Bild ist zum Beispiel bei sehr schlechten Lichtverhältnissen entstanden. Draußen war es schon dunkel und die Szenerie war nur durch viele Laternen beleuchtet, die aber nicht besonders viel Licht abgegeben haben. Wir haben in dieser Situation also die Blende weit geöffnet, um trotzdem ein Foto machen zu können.

Blende Licht
Blende: f/2.5, Verschlusszeit: 1/50 s, ISO: 400, Brennweite: 35 mm

Die Blende einsetzen: #2 Tiefenschärfe oder verschwommener Hintergrund

Du benutzt die Blende aber nicht einfach nur dazu, um zu bestimmen, wie viel Licht du in deine Kamera lässt. Mit der Veränderung der Blende hast du außerdem ein sehr wichtiges Stilmittel der Fotografie in der Hand: Die Tiefenschärfe. Mit der Wahl deiner Blendenzahl bestimmst du, ob der Hintergrund deines Hauptmotivs gestochen scharf oder verschwommen ist.

Bestimmt hast du schon oft Fotos gesehen, bei denen eine Person gestochen scharf zu sehen ist, der Hintergrund jedoch undeutlich und verschwommen. Genau diesen Effekt kannst du durch den Einsatz der Blende erreichen.

Natürlich haben wir auch solche Fotos. Wir haben dir mal zwei davon rausgesucht. Dort siehst du, dass der Fokus auf dem Gesicht liegt und der Hintergrund unscharf ist.

Das erste Foto von Jenny wurde mit einer Blende von f/5 aufgenommen. Das ist noch gar keine extrem große Blendenöffnung, dennoch erkennst du schon, wie der Hintergrund deutlich unscharf ist.

Blende Portrait
Blende: f/5, Verschlusszeit: 1/30 s, ISO: 100, Brennweite: 35 mm

 

Beim zweiten Bild ist der Effekt noch viel deutlicher. Es ist mit einer Blende von f/1.8 aufgenommen. Hier ist wirklich nur das Räucherstäbchen im Vordergrund scharf. Der Hintergrund ist nur noch schemenhaft zu erkennen.

Blende Bokeh
Blende: f/1.8, Verschlusszeit: 1/100 s, ISO: 160, Brennweite: 35 mm

 

Natürlich kannst du mit der Einstellung deiner Blende auch den gegenteiligen Effekt erzielen. Indem du die Blende sehr weit schließt, also eine große Blendenzahl wählst, erzielst du eine sehr hohe Tiefenschärfe. Anstatt eines verschwommenen Hintergrunds sind dann alle Elemente deines Bildes scharf.

Das folgende Bild ist mit einer Blende von f/11 aufgenommen und hat eine hohe Tiefenschärfe. Sowohl Basti im Vordergrund, als auch die Stadt im Hintergrund sind auf diesem Foto scharf.

Geschlossene Blende
Blende: f/11,Verschlusszeit: 1/60 s, ISO: 640, Brennweite: 36 mm

 

Durch unsere Beispielfotos hast du schon einen ersten Eindruck bekommen, wie die Blende die Tiefenschärfe beeinflusst.

Jetzt schauen wir uns das noch mal an einem praktischen Beispiel an. Wir haben dir hierfür mal ein bisschen was gezeichnet.

Das erste Bild zeigt die Ausgangssituation: Du stehst am Ende eines Fußballfeldes und möchtest gerne einen Fußballspieler fotografieren. Damit das Szenario auch für Nicht-Fußballfans interessant wird, suchen wir uns natürlich einen besonders fotogenen Fußballer aus: Mats Hummels.

Du stehst also nun am Spielfeldrand mit deiner Kamera im Anschlag und fokussierst auf Mats Hummels.

Diese Situation zeigt das erste Bild. Der türkisfarbene Strich zeigt deine Fokusebene.

Blende 2.8
Ein Foto von Mats Hummels mit einer Blende von f/2.8

 

Deine Kamera ist nun auf Modus A gestellt und du stellst jetzt die Blende auf f/2.8 (also weit offen und viel Licht). Diese Situation sehen wir im nächsten Bild. Mats Hummels und alles, was sich im graumarkierten Bereich befindet, ist scharf. Der Rest des Fußballfeldes ist verschwommen.

Wir haben also genau den Effekt erreicht, den wir bei unserem ersten Beispielbild weiter oben gesehen haben. Das Gesicht von Mats Hummels ist im Fokus, der Hintergrund ist unscharf. Den Torwart im gegnerischen Tor wäre als nur schemenhaft zu erkennen.

Foto Situation
Unsere Ausgangssituation: Wir möchten ein tolles Foto von Mats Hummels

 

Nun möchten wir aber versuchen, den Torwart im rechten Tor, sagen wir Manuel Neuer, auch scharf auf unserem Foto darzustellen. Du erhöhst also die Blendenzahl auf f/8 (Die Blende geht zu, weniger Licht fällt ein). Nun ist zwar der Bereich hinter Mats Hummels ein bisschen deutlicher geworden, Manuel Neuer sehen wir aber immer noch nicht (Bild 3).

Blende 8
Ein Foto von Mats Hummels mit einer Blende von f/8.0

 

Das reicht uns also nicht. Nun übertreiben wir es mal und erhöhen die Blendenzahl auf f/22 (also die Blende ist fast geschlossen und es kommt nur noch sehr wenig Licht durch). Wie wir nun aber auf dem Bild unten sehen, haben wir jetzt nicht nur Mats Hummels und Manuel Neuer im Tor scharf gestellt, sondern das komplette Spielfeld.

Blende 22
Ein Foto von Mats Hummels mit einer Blende von f/22

 

Wie du siehst, hat die Blendenzahl nicht nur eine Auswirkung auf den Hintergrund. Auch der Bereich vor deinem fokussierten Motiv (Mats Hummels) wird schärfer bzw. unschärfer, wenn du die Blende veränderst.

Achtung: Das Beispiel mit der Blende von f/22 haben wir nur aus anschaulichen Gründen gewählt. Wir fotografieren in der Regel maximal mit einer Blende von f/13. Bei höheren Blendenzahlen werden viele Objektive aus technischen Gründen wieder unschärfer, weshalb du diesen Wert nicht zu hoch setzen solltest.

Nach diesem etwas abstrakten Beispiel, wollen wir dir das auch nochmal an richtigen Fotos zeigen. Die Bilder selbst sind keine Meisterwerke, es geht wirklich nur darum, den Zusammenhang zwischen Blende, Tiefenschärfe und Fokusebene zu zeigen:

Bild mit Blende 1.8
Foto mit einer weit geöffneten Blende von f/1.8. Hier sieht man auch schön, dass der Bereich vorne ebenfalls unscharf ist.

 

Bild mit Blende 8
Foto mit einer mittleren Blendenöffnung von f/8. Hier kannst du gut erkennen, dass der Bereich in dem das Bild scharf ist, größer geworden ist – nach vorne und nach hinten hin. Man kann im vorderen Teil der Hecke noch eine Unschärfe erkennen und der Hintergrund ist ebenfalls noch relativ unscharf.

 

Bild mit Blende 16
Foto mit einer relativ geschlossenen Blendenöffnung. Fotografiert mit f/16. Du siehst, dass es im Vordergrund nur eine sehr geringe Unschärfe gibt und auch der Hintergrund ist schon wesentlich schärfer als bei einer Blende von f/8.

 

Diesen Effekt kannst du übrigens auch mit deinem Auge nachstellen. Halte mal deine Hand etwa 20 cm vor dein Gesicht und fokussiere deinen Blick auf deine Finger. Du merkst, dass deine Finger scharf sind und der Hintergrund verschwommen, richtig? Jetzt fokussiere mit deinen Augen mal auf einen Gegenstand im Hintergrund. Jetzt merkst du, dass deine Hand verschwommen ist und der Hintergrund scharf. Es kommt also auch immer darauf an, worauf du fokussierst. Ganz genau so ist es bei deiner Kamera auch.

Dieser Artikel zur Blende ist eine kostenlose Probelektion aus unserem 22places Online-Fotokurs. Dort erklären wir dir, in verständlichen Texten und Videos, das komplette Basiswissen der Fotografie. So machst du bald selbst atemberaubende Fotos! Hier klicken für mehr Infos: Online-Fotokurs

Im Fotokurs findest du zusätzlich zu diesem schriftlichen Teil noch ein Video, in dem wir dir die Funktion der Blende erklären. Dieses Video ist aber allein unseren Kursteilnehmern vorenthalten.

Welche Blende ist am besten?

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, in welcher Situation du mit welcher Blende fotografieren solltest. Das ist ehrlich gesagt Geschmacksache. Trotzdem möchten wir dir kurz einen kleinen Leitfaden mit an die Hand geben, welche Blendenwerte für welche Situation sinnvoll sein können.

Eine geringe Tiefenschärfe ist immer dann zu empfehlen, wenn du durch einen unscharfen Hintergrund den Fokus auf dein Hauptmotiv legen möchtest. Das ist zum Beispiel bei Portraitaufnahmen der Fall. Eine geringe Tiefenschärfe erreichst du mit kleinen Blendenzahlen zwischen f/1.8 – f/4. Es gibt sogar Objektive, die Blendenzahlen von f/1.4 und niedriger erreichen. Die sind aber in der Regel sehr teuer.

Wenn du jetzt aber nicht nur eine Person, sondern eine Gruppe von Menschen fotografieren möchtest, musst du mit einer größeren Blendenzahl arbeiten, die Blende also weiter schließen. Es wäre es ja blöd, wenn nur die Personen in der ersten Reihe scharf sind und die Personen dahinter verschwommen wären. Indem du die Blende schließt, bekommst du wieder mehr Tiefenschärfe ins Bild und stellst sicher, dass alle Personen auf dem Bild scharf sind.

Viel Tiefenschärfe möchte man zum Beispiel auch bei Landschaftsfotos erreichen, damit die Landschaft auf dem Foto so wahrheitsgetreu wie möglich aussieht. Wenn du mit deinen Augen eine Landschaft betrachtest, ist ja auch der Vordergrund, der Mittelgrund und der Hintergrund scharf (außer du hast deine Sehhilfe Zuhause gelassen). In der Landschaftsfotografie empfiehlt es sich also mit geschlossener Blende zu fotografieren. Damit meinen wir Blendenzahlen von z.B. f/11 oder f/13.

Aber wie wir oben schon gesagt habt, ist das alles auch Geschmacksache. Stell dir z. B. vor, du läufst durch die Sahara und siehst plötzlich eine wunderschöne rote Rose. Ziemlich unwahrscheinlich, aber wer weiß. Jetzt ist der Saharasand irgendwie nicht so cool und du willst den Fokus deshalb nur auf die Rose setzen. Also machst du die Blende komplett auf (z. B. f/2.8) und fokussierst nur auf die Blume. Das hat den Vorteil, dass die wunderschöne Rose scharf ist, der nicht so schöne Sand ist aber verschwommen.

Jetzt stell dir aber mal vor, der Sand ist so trocken, dass sich tolle Risse im Sand gebildet haben und mittendrin blüht diese wunderschöne rote Rose. In diesem Fall wäre ja der Sand ein tolles Feature und könnte deinem Bild den letzten Kick geben. Du willst also, das sowohl die Rose als auch dein Hintergrund scharf ist und fotografierst das Bild demnach mit einer möglichst geschlossen Blende (z. B. f/11).

Aber Vorsicht: Du könntest jetzt versucht sein, deine Blende extrem weit zu schließen, um in deinem Bild eine möglichst große Schärfe zu erhalten. Das funktioniert leider in der Regel nicht. Zwar nimmt die Tiefenschärfe tatsächlich immer weiter zu, je weiter du die Blende schließt. Gleichzeitig nimmt aber ab einer gewissen Blendenzahl die allgemeine Schärfe der Bilder wieder ab.

Bei welcher Blendenzahl das der Fall ist, lässt sich nicht pauschal sagen und ist von Objektiv zu Objektiv unterschiedlich. Jedes Objektiv hat einen bestimmten Blendenwert, bei dem es die größte Gesamtschärfe erzielt. Der liegt meistens so zwischen Blende f/7.1 und f/11.

Unser Tipp: Vermeide zu große Blendenzahlen, um unscharfe Fotos zu vermeiden. Spätestens ab Blende f/16 wird es bei vielen Objektiven kritisch. Eine Blende von f/22 vermindert oft die Schärfe des gesamten Fotos deutlich.

Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Wenn du mal etwas Zeit hast, nimm einfach mal deine Kamera und stell sie auf ein Stativ. Jetzt machst du einfach von ein und dem selben Motiv mehrere Fotos und wählst dabei immer eine andere Blende. Hinterher schaust du dir die Bilder an und kannst so herausfinden, bei welcher Blende dein Objektiv die größte Schärfe erzielt und ab welcher Zahl deine Bilder unschärfer werden. So erfährst du ganz genau, wie weit du mit deinem Objektiv gehen kannst.

Noch einmal kurz zusammengefasst

Offene Blende → z. B. f/1.8 oder f/3.5 → Geringe Tiefenschärfe → z. B. bei Portraits und allen Situationen, in denen du den Fokus nur auf dein Hauptmotiv setzen möchtest und der Hintergrund verschwommen sein soll.

Geschlossene Blende → z. B. f/11 oder f/13 → Hohe Tiefenschärfe → z. B. bei Landschaftsfotografie, oder Achitekturfotografie und allen Situationen, in denen du dein Bild von Vordergrund bis Hintergrund scharf haben möchtest.

Zusatzwissen: Volle Kontrolle über die Tiefenschärfe

Die Blende ist tatsächlich nur einer von insgesamt drei Faktoren, mit denen du die Tiefenschärfe in deinem Bild beeinflussen bzw. kontrollieren kannst. In den kommenden Lektionen wird das noch deutlicher, der Vollständigkeit halber möchten wir es aber hier schon erwähnen.

Deshalb machen wir an dieser Stelle einen kleinen Exkurs zum Thema Tiefenschärfe. Wenn du dich zunächst nur mit der Blende beschäftigen möchtest, kannst du diesen Teil auch überspringen und ihn dir später durchlesen.

Hier also alle Faktoren auf einen Blick, die einen Einfluss auf die Tiefenschärfe haben:

  • Die Blende
  • Die Brennweite deines Objektivs (Weitwinkel vs. Teleobjektiv)
  • Die Entfernung von deiner Kamera zu deinem Motiv

Starten wir mal mit einer kleinen, aber feinen Übersicht darüber, wie sich die jeweiligen Faktoren auf die Tiefenschärfe in deinem Bild auswirken:

Tiefenschärfe

 

Den Zusammenhang zwischen Blende und Tiefenschärfe haben wir ja schon geklärt. Schauen wir uns nun noch die beiden anderen Faktoren an.

Stichwort: Brennweite

Die Brennweite werden wir in einer der nächsten Lektionen behandeln. Zum Verständnis dieses Abschnitts deshalb eine wirklich ganz, ganz kurze Erklärung: Die Brennweite entspricht dem Zoom deiner Kamera: kurze Brennweite = wenig Zoom = Weitwinkel und lange Brennweite = viel Zoom = Teleobjektiv.

Wenn du mit einem Weitwinkelobjektiv fotografierst, hast du selbst mit einer weit geöffneten Blende noch relativ viel Tiefenschärfe im Bild. Das folgende Bild von Basti in Aktion wurde z. B. mit einer relativ weit geöffneten Blende von f/4 fotografiert. Da es jedoch mit einer kurzen Brennweite von 18 mm fotografiert wurde und der Abstand zum Motiv relativ groß war (siehe nächster Punkt), hat dieses Foto dennoch eine relativ hohe Tiefenschärfe.

Tiefenschärfe hoch
Blende: f/4, Verschlusszeit: 1/100 s, ISO: 100, Brennweite: 18 mm

 

Wenn du nun aber mit einem Teleobjektiv fotografierst, ist es umgekehrt. Selbst wenn du mit einer schon recht geschlossenen Blende fotografierst, wirst du dennoch eine relativ geringe Tiefenschärfe im Bild haben.

Das sieht man am nächsten Bild sehr gut. Obwohl es mit einer relativ geschlossenen Blende von f/8 aufgenommen wurde, ist der Hintergrund unscharf. Das liegt daran, dass es mit einer sehr langen Brennweite von 300 mm, also einem sehr großen Zoom, aufgenommen wurde.

Tiefenschärfe niedrig
Blende: f/8, Verschlusszeit: 1/400 s, ISO: 800, Brennweite: 300 mm

Stichwort: Entfernung Motiv/Objektiv

Wenn du ein Portraitfoto machst und dein Model einen halben Meter von dir weg steht, dann wird der Hintergrund sehr unscharf. Wenn du jetzt einen großen Schritt zurück gehst und wieder ein Foto mit den gleichen Einstellungen machst, ist die Tiefenschärfe schon nicht mehr so gering.

Wie du siehst, es ist nicht nur die Blende, die für die Tiefenschärfe verantwortlich ist.

Praxisaufgaben

So. Nun probieren wir das Ganze aus. Wir hoffen, du hast deine Kamera zur Hand. Die brauchst du nämlich.

Das brauchst du für die ersten Praxisversuche:

  • Deine Kamera
  • Das Handbuch deiner Kamera, falls du nicht sicher bist, wie du die Blendenzahl an deiner Kamera veränderst
  • Ein Motiv. Vielleicht hast du ja ein kleines Kuscheltier oder etwas Ähnliches, das als Model herhalten kann.

Die ersten Übungen kannst du ganz einfach zu Hause machen.

Achte darauf, dass du viel Licht zur Verfügung hast. Das gilt auch für Fotos in deiner Wohnung. Am besten du machst alle Lampen an, die du zur Verfügung hast.

Nachdem du die Kamera eingeschaltet hast, stellst du das Rädchen auf Blendenpriorität – Modus A (oder Av bei einigen Kameras). Wenn du jetzt durch den Sucher oder auf dein Display guckst, siehst du mehrere Zahlen unten am Rand leuchten. Eine davon sollte ein f davor haben. Gefunden? Das ist die Blendenzahl.

Blendenzahl
So oder so ähnlich wird die Blendenzahl angezeigt, wenn du durch den Sucher deiner Kamera oder auf dein Display guckst.

 

So ähnlich sollte es bei dir im Sucher auch aussehen. Der Wert mit dem Buchstaben F davor, ist die Blendenzahl.

Jetzt schaust du durch den Sucher und fokussierst auf dein Motiv. Um die Blendenzahl einzustellen, musst du zunächst immer kurz auf den Auslöser drücken und dein Motiv fokussieren. Anschließend kannst du über das Rädchen die Blendenzahl verändern.

#1 Mach dich mit der Einstellung der Blende an der Kamera vertraut

Für die Einstellung der Blendenzahl kommt es ein bisschen darauf an, welche Kamera du hast. Ausprobieren hilft da meistens. Oft gibt es ein kleines Rädchen vorne rechts an der Kamera. Damit kannst die Blendenzahl verändern.

Gibt es dieses Rädchen bei dir nicht, probier einfach, welches Rädchen bei dir die Blendenzahl verändert oder schau notfalls einfach ins Handbuch. Gefunden? Prima! Du hast die erste Aufgabe schon erfolgreich bestanden!

Einstellung Blende
An vielen Kameras kannst du die Blendenzahl an einem Rädchen vorne rechts verändern.

#2 Entdecke die Wirkung der Blendeneinstellung

So, jetzt wird fotografiert. Such dir einfach mal ein Motiv und fotografiere es mit verschiedenen Blendenzahlen.

Probiere die gesamte Skala der Blende einmal aus, also auch sehr weit geöffnete und sehr weit geschlossene Blenden. Siehst du, wie sich dein Motiv und der Hintergrund verändert?

Wenn du sehr große Blendenzahlen auswählst, musst du die Kamera wahrscheinlich auf ein Stativ stellen oder auf den Tisch legen. Da durch die sehr kleine Blendenöffnung sehr wenig Licht auf den Sensor fällt, versucht deine Kamera das durch eine lange Verschlusszeit auszugleichen, wodurch deine Bilder aber verwackeln können. Mehr zur Verschlusszeit erfährst du dann in der nächsten Lektion.

#3 Spiele mit der Tiefenschärfe

Wenn du dich mit der Einstellung der Blende an deiner Kamera vertraut gemacht hast, versuche einmal, die Tiefenunschärfe ganz bewusst für deine Bilder einzusetzen. Wähle die größtmögliche Blendenöffnung deines Objektivs (kleinste Blendenzahl) und suche dir Motive, die mit einem unscharfen Hintergrund gut wirken.

Fotografiere das Motiv auch mal aus verschiedenen Entfernungen und schau, wie sich das auf deinen Hintergrund auswirkt.

Hast du die Blende verstanden? Super! Das ist schon ein sehr großer Schritt auf dem Weg zum Fotografieren lernen. In der nächsten Lektion befassen wir uns mit der Verschlusszeit, der zweiten sehr wichtigen Einstellung an deiner Kamera.

Dieser Artikel zur Blende ist eine kostenlose Probelektion aus unserem 22places Online-Fotokurs. Dort erklären wir dir, in verständlichen Texten und Videos, das komplette Basiswissen der Fotografie. So machst du bald selbst atemberaubende Fotos! Hier klicken für mehr Infos: Online-Fotokurs

Im Fotokurs findest du zusätzlich zu diesem schriftlichen Teil noch ein Video, in dem wir dir die Funktion der Blende erklären. Dieses Video ist aber allein unseren Kursteilnehmern vorenthalten.

Hat dir unsere Erklärung der Blende gefallen?

Wir hoffen, dir hat unser Tutorial zur Blende gefallen. Willst du mehr Fotografiewissen? Dann komm in unseren Online-Fotokurs.

Dort findest du 58 weitere Lektionen und 40 Videos zu den Grundlagen der Fotografie – von der Technik über Bildgestaltung bis hin zu Bildbearbeitung und praktischen Fotoprojekten ist alles dabei. Wir freuen uns auf dich.

66 Kommentare - Wir freuen uns auch über deinen netten Kommentar!

  1. Liebe Gina, dankeschön! Wunderbar, dass Mats Hummels als Bsp.-Model ankommt. Ich dachte irgendwie muss man das Thema noch ein wenig interessanter gestalten. Und so kann man sich doch tatsächlich in die Situation hinein versetzen ;) Es freut mich aber wirklich sehr, dass es tatsächlich leicht verständlich ist. Dann werde ich mich am Wochenende direkt mal an Teil 2 setzen :). Liebe Grüße an dich in Köln aus Berlin

  2. Prima erklärt und für Neulinge gut verständlich. In meinen fotografischen Anfängerzeiten hätte ich auch gerne so eine mit einfachen Worten und tollen Beispielen erklärte Einweisung. Mach weiter so. Vielen Dank für Deine Arbeit

  3. Liebe Anne, danke für dein Feedback! Ich werde mich bemühen die nächsten Beiträge auch so einfach wie möglich zu halten. Freue mich sehr, wenn die Beiträge jemanden dazu motivieren können sich doch noch mal mit den manuellen Funktionen der Kamera zu beschäftigen. Liebe Grüße aus Neukölln!

  4. Hallo Britta, hallo Melanie. Erst mal vielen vielen Dank für eure super netten Kommentare. Es ist wirklich ein tolles Gefühl, dass es bei euch ankommt. Sehr erleichtert. Und motiviert wirklich ungemein weiterzumachen. Also danke an euch alle für die Extra-Motivation. Wünsche euch ein tolles Wochenende! Liebe Grüße, Jenny

  5. Toller Artikel! Erst vorletzte Woche habe ich zufälligerweise nach einem neuen Objektiv für meine Canon rescherchiert bei der ich einen besseren Effekt mit der Tiefenschärfe erziele. Musste mir leider aus vielen Artikeln die gewünschten Infos zusammensuchen, bei Deinem hab ich direkt alle Infos auf einmal und das auch schön verständlich und anwenderfreundlich geschrieben. Deine Herleitung mit der Blendenzahl und dem Bruch find ich auch sehr einprägsam, werd ich nicht mehr verwechseln. Eine Anregung: Es wäre vielleicht auch gut, aus suchmaschinentechnischen Gründen den Begriff „Bokeh Effekt“ einzubauen? Denn diesen erzielst Du ja mit der variierten Tiefenschärfe (hab ich während meiner Rescherche gelernt, haha :-)). Ansonsten: Weiter so! Freu mich schon auf weitere Artikel. Liebe Grüße, Dorothee

  6. Hallo Dorothee,
    schön, dass du zu uns gefunden hast. Das gleiche Problem hatte ich auch, als ich anfing mich mit meiner Spiegelreflexkamera zu beschäftigen. Es gibt einfach tonnenweise Informationen über die Blende und Tiefenschärfe und davon ist aber auch oft nur 50% für Anfänger relevant. Nur vergeht einem dann eben schnell die Lust, wenn man die für sich relevanten Themen rausfiltern muss. Also mir zumindest. Danke für den Tipp „Bokeh Effekt“ als Begriff noch mit einzubauen. Das kann auf jeden Fall nicht schaden und steht nun auf meiner viel zu langen To-Do-Liste. Am Freitag geht es dann ja auch direkt mit dem zweiten Teil weiter.

    Vielen Dank für deinen lieben Kommentar, Jenny

  7. Wow, Danke!!!

    Ich hätte nie gedacht, dass ich das auch mal verstehe :-)

    Ich nehme an, dass die Einstellungen genauso funktionieren, wenn ich mit meiner Nikon D5100 einen Film mit einer Person vor einem dann hoffentlich unscharfen Hintergrund aufnehmen will? :-)

    LG, Nils

    p.s.: gut belichtet ist alles!

    • Hallo Nils,

      grundsätzlich funktioniert das beim Filmen natürlich genauso. Nur, dass ich die Person, die du filmen willst, manuell scharf stellen würde. Und es kommt dann natürlich auch noch drauf an, welche Brennweite dein Objektiv hat. Der nächste Beitrag am Freitag handelt von der Brennweite. Vielleicht ist das dann auch noch interessant für dich.
      Wenn du spezielle Fragen hast, kannst du mir natürlich auch immer gerne eine E-mail schicken an jenny@22places.de.

      Viele Grüße und danke für deinen netten Kommentar,

      Jenny

  8. Hallo Jenny,
    ich kann mich den anderen nur anschließen. Auch ich habe lange gebraucht, mir die für mich unlogische Zuordnung „kleine Blendenzahl = viel Licht“ einzuprägen. Mir deiner Erklärung wäre es ganz bestimmt viel schneller gegangen – da bin ich sicher! Auch dein Schreibstil gefällt mir sehr gut – dass Lesen macht richtig Spaß, irgendwie hatte ich die ganze Zeit ein Grinsen im Gesicht :-) Ich freue mich auf mehr!!!
    Liebe Grüße
    Rosi

    • Hallo Rosi,

      tausend Dank für deinen super lieben Kommentar! Es ist tatsächlich gar nicht so einfach das ganze in einfachen Worten zu verpacken. Aber freut mich sehr, dass mir wohl doch gelungen ist. Der dritte Teil zur Brennweite ist auch gleich fertig und geht dann morgen früh online. Die Brennweite hat es mir unerwartet nicht ganz leicht gemacht in der letzten Woche. Ich hoffe sehr, dass es trotzdem leicht zu verstehen ist. Aber mehr dazu gibt es ja morgen :).

      Ich freu mich auf wirklich immer über so liebe Kommentare und es ist toll Feedback von euch zu bekommen. Das motiviert unheimlich und es macht dann gleich noch mehr Spaß sich mit dem Thema für die nächste Woche zu beschäften. Also danke an alle dafür!

      Liebe Grüße,

      Jenny

  9. Hay , danke für die Tipps :)
    Aber sag mal ist Canon nicht besser als Nikon ?
    Außerdem stimmt das eigentlich das man bei Spiegel Reflex Kameras fürs reisen noch extra objektive kaufen muss , die recht teuer sind,
    also bei Saturn wurde mir eine Panasonic dmx fz 200 empfohlen, wobei ich daran mitlerweile zweifle , ich steck da echt in ner Zwickmühle, kannst du dich auch mit anderen hobby fotografen austauschen ? Oder hast du nur sozusagen deine eigenen Erfahrungen ?

    • Hallo Florian,

      jeder Besitzer einer Canon wird dir sagen, dass die besser sind als Nikon. Und jeder Nikon-Besitzer wird dir das Gegenteil erzählen. Ich behaupte, es macht keinen Unterschied, da sie beide gute Kameras machen. Ich persönlich mag die Bedienung an der Nikon lieber. Ein Canon-Besitzer wird dir da wahrscheinlich wieder etwas anderes erzählen.

      Die Verkäufer bei Saturn sind sicherlich nicht die Kompetentesten, wenn es um Kameras geht. Ich würde dir eher empfehlen, in ein richtiges Fotogeschäft zu gehen. Ich persönlich informiere mich am liebsten online und lese viele Erfahrungsberichte von anderen Käufern.

      Mit einer Spiegelreflex kannst du verschiedene Objektive nutzen. Du kannst am Anfang ein Kit kaufen, wo schon ein Objektiv dabei ist. Das oben von mir verlinkte Angebot ist zum Beispiel schon inklusive Objektiv. Du solltest dir vor dem Kauf aber noch die Frage beantworten, was du genau möchtest: Willst du nur ein paar Urlaubsfotos schießen ohne viel Einstellen zu müssen oder möchtest du dich wirklich mit der Kamera und den ganzen Einstellmöglichkeiten beschäftigen? Wenn du nur im Automatikmodus fotografieren möchtest, dann brauchst du dir auch keine Spiegelreflexkamera kaufen und bist mit der Panasonic DMX-FZ 200 vielleicht gar nicht so schlecht beraten.

      Viele Grüße
      Sebastian

  10. Hallo Sebastian,
    Es sollte schon mehr sein als ein bisschen knipsen, habe von einigen gehört das die Nikon 5100 für mich ganz gut passen würde, stimmst du den zu, bin auch noch mal bei einem Test Bericht auf eine Sony Alpha 58 und eine Pentax K-30 gestoßen, Testbericht findest du hier -http://www.chip.de/bestenlisten/Bestenliste-DSLR-und-DSLM–index/index/id/968/
    Würde gerne deine Meinung nochmal hören bezüglich der Nikon 5100 und zu den anderen Spiegelreflex, Ich danke euch nochmal, das ihr Leuten wie mir helfen wollt,
    LG Florian

    • Hallo Florian,

      wie gesagt, die Nikon D5100 habe ich dir ja auch empfohlen. Das Vorgängermodell war meine erste Spiegelreflexkamera, mit der ich selbst das Fotografieren begonnen und gelernt habe.

      Die Pentax und die Sony kenne ich selbst nicht, sie klingen aber auch nicht schlecht. Ich denke, du machst mit keiner der Kameras einen Fehlkauf. Vielleicht gehst du einfach nochmal in ein Facheschäft und probierst alle mal aus, wie sie in der Hand liegen, wie die Bedienung ist etc.

      Viele Grüße
      Sebastan

    • Hi Tanja,

      das freut uns. Und Jenny natürlich besonders. :)

      Bis zur nächsten großen Reise habt ihr ja noch etwas Zeit um für die perfekten Fotos zu üben. Wir freuen uns schon darauf, die Ergebnisse auf eurem Blog zu sehen.

      Viele Grüße
      Sebastian

  11. Hallo und vielen Dank für die leicht verständliche Erklärung der Blende…habe gerade eine Canon auspacken dürfen und teste und probiere mich durch alle Möglichkeiten. Bei mir geht es zwar vordergründig um Produktfotografie, aber die Grundlagen braucht man ja sowieso.
    Danke noch mal und die folgenden Beiträge werde ich auf jeden Fall auch noch lesen.

    Viele Grüße vom Niederrhein ;-)
    Irina

  12. Hallo Jenny und Sebastian,

    ich bin durch Zufall auf eure Homepage gestoßen.
    Großartig, wirklich großartig was ihr auf die Beine stellt.
    Freue mich auf weitere Beiträge von euch. Weiter so :)
    P.S. Die Blende kinderleicht erklärt, top!

    MFG Pascal

    • Lieber Pascal,

      freut mich, dass du uns gefunden hast und dir die Seite gefällt. Unser Herzblut hängt an 22places. Daher freuen wir uns riesig, wenn wir von euch positives Feedback bekommen! Dankeschön dafür! So macht alles direkt viel mehr Spaß!

      Liebe Grüße,

      Jenny

  13. Durch Zufall bin ich über eure Seite gestolpert und endlich den Reiz endeckt nicht nur im Automodus der Kamera zu Fotografieren! Ich fand nur erklärungen die ich nie wirklich verstanden hatte mit dem Ergebniss : keinen Bock mehr auf die Knipserei!

    Seit Tagen bin ich nun mit Spaß am Testen

    • Liebe Liane,

      danke für dein liebes Feedback. Super cool zu hören, dass du wieder Lust an der Fotografie hast. Genau das wollten wir erreichen. Die manuellen Funktionen der Kamera zu verstehen und zu benutzen ist keine Zauberei und man braucht um es zu erklären auch nicht tausend Fachwörter.

      Es freut mich riesig, dass du dich der Knipserei wieder stellst. Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Ausprobieren. Nicht aufgeben! :)

      Liebe Grüße

      Jenny

  14. Vielen, vielen Dank für die genialen Erklärungen. So kapiere sogar ich allmählich den Technik-Kram ;-) Muss unbedingt nach und nach mal alle Eure Texte lesen und verinnerlichen. Und bin schon gespannt auf den Kurs.
    Liebe Grüße, Marion

    • Liebe Marion,

      erst mal sorry für meine späte Antwort. Ganz vielen lieben Dank für deine netten Worte. Freut mich riesig, dass dir die Erklärungen gefallen. Ich hoffe, dass dir auch die restlichen neun Beiträge Spaß machen :). Wenn du bestimmte Wünsche für den Fotokurs hast, dann kannst du mir sehr gerne eine Nachricht an jenny@22places.de. Wir freuen uns sehr über jeden persönlichen Input. Wir wollen den Kurs ja auf eure Wünsche anpassen :). Liebe Grüße Jenny

  15. Endlich mal eine Fotoanleitung die sogar ich verstehe :D! Vielen, vielen Dank, es macht richtig Spass deine Anleitung zu lesen und es auch verstehen und anwenden zu können. Danke auch für die Arbeit, die ein solcher Blog mit sich bringt!

    • Hach, schön! Ich freu mich immer wieder wie ein kleines Kind, wenn ich so super liebes Feedback bekomme. Allein dafür lohnt sich die viele Arbeit :). Weiterhin also ganz ganz viel Spaß am Fotografieren und immer dran denken, dass es alles eigentlich kein Geheimnis ist und bloß nicht aufgeben! :) Liebe Grüße und Danke!! Jenny

    • Hallo Werner,

      der Sensor wird immer komplett belichtet. Bei einer offenen Blende fällt sehr viel Licht auf den Sensor, bei einer geschlossenen Blende entsprechend weniger Licht. Das Licht wird bei einer geschlossenen Blende aber nicht auf einen kleinen Punkt gebündelt, sondern ebenfalls auf die komplette Bildgröße verteilt.

      Die Sensorgröße spielt allerdings bei der Schärfentiefe eine Rolle. Mit einem Vollformatsensor, also einem großen Sensor, erzielt man bei einer weit geöffneten Blende eine größere Unschärfe im Hintergrund, als bei einem kleineren Sensor. Das Thema ist aber relativ komplex und wäre mal etwas für einen separaten Beitrag.

      Viele Grüße
      Sebastian

  16. Ihr habt euch wirklich sehr viel Mühe gegeben und das ganze sehr detailliert erklärt. Ich habe auch überlegt ein paar Blogeinträge dieser Art für Anfänger zu machen aber ich glaub das ist jetzt wohl nicht mehr nötig :-D Sehr gut gemacht !
    Gruß
    Markus

    • Lieber Markus,
      danke für dein liebes Lob! Ja, wir haben es ein bisschen zu unserem Herzensprojekt gemacht die Fotografie in einfachen Worten für Einsteiger zu erklären. Wir fanden es einfach traurig, dass so viele die Freude an der Fotografie verlieren, weil die Technik meistens einfach viel zu kompliziert und langweilig erklärt ist. Also, haben wir uns gedacht: Wir machen es einfach anders und erklären es mal auf unsere Art und Weise. Das war definitiv die richtige Entscheidung! Nun freuen wir uns über jeden Einzelnen der dadurch wieder Freude am Fotografieren hat. Das war die Arbeit wert ;).
      Ganz liebe aus dem Coworking Space auf Koh Lanta :); Jenny

  17. Hallo Jenny und Sebastian,
    ich bin zwar fortgeschrittener Hobbygraf, aber ich werde nach längerer Pause Eure Kurse besuchen. Ich stehe ab und an mal vor dem Problem,dass mein Bild über- oder unterbelichtet wird und ich weder mit der Blende noch mit der Verschlusszeit ein perfekt belichtetes Bild zustande bekomme. Ich kann dann nicht mal auslösen,und den Standpunkt möchte ich wegen der Perspektive nicht ändern.
    Eure Beiträge sind wirklich super easy zu verstehen und alles wird anhand von Beispielen erklärt.
    Der Schreibstil gefällt mir sehr, es macht Spass zu lesen und man freut sich auf das nächste Witzle.
    Die Beiträge sind nicht so monoton gehalten, wie man sie oft findet und Ihr fasst alles in einem in einem kurzen und knackigen Text zusammen.
    Super, macht weiter so.
    Liebe Grüsse vom nördlichen Bodensee ;-) Micha

    • Hallo Micha,
      danke für deinen liebes Feedback. Als Fotograf lernt man nie aus und das ist ja auch gut so, denn sonst würde es ja nur halb so viel Spaß machen! :) Das Problem der Unter- oder Überbelichtung eines Fotos ist aus der Ferne nicht so leicht zu lösen. Welche Belichtungsmessmethode benutzt du denn in solchen Momenten und hast du es mal mit dem Histogramm bzw. der manuellen Über- oder Unterbelichtung versucht?
      Wenn dir unsere Beiträge hier gefallen, würdest du dich bestimmt auch in unserem Online-Fotokurs sehr wohl fühlen. Vielleicht ist das ja etwas für dich! Dort besprechen wir auch die Themen Belichtungsmessmethode, Histogramm und Unter-/Überbelichtung ausführlich. Du kannst es dir ja einfach mal anschauen. Mehr Infos dazu findest du hier: https://www.22places.de/fotografieren-lernen/
      Liebe Grüße aus Sri Lanka,
      Jenny

  18. Hallo Jenny,
    mit Begeisterung schaue ich immer wieder in eure so einfach verständlichen wie auch interessanten Grundwissenlektionen und andere super tollen Beiträge.
    Ich finde das genial wie ihr das Berufliche mit dem schönen in eurem Leben verbinden könnt und gleichzeitig noch so vielen interressierten Hobbyfotografen auf eine menschliche und in einfache Worte gefasste Lektionen das Foto wissen beibringt.
    Meine Fotografierleidenschaft hat im Teeniealter begonnen und setzte sich mit meiner ersten Analog Spiegelreflexkamera fort bis heute.
    Allerdings musste ich mir in mühevoller Kleinarbeit und Sachbücherlesend mir so manches alleine beibringen. Zwischen Ehe Selbständigkeit und Kindererziehung.
    Jetzt da ich mehr Muse zu meinem Hobby des fotografieren haben kann bin ich richtig froh eure Seite gefunden zu haben.
    So verstehe selbst wie es gemacht wird um ansprechende Bilder zu gestalten.
    Also kurz und gut ihr versteht euer Handwerk ohne zu übertreiben und abzuheben, finde ich.

    Jetzt hätte ich aber noch eine Sachfrage und deshalb auch auf dieser Seite weil es ein Objektiv betrifft genauer gesagt die Blende.
    Jenny Du schreibst dass Du am liebsten mit Festbrennweite fotografierst und benutzt dazu das Tamron 35mm f/1/8. Meine Kamera ist die Canon 500D mit der ich schon super Bilder gemacht habe. Nun wollte ich gerne wissen ist es ein erheblicher Unterschied zwischen dem Tamron und dem Canon 35mm f/2.0 zu f/1/8 oder ist das minimal

    Ich bedanke mich schon im vorras für die Antwort .

    VG Monika

    • Liebe Monika,

      ich antworte mal stellvertretend für Jenny, aber wir sind uns ja meistens einig. ;) Wir freuen uns sehr, dass dir unsere Seite gefällt und unsere Lektionen dir weiterhelfen.

      Die beiden Canon-Objektive hatten wir selbst noch nicht im Einsatz, deshalb können wir dir auf deine Frage keine ganz genaue Antwort geben. Die beiden Objektive sind sicher nicht schlecht und wenn du damit zufrieden bist, bleib doch einfach dabei.

      Die 35mm-Festbrennweite von Tamron haben wir jetzt seit einigen Monaten und sind davon absolut begeistert. Das Objektiv hat eine unglaublich gute Abbildungsqualität und es macht einfach Spaß damit zu fotografieren. Wenn du also etwas Neues haben möchtest, dann können wir dir dieses Objektiv wärmstens empfehlen.

      Liebe Grüße
      Sebastian

  19. Ein sehr hilfreicher Artikel und nicht so trocken geschrieben wie so ziemlich alles andere, was man so im Netz findet. Da hat man Spaß am Weiterlesen und muss sogar zwischendurch schmunzeln. :)

    Ich fange grade an mich mit dem Hintergrundwissen in Sachen Fotografie zu befassen und ich habe mich mit der Blende (grade große Zahl, kleine Zahl ) recht schwer getan…jetzt habe ich ein besseres Verständnis dafür.

    Danke dafür!

    Die anderen Artikel werde ich wohl genauso fressen :D

    Weiter so!

  20. Hallo liebe Jenny,
    habe gerade einen VHS-Kurs für Anfänger besucht und bin mit dem Erlernten nicht viel weiter gekommen, da mir oft bei den Erklärungen die Beispiele gefehlt haben.
    Bei deinem Bericht ist alles super erklärt und mit, für mich, verständlichen Beispielen belegt. Bin begeistert und werde sicherlich die weiteren Berichte gespannt verfolgen und in die Praxis umsetzen. Herzlichen Dank!!!
    Liebe Grüße
    Gabi

  21. Hallo Jenny, Hallo Sebastian,
    ich bin durch Zufall auf euren Blog gestoßen und bin ÜBERWÄLTIGT!!! Einfach nur mega toll! Hut ab. Auch wenn es bei mir persönlich nicht um Reisefotografie geht, ist der Blog unglaublich nützlich. Mega Mega Magen cool wirklich. Auch dass ihr mit allem so offen umgeht und Erfahrung und Wissen teilt, was wirklich nicht selbstverständlich ist.
    Dass ihr alle Artikel verlinkt mit Produkten und Kaufempfehlungen.
    So ein toller Blog ich kann mich nur wiederholen, vielen Dank für die hilfreichen Know-How`s.
    Macht weiter so, ihr seid ab sofort meine Favoriten.
    Liebe Grüße aus Stuttgart

  22. Hallo Jenny und Sebastian,
    Ich finde klasse was Ihr macht!
    Es ist für blutige Anfänger leicht zu verstehen – da machen einen als Frau auch die technischen Sachen Spaß ;-)
    Hab schon mehrere Artikel von Euch gelesen und fühle mich „sehr gut aufgehoben“…

    Danke
    Claudia

  23. Vielen Dank für eure Erklärung. ich hab seit einen Jahr eine Kamera und hatte 0,0 Ahnung wie ich diese überhaupt bedienen sollte. Handbuch und Internet erklärten dies meist sehr umständlich und die Lust auf fotografieren verflog sehr schnell.

    Deine Schritt für Schritt Erklärung macht Lust auf mehr! Es ist verständlich und unkompliziert geschrieben.
    Gott sei Dank hab ich deine Seite gefunden, denn ich hab nicht mehr daran geglaubt iwann es zu verstehen :-)

    Vielen, vielen Dank!
    Grüße aus München

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