Wir erklären dir warum Portraitfotografie keine Zauberei ist und wie du ohne teures Equipment tolle Portraits machen kannst.

Waah, Portraitfotografie. Für viele hat die Portraitfotografie ganz lange etwas mit Zauberei zu tun. Aus Respekt vor der Kunst, trauen sich eine Menge Hobbyfotografen erst gar nicht an das Thema ran.

Geht es dir vielleicht auch so? Wenn du also Sachen denkst, wie: „Portraitfotografie ist nur etwas für Profis“ oder „Das kann ich doch gar nicht“ oder „Dafür habe ich nicht das richtige Equipment“, können wir dir nur sagen: Das ist absoluter Quatsch!

Drei gute Gründe, warum du auf jeden Fall Portraits fotografieren solltest:

  1. Es macht irre viel Spaß,
  2. du musst kein Profi-Fotograf sein, und
  3. brauchst auch keine teure Ausrüstung, um coole Portraits zu fotografieren.

Und jetzt mal kurz so von Frau zu Frau: Welche deiner Freundinnen hätte nicht gerne schöne Fotos von sich? Das gilt bestimmt auch für viele Männer da draußen, die sich heimlich über ein tolles Portrait freuen würden.

Wir versichern dir, dass wenn du unseren Artikel gelesen hast, du nicht nur super viel Lust, sondern auch den Mut hast, direkt nächstes Wochenende loszuziehen, um tolle Portraitfotos zu machen. Ok, dann legen wir los.

Unsere komplette Fotoausrüstung, stellen wir dir übrigens hier vor: Unsere Fotoausrüstung.

Aber lasst uns jetzt direkt loslegen.

#1 Warum deine Stadt dein Studio ist

Es gibt hier bestimmt keinen, der sich noch nicht auf so einen blöden Stuhl in einem Raum ohne Fenster mit Leinwand im Hintergrund setzen musste.

Wir haben wahrscheinlich alle schon mal die typischen Bewerbungsfotos gemacht. Bitte auf den Stuhl setzen, Körper nach vorne beugen, Kopf nach rechts – Nein, weiter nach links. Puh. Das macht keinen Spaß.

Die gute Nachricht zu Anfang: Du brauchst kein Studio. Deine Stadt, dein Kiez oder sogar deine Straße kann dir alles bieten, was du als Hintergrund für ein Portrait brauchst.

Unsere Lieblings-Fotolocation für Portraits?

Wenn wir die Wahl haben, gehen wir für Portraitfotos gerne auf das RAW Gelände in Berlin. Dort haben wir alles, was wir brauchen.

Buntes Graffiti, wenn wir Farbe im Hintergrund möchten, graue einfarbige Wände, wenn wir etwas Neutrales brauchen, einsame Ecken ohne andere Menschen, aber auch Trubel, wenn wir es brauchen. Für uns ist das die perfekte Mischung!

Wir wetten, auch bei dir in der Straße gibt es genügend Hintergründe für interessante Portraits.

RAW-Gelände
RAW-Gelände

#2 Welche Ausrüstung du brauchst oder auch nicht brauchst

Da wird dir wahrscheinlich jeder eine andere Antwort geben und viele Fotografen karren kofferweise Equipment zu einem Shooting.

Natürlich kann man mit teurem Equipment und 3 Assistenten tolle und eindrucksvolle Bilder machen. Ohne geht es aber auch. Wenn du also nur deine Kamera mit einem Kit-Objektiv hast. Super! Reicht vollkommen.

Wir erzählen dir jetzt einfach mal mit welchem Equipment wir immer losziehen.

Unser Equipment für Portrait-Shootings

Model

Eigentlich findet sich immer jemand, der Lust hat. Der Anreiz, danach tolle Bilder von sich zu haben, hilft natürlich.

Kamera

Unsere Sony Alpha 7ii. Jede andere Kamera eignet sich aber genauso gut.

Objektiv

Meistens entscheiden wir uns für eine der beiden Festbrennweiten oder nehmen einfach beide mit:

Wenn du nicht, wie wir, ein Sony-Objektiv hast, können wir dir auch die 35er Festbrennweite von Tamron empfehlen. Ein sehr gutes Objektiv, dass sich aufgrund seiner Lichtstärke perfekt für Portaitaufnahmen eignet.

Es gibt natürlich auch günstigere Varianten, die zwar nicht ganz an die Qualität der Festbrennweite von Tamron rankommen und auch nicht ganz so lichtstark sind. Wenn du aber ein kleines Budget hast, empfehlen wir dir dieses Objektiv: 35er Festbrennweite von Nikon.

Wir haben auch einen Artikel über unsere Liebe zu unserem Festbrennweiten-Objektiv geschrieben und zeigen dir 6 Gründe warum du unbedingt eine Festbrennweite brauchst.

Faltreflektor

Wir haben bei geplanten Shootings immer einen Faltreflektor dabei. Damit kannst du das gegebene Licht optimal nutzen und dein Gesicht so ausleuchten, wie du möchtest.

faltreflektorDas tolle ist, dass dein Model so auf den Bildern (auch ohne Nachbereitung) frischer aussieht. Denn es bietet dir nicht nur die Möglichkeit dein Motiv besser auszuleuchten, sondern mogelt z. B. auch Augenringe einfach weg. Und das kann ja nie schaden, oder?

Wir haben einen 5in1 Faltreflektor, der nur ein paar Euro kostet. Da hast du gleich alles dabei was du brauchst. Eine goldene, silberne, schwarze und weiße Seite und einen Diffusor.

Lass dich von den verschiedenen Möglichkeiten jetzt nicht verwirren. Wir erklären dir später noch, wie du den Faltreflektor ganz einfach einsetzen kannst.

Eine Hilfsperson

Wenn möglich, versuchen wir immer mit zwei weiteren Personen loszuziehen. Denn es ist hilfreich, wenn dein Modell den Reflektor nicht selbst halten muss.

#3 Warum du dir viel Zeit für dein Shooting nehmen solltest

Ein Shooting mit Freunden macht besonders viel Spaß, wenn es sich nicht unbedingt wie eins anfühlt. Wir versuchen daraus, immer so eine Art Tagestour zu machen. Wir treffen uns z. B. samstags gegen 11 Uhr, gehen zusammen Frühstücken im Proviant in Friedrichshain und danach geht es dann in Richtung RAW-Gelände.

Dort fotografieren wir dann für eine Weile und machen dann eine gemütliche Mittagspause mit Lunch und Erfrischung im Biergarten.

Danach fotografieren wir noch mal eine Runde. Der Vorteil daran ist, dass du um 13 Uhr ganz anderes Licht hast, als um 18 Uhr. Es entstehen also am gleichen Spot möglicherweise ganz andere Fotos.

Außerdem brauchen wirklich viele Leute, auch wenn sie dich schon lange kennen, ein wenig Zeit um sich vor der Kamera wohl zu fühlen. Wir finden es auch immer nett, nicht ununterbrochen zu fotografieren, sondern sich zwischendrin auch einfach nur zu unterhalten.

Und jetzt kommt ein Trick: Du als Fotograf, solltest aber auch in den Phasen zwischendrin immer aufmerksam bleiben. Denn gerade beim Quatschen zwischendurch, fühlt sich dein Gegenüber wohler als beim Posieren. Oft entstehen so viel intensivere Bilder.

#4 Welche Fragen du dir vor dem Shoot stellen solltest

Für uns gibt es eigentlich drei wichtige Fragen, die wir uns vor einem Shoot stellen.

#1 Wen fotografiere ich eigentlich?

Wer ist diese Person? Welche Charaktereigenschaften zeichnen die Person aus? Ist sie besonders lebensfroh, lacht immer oder ist sie eher ernsthaft und denkt viel nach. Ist Sport ihr Leben oder läuft sie immer mit einem Buch durch die Gegend.

Jeder ist anders und wenn wir das nicht berücksichtigen würden, würde jedes Bild gleich aussehen. Das wäre doch schade, oder?

Portrait Basti
Einen Fotografen (in diesem Fall Basti) kann man ruhig mal mit einer Kamera in der Hand fotografieren.

#2 Wofür will mein Model das Foto benutzen?

Was will dein Model mit den Fotos anstellen? Der Familie schenken, ein neues Xing-Profilbild, ein Foto für die eigene Webseite oder vielleicht sogar ein Bewerbungsfoto? Wenn jemand ein neues Profilbild für Social Media Kanäle möchte, muss man ganz anders an die Sache herangehen als bei Bewerbungsfotos für einen neuen Job.

Wenn jemand eine Webseite über Yoga betreibt, dann hilft es nicht, wenn wir bei unserem Shoot Fotos vor einer Graffitiwand machen. Das solltest du vorher immer bedenken und einplanen. So kannst du deinem Modell auch vorher sagen, was es auf jeden Fall mitbringen soll, in dem Fall ein Yogaoutfit und vielleicht eine Yogamatte.

#3 Wie stellt sich mein Model das Resultat vor?

Auch, wenn du dein Model gut kennst, solltest du vorher immer herausfinden, was es gerne für Resultate hätte. Vielleicht möchte eine Person, die auf Bildern immer über beide Ohren grinst ja auch mal ein ernsthaftes Foto von sich haben.

Portrait Bokeh

#5 Was du während des Shoots im Hinterkopf haben solltest – Zum Technikkram

Hier möchten wir gar nicht zu sehr ins Detail gehen. Wir sind der Meinung, dass jeder für sich selbst herausfinden muss, was am besten funktioniert und was nicht. Man muss ja nicht immer nach den Regeln gehen.

Wir erzählen euch hier einfach mal, wie wir unsere Kamera in den meisten Fällen einstellen und was wir persönlich für Portraits schön finden.

#1 Festbrennweite – möglichst kleine Blendenzahl

Da wir unsere Festbrennweite für Portraitshootings benutzen, nutzen wir natürlich deren Lichtstärke auch aus und stellen eine möglichst kleine Blendenzahl ein. Wir wollen meistens – nicht immer – den Fokus komplett auf das Gesicht unseres Models lenken und stellen den Hintergrund so unscharf, wie nur möglich.

Tipp: Wenn du mehr über die Blende wissen willst und wie du den Hintergrund unscharf machst, lies doch den Artikel zur Blende, unsere kostenlose Probelektion von unserem Online-Fotokurs.

#2 Zur Schärfe – mindestens ein Auge sollte scharf sein

Wir achten immer sehr darauf, dass zumindest ein Auge unseres Models scharf ist. Es muss gar nicht immer das ganze Gesicht gestochen scharf sein, aber mindestens ein Auge sollte immer scharf sein.

Wenn du nicht weißt, wie du deinen Fokus an deiner Kamera selber bestimmen kannst, solltest du dich unbedingt mal mit den Einstellungen deiner Kamera auseinandersetzen. Das macht nämlich nicht nur unheimlich viel Spaß, sondern du merkst super schnell, wie deine Fotos besser werden. In unserem Online-Fotokurs bringen wir die kompletten Grundlagen der Technik und noch viel mehr bei.

#3 Denk über die Belichtungsmessmethode nach

Die Belichtungsmessmethode wird von vielen vernachlässigt. Das solltest du auf keinen Fall tun. Wenn du dich bislang mit der Belichtungsmessmethode deiner Kamera noch nicht auseinandergesetzt hast, holst du das am besten sofort nach.

Welche Methode du für dein Portrait nimmst, kommt ein bisschen darauf an, was du fotografierst. Bei einer Nahaufnahme interessiert es dich oft nicht, wie der Hintergrund belichtet wird.

Denn dein Fokus und das wichtigste in deinem Bild ist dein Model. Wir stellen unsere Messmethode also bei Portraits meistens auf Spotmessung. So stellen wir sicher, dass die Kamera nicht versucht, das komplette Bild richtig zu belichten, sondern nur unser Model.

#4 Nutze einen Reflektor

So ein Reflektor ist echt etwas Tolles. Er ist erschwinglich (du bekommst ihn schon für ca. 20 Euro auf Amazon) und du erzielst damit ganz einfach tolle Ergebnisse. Wir wollen da auch gar nicht zu sehr ins Detail gehen und dir erklären welche Folienfarbe für was gut ist.

Probier es einfach selbst aus, denn nur so bekommst du mit der Zeit ein Gefühl dafür. Die wichtigste Folie für den Anfang ist die weiße Folie (kleiner Effekt) und die silberne Folie (großer Effekt)

Damit kannst du das Gesicht deines Models sehr schön gleichmäßig ausleuchten. Wenn du keine Hilfsperson dabei hast, kann dein Model den Reflektor im Zweifel auch einfach selbst halten.

#6 Woher du weißt, welche Perspektive für dein Modell die beste ist

Ausprobieren! Ganz einfache Antwort. Unser persönlicher Favorit ist: ungefähr auf gleicher Augenhöhe fotografieren.

Da wirkt das Gegenüber meistens am sympathischsten, wahrscheinlich auch weil die Position für uns – auch im Alltag – die gängigste ist. Jede Perspektive erzielt eine unterschiedliche Wirkung.

Was wir persönlich überhaupt nicht leiden können, wenn uns jemand von einer niedrigeren Position aus fotografiert. Also von unten nach oben. Dann wirkt man meist nämlich dicker als man ist. Sowas kommt bei keinem gut an.
Jenny

 

Jede Perspektive sieht auch bei jeder Person anders aus.

Achte mal darauf, ob dein Model zwei sehr unterschiedliche Gesichtshälften hat. Oft hat man ein größeres Auge und eins, was ein bisschen kleiner ist. Dann würden wir das Model ein wenig von der Seite fotografieren, sodass das größere Auge im Vordergrund ist.

Aber ganz ganz wichtig ist:

Frag dein Model, was es an sich am liebsten mag. Bleib da bitte immer im Positiven. Also nicht: „Du hast ja eine ziemlich große Nase, da machen wir am besten jetzt kein Seitenprofil“, sondern vielleicht lieber „Was magst du am liebsten an dir?“.

Es gibt dann viele, die dir direkt sagen was sie nicht mögen, aber dann hast du zumindest nett nach dem Positivem gefragt.

Noch wichtiger ist:

Zeig deinem Model die Fotos, die du machst. Es gibt nichts Schlimmeres als vor der Kamera zu sein und sich ausgeschlossen zu fühlen.

Mach ein paar Fotos, geh dann zu deinem Model hin und frag, was es an welchem Foto besonders schön findet und was es gar nicht mag. Kommunikation ist super wichtig!

Denn nur weil du eine bestimmte Perspektive schön findest, heißt das noch lange nicht, dass dein Model das auch schön findet.

#7 So bekommst du dein Model dazu natürlich zu lachen

Basti ist so ein Kandidat, der die Augen auf einem Bild gerne mal zu hat oder aber unnatürlich lacht.

Ein ganz einfacher Trick ist folgender: Sag deinem Model, es soll die Augen zu machen – in der Zeit kannst du dann schon mal ein paar Testshots machen – und wenn du sagst „jetzt lachen“, dann soll er die Augen aufmachen und lachen.

Bei vielen funktioniert das wirklich super! Man lacht in dem Moment wesentlich unverkrampfter und die Augen sind nach dem ersten Aufmachen für einen kurzen Moment optimal geöffnet.

Noch ein Tipp: Soll es ein ernsthafteres Foto werden oder vielleicht ein Foto, bei dem dein Model nur leicht lächeln soll, dann achte darauf, dass der Mund leicht geöffnet ist. Das hat gleich eine ganz andere Wirkung.

Portrait Jenny
Das Portrait von Jenny ist auf einer Rooftop Bar in Bangkok entstanden. Die Sonne steht bereits sehr tief und ist im Moment der Aufnahme fast ganz hinter den Wolken verschwunden, sodass hier ein unheimlich weiches Licht fast ganz ohne Schatten ensteht.

#8 Was nachher den Unterschied macht

Wir finden es ganz, ganz wichtig, dass du kein Portrait von einem Model machst, sondern das du dir jederzeit bewusst machst, dass du einen Menschen fotografierst. Und dieser Mensch hat einzigartige Charaktereigenschaften, Vorstellungen und Gefühle. Geh darauf ein! Hab das die ganze Zeit immer im Hinterkopf.

Und nun?

So und nun würden wir sagen, verabrede dich doch schon direkt für das nächste Wochenende mit einem Freund oder einer Freundin und habt Spaß bei der Portraitfotografie.

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Hast du Fragen?

Hast du Fragen zu unserem Beitrag oder willst du uns auch deinen persönlichen Tipp für die Portraitfotografie verraten? Dann hinterlass uns unten einfach einen Kommentar. Wir freuen uns drauf!

23 Kommentare - Wir freuen uns auch über deinen netten Kommentar!

  1. Hallo ihr 2,
    danke für die Tipps! Das werde ich unbedingt mal die Tage ausprobieren, neue Fotos könnte ich in der Tat mal gebrauchen!
    Besonders gut ist der Augen-Zumach-Trick mit dem Lächeln. Meins ist nämlich auch immer verkrampft, ganz schlimm. Aber vielleicht funktioniert das ja jetzt mal :)
    LG
    Anne

    • Hey Anne,

      ich finde nicht verkrampft lachen ist auch echt schwierig. Irgendwann friert einem das Lachen aber ein. Ich suche übrigens auch immer neue Portrait-Opfer. Vielleicht machen wir im Sommer einfach mal einen Shoot auf dem Tempelhofer Feld ;).

      Liebe Grüße von Nebenan,
      Jenny

  2. Wunderbare Tipps – danke! Den Reflektor werde ich mir direkt mal zulegen, die Festbrennweite habe ich dank eures Artikels schon ;-) Der habe ich im Übrigen schon ganz tolle Fotos von meiner kleinen Tochter zu verdanken, obwohl ihre Model-Einstellung noch etwas zu wünschen übrig lässt :-)))
    Demnächst gibt es ein große Mami-Picknick im Park, da habe ich hoffentlich ein paar nette Gelegenheiten, die Mädels als Models zu gewinnen. Die Babys sind ja immer noch mal eine ganz andere Herausforderung…

    • Hallo Nicole,

      freut mich sehr, dass dir die Tipps gefallen :). Der Reflektor ist echt goldwert und noch dazu macht es wirklich Spaß damit zu experimentieren. Ich drücke dir die Daumen, dass die Mädels beim Picknick gar nicht genug von deiner Kamera und dir bekommen können :).

      Liebe Grüße!!

  3. Gute Ansätze hast du genannt…!
    Ein kleiner TIPP: wenn dein Model zur Seite Schaut und es Beispielsweise rechts im Bild steht (aus deiner Perspektive), sollte es mit dem Kopf zur rechten Schulter Seite schauen. Dadurch wirkt der Blick nicht wie gegen eine Wand oder ins Leere…!

    Somit bekommt das Bild noch mehr tiefe und wirkt wieder professioneller.

    Macht weiter so ich folge Euch beiden gern!

    Liebe Grüße der Oscar aus Magdeburg

  4. Hallo Jenny,
    schöner Artikel. Ich bekomme meine Models immer mit den Worten „So, jetzt mal blöd gucken!“ zum Grimassen-Schneiden (super Schnappschüsse) und danach lachen in der Regel alle total unverkrampft.
    Die Idee hatte meine Frau bei Fotos von mir ;-)
    Viele Grüße
    Benjamin

    • Hi Benjamin, auch ein super guter Tipp! Wenn die Person vor der Kamera aufgelockert ist, funktioniert eh alles besser und die Fotos werden natürlich dementsprechend auch wesentlich natürlicher! Außerdem macht es ja mit Dumm-Gucken zwischendurch auch viel mehr Spaß! Liebe Grüße von der Mosel!

  5. Hallo, vielleicht hat jemand eine Idee, im Frühjahr hat mein Enkel Jugendweihe und wir möchten ein Fotobuch gestalten von den vorangegangenen „Jugendstunden“. Demnächst ist ein Kniggekurs geplant und man möchte Einzelportrais machen..und nun meine Frage , ich möchte nicht unbedingt eine übliche Portraiaufnahme sodern eine der Jugend angepasst machen. Ich bin nur Hobbyfotograf besitzte eine Nikonspiegelrefexkamera.
    Danke
    Viele Grüße aus Chemnitz

    • Hallo Skibby,
      wenn du was an den Jungen angepasstes machen möchtes, wäre mein Vorschlag, ihn im festlichen Gewand bei seinem Hobby zu fotografieren. Der Klassiker bei Hochzeiten im Feuerwehrumfeld sind Portraits im und um das Feuerwehrauto. Jedes Hobby ist spannend und bietet einen tollen Rahmen.
      Viel Erfolg!
      Benjamin

      • Hallo Benjamin..
        danke, das ist schon mal eine gute Idee, aber wir wolle das Fotobuch für alle Teilnehmer (ca.14 Jugendweihlinge)machen und da soll von jedem zumindest ein Portrai gemacht werden, da zum Kniggekurs sicher schon festliche Kleidung getragen wird, bietet sich das gut an…
        Danke Skibby

  6. Hallo ihr zwei,
    ich bin 13 Jahre alt und liebe die Fotografie. Am Anfang war die Natur der erste Anlaufpunkt, dann meine Haustiere, und jetzt muss meine liebe Freundin dran glauben.(sie ist ein Fan meiner Bilder und war leicht zu überreden.) Dieses Wochenende haben wir uns für ein Herbst-Shooting verabredet, jetzt suche ich mir noch ein paar Tipps damit die Fotos auch wirklich gut werden.Ihr habt mir echt weitergeholfen, vielen dank dafür!:)
    Ganz liebe Grüße aus Österreich schicke ich euch,
    Caro.

    • Hi Caro,

      das ist ja super, dass dir unsere Tipps weitergeholfen haben. Dann wünschen wir euch ganz viel Spaß für euer Shooting und hoffen, dass tolle Fotos dabei herauskommen.

      Viele Grüße
      Sebastian

  7. Hallo,
    schöne Tipps, danke dafür. Obwohl ich schon ca. 45 Jahre lang Hobby-mäßig fotografiere habe ich mich mit der Portraitfotografie doch immer nur am Rande befasst.
    Was mich nur irritiert ist die 35 mm Brennweite. Bisher habe ich immer gelesen das man in der Portraitfotografie mindestens 50 mm, besser noch 70 oder 80 mm verwenden soll, weil alles darunter das Bild unnatürlich verzerrt!?
    Gruß, Erik

    • Hallo Erik,

      das ist prinzipiell richtig. Die 35mm beziehen sich in diesem Fall aber auf einen APS-C Sensor, die 50 mm aber auf Vollformat. 35 mm bei APS-C entsprechen in etwa 50 mm auf Vollformat. Es kommt also darauf an, was für eine Kamera du hast. Hobbyfotografen haben in der Regel eine APS-C-Kamera, weshalb wir diese Brennweite hier angegeben haben. Vollformatkameras gehen erst ab etwa 1.500 Euro los.

      Viele Grüße
      Sebastian

      • Hallo Sebastian,

        danke für deine Antwort. Ich habe eine Canon 1100D mit APS-C-Sensor und 1,6 Cropfaktor.

        Vor langer Zeit, am Anfang meiner DSLR-Karriere habe ich mich mal intensiv mit dem Thema befasst und einen sehr interessanten Bericht gelesen, der auch durch Vergleichsbilder von APS-C und Vollformat-Kameras dokumentiert wurde. Da wurde es so beschrieben:

        Beim APS-C Sensor wird ein kleinerer Bereich des vom Objektiv gelieferten Bildes verwendet daher entsteht der Vergrößerungseffekt gegenüber dem Vollformat. Ein 35 mm-Objektiv wird am APS-C also scheinbar zum 50 mm.Objektiv (Exakt z. B. 35 x 1,6 = 56).

        Allerdings ändern sich nicht die optischen Eigenschaften des Objektivs. Ein Weitwinkel bleibt ein Weitwinkel. Was in der Mitte ist, ist ganz nah, zum Rand hin ist es immer weiter weg. Dadurch wird ein Portrait verzerrt, der Knubbelnasen-Effekt entsteht. Allerdings wird am APS-C ja ein kleinerer Bereich verwendet, deshalb sind die Verzerrungen zum Rand hin nicht so stark.

        Ein Bild das mit einem APS-C und 35 mm Brennweite fotografiert wurde sieht also nicht so aus wie ein Bild das mit Vollformat und 50 mm fotografiert wurde, sondern so wie ein Ausschnitt aus einem Bild das mit Vollformat und 35 mm Brennweite fotografiert wurde.

        Das wurde wie gesagt, mit Fotos dokumentiert und war sehr einleuchtend. Leider ist es wirklich sehr lange her dass ich das gelesen habe, und ich weiß noch nicht mal ob es im Internet oder in einem Buch war.

        Ich habe mir jedenfalls eine 50 mm Festbrennweite gekauft und finde die Bilder die ich damit fotografiere sehr natürlich.

        Gruß, Erik

        • P. S.:
          Das Thema hat mir keine Ruhe gelassen darum habe ich mich noch mal durch einen Haufen trockene Theorie gearbeitet!
          Ergebnis: Du hast recht, ich habe unrecht! Habe da mal was falsch verstanden und das jahrelang mit mir herum getragen.
          Gruß, Erik

          • Hallo noch mal,
            ist lange her, dass ich hier geschrieben habe, aber nun hatte ich das Glück einen professionellen Fotografen kennen zu lernen. Ich sprach das Thema noch mal an und siehe da ich hatte beim ersten mal recht, und habe mich beim zweiten mal selbst verwirrt:
            Es ändern sich nicht die optischen Eigenschaften des Objektivs. Ein Weitwinkel bleibt ein Weitwinkel. Was in der Mitte ist, ist ganz nah, zum Rand hin ist es immer weiter weg. Dadurch wird ein Portrait verzerrt, der Knubbelnasen-Effekt entsteht. Allerdings wird am APS-C ja ein kleinerer Bereich verwendet, deshalb sind die Verzerrungen zum Rand hin nicht so stark.
            Anhand von Bildern bei denen ich als Model fungierte konnte mir der Berufsfotograf das eindeutig beweisen.
            Gruß, Erik

  8. Hallo Jenny, ein toller Artikel!
    Vor allem der Einstieg mit dem Bammel vor Portrait Fotos hat bei mir (passionierter Landschaftsfotograf) den Nagel auf den Kopf getroffen.
    Als Reiseziel kann ich euch Schottland wärmstens empfehlen. Landschaftlich ein absoluter Traum. Aber das hört ihr sicherlich auch nicht zum ersten Mal :)
    Viele Grüße
    Andi

  9. Wie Vermeide ich denn Augenringe und fleckige Haut, wie kann ich das ausleuchten und womit? Allein mit dem Reflektor ?oder mit einen Zusätzlichen Licht (Innenaufnahmen) ? Sorry falls ich was überlesen habe… Gruß, Sandra

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