Kurz und knackig

  • Nutze verschiedene Elemente der Bildgestaltung für spannende Landschaftsfotos. Der Goldene Schnitt oder die Drittel-Regel sind ein guter Anfang.
  • Spiegelungen peppen auf einfache Art und Weise dein Foto auf.
  • Nutze den frühen Morgen oder den späten Abend für atmosphärische Landschaftsfotos.
  • Entdecke weitere, hilfreiche Tipps zu dem Thema Landschaftsfotografie in diesem Artikel.

Beachte den Goldenen Schnitt

Goldener Schnitt Horizont
Two Jack Lake im Banff Nationalpark – dieses Foto entspricht in etwa der Drittelregel

Bestimmt hast du schon einmal etwas vom Goldenen Schnitt gehört. Nicht nur in der Malerei, sondern auch in der Fotografie kannst du diese einfache Regel für deine Bilder nutzen.

Du kannst den Blick des Betrachters gezielt auf bestimmte Punkte in deinem Foto lenken und durch die Nutzung des Goldenen Schnitts deinen Fotos das gewisse Etwas geben.

Die Drittel Regel
Die Drittel Regel / Goldene Schnitt

Dabei ist der Goldene Schnitt keine Zauberei. Du teilst dafür dein Bild einfach gedanklich in neun gleich große Rechtecke ein.

Du ziehst also vor deinem geistigen Auge zwei waagerechte und zwei senkrechte Linien in deine Fotos ein.

Was machst du nun mit diesen Linien? Ganz einfach: Du platzierst wichtige Elemente deines Fotos auf diesen Linien und auf den Schnittpunkten dieser Linien.

Natürlich ist der Goldene Schnitt kein Allheilmittel. Es gibt selbstverständlich auch gute Fotos, die den Goldenen Schnitt völlig außer Acht lassen. Es ist aber eine sehr einfache Methode, um ein Fotomotiv gut in Szene zu setzen.

Finde Spiegelungen und nutze sie für deine Landschaftsfotos

Spiegelungen im Moraine Lake
Moraine Lake, Banff Nationalpark

Unser zweiter Tipp für die Landschaftsfotografie ist noch einfacher: Begib dich auf die Suche nach Spiegelungen. Diese findest du natürlich meistens dort, wo es Wasser gibt.

Wenn du also an einem klaren See fotografierst, dann schau dich mal genau um, ob sich nicht irgendwo eine tolle Spiegelung zeigt, die du für deine Fotos nutzen kannst.

Für das Fotografieren von Wasser empfehlen wir auch immer gerne die Benutzung eines Polfilters, mit dem du Spiegelungen vermindern, aber auch wieder verstärken kannst.

Finde spannende Vordergründe

Lake Louise, Banff Nationalpark
Lake Louise, Banff Nationalpark

Landschaftsfotos zeigen oft großartige Ausblicke auf hohe Berge, tiefe Täler und endlos weite Landschaften. So großartig eine solche Aussicht in der Realität ist, auf Fotos wirken sie nicht immer ganz so spannend, wie in der Realität.

Wenn du das Gefühl hast, die Landschaft alleine wird später den Betrachter des Fotos nicht vom Hocker reißen, dann haben wir noch den folgenden Tipp für dich: Achte auch auf den Vordergrund.

Oft findest du dort nämlich etwas, das du in dein Foto einbauen kannst: Steine, Pflanzen, Menschen, Gegenstände – Die Möglichkeiten sind grenzenlos.

Stell dir das Foto oben doch einfach mal ohne den Vordergrund vor.

Es wäre für unser Auge nicht ganz so spannend und dass, obwohl der Lake Louise ja nun wirklich beeindruckend ist.

Wirkliche Tiefe und etwas Besonderes bekommt das Bild aber erst durch die Komposition des Vordergrunds in Form der Steine.

Tolle Effekte durch Langzeitbelichtungen

Wasserfall mit Polfilter und ND-Filter
Durch eine lange Belichtungszeit verschwimmt das Wasser.

Hast du auch schon mal Fotos gesehen, in denen die Wolken verschwimmen oder fließendes Wasser ganz milchig aussieht? Diese Fotos sind durch Langzeitbelichtungen zustande gekommen.

Wenn du ein Foto 10, 20 oder 30 Sekunden belichtest, bewegen sich einige Elemente deines Motivs. Wasserfälle sind ein ganz klassisches Motiv für Langzeitbelichtungen in der Landschaftsfotografie und deshalb haben wir auch ein solches Bild als Beispiel für dich.

Durch die lange Belichtungszeit bekommt das Wasser dieses charakteristische Aussehen, während alle unbeweglichen Objekte ganz normal aussehen.

Wenn du dich jetzt fragst, wie zum Teufel du am helllichten Tag 10 Sekunden oder länger belichten sollst, ohne dass deine Fotos völlig überbelichtet sind, dann ist das natürlich eine berechtigte Frage. Ganz ohne Hilfsmittel kannst du solche Langzeitbelichtungen in der Landschaftsfotografie nicht machen.

Du benötigst dazu einen sogenannten Graufilter bzw. ND-Filter. Die Filter gibt es in verschiedenen Stärken. Sie werden auf das Objektiv geschraubt und sorgen dafür, dass das einfallende Licht reduziert wird, sodass du länger belichten kannst.

ND-Filter gibt es in allen Varianten von ganz billig bis sündhaft teuer. Wir empfehlen den ND 1000 Filter von Urth, den es für alle gängigen Objektivgrößen gibt. Der Filter ist weder superteuer, noch extrem günstig, hat aber ein super Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ein Stativ benötigst du dazu natürlich auch, denn du willst ja bestimmt verwacklungsfreie Bilder machen.

Diese Stative können wir allesamt empfehlen

Rollei Compact Traveler No. 1Rollei Lion Rock Traveler ProPeak Design Travel TripodUlanzi Zero YHeipi 3-in-1 (W28S)Joby GorillaPod 3K Kit
BesonderheitPreis-Leistungs-SiegerExtrem stabil mit 25 Jahren GarantieHigh-End DesignGünstige Peak Design AlternativeIntegriertes Ministativ, ideal für VloggerMinistativ, dass sich überall festklemmen lässt
Gewicht980 g1.820 g1.270 g1.100 g1.350 g393 g
Packmaß33 cm47,5 cm39 cm *42 cm45 cm30 cm
Max. Höhe142 cm160 cm152 cm157 cm150 cm30 cm
Traglast8 kg20 kg9 kg18 kg25 kg3 kg
MaterialCarbonCarbonCarbonCarbonCarbonHybrid
KaufenAmazon

Foto Koch
Foto KochAmazon

Foto Koch
Amazon

Foto Koch
AmazonAmazon

Alles eine Frage der Perspektive

Kamera abstützen um umscharfe Fotos zu vermeiden
Nicht immer nur im Stehen fotografieren

Fotografierst du deine Fotos immer im Stehen und immer aus Augenhöhe? Dann solltest du mal ein paar andere Perspektiven ausprobieren. Geh in die Hocke, klettere auf einen Stein, leg dich hin.

Ein kleiner Wechsel der Perspektive kann gerade in der Landschaftsfotografie große Auswirkungen haben. Bei einem Perspektivwechsel wirst du schnell feststellen, dass du viele neue Motive entdeckst.

Einblick in den 22places Online Fotokurs

Unser Online-Fotokurs!

Fotografieren lernen hat noch nie so viel Spaß gemacht!
In unserem Online-Fotokurs zeigen wir dir, wie du ganz einfach wunderschöne Fotos machen kannst. Willst du mehr Infos?

Auja, erzählt mir mehr!

Die richtige Uhrzeit ist entscheidend

Goldene Stunde
Dieses Foto auf der Insel Bohol auf den Philippinen ist zum Sonnenaufgang entstanden und wurde mit einer Einsteigerkamera mit günstigem Objektiv gemacht. 

Zum Schluss noch eine schlechte Nachricht: Während du im Bett liegst und schläfst, verpasst du womöglich das Landschaftsfoto deines Lebens.

Wir gehören ja auch eher zu den Langschläfern und quälen uns nur sehr, sehr ungern für ein Sonnenaufgangsfoto aus dem Bett. Aber es lohnt sich wirklich!

In der prallen Mittagssonne ist es eher unwahrscheinlich, dass du ein herausragendes Landschaftsfoto machst. Die Lichtverhältnisse sind dann einfach nicht ideal und du wirst das auch an deinen Fotos sehen.

Die beste Uhrzeit für Landschaftsfotos ist rund um den Sonnenaufgang und – gute Nachricht für Langschläfer – rund um den Sonnenuntergang.

Wenn die Sonne tief steht und das Licht weicher ist, wirken Landschaften oft viel schöner und nicht selten stellt sich eine wirklich magische Lichtstimmung ein.

Nutze also diese Zeit, die übrigens Goldene Stunde und Blaue Stunde genannt wird.

Vielleicht hast du ja sogar Lust, einmal bei Nacht eine Landschaft zu fotografieren.

Gerade wenn du weit weg von größeren Städten bist, hast du sehr gute Chancen einen sternenklaren Himmel ohne jede Lichtverschmutzung zu sehen.