Hannover: Die 22 schönsten Sehenswürdigkeiten

In der Landeshauptstadt Hannover gibt es viel zu entdecken. In diesem Artikel zeigt dir unsere Hannover-Expertin Britta die 22 schönsten Sehenswürdigkeiten, die du auf deiner Tour durch Hannover auf keinen Fall verpassen solltest.

Hannover hat bei Außenstehenden häufig das Image einer Langweilerstadt. Zumindest habe ich das während meiner 10 Jahre in Hannover immer wieder gehört.

Das ist aber völlig unbegründet und die Hannoveraner, die die Stadt kennen, sehen das auch ganz anders. Hannover ist eine total lebens- und liebenswerte Stadt. Ich kann jedem nur einen Besuch der grünen Stadt an der Leine ans Herz legen.

Warum das so ist, verrate ich dir in diesem Artikel. Zudem erhältst du praktische Tipps zur Stadterkundung und ich stelle dir die schönsten Sehenswürdigkeiten in Hannover vor.

3 Gründe, warum ich Hannover mag

#1 Hannover ist Grün

Hannover ist eine wundervoll grüne Stadt. Überall gibt es Parks, Gärten und Naherholungsräume. Die Leine zieht sich mit der Leineaue durch die Stadt.

Die Eilenriede ist einer der größten Stadtwälder in ganz Europa und der Welfengarten breitet sich kilometerlang nahe der Uni aus. Daneben gibt es mit Leine, Ihme, Maschsee, zahlreichen Seen und Teichen viel Wasser in Hannover.

Entsprechend sind die Hannoveraner im Sommer gerne draußen. Immer und zu jeder Zeit wird die Decke ausgepackt und gepicknickt oder im Park gegrillt, sei es beim Kleinen Fest im Großen Garten, auf der Wilhelm Busch Wiese oder bei einem Sprung in die Leine.

#2 Hannover ist gemütlich

Hannover ist weder schickimicki noch gammelig, nicht ultra-hip, aber auch nicht altbacken oder spießig. Hannover ist keine langweilige Kleinstadt und auch keine stressige Großstadt, sondern irgendwas dazwischen.

Für mich hat Hannover eine gemütliche, genau passende Größe. Alles ist super mit dem Rad oder dem ÖPNV erreichbar, ohne dass ich stundenlang durch die Stadt pendeln muss.

Es gibt zwar die verschiedenen Stadtteile mit ihren ganz individuellen Charakteren, aber in Hannover ist man nicht zu sehr darauf fokussiert. Auch wenn man in Linden wohnt, fährt man zum Shoppen in die Innenstadt und zum Café in die List oder von der Nordstadt auf den Wochenmarkt nach Linden.

#3 In Hannover ist viel los

In Hannover ist eigentlich das ganze Jahr etwas los. Es gibt unzählige, richtig tolle Veranstaltungen.

Vom Maschseefest, über den Internationalen Feuerwerkswettbewerb oder dem Kleinen Fest im Großen Garten bis hin zu Straßen- und Stadtteilfesten oder der Fête de la Musique – viele Events sind Open-Air-Veranstaltungen, also genau wie ich es liebe.

Die vielen Studenten sorgen für Leben und machen Hannover zu einer jungen Stadt. Und es entstehen ständig neue Cafés, Restaurants und Läden. Eigentlich immer, wenn ich nach Hannover zurückkomme, gibt es irgendwo etwas Neues zu entdecken.

Übrigens: Wenn du noch nicht weißt wo in Hannover du übernachten sollst, dann lies dir meinen Hoteltipps-Artikel für Hannover durch. Darin gebe ich dir nicht nur persönliche Hotelempfehlungen, sondern zeige dir auch, welcher Stadtteil für dich am besten geeignet ist.

Hier gehts zu den Hannover Hoteltipps

Generelle Tipps: So besichtigst du die Sehenswürdigkeiten in Hannover am besten

Kennst du das: Du lebst jahrelang in einer Stadt und hast die Sehenswürdigkeiten nie richtig gewürdigt? Du läufst täglich an einigen Highlights vorbei, ohne einen Schritt hineinzusetzen?

So ging es mir einige Jahre in Hannover. Bevor meine beste Studienfreundin die Stadt verließ, sind wir dann gemeinsam den „Roten Faden“ in Hannover komplett abgelaufen und haben alle Sehenswürdigkeiten unserer Stadt besichtigt.

Diese und weitere Möglichkeiten, die Highlights von Hannover zu besichtigen, möchte ich dir kurz vorstellen. Danach geht es mit den 22 schönsten Sehenswürdigkeiten weiter.

#1 Der Rote Faden

Ganz individuell und auf eigene Faust kannst du 36 Sehenswürdigkeiten in Hannover auf einem 4,2 Kilometer langen Stadtspaziergang erkunden. Du folgst einfach immer der roten Linie, die auf das Straßenpflaster gemalt ist.

In der zugehörigen Broschüre gibt es jede Menge Informationen und Fakten zu den einzelnen Stationen. Die Broschüre ist für 3 Euro in der Touristeninformation vor dem Bahnhof oder im Neuen Rathaus erhältlich.

Übrigens ist der komplette Weg barrierefrei und die Broschüre gibt es in zehn verschiedenen Sprachen.

#2 Hannover Card

Mit der Hannover Card hast du freie Fahrt in Bussen und Bahnen und bis zu 50 Prozent Ermäßigung in vielen Sehenswürdigkeiten und Museen, aber auch in Restaurants, Cafés oder im Theater.

Auch im Umland von Hannover erhältst du mit der Karte vergünstigt Eintritt in Freizeitparks und Museen. Meist sparst du zwischen 1 und 3 Euro pro Einrichtung. Du kannst dir also schnell durchrechnen, ob sich das Ticket für dich lohnt.

Die Citycard gibt es für ein bis drei Tage und kostet 10 Euro für einen Tag, 16 Euro für zwei oder 19 Euro für drei Tage. Es gibt auch Gruppenkarten für bis zu fünf Personen, deren Kauf sich bereits ab drei Personen lohnt.

Du erhältst die Hannover Card in der Touristeninformation vor dem Bahnhof oder am Neuen Rathaus sowie in der Deutschen Jugendherberge. Ebenfalls ist sie in zahlreichen Hotels in Hannover und in einigen Touristeninformationen in der Region erhältlich.

Weitere Informationen und alle Vorteile findest du hier.

#3 Hop-on/Hop-off-Stadtrundfahrt

Mit dem Doppeldecker-Bus kannst du zahlreiche Sehenswürdigkeiten in Hannover direkt ansteuern. Bei gutem Wetter öffnet sich sogar das Dach des Busses für den perfekten Rundum-Blick.

An sieben Haltestellen in der Stadt kannst du an einem Tag so oft aus- und wieder zusteigen, wie du möchtest. Der Bus verkehrt im Winter zwischen November und März am Mittwoch, Freitag und Samstag, im Sommer von April bis Oktober täglich.

Die Abfahrten erfolgen an allen Haltestellen allerdings nur dreimal täglich. Du musst deinen Zustieg also gut planen oder dich auf sehr lange Wartezeiten einstellen.

Das Ticket für einen Tag kostet 18 Euro. Du kannst es direkt im Bus oder an der Touristeninformation vor dem Bahnhof kaufen.

Mein Tipp: Es gibt übrigens auch mit dem Ticket des Hop-on/Hop-off-Busses Ermäßigungen in einigen Freizeiteinrichtungen. Nutzt du den Bus, lohnt sich die Hannover Card für einen Tag also meist nicht.

Bus der Stadtrundfahrt
Doppeldeckerbus der Stadtrundfahrt Hannover (Foto: © Lars Gerhardts)

#4 Geführte Touren in Hannover

Um noch etwas mehr Hintergründe und Geschichten zu erfahren, kannst du Hannover bei einer geführten Tour erkunden.

Das Stadtmarketing von Hannover bietet verschiedene thematische Führungen, zum Beispiel auch mit dem Fahrrad, und kulinarische Touren oder Führungen durch die Stadtteile an.

Hier geht’s zu den Touren vom Stadtmarketing Hannover 

Ein spannendes Erlebnis, um die Stadt kennenzulernen, sind die Krimiführungen von Citygames. Als Ermittler, Mörder, Gauner oder Gesindel jagen Gruppen gemeinsam durch die Stadt und entdecken Hannover dabei spielerisch.

#4 Auf eigene Faust durch Hannover

Hannover kannst du wunderbar auf eigene Faust erkunden. Dann bist du flexibel, um im Park zu chillen, durch Linden zu schlendern oder eine Runde um den Maschsee zu drehen.

Mit dem Fahrrad durch Hannover

Hannover ist klein und übersichtlich. Die beste Art, die Stadt zu erkunden, ist mit dem Fahrrad. So kommst du auch super in alle Parks und Gärten, die etwas abseits des Zentrums liegen.

Es gibt mehrere Verleihstationen für Räder in Hannover. Direkt am Bahnhof kannst du zum Beispiel über das Angebot namens Call a bike der Deutschen Bahn dein Rad auf Anruf buchen.

Seit 2019 hat sich der Betreiber Nextbike in Hannover ausgebreitet. Mit einem Nextbike-Account kannst du hier völlig unkompliziert mit deinem Smartphone Räder ausleihen, die im ganzen Stadtgebiet verteilt stehen.

Öffentliche Verkehrsmittel in Hannover

Das Nahverkehrsnetz in Hannover ist super ausgebaut. Die Linien fahren in alle Himmelsrichtungen im engen Takt. Zentraler Umsteigepunkt, an dem sich alle Linien treffen, ist am Kröpcke (siehe Sehenswürdigkeit #17).

Eine Einzelkarte ist für eine Fahrt inklusive Umsteigen gültig. Sie gilt ab Entwertung für 2 Stunden in Richtung des Fahrtziels. Bereits bei einer Hin- und Rückfahrt lohnt sich für dich eine Tageskarte.

Mit der Tageskarte kannst du bis 5:00 Uhr morgens des Folgetages so oft fahren, wie du möchtest. Sie eignet sich also auch perfekt für Nachtschwärmer. Bereits ab zwei Personen ist eine Gruppenkarte vorteilhaft.

Insgesamt gibt es Tickets für drei Zonen. Für das Stadtgebiet Hannover liegst du mit Zone A immer richtig. Möchtest du ins Umland, buchst du, je nachdem, wie weit außerhalb dein Ziel liegt, noch ein oder zwei Zonen dazu.

Eine Tageskarte für die Zone A kostet 5,80 Euro, für eine Gruppe bis fünf Personen liegt der Preis bei 10,80 Euro. Du erhältst dein Ticket an den Fahrscheinautomaten an allen Stadtbahnstationen.

Weitere Informationen zum öffentlichen Nahverkehr in Hannover findest du auf der Homepage der Üstra.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Hannover auf einer Karte

So, jetzt weißt du, wie du am besten von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit kommst.

Bevor ich dir jetzt die einzelnen Hannover Highlights zeige, habe ich noch eine Karte mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten für dich. So kannst dir schon mal einen groben Überblick über Hannover verschaffen.

Hannover Sehenswürdigkeiten Karte
Die wichtigsten Hannover Sehenswürdigkeiten auf einer Karte für deinen Überblick.

#1 Neues Rathaus und Maschpark

Das Neue Rathaus von Hannover ist nicht nur ein Wahrzeichen für die Stadt, sondern auch ein beliebtes Fotomotiv. Kein Wunder, denn mit seinen prachtvollen Verzierungen und den Türmen sieht es aus wie ein Schloss.

Es gehört für ausländische Touristen sogar zu den 80 beliebtesten Reisezielen in Deutschland! Das ergab eine aktuelle Online-Umfrage der Deutschen Zentrale für Tourismus.

Inzwischen ist der Prachtbau über 100 Jahre alt. Doch noch immer sitzt hier der Oberbürgermeister und hier tagt auch die Stadtverwaltung.

Für Besucher sind die Türen dennoch stets geöffnet. Das solltest du nutzen und unbedingt einen Blick hineinwerfen.

Im großen Saal stehen vier Stadtmodelle, die die Entwicklung der Stadt nachzeichnen. Erschreckend siehst du da unter anderem, wie stark Hannover im Krieg zerstört wurde.

Das Highlight des Neuen Rathauses ist aber der herrliche Blick von der Rathauskuppel. Von oben überblickst du die ganze Stadt, bei gutem Wetter siehst du sogar den Harz in der Ferne.

Und schon die Auffahrt ist ein Erlebnis. Hinauf bringt dich ein Bogenaufzug, weltweit einzigartig. Im Winter ist die Kuppelauffahrt witterungsbedingt jedoch nicht möglich.

Nicht verpassen: Hinter dem Neuen Rathaus breitet sich der Maschpark aus. Rund um den Maschteich kannst du wunderbar picknicken und hast von hinten das beste Fotomotiv vom Neuen Rathaus mit dem idyllischen Park davor.

Mein Tipp: Am Wochenende, vor allem im Sommer, kann es zu langen Wartezeiten für die Auffahrt auf die Kuppel kommen. Am besten kaufst du dir gleich früh morgens dein Ticket.

Am Nachmittag ist es schon mal möglich, dass für die letzten Auffahrten bereits einige Zeit vor Schließung keine Tickets mehr erhältlich sind.

Infos
Öffnungszeiten

Mo bis Fr 8 bis 18 Uhr
Sa/So 10 bis 18 Uhr
Kuppelaufzug Mitte März bis Mitte Nov. 9:30 bis 17:30 Uhr
Sa/So 10 bis 17:30 Uhr

Eintritt

Kuppelauffahrt 3,50 Euro

Adresse

Trammplatz 2

Das Neue Rathaus
Das Neue Rathaus

#2 Aegidienkirche

Anders als viele andere Gebäude, die in Hannover im Krieg den Bomben zum Opfer gefallen sind, wurde die Aegidienkirche nicht wieder aufgebaut. Oder zumindest nicht komplett.

Nur der Turm und die Außenmauern stehen wieder. Sie sind heute ein Mahnmal zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt. Im Turm ist unten die Friedensglocke von Hiroshima untergebracht.

Infos
Adresse

Aegidienkirchhof

Website

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Hannover Aegidienkirche
Die Ruinen der Aegidienkirche.

#3 Staatsoper Hannover

Opern von Weltklasse kannst du in der Staatsoper von Hannover bewundern. Aber auch das Gebäude ist sehenswert. Der Prachtbau im spätklassizistischen Stil steht direkt hinter dem Kröpcke (siehe Sehenswürdigkeit #17).

Die Oper wurde im Jahr 1845 bis 1852 zunächst als königliches Hoftheater erbaut. Unter dem riesigen Vorbau fuhren einst die Kutschen vor, damit die feine Gesellschaft auch bei schlechtem Wetter trockenen Fußes in die Oper spazieren konnte.

Infos
Adresse

Opernplatz 1

Website

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Opernplatz
Opernplatz

#4 Altes Rathaus und Marktkirche

Das Alte Rathaus und die Marktkirche bilden das Zentrum des historischen Hannovers. Beide sind herausragende Beispiele der Backsteingotik aus dem 14. und 15. Jahrhundert.

Die Marktkirche, mit ihrem aus Geldmangel verkürzten Kirchturm, ist wie viele der Hannoverschen Gebäude dem Krieg zum Opfer gefallen. Sie wurde an alter Stelle im historischen Stil 1952 wieder aufgebaut.

Das Westportal erhielt in diesem Zuge Motive aus dem traurigen Kapitel der deutschen Geschichte vom Bildhauer Gerhard Marcks.

Gemeinsam mit dem Alten Rathaus bildet die Marktkirche das südlichste Renommierstück aus der Zeit der norddeutschen Backsteingotik. Mit seinen feinen Giebeln ist auch das Alte Rathaus ein wahres Schmuckstück.

Altes Rathaus
Blick aufs alte Rathaus (Foto: © Lars Gerhardts)

#5 Nanas

Die drei rundlichen Damen Sophie, Charlotte und Caroline zählen zu den beliebtesten Fotomotiven in Hannover. In bunten Farben thronen die drei berühmten Kunstwerke von Niki de Saint Phalle am Leibnizufer.

Zunächst scharf kritisiert, haben die Hannoveraner ihre drei „drallen Damen“ inzwischen ins Herz geschlossen und ernannten die Künstlerin im Jahr 2000 sogar zur Ehrenbürgerin von Hannover. Sie ist damit übrigens die erste und bisher einzige Person, die diesen Titel trägt.

Folgst du der Hauptstraße weiter in Richtung Königsworther Platz, begegnen dir sieben weitere Kunstwerke im öffentlichen Raum. Gemeinsam bilden sie die Skulpturenmeile.

Mein Tipp: Am Samstagmorgen findet am Leibnizufer rund um die Nanas ein beliebter Flohmarkt mit Kultcharakter statt. Es ist der älteste seiner Art in Deutschland. Vom Morgengrauen bis in den Nachmittag hinein kannst du hier in alten Schätzen stöbern.

Nanas
Nanas (Foto: © HMTG)

#6 Welfenschloss

Ein Schloss, das niemals Herrschaftssitz war: Das Welfenschloss wurde 1857 bis 1866 gebaut, um das Leineschloss (heute der Niedersächsische Landtag) als Residenz der Welfen zu ersetzen. Doch noch vor der Fertigstellung endete die Welfenherrschaft.

Nachdem der Prachtbau einige Jahre leer stand, zog im Jahr 1879 die Universität in das Gebäude. Bis heute befinden sich Verwaltung, Hörsäle und Studienräume der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität in dem Schloss.

Welfenschloss
Im Welfenschloss befindet sich heute die Leibniz Universität (Foto: © Isabell Adolf / HMTG)

#7 Sprengel Museum

Die Museumslandschaft in Hannover ist erstaunlich vielfältig. Auch wenn ich regelmäßig in der Nacht der Museen gleich mehrere Ausstellungen besucht habe, kenne ich längst nicht alle.

Eines der bedeutendsten und weit bekannten Museen ist das Sprengel Museum, das direkt am Maschsee (siehe Sehenswürdigkeit #12) liegt.

Es zählt zu den wichtigsten Museen der modernen Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Einen Schwerpunkt legt die Ausstellung auf den deutschen Expressionismus sowie die französische Moderne.

Kern der Sammlung ist eine Schenkung von Margrit und Dr. Bernhard Sprengel. Erweitert in den Folgejahren, zeigt das Sprengel Museum heute ein breites Spektrum von der klassischen Moderne bis hin zur zeitgenössischen Kunst.

Ausgestellt sind unter anderem bedeutende Werke von Pablo Picasso, Max Beckmann, Paul Klee, Kurt Schwitters oder Andy Warhol. Daneben legt das Museum einen weiteren Schwerpunkt auf die Fotografie.

Infos
Öffnungszeiten

Di 10 bis 20 Uhr
Mi bis So 10 bis 18 Uhr
Mo geschlossen

Eintritt

7 Euro, Fr freier Eintritt

Adresse

Kurt-Schzitters-Platz

Website

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Sprengel Museum
Sprengel-Museum, Merz-Raum von Kurt Schwitters (Foto: © Martin Kirchner / HMTG)

#8 Landesmuseum Hannover

Das Landesmuseum Hannover liegt ebenfalls unweit des Maschsees und ist das größte staatliche Museum Niedersachsens. Neben Malerei und Skulpturen liegt der Schwerpunkt auf Exponaten der Archäologie, Völker- und Naturkunde.

In den NaturWelten kannst du in aktuelle und vergangene Lebensräume eintauchen. Von der Entstehung des Lebens im Wasser geht es bis an die Küsten Norddeutschlands und in die Karibik.

Die Evolution des Menschen erlebst du in den MenschenWelten anhand archäologischer Objekte und naturkundlicher Funde. Und die KunstWelten zeigen vor allem Skulpturen und Gemälde vom Mittelalter bis zum Impressionismus.

Infos
Öffnungszeiten

Di bis So 10 bis 18 Uhr
Mo geschlossen

Eintritt

5 Euro, Fr 14:00 bis 17:00 Uhr freier Eintritt

Adresse

Willy-Brandt-Allee 5

Website

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Landesmuseum
Das Landesmuseum Hannover (Foto: © Landesmuseum)

#9 Karikaturmuseum Wilhelm Busch

Das deutsche Museum für Karikatur und Zeichenkunst zeigt eine Sammlung von mehr als 40.000 Werken internationaler Künstler der Bildsatire.

Im Mittelpunkt steht das Gesamtwerk von Wilhelm Busch. Bei dem Besuch des Museums fühle ich mich daher immer in meine Kindheit zurückversetzt. Daneben gibt eine Karikaturensammlung, welche die Geschichte der Kunstform von 1600 bis heute wiedergibt.

Außerdem sind Skizzen und Zeichnungen weiterer satirischer Künstler wie Loriot, William Hogarth und Friedrich Karl Waechter zu sehen. Auch Illustrationen von Kinderbüchern sind ausgestellt.

Das Museum ist in einem klassizistischen Palais im Welfengarten untergebracht. Morgens am Wochenende wird die Location häufig für Hochzeiten genutzt. Am Nachmittag bevölkern Studenten die Wiese davor zum Grillen und chillen im Park (siehe Sehenswürdigkeit #6).

Infos
Öffnungszeiten

Di bis So 11 bis 18 Uhr
Mo geschlossen

Eintritt

6 Euro

Adresse

Georgengarten 1

Website

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Karikaturmuseum
Karikaturmuseum (Foto: © Euromediahouse GmbH)

#10 Herrenhäuser Schloss & Herrenhäuser Gärten

Die Herrenhäuser Gärten bestehen eigentlich aus mehreren Teilgärten. Das Herzstück ist der wunderschöne barocke Garten vor dem Schloss. Dieser nennt sich der „Große Garten“.

Der Große Garten gehört zu den bedeutendsten Barockgärten in ganz Europa. 2015 wurde er sogar mit dem Europäischen Gartenpreis ausgezeichnet.

Im Großen Garten kannst du zwischen akkuraten Blumenrabatten, riesigen Wasserfontänen, einem Irrgarten, einer Orangerie und Rosengärten so richtig lustwandeln. Den besten Blick auf das Gesamtkunstwerk hast du von der Freitreppe vor dem Schloss.

Wirf unbedingt auch einen Blick in die kleine Grotte, die die Künstlerin Niki de Saint Phalle mit unzähligen Spiegelstücken, Glasscherben und bunten Kieselsteinen kreativ gestaltet hat.

Das Schloss hinter dem Großen Garten beherbergt heute ein Tagungszentrum und ein Museum. Doch so alt wie es aussieht, ist es eigentlich gar nicht.

Die ehemalige Sommerresidenz der Welfen wurde im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört und erst rund 70 Jahre danach an Ort und Stelle nach einstigem Vorbild wieder errichtet.

Dem Schloss gegenüber, auf der anderen Straßenseite, liegt der Berggarten als weiterer Teil der Herrenhäuser Gärten. Ursprünglich war der Berggarten ein Nutzgarten. Heute ist es ein botanischer Schaugarten mit rund 11.000 Pflanzenarten.

Du kannst dort zum Beispiel die größte Orchideensammlung Europas bestaunen oder herrlich blühende Kakteen bewundern.

Mein Tipp: In den Sommermonaten finden im Großen Garten wundervolle Veranstaltungen statt. Das Kleine Fest im Großen Garten ist mein absolutes Highlight. Für Karten musst du allerdings früh anstehen und dich auf lange Wartezeiten an der Kasse einstellen.

Toll sind auch die Darbietungen zum Internationalen Feuerwettbewerb, die Aufführungen im barocken Gartentheater oder die KunstFestSpiele Herrenhausen.

Achtung: Die Schließzeiten schwanken für die unterschiedlichen Elemente (Großer Garten, Grotte, Berggarten, Museum etc.) je nach Jahreszeit stark. Informiere dich am besten auf der offiziellen Internetseite über die aktuellen Öffnungszeiten.

Infos
Öffnungszeiten

Täglich 9 bis 16/20 Uhr

Eintritt

April bis Okt. 8 Euro
Nov. bis März 6 Euro (Kombiticket Großer Garten, Berggarten, Museum und Schloss Herrenhausen)

Adresse

Herrenhäuser Straße 4

Website

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Schloss Herrenhauses
Schloss Herrenhauses (Foto: © Isabell Adolf / HMTG)

#11 Welfen- und Georgengarten

Der Georgengarten schließt sich in Richtung Innenstadt an das Schloss an. Eigentlich gehört auch er ebenso wie der auf der anderen Straßenseite liegende Welfengarten zum Ensemble der Herrenhäuser Gärten, sie sind aber ohne Eintritt zugänglich.

Welfen- und Georgengarten sind in Form eines Englischen Landschaftsgartens mit vielen Spazierwegen, Freiflächen und großen Bäumen gestaltet. Gemeinsam bilden sie einen großen Naherholungsraum rund um die Uni.

Entsprechend besuchen ihn viele junge Leute. Aber auch Familien picknicken hier im Sommer, Jogger und Inliner drehen ihre Runden und Mütter schieben ihre Kinderwagen durch die breite Allee.

Ich habe in der Nähe des Parks gewohnt. Häufig haben wir mit Freunden auf der Wilhelm Busch Wiese vor dem gleichnamigen Museum (siehe Sehenswürdigkeit #9) gegrillt. Bei schönem Wetter ist er von unzähligen Grüppchen besiedelt und der Duft von frischem Grillfleisch lockt schon von weitem.

Georgengarten
Georgengarten

#12 Maschsee

„Warst du nicht am Maschsee, warst du nicht in Hannover“, heißt es. Der Maschsee ist das beliebteste Naherholungsziel in der Stadt.

Rund um den 0,8 Kilometer großen, künstlich angelegten See scheint bei gutem Wetter am Sonntag ganz Hannover unterwegs zu sein. Die Menschen drehen ihre Runden zu Fuß, auf dem Rad oder auf Inlinern um den See oder im Ruder-, Tret- und Segelboot sowie mit den Personenschiffen der Maschseeflotte auf dem See.

Wie in den Herrenhäuser Gärten finden auch am Maschsee im Sommer beliebte Open-Air-Veranstaltungen statt. Weit bekannt ist das fast dreiwöchige Maschseefest. Rund 2 Millionen Besucher strömen dann jährlich an die Party- und Ausgehmeile rund um den See.

Mein Tipp: Willst du dem Trubel am Wochenende aus dem Weg gehen, begib dich ans Westufer. Dort ist etwas weniger los und ich persönlich finde die Wege in der natürlicheren Anlage auch schöner als die breite Flaniermeile am Ostufer.

Maschsee
Maschsee (Foto: © HMTG)

#13 Eilenriede

Mit seinem Stadtwald übertrifft Hannover sogar den Hyde Park in London. Die 640 Hektar umfassende Eilenriede ist einer der größten Stadtwälder Europas.

Die grüne Lunge Hannovers zieht sich fast bis ans Zentrum der Stadt. Gerade am Wochenende sind Spaziergänger, Läufer und Radfahrer in dem weitläufigen Areal zwischen Liegewiesen, Spielplätzen und Teichen unterwegs.

Eilenriede
Eilenriede (Foto: © HMTG)

#14 Tiergarten

Ein weiteres bei Hannoveranern beliebtes Naherholungsziel zu jeder Jahreszeit ist der Tiergarten. Jahrhunderte alte Bäume schaffen einen wunderschönen Park.

Einst diente der Tiergarten dem Herzog als Gebiet für die Hofjagd. Hierzu setzte er im 17. Jahrhundert 120 Tiere Damwild aus.

Bis heute ist der Bestand an Damwild konstant geblieben. Daneben leben in dem Tiergarten inzwischen auch Wildschweine, Rehe und Rotwild. Dazu kommen unzählige Vögel und seltene Fledermausarten.

Infos
Öffnungszeiten

Täglich ab 7 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit
Nov. bis Dez. Mo bis Mi ab 12 Uhr und Do bis So ab 7 Uhr

Adresse

Tiergartenstraße 117

#15 Leineaue & Leineschloss

Die Leine zieht sich einmal quer durch Hannover. Auf Höhe des Maschsees spaltet sich die Ihme an der Grenze zu Linden ab. Die Leine fließt weiter durch die Altstadt entlang des Leibnizufers.

Hier wurde das Gebiet um den Holzmarkt in den letzten Jahren aufgewertet, so sind neue schicke und trendige Restaurants und Cafés am Leineufer entstanden. Sehr empfehlen kann ich das Inklusionscafé „Anna Leine“.

In der Nähe liegt auch das Leineschloss. Hier lebten von 1837 bis 1866 die Könige von Hannover. Seit 1992 tagt in dem Schloss der Niedersächsische Landtag.

Entlang an Leine und Ihme kannst du auf Spazier- und Radwegen wunderbar flanieren. Mit dem Rad lohnt sich eine Fahrt durch die südliche Leineaue vom Maschsee in Richtung Pattensen. Altarme, Tümpel, Nasswiesen, Schilf und Röhricht bilden einen abwechslungsreichen und total interessanten Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt.

Leineufer Hannover
Leineufer (Foto: © Christian Wyrwa)

#16 Altstadt

Willkommen in der guten Stube Hannovers!

In der Altstadt von Hannover hinter der Marktkirche wurde alles zusammengetragen, was Hannover nach der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg noch an altem, mittelalterlichem Fachwerk auftreiben konnte.

Richtig gelesen, nur zwölf der in der Altstadt stehenden Fachwerkhäuser standen wirklich in der Knochenhauer-, Kramer- und Burgstraße. Die anderen Gebäude wurden Ende der 50er Jahre in verschiedenen Stadtgebieten abgetragen und in der heutigen Altstadt wieder aufgebaut.

Auch einige Nachbauten sind darunter, zum Beispiel das Leibniz-Haus am Holzmarkt. Hier wohnte über viele Jahre der wohl bekannteste Sohn der Stadt: Gottfried Wilhelm Leibniz. Heute beherbergt das Haus das Historische Museum.

Auf diese Weise entstand das malerische Viertel mit den kleinen Gassen und schiefen Häusern. Es zeigt gut, wie es in Hannover einmal großflächig aussah.

In die Fachwerkhäuser sind heute individuelle Boutiquen, kleine Cafés und Restaurants eingezogen. Die Altstadt ist daher ein schönes Viertel zum Bummeln und Schlendern oder um abends ein Bierchen oder einen Cocktail zu schlürfen.

Mein Tipp: Für mehr Informationen über dieses großartige und geschichtsträchtige Viertel Hannovers schließe dich am besten einer Führung an.

Hier geht’s zu Stadtführungen durch Hannovers Altstadt

Altstadt
Hannovers Altstadt (Foto: © Martin Kirchner / HMTG)

#17 Kröpcke und Innenstadt

Treffen sich Hannoveraner nicht „unterm Schwanz“, das heißt unter der Reiterstatue am Bahnhof, dann treffen sie sich an der historischen Kröpcke-Uhr. Der zentrale Platz ist wichtiger Verkehrsknotenpunkt (hier kreuzen sich alle Stadtbahnlinien) und perfekter Ausgangspunkt für eine Shoppingtour durch die Innenstadt.

Vom Kröpcke breiten sich in alle Himmelsrichtungen die Einkaufsstraßen aus. Gesäumt von internationalen Kaufhäusern ziehen sie sich bis zum Bahnhof, zur Oper und weiter zum Aegi (für nicht Hannoveraner: Aegidientorplatz) im Westen und zum Steintor im Osten sowie bis in die Altstadt hinein (siehe Sehenswürdigkeit #16).

Das Stadtmarketing von Hannover behauptet sogar, die Innenstadt Hannovers habe mit der Bahnhofsstraße und der Georgsstraße die längsten und beliebtesten Einkaufsstraßen Deutschlands.
Ob das stimmt, kann ich nicht sagen. Aber auf jeden Fall findest du dicht gedrängt eine Vielzahl von Einkaufsmöglichkeiten.

Kröpke
Kröpke (Foto: © HMTG)

#18 Limmern in Linden

„Limmern“ nennen die Hannoveraner das entspannte Schlendern, Bummeln, Klönen und Speisen entlang der Limmerstraße in Linden.

Symbol für Linden sind die „Drei warmen Brüder“, die Schornsteine des alten Heizkraftwerkes. Abends kannst du diese bunt erleuchtet vom Küchengartenplatz über den Stadtteil wachen sehen.

Linden ist ein trendiger Stadtteil, der für eine multikulturelle Lebensart, eine ausgefallene Gastronomie und individuelle Läden steht. Und überall dazwischen sind die zahlreichen Kioske Anlaufpunkt für das ein oder andere Wegbier.

Am Abend öffnen kultige, urige und rockige Bars und Kneipen ihre Türen für Nachtschwärmer. Am Samstagmorgen läutet der Wochenmarkt das Wochenende ein.

Hannover Linden
Die drei warmen Brüder prägen das Stadtbild in Linden.

#19 Lister Meile

Entspannt bummeln zwischen individuellen Geschäften kannst du auch entlang der Lister Meile und in den angrenzenden Seitenstraßen.

Die Einkaufsstraße ist vom Bahnhof aus schnell zu erreichen und trotzdem ist die Lister Meile eine ganz eigene Welt.

Jugendstilfassaden, sprudelnde Brunnen und Straßencafés sorgen für das besondere Flair der Flaniermeile. Ein jährliches Highlight sind das Lister Meile Fest und der Weihnachtsmarkt.

Lister Meile
Lister Meile, perfekt für einen entspannten Einkaufsbummel

#20 Markthalle Hannover

In der Markthalle von Hannover kannst du so richtig gut schlemmen. Nicht umsonst nennt sich die historische Halle auch „Der Bauch von Hannover“.

Auf einer Fläche von 4.000 Quadratmetern bieten 73 Stände internationale Spezialitäten, erlesene Weine, frische Säfte, Wok, Wurst, Pizza und jede Menge anderer Köstlichkeiten.

Infos
Öffnungszeiten

Mo bis Mi 7 bis 20 Uhr
Do/Fr 7 bis 22 Uhr
Sa 7 bis 16 Uhr

Adresse

Karmarschstraße 49

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Markthalle Hannover
Markthalle (Foto: © Isabell Adolf / HMTG)

#21 Erlebniszoo Hannover

Auf Safaritour durch die afrikanische Sambesi-Flusslandschaft gehen, auf einer Expedition in Kanadas Norden Eisbären und Robben entdecken oder die Elefantenbabys im Dschungelpalast beobachten – auch das geht in Hannover.

Der Erlebniszoo Hannover ist liebevoll durch verschiedene Themenwelten gestaltet. Über 2.000 Tiere kannst du hier sehen.

Der Eintritt hat es in sich, aber es ist wirklich der schönste Zoo, den ich je besucht habe.

Infos
Öffnungszeiten

Sommer täglich 9 bis 18 Uhr
Winter Di bis So 9 bis 16 Uhr

Eintritt

Sommer 26,50 Euro
Winter 15,50 Euro

Adresse

Adenauerallee 1

Website

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Hannover Zoo
Erlebnis-Zoo Hannover (Foto: © Martin Kirchner / HMTG)

#22 SEA Life

Im SEA Life kannst du einen Blick in die bunte Unterwasserwelt werfen. Von Schildkröten und Seepferdchen über Rochen bis hin zu Haien und einem Krokodil reist du durch die Gewässer von Leine bis in den Amazonas.

Das Highlight ist der Glastunnel durch das 300.000 Liter fassende Ozeanbecken. Hier kommst du den Meeresbewohnern richtig nahe.

Mein Tipp: Dein Ticket kannst du mit Vergünstigung hier online bestellen. Es gibt auf der Internetseite auch Expresstickets zu kaufen, mit denen du die Warteschlange an der Kasse umgehen kannst.

Infos
Öffnungszeiten

Mo bis Fr 10 bis 17:30 Uhr
Sa/So 10 bis 18:30 Uhr

Eintritt

17,50 Euro
online 12,50 Euro

Adresse

Herrenhäuser Straße 4A

Website

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Hach, beim Schreiben dieses Artikels habe ich glatt ein wenig „Heimweh“ bekommen. Wird Zeit, der Stadt mal wieder einen Besuch abzustatten. Warst du vielleicht schon einmal dort? Was hat dir besonders gut an Hannover gefallen?