Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Prag

“Prag lässt nicht los. Dieses Mütterchen hat Krallen.” Das wusste schon Franz Kafka, als er seine Heimatstadt beschrieb. Prag ist eine wunderbare Stadt für eine Städtereise und aus Deutschland auch vergleichbar einfach und schnell zu erreichen.

In diesem Artikel zeigen wir dir die schönsten Sehenswürdigkeiten in Prag und geben dir alle wichtigen Infos und Reisetipps für deine Reise nach Prag. Wir können Kafka nur zustimmen. „Prag lässt nicht los“.

Vielleicht ist das der Grund, warum wir schon so oft dort waren. Prag eignet sich super für einen Wochenendtrip. Die Stadt ist nicht nur hübsch, sondern hat auch noch sehr viele tolle Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Weil du aber an einem Wochenende kaum Zeit zum Trödeln haben wirst, haben wir dir hier die interessantesten Sehenswürdigkeiten von Prag auf einem Blick zusammengestellt.

Im zweiten Teil des Artikel geben wir dir alle wichtigen Reiseinfos für Prag, die du für deinen Städtetrip brauchst: alle Infos zur Fortbewegung vor Ort, Unterkünften, Essen und vieles mehr.

Das sind die wichtigsten Highlights, die du auf keinen Fall verpassen darfst. Wenn du etwas mehr Zeit hast, schau dir auch einmal unsere Insider-Tipps für Prag an. Dort zeigen wir dir einige weniger bekannte Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch aber ebenfalls absolut wert sind.

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7 spannende Fakten über Prag

Bevor wir mit den Prag-Sehenswürdigkeiten starten, haben wir noch 7 interessante, spannende und vielleicht sogar überraschende Fakten über Prag für dich:

  1. In Prag wohnen ca. 1,3 Mio. Einwohner.
  2. Die Tschechen trinken mehr Bier pro Kopf als jede andere Nation der Welt.
  3. Prag wird auch die Goldene Stadt genannt.
  4. Prag heißt in der Landessprache „Praha“, was übersetzt ins Deutsche „Schwelle“ heißt.
  5. Die Prager Burg steht im Guinness Buch der Rekorde als größte Burganlage der Welt.
  6. Albert Einstein hat an der Karls-Universität Prag als Professor gelehrt.
  7. Der James Bond Film „Casino Royal“ (2006) wurde zum großen Teil in Prag gedreht.

Generelle Tipps: So besuchst du Prag am besten

Bevor wir mit den Sehenswürdigkeiten loslegen, haben wir noch einige Tipps für deinen Aufenthalt.

#1 Im Stadtteil Prag 1 übernachten

Vor allem, wenn du nur wenige Tage in Prag bist, solltest du deine Unterkunft am besten im Stadtteil Prag 1 buchen. Hier bist du sehr zentral und kannst alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen.

Außerdem gibt es viele Restaurants, Läden und auch der Hauptbahnhof befindet sich in unmittelbarer Nähe. Von dort aus erreichst du ganz einfach den Flughafen oder eben den Zug oder Bus, mit dem du wieder nach Hause fährst.

Lies auch unseren Artikel über die besten Stadtteile zum Übernachten in Prag

#2 Die Prag Card kaufen (ab 3 Tage)

Wenn du vorhast, in Prag auch viele Sehenswürdigkeiten von innen zu besichtigen, dann lohnt sich die Prag Card ab 62 Euro.

Die gibt es in drei Varianten: Für zwei Tage, für drei Tage oder für vier Tage. Damit hast du freien Einlass zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Prag sowie bis zu 50% Rabatt bei Touren und Shows. Außerdem gibt es auch eine gratis Bustour und Bootsfahrt dazu.

Wir empfehlen die Prag Card aber erst ab 3 Tage, da die öffentlichen Verkehrsmittel nicht inbegriffen sind. Innerhalb von 2 Tagen wirst du es nämlich kaum schaffen, alle Attraktionen zu Fuß zu besichtigen, damit sich die Karte auch auszahlt.

Wenn du zum Beispiel gerne eine Bustour und eine Bootstour machen möchtest, einen ausgedehnten Rundgang durch das Burgareal buchen und auch mindestens zwei bis drei Museen besichtigen möchtest, dann lohnt sich die Karte. Das schaffst du aber alles in eher 3 Tagen.

Zur Prag Card

#3 Eine geführte Tour machen

Vor allem, wenn du nur wenige Tage in der Stadt bist, lohnt sich eine geführte Tour. Dann kannst du mit einem ortskundigem Guide alle wichtigen Sehenswürdigkeiten innerhalb von wenigen Stunden besichtigen und gleichzeitig auch etwas darüber erfahren.

Hier sind einige der interessantesten Touren durch Prag:

Stadtführung durch Prag – Altstadt und Prager Burg: Diese Tour ist perfekt, wenn du zum ersten Mal in Prag bist und alles Wichtige sehen möchtest. Sie dauert drei Stunden und wird von einem deutschsprachigen Guide geführt.

Best of Prag: Rundgang, Bustour und 1-stündige Bootsfahrt: Eine 3,5-stündigen Tour mit Rundfahrt mit dem Sightseeing-Bus, Führung durch die Prager Burg und Bootsfahrt mit Snacks und Getränken auf der Moldau. Anschließend geht es mit dem Führer weiter durch die Altstadt.

Stadtführung durch Prag: Geister und Legenden der Altstadt: Eine Abendtour für Gruselfreunde und diejenigen, die Prag schon kennen. Dabei wirst du von einem deutschsprachigen Führer an all die Orte der Prager Altstadt geführt, an denen es spuken soll oder wo tragische Ereignisse der Prager Geschichte stattgefunden haben.

Und hier kommen endlich die schönsten Highlights, die Prag zu bieten hat.

Sehenswürdigkeiten in der Altstadt

Wenn du Prag-Neuling bist, wirst du in der Altstadt aus dem Staunen wahrscheinlich kaum herauskommen. Geprägt von gotischen und barocken Baustilen, heißt Prag nicht umsonst die “Goldene Stadt”. Hier kommen die Highlights und Sehenswürdigkeiten, die du dir in der Prager Altstadt auf keinen Fall entgehen lassen solltest.

Altstädter Ring

Der Altstädter Ring ist der zentrale Marktplatz der Prager Altstadt und bietet eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, wie z.B. das Altstädter Rathaus, die Astronomische Aposteluhr und die St.-Nikolaus-Kirche.

Unser Tipp: Lass’ dir für den Altstädter Ring genügend Zeit – es gibt hier ganze 9000 m² zu erkunden.

Altstädter Ring
Die Teynkirche auf dem Altstädter Marktplatz

Rathaus mit astronomischer Uhr

An der südöstlichen Ecke des Altstädter Rings findest du das Prager Rathaus, an dessen Mauer sich die astronomische Uhr befindet.

Zu jeder Stunde kannst du hier zudem das ziemlich faszinierende Schauspiel der Uhr beobachten: Es erscheinen in den beiden oberen Fenstern nacheinander die Figuren der zwölf Apostel, der Sensemann klingelt mit der Glocke und ein goldener Hahn kräht.

Viele Prag-Besucher sind etwas enttäuscht von der astronomischen Uhr. Natürlich ist das aus heutiger Sicht kein großes Spektakel, aber diese Uhr wurde im Jahr 1410 erbaut. Vor dem Hintergrund sieht man das doch gleich mit ganz anderen Augen.

Astronomische Uhr
Die Astronomische Uhr am Prager Rathaus

Wenzelsplatz

Der Wenzelsplatz ist einer der größten Plätze Europas. Dadurch wirkt er auch eher wie ein Boulevard und ist ein beliebter Hotspot mit Restaurants, Bars, Geschäften und Hotels.

Hier kannst du bis spät in die Nacht in einem Straßencafé sitzen oder auch tanzen und dich auf dem belebten Platz unters Volk mischen.

Wir empfehlen besonders einen Bummel durch den Koruna Palast, einer Einkaufspassage mit eindrucksvoller Glaskuppel aus den zwanziger Jahren.

Auch geschichtlich hat der Platz eine große Bedeutung: Unter anderem wurde hier im November 1989 das Ende des Kommunismus in Tschechien bekannt gegeben.

Wenzelsplatz
Der Wenzelsplatz ist einer der größten Plätze Europas

Klementinum

Das Klementinum war einstmals ein Jesuitenkloster und ist heute Sitz der Tschechischen Nationalbibliothek. Der Gebäudekomplex wurde zur Zeit des Barock und Rokoko errichtet und ist ein architektonisches Kunstwerk mit Fresken und üppigen Verzierungen.

Zum Klementinum gehört auch der Astronomische Turm, von dem aus du auf über 68 Metern Höhe einen tollen Blick über die Stadt hast. Im Turm befindet sich außerdem eine Ausstellung über alte Messinstrumente, mit denen man im 18. Jahrhundert astronomische Messungen durchgeführt hat.

Der Meridiansaal und der Spiegelsaal sind weitere, wunderschöne Räume des Klementiums, aber das Herzstück ist der barocke Bibliothekssaal. Dieser zählt zu den schönsten Bibliotheken der Welt.

Unsere Empfehlung: Eine kostenlose, geführte Tour durch u.a. die Bibliothek und die Spiegelkapelle. Die Touren finden alle 30 Minuten statt, dauern circa eine Stunde und du kannst dich ohne Anmeldung spontan anschließen.

Der Eintritt zum Klementinum kostet 300 CZK, also rund 12 Euro. Du kannst aber auch das Ticket ohne Warteschlange für 380 CZK buchen (circa 15 Euro).  Das geht auf offiziellen Webseite.

Das Klementinum steht direkt an der Karlsbrücke und lässt sich daher gut mit der Besichtigung der Brücke kombinieren.

Infos
Öffnungszeiten

15. März bis 24. November:
So - Do: 10:00 bis 18:00 Uhr
Fr + Sa: 10:00 bis 18:30 Uhr

25. November bis 14. Dezember / 10. Januar bis 14. März:
So - Do: 10:00 bis 17:30 Uhr
Fr + Sa: 10:00 bis18:00 Uhr

15. Dezember bis 10. Januar:
Täglich 10:00 bis 18:00 Uhr

Eintritt

300 CZK (circa 12 Euro)

Adresse

Mariánské nám. 5

Anfahrt

Staroměstská (U-Bahnlinie A)

Webseite

Klementinum

Bibliothek mit Gewölbedecke
Die barocke Bibliothek im Klementinum zählt zu den schönsten der Welt (Foto: ©Jan Kolman)

Nationalmuseum

Das Nationalmuseum ist in einem prunkvollen Gebäude mit großer Kuppel untergebracht und ist das führende Museum in Tschechien zur Kultur- und Naturgeschichte. Aber das Museum bietet neben der Geschichte des Landes auch verschiedene Ausstellungen zum Thema Zoologie, Anthropologie und Paläontologie.

Auch wenn du kein Museumsfan bist, lohnt sich ein Abstecher, denn allein das Gebäude ist von innen und außen schon wahnsinnig beeindruckend.

Das Nationalmuseum befindet sich am oberen Ende des Wenzelsplatzes. Von dort kann man den gesamten Boulevard nach unten betrachten.

Der Eintritt kostet 260 CZK, also circa 10 Euro.

Das Ticket zum Museum kannst du auch für 24 Euro in Kombination mit einer geführten Tour durch Prag buchen.

Zur geführten Tour mit Museumseintritt

Infos
Öffnungszeiten

Täglich 10:00 bis 18:00 Uhr

Eintritt

260 CZK (circa 10 Euro)

Adresse

Václavské náměstí 68

Anfahrt

Muzeum (U-Bahnlinien A,C)

Website

Nationalmuseum

Nationalmuseum Prag
Das Nationalmuseum auf dem Wenzelsplatz ist auch von außen sehr beeindruckend

Karlsbrücke

Errichtet im 14. Jahrhundert ist die Karlsbrücke eine der ältesten Steinbrücken Europas und das Wahrzeichen Prags schlechthin. Sie verbindet die Altstadt mit der Kleinseite der Stadt, und du hast hier einen wunderbaren Ausblick über die Moldau.

Tagsüber herrscht auf der Brücke buntes Treiben, mit zahllosen Touristen, Straßenmusikern und Händlern, die Souvenirs verkaufen.

Wenn du die Brücke fotografieren willst und die Touris möglichst nicht drauf sein sollen, empfehlen wir einen Besuch am frühen Morgen.

Karlsbrücke
Die Karlsbrücke ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Prags (Foto: ©Prague City Tourism)

Sehenswürdigkeiten auf der Prager Kleinseite

Auch wenn es heute eher schwer vorstellbar ist, war die Kleinseite ursprünglich eine unabhängige Stadt unterhalb der Prager Burg, und wurde erst 1784 Teil Prags.

Fast ausschließlich barock geprägt, bietet die Kleinseite abseits des Trubels der Karlsbrücke versteckte Orte, die zum Verweilen einladen.

Folgende Sehenswürdigkeiten solltest du auf jeden Fall bei deinem Besuch einplanen:

Prager Burg

Als größtes, in sich geschlossenes Burgareal der Welt solltest du für die Besichtigung einige Stunden mitbringen. Uns kam es so vor, als wäre die Burg selbst eine kleine Stadt – es gibt hier unglaublich viel zu sehen.

Das Burggelände versammelt viele Sehenswürdigkeiten Prags in sich, wie das Goldene Gässchen, den Veitsdom und die Nationalgalerie. Außerdem befindet sich hier auch die Residenz des Präsidenten der Tschechischen Republik.

Für die Besichtigung des Sehenswürdigkeiten kannst du drei verschiedene Tickets kaufen:

  • Rundgang A (350 CZK, circa 14 Euro): Hier besichtigst du praktisch alles. Den alten Königspalast, die Ausstellung zur Geschichte der Prager Burg, die Basilika des Hl. Georg, das Goldene Gässchen mit dem Turm Daliborka, den Rosenberg Palais und den St.-Veits-Dom. Für diesen Rundgang solltest du circa 4 Stunden einplanen.
  • Rundgang B (250 CZK, circa 10 Euro): Der verkürzte Rundgang. Bei diesem Rundgang siehst du alles, außer der Ausstellung zur Geschichte der Prager Burg und dem Rosenberg Palais. Für diesen Rundgang brauchst du circa 2 Stunden.
  • Rundgang C (350 CZK, circa 14 Euro): Bei diesem Rundgang besuchst du nur die zwei Ausstellungen „Prager Domschatz“ im Veitsdom und die Bildergalerie der Prager Burg. Dazu kannst du auch auf den Aussichtsturm des Veitsdoms.

Unser Tipp: Der Rundgang B lohnt sich unserer Meinung nach am meisten, vor allem, wenn du nur ein Wochenende in Prag bist und nicht so viel Zeit hast. Damit siehst du auf jeden Fall trotzdem die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des Burgareals. 

Da der Rundgang B sowieso der beliebteste ist, kannst du das Ticket direkt bei Get Your Guide ohne Anstehen, inklusive Einführung, buchen. Das lohnt sich auf jeden Fall, denn an der Prager Burg gibt es immer eine Warteschlange.

Zum Ticket B für die Prager Burg ohne Anstehen

Aber auch, wenn du gar keine der Sehenswürdigkeiten von innen besichtigen willst, lohnt sich der Aufstieg. Du kannst nämlich auch ganz kostenlos durch das Areal schlendern, die Gebäude von außen betrachten und die tolle Aussicht über Prag genießen.

Unser Tipp: Jeden Tag findet um 12 Uhr mittags auf dem ersten Burghof die Wachablösung der Burgwache statt. Das geschieht mit großem Pomp und Trommeln, Trompeten und Fanfaren. Wenn du das Spektakel beobachten willst, solltest du dir aber möglichst früh einen guten Platz besorgen.

Infos
Öffnungszeiten

November - März: 9:00 bis 16:00 Uhr
April - Oktober: 9:00 bis 17:00 Uhr

Eintritt

350 CZK (circa 14 Euro)
Die Eintrittskarte ist zwei Tage gültig

Adresse

Hradčany, 119 08 Prag 1

Anfahrt

Malostranská (U-Bahnlinie A)
Kurzer Aufstieg mit Ausblick über das Moldautal
Pražský hrad (Straßenbahnlinie 22)
Kürzester und einfachster Weg

Webseite

Prager Burg

Prager Burg
Auf dem Prager Burggelände befinden sich einige Sehenswürdigkeiten der Stadt (Foto: ©Prague City Tourism)

Sehenswürdigkeiten innerhalb der Prager Burg

Innerhalb des Burgareals befinden sich folgende Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen solltest.

Veitsdom

Der Veitsdom ist die größte Kirche Tschechiens. Seit 1344 gibt es sie und gilt als Meisterwerk gotischer Architektur. Hinter einer kleinen Tür mit sieben Schlössern kannst du die Kronjuwelen Böhmens bestaunen.

Die Besichtigung des Veitsdoms ist nur für den Eingangsbereich frei, der Rest des Doms ist kostenpflichtig und kann nur mit den Tickets A oder B besichtigt werden.

Wenn du schwindelfrei bist, dann empfehlen wir dir definitiv, den 99 Meter hohen Turm der Kirche zu besteigen – die beste Aussicht über die Stadt. Der Aufstieg kostet 200 CZK (circa 4 Euro), im Rundgang C ist er aber schon enthalten.

Infos
Öffnungszeiten

November bis März:
Mo - Sa: 9:00 bis 16:00 Uhr
So: 12:00 bis 16:00 Uhr
April bis Oktober:
Mo- Sa: 9:00 bis 17:00 Uhr
So: 12:00 bis 17:00 Uhr

Eintritt

Der Eingangsbereich ist frei, der Rest des Doms kann mit den Tickets A oder B besichtigt werden.

Adresse

III. nádvoří 48/2

Veitsdom
Der Kirchturm des Veitsdoms bietet den besten Blick über Prag

Goldenes Gässchen

Das Goldene Gässchen, welches sich an der inneren Mauer der Prager Burg befindet, ist ein beliebter Ort für Touristen. Den Namen verdankt die kleine Straße den Goldschmieden, die hier im 17. Jahrhundert gelebt haben.

Auch Franz Kafka hat hier unter der Hausnummer 22 gelebt und gearbeitet. Heute beherbergt die kleine Straße mit den bunten, winzigen Häuschen kleine Souvenirshops, Cafés und verschiedene Dauerausstellungen, wie die Menschen hier einst gelebt haben.

Unser Tipp: Das Goldene Gässchen kannst du in der Wintersaison (Anfang November bis Ende März) ab 16 Uhr und in der Sommersaison (Anfang April bis Ende Oktober) ab 17 Uhr gratis besichtigen. 

Infos
Öffnungszeiten

November - März: 9:00 bis 16:00 Uhr
April bis Oktober: 9:00 bis 17:00 Uhr

Eintritt

Der Zutritt geht nur mit einem Ticket für die Rundgänge A und B.

Adresse

Zlatá ulička
119 08 Praha 1

Goldenes Gässchen
Beim Schlendern durch das goldene Gässchen kannst du verschiedene Souvenirshops, Cafés und Ausstellungen entdecken

Petrin Hügel

Der Petrin-Hügel beherbergt eine ganze Reihe an Sehenswürdigkeiten, die du dir nicht entgehen lassen solltest.

Hier findest du unter anderem die Laurentius-Kirche aus dem Mittelalter, die zur Zeit der Gotik errichtete Schanzmauer und mehrere Gärten, in denen du nach langen Sightseeing-Touren wunderbar entspannen kannst.

Sehenswert außerdem: der ca. 60 Meter hohe Petrin-Turm, der fast wie der Eiffelturm in Paris aussieht.

Auf den Petrin gelangst du zu Fuß oder mit einer kleinen Standseilbahn. Die Bahn kannst du mit einem Tagesticket für die öffentlichen Verkehrsmittel kostenfrei nutzen oder du kaufst ein Einzelticket für 32 CZK (1,20 Euro).

In der Nähe der Seilbahn befindet sich die Tramstation Újezd, an der die Linien 6, 9, 12, 20, 22, 57, 58, 59 und 91 halten.

Aber Achtung: Nicht direkt beim ersten Halt aussteigen, denn da ist erst mal der Zwischenhalt am Restaurant Nebozízek. Wenn du hier aus Versehen aussteigst, musst du den Rest des Hügels zu Fuß hochlaufen.

Petřín
Einer der Gärten auf dem Petřín-Hügel

Sehenswürdigkeiten in Josefov

Das Josefov-Viertel oder auch Josefstadt, ist das jüdische Viertel Prags und Teil der Prager Altstadt.

Hier findest du nicht nur das Jüdische Museum Prags, sondern auch einige Synagogen mitsamt der Legenden, die sich um sie ranken.

So sollen sich auf dem Dachboden der Altneu-Synagoge angeblich Lehmreste des Golems befinden, einer mystischen, aus Lehm geformten Kreatur, die Rabbi Löw vor einigen Jahrhunderten mit seiner Geisteskraft zum Leben erweckt haben soll.

Alter Jüdischer Friedhof

Der alte Jüdische Friedhof stammt aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts und wurde, bedingt durch die engen Platzverhältnisse im jüdischen Ghetto, nie erweitert.

Es wird geschätzt, dass trotz der kleinen Fläche des Friedhofs hier über 100.000 Menschen begraben liegen – was dazu führte, dass der Friedhof eine fast hügelige Landschaft aufweist, welche zur magischen Atmosphäre des Ortes beiträgt.

Er ist einer der bekanntesten jüdischen Friedhöfe Europas und sein schmaler Weg, der durch die Grabsteine und Bäume hindurchführt, lädt zum Spazieren und Verweilen ein.

Infos
Öffnungszeiten

April – Oktober 9:00 bis 18:00 Uhr
März - November 9:00 bis 16:30 Uhr
Samstag geschlossen

Eintritt

330 CZK (ca. 12 Euro). Die Eintrittskarte gilt gleichzeitig auch für die Synagogen im Jüdischen Viertel.

Synagogen in der Josefstadt

Von den einstmals zahlreichen Synagogen sind heute nur noch sechs erhalten. Dennoch sind sie Zentrum einer mittlerweile wieder sehr lebendigen jüdischen Gemeinde.

Pinkas-Synagoge

Die Pinkas-Synagoge beherbergt ein Mahnmal für die Opfer der Shoah, des Holocausts: ihre Wände dienen als Inschriftsträger für die Namen der Ermordeten.

Spanische Synagoge

Die Spanische Synagoge wird von manchen auch als die schönste Synagoge Prags bezeichnet. In maurischem Stil gehalten, erinnert sie mit ihren goldenen Verzierungen in ihrem Innern fast an ein Märchen aus Tausend und Einer Nacht.

Altneu-Synagoge

Die Altneu-Synagoge ist eine aus dem Mittelalter erhaltene Synagoge und damit die älteste Synagoge Europas. Sie ist zudem die Hauptsynagoge der jüdischen Gemeinde Prags.

Maisel-Synagoge

Im neo-gotischen Stil erbaut, stammt die Maisel-Synagoge aus dem 17. Jahrhundert und ist heute Teil des Jüdischen Museums Prags. Hier findest du eine Ausstellung über das frühe jüdische Leben in Böhmen.

Jerusalemsynagoge

Die Jerusalemsynagoge wurde im Jahr 1906 eingeweiht und wurde vom Wiener Architekten Wilhelm Stiassny entworfen. Auch die Jerusalemsynagoge ist im orientalisch-maurischen Stil gehalten.

Hohe Synagoge

Die Hohe Synagoge stammt aus dem Jahr 1568 und ist eine Mischung aus Renaissance- und frühbarocken Stilelementen. Neben der Altneu-Synagoge bildet sie eines der zentralen Bauwerke im Jüdischen Viertel Prags.

Böhmische Küche und böhmisches Bier

Wenn deine Hosen dich nach deinem Prag-Besuch in der Taillengegend zwicken, dann mach dir keine Sorgen – es ging uns da nicht wirklich anders.

Die tschechische Küche ist nicht gerade die gesündeste. In den typischen böhmischen Restaurants findest du in der Regel immer die gleiche Auswahl an Gerichten: Gulasch mit Knödeln, Schweinshaxe, Entenkeule und ähnliche, recht schwere Fleischgerichte.

Die Qualität ist in der Regel gut und die Preise vergleichsweise günstig. Vegetarier und Veganer haben es in Prag nicht leicht, zumindest in den klassischen Restaurants.

Wir haben für dich einen Rundgang durch die böhmische Küche gemacht und stellen dir die allgemeinen, kulinarischen Favoriten kurz vor.

Unsere Lieblingsgerichte

Kulajda

Ganz oben auf unserer Liste der Dinge, die du in Prag definitiv essen solltest, ist diese cremige, leicht säuerliche Kartoffelsuppe mit Essig, Dill und einem Ei (oftmals pochiert) obendrauf. Was erstmal nach einer etwas seltsamen Kombination klingt, funktioniert in Realität aber überraschend gut.

Svíčková na smetaně

Der Lendenbraten ist wohl das Leib- und Magengericht der Tschechen: Rinderfilet in einer cremigen Soße mit böhmischen Knödeln, passiertem Gemüse und Preiselbeeren. Sehr lecker, deftig und sehr beliebt.

Guláš

Gulasch ist den meisten wahrscheinlich bekannt, wir empfehlen dir aber trotzdem, dieses Gericht auch einmal in Prag zu probieren. Diesen deftigen Fleischeintopf, der typischerweise mit Knödeln serviert wird, kannst du in einigen Restaurants auch in vegetarischer Variante finden.

Palačinky

Palatschinken ist das typische Prager Dessert und definitiv etwas für Leckermäuler. Die dünnen Eierpfannkuchen sind das tschechische Äquivalent zu französischen Crêpes und sind absolut himmlisch. Üblicherweise werden sie gerollt serviert, mit Schlagsahne, Eiscreme, Früchten oder Schokoladensoße.

Biere in Prag

Tschechien ist international berühmt für seine ausgezeichneten Biere, welche im Vergleich zu anderen Ländern auch überraschend günstig sind. Welche Biere du in Prag unbedingt probieren solltest? Wir haben da ein paar Tipps.

Pilsner Urquell

Der Name dürfte dir bekannt vorkommen, wird Pilsner Urquell doch so ziemlich überall in der Welt verkauft – kein Wunder, es ist das meist exportierte tschechische Bier. Es ist außerdem das erste nach Pilsner Brauart hergestellte Bier und verdient allein deswegen eine Kostprobe in einer Prager Bar. Das Bier kommt zwar nicht direkt aus Prag, sondern natürlich aus Pilsen. Trotzdem bekommst du es in der Hauptstadt natürlich sehr oft.

Staropramen

Die Brauerei Staropramen ist nach Pilsner Urquell die zweigrößte Brauerei des Landes, daher wirst du dieses Bier so ziemlich überall finden. Staropramen ist ein sehr leichtes Bier und eignet sich daher sehr gut als Erfrischung im Sommer. Pluspunkt: Staropramen hat seine Heimat auch in der Hauptstadt Prag.

Budweiser

Es soll ja Menschen geben, die halten Budweiser für ein amerikanisches Bier. Das ist natürlich Quatsch. Das echte Budweiser kommt natürlich aus dem tschechischen Ort Budweis und ist im Gegensatz zur amerikanischen Kopie auch richtig lecker.

Warst du schon mal in Prag und kennst noch mehr Sehenswürdigkeiten, die wir hier nicht aufgelistet haben? Dann verrate sie uns und hinterlasse einen Kommentar. Wir freuen uns drauf!