Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Prag

“Prag lässt nicht los. Dieses Mütterchen hat Krallen.” Das wusste schon Franz Kafka, als er seine Heimatstadt beschrieb. Prag ist eine wunderbare Stadt für eine Städtereise und aus Deutschland auch vergleichbar einfach und schnell zu erreichen.

In diesem Artikel zeigen wir dir die schönsten Sehenswürdigkeiten in Prag und geben dir alle wichtigen Infos und Reisetipps für deine Reise nach Prag.Wir können Kafka nur zustimmen. „Prag lässt nicht los“.

Vielleicht ist das der Grund, warum wir schon so oft dort waren. Prag eignet sich super für einen Wochenendtrip. Die Stadt ist nicht nur hübsch, sondern hat auch noch sehr viele tolle Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Weil du aber an einem Wochenende kaum Zeit zum Trödeln haben wirst, haben wir dir hier die interessantesten Sehenswürdigkeiten von Prag auf einem Blick zusammengestellt.

Im zweiten Teil des Artikel geben wir dir alle wichtigen Reiseinfos für Prag, die du für deinen Städtetrip brauchst: alle Infos zur Fortbewegung vor Ort, Unterkünften, Essen und vieles mehr.

Das sind die wichtigsten Highlights, die du auf keinen Fall verpassen darfst. Wenn du etwas mehr Zeit hast, schau dir auch einmal unsere Insider-Tipps für Prag an. Dort zeigen wir dir einige weniger bekannte Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch aber ebenfalls absolut wert sind.

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7 spannende Fakten über Prag

Bevor wir mit den Prag-Sehenswürdigkeiten starten, haben wir noch 7 interessante, spannende und vielleicht sogar überraschende Fakten über Prag für dich:

  1. In Prag wohnen ca. 1,3 Mio. Einwohner.
  2. Die Tschechen trinken mehr Bier pro Kopf als jede andere Nation der Welt.
  3. Prag wird auch die Goldene Stadt genannt.
  4. Prag heißt in der Landessprache „Praha“, was übersetzt ins Deutsche „Schwelle“ heißt.
  5. Die Prager Burg steht im Guinness Buch der Rekorde als größte Burganlage der Welt.
  6. Albert Einstein hat an der Karls-Universität Prag als Professor gelehrt.
  7. Der James Bond Film „Casino Royal“ (2006) wurde zum großen Teil in Prag gedreht.

Sehenswürdigkeiten in der Altstadt

Wenn du Prag-Neuling bist, wirst du in der Altstadt aus dem Staunen wahrscheinlich kaum herauskommen. Geprägt von gotischen und barocken Baustilen, heißt Prag nicht umsonst die “Goldene Stadt”. Hier kommen die Highlights und Sehenswürdigkeiten, die du dir in der Prager Altstadt auf keinen Fall entgehen lassen solltest.

Altstädter Ring

Der Altstädter Ring ist der zentrale Marktplatz der Prager Altstadt und bietet eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, wie z.B. das Altstädter Rathaus, die Astronomische Aposteluhr und die St.-Nikolaus-Kirche.

Unser Tipp: Lass’ dir für den Altstädter Ring genügend Zeit – es gibt hier ganze 9000 m² zu erkunden.

Altstädter Ring
Die Teynkirche auf dem Altstädter Marktplatz

Rathaus mit astronomischer Uhr

An der südöstlichen Ecke des Altstädter Rings findest du das Prager Rathaus, an dessen Mauer sich die astronomische Uhr befindet.

Zu jeder Stunde kannst du hier zudem das ziemlich faszinierende Schauspiel der Uhr beobachten: Es erscheinen in den beiden oberen Fenstern nacheinander die Figuren der zwölf Apostel, der Sensemann klingelt mit der Glocke und ein goldener Hahn kräht.

Viele Prag-Besucher sind etwas enttäuscht von der astronomischen Uhr. Natürlich ist das aus heutiger Sicht kein großes Spektakel, aber diese Uhr wurde im Jahr 1410 erbaut. Vor dem Hintergrund sieht man das doch gleich mit ganz anderen Augen.

Astronomische Uhr
Die Astronomische Uhr am Prager Rathaus

Wenzelsplatz

Der Wenzelsplatz ist einer der größten Plätze Europas. Dadurch wirkt er auch eher wie ein Boulevard und ist ein beliebter Hotspot für Restaurants, Bars, Geschäfte und Hotels.

Hier kannst du bis spät in die Nacht in einem Straßencafé sitzen oder auch tanzen und dich auf dem belebten Platz unters Volk mischen.

Wir empfehlen besonders einen Bummel durch den Koruna Palast, einer Einkaufspassage mit eindrucksvoller Glaskuppel aus den zwanziger Jahren.

Auch geschichtlich hat der Platz eine große Bedeutung: Unter anderem wurde hier im November 1989 das Ende des Kommunismus in Tschechien bekannt gegeben.

Clementinum

Das Clementinum war einstmals ein Jesuitenkloster und ist heute Sitz der Tschechischen Nationalbibliothek. Der Gebäudekomplex wurde zur Zeit des Barock und Rokoko errichtet und ist ein architektonisches Kunstwerk mit Fresken und üppigen Verzierungen.

Unsere Empfehlung: Eine einstündige geführte Tour durch u.a. die Bibliothek und die Spiegelkapelle. Das Clementinum steht direkt an der Karlsbrücke und lässt sich daher gut mit der Besichtigung der Brücke kombinieren.

Infos
Öffnungszeiten

Täglich 10:00 bis 18:00 Uhr. Im Winter kürzer.

Nationalmuseum

Vorab: Das Nationalmuseum ist seit 2011 wegen einer umfassenden Sanierung geschlossen, soll aber voraussichtlich im Oktober 2018 wiedereröffnen.

Trotzdem erzählen wir dir kurz etwas dazu: Es ist das führende Museum in Tschechien zur Kultur- und Naturgeschichte und bietet neben der Geschichte des Landes auch verschiedene Ausstellungen zum Thema Zoologie, Anthropologie und Paläontologie.

Auch wenn du kein Museumsfan bist, lohnt sich ein Abstecher, denn allein das Gebäude ist schon wahnsinnig beeindruckend.

Das Nationalmuseum befindet sich am oberen Ende des Wenzelsplatzes. Von dort kann man den gesamten Boulevard nach unten betrachten.

Karlsbrücke

Errichtet im 14. Jahrhundert ist die Karlsbrücke eine der ältesten Steinbrücken Europas und das Wahrzeichen Prags schlechthin. Sie verbindet die Altstadt mit der Kleinseite der Stadt, und du hast hier einen wunderbaren Ausblick über die Moldau.

Tagsüber herrscht auf der Brücke buntes Treiben, mit zahllosen Touristen, Straßenmusikern und Händlern, die Souvenirs verkaufen.

Wenn du die Brücke fotografieren willst und die Touris möglichst nicht drauf sein sollen, empfehlen wir einen Besuch am frühen Morgen.

Sehenswürdigkeiten auf der Prager Kleinseite

Auch wenn es heute eher schwer vorstellbar ist, war die Kleinseite ursprünglich eine unabhängige Stadt unterhalb der Prager Burg, und wurde erst 1784 Teil Prags.

Fast ausschließlich barock geprägt, bietet die Kleinseite abseits des Trubels der Karlsbrücke versteckte Orte, die zum Verweilen einladen.

Folgende Sehenswürdigkeiten solltest du auf jeden Fall bei deinem Besuch einplanen:

Prager Burg

Als größtes, in sich geschlossenes Burgareal der Welt solltest du für die Besichtigung einige Stunden mitbringen. Uns kam es so vor, als wäre die Burg selbst eine kleine Stadt – es gibt hier unglaublich viel zu sehen und zu erlaufen.

Das Burggelände versammelt viele Sehenswürdigkeiten Prags in sich, wie das Goldene Gässchen, den Veitsdom und die Nationalgalerie. Außerdem befindet sich hier auch die Residenz des Präsidenten der Tschechischen Republik.

Selbst wenn es dir zu viel ist, alle sieben Hektar des Komplexes zu erkunden, solltest du der Burg allein des Ausblicks wegen einen Besuch abstatten. Bring auf jeden Fall bequeme Schuhe mit, denn der Aufstieg zur Burg ist nicht ohne.

Das Burggelände selbst kannst du kostenlos betreten. Allerdings wird für Besichtigungen im Inneren der Gebäude, sowie im Goldenen Gässchen Eintritt kassiert.

Gerade in der Hauptsaison kann es an den Kassenhäuschen zu relativ langen Schlangen kommen. Du kannst aber online ein Ticket kaufen, das für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf dem Burggeländer gilt. So musst du nicht anstehen. Sehr praktisch.

Zum Ticket für die Prager Burg

Veitsdom

Auf der Prager Burg befindet sich der Veitsdom – die größte Kirche Tschechiens. Seit 1344 gibt es sie und gilt als Meisterwerk gotischer Architektur. Hinter einer kleinen Tür mit sieben Schlössern kannst du die Kronjuwelen Böhmens bestaunen.

Wenn du schwindelfrei bist, dann empfehlen wir dir definitiv, den 99 Meter hohen Turm der Kirche zu besteigen – die beste Aussicht über die Stadt.

Goldenes Gässchen

Das Goldene Gässchen, welches sich an der inneren Mauer der Prager Burg befindet, ist ein beliebter Ort für Touristen. Den Namen verdankt die kleine Straße den Goldschmieden, die hier im 17. Jahrhundert gelebt haben.

Auch Franz Kafka hat hier unter der Hausnummer 22 gelebt und gearbeitet. Heute beherbergt die kleine Straße mit den bunten, winzigen Häuschen kleine Souvenirshops, Cafés und verschiedene Dauerausstellungen, wie die Menschen hier einst gelebt haben.

Petrin Hügel

Der Petrin-Hügel beherbergt eine ganze Reihe an Sehenswürdigkeiten, die du dir nicht entgehen lassen solltest.

Hier findest du unter anderem die Laurentius-Kirche aus dem Mittelalter, die zur Zeit der Gotik errichtete Schanzmauer und mehrere Gärten, in denen du nach langen Sightseeing-Touren wunderbar entspannen kannst.

Sehenswert außerdem: der ca. 60 Meter hohe Petrin-Turm, der fast wie der Eiffelturm in Paris aussieht.

Auf den Petrin gelangst du zu Fuß oder mit einer kleinen Standseilbahn. Die Bahn kannst du mit einem Tagesticket für die öffentlichen Verkehrsmittel kostenfrei nutzen oder du kaufst ein Einzelticket für 32 CZK (1,20 Euro).

In der Nähe der Seilbahn befindet sich die Tramstation Újezd, an der die Linien 6, 9, 12, 20, 22, 57, 58, 59 und 91 halten.

Aber Achtung: Nicht direkt beim ersten Halt aussteigen, denn da ist erst mal der Zwischenhalt am Restaurant Nebozízek. Wenn du hier aus Versehen aussteigst, musst du den Rest des Hügels zu Fuß hochlaufen.

Petřín
Einer der Gärten auf dem Petřín-Hügel

Sehenswürdigkeiten in Josefov

Das Josefov-Viertel oder auch Josefstadt, ist das jüdische Viertel Prags und Teil der Prager Altstadt.

Hier findest du nicht nur das Jüdische Museum Prags, sondern auch einige Synagogen mitsamt der Legenden, die sich um sie ranken.

So sollen sich auf dem Dachboden der Altneu-Synagoge angeblich Lehmreste des Golems befinden, einer mystischen, aus Lehm geformten Kreatur, die Rabbi Löw vor einigen Jahrhunderten mit seiner Geisteskraft zum Leben erweckt haben soll.

Alter Jüdischer Friedhof

Der alte Jüdische Friedhof stammt aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts und wurde, bedingt durch die engen Platzverhältnisse im jüdischen Ghetto, nie erweitert.

Es wird geschätzt, dass trotz der kleinen Fläche des Friedhofs hier über 100.000 Menschen begraben liegen – was dazu führte, dass der Friedhof eine fast hügelige Landschaft aufweist, welche zur magischen Atmosphäre des Ortes beiträgt.

Er ist einer der bekanntesten jüdischen Friedhöfe Europas und sein schmaler Weg, der durch die Grabsteine und Bäume hindurchführt, lädt zum Spazieren und Verweilen ein.

Infos
Öffnungszeiten

April – Oktober 9:00 bis 18:00 Uhr
März – November 9:00 bis 16:30 Uhr
Samstag geschlossen

Eintritt

330 CZK (ca. 12 Euro). Die Eintrittskarte gilt gleichzeitig auch für die Synagogen im Jüdischen Viertel.

Synagogen in der Josefstadt

Von den einstmals zahlreichen Synagogen sind heute nur noch sechs erhalten. Dennoch sind sie Zentrum einer mittlerweile wieder sehr lebendigen jüdischen Gemeinde.

Die Pinkas-Synagoge beherbergt ein Mahnmal für die Opfer der Shoah, des Holocausts: ihre Wände dienen als Inschriftsträger für die Namen der Ermordeten.

Die Spanische Synagoge wird von manchen auch als die schönste Synagoge Prags bezeichnet. In maurischem Stil gehalten, erinnert sie mit ihren goldenen Verzierungen in ihrem Innern fast an ein Märchen aus Tausend und Einer Nacht.

Die Altneu-Synagoge ist eine aus dem Mittelalter erhaltene Synagoge und damit die älteste Synagoge Europas. Sie ist zudem die Hauptsynagoge der jüdischen Gemeinde Prags.

Im neo-gotischen Stil erbaut, stammt die Maisel-Synagoge aus dem 17. Jahrhundert und ist heute Teil des Jüdischen Museums Prags. Hier findest du eine Ausstellung über das frühe jüdische Leben in Böhmen.

Die Jerusalemsynagoge wurde im Jahr 1906 eingeweiht und wurde vom Wiener Architekten Wilhelm Stiassny entworfen. Auch die Jerusalemsynagoge ist im orientalisch-maurischen Stil gehalten.

Die Hohe Synagoge stammt aus dem Jahr 1568 und ist eine Mischung aus Renaissance- und frühbarocken Stilelementen. Neben der Altneu-Synagoge bildet sie eines der zentralen Bauwerke im Jüdischen Viertel Prags.

Böhmische Küche und böhmisches Bier

Wenn deine Hosen dich nach deinem Prag-Besuch in der Taillengegend zwicken, dann mach dir keine Sorgen – es ging uns da nicht wirklich anders.

Die tschechische Küche ist nicht gerade die gesündeste. In den typischen böhmischen Restaurants findest du in der Regel immer die gleiche Auswahl an Gerichten: Gulasch mit Knödeln, Schweinshaxe, Entenkeule und ähnliche, recht schwere Fleischgerichte.

Die Qualität ist in der Regel gut und die Preise vergleichsweise günstig. Vegetarier und Veganer haben es in Prag nicht leicht, zumindest in den klassischen Restaurants.

Wir haben für dich einen Rundgang durch die böhmische Küche gemacht und stellen dir die allgemeinen, kulinarischen Favoriten kurz vor.

Unsere Lieblingsgerichte

Kulajda

Ganz oben auf unserer Liste der Dinge, die du in Prag definitiv essen solltest, ist diese cremige, leicht säuerliche Kartoffelsuppe mit Essig, Dill und einem Ei (oftmals pochiert) obendrauf. Was erstmal nach einer etwas seltsamen Kombination klingt, funktioniert in Realität aber überraschend gut.

Svíčková na smetaně

Der Lendenbraten ist wohl das Leib- und Magengericht der Tschechen: Rinderfilet in einer cremigen Soße mit böhmischen Knödeln, passiertem Gemüse und Preiselbeeren. Sehr lecker, deftig und sehr beliebt.

Guláš

Gulasch ist den meisten wahrscheinlich bekannt, wir empfehlen dir aber trotzdem, dieses Gericht auch einmal in Prag zu probieren. Diesen deftigen Fleischeintopf, der typischerweise mit Knödeln serviert wird, kannst du in einigen Restaurants auch in vegetarischer Variante finden.

Palačinky

Palatschinken ist das typische Prager Dessert und definitiv etwas für Leckermäuler. Die dünnen Eierpfannkuchen sind das tschechische Äquivalent zu französischen Crêpes und sind absolut himmlisch. Üblicherweise werden sie gerollt serviert, mit Schlagsahne, Eiscreme, Früchten oder Schokoladensoße.

Biere in Prag

Tschechien ist international berühmt für seine ausgezeichneten Biere, welche im Vergleich zu anderen Ländern auch überraschend günstig sind. Welche Biere du in Prag unbedingt probieren solltest? Wir haben da ein paar Tipps.

Pilsner Urquell

Der Name dürfte dir bekannt vorkommen, wird Pilsner Urquell doch so ziemlich überall in der Welt verkauft – kein Wunder, es ist das meist exportierte tschechische Bier. Es ist außerdem das erste nach Pilsner Brauart hergestellte Bier und verdient allein deswegen eine Kostprobe in einer Prager Bar. Das Bier kommt zwar nicht direkt aus Prag, sondern natürlich aus Pilsen. Trotzdem bekommst du es in der Hauptstadt natürlich sehr oft.

Staropramen

Die Brauerei Staropramen ist nach Pilsner Urquell die zweigrößte Brauerei des Landes, daher wirst du dieses Bier so ziemlich überall finden. Staropramen ist ein sehr leichtes Bier und eignet sich daher sehr gut als Erfrischung im Sommer. Pluspunkt: Staropramen hat seine Heimat auch in der Hauptstadt Prag.

Budweiser

Es soll ja Menschen geben, die halten Budweiser für ein amerikanisches Bier. Das ist natürlich Quatsch. Das echte Budweiser kommt natürlich aus dem tschechischen Ort Budweis und ist im Gegensatz zur amerikanischen Kopie auch richtig lecker.

Stadtführungen in Prag

Besonders wenn du noch nie zuvor in Prag warst, legen wir dir diese Citytouren ans Herz. Hier kannst du die bekanntesten (oder auch die nicht so bekannten) Sehenswürdigkeiten Prags unter der Führung eines erfahrenen Tourguides erkunden und dabei Wissenswertes über die Stadt und ihre Geschichte lernen.

Stadtführung durch Prag – erster Eindruck und geheimnisvolles Prag

Einen Rundgang durch die Highlights Prag bietet diese ca. dreieinhalbstündige Tour, welche je nach Wunsch individuell oder in Gruppen buchbar ist.

Sie eignet sich super, wenn du zum ersten Mal die Stadt besuchst und einen guten Überblick mit Hintergrundinfos zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten bekommen willst. Dabei besuchst du unter anderem die Prager Burg, die Karlsbrücke und die Aposteluhr auf dem Altstädter Ring.

Zur Tour: Ab 90 Euro pro Person

Stadtführung durch Prag – Geister und Legenden in der Altstadt

Wenn du ein Freund von Spuk und Mystik bist, dann bist du mit diesem kurzen Rundgang von knapp über 1 Stunde gut bedient. Hier kannst du das Prager Hauptquartier der Tempelritter besuchen und spannende Spukgeschichten hören, über die rastlosen Geister derer, die wohl immer noch durch die verwinkelten Gassen der Stadt wandern.

Doch nicht nur Mystisches wird hier vorgestellt, sondern auch die sehr reale und teils tragische Geschichte der Stadt – die Tour lohnt sich also sowohl für Freunde des Paranormalen als auch für die, die Prag einfach gerne von einer anderen Seite kennen lernen möchten.

Zur Tour: Ab 16 Euro pro Person

Biertour mit Veit durch Prag

Bei dieser 4-stündigen Tour wirst du nicht nur verschiedene Bars und Lokale besuchen, sondern auch ein echtes böhmisches Brauhaus, wo du selbst Hand am Zapfhahn anlegen kannst und lernst, wie man Bier richtig zapft.

Du erfährst außerdem Wissenswertes über die Geschichte der Bierbrauerei in Prag und kannst authentische böhmische Küche kosten. Zudem kannst du einen Blick hinter die Kulissen werfen – und den Gärkeller besuchen, wo in den Hauptbottichen der Gärprozess stattfindet.

Zur Tour: Ab 120 Euro pro Person

Unterkünfte in Prag

Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in Prag zuhauf. Die Preise variieren sehr stark und sind vor allem in der Hauptsaison von Mai bis September deutlich höher als in der Nebensaison.

Viele Reisende übernachten direkt in der Altstadt oder in der angrenzenden Neustadt, aber auch andere Stadtteile haben ihren Reiz. Wir haben einen ausführlichen Artikel geschrieben, welche Gegenden sich zum Übernachten am besten eignen:

Wo übernachten in Prag

Natürlich wollen wir dir auch hier schnell einen Überblick über unsere Hotelempfehlungen geben. In der folgenden Tabelle findest du unsere Hoteltipps für jedes Budget

Unsere Hoteltipps für Prag

Anreise nach Prag

Prag liegt relativ nah an Deutschland und ist gerade aus den östlichen Landesteilen sehr schnell zu erreichen. Mit dem Auto bist du von Dresden z. B. in etwa 2 Stunden in Prag, von Nürnberg aus sind es 3 Stunden und von Berlin etwa 4 Stunden.

Entspannter ist es natürlich immer, wenn man nicht selbst fahren muss. Deshalb zeigen wir dir hier die verschiedenen Optionen.

Mit der Bahn nach Prag

Die Anreise mit der Bahn ist oft sehr günstig und aus den meisten Teilen Deutschlands erreichst du Prag auch recht schnell. Aus Berlin fährt man ca. 4 Stunden und zahlt mit einem Sparpreis, den es oft auch noch recht kurzfristig gibt, meist um die 29 Euro für eine Strecke.

Geheimtipp: Sobald der Zug über die Grenze gefahren ist, kosten das tschechische Bier und die Speisen im Bistrowagen nur noch die Hälfte.

Vom Hauptbahnhof in Prag kannst du eigentlich alles fußläufig erreichen. Die Prager Altstadt ist nur ca. 10 Gehminuten vom Bahnhof entfernt.

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Hauptbahnhof Prag
Die alte Bahnhofshalle im Prager Hauptbahnhof ist absolut sehenswert

Mit dem Bus nach Prag

Auch viele Fernbusse fahren mittlerweile regelmäßig nach Prag. Das ist in der Regel günstiger als die Bahn und in der Regel auch recht schnell. Die Bahn ist dafür bequemer und es gibt einen Bistrowagen mit tschechischem Bier. Sehr schwierige Entscheidung!

Flixbus bedient von Prag mehr als 180 Städte, da findet sich bestimmt auch in deiner Nähe ein Abfahrtsort.

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Mit dem Flugzeug nach Prag

Natürlich kannst du auch nach Prag fliegen. Von Hamburg, Köln-Bonn, Düsseldorf, Frankfurt und München gibt es regelmäßige Verbindungen nach Prag, alle jeweils mit Lufthansa bzw. Eurowings.

Billigflieger fliegen aus deutschsprachigen Orten leider nicht nach Prag, aber auch bei Eurowings gibt es ja ab und zu günstige Tickets.

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So kommst du vom Flughafen Prag in die Stadt

Vom Flughafen Prag fährt täglich etwa alle 30 Minuten der sogenannte Airport Express Bus, der direkt zum Prager Hauptbahnhof fährt. Die Fahrt dauert etwa 35 Min und kostet 60 CZK (ca. 2,50 Euro).

Du erkennst die Busse daran, dass vorne groß „AE“ für Airport Express steht. Die Tickets kannst du direkt beim Fahrer kaufen.

In den Airport Terminals findest du Taxischalter und Verkaufsstände des Unternehmens Prague Airport Transfers. Für die Fahrt mit einem Taxi oder einem der Autos von Prague Airport Transfers zahlst du etwa 550 bis 750 CZK bis in die Innenstadt. Das entspricht etwa 20-30 Euro.

Am bequemsten ist es, wenn du deinen Transfer vorher online buchst. Ein Fahrer wartet dann mit einem Schild in der Hand am Flughafen auf dich und bringt dich direkt in dein Hotel. Dieser Service ist kaum teurer als ein Taxi.

Hier kannst du den Airport Transfer buchen

Öffentliche Verkehrsmittel in Prag

Die Sehenswürdigkeiten in der Altstadt und auf der Prager Kleinseite sind alle sehr gut fußläufig zu erreichen, aber ab und zu ist es trotzdem ganz praktisch, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.

Metro in Prag

Es gibt drei U-Bahnlinien in Prag, die farblich unterschieden werden:

  • Linie A – grün (Nemocnice Motol – Depo Hostivař)
  • Linie B – gelb (Zličín – Černý Most)
  • Linie C – rot (Letňany – Háje)

Die Metrolinien fahren täglich von ca. 5 Uhr früh bis 12 Uhr nachts und in der Nacht von Freitag und Samstag ca. eine Stunde länger. Du wartest eigentlich nie länger als 10 Minuten auf eine U-Bahn, meistens kommen sie sogar jede 2-4 Minuten.

Straßenbahn & Bus

Die Straßenbahnen fahren, ähnlich wie die U-Bahn, bis 12 Uhr nachts wochentags und bis 1 Uhr nachts am Wochenende.

Nachts gibt es sogenannte Nachtstraßenbahnlinien (Nr. 51-56), die alle 30 Minuten fahren. Die Nachtstraßenbahnlinien verbinden die gesamten Straßenbahn-Haltestellen.

Das Straßenbahnnetz ist riesig und zu weit verzweigt, um es hier im Detail zu erklären.

An jeder Haltestelle findest du aber brauchbare Pläne, an denen du die einzelnen Stationen der jeweiligen Linien findest.

Mit Bussen kommst du vor allem gut an Orte, die außerhalb des Stadtzentrums liegen. Auch dort gibt es Nachtbusse (Nr. 501-516). Als Tourist reichen aber in der Regel Metro und Straßenbahn aus, um von A nach B zu kommen.

Tickets für die Metro in Prag

Das Ticketsystem in Prag ist sehr einfach. Da können sich viele deutsche Städte eine Scheibe abschneiden. Für Metro, Busse und Bahnen gelten jeweils die gleichen Tarife.

Es gibt nur 3 verschiedene Fahrkarten, die für Reisende relevant sind:

  • Das Standard-Ticket kostet 32 Kč – ca. 1,10 Euro. Damit kannst du 90 Minuten lang alle Verkehrsmittel benutzen.
  • Das Kurzstreckenticket kostet 24 Kč – ca. 90 Cent. Damit kannst du 30 Minuten ohne Umsteigen (in der Metro darfst du umsteigen) fahren.
  • Ein 24 Stunden-Ticket bekommst du Für 110 Kč – ca. 4 Euro. Das Ticket ist ab dem Zeitpunkt des Stempelns exakt 24 Stunden gültig. Wenn du es am Samstag 12:00 Uhr kaufst, kannst du damit also bis Sonntag 12:00 Uhr alle Bahnen und Busse benutzen.

Tickets bekommst du in allen Metrostationen an Automaten und Verkaufsschaltern, sowie an vielen Kiosken. In Bussen kannst du ein Ticket gegen einen kleinen Aufpreis auch beim Fahrer kaufen. Das Ticket musst du vor Fahrtantritt abstempeln.

In Metrostationen wird oft nach dem Aussteigen an den Rolltreppen kontrolliert. Schmeiß dein Ticket also nicht direkt am Bahnsteig weg, sondern wirklich erst, wenn du aus der Station raus bist.

Geld abheben in Prag und Reisekosten

In Tschechien bezahlst du mit der Tschechischen Krone (Kč). Der Wechselkurs liegt grob zwischen 1:25 und 1:30, das heißt für 1 Euro bekommst du zwischen 25 und 30 Kč.

Prag ist eine vergleichsweise günstige Stadt, auch wenn die Preise gerade in den touristischen Ecken deutlich höher sind, als im Rest Tschechiens.

Das bekommst du in Prag z. B. für dein Geld:

  • Ein großes Bier vom Fass (0,5 l): ca. 40 Kč (1,50 Euro)
  • Gulasch mit Knödeln: ca. 180 Kč (6 – 7 Euro)
  • Ein Ticket für die Metro: 32 Kč (1,20 Euro)
  • Eine Flasche Wasser im Kiosk (1,5 l): 20 Kč (0,80 Euro)

Du hast verschiedene Möglichkeiten in Prag an Geld zu kommen: Wechselstuben, Banken und ein sehr gutes Netz an Geldautomaten. In den zentralen Bezirken findest du eigentlich an jeder Ecke einen Geldautomaten.

Unser Tipp: Kostenlos Bargeld abheben in Prag! Mit der kostenlosen DKB VISA Kreditkarte kannst du nicht nur in Prag, sondern weltweit kostenlos Bargeld abheben.

Welches sind deine Tipps für Prag?

Warst du schon mal in Prag und hast auch einen tollen Tipp, den wir hier nicht aufgelistet haben? Dann verrate uns doch deinen Tipp und hinterlasse uns einen Kommentar. Wir freuen uns drauf! Jenny und Sebastian.

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