Rabat: Die schönsten Sehenswürdigkeiten und Tipps

In Rabat trifft westliche Moderne auf orientalisches Flair. Die Hauptstadt von Marokko ist zwar nicht so alt wie andere Reiseziele im Land, aber es gibt doch einige tolle Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen solltest. Unsere Marokko-Expertin Britta zeigt dir hier alle Attraktionen in Rabat und gibt dir hilfreiche Reisetipps für deinen Aufenthalt.

Rabat, die Hauptstadt von Marokko, gehört wie Marrakesch, Fès und Meknès zu den vier Königstädten des Landes. Was sie für mich besonders macht, ist ihre Lage am Meer.

In Rabat mischen sich traditionelles, orientalisches Leben und modernes Flair mit Hochhäusern, Tram, schicken Läden und der neuen Marina an der Mündung des Bou Regreg.

Im Vergleich zu den anderen Königsstädten wirkt Rabat auf mich gepflegter und aufgeräumter. Für eine Marokko-Reise ist sie daher eine gute Stadt zum Einstieg. Zum langsamen Eingewöhnen sozusagen.

Was du in Rabat alles sehen kannst, erzähle ich dir in diesem Artikel. Wie immer ergänzen viele nützliche Tipps für deine Reiseplanung den Bericht.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Rabat

Rabat ist nicht nur Verwaltungshauptstadt, sondern auch die kulturelle Metropole von Marokko. Hier gibt es Kulturzentren, Theater und Kinos. Aber auch zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten stelle ich dir nun vor:

#1 Medina

Wie in Marokko üblich, bildet die Medina (die Altstadt) das Herz der Stadt.

Die Medina von Rabat ist nicht so groß wie in Fès oder Marrakesch und auch nicht so stark orientalisch geprägt. Das liegt daran, dass sie erst im 17. Jahrhundert durch Flüchtlinge aus Andalusien ihr heutiges Gesicht erhielt.

Entsprechend gibt es auch nicht so viele historische, sehenswerte Gebäude in der Medina. Aber die in der Altstadt versteckten kunterbunten Bazare, die sogenannten Souks, mit ihren Gewürzgassen und dem Kunsthandwerk sind definitiv einen Streifzug wert.

Im Vergleich zu den großen Souks von Fès und Marrakesch kannst du in Rabat viel ungestörter und unbehelligter durch die Gassen schlendern.

Um dich nicht zu verlaufen, orientierst du dich am besten an der zentralen Achse, der überdachten Rue des Consults mit vielen Cafés und Souvenirshops. Von ihr zweigen die ruhigeren Gassen mit Obst, Gemüse und Lebensmitteln ab.

Bist du auf der Suche nach einem hochwertigen Berberteppich, solltest du den Teppichmarkt besuchen. Rabat ist das Zentrum für den Verkauf der Arbeiten der Berber aus der gesamten Umgebung.

Mein Tipp: Für Flohmarktfans ist die Mellah, das einstige Judenviertel, die erste Adresse. Der hier etablierte Markt ist eine wahre Fundgrube: Das Angebot reicht von alten Ersatzteilen bis hin zu antiken Lampen und Möbeln.

Medina in Rabat
Die Medina von Rabat bildet das Herz der Stadt

#2 Kasbah des Oudaias und Andalusische Gärten

Die schönste Sehenswürdigkeit von Rabat ist für mich das Kasbah-Viertel Oudaias. Es liegt direkt neben der Medina auf einem Felsen an der Mündung des Bou Regreg ins Meer.

Der Haupteingang zur Kasbah ist das Bab Oudaia. Es ist eines der wichtigsten Bauwerke aus der Zeit der Almohaden. Gleich daneben kannst du im Volkskunstmuseum Schmuck, Trachten, Teppiche und alte Koranschriften bewundern.

Im Innenhof der Residenz verbirgt sich eine wundervolle grüne Oase: der Andalusische Garten. Zwischen schön arrangierten Blumenbeeten und Papyrus kannst du hier unter hohen Palmen und im Schatten großer Bäume dem hektischen Stadtleben entfliehen.

Das eigentliche Highlight ist aber ein Spaziergang durch die kleinen Gassen mit ihren blau-weiß getünchten Häuschen. Das Viertel erinnert mich eher an Griechenland als an Marokko, ist aber wirklich schön. Zwischen kleinen Treppchen und wunderschönen Türen ergeben sich unzählige Fotomotive.

Mein Tipp: Steig auf jeden Fall bis zum Ende des Kasbah-Viertels hinauf. Von der Plattform am Meer hast du einen tollen Blick auf die Flussmündung und den Stadtstrand zu deinen Füßen.

Am Nachmittag zaubert das Licht eine besonders tolle Atmosphäre. Zudem ist in dieser Zeit auf dem Sandstrand am meisten los und du kannst wunderbar den spielenden Kindern in den Wellen zusehen.

Kasbah des Oudaias
Das Kasbah-Viertel Oudaias ist bekannt für seine blau-weißen Fassaden
Aufgang mit Palmen
Blick von der Stadtmauer der Kasbah auf Rabat

#3 Bou Regreg Marina

Die prachtvolle Uferpromenade am Bou Regreg ist erst vor einigen Jahren entstanden. Der moderne Jachthafen, eine Allee aus Palmen, schicke Geschäfte, Restaurants und Hotels verleihen dem Bereich ein europäisches Flair wie am Mittelmeer.

Zwei Kilometer kannst du hier am Wasser entlang promenieren. Es gibt auch Möglichkeiten für Wassersport wie Jetski oder Windsurfing und in der neuen Marina schaukeln Segelschiffe im Wasser.

Die Marina liegt auf der gegenüberliegenden Flussseite des Bou Regreg bereits in der Nachbarstadt Sale. Du kannst für wenige Euro mit dem Boot von Rabat ans andere Ufer übersetzen. Vom Schiff aus hast du einen tollen Blick zurück auf die alte Stadtmauer von Rabat.

Bou Regreg
Uferpromenade am Bou Regreg

#4 Hassan Turm und Mousoleum von Mohamed V.

Der 44 Meter hohe Hassan Turm ist das Wahrzeichen von Rabat. Eigentlich sollte er fast doppelt so hoch und Minarett der größten islamischen Moschee werden.

Doch dazu kam es nie, denn die im 12. Jahrhundert geplante Moschee wurde nie vollendet. Und dann zerstörte auch noch ein Erdbeben die bereits fertiggestellten Gebäude.

Heute siehst du nur noch einige Säulen und den unvollendeten Turm. Schon dieser Anblick ist beeindruckend und gemeinsam mit dem benachbarten Mausoleum ein sehenswerter Komplex.

Außerdem hast du von hier einen tollen Blick bis aufs Meer und die Marina von Salé.

Das Mausoleum birgt den Sarkophag aus Marmor von Mohamed V. Er war der Großvater des heutigen Königs. Das Gebäude ist mit Mosaiken, Fliesen und Schnitzereien prächtig geschmückt.

Auch von außen ist es toll anzusehen. Es soll sogar eines der schönsten Sakralbauten in Marokko sein. Herausgeputzt sind ebenfalls die Wachen mit ihren rot-weißen Trachten in Pluderhosen und Umhang, die das Mausoleum rund um die Uhr beaufsichtigen.

Der Komplex vom Hassan Turm und dem Mausoleum liegt etwas außerhalb der Medina auf Höhe der nach Salé führenden Brücke Hassan II. Die Besichtigung ist kostenfrei und das Mausoleum täglich außer freitags von 9:00 bis 17:00 Uhr zugänglich.

Mausoleum Mohammed V
Das Mausoleum von Mohamed V

#5 Wachablösung vor dem Königspalast von Rabat

Der Königspalast ist die Hauptresidenz des marokkanischen Königs. Da ist es verständlich, dass er nicht besichtigt werden kann.

Aber schon das riesige, reich verzierte Eingangstor ist sehenswert. Die Wände sind mit Stuck und Mosaik verziert, die Säulen sind aus weißem Marmor.

Darunter stehen reglos die Wachen in ihrer roten Uniform. Alle zwei Stunden kannst du vom großen Versammlungsplatz vor dem Palast aus der Wachablösung zuschauen.

Königspalast Rabat
Blick auf den Königspalast in Rabat

#6 Ruinen Chellah

Auf einem Hügel außerhalb der Stadtmauer und gleichzeitig selbst mit einer Mauer umschlossen liegen die Ruinen der Chellah.

Es sind die Ruinen einer früheren Siedlung: teils römischen und teils islamischen Ursprungs. Inzwischen hat die Natur einen großen Teil überwuchert und auf den alten Mauern und dem maroden Minarett brüten unzählige Störche.

Die Chellah war im 13. und 14. Jahrhundert eine bedeutende Nekropole, eine Totenstadt. Einige Gräber, darunter das des Sultans Abu al-Hassan, sind noch zu sehen.

Heute wird die Chellah als heiliger Ort verehrt. Und ich muss zugeben, etwas Mystisches hat der Anblick schon. Aber vor allem ist er inmitten der Großstadt ein Ort der Ruhe.

Die Chellah kann täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr für 10 Dirham Eintritt, das sind weniger als 1 Euro, besichtigt werden.

Chellah Ruinen
Die Chellah Ruinen werden als heiliger Ort verehrt

#7 Kunstmuseum Mohamed VI.

Das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst liegt in der Neustadt von Rabat. Es ist das erste Nationalmuseum für Moderne Kunst in ganz Marokko und wurde auf Initiative des Königs Mohamed VI. im Jahr 2014 eröffnet.

Das Kunstmuseum zeigt die Entwicklung der bildenden Kunst in Marokko von 1914 bis in die Gegenwart. Mehr als 400 Fotografien, Installationen, Gemälde und Skulpturen sind ausgestellt.

Der Eintritt ins Museum kostet 40 Dh (ca. 4 Euro) und es ist täglich außer am Dienstag von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

#8 Ausflug nach Salé

Ein Besuch der Nachbarstadt Salé ist eigentlich kein richtiger Ausflug, denn nur der Fluss Bou Regreg trennt sie von Rabat. Um nach Salé zu gelangen, kannst du entweder über die Brücke Hassan II fahren oder spazieren, die Tramway nehmen oder dich in einem Boot auf die andere Flussseite übersetzen lassen.

Salé ist renommiert für sein Kunsthandwerk, besonders die Salé-Stickereien sind berühmt. Daneben ist das Töpferviertel der Stadt sehr bekannt.

Neben toller Handwerkskunst findest du in der Medina auch einige sehenswerte, historische Gebäude. Dazu zählen die große Moschee aus dem 12. Jahrhundert und die prachtvolle Medersa Abu al Hassan. Von der Dachterrasse dieser Koranschule blickst du bis auf das Meer.

Etwa 3 Kilometer außerhalb von Salé ist das Töpferviertel von Ouilja einen Abstecher wert. Neben hochwertigen Töpferwaren stellt die Kooperative auch Korbwaren, Fliesen und kunstvolle Mosaiktische her.

Nach Ouilja kommst du aus Salé mit dem Stadtbus Nr. 35. Er fährt am Bab al Khebaz ab. Oder du nimmst ein Taxi für den Transfer.

#9 Ausflug zum Jardin exotique de Bouknadel

Willst du der Großstadt entfliehen und in ein grünes Paradies eintauchen, dann ist der private, botanische Garten im Dorf Sidi Bouknadel genau das Richtige.

Hier fühlst du dich zwischen Lianen, riesigen Bäumen und Palmen wie in den Tropen. Du spazierst über kleine Wege und Pfade zu Grotten und mit Pflanzen überwucherten Teichen. Zwischen den Bäumen hast du von Bambusbrücken aus immer wieder einen neuen Blick auf das grüne Anwesen.

Der Garten liegt etwa 9 Kilometer von Salé entfernt und ist am einfachsten mit einem großen Taxi zu erreichen. Die Gartenanlage hat täglich von 9:00 bis 18:30 Uhr geöffnet.

Strände in Rabat

Rabat hat seinen eigenen Stadtstrand, doch dieser ist gerade in den Sommermonaten und der Ferienzeit absolut überfüllt und wenig idyllisch.

Beliebtester Strand außerhalb der Stadt ist für die Einwohner von Rabat der Plage des Nation Unies. Es ist ein toller Sandstrand etwa 20 Kilometer nördlich von Rabat. Am Wochenende wird es aber auch hier sehr voll.

Nur wenige Kilometer weiter lieben besonders junge Leute den Strand vor dem Fischerort Mehdiya. Hier gibt es viele Hotels, Cafés und Restaurants. Im Sommer sorgt an der Strandpromenade sogar ein kleiner Rummel für Spaß und Unterhaltung.

Im Süden von Rabat liegen einige schöne Strände vor zahlreichen Sommerhäusern vermögender Marokkaner. Von Temara bis Sable d’Or erstreckt sich eine lange Strandpromenade. Noch weiter südlich liegt der Bouznika Plage mit Jachthafen und Golfplatz.

Lies auch meinen Artikel über die schönsten Strände in Marokko

Rabat Strandpromenade
Blick auf den Strand vor Rabat

Wo übernachten in Rabat?

In Rabat hast du bei der Unterkunft die Qual der Wahl: kleine, süße Riads in der Altstadt, moderne Luxushotels in der Neustadt oder auch schicke Ferienwohnungen und familiäre Pensionen – für jedes Budget ist etwas dabei.

Vielleicht hast du beim Lesen meiner Artikel über die Städte Marokkos bereits mitbekommen, dass ich ein echter Riad-Fan bin. Und ich kann es nicht oft genug betonen: In einem Riad wohnst du einfach fantastisch.

Zur kurzen Erklärung für Marokko-Neulinge: Riads sind die kleinen, reich verzierten Stadthäuser mitten in der Medina. Sie haben einen idyllischen, ruhigen Innenhof und oft eine tolle Dachterrasse. Für mich perfekt, um zentral zu wohnen und zu träumen wie in einem Märchen aus 1001 Nacht.

In meinem Artikel über die Riads in Marrakesch erfährst du noch mehr Gründe, die für die Übernachtung in einem Riad sprechen.

Der Nachteil ist, dass Riads oft ziemlich versteckt in den engen Gassen der Altstadt liegen. Das heißt, die Anreise mit Gepäck ist kompliziert.

Du kannst häufig nicht mit dem Auto oder Taxi vorfahren und manchmal verbringst du viel Zeit mit nervigem Suchen. Übersichtlicher ist es da in den Hotels der Neustadt.

Ich habe für Rabat mal fünf ganz unterschiedliche Möglichkeiten zur Übernachtung für dich herausgesucht. Empfehlenswert sind sie alle:

Riad Kalaa: Mitten im der Medina und verbindet harmonisch modernen Stil mit traditionellen Verzierungen aus Stuck und Zedernholz. Das Highlight sind die Sonnenterrasse mit Pool und der schöne Innenhof.

Dar Korsan: Kleine Pension im Kasbah-Viertel, direkt am Wasser. Von der Terrasse und aus einigen Zimmern hast du einen fantastischen Blick auf die Flussmündung und das Meer.

Hotel des Oudaias: Historisches Stadthaus zwischen der Medina und dem Kasbah-Viertel. Es ist liebevoll renoviert und mit tausenden kleinen Details verziert. Und auch hier blickst du von der Terrasse bis aufs Meer.

ONOMO Hotel Rabat Terminus: Onomo ist eine afrikanische Kette von Business-Hotels. Das Hotel liegt in der Neustadt von Rabat, ist stilvoll und modern eingerichtet. Vom Restaurant mit seiner Dachterrasse hast du einen tollen Blick auf die breiten Boulevards der Neustadt.

Balima Harcourt 30: Stilvolle Ferienwohnung in der Neustadt. Sie liegt direkt neben einem kleinen Park und nicht weit von der Medina entfernt. Das Mini-Appartement ist modern eingerichtet und die kleine Küche ist hübsch mit Fliesen verziert.

Essen in Rabat

Rabat bietet die ganze Bandbreite an Restaurants und Cafés, wie es sich für eine Millionenstadt gehört. Es gibt internationale Lokale, leckere, marokkanische Küche und ausgezeichnete Fisch-Restaurants.

Zahlreiche kleine Stadtpaläste in der Medina tischen hervorragende marokkanische Menüs auf. Hier bekommst du leckere Tajine und traditionelle Couscous-Gerichte in traumhaftem Ambiente. Das Dar Zaki ist zum Beispiel eine empfehlenswerte Adresse.

Garbuden am Straßenrand versorgen dich am Bab Bouiba mit marokkanischen Speisen zum kleinen Preis. Günstige, kleine marokkanische Lokale sind vor allem am Rande der Medina am Bab al Had und am Altstadteingang an der Avenue Mohamed V. zu finden.

Super Fisch essen kannst du mittags am Hafen von Salé. Dort haben einfache Grillstände ihre Tische und Bänke aufgestellt. Frage gleich bei der Bestellung nach dem Preis, damit es später keine böse Überraschung gibt.

An der Uferpromenade am Bou Regreg kannst du bei einem frischen Minztee wunderbar das Treiben um dich herum beobachten.

Zu empfehlen ist auch das Café Maure. Es liegt im Kasbah-Viertel neben dem Andalusischen Garten. Hier kannst du entspannt sitzen und auf die Mündung des Bou Regret und die Mauern der Altstadt blicken.

Bei Get Your Guide kannst du auch einen erfahrenen Guide buchen, der dich zu den besten Restaurants und Garbuden in Rabat führt:

Zur kulinarischen Führung durch Rabat

So kommst du nach Rabat

Ab dem Flughafen Weeze in Nordrhein-Westfalen bietet Ryanair einige Direktflüge nach Rabat an. Darüber hinaus bestehen Inlandsverbindungen mit Royal Air Maroc aus Agadir, Casablanca oder Marrakesch.

Einfacher erreichst du aus Deutschland den internationalen Flughafen Casablanca, den verschiedene Airlines anfliegen. Von dort erreichst du Rabat mit dem Zug in knapp 2 Stunden. Das Ticket kostet ca. 75 Dh. (ca. 7 Euro).

Auf dem Vergleichsportal Skyscanner kannst du mehrere Abflugsorte in Deutschland miteinander vergleichen und so den für dich besten Flug nach Rabat oder Casablanca finden.

Vom Flughafen von Rabat in die Stadt

Der Flughafen Rabat-Salé liegt etwa 10 Kilometer außerhalb der Stadt. Von hier fährt ein Flughafenbus (Navette) zum Bahnhof von Rabat. Alternativ kommst du mit einem großen Taxi in die Stadt.

Unterwegs in Rabat

Durch die Medina und das Kasbah-Viertel schlenderst du am besten zu Fuß. Zum einen geht es in den engen Gassen auch gar nicht anders und zum anderen tauchst du so mitten in das orientalische Leben ein.

Bist du gut zu Fuß, kannst du von dort wunderbar weiter entlang der neuen Uferpromenade bis zur Brücke Hassan II schlendern oder nach Salé mit dem Boot übersetzen.

Mit dem Taxi

Zum Hassan Turm und Mausoleum oder zur Chellah, die etwas abseits der Medina liegen, ist ein kleines Taxi eine gute Wahl.

Die kleinen Taxen sind in Rabat alle blau. Eine Fahrt innerhalb der Stadt kostet selten mehr als 20 Dh (maximal 2 Euro). Achte beim Einsteigen darauf, dass der Fahrer das Taxameter einschaltet.

Die großen Taxen, meist Mercedes-Limousinen, sind etwas teurer. Sie bringen dich auch außerhalb der Stadt zum Beispiel zu den Stränden, nach Salé oder zum Flughafen. Eine Fahrt von Salé zum Bahnhof in Rabat kostet etwa 30 Dh (ca. 3 Euro).

Große Taxen warten zum Beispiel gegenüber des Bab Chellah. Normalerweise teilst du dir ein großes Taxi mit mehreren Passagieren.
Du kannst es aber auch komplett für dich mieten. Dann musst du den Preis vorher mit dem Fahrer aushandeln.

Mit der Tramway

Zwischen Rabat und Salé verkehrt seit 2011 eine moderne, saubere Tram. Die Linie 1 beginnt im Stadtteil Salé-Hay Karima, durchquert die Zentren der beiden Nachbarstädte und endet im Westen von Rabat im Universitätsviertel.

Die zweite Linie fährt vom Busbahnhof in Salé (Hassan II.) durch Rabats Zentrum weiter in nordwestlicher Richtung bis zum Krankenhaus My Youssef.

Die Tramway ist damit optimal für einen Ausflug in die Nachbarstadt geeignet. Sie fährt montags bis samstags jeweils bis 21:00 Uhr im regelmäßigen Takt. Danach und am Sonntag verkehrt sie noch etwa alle 20 Minuten.

Das Ticket kostet 6 Dh (ca. 0,50 Euro), unabhängig von der Länge der Fahrt. Bei Antritt der Fahrt entwertest du das Ticket in der Tram.
Du kannst den Fahrschein an den Stationen an einem Automaten ziehen. In den größeren Stationen gibt es auch einen Fahrkartenschalter.

Mit dem Bus

Zur Vollständigkeit erwähne ich hier noch die Stadtbusse. Das System ist allerdings etwas unübersichtlich und für Ausländer schwierig zu durchschauen.

Beim Bab El Had an der Avenue Hassan II. kreuzen sich fast alle Linien und fahren in verschiedene Richtungen weiter. Auch beim Hassan Turm halten viele Buslinien.

Weiterreise in Marokko

Von Rabat reist du mit dem Zug bequem und günstig in zahlreiche Städte Marokkos. Nach Marrakesch dauert die Fahrt etwa 4,5 Stunden und das Ticket kostet in der 2. Klasse ca. 120 Dh (ca. 11,50 Euro). In Meknès und Fès bist du nach 2 bzw. 3 Stunden Fahrzeit, nach Tanger sind es etwa 4 Stunden.

Der Hauptbahnhof in Rabat liegt in der Avenue Mohamed V. zentral in der Neustadt. Du erreichst ihn sowohl mit der Tramway, dem Stadtbus oder dem kleinen Taxi.

Alternativ kannst du mit dem Fernbus in fast alle größeren Städte von Marokko reisen. Die Verbindungen sind geringfügig günstiger als die Bahntickets. Dafür ist die Fahrt weniger komfortabel und dauert meistens auch länger.

Solltest du dich dennoch für den Bus entscheiden, ist CTM eine empfehlenswerte Busgesellschaft. Das Ticket bekommst du im CTM-Büro direkt am Busbahnhof. Dieser liegt etwa 2 Kilometer außerhalb des Zentrums am Place Kamra/Avenue Hassan II.

Damit bin ich am Ende meiner Tipps und Sehenswürdigkeiten für Rabat. Bist du auf den Geschmack gekommen und planst Rabat in deine Marokko-Reise ein? Ich bin gespannt auf deine Highlights und freue mich auf dein Feedback.