Fotografieren lernen für Anfänger: Unsere Schritt-für-Schritt Anleitung

Fotografieren lernen kann jeder! Ja, richtig gelesen - die Fotografie ist keine Hexerei. Du musst dafür nur drei Dinge mitbringen: Geduld, Zeit zum Üben und ganz viel Lust, diese neue Welt zu erkunden. Wir haben einen Schritt-für-Schritt Guide zum Fotografieren lernen für Anfänger zusammengestellt. Auf die Kamera, fertig, los!

Fotografieren ist ein super spannendes Hobby.

Willst du auch endlich richtig fotografieren lernen?

Dann bist du hier genau richtig. In unserer 22-Schritte-Anleitung für bessere Fotos haben wir unsere ganz persönlichen Erfahrungen gepackt, die wir auf unserem Weg selbst gemacht haben.

Vor mehr als 10 Jahren standen wir selbst ganz am Anfang und haben uns die Fotografie komplett selbst beigebracht.

Wir wissen daher ganz genau, worauf es ankommt und können dir unsere besten Tipps geben, damit du schnell an dein Ziel kommst: endlich großartige Fotos machen.

Fotografieren lernen: So klappt es garantiert

Wir starten gleich mit unseren 22 Schritten, aber ein paar kurze Worte zu Beginn müssen noch sein.

Unser ganz persönlicher Weg

Unsere „Fotografie-Karriere“ war ein ganz klassischer Fall. Wir haben uns irgendwann mal eine Spiegelreflexkamera gekauft und dann wild drauflos geknipst, natürlich im Automatikmodus.

Irgendwann wollten wir mehr und haben angefangen, uns mit unseren Kameras intensiver zu beschäftigen. Wir haben Bücher über Fotografie gelesen, wir haben Videos geschaut, wir haben sogar mal einen Kurs an der Volkshochschule besucht.

Richtig weiter gebracht hat uns das alles nicht. Wir haben uns alles mühsam selbst beigebracht und es hat viele Jahre gedauert, bis wir wirklich sagen konnten: Jetzt können wir gut fotografieren.

Wir wollen dir dabei helfen, dass es bei dir deutlich schneller geht. Wir wissen, worauf es ankommt und welche Infos Fotografie-Einsteiger wirklich brauchen und welche nicht.

All unser Wissen über den schnellsten Weg zum Fotografieren lernen haben wir in diesem Artikel zum ersten Mal in einem Schritt-für-Schritt-Plan zusammengefasst und jetzt wollen wir dich auch nicht länger auf die Folter spannen. Los geht’s!

Die 22 Schritte auf dem Weg vom Fotografie-Anfänger zum Profi

Um dir einen ersten Überblick zu geben, zeigen wir dir hier alle Schritte unserer Anleitung im Schnelldurchlauf.

Falls du nicht ganz am Anfang stehst und den einen oder anderen schon hinter dir hast, kannst du direkt einen Blick auf die darauffolgenden werfen und auch einige Schritte überspringen.

Grundsätzlich haben wir uns bei der Reihenfolge aber was gedacht. Es ist also durchaus sinnvoll, genau nach diesem Plan vorzugehen.

Fotografieren lernen: Unser 22-Schritte-Plan:

  1. Überlege dir, was deine Ziele sind
  2. Kauf dir eine gute Einsteiger-Kamera
  3. Besorge dir eine hübsche Tasche dazu
  4. Wirf einen ersten Blick ins Handbuch
  5. Hol dir Unterstützung zum Fotografieren lernen
  6. Vergiss den Automatikmodus
  7. Entdecke deine Kamera
  8. Üben, üben, üben!
  9. Kauf dir ein Stativ
  10. Lerne das Licht für deine Fotos zu nutzen
  11. Befasse dich mit der Bildgestaltung
  12. Üben, üben, üben!
  13. Kauf dir ein zweites Objektiv
  14. Schau dir deine Fotos an und optimiere sie
  15. Stell dir eine Fotografie-Challenge
  16. Bearbeite deine Bilder
  17. Üben, üben, üben!
  18. Entdecke die Fotografie mit Filtern
  19. Probiere Neues aus
  20. Finde deinen fotografischen Stil
  21. Üben, üben, üben
  22. Sei stolz und freu dich
Blick auf Manhattan vom Brooklyn Bridge Park (Ungefähr auf Höhe der Squibb Park Bridge)
Tolle Fotos wie dieses kannst du auch bald machen!

Bevor es losgeht: Das brauchst du zu Beginn

Dieser Teil beinhaltet all das, was du tun solltest, bevor du deine ersten Fotos machst.

#1 Überlege dir, was deine Ziele sind

Bevor du dir deine erste Kamera und eventuelles Zubehör kaufst, solltest du dir überlegen, was du überhaupt fotografieren willst und in welchem Umfang.

Möchtest du das Fotografieren nur als Hobby ausleben und einfach schöne Fotos von deinen Reisen mitbringen? Oder planst du vielleicht sogar, die Fotografie zu deinem Beruf zu machen?

Setze dir ganz konkrete Ziele und schreibe dir am besten auch direkt auf, bis wann du dieses Ziel erreicht haben möchtest.

Überlege dir im Laufe der Zeit auch immer wieder konkrete Meilensteine und schreibe sie auf. Das können auch ganz einfache Dinge sein, wie „Ich möchte in diesem Monat fünfmal raus fotografieren gehen“ oder „Ich möchte am nächsten Wochenende den Sonnenuntergang fotografieren.“

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es ungemein hilft, sich diese Ziele zu notieren. Das erzeugt eine gewisse Verbindlichkeit und sorgt dafür, dass du wirklich voran kommst.

#2 Besorg dir eine gute Einsteiger-Kamera

Wenn du ganz am Anfang stehst, solltest du nicht gleich tausende Euros für deine erste Kamera ausgeben.

Wir sehen es tatsächlich sehr oft, dass Fotografie-Einsteiger sich als allererstes eine sündhaft teure Ausrüstung zulegen und sich dann wundern, dass die Fotos trotzdem nicht so toll werden.

Wir empfehlen dir deshalb, zunächst mit einem nicht so teuren Modell zu starten, denn damit kannst du definitiv auch richtig gute Fotos machen.

Zum Glück gibt es eine sehr gute Auswahl an Einsteiger-Kameras für jeden Geldbeutel.

Du bekommst eine günstige Einsteiger-Kamera schon ab 250 Euro, wir empfehlen aber, ein bisschen mehr Geld in die Hand zu nehmen. Für 500 bis 600 Euro bekommst du schon richtig gute Einsteiger-Kameras, an denen du auch länger deinen Spaß haben wirst.

Wenn du dir deine erste Kamera kaufst, wirst du feststellen, dass die Auswahl riesig ist. Es gibt Spiegelreflexkameras, spiegellose Systemkameras, Bridgekameras, Kompaktkameras. Puh, wer soll da den Überblick behalten?

Wir natürlich! Wir haben für dich einen ausführlichen Artikel über Einsteiger-Kameras geschrieben, in dem wir dir alle Vorteile und Nachteile der Systeme erklären und dir auch konkrete Modelle empfehlen:

Lies unsere Kaufberatung für Einsteiger-Kameras

Wenn du keine Lust hast, den kompletten Artikel zu lesen, geben wir dir hier eine kurze Zusammenfassung. Wir empfehlen für den Einstieg eine Spiegelreflexkameras oder eine spiegellose Systemkamera.

Bei diesen Kameras kannst du das Objektiv wechseln. Das ermöglicht es dir, in Zukunft deine Kamera durch bessere Objektive aufzuwerten.

Die besten Spiegelreflexkameras für Einsteiger

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Canon EOS2000Dca. 350 Euro475 gneinFoto Koch
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Nikon D3500ca. 450 Euro415 gneinFoto Koch
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Canon EOS250Dca. 550 Euro450 gjaFoto Koch
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Nikon D5600ca. 600 Euro465 gjaFoto Koch
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Nikon D5600
Gute Spiegelreflex für Einsteiger: Die Nikon 5600

Spiegelreflexkameras waren viele Jahre lang das Nonplusultra und sind nach wie vor eine gute Wahl.

Sie haben aber auch Nachteile, zum Beispiel das Gewicht und die Größe. Wenn du lieber mit etwas leichterem Equipment unterwegs bist, raten wir dir deshalb zu einer spiegellosen Systemkamera.

Lies auch unsere Kaufberatung für Spiegelreflexkameras für Einsteiger

Die besten spiegellosen Systemkameras für Einsteiger

 Preis inkl. ObjektivGewichtKlappdisplayKaufen
Sony Alpha 6000ca. 500 Euro285 gneinFoto Koch
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Olympus OM-D E-M10 Mark IIIca. 600 Euro410 gjaAmazon
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Panasonic LUMIX DMC-GX80ca. 500 Euro426 gjaFoto Koch
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Systemkamera Sony Alpha 6000
Unser Favorit bei den Systemkameras: Sony Alpha 6000

Spiegellose Systemkameras sind kleiner und leichter als Spiegelreflexkameras und bieten oft eine sehr gute Bildqualität. Viele Profifotografen fotografieren inzwischen mit Systemkameras und auch wir gehören dazu!

Allerdings hält der Akku bei Systemkameras nicht so lange und sie sind in der Regel etwas teurer als Spiegelreflexkameras, auch die Objektive kosten oft etwas mehr.

Kamera für Einsteiger
Wir haben lange mit der Sony Alpha 6000 fotografiert, einer typischen Einsteigerkamera. Seit einigen Jahren nutzen wir nun die Sony Alpha 7ii.

#3 Besorge dir eine hübsche Kameratasche dazu

Ein wichtiges Zubehör für deine Kamera ist eine stabile Kameratasche.

Daran denkt man erstmal nicht sofort, aber spätestens wenn du das erste Mal mit deiner Kamera losgehen möchtest, wirst du feststellen, dass eine Tasche unverzichtbar ist.

Wir haben im Laufe der Jahre viele Kamerataschen ausprobiert und sind seit Jahren begeisterte Nutzer der Fototaschen von hellolulu. Sie sind nicht nur sehr praktisch, sie sehen auch noch richtig gut aus und das ist relativ selten bei Kamerataschen.

Folgende Kamerataschen können wir für Fotografie-Anfänger mit kleiner Ausrüstung empfehlen. Sie sind alle wasserabweisend, kompakt und perfekt für den Alltagsgebrauch:

Fototasche hellolulu NorrisHellolulu Norris: Für Systemkameras: Wasserfest, robust und stylisch. In die Tasche passt eine Systemkamera und Zubehör wie Akkus und Ladegerät bzw. kleine persönliche Gegenstände, wie eine Geldbörse.

Zur Norris von hellolulu
Fototasche hellolulu Morley

Hellolulu Morley: Für Spiegelreflex oder große Systemkameras: Wasserfeste Umhängetasche für Spiegelreflex- oder große Systemkameras, inklusive Wechselobjektiv und Zubehör.

Zur Morley von hellolulu

Fotorucksack Sorrell von hellolulu

Hellolulu Sorrell: Bevorzugst du eher einen Fotorucksack als eine Umhängetasche? Da gibt es von hellolulu natürlich auch etwas. Der Rucksack sieht richtig schick aus und wenn du den Einsatz für die Kamera herausnimmst, kannst du ihn sogar als ganz normalen Rucksack benutzen.

Zum Fotorucksack von hellolulu

Eine ausführlichen Artikel zu richtig schönen Kamerataschen und Fotorucksäcken findest du hier:

Unsere Auswahl an stylischen Kamerataschen

#4 Wirf einen Blick ins Handbuch deiner Kamera

So, du hast nun deine Kamera gekauft und vielleicht sogar direkt eine hübsche Fototasche. Herzlichen Glückwunsch! Die ersten Schritte in Richtung großartiger Fotos bist du damit schon gegangen.

Wenn du deine neue Kamera auspackst, solltest du als erstes einen Blick ins Handbuch werfen und es nicht achtlos beiseite legen.

Darin steht nämlich nicht nur langweiliges Gedöns über Sicherheitsvorkehrungen und wie du den Akku auflädst, sondern es gibt gleich auch einige hilfreiche Infos über die Grundlagen der Fotografie und einige Tipps, wie du dein Kameramodell optimal einrichtest.

Auch wenn das Handbuch vielleicht nicht immer alles richtig gut erklärt, solltest du es immer griffbereit haben. Wenn du mal eine bestimmte Einstellung suchst, kannst du so jederzeit nachschlagen, wo du diese an deiner Kamera findest.

#5 Hol dir Unterstützung zum Fotografieren lernen

Du kannst dir das Fotografieren selber beibringen, gar keine Frage. Wir haben uns vieles selber beigebracht und wissen daher, wie anstrengend und zeitaufwendig das ist.

Deshalb haben wir all unser Fotografie-Wissen in unserem Online-Fotokurs zusammengestellt. Damit haben wir einen Kurs geschaffen, den wir uns damals beim Fotografieren lernen sehnlich gewünscht haben.

In unserem Kurs haben schon mehrere Tausend Teilnehmer*innen die Grundlagen der Fotografie gelernt und wir sind jedes Mal wieder begeistert, wenn wir tolles Feedback unserer Teilnehmer*innen erhalten und die entstandenen Fotos bewundern dürfen.

Alle Infos zu unserem Kurs findest du hier und dort kannst du auch direkt loslegen:

Zum Online Fotokurs für Anfänger

Die ersten Schritte beim Fotografieren lernen

Jetzt kann es endlich losgehen. In diesem Abschnitt geben wir dir praktische Tipps zum Fotografieren lernen.

#6 Vergiss den Automatikmodus

Nachdem du deine neue Kamera ausgepackt hast, hast du sie wahrscheinlich direkt ausprobiert und im Automatikmodus deine ersten Bilder gemacht.

Das ist auch völlig ok für den Start. Wenn du aber richtig fotografieren lernen willst, wirst du mit dem Automatikmodus nicht weiterkommen.

Wir vergleichen das immer gerne so: Der Automatikmodus ist gut zum Knipsen. Wenn du aber fotografieren möchtest, musst du raus aus der Automatik. Denn Fotografieren ist wie knipsen, nur eben krasser.

Wenn du wirklich lernen möchtest, wie man fotografiert, musst du an deiner Kamera manuelle Einstellungen vornehmen und wenn du dich wirklich kreativ ausleben möchtest, führt daran ebenfalls kein Weg vorbei.

Motive wie vorbeifahrende Autos mit Bewegungsunschärfe oder Bilder mit unscharfem Hintergrund kannst du nicht im Automatikmodus fotografieren. Die Kamera stellt dann zwar alle Werte so ein, dass möglichst alles gut belichtet und scharf ist, aber eben nur das.

Selbst bei ganz alltäglichen Motiven wie Sonnenuntergänge oder auch eine Familienfeier in einem schlecht beleuchteten Raum, wirst du mit dem Automatikmodus an deine Grenzen stoßen.

Also, raus aus dem Automatikmodus, denn dann fängt der Spaß an der Fotografie erst so richtig an.

Unscharfer Hintergrund
Ein Foto mit einem unscharfen Hintergrund. Im Automatikmodus wäre so ein Bild nicht möglich gewesen.

#7 Entdecke deine Kamera

Wenn du nun nicht mehr im Automatikmodus fotografierst, musst du dich selbst um die Einstellungen an deiner Kamera kümmern. Spätestens hier fängt das Fotografieren lernen so richtig an.

Viele Einsteiger haben großen Respekt vor der Technik. Zunächst wirkt sie wie ein Buch mit sieben Siegeln. Dabei ist es gar nicht so kompliziert, wie es vielleicht zunächst wirkt.

Letztendlich sind es drei wichtige Begriffe, die du kennen und verstehen solltest: Verschlusszeit, Blende und ISO.

Es gibt natürlich noch andere Einstellungen, die eine Rolle spielen, aber für den Anfang reicht es, wenn du diese drei verstehst.

Was verbirgt sich nun hinter diesen drei Begriffen? Ausführlich erklären wir das in unserem Online-Fotokurs, aber hier schon einmal ganz kurz und knackig, was sich hinter den drei Begriffen verbirgt:

Die Verschlusszeit bestimmt, wie lange Licht auf den Sensor deiner Kamera fällt. Je länger die Verschlusszeit, desto mehr Licht fällt auf die Kamera. Bei schlechten Lichtverhältnissen musst du also entsprechend mit längeren Verschlusszeiten fotografieren.

Mit der Blende kannst du regeln, wie viel Licht auf den Sensor fällt. Je weiter die Blende geöffnet ist, desto mehr Licht fällt ein. Mit der Blende kannst du außerdem beeinflussen, ob der Hintergrund deiner Motive scharf oder unscharf sein soll.

Der ISO wiederum bestimmt, wie lichtempfindlich der Sensor ist. Je höher der ISO-Wert, desto lichtempfindlicher ist der Sensor. Das bedeutet, dass du mit einem höheren ISO bei schlechten Lichtverhältnissen hellere Fotos machen kannst.

Das klingt jetzt vielleicht alles etwas abstrakt. Das ist auch gar kein Wunder, denn in 2-3 Sätzen lassen sich diese Einstellungen einfach nicht erklären. Für die Blende haben wir einen ausführlichen Artikel geschrieben, in dem wir dir das ganz detailliert beschreiben:

So funktioniert die Blende

#8 Üben, üben, üben

Geduld und Übung sind das A und O beim Fotografieren lernen.

Versuche deine Kamera am Anfang möglichst oft in die Hand zu nehmen. Nimm dir eine Funktion nach der anderen vor und probiere so viel aus wie du kannst. Nur durch regelmäßige Übung wirst du bessere Fotos machen und je mehr du fotografierst, desto leichter werden dir die Einstellungen auch von der Hand gehen.

Es muss auch kein großer Aufwand sein: In deiner Wohnung oder im Garten findest du auch viele spannende Motive zum Üben.

Glaubst du nicht? Wir haben uns 22 unterschiedliche Fotografie-Ideen für Zuhause überlegt:

Unsere 22 Fotografie-Ideen für Zuhause

Fotoidee Pasta
Ein Fotomotiv, das sicher die meisten von uns zu Hause haben: Pasta!

Unsere Tipps für Fotografie-Einsteiger

So langsam hast du das Grundwissen zum Fotografieren drauf. Jetzt kannst du dich den Details widmen.

#9 Kauf dir ein Stativ

Früher oder später wirst du feststellen, dass du ein Stativ brauchst. Wenn du z. B. im Dunkeln fotografieren möchtest, brauchst du auf jeden Fall ein Stativ, da deine Fotos ansonsten unscharf werden.

Beim Stativkauf hast du die Qual der Wahl: Schon ab 10 Euro bekommst du ein wackliges Stativ aus Plastik. Du kannst aber auch mehrere Hundert Euro für ein Stativ ausgeben.

Folgende Stative aus verschiedenen Preisklassen können wir empfehlen:

Rollei Traveler No. 1 Carbon: Unser Reisestativ. Es ist handlich, sehr leicht und kann bis zu 8 kg schwere Kameras tragen. Wir möchten es auf unseren Reisen nicht mehr missen!

Manfrotto MKCOMPACTACN-BK: Leichtes und günstiges Einsteiger-Stativ für kleine und leichte Kameras bis zu einem Gewicht von zu 1,5 kg. Durch das niedrige Gewicht ist es gut zum Reisen und Wandern.

K&F Concept Stativ mit Mittelsäulensystem: Durch das 90° Mittelsäulensystem eignet sich dieses Stativ neben Landschaftsfotografie auch sehr gut für Makrofotografie und bodennahe Fotos.

Rollei Rock Solid Gamma II: Super stabiles Stativ für fortgeschrittene Fotografen, dass auch bei Wind und Wetter einen stabilen Stand hat.

Horseshoe Lake
Ein gutes Stativ ist ein Must-Have in der Fotografie

#10 Lerne das Licht für deine Fotos zu nutzen

Wie du die Blende, ISO und Verschlusszeit einstellst, kommt vor allem auf eins an: die Lichtverhältnisse.

Sowohl bei zu viel als auch zu wenig Licht wird es schwerer, ein anständiges Bild zustande zu bringen. Die Fähigkeiten deiner Kamera und deines Objektivs spielen dabei auch eine Rolle. Wenn du weißt, wie Licht sich auf deine Fotos auswirkt, kannst du aber gezielt gegensteuern.

Du kannst die Einstellungen deiner Kamera an die Lichtverhältnisse anpassen oder du kannst deine Fototouren ganz bewusst dann planen, wenn die Lichtverhältnisse optimal sind.

Besonders schöne Fotos kannst du z. B. zur sogenannten Blauen Stunde und zur Goldenen Stunde machen, die jeweils rund um den Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang sind.

Wenn du dich mit den technischen Grundlagen der Fotografie auskennst, wird es also Zeit, dass du dich näher um das Thema Licht kümmerst und ausprobierst, welche Einstellungen bei welchen Lichtverhältnissen am besten funktionieren.

Goldene Stunde
Dieses Foto ist zum Sonnenaufgang entstanden und wurde mit einer Einsteigerkamera mit günstigem Objektiv gemacht. Nicht schlecht, oder?

#11 Befasse dich mit der Bildgestaltung

Technik ist aber bei Weitem nicht alles. Das Verständnis der Technik ist zwar notwendig. Du machst aber nicht automatisch schöne Fotos, nur weil du weißt, wie Blende, Verschlusszeit und ISO funktionieren.

Das ist nur der erste Schritt. Der zweite und mindestens genauso wichtige Schritt, ist die Bildgestaltung.

Ein technisch einwandfreies Foto kann trotzdem langweilig aussehen. Befasse sich also unbedingt mit den verschiedenen Stilmitteln der Bildgestaltung, sobald du die Technik drauf hast.

Symmetrie, bestimmte Farbkompositionen, die Drittelregel oder das Einrahmen deines Motivs sind nur ein paar der vielen Möglichkeiten der Bildgestaltung. Auch Perspektiven und der bewusste Einsatz von Linien sind tolle Mittel der Bildgestaltung.

In unserem Fotokurs ist die Bildgestaltung deshalb neben der Technik der zweite sehr umfangreiche Teil. Dort findest du viel Inspiration und lernst, dein fotografisches Auge zu schulen.

Ein paar Tipps haben wir aber auch in einem diesem Artikel aufgeschrieben:

Unsere Bildgestaltungstipps: So trainierst du dein fotografisches Auge

Bildgestaltung
Durch eine clevere Bildgestaltung kannst du aus einem recht unscheinbaren Motiv ein Wow-Foto machen

#12 Üben, üben, üben

Wir können es gar nicht oft genug sagen: Üben ist das A und O beim Fotografieren lernen!

Nimm nach wie vor deine Kamera so oft es geht zur Hand, klick dich durchs Menü, drehe am Moduswahlrad und mache ganz viele Fotos.

Probiere dich an den verschiedenen Stilmitteln der Bildgestaltung aus und verbessere so deinen fotografischen Blick.

#13 Kauf dir ein zweites Objektiv

Wenn du gerade deine erste Kamera gekauft hast, hast du wahrscheinlich dazu ein Standard-Zoom-Objektiv gekauft oder es war direkt im Kit dabei.

Das sind praktische Allrounder-Objektive für den Anfang, mit denen du mehr oder weniger alles fotografieren kannst.

Allerdings haben solche Objektive auch ihre Grenzen.

Sie sind zum Beispiel nie besonders lichtstark, sodass du bei schlechteren Lichtverhältnisse keine so guten Fotos mehr machen kannst. Auch die Bildqualität lässt bei Zoom-Objektiven beim Heranzoomen schnell nach.

Wenn du die Fähigkeiten deines Zoom-Objektivs irgendwann voll ausgeschöpft hast, ist es Zeit, dich nach einem spezielleren Objektiv umzusehen.

Je nachdem, was du gerne fotografierst, hast du die Wahl zwischen Teleobjektiven, Weitwinkelobjektiven, Portraitobjektiven oder Makroobjektiven.

Welches Objektiv für dich dir richtige Wahl ist, haben wir in unserer ausführlichen Objektiv-Beratung aufgeschrieben:

Zu unserer Objektiv-Kaufberatung

Unser Tipp: Wir empfehlen, als zweites Objektiv eine Festbrennweite zu kaufen. Festbrennweiten sind ideal zum Fotografieren lernen, sie sind extrem lichtstark und du kannst mit ihnen oft besonders unscharfe Hintergründe zaubern. Dazu haben wir natürlich auch einen Artikel geschrieben:

Darum solltest du dir unbedingt eine Festbrennweite kaufen

Reisefotografie - Auswahl der Kamera
Durch ein zusätzliches Objektiv erweiterst du deine Möglichkeiten in der Fotografie

#14 Schau dir deine Fotos an und lerne dabei

Ein Tipp, den wir Fotografie-Anfängern immer wieder geben: Schau dir deine Fotos an und lerne daraus!

Es ist unheimlich hilfreich, wenn du deine schon gemachten Fotos immer mal wieder unter die Lupe nimmst. Dadurch kannst du verstehen, was du gut gemacht hast, was du mittlerweile besser machen würdest oder warum das Foto nicht so geworden ist, wie es sollte.

Oft erkennst du auf diese Weise Schwachstellen an deinen Fotos, die häufig vorkommen und kannst sie so in Zukunft ganz gezielt besser machen.

Alternativ kannst du dir auch Fotos von berühmten Fotografen vornehmen und sie analysieren. Wie sind die Bildelemente verteilt, was macht das Foto so besonders?

Das alles hilft dir dabei dein fotografisches Auge zu trainieren und bestimmten Bilddetails beim Fotografieren mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

#15 Stelle dich einer Fotografie-Challenge

Wenn du mit dem Fotografieren am Anfang stehst, musst du ganz viel üben. Und damit es nicht langweilig wird, weil du irgendwann nicht mehr weißt, was du fotografieren sollst, kannst du eine Fotografie-Challenge starten.

Das funktioniert so: Für einen festgesetzten Zeitraum, zum Beispiel eine Woche oder einen Monat, fotografierst du jeden Tag zu einem anderen Thema.

Dabei kannst du Themen wählen wie Familie, Wasser, Mode oder auch bestimmte Farben. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Mach dir dazu einfach einen Wochenplan, bei dem du an jedem Tag ein neues Thema fotografierst.

Das hält dich in Übung, ist spannend und du kannst herausfinden, welches Fotografie-Thema dich besonders inspiriert.

Übrigens: In unserem Fotokurs gibt es einen Bereich mit 22 Fotoprojekten, die in drei Schwierigkeitsgrade eingeteilt sind. Dabei kannst du dich unter anderem zu Themen wie Silhouetten, Sonnenuntergänge oder Tierfotografie ausprobieren.

#16 Bearbeite deine Bilder

Wir werden oft gefragt: Muss man seine Fotos unbedingt bearbeiten? Ja und nein!

Grundsätzlich musst du deine Fotos nicht bearbeiten, denn auch ohne Bildbearbeitung kommen aus der Kamera in der Regel schon sehr brauchbare Fotos.

Es gibt aber einfach bestimmte Dinge, die du nur nachträglich am Computer machen kannst: kleine Fehler ausbessern, Kontraste verstärken oder die Belichtung nachträglich anpassen und so über- oder unterbelichtete Bereiche zu korrigieren.

Man muss diese Dinge nicht machen, aber letztendlich bringen sie deine Fotos nochmal auf ein ganz neues Level.

Heutzutage arbeitet so gut wie jeder Fotograf mit einem Bildbearbeitungsprogramm.

Damit kannst du nicht nur kleine Fehler ausbügeln, sondern dein Foto auch noch ein bisschen kontrastreicher und spektakulärer machen.

Die absoluten Favoriten sind dabei die Adobe Produkte Lightroom und Photoshop. Vor allem Lightroom ist für die Bildbearbeitung ideal und wir benutzen es auch.

Mit Lightroom kannst du zum Beispiel Schatten aufhellen, Farbtöne verändern oder das Bildrauschen reduzieren. Du kannst Filter über deine Bilder legen oder Pickel aus einem Gesicht verschwinden lassen.

Ein weiterer Vorteil von Lightroom ist, dass du damit deine Bilder auch verwalten und katalogisieren kannst. Das ist vor allem dann von Vorteil, wenn du viel fotografierst und mehrere Fotos gleichzeitig bearbeiten willst.

In unserem Fotokurs erklären wir dir den Umgang mit Lightroom sehr ausführlich.

Lightroom ist ein tolles Tool und kann nur mit einem monatlichen Abo genutzt werden. Pro Monat kostet es 11,89 Euro, die aber jederzeit kündbar sind.

Zu Lightroom

Photoshop ist ebenfalls ein beliebtes Bearbeitungsprogramm. Es ist aber eher dafür da, um zum Beispiel einzelne Bildelemente zu verändern, verschieben oder verschwinden zu lassen, also aktive Veränderungen des Fotos.

Mit Photoshop kannst du zum Beispiel Schriften in das Bild einbauen, den Hintergrund verändern oder dem Foto zusätzliche Elemente hinzufügen.

Photoshop ist eher für den professionellen Einsatz geeignet und auch wesentlich komplexer in der Bedienung als Lightroom. Beim Lightroom-Abo bekommst du Photoshop direkt mit dazu und kannst es ja mal ausprobieren. Wir nutzen Photoshop selbst nur sehr selten.

Bildbearbeitung
Vor allem bei schwierigen Lichtverhältnissen kannst du deine Fotos mit einem Bildbearbeitungsprogramm nachträglich noch optimieren

 

#17 Üben, üben, üben

Je mehr du übst, desto schneller lernst du das Fotografieren – genauso wie wenn du ein Instrument oder eine Fremdsprache erlernst.

Es ist auch hilfreich einen Mitstreiter zu finden. Dann könnt ihr euch gegenseitig motivieren, Wissen austauschen und eure Fotos zusammen beurteilen.

Das bindet, macht Spaß und treibt voran!

Unsere Tipps für fortgeschrittene Fotografen

Deine Fotos sind schon gut, aber du willst noch besser werden? Mit diesen Tipps bringst du deine Fotos auf Profi-Niveau.

#18 Entdecke die Fotografie mit Filtern

Ein weiteres, sehr hilfreiches Zubehör sind Objektiv-Filter. Damit kannst du zum Beispiel direkt beim Fotografieren Wasser und Himmel weichzeichnen oder Spiegelungen reduzieren.

Wir empfehlen den Kauf eines Polfilters und eines ND-Filters.

Was du mit diesen Filtern anfangen kannst und wie das genau funktioniert, haben wir in einem ausführlicheren Artikel aufgeschrieben:

Objektiv-Filter: So funktioniert die Filter-Fotografie

Wasserfall mit Polfilter und ND-Filter
Hier ein Beispiel wie Objektiv-Filter wirken. Das Wasser wirkt durch den ND-Filter weichgezeichnet und ist durch den Polfilter frei von Reflexionen.

#19 Probiere Neues aus

Wahrscheinlich hast du an dieser Stelle schon ein bestimmtes Thema, zu dem du am liebsten fotografierst. Ob es Portraits sind, Landschaftsbilder oder Tierfotografie – probiere trotzdem immer mal was Neues aus. Es lohnt sich!

Es kann gut sein, dass du dann weitere Fotografie-Bereiche entdeckst, die dir Spaß machen und in denen du gut bist.

#20 Finde deinen fotografischen Stil

Die meisten Fotografen sind auf ein oder zwei bestimmte Fotografie-Richtungen spezialisiert und machen hauptsächlich Fotos in diesen Bereichen.

Erstens, weil sie sich einfach eher für ein bestimmtes Thema interessieren und zweitens, sie sowieso wahrscheinlich überwiegend Ausrüstung dafür haben. Und drittens, weil sie eben darin richtig gut geworden sind!

Es ist zwar keine Regel, dass du ausschließlich Landschaften oder ausschließlich Menschen fotografieren sollst – aber es macht Sinn, sich auf einen oder zwei Bereiche zu spezialisieren.

Dann kannst du nämlich viel tiefer in das Thema eintauchen und richtig gut werden und in deinem Bereich auch deinen ganz eigenen fotografischen Stil entwickeln.

#21 Üben, üben, üben

Auch wenn du richtig gut geworden bist und sich deine Fotos sehen lassen können, lohnt es sich immer weiter zu üben.

Mit dem Fotografieren hast du nämlich nie ausgelernt.

Es gibt unendlich viele Motive, es werden immer wieder neue und bessere Technologien entwickelt und es gibt immer wieder was Neues zu entdecken.

#22 Sei stolz und freu dich darüber, was du erreicht hast

Vom schnellen Knipsen zum richtigen Fotografieren – du hast es geschafft! Deine Fotos sind toll, aussagekräftig und ernten Bewunderung.

Sei stolz auf dein Können und dein neu erlangtes Wissen. Wie wäre es jetzt mit einem eigenen Social Media-Kanal, auf dem du deine Arbeit präsentieren kannst? Oder vielleicht sogar einer kleinen Ausstellung?

Egal ob du nur als Hobbyfotograf unterwegs sein möchtest oder du das Fotografieren zu einem richtigen Job machen willst: Zeig dein Können, nach all der Mühe hast du es verdient!

Das waren unsere 22 Schritte zum Fotografieren lernen. Wir hoffen, wir konnten dich damit motivieren, dieses tolle Hobby für dich zu entdecken. Hast du noch Fragen oder Anregungen? Oder bist du den Weg schon selbst gegangen und kannst noch weitere Tipps beisteuern? Dann hinterlasse uns gerne einen Kommentar!